79. Infanterie-Division

  • Hallo c.ris,


    ich aber ,meines Wissen wurden nur die takt.Zeichen auf die Fahrzeuge gemalt, die Grundzeichen der Waffengattungen nicht (glaube nur für Gliederungen)


    Gruß, Lemmy

  • Daher dein Irrtum mit der Eisbahntruppe.

    Okay, vielen Dank für diese Aufklärung.

    Sah das Zeichen, und habe es mal für mich so eingeschätzt.

    Sagte ja oben auch schon, zum Glück gibt es hier gute "Fachleute" :thumbup:die das richtig einschätzen können.

    Danke Dir für diese Infos!


    ich aber

    Sicher kennst Du Dich da besser als ich aus. :thumbup:

    Wahrscheinlich handelte es sich einfach um diverse Div. Truppen die hier auf dem Bild zu sehen sind.

    So eine 79. Inf. hatte auch ne Menge an sog. Div. Truppen (der Tross) mit sich.

    Klingt sicher am plausibelsten.

    Gruß

    Edited once, last by c.ris76 ().

  • Guten Abend und vielen Dank für die zahlreichen Beiträge zu meinem Opel-Bild. Es ging mir weniger darum das taktische Zeichen an sich zu entschlüsseln, als vielmehr die Tatsache, dass dieses private Kennzeichen auf dem Fahrzeug blieb. Ich werde das jetzt so in einer Fußnote verfassen, dass es sich um einen requirierten Wagen handelt, der nach dem Krieg hätte zurückgegeben werden müssen. Es gab damals auch viele private Spediteure, also LKW-Fahrer im 1-Mann-Betrieb, die aufgrund ihres Fahrzeugs eingezogen wurden und natürlich ihr Fahrzeug mitzubringen und in den Dienst der Truppe zu stellen hatten. Hier anbei sind noch zwei Tafeln mit taktischen Zeichen der 79. Inf.-Div. für die Interessierten und - wer kann diese frz. Kanonen bestimmen / typisieren? Gleiches gilt für die Feldküche. Vielen Dank! Ich werde die Antworten hier in den Beiträgen in Fußnoten in einem Quellenbuch über die 79. Inf.-Div. veröffentlichen. Danke für die Unterstützung!

  • Hallo,


    ich halte es für eine Heeresfeldküche 12 ( HF 12 bzw. 14).

    Muss mich aber u. a. an dem Kaffeekessel und den nach hinten hinausragenden Rädern orientieren, da ich keine Draufsicht habe und die Kesselgröße nicht definieren kann.


    Gruß Karl

  • Hallo Karl Grohmann, vielen Dank für die Identifizierung der Feldküche - ich werde das so in meine Bildunterschrift zu diesem Foto übernehmen. Möchte jemand diese vier Motorräder identifizieren? Vielen Dank schon mal dafür. Gruß, Stefan

  • Guten Abend,

    kennt sich hier jemand mit den Erkennungsmarken der Wehrmachtsoldaten aus?

    Ich würde gerne wissen, ob die eingravierten Informationen hinsichtlich der Einheiten einer gewissen Flexibilität unterlagen?


    Aus einer Kriegsgräberliste gehen für zwei gestorbene Soldaten der gleichen Einheit (Radfahrschwadron der Aufklärungsabteilung) unterschiedlich realisierte Erkennungsmarken hervor:




    15.1.40

    Wilhelm Kurzenberger, Gefreiter

    -175- Radf. Sch. A.Abt. 179 Waldwiese

    15.1.40

    Walter Langbein, Kraftfahrer

    -36- Radf. Schwd. A.A. 179 Bhf. Waldwiese


    Gleiches gilt für viele weitere zitierte Erkennungsmarken. Konnten sie Soldaten selbst den Text auf den Erkennungsmarken festlegen?

    Und was bedeuten die Angaben hier -175- und -36-?


    Vielen Dank!

  • Moin Blitzlichtkabinett!


    Die 36 und 175 sind die laufenden Nummern der Ausgabe der EM.

    Diese EM sind vom Radfahrschwadron 179 ausgegeben worden.

    Da gibt es keine "Flexibilität".

    Um nun eines noch kurz zu erläutern.

    Es gibt kein Radfahrschwadron der Aufklärungsabteilung.

    Das Radfahrschwadron ist die Aufklärungsabteilung.


    Gruß

    Christian

  • Moin und vielen Dank für die Antwort.

    Das mit der laufenden Nummer weiß ich nun.

    Dennoch variieren die EM extrem in der Art und Weise der Abkürzungen, was Punkte, Schrägstrich usw. in den jeweiligen Angaben auch einer gleichen Einheit angeht. Daher wirkt das auf mich "wie vom Soldaten selbst verfasst".

    Die AA. 179 war aber breiter aufgestellt als mit nur einem Radfahrschwadron: (Das Wappen ist auch ein Pferd, kein Fahrrad)


    Bericht

    über den Einsatz der Aufklärungs-Abteilung

    vom 30.9.39 bis 12.12.39

               

    Der erste Einsatz der AA. 179 erfolgte am 30.8.1939 in dem Abschnitt Mettlach bis Dillingen in einer Breite von 11 km. Unterstellt waren der AA. das I. / Gre.Wa.Btl., bestehend aus drei Kompanien, die Kompanien zu vier Zügen, der Zug zu vier Gruppen à sieben Mann mit einem MG und unterstellten drei Pi.-Sperrzügen 4:44. Die AA. war ferner auf Zusammenarbeit mit dem Grz. Pi. Btl. 79 angewiesen, bestehend aus zwei Reservekompanien mit einer unterstellten aktiven Kompanie. Es waren eingesetzt:

    Schwere Schwadron

    Nördlicher Abschnitt

    Reiterschwadron

    Mittlerer Abschnitt

    Radfahrerschwadron

    Südlicher Abschnitt

    Stab und Nachrichtenzug

    Fremersdorf an der Saar (Abschnittsmitte)

  • Moin Blitzlichtkabinett!


    Ich hab meine Dienstzeit in der PzLBrig 9 abgeleistet.

    Das Wappen war auch kein Panzer, sondern ein Pferd!

    Die Ausgabe der EM erfolgte in der Ausbildungseinheit.

    Bei Verlust bekamen die Soldaten neue EM in ihren Stammeinheiten.

    Nur kurz zum Verständnis für mich.

    Du stellst eine Tabelle ohne Bezug ein?

    Das ist so richtig?


    Gruß

    Christian

  • Es ist der Beginn des ersten Einsatzberichtes dieses Abteilung, der am 15.12.1939 verfasst wurde

    Diese Angabe am Anfang hatte ich nicht mitkopiert.

    Ich wollte nur zeigen, dass die Einheit aus mehr bestand als aus Radfahrschwadron.

    Um diese geht es auch hier in diesem Beitrag, insbesondere um das Wappen:


    Grab 79. Infanterie-Division?


    Was ich hauptsächlich wissen wollte war, warum keine EM vom Aufbau her identisch ist in Bezug auf den Inhalt wie oben beschrieben.

  • Moin Blitzlichtkabinett!


    Wie bereits gesagt, fand die Ausgabe der EM in der Ausbildungseinheit statt.

    Bei Verlust wurde eine neue EM in der aktuellen Einheit ausgegeben.

    Prinzipiell kann man aber darauf schließen, dass aus den Radfahrschwadronen die AA`s und später die FüsBtl hervorgegangen sind.


    Die Standarten der Schwadrone finden doch a

    uch heute noch bildlichen Bezug bei der BW.


    Gruß

    Christian

  • Grüß Gott,


    im Anhang die Aufkl.Abt.179, eventuell hilfreich, erklärt warum Pferd...

    Die Em wurden wahrscheinlich nicht immer vom selben Soldaten der ausgebenden Kompanie gestanzt, daher die Abweichungen auf der Marke.

    Eventuell wurde auch nicht gleich jede neue Einheitsbezeichnung übernommen, wenn noch alte Restausgaben vorhanden waren,kann ich mit vorstellen , wurden diese auch ausgegeben...


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

    Files

    • AA 179.PNG

      (23.19 kB, downloaded 15 times, last: )
  • Guten Morgen, ich habe nun eine Frage zum Pio.Btl. 179, bzw. wohl zu Pionieren allgemein:

    Neben den drei Kompanien und der Brückenkolonne gab es auch nur "Kolonne"

    (FPN 21234, Pio.Kol.179)

    Was genau war die Aufgabe dieser Kolonne, wie viele Soldaten etwa umfasste sie?

    Danke und Grüße!

  • Hallo Blitzlichtkabinett,


    im Lexikon der Wehrmacht gibt es hier

    http://www.lexikon-der-wehrmac…Gliederungen/Pioniere.htm

    unter "Pionier-Bataillone"

    einen sehr guten Überblick über die Gliederung und Ausrüstung eines Pionierbataillon (einer Infanterie-Division)1939/1940:


    Das Pionierbataillon besteht aus

    1. Bataillonsstab mit Nachrichtenzug
    2. 2 Pionier-Kompanien (bespannt) (1. und 2. Kp)

    3. 1 Pionier-Kompanie (mot) (3. Kp)

    4. Brückenkolonne B (mot)
    5. leichte Pionierkolonne (bespannt)
    6. Bataillonsmusik



    5. leichte Pionierkolonne (bespannt)

    - Kolonnenführer

    - drei Züge mit je drei zweispännigen Fahrzeugen


    Bei der Pionierkolonne und auf den Fahrzeugen der Pionierkompanien wurden insgesamt mitgeführt:

    Sperrmittel:

    - 1 140 Stück T-Minen

    - 1.934 Stück S-Minen

    - 100 S-Draht-Rollen

    - 306 K-Draht-Rollen (Drahtrollen aus Blankdraht)

    - 73 Stacheldrahtrollen

    Spreng- und Zündmittel:

    - 351 kg Pionier-Sprengmunition (100 g, 200 g, 1 kg, 3 kg Ladungen)

    - 23 Zündapparate

    - 2600 m Knallzündschnur (Sprengschnur)

    - 936 Nebelkörper


    Viele Grüße

    Bernhard


  • Danke Eumex und Berhard_63 für eure Rückmeldungen.

    Sehe ich das richtig, das Soldaten in der Kolonne entsprechende handwerkliche Berufe beherrschten? Schlosser, Schweißer, Schmied etc.

    Könnte da theoretisch auch der Beruf des Schuhmachers von Wichtigkeit und Nützlichkeit sein?

    Es geht mir gerade um einen entsprechenden Soldaten - Schuhmachergeselle. Fotobeschriftungen weisen darauf hin "Schuhmacher der Kolonne"

    Danke, Grüße!

  • Moin!


    In jeder Kompanie, Batterie, Kolonne, usw. gab es beim Tross je einen Schneider und einen Schuhmacher.


    Grüße


    Björn