6. SS Gebirgsjäger Division in der Wetterau und Vogelsberg 30.03.1945 bis 03.04.1945 (Ostern 1945)

  • Hallo Vogelsberg,


    Der Datenbestand des Verhörprotokolls von SS Oberführer Goebel übersteigt leider 400 kB, daher müsstest du mir deine E-Mail-Adresse geben, um dir das Protokoll schicken zu können.

    Gruss


    Wolfgang

  • Hallo Ulf ("Schonwiederder"),


    Du hattest mir über PN eine Nachricht zugeschickt, die aber leider bei mir nicht angekommen ist; daher antworte ich dir über diesen Weg.

    Zu deiner Frage in Bezug auf Friedberg, stammt die Information, dass der Divisionsstab der 6.SS Gebirgsjäger-Division am 30.03.1945 durch Friedberg nach Osten zog, aus dem G2 Periodic Report Nr. 289 vom 02.04.1945 des VIII. US Korps.

    Vielleicht eine weitere interessante Information aus dem gleichen Bericht, ist die Gefangenenaussage eines Angehörigen der 2. Panzer-Division, dass der kommandierende Major des Feldersatzbataillons am 26.03.1945 den Befehl erhielt sich nach Friedberg zu begeben, wo sich die Reste der Division versammeln sollen.

    Gruss


    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    vielen herzlichen Dank für die Antwort. Das hilft mir in der Sache sehr weiter, obwohl es ja zunächst total abwegig

    erscheint, dass Teile der 6.SS Geb.Div. Nord mit ihren ca. 250 Kraftfahrzeugen und dem Divisionsstab in der Nacht

    vom 31.03.1945 auf 01.04.1945 tatsächlich durch Friedberg gezogen sein könnten.

    Die Stadt Friedberg war seit dem 29.03.1945 amerikanisch besetzt. Vielleicht war mit "durch Friedberg" auch nur ein

    Vorort von Friedberg gemeint? Wir werden sehen, was sich noch ergibt. Bin jedenfalls für weitere Hinweise dankbar!


    *************************


    Andere Sache.....suche aktuell Hinweise auf die Herkunft / Zugehörigkeit zu einer Einheit von einer


    kompletten Batterie (4 Schwere Feldhaubitzen 18 im Kaliber 15cm) samt Zugmaschinen


    die am Kriegsende bei Florstadt/Altenstadt zurückblieb.


    Diese müssten doch auch irgendwo von der Amerikanern bemerkt worden sein. Gibt es evtl. Aussagen von ehem. Angehörigen

    der Einheit, dass die Batterie zurückgelassen wurde?


    Gibt es hier im Forum evtl. Kenner, die sich speziell mit der deutschen Artillerie auskennen und etwas wissen könnten?

    Auch hier gilt .....bin für jedem Hinweis dankbar! Vorab vielen Dank!



    Beste Grüsse,


    Schonwiederder / Ulf

  • Hallo,


    Quote

    Vielleicht war mit "durch Friedberg" auch nur ein

    Vorort von Friedberg gemeint? Wir werden sehen, was sich noch ergibt. Bin jedenfalls für weitere Hinweise dankbar!

    angesichts der US-Lagekarte vom 31. März 1945 tue ich mir mit dieser Aussage schwer....


    Grüße

    Thilo

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    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,

    vielen Dank für das Einstellen der Lagekarte. Hast Du denn die entsprechende Literatur

    zur 6.SS-Geb.Div.Nord gelesen?

    Es ist völlig unstrittig, dass sie Ende März/Anfang April 1945 durch bereits Tage zuvor von

    den Amerikanern besetztes Gebiet kamen.


    Wolfgang ,

    wie kann ich an den G2 Periodic Report Nr. 289 vom 02.04.1945 des VIII. US Korps mit den

    Gefangenenaussagen gelangen? Liegt Dir dieser Report vor?


    Rusiecki erwähnt in seinem Buch eine Sichtung von Truppen der Nord am 01.04.1945

    südlich Bad Nauheim. Kennst Du evtl. diesen Report?


    Vielen Dank und beste Grüsse,


    Schonwiederder / Ulf

  • Hallo Ulf (Schonwiederder),


    Den G2 Periodic Report Nr. 289 vom VIII. US-Korps liegt mir vor und ich kann ihn dir gerne schicken, wenn du mir deine E-Mail-Adresse gibst.

    Was nun die 4 verlassenen schweren Feldhaubitzen 150 mm in Florstadt betrifft, gibt es in den amerikanischen G2-Berichten, die mir vorliegen, keine schlüssigen Angaben.

    Folgende Einheiten könnten aber in Frage kommen :

    - Heeres-Artillerie-Abteilung 1151 : Diese Einheit war mit schweren Feldhaubitzen ausgerüstet; das Kaliber ist mir leider nicht bekannt; zum Kriegsende wurden diverse Einheiten der Artillerie auch mit Beutegeschützen ausgerüstet. Die Abteilung war dem ARKO 489 des LXXXIX. AK unterstellt und der 6. SS Gebirgsjägerdivision zugeteilt. Ende März 1945 erhielt die Abteilung den Befehl sich aus dem Raum Giessen-Wiesbaden nach Fulda zurückzuziehen.

    - Heeres-Artillerie-Abteilung 1152 : Diese Einheit war ebenfalls mit schweren Feldhaubitzen ausgerüstet und war ebenfalls dem ARKO 489 unterstellt; leider habe keine weiteren Infos zu dieser Abteilung gefunden.

    - 10. Batterie des Artillerie-Regiments 276 (276. Volksgrenadierdivision) : Diese Batterie wurde zwar von den Amerikanern identifiziert und müsste normalerweise auch mit schweren Feldhaubitzen 150 mm ausgerüstet gewesen sein. Es ist aber nicht bekannt, ob diese Batterie Ende März / Anfang April 1945 noch über Geschütze verfügte oder, wie es bei vielen Artillerie-Einheiten bei Kriegsende der Fall war, als Infanterie eingesetzt wurde.

    - Artillerie-Regiment 1059 (159. Infanteriedivision) : Am 27.03.1945 erhielt die Division den Befehl sich von Darmstadt nach Bad Homburg zu begeben; es ist aber nicht bekannt, ob das Regiment noch über schwere Feldhaubitzen 150 mm verfügte, und ob das Regiment letztendlich Bad Homburg erreichte.

    Gruss

    Wolfgang

  • Hallo,


    Quote

    Es ist völlig unstrittig, dass sie Ende März/Anfang April 1945 durch bereits Tage zuvor von

    den Amerikanern besetztes Gebiet kamen.

    ja, in einzelnen kleinen Trupps, aber mit Sicherheit nicht in der o.g. Größenordnung.


    Grüße

    Thilo

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  • Hallo Wolfgang,

    super, vielen Dank, das mit der Zusendung des G2 Periodic Report Nr. 289 vom VIII. US-Korps wäre

    wirklich toll.


    Meine email:


    [email='fluwu11[at]web.de'][/email]


    Nochmals zum Buch von Rusiecki und von Teilen der 6. SS.Geb.Div.Nord und deren

    Sichtung südlich Bad Nauheim.... im Quellenverzeichnis seines Buches zur

    betreffenden Seite gibt er an...


    - 2nd Infantry Unit Regiment Journal from 1.April - 30 April 1945, Entry 1 National

    Archiv RG407, Entry 427, Box 8666 (hereafter 2nd. Infantry Regiment Unit Journal

    1 April 1945 - 30 April 1945;


    - 5th Infantry Division, G3-journal, 1 April 1945;


    - 5th Cavalry Reconnaissance Troop in Combat, After-Action Report extract provided

    by the author by Daniel E.Robinson on 24th January, 1996


    Hast Du evtl. diese Journals vorliegen?


    Besonders interessant sind dabei die Koordinaten-Angaben der Sichtung.


    ***********************

    Thilo

    wir werden sehen, was sich noch ergibt. Man soll nie "nie" sagen. Irgendwie muss die motorisierte

    Kolonne ja in der Nacht vom 31.031945 auf 01.04.1945 von der RAB bei Ockstadt nach Assenheim

    gekommen sein.


    ***********************

    Tausend Dank auch für die Infos zu den Florstädter Geschützen. Ich sehe schon "hier wird man

    geholfen". Staune auch über das geballte Wissen, das hier im Forum vorhanden ist. Eine derartige

    Fülle an Informationen zu den Geschützen übersteigt meine Erwartungen. Das sind sehr gute

    Hinweise/Anhaltspunkte und Ausgangspunkt für evtl. weitere Forschungen zur Herkunft der Geschütze.


    Vielen Dank und beste Grüsse,


    Schonwiederder / Ulf

  • Hallo

    Wegen der Geschütze vielleicht mal Uwe (schwarzermai) fragen. Er ist der Ari-Experte.


    In einem Buch von Jürgen Möller fand ich folgende Textpassage:


    "Die Ka.Gru.Lange, die der Ka.Gru.Schäffer (Gren.Reg.77/ 26.VGD) in Bebra untersteht, besteht aus 2 Kompanien Versprengter, von dehnen eine ausschließlich aus Versprengten der 6.SS-Geb.Div."Nord" besteht, und eine Gesamtstärke von 250-300 Mann hat." (01.04.1945)


    Die Ka.Gru.Lange kämpfte zu diesem Zeitpunkt in Breitenbach wo es zu schweren Kämpfen kam.


    Hoffe es hilft ein wenig weiter.

    mfg Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Guten Abend Ulf,


    Den G2 Bericht habe ich dir heute per Mail geschickt.

    Ich hatte etwas Zeit weitere amerikanische G2 Berichte durchzusehen und kann in Bezug auf die Einnahme von Friedberg durch die Amerikaner effektiv das Datum des 29.031945 bestätigen. Am 29.03.1945 rückte die 6. US-Panzerdivision, die dem XX. US Korps unterstand, westlich von Frankfurt nach Norden vor und eroberte Friedberg. In der Stadt befanden sich 1.500 deutsche Soldaten, die sich einem amerikanischen Ultimatum folgend in Gefangenschaft begaben. Ich glaube nicht, dass sich dabei um Angehörige der 6. SS Gebirgsjäger-Division handelte, da sich diese niemals kampflos in Gefangenschaft begeben hätten. Leider gibt es keine Details hinsichtlich der Zugehörigkeit der in Friedberg gefangengenommenen Soldaten.

    Ebenfalls am 29.03.1945 um 10.30 Uhr hatte die 6. US Panzerdivision nördlich von Friedberg den Stab des Flak-Regiments 31 abgefangen als dieser auf seinem Rückzug nach Osten versuchte die Autobahn zu überqueren. Für den 29.03.1945 gab die Division an 2 Stück Geschütze 150 mm zerstört zu haben, leider ohne weitere Details anzugeben.

    Florstadt wurde ebenfalls am 29.03.1945 von den Amerikanern erobert. Es war diesmal die 4. US-Panzerdivision, die dem XII. US Korps unterstand, und an diesem Tag aus dem Raum Hanau nach Norden bis Lauterbach vorstiess; Florstadt wurde dabei erobert und die Amerikaner trafen dort nur auf leichten Widerstand der Deutschen. Bei Altenstadt wurden Angehörige des Artillerie-Regiments 119 der 11.Panzerdivision gefangengenommen; sie gehörten der II. Abteilung bzw. der 7. & 8. Batterie an. Meiner Meinung nach waren diese Einheiten nicht mit Geschützen 150 mm ausgerüstet sondern mit Geschützen 105 mm; ob sich nun Teile des Regiments, die noch mit Geschützen 150 mm ausgerüstet waren, ebenfalls im Raum Altenstadt - Florstadt befanden, lässt sich nicht nachvollziehen.

    Die von dir angefragten G3 Berichte der 5. US Infanterie-Division sowie die übrigen Unterlagen von Einheiten der 5. US Infanterie-Division habe ich leider nicht.

    Gruss


    Wolfgang

  • Hallo,


    Quote


    Es war diesmal die 4. US-Panzerdivision, die dem XII. US Korps unterstand, und an diesem Tag aus dem Raum Hanau nach Norden bis Lauterbach vorstiess; Florstadt wurde dabei erobert und die Amerikaner trafen dort nur auf leichten Widerstand der Deutschen.

    die Bereitstellungsräume und Marschstrecken der 4. US-PD am 29.03.1945 waren:


    CCA Beltershain, Vormarsch über Ruppertenrod, Groß-Felda, Helpershain, Meiches nach Lauterbach


    CCB Grünberg, Vormarsch über Sellnrod, Wohnfeld, Engelrod, Herbstein, Stockhausen nach Großenlüder


    CCR Münzenberg, Vormarsch über Rodheim, Nidda, Gedern, Grebenhain, Altenschlirf nach Großenlüder


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank Euch allen für die Hinweise, ergänzende Informationen, etc.


    Besonderer Dank an Wolfgang Grote für Zusendung von Dokumenten.


    Zum Thema "Einnahme von Friedberg/Hessen" und der Situation in der Stadt gibt es ein sehr ausführliches Buch von Herfried Münkler (gebürtiger Friedberger) mit dem Titel "Machtzerfall".


    Friedberg sollte zunächst verteidigt werden, die Kampfkommandanten wechselten aufgrund verschiedener Umstände innerhalb kurzer Zeit. Ihm befohlene Verteidigungsmassnahmen

    wurden vom letzten Kampfkommandanten bewusst nur zögerlich angeordnet oder überhaupt nicht ausgeführt. Es gab zwischen den Offizieren - wie fast aller Orten - unterschiedliche Meinungen ob gekämpft werden soll oder nicht. Dabei stand man sich auch mit gezogenen Pistolen gegenüber.

    Für den Fall des Kampfes drohten die Amerikaner mit Bombardierung der Stadt. Zum Glück

    konnten sich die besonnenen Kräfte durchsetzen und die kampflose Übergabe der Stadt erfolgte.

    So fielen in Friedberg letztlich nur ein paar Schüsse.


    Gruss

    Schonwiederder/Ulf




  • ....noch eine Ergänzung........zum Thema "6.SS-Geb.Divsion" .....


    Dass laut G2 Report Nr. 289 die "Nord" bereits am 30.03.1945 durch Friedberg

    gezogen sein soll, will nicht so recht ins Bild passen. Am 30.03. stand die "Nord"

    noch an entfernterer Stelle im Kampf mit den Amerikanern. Hat man sich im

    Bericht vielleicht im Datum geirrt?


    Gesichert ist die Autobahnquerung (RAB Frankfurt - Bad Nauheim) der "Nord" für

    die Nacht vom 31.03. auf den 01.04.1945.


    Gruss,


    Schonwiederder/Ulf

  • Hallo zusammen,


    unter diesem Link könnt ihr einige Informationen zur 6.SS-Geb. Division finden. Dort gibt es auch eine Suchfunktion:


    https://firstdivisionmuseum.nm…d3-4177-b65e-30b812011812




    Ich freue mich auf Eure nächsten Informationen!


    Gruß


    Vogelsberg

  • Hier noch eine Karte der Amerikaner über die eigenen Bewegungen.


    Gruß

    Vogelsberg

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    • Lage.JPG

      (245.95 kB, downloaded 29 times, last: )
  • Hallo,


    Grob gesagt stießen die US-Truppen schnell rechts und links am „hohen Taunus“ vorbei. Von der Vorstellung, es hat sich für die Angreifenden oder die Verteidigenden um eine zusammenhängende Front gehandelt, muss man sich trennen. So wurden auch die verbliebenen Teile/Kräfte/Kampfgruppen der 6.SS-GebDiv nicht geschlossen eingesetzt. Betrachtet man die Berichte der US-Truppen, die wenigen Informationen aus Chroniken zur 6. SS-GebDiv (z.B. „Der Weg der Geb.-Nachr.-Abt. 6“) und die Zeugenberichte aus Dorfchroniken, zogen sich die Kampfhandlungen über den hohen Taunus (von Camberg – Schmitten – Usingen – Friedberg) vom 30.03. bis 01.04.1945 hin. Stützpunktartiges Verteidigen einer Ortschaft zur Deckung der Absetzbewegung. Hierbei kamen demnach keine größeren Einheiten geschlossen zum Einsatz, sondern eher Zug- und Kompaniestärken. Demnach wundert es nicht, dass die sich durch den Taunus kämpfend absetzenden Teile der 6.SS-GebDiv in der Nacht vom 31.03. auf den 01.04.1945 in Friedberg auftauchten. Angehörige der SS-GebNachrAbt 6 berichten in der oben erwähnten Chronik, dass sie zusammen mit dem Divisionsstab in Usingen eingekesselt waren und nach Friedberg ausbrachen.

    Hier ein paar Auszüge aus Quellen, welche die Marschwege und Kampforte wiedergeben:

    30.03.1945

    VII Corps area:

    413th Inf reaching Arolsen and Adorf and forward elements of 415th stopping near Heringhausen.

    4th Cav Gp, whose relief is completed by 78th Div, moves via Hackenburg (gemeint ist HACHENBURG) and Dillenburg to Eibelhausen and from there attacks N, forward units reaching Beddelhausen and Markhausen.

    1st Div, with elements of 3 regts in line, pushes N to line Strassebersbach-Hainchen-Irmgarteichen-Gernsdorf-Rudersdorf-Rodgen, thereby gaining heights dominating Siegen.

    In V Corps area, 9th Armd Div continues N to the Eder and secures crossings. CCB drives to Bad Wildungen: some elements clear the town and cross 7th Armd Div (III Corps) bridge to establish bridgehead while others cross at Wega and move along the river to take bridge at Bergheim.

    CCA advances to Fritzlar, where bridge is blown and enemy offers organized resistance from ground and air: some elements cross 6th Armd Div (XX Corps) bridge at Sennern and attack Fritzlar from the rear while others take airfield S of Fritzlar. 2d Div continues rapid advance to rear of armor.

    69th Div takes over new zone SW of Weilburg and begins movement into it; elements move to Wetzlar and relieve III Corps units.

    In U.S. Third Army's VIII Corps area, 87th Div completes its mission as TF Sundt; reversing its course, drives W and joins 345th Inf, which is moving E. Continuing toward Usingen, 76th Div is halted at Finsternathal, Dorfweil, and Schmitten by opposition from German officer candidates; 304th Inf (-) crosses the Rhine to protect right flank along Cologne-Frankfurt Autobahn.

    TF Fickett gets elements to Butzbach, on Giessen-Bad Nauheim highway, completing its mission.

    There was plenty of "take" going on in the 385th's 2d Battalion sector. The battalion moved in on Reidelbach (gemeint ist WEILROD/RIEDELBACH). The enemy threw back an intensive fire barrage. The battalion made a second attempt and again it ran into a curtain of steel. Mortars and artillery laid into the houses and then for a third time the battalion swarmed down into the town. This time the men continued against the withering fire of the enemy and as in Camberg it was house-to-house fighting until the early hours of the morning before the town was finally cleared. At 0800 a message was sent to the rear: "Camberg cleared of enemy."

    Am Morgen des 30. März ist Camberg komplett von Truppen der 76. US-Infanteriedivision besetzt. Der Gefechtsstand der 76. (US) InfDiv befindet sich in Idstein.

    Die Einheiten der 87. US-Infanteriedivision stoßen am Morgen von Selters/Eisenbach weiter in Richtung Haintchen vor. Ein Teil der Amerikaner marschiert weiter über Wolfenhausen, Heinzenberg, Grävenwiesbach, Brandoberndorf bis Butzbach. Auch der Raum um Weilmünster wird besetzt.

    Auf den Höhen zwischen Haintchen und Hasselbach kommt es zum Feuergefecht mit SS-Truppen. Danach marschieren die Amerikaner weiter bis Emmershausen.

    20km s/w in Niedernhausen/Engenhahn kommt es erneut zu Schießereien.

    417th Infantry Regiment attack Schmitten and Dorfweil.

    Am 30. März (Karfreitag) besetzten die ersten Amerikaner den Ort Laubuseschbach

    Der Gefechtsstand 87. (US) InfDiv befindet sich in Weilmunster.


    The 28th Squadron column rolled into Bad Nauheim, the first Allied troops to enter the city.

    Quellen:
    AN HISTORICAL AND PICTORIAL RECORD OF THE 87th INFANTRY DIVISION IN WORLD WAR II, 1942-1945 S. 105 ff

    Bericht 87. US-Infanteriedivision

    Chronik Camberg, Albert Schorn, Cambergs Chronik 1918 bis 1945


    Bad Homburg, Krieg endet zur Mittagsstunde, Von Olaf Velte

    Der Karfreitag 1945 ist ein trüber Tag. Bereits am Tag zuvor, dem Gründonnerstag, haben sich die Amerikaner in Gonzenheim gezeigt. Geschützdonner auch in Rod an der Weil und Merzhausen.

    Am Karfreitag, 10 Uhr, erscheinen US-Panzer in Wehrheim, ziehen sich nach Feuergefechten aber zurück in die Saalburgwälder.

    Nachts beziehen SS-Truppen im Ort Stellung, ein Teil der Bewohner sucht Zuflucht im Gemeindeforst.

    31.03.1945

    Am Nachmittag des Ostersamstags schlagen erste Granaten in der alten Kreisstadt Usingen ein.

    Artilleriefeuer zerstört am frühen Ostersamstag Scheunen und Häuser, zwingt das SS-Kommando zum Abzug. Am folgenden Tag ist der Krieg für die Wehrheimer vorbei, nachmittags alles in amerikanischer Hand.

    In U.S. Third Army area, VIII Corps, except for 76th Div, mops up stragglers. 385th Inf, 76th Div, drives to Usingen and partly clears it; 417th overcomes lively resistance in Finsternthal-Dorfweil-Schmitten region and continues NE past Hausen-Arnsbach to vicinity of Usingen.

    In the early morning hours of the 31st the enemy was driven out of Schmitten.

    The attack on Arnsbach began at dusk on the 31st by Company B, 417th Infantry. The opening barrage was fired by the 901st FA guns

    About the same time the 417th began its attack on Arnsbach the 3d Battalion 385th was entering the outskirts of Usingen.

    DIE AMIS KOMMEN, Heinrich Nitschke fasst die letzten Kriegstage an Ostern vor 70 Jahren im Usinger Land zusammen:

    Eine starke US-Einheit rückte von Riedelbach her am 30. und 31. März 1945 in Richtung Merzhausen vor. Der dortige Flugplatz war kurz zuvor endgültig geräumt, sämtliche Einrichtungen zerstört worden. Das Dorf Merzhausen wurde jedoch am Karsamstag noch etwa zwölf Stunden lang von SS- und Landessturmmännern von MG-Stellungen aus verteidigt. Durch Panzer- und Artilleriebeschuss gerieten 36 Scheunen und 14 Häuser in Brand. Es gab Verletzte unter der Bevölkerung und deutsche Soldaten starben, ehe die Verteidiger den sinnlosen Widerstand aufgaben.

    01.04.1945

    U.S. Army in World War II, Special Studies, Chronology 1941-1945, Compiled by Mary H. Williams:

    In U.S. Third Army's VIII Corps area, 76th Div finishes clearing its sector, concluding offensive of corps in current zone W of Frankfurt-Bad Nauheim Autobahn. Usingen and a number of other towns are secured. In XX Corps area, 6th Armd Div drives E from the Fulda, leaving 80th Div (to which RCT 318 reverts) task of clearing Kassel. CCB crosses at Malsfeld and pushes E through Spangenberg. 80th Div drives N astride the Fulda, forward elements getting to within 3 miles of the city. 65th Div, less 261st Inf, which is attached to 6th Armd Div, is concentrating to rear of 3d Cav Gp. 5th Div continues to police Frankfurt area. XII Corps, having outdistanced XX and XV Corps, continues NE with both flanks vulnerable, 4th and 11th Armd Divs spearheading and 90th and 26th Divs following. CCB, 4th Armd Div, reaches the Werra and establishes small infantry bridgehead, permitting construction of ponton bridge, night 1-2. CCA and CCR follow CCB. 90th Div, less elements attached to 4th Armd Div, remains in place to facilitate movement of armor. 11th Armd Div, ordered to drive eastward on right flank of corps to Arnstadt and Kranichfeld via Meiningen and Thuringer Wald, attacks N into 90th Div zone near Schlitz and then E, CCB reaching Kaltensundheim area and CCA advancing to Frankenheim and Reichenhausen. Rest of div is following. 26th Div continues mopping up to rear of 11th Armd Div; 101st Inf begins assault on Fulda. 71st Div, assembled in reserve near Hanau with defensive mission, moves to intercept bypassed SS force N of Hanau. 2d Cav Gp, screening right flank of corps, pushes NE toward Bad Orb.

    Hoffe, damit weitergeholfen zu haben.


    Beste Grüße,

    andernach

  • Hallo zusammen,

    ich denke, "andernach" hat die damalige Situation sehr gut wiedergeben..... keine durchgehende Frontlinie,

    einzelne Gruppen der 6.SS Geb.Div. Nord agierten z.T. in bereits amerikanisch besetztem Gebiet mit dem Ziel

    weitere Absetzbewegungen der Division in Richtung Osten zu decken. Die Amerikaner waren auf dem Vormarsch,

    was nicht heißt, dass jeder Quadratmeter des bereits von ihnen eroberten Gebiets völlig frei von Überresten

    deutscher Einheiten war. Das war bei der Geschwindigkeit des Vormarsches einfach nicht möglich.


    Ich kenne inzwischen etliche Literatur zur 6.SS Geb.Nord. Die Quellen sind z.T. sehr widersprüchlich. Im Grunde

    sind alle Aussagen mit äußerster Vorsicht zu genießen, besonders die der Zeitzeugen. Aber auch selbst die

    Aussagen des damaligen Divisionskommandeurs Brenner und ehemaliger Angehöriger der 6.SS.Geb. Div. Nord.

    Es kann nachweislich nicht alles so gewesen sein, wie es geschrieben steht. Ich mache dies hauptsächlich

    an der Querung der RAB Frankfurt-Bad Nauheim fest, für die es mehre Aussagen gibt. Es waren nur wenige

    Stunden und die Querung erfolgte bei Dunkelheit. Man war im Grunde sei Tagen auf der Flucht, kaum Zeit

    zum Ausruhen und kaum Schlaf. Was bekam der einzelne Soldat damals überhaupt mit, welche Orte passiert

    wurden, hatte er überhaupt Einsicht in Karten.. und welche Informationen gelangten später, z.T. erst

    Jahre später, z.B. durch "Hörensagen" zu ihm und wurden von ihm als Tatsache übernommen?


    Wie kann man z.B. am 01.04. 2019 durch Friedberg gezogen sein, wo doch amerikanische Truppen in der

    Stadt waren? Passierte man den Ort vielleicht nur am Stadtrand oder einen nächst umliegenden Ort, den man

    zu Friedberg zählen konnte?


    Der Autor des Buches "Letzte Schlacht im Taunus" hat es meines Erachtens sehr gut gemacht, die verfügbaren

    Quellen ausgewertet und auf Plausibilität geprüft.


    Letztlich wird man es wohl nie ganz herausfinden, wie es gewesen war aber man kann sich der Wahrheit sicher

    annähern.


    Weiterführende Informationen sind willkommen! Vorab vielen Dank dafür!


    Beste Grüsse,

    Schonwiederder/Ulf