Kriegsgefangenen-Arbeitskommando 1416 Himmelmoor

  • Hallo,


    ich möchte auf das og. Arbeitskommando aufmerksam machen. Die jüdischen Gefangenen wurden zur Torfgewinnung im Hochmoor Himmelmoor/Quickborn eingesetzt,

    neben russischen und französischen Kriegsgefangenen.

    Wer mehr dazu lesen möchte:


    https://www.abendblatt.de/regi…ickborner-Geschichte.html


    http://www.spurensuche-kreis-p…nen-arbeitskommando-1416/



    Außerdem ist 2005 eine Dokumentation im Wachholz Verlag über das Arbeitskommando erschienen, ISBN 3-529-06139


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    Viele Grüße

    Katrin

  • Guten Tag,


    das ehemalige Gefangenenlager am Himmelmoor, mit dem noch in Originalzustand erhaltenen Henri-Goldstein-Haus, wird zur offiziellen Gedenkstätte erklärt.


    Während des Krieges wurden jüdische Kriegsgefangene dort zum Torfstechen gezwungen, und überlebten trotz der unmenschlichen Bedingungen. Das o.g. Haus, ein rotes Backsteingebäude, wurde bereits 1936 errichtet und ist vollständig erhalten. Dort waren die Gefangenen untergebracht.


    Es wird die erste Gedenkstätte dieser Art im Kreis Pinneberg/Schleswig-Holstein.


    Quelle: Hamburger Abendblatt, 17.10.2018



    Viele Grüße

    Katrin

  • Hallo Katrin,


    gibt es eine namentliche Auflistung der Kriegsgefangenen oder womöglich vom zuständigen Stalag?

    Gruß Viktor

  • Moin Viktor,


    ich frage beim Trägerverein nach, kann aber etwas dauern.


    Zumindestens ist der Name Henri Goldstein bekannt, er kam aus Belgien und nach ihm wurde das Gebäude benannt.



    Grüße

    Katrin

  • Guten Tag,


    der Vorsitzende des Trägervereins hat sich gemeldet. Eine vorhandene Namensliste ist unvollständig, sie arbeiten weiter daran, allerdings hat die Errichtung der Gedenkstätte Vorrang.


    Zu dem Thema auch noch Folgendes aus dem Hamburger Abendblatt:


    Mehr als 100 jüdische Kriegsgefangene vor allem aus Frankreich, aber auch Belgien, Tschechien und Polen mussten von 1940 bis Anfang Mai 1945 im Himmelmoor Torf stechen. Jeden Tag 12 Stunden lang, bei jedem Wetter. Sie bekamen nur wenig zu essen und wurden von Aufseher Werner Rohde schikaniert, gedemütigt und geschlagen. Rohde wurde nach dem Krieg zu fünf Jahren Haft verurteilt, von denen er dreieinhalb in Frankreich absitzen musste.


    Der nach Henri Goldstein benannte Förderverein will das schwere Leben dieser jüdischen Gefangenen im Himmelmoor weiter erforschen und ab 2020 der Öffentlichkeit präsentieren.


    Eine erste Namensliste hatte ein ehemaliger Betriebsleiter des Torfwerks auf der Rückseite eines Spiegels in seinem Wohnhaus gefunden, das damals ein Gefängnis für die Kriegsgefangenen war. Dort waren handschriftlich die Vornamen von 20 Männern vermerkt, neben der Jahreszahl 1943.


    Pinneberger Beilage im HA, vom 3./4.11.18



    Grüße

    Katrin