Küchenhilfen bei der Luftwaffe

  • Hallo zusammen,

    Habe gerade im Buch von Franz W.Seidler "Blitzmädchen" (S.153) gelesen, dass Küchenhilfen erst in den sechs Monaten vor Kriegsende herangezogen worden.

    Ich habe aber die Aussage einer Frau die behauptet ihre Mutter habe bereits vor Kriegsbeginn auf unserem Flugplatz als Köchin gearbeitet. Auch hat sie mir unten zu sehendes Foto aus dieser Zeit zur Verfügung gestellt. Bis zur Erweiterung des E.Hafens 1941/42 wurde in Holzbaracken gekocht, was die Richtigkeit ihrer Aussage meiner Meinung nach bestätigt.

    Weiß jemand von Euch näheres zu diesem Thema?


    Viele Grüße

    Frank

    Fp.010.3.jpg

  • Hallo Frank,


    zu klären wäre, ob die Frau/Mutter in der Kantine oder dem Kasino gekocht hat. Dort, weil "privat" unter der Aufsicht und mit Vertrag der Wehrmacht betrieben, war die Beschäftigung von Privatpersonen üblich.

    Mit Erlass OKW/WFSt/Org (III) - AWA NR. 3280/43 geh. vom 04.08.1943 durften weibl. Kräfte unter best. Voraussetzungen, z. B. unter 21 Jahren nur im Heimatkriegsgebiet und erst in zweiter Linie in den besetzten Gebieten usw.... eingesetzt werden. (Dazu gab es wieder einen gesonderten Erlass über die Rückführung weibl. Kräfte aus Beschäftigungsstellen außerhalb des Heimatkriegsgebietes.)

    Der Einsatz sollte u. a. in Betreuungseinrichtungen erfolgen.

    Aber, früher wie heute war die Beschäftigung von weibl. Personal, insbes. in der Verwaltung/Küche, üblich.

    Mehr habe ich momentan leider dazu nicht gefunden.


    Gruß Karl

  • Hallo Karl,


    Quote

    zu klären wäre, ob die Frau/Mutter in der Kantine oder dem Kasino gekocht hat. Dort, weil "privat" unter der Aufsicht und mit Vertrag der Wehrmacht betrieben, war die Beschäftigung von Privatpersonen üblich. zur Abrundung,


    in eine Kaserne/Fliegerhorst gab es,


    die Truppenküche = Frauen als Küchenhilfen


    die Kantine aufgeteilt in Mannschaften, Unteroffiziere o.P. , Unteroffiziere m.P. Frauen in jeder Funktion da zum Teil von der Wehrmacht gepachtet und privat bewirtschaftet.


    das Kasino nur Offiziere und Wehrmacht-Beamte m.vergleichbaren Dienstgrad. Frauen in der Küche und auch als Köchin aber nicht im "sichtbaren" Bereich Diese Funktion

    wurde durch die Ordonanzen erledigt.


    Quote

    Mit Erlass OKW/WFSt/Org (III) - AWA NR. 3280/43 geh. vom 04.08.1943 durften weibl. Kräfte unter best. Voraussetzungen, z. B. unter


    21 Jahren nur im Heimatkriegsgebiet und erst in zweiter Linie in den besetzten Gebieten usw.... eingesetzt werden.

    Die Verordnung bezieht sich auf Stabs- u. Wehrmachthelferinnen (u.v.)

    Gruss Dieter

  • Guten Morgen Karl und Dieter,

    vielen Dank für Eure Antworten!

    Leider läßt es sich nicht mehr klären ob die Frau bei einem Pächter der Küche angestellt war, da kein Arbeitsbuch vorhanden mehr ist. Und als kleiner Hobbyhistoriker wußte ich nicht das die Verpachtung einer Küche der Luftwaffe möglich war.


    Viele Grüße

    Frank

  • Hallo Frank,


    Quote

    Und als kleiner Hobbyhistoriker wußte ich nicht das die Verpachtung einer Küche der Luftwaffe möglich war.


    die Küche war in der Regel nicht verpachtet wenn nur die Kantine

    Gruss Dieter

  • Hallo Dieter,

    danke für die Info,

    mal noch eine andere Frage:

    Wenn von einen damals 50jährigen nur noch ein DAF Buch existiert, bedeutet dies, dass er zu dieser Zeit Zivil-angestellter war?


    Viele Grüße

    Frank

  • Hallo Frank,


    Quote

    Wenn von einen damals 50jährigen nur noch ein DAF Buch existiert, bedeutet dies, dass er zu dieser Zeit Zivil-angestellter war?


    Arbeiter oder Angestellter kommt darauf an was er "gearbeitet" hat

    Gruss Dieter

  • Hallo Franke,



    Quote

    als Beruf steht: " Arbeiter", gelernt hat er Schuhmacher.


    dann war er wahrscheinlich in der in der Sattlerei/Schumacherei beschäftigt

    Gruss Dieter

  • Hallo Dieter,


    bedauere, aber in diesem von mir genannten Erlass geht es nur um weibliche Kräfte, also zutreffend.


    Stabshelferinen sind gem Erlass OKH/GenStdH/Org. Abt. ( II) durch Erlass vom 5.Januar 1942 geregelt.


    Herzliche Grüße von Karl