Verluste und Bedarf im Ostfeldzug vom 22.6.41 bis zum 1.7.43

  • Hallo Zusammen,


    ich habe hier eine Aufstellung über die Verluste und den Personalbedarf der Wehrmacht

    für den o. g. Zeitraum gefunden.


    Verluste: ca. 3,965 Mio an Toten, Vermißten, Verwundeten und Kranken


    Gruß Roland

  • Guten Tag ans Forum und an Roland,


    wenn ich das Dokument richtig gelesen habe, so beziehen sich die Angaben darin "nur" aufs Feldheer und

    nicht auf die Wehrmacht insgesamt.

    Zu den Verlusten der Wehrmacht als solche verweise ich auf das Buch des Militärhistorikers Rüdiger Overmans: Deutsche militärische Verluste

    im Zweiten Weltkrieg, welches es in verschiedenen Ausgaben gibt.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

    Edited once, last by Danuser ().

  • Hallo Roland,


    ich habe nun bisher diese Zahlenangaben nicht mit denen von Overmans verglichen, aber für mich ist die von dir eingestellte Statistik des Heeresstabes deshalb interessant, weil man aus ihr den deutlichen Schwund des Feldheeres im Osten herauslesen kann.

    Die hierin aufgeführten (Not-) Maßnahmen, wie z. B. Kürzung des StN., Verwendung von Hilfskräften, Einstellung uk - Gestellter usw. sprechen ein deutliches Bild vom "Verfall" des Feldheeres mit den zwangsläufigen Folgen des, nennen wir es einmal "Qualitätsverlustes" . Die verkürzten Ausbildungszeiten, Eingrenzung auf das Allernotwendigste usw. waren darüber hinaus auch noch deutliche, aber letztlich unbeachtete Zeichen dahingehend, dass nun der nicht mehr zu gewinnende Krieg des "armen Mannes" geführt wurde.


    Ergänzend zu der o. a. Aufstellung gibt es noch einen Überblick der Org. Abt. Heer des OKW vom 10.Mai 1945 über die Gesamtverluste.


    Gruß Karl

  • Hallo Peter,

    hallo Karl,


    vielen Dank für die Kommentare.


    Zu den fast 4 Mio. in den ersten 2 Jahren des "Ostfeldzuges" kommen noch die Verluste von Marine, Luftwaffe und Waffen SS

    und die an anderen Kriegsschauplätzen in dieser Zeit.

    Die Lage wurde also sehr zeitig realistisch eingeschätzt.

    Trotzdem wurden die falschen Schlußfolgerungen gezogen, Stichwort "totaler Krieg".

    Dieser Größenwahn hatte Methode.

    Es war mal irgendwo anders die Rede von insgesamt nur ca. 18 Mio, die im 2. WK unter Waffen standen.


    Wie konnte irgendwer im Generalstab glauben, dass Deutschland unter diesen Voraussetzungen ein Mehrfrontenkrieg gewinnen könnte?


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Hallo Roland,


    Wie konnte irgendwer im Generalstab glauben, dass Deutschland unter diesen Voraussetzungen ein Mehrfrontenkrieg gewinnen könnte?

    daran rätsle ich schon lange.

    Natürlich habe ich mir einige Antworten zurecht gelegt oder schon erhalten, aber so richtig schlüssig ist mir die Lage nicht.

    Nun will ich aber nicht alle aufzählen, denn das hatten wir ja hier auch schon.


    Herzliche Grüße von Karl