SS-Sturmbannführer Dr. med. August Bender

  • Hallo zusammen,

    ich bin Geschichtsstudent und erforsche die Biographie des SS-Arztes Dr. med. August Bender (SS-Sturmbannführer/Oberstabsarzt).

    Ich bin auf der Suche nach Fotografien von Bender. Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen? Zwei Fotos aus der SSO-Akte zum Vergleich hier und hier (anklicken). Bei Bedarf (und/oder Interesse) kann ich gerne weitere Infos zur Verfügung stellen! Vielen Dank schonmal!


    Hier noch einige Infos zur Person:

    * 02.03.1909 Kreuzau

    † 29.12.2005 Düren

    Eintritt in die NSDAP: 01.05.1933

    Eintritt in die SS: 01.11.1933

    Eintritt in die Waffen-SS: 01.11.1938 (SS-TV)

    Religion: gottgläubig (Kirchenaustritt: 04.03.1941)


    09.11.1938: SS-Untersturmführer: 3. San.-Staffel der SS-Totenkopfstandarte „Thüringen“ (Truppen- und Familienarzt KL Buchenwald), mit Kriegsbeginn: 3. SS-Division „Totenkopf“ (Abteilungsarzt in der Aufklärungsabteilung)

    23.06.1941: SS-Obersturmführer: Teilnahme am Westfeldzug

    01.09.1942: SS-Hauptsturmführer: Teilnahme am Ostfeldzug (Abteilungsarzt in der Panzerjägerabteilung); Januar 1944: Rückversetzung ins KL Buchenwald (Kommandanturstab; zunächst Truppen- und Familienarzt, ab August 1944 2. Lagerarzt)

    30.01.1945: SS-Sturmbannführer

    06.05.1945: Amerikanische Haft bei Mittersill (Österreich)

    Angeklagter im Buchenwald-Hauptprozess (verurteilt zu 10 Jahren Haft)

    21.06.1948: Vorzeitige Haftentlassung aus dem WCP Landsberg

    danach: Tätigkeit als Landarzt in Vettweiß-Kelz

    Mitglied der HIAG-Ortsgruppe Düren von ihrer Gründung bis Auflösung

  • Hallo Fehlfarben,


    wenn Du noch mehr über Dr. Bender erfahren möchtest, schreibe das Bundes/Militärarchiv Koblenz an. Dort wurden seine gesamten Unterlagen nach seinem Tod, von der Lebensgefährtin hinterlegt.

    Diese sind zum Teil auch schon Digital.


    Uschi

  • Hallo Nico,


    zu Bender hast Du ja im Feldgrau-Forum einige Hinweise erhalten. Auch der Tip mit BA/Koblenz scheint mir zielführend zu sein.

    Noch einige Korrekturen u Ergänzungen zum obigen Lebenslauf:

    Bef. zum SS-Ustuf = 1.11.1938(nicht 9.11).

    Partei-Nr. 2 087 161

    SS-Nr. 194 671

    Bef. zum SS-Stubaf = 30.01.1943 ( nicht 30.1.45).

    Kriegsauszeichnund EK II

    Träger des Ehrendegens des RFSS.


    Ich müsste mal prüfen, ob sich im Vopersal etwas über seine " Frontzeit" findet.


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo zusammen,

    ...ich bin Geschichtsstudent und erforsche die Biographie des SS-Arztes Dr. med. August Bender (SS-Sturmbannführer/Oberstabsarzt) ...

    ... 09.11.1938: SS-Untersturmführer: 3. San.-Staffel der SS-Totenkopfstandarte „Thüringen“ (Truppen- und Familienarzt KL Buchenwald) ...

    Hallo,


    die Archive und Datenbanken der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora sind Dir aber schon bekannt, oder?

    http://fotoarchiv.buchenwald.de/index.php?id=1160#/fotos

    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo,


    während seiner Zeit in Buchenwald hat Dr. August Bender in der Immelmannstr. 4 in Weimar gewohnt. Heute Georg-Büchner-Straße.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Moin "Fehlfarben40Pf",


    wenig bekannt, aber diese Dienstgradbezeichnungen für Sanitätsoffiziere der Waffen-SS lauteten gem. Befehl korrekt:

    • SS-Untersturmführer (San.)
    • SS-Obersturmführer (San.)
    • SS-Hauptsturmführer (San.)
    • SS-Sturmbannführer (San.)

    Entsprechend wurden auch die Dienstgradbezeichnungen der Mannschaften und Unterführer mit "... (San.)" ergänzt.

    Leider findet man diese Ergänzungen der Dienstgradbezeichnungen fast nirgendwo, was die Erkennung eines Waffen-SS-Angehörigen im Sanitätsdienst quasi unmöglich macht.


    Das findet seine Fortsetzung auf Schwarzweiß-Fotos, denn lt. Befehl RFSS, Reichsarzt, vom 03.07.1941 waren von SS-Ärzten bei allen Einheiten der Waffen-SS, auch bei den dem Heer unterstellten Truppenteilen die Äskulap-Stäbe auf den Achselstücken abzulegen.

    Es blieb als alleiniges Kennzeichen des Sanitätsdienstes der Waffen-SS die kornblumenblaue Unterlage an Schulterstücken und Schulterklappen.


    Immerhin hatten wenigstens die Sanitätsoffiziere der Wehrmacht Dienstgradbezeichnungen und Uniformteile, die sie eindeutig als Ärzte erkennbar machen.