Funkverbindung zwischen Luftwaffe und SS-Einheit im Kampf um Guéret/Frankreich, Juni 1944

  • Guten Tag!

    Ich bin an einer sehr speziellen Auskunft bzw. an Hinweisen interessiert. Ich las vor kurzem in einer französischen Publikation, daß am 9. Juni 1944 ein SS-Bataillon auf dem Marsch zur vom franz. Widerstand besetzten Stadt Guéret mit den diese Stadt bombardierenden und beschießenden Flugzeugen(Typ?) der Luftwaffe Funkkontakt gehabt hätte, so daß die Führung des Bataillons über Absetzbewegungen der Widerstandskämpfer quasi aus der Luft informiert wurde und diesen dann einen Hinterhalt legen konnte. Dieser befand sich 20 Kilometer vor der Stadt. Ist eine solche Zusammenarbeit technisch möglich gewesen, und gibt es verbürgte Meldungen über solche Zusammenarbeit in anderen Fällen? Wenn ich noch eine Frage anschließen dürfte: waren Flammenwerfer gängige Ausrüstung für alle Kampfeinheiten oder hatten diese nur bestimmte Einheiten (welche?). Zur Erläuterung: im oben geschilderten Fall soll das SS-Bataillon (Schützenpanzer-Kompanie) die Leichen erschossener französischer Widerstandskämpfer danach mit Flammenwerfern verbrannt haben. Besten Dank im voraus

  • Hallo,


    Quote

    Ich las vor kurzem in einer französischen Publikation,

    hier solltest du sagen wo (Quelle) du das gelesen hast.

    Gruss Dieter

  • Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    kann mit der gelesenen französischen Publikation diese gemeint sein:


    riboulet,info/gg_pg/armee/L'ecole_page03.htm


    Falls ja, so hätten wir eine gemeinsame Diskussionsgrundlage.

    Sollte es eine andere Quelle gewesen sein, so schließe ich mich unserem Moderator Dieter an.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter


    P.S.: Die genannte Internetquelle ist mir als nicht sichere Verbindung angezeigt worden. Deshalb auch nicht als

    Link beigefügt.

    (PH)

    Edited 2 times, last by Danuser ().

  • Danke für die Reaktionen. Das Buch, dem ich diese Informationen entnommen habe stammt von Michel Baury, einem rühringen Sammler von Zeugenaussagen ("oral history") in der Gegend um Limoges. Das Buch trägt den Titel "Pourquoi Oradour, mystères et falsifications autour d'u crime de guerre" und ist 2014 erschienen. Baury beruft sich wiederum auf den Chronisten des "Massakers von Combeauvert", Alain Chazette, dessen Originalbuch ich nicht habe und nicht kenne.


    Grüße

    tastenkasten

  • Guten Abend ans Forum und ich weiß nicht an wen,


    die Literaturhinweise nehme ich gerne zur Kenntnis.

    Worauf darf man sich im Forum ansonsten noch einstellen, auf "lastenausgleich" auf "tastenkasten"

    oder...?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Hallo Peter,


    ist dir der Autor bekannt und wenn ja wir ist deine Einschätzung.


    Wenn wir das ganze seriös angehen stellt sich die Frage war die Luftwaffe in der Lage, drei Tage nach Beginn der Invasion,

    Luftunterstützung für so eine Aktion zu fliegen bzw. ist die Zahl der Einsätze der Luftwaffe am D-Day +3 bekannt ?

    Gruss Dieter

  • Danke für die Reaktionen, ich sehe, es hat wohl kaum Sinn, hier weiter nachzufragen, die Informationslage scheint wohl nicht gegeben. Wenn im entsprechenden Kriegstagebuch steht, daß eine Stadt in Frankreich, Guéret, am 9. Juni 1944 unter Einsatz von Wehrmachtskräften nebst Luftunterstützung wieder eingenommen worden sei, frage ich mich, was eine Frage nach der grundsätzlichen Möglichkeit eines Luftwaffeneinsatzes zu jenem Zeitpunkt für einen Sinn haben soll. Auch die Frage nach der Seriosität eines Autors überrascht mich. Sind jetzt auch schon französische Autoren aus der ehemaligen Résistance-Szene verdächtig? Wer will das hier schon beurteilen? Ich sehe im Hintergrund solcher Fragen bereits die Zensurflagge flattern, die brauche ich aber nicht. Meine Fragen sind einfach und ohne irgendeinen ideologischen Hintergrund folgende gewesen: ist es aus der Kriegsgeschichte bekannt, daß zwischen Heereseinheiten (egal welchen) und der Luftwaffe Funkverkehr gab, der es erlaubte, den am Boden kämpfenden Einheiten Informationen über feindliche Truppenbewegungen aus der Luft zu liefern, und gab es als reguläre Ausrüstung Flammenwerfer bei Infanterie oder Schützenpanzer-Einheiten, oder waren diese Geräte, die ja wohl eine spezielle Ausbildung voraussetzten, nur z. B. den Pionierkompanien vorbehalten und mußten sozusagen "ausgeliehen" werden. Ich vermute aber, daß hierzu keine Auskünfte zu erwarten sind, wenn schon die ersten Zuschriften sich in ganz andere Richtungen bewegen. Danke trotzdem und Adieu, lastenausgleichstastenkasten

  • Hallo,

    man kann auch selbst einmal die Kugel bemühen.

    Die Alliierten hatten die absolute Luftherrschaft bei Tag in der Normandie. Daher erscheint mir ein Zusammenwirken von Luftwaffe und deutschen Bodeneinheiten unwahrscheinlich.

    In meinen Büchern habe ich nichts derartiges gefunden. Im übrigen hatten deutsche PD schon beim Anmarsch 25 % Fahrzeugverluste.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Lastenausgleich,



    Danke für die Reaktionen, ich sehe, es hat wohl kaum Sinn, hier weiter nachzufragen, die Informationslage scheint wohl nicht gegeben.

    ich denke du solltest hier nicht voreilig urteilen. Man bemüht sich Fakten zusammen zu tragen und dazu gehört auch die Informationsquelle.


    Grüsse von Karl

  • Hallo,

    ich habe da irgendwas in den falschen Hals bekommen mit dem Ort.

    Im Massif Central kann das Gefragte möglich gewesen sein.

    Ich frage mich allerdings welche Waffen SS Division, bzw welche Waffen SS Einheit dasgewesen sein soll.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

    Edited once, last by Rainer ().

  • Hallo,


    ist das Geschwader Bongart ein Begriff ?

    Das war ein gemischter Kampfverband der Luftwaffe, der ab Mai 1944 im südöstlichen Frankreich (Rgroßraum Lyon, Valence, Clermont-Ferrand, Bourges) gegen Partisanen eingesetzt war.


    Bekannt ist auch der Einsatz im Zusammenwirken von Luftlandetruppen der LLG 1 und 2 ab 21. Juli 44 gegen Vasseux-en-Vercours (das liegt aber östlich der Rhone).

    In allen Fällen handelt es sich um kombinierte Aktionen von Bodentruppen und Luftwaffe.


    Falls alles schon hinreichend bekannt ist - einfach meinen Beitrag hier ignorieren.


    Gruß, Uwe K.

  • Hallo Uwe,


    Quote

    ist das Geschwader Bongart ein Begriff ?

    danke für den Tipp !


    Dazu findet sich im Netz ein sehr detaillierter Artikel von Andrew Arthy aus 2005 schon mal ein Anfang. (siehe Anhang)


    Quote

    Falls alles schon hinreichend bekannt ist - einfach meinen Beitrag hier ignorieren.


    Das ist schon ein bisschen Fishing for Compliments ;) ........ aber Gut dich im Forum zu haben8)

  • Hallo Dieter,


    bitte ausnahmsweise mal langsam und vollständig lesen. Bitte !


    > Das ist schon ein bisschen Fishing for Compliments

    nicht wirklich.

    Ich bin hier im FdW nur ein wenig vorsichtig mit meinen Beiträgen geworden.

    Wenn ich mal wieder 4 Stunden mein Material durchwühle (und damit meine ich NICHT irgendwelche Internetquellen - die eh meist sehr dürftig, unvollständig bis komplett falsch sind), dann noch 1/2 Stunde hier an einem Betrag herumtippe und wegen der unvermeidlichen Tippfehler noch 2 Mal nacheditiere - und dann ein lapidares "... das wissen wir alles schon längst .." als Antwort bekomme, wenn überhaupt. - dann relativiere ich meine Aussagen lieber.


    Nein - Komplimente brauch ich von dieser Seite nicht, mein Ego ist groß genug und nährt sich aus ganz anderen Quellen.

    Aber ein gelegentliches "vielen Dank - dein Beitrag spart mir viele Stunden eigene Sucherei" - das tut gelegentlich auch mir ganz gut.


    Auf vorformulierte Internetquellen verweise ich grundsätzlich nicht, denn diese enthalten immer gefilterte oder "vorverdaute" Informationen - und wenn sie auch nur partiell falsch oder unvollständig sind, dann mache ich mich mitschultig an der Verbreitung falscher Tatsachen. Meine Fehler mache ich schon lieber selbst und ganz alleine.

    Und "googeln" kann jeder Forumsteilnehmer selbst - dazu braucht es mich nicht. Allerdings helfe ich ganz gerne mit dem richtigen Suchbegriff für Google und Co. .Das ist der schwierige Teil.

    Den Rest kann dann jeder selbst.


    Der Artikel von Andrew Arthy ist ein sehr guter Start. Ich selbst schätze Andrew für seine Arbeiten sehr - und stehe seit langer Zeit in Kontakt mit ihm. Einmal rund um den Globus, sozusagen ...


    Und was Vasseux-en-Vercours betrifft - da kann man sich mit jeglichem Verweis auf Internetquellen oder auch Literatur nur in die Nesseln setzen.

    Denn von französischer (oder "antifaschistischer") Seite aus betrachtet handelt sich um "Massaker" und (teilweise) Kriegsverbrechen - und von Wehrmachtsseite aus betrachtet um den legitimen Kampf gegen "Banden".

    Was für die eine Seite Freiheitskämpfer und Helden sind - das sind für die andere Seite Verbrecher und Gauner.


    Nein, nein - dazu soll sich jeder seine eigene Meinung bilden - auch wenn die hiesigen Medien inzwischen ebenfalls mehr verurteilen als aufklären, und das Faktenwissen und -vermittlung oft viel zu kurz kommt.

    Daher mein Rat: macht euch selber schlau ... ich liefere weiterhin nur die Stichworte zur Suche (wobei ich selbst auch immer erst wieder suchen muss, nachdem bei mir irgendwo im Hinterkopf ein Lämp'chen aufblinkt).


    In diesem Sinne - macht was draus, ich kann mich nicht um alles kümmern (frei nach Olaf).

    Gruß, Uwe K.

    Edit: Tippfehler

    Edited once, last by DR40eghs ().

  • Hallo Lastenausgleich,


    Quote

    Auch die Frage nach der Seriosität eines Autors überrascht mich. Sind jetzt auch schon französische Autoren aus der ehemaligen Résistance-Szene verdächtig?

    Wer will das hier schon beurteilen? Ich sehe im Hintergrund solcher Fragen bereits die Zensurflagge flattern, die brauche ich aber nicht. Meine Fragen sind

    einfach und ohne irgendeinen ideologischen Hintergrund folgende gewesen



    wir habe nicht nach der Seriosität gefragt sondern nach dem Autor überhaupt. Herausgekommen ist das Michel Baury (Autor) sich auf Alain Chazette bezieht. Der

    hat eine Buch geschrieben das von uns keiner kennt und gelesen hat.


    Zur Zensur; Eine Zensur findet nicht statt so lange sich an Gesetze und unsere Regeln gehalten wird.


    Deine Frage ist aber ohne die Quellen zu kennen und gelesen zu haben nicht seriös zu beantworten.


    Unser Fehler war es das zu sehr mir der Invasion und den Ereignissen drum rum zu vermischen/verbinden

    aber das ist jetzt ja geklärt.

    Gruss Dieter

  • Hallo mißtrauischer Mensch,


    Wenn Du den Verdacht zu den französischen Autoren aus der ehemaligen Résistance-Szene hast,

    dann kannst Du ja selbst in den französische Archive von der Creuse : 147jfondsrenecastillealfredbourdet.pdf

    hinschauen, statt hier einfache aber dumme Fragen zustellen.

    Einige Dokumente sind sogar auf deutsch.


    Grüße

    Fredy

    Suche alles auf die Grenadier-Brigade-Cottbus (aus den Ersatztruppen "Großdeutschland")

  • Hallo Fredy,


    ja ich bin misstrauisch und zwar aus Prinzip und nicht gegen irgendwen,

    und seit wann gibt es dummen Fragen ?


    Wem ein Autor im Prinzip zuneigt ist erst mal egal. Seine Arbeit muss für ihn sprechen und sauber

    recherchiert und belegt sein das sind Kriterien an die ich mich halte.

    Dazu muss ihn allerdings lesen können bzw. gelesen haben.

    Gruss Dieter

  • Hallo Dieter,


    Wusste nicht das Du mißtrauisch bist aber das glaube ich kaum das jemand mit 12.475 Forumsthread mißtrauisch ist.

    Dummen Fragen gibt es seit manche Menschen eine Frage stellen um sich Witzig machen, Faul sind um selbst googlen,

    und dann sich mit " Adieu " verabschieden.

    Der zitierte Autor vom mißtrauische Mensch mit nur 17 Beiträge aber zwei Anwendername, war bei der FFI seit 1943 als Dienstflüchtiger

    des S.T.O ( Service du Travail Obligatoire ) um nicht in den deutschen Fabriken zu arbeiten.

    Also ein ehemaligen zeitzeuge der saubere recherche nach dem Krieg gemacht hat.


    Grüße

    Fredy

    Suche alles auf die Grenadier-Brigade-Cottbus (aus den Ersatztruppen "Großdeutschland")

  • Hallo ZAG,


    könntest Du freundlicherweise vielleicht das Inhaltsverzeichnis und eine wesentliche Seite zu den " RILI Verständigung......Anl.22 H.Dv. 1a, von o. a. Einbandseite hier einstellen?

    Würde mich interessieren, wie die Verbindung ( technisch) zu den Bodenkräften hergestelt worden ist.


    Gruß Karl

  • Hallo Zusammen.

    Ich war in den 70zigern beim Bund. Zu einer Übung wurde damals ein extra Funktrupp angekündigt um verbindung zur Luftwaffe herstellen zu können.

    Eine Nachfrage wurde singemäß mit Hinweis auf anderen Frequenzbereich für die Lw. begründet. Wir vom Heer waren auf 30...(etwa) 65 MHz unterwegs.

    Flugfunk Heute arbeitet oberhalb 108MHz. Das ist möglicherweise auch für das Militär im Gebrauch. Ob das nun im WK2 auch schon so oder ähnlich war ist anzunehmen. Wenn sich heute auch die Technik drastisch verbessert hat so sind die Physikalischen Grundwerte unverändert. Die Landstreitkräfte sind an Kurzwelligen Ausbreitungsbedingungen interessiert. Also niedere Frequenzen und leider großen Antennen. Die Luftwaffe arbeitet fast auf Sichtweite und kann nur kleine Antennen platzieren die wiederum nur für hohe Frequenzen geeignet sind.

    Das war ein Versuch die Frage technisch zu beantworten.

    Herzliche Grüße, Wilfried

    Suche z. Zt. alles zur Aufklärungs Ersatzabteilung 5