Fragen zum K 98 k

  • Hallo allerseits,


    ich hoffe einigermaßen richtig zu sein. (Falls nicht bitte in den passenden Bereich verschieben)


    Ich habe letztens auf einem Flohmarkt einen K 98 k - Deko erstanden für 90 €.

    Mit Zertifikat der Demilitarisierung vom 11.12.2017 in Österreich.

    Nur der Arme ist in einem erbärmlichen Zustand.

    Rost überall ohne Ende, Bläuung/Brünnierung fast komplett weg, usw, usw.

    "Paniert" mit einer Mischung aus Fett, Dreck und kleineren Steinen. Hat scheinbar sehr lange unterirdisch gelegen? Denn Steinchen waren auch ins Holz eingedrückt.

    Rostspuren im Holz, aber alle auf einer Seite, die wahrscheinlich oben war.


    Dieses "Wrack" möchte ich gern wieder quasi auf Vordermann bringen.

    So einigermaßen zumindest.


    Jetzt zum eigentlichen:


    Er hat einen Nr-gleichen Schichtholzschaft mit Kolbenplatte, nicht -Schuh.

    Daher die Frage:

    Bei Neuauslieferung war diese Platte gebläut, geschwärzt oder lackiert außen? Denn innen ist sie Feldgrau lackiert.


    Desweiteren die Frage:

    War es gegen Kriegsende vielleicht so, das Funktionstüchtige K 98 k aus allen möglichen vorhandenen "Ersatzteilen zusammengebastelt wurden"?

    Denn außer dem Schafft passt absolut nichts zusammen.

    Zumindest soweit man noch Serien-Nummern erkennen kann.

    Ist halt alles sehr stark von Rost zerfressen.


    Und der Österreicher Büchsenmacher kriegt von mir ne glatte "6, setzen!"

    Baut einen neuen Verschluss ein (Demilitarisiert), und was ist?

    Hammer zum Verriegeln nötig, Sicherungshebel ohne Funktion. Er kann nicht in Stellung 1 oder 2 (alles sicher) gebracht werden.

    EU-AT Verschluss gekennzeichnet.


    Dennoch hoffe ich irgendwer von euch Spzialisten kann mir mit meinen 2 Fragen weiterhelfen. Geht nur ums renovieren.


    Falls Fotos gewünscht werden stell ich die gerne ein.



    Viele Grüße Erwin.

    Da die Wahrheit außerhalb des Bereichs des Verstandes liegt, so finden sich keine Worte für sie.
    (aus dem Mahabharata)

  • Quasimodo

    Changed the title of the thread from “Fragen zum K 96 k” to “Fragen zum K 98 k”.
  • Moin,


    es ist gut möglich, dass der 98er aus verschiedenen 98ern zusammengesetzt wurde.

    Am Ende des Krieges vielleicht nicht mehr nachnummeriert.

    Wäre aber auch möglich, was mir wahrscheinlicher erscheint, dass er nach dem Krieg neu zusammengestellt wurde und dann auf den Markt kam.

    Sei es als "normale" Schusswaffe oder relativ bald zu Dekozwecken.

    Mit den Dekoumbauten aus Österreich kenne ich mich nicht aus.


    Mach doch mal Fotos von den Nummern und Stempeln, soweit lesbar, und stelle sie ein.


    Hab hier Infos zu einem von 41, hier waren alle Teile brüniert (byf41 SN 3962i)

    Bei einem anderen sind alle Teile phosphatiert. (ax/ar SN 8692m)


    Gruß

    Andreas

    Der Franke ist ein freundlicher, hilfsbereiter und höflicher Mensch ------ Man darf ihn nur nicht ansprechen


  • Hallo Erwin,

    vielleicht hilft dir ja dieser Link weiter: hier

    Wie Andreas oben schon schrieb, wären Fotos besser und könnten dir eher weiterhelfen.


    Lg Andre

  • Hallo allerseits,


    dann mal ein paar Bilder über nen Uploadservice wegen der Qualität.


    Kammergehäuse links mit Seriennummer 5234 und Mxxx98. Wurde vom Österreicher BM auch als Seriennummer verwendet im Zertifikat.

    [img]http://up.picr.de/33023345gu.jpg[/img]


    Kammergehäuse oben mit einer sichtbaren 3, diese steht genau genommen mittig über dem Verschluss (Lag beim Fotographieren schräg).

    [img]http://up.picr.de/33023346nc.jpg[/img]


    Kammergehäuse rechts: Gar nix mehr zu sehen.

    [img]http://up.picr.de/33023347sd.jpg[/img]


    Oberring mit Seriennummer 6186.

    [img]http://up.picr.de/33023348bx.jpg[/img]


    Ringfeder mit Waa-Stempel + Seriennummer 9304 (nach einer 1 sieht es weniger aus).

    [img]http://up.picr.de/33023349oc.jpg[/img]


    Schaftkappe aussen mit Seriennummer 1167, passend zum Schaft, hat selber auch 1167 als seriennummer. Handschutz ist "Fremd", Seriennummer 1119

    [img]http://up.picr.de/33023350uv.jpg[/img]


    Schaftkappe innen, mit Zahl 38, rechts darunter scheinbar ein Waa-Stempel, links unter diesem ein Stern oder x. Ebenso kann man die innere Lackierung in Feldgrau erkennen, und nein ist nicht Nass, wegen dem dunkleren Rand aussen.

    [img]http://up.picr.de/33023351ut.jpg[/img]


    Schlosshalter mit Waa-Stempel und Endziffer 71.

    [img]http://up.picr.de/33023352jn.jpg[/img]


    Zum Schluss noch das Innere des Schiebevisiers: Waa-Stempel mit einem "K", keine Nummer.

    [img]http://up.picr.de/33023353pk.jpg[/img]


    Es geht mir ja auch nicht darum das er nicht Nummerngleich ist.

    Für mich siehts aus als hätte er Jahre, ohne Verschluss, in der Erde verbracht.

    Zumindest wenn man den Rostfraß betrachtet, dessen Auswirkungen auf das Schaftholz usw.

    Ich möchte ihn einfach so natürlich wie möglich wieder restaurieren, sprich quasi Werkszustand.

    Aber seine "Geschichte" mit all den Rostfraß Narben, Schäden am Schaft usw., soll erhalten bleiben.


    Darum ist Frage nach der Schaftkappe für mich die wichtigste.


    Viele Grüße Erwin.

    Da die Wahrheit außerhalb des Bereichs des Verstandes liegt, so finden sich keine Worte für sie.
    (aus dem Mahabharata)

  • Hallo Erwin,


    alles gut.

    Der hat aber wirklich einiges mitgemacht.

    Schön, dass du dir die Mühe machst und dich überhaupt um ihn kümmerst.

    Ich schau mal nach was ich so finde.


    Gruß

    Andreas


    zu:

    1 - Kammergehäuse: links 5234 würde ich auch so sehen.

    rechts xxxx98 steht für Mod.98

    2 - Hülsenkopf: 3 nehme an, dass dies ein Teil der Jahreszahl ist - vielleicht 43, da die 3 ein wenig rechts steht und links davon etwas wie eine 4 aussieht.

    Kann leider den Herstellercode nicht auf dem Hülsenkopf sehen. Dieser müsste weiter oben sein.

    3- zu Kammergehäuse rechts.

    Ich glaube auf dem Lauf steht was drauf, kann dies aber nicht entziffern.

    4- Oberrring mit Nummer 6186. Passt, wie du schon sagtest nicht mit der Nummer zur Hülse.

    Auf den Hersteller und das Jahr kannst du soweit nicht schließen.

    Hier müsste man nachsehen welche 98er in welchem Jahr und von welchem Hersteller diese Art gefertigt wurde.

    Sieht für mich gefräst aus.

    5- Ringfeder: Würde hier auch 9304 sagen, wobei mich wundert, dass die 3 verrutscht ist.

    Könntest du von dem Waa-Stempel nochmals eine bessere Aufnahme einstellen? Sieht mir nach ner 7 aus.

    Wenn ich mich richtig erinnere ist die Nummer aber prüferbezogen und nicht herstellerbezogen.

    6- Schaftkappe außen 1167

    7- Schaftkappe innen 38, kann den Stempel aber so nicht sehen.

    Die wurde, soviel ich weiß, auch nicht mit dem Adler gestempelt.

    8- Schlosshalter mit 71 passt also auch nicht zum Schaft.

    Die Zahl unter dem Adler kann ich leider auch hier nicht erkennen.

    9- Schiebevisier: Das K. gehört nicht zum Abnahmestempel. Das wäre die Zahl drunter.

    Wofür das K. steht weiß ich gerade nicht.


    Wie Du schon sagtest ist er nicht nummerngleich, macht aber auch nix.

    Was möglich wäre ist, dass der Bereich des Hülsenkopfes (mit Lauf) mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde als der Rest des Gewehrs.

    Wie sieht denn der Rest des Laufes aus?

    Ist er auf der kompletten Fläche verrostet und vernarbt oder nur im Bereich des Kopfes?

    Vielleicht hatte ihn auch jemand, für sich privat, mit guten Restteilen zusammengebaut als der Hülsenkopf schon hinüber war. (So als Deko o.ä.)

    Entweder vor Jahren (Jahrzehnten) oder jetzt der Büchsenmacher selber aus Restteilen.


    Beim Versuch ihn zu restaurieren könntest du jetzt entweder nach dem Hülsenkopf (später K98) oder nach dem Schaft (früher K98, siehe unten) gehen.

    Oder hat dieser evtl. noch irgendwelche Markierungen oder Zahlen?


    Achso, soweit ich sehe wurden 43 keine gefrästen Oberringe mehr eingesetzt sondern geprägte. Korrektur, gibts doch.

    Ich glaube die flache Kolbenplatte wurde in den späteren Fertigungen durch den Schaft umschließende Platten ersetzt (Kolbenschuh).


    Zum Metall:

    Die meisten Teile wurden 43 poliert und brüniert.

    Hersteller bcd (Gustloff) hat auch phosphatierte ausgeliefert. (Als einziger von zehn Herstellern)

    Als Holz nahmen alle Schichtholz Buche nur Waffen-Werke-Brünn mitunter Nussbaum massiv.

    Steyr-Daimler-Puch verwendeten als einzige auch flache Kolbenplatten. Die anderen nur die Kolbenschuhe.

    Der Franke ist ein freundlicher, hilfsbereiter und höflicher Mensch ------ Man darf ihn nur nicht ansprechen


    Edited 3 times, last by Maulaff ().

  • Hallo,


    oje, da wird sich nie mehr rekonstruieren lassen, was da ergänzt oder original ist.


    Zum Problem des Verschlusses:


    Sofern er innen mechanisch in Ordnung ist, dürfte das schwergängige Verriegeln an Rost in der Systemhülse liegen. Hülsenkopf innen mit Rostlöser einsprühen und versuchen, möglichst viel Rost heraus zu bekommen, schon kleine Körnchen führen zum klemmen. Falls allerdings bei der Abänderung auf Deko zuviel geschweißt wurde und nun Schweißgrate oder gar der Stahlbolzen im Patronenlager zu weit vorstehen wirds schwierig.


    Sicherung: Versuche mal, sie Schlagbolzenmutter mit einer Zange zurück zu ziehen (Verschluss in der Waffe), Läßt er sich dann sichern, ist der Abzugsstollen zu stark verschlissen, der ist aber leicht zu ersetzen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo allerseits,


    Noch ein paar Bilder, mit teils jetzt zu entziffernden WaA-Nummern.


    Zuvor noch:

    Dein Hinweis ist schon klar Thilo. Ich hänge auch noch ein paar Vorher-Nachher Bilder an.

    Der sah innen grausam aus in der Hinsicht. Ist aber inzwischen, soweit möglich, alles gereinigt und Rostfrei. (Die gute alte Zahnbürste)

    Den Trick mit der Schlagbolzenmutter kenne ich auch, nutze aber keine Zange sondern ein Fensterbrett. Sicherung klappt da dann einwandfrei in Ausbaustellung wie auch komplett gesichert.

    Der Verschluss gleitet auch schön und leicht hin und her, noch ungeölt/-fettet. Erst beim eigentlichen verriegeln klemmts. Wirkt aber gefühlt wie ein sehr starker Widerstand einer Feder.

    Ums rausfinden was Original oder nicht geht's mir auch weniger. Ich möchte ihn einfach in einen quasi Original ab Werk restaurieren. Darum auch die Frage wegen der Schaftkappe.Denn der Kolbenschuh meines "Besten" ist Feldgrau lackiert.


    An Andreas:

    Der Lauf ist überall oben stark vom Rost zerfressen. Wo er im Schaft liegt/lag wenig bis gar nicht. Muss ich noch Bilder von machen.


    So und jetzt die Nächsten Bilder:

    (Man kann die angezeigten auch per Strg + Mausrad vergrößern)


    Schlosshalter demontiert und es steht unter dem Adler 67.

    [img]<a href="http://up.picr.de/33031067rx.jpg">http://up.picr.de/33031067rx.jpg</a>[/img]


    Schiebevisier mit WaA 217 oder vielleicht 277? Und Serien-Nummer. Die war beim ersten Bild noch unter verharztem Öl oder Fett versteckt.

    [img]<a href="http://up.picr.de/33031068vs.jpg">http://up.picr.de/33031068vs.jpg</a>[/img]


    Der Schmutz/Rost im Kammerinneren.

    [img]<a href="http://up.picr.de/33031069gc.jpg">http://up.picr.de/33031069gc.jpg</a>[/img]


    Der Dreck im Schaftinneren direkt nach zerlegen.

    [img]<a href="http://up.picr.de/33031070cy.jpg">http://up.picr.de/33031070cy.jpg</a>[/img]


    Und der Schaft, wie ich ihn bekam und wie er nach dem reinigen aussieht.

    [img]<a href="http://up.picr.de/33031071wl.jpg">http://up.picr.de/33031071wl.jpg</a>[/img]

    [img]<a href="http://up.picr.de/33031073pu.jpg">http://up.picr.de/33031073pu.jpg</a>[/img]


    Ach und nochmal Schaftkappe innen: Stimmt ist kein WaA-Stempel rechts. Sah auf den schlechteren Aufnahmen aber danach aus. Eingestempelt die unteren Symbole dennoch. Herstellersymbole vielleicht?

    [img]<a href="http://up.picr.de/33031074ed.jpg">http://up.picr.de/33031074ed.jpg</a>[/img]


    Falls jemand Interesse hat wie es mit ihm weitergeht werde ich gern weitere Fotos einstellen.


    Der Schaft an sich ist übrigens Nummerngleich: Schaftkappe und Schaft gestempelt mit 1167, Seitengewehrhalter (Von vorne gesehen) rechts mit 67.

    Auf dem Kolben hab ich nach dem reinigen übrigens auch Stempel entdeckt: (Die Fragezeichen stehen für nicht lesbar derzeit).

    Von der Kolbenniete zum Ende hin,

    Ein großer Adler (mehr zu erahnen als zu sehen, darunter absolut unlesbares, unterhalb derer wiederum ein WaA-Stempel mit kleinerem Adler und "halbrundem" WaA-Schriftzug ist.

    Bis jetzt hab ich folgendes entziffern können: Wa? ?2?.

    Das letzte "?" macht mir etwas Kummer, denn je nach Lichteinfall sieht das aus wie eine 2, eine 3, eine 4 oder eine 7....


    Mal sehen was sich nach abtrocknen und neu Ölen des Schaftes ergibt. Und nein, es kommt kein Sonnenblumenöl oder sonstiges drauf. Sondern eines der besten Schaftöle die ich kenne.


    Viele Grüße Erwin und Danke fürs Helfen und die Tipps.

    Da die Wahrheit außerhalb des Bereichs des Verstandes liegt, so finden sich keine Worte für sie.
    (aus dem Mahabharata)

  • Moin,


    ist der Verschluss nummerngleich mit dem Hülsenkopf?

    Könnte mitunter auch daran liegen dass er sich nicht verriegeln lässt.

    Haben im Verein ab und zu mal das Problem, dass jemand den nicht zugehörigen Verschluss zum Gewehr nimmt und dieser sich dann nicht verriegeln lässt.


    Mit dem Lauf ging es mir vor allem darum ob er auf der gesamten Länge verrostet ist oder nur im Bereich des Hülsenkopfes.

    Da er bis zur Mündung verrostet ist nehme ich an, dass der 98er schon im verrosteten Zustand, mit neueren Teilen, wieder komplettiert wurde.

    Sonst wären der Oberring etc. normalerweise ebenfalls stark angefressen.

    Die Laufunterseite sieht oftmals besser aus (durch Schutz durch das Holz und Einbettung etc.)


    Zu Schlosshalter: Waa 67? Ich würde eher 37 lesen.

    Beim Schiebevisier würde ich 211 sagen. (kann mich auch hier durchaus irren, hab nicht die besten Augen)

    Unterschiedliche Waa an einem Gewehr sind durchaus möglich.

    Entweder mehrere Prüfer im Werk oder Teile wurden zugeliefert.


    Was mir aufgefallen ist, ist dass der Verschluss ziemlich glänzt.

    Also im Gegensatz zum Lauf.

    Hast Du ihn poliert oder war er schon so.

    Könnte dann das Problem sein (siehe oben), dass er einfach nur eingesetzt/ausgetauscht wurde.

    Er benötigte ja durch die Dekoabnahme nicht mehr den passenden Verschlussabstand.

    Sonst oder zusätzlich das was Thilo schon anmerkte.


    Schaftkappe innen - Würde Dir hier zustimmen, dass es sich um ein Herstellersymbol handelt. Kann aber nicht sagen welches.


    Kannst Du nochmal von den Adler auf dem Schaft Fotos machen?

    Vielleicht lässt sich darüber noch was herausfinden.


    Ich würde die Metallteile brünieren.

    Phosphatieren gefällt mir persönlich nicht ganz so.

    Aber wie gesagt - persönliches Empfinden.


    Ich schau nochmal nach, ob ich etwas über das K auf dem Schiebevisier herausfinde.


    Gruß

    Andreas


    P.S.: Ich weiß nicht, ob Du diese Seite kennst. Vielleicht auch hilfreich.

    https://karabiner98k.jimdo.com/

    Der Franke ist ein freundlicher, hilfsbereiter und höflicher Mensch ------ Man darf ihn nur nicht ansprechen


  • Moin moin allerseits,


    der Verschluss ist ein neuer. EU-AT . beim ersten Bild wo er drauf ist hatte ich noch nichts gemacht.

    Hat auch keinerlei Serien-Nr.

    Ich denke der BM hat einfach nen Neuen genommen, demilitarisiert, rein damit und fertig.


    Und gut das ich heute Morgen mit Lichteinfall und nem Tropfen Leinöl rumgewerkelt hab:

    [img]&lt;a href="http://up.picr.de/33036870sb.jpg"&gt;<a href="http://up.picr.de/33036870sb.jpg">http://up.picr.de/33036870sb.jpg</a>&lt;/a&gt;[/img]

    Ich denke es ist WaA623.

    Und wenn es so ist, dann kann der Schaft eigentlich nur von Steyr-Daimler-Puch AG sein.

    Zumindest nach meinen Unterlagen hier wurde der Abnahmestempel nur dort verwendet.


    Grüße Erwin.


    P.S.:


    Mit dem Hinweis auf den Lauf (Da scheint was zu stehen...) hattest du Recht Andreas.

    Scheint eine Seriennummer zu sein. 43910.

    Lässt sich leider nicht wirklich Fotographieren da um den halben Lauf herum verteilt.


    Ebenso mit der 37 beim Schlosshalter- Sauer und Sohn, Suhl. Haenel in Suhl fällt weg, da keine K 98 gebaut.


    Gruß Erwin


    Da die Wahrheit außerhalb des Bereichs des Verstandes liegt, so finden sich keine Worte für sie.
    (aus dem Mahabharata)

    Edited 2 times, last by Quasimodo: Nachtrag : #10 P.S.: Mit dem Hinweis auf den Lauf (Da scheint was zu stehen...) hattest du Recht Andreas. Scheint eine Seriennummer zu sein. 43910. Lässt sich leider nicht wirklich Fotographieren da um den halben Lauf herum verteilt. Ebenso mit der 37 beim Schlosshalter- Sauer und Sohn, Suhl. Haenel in Suhl fällt weg, da keine K 98 gebaut. Gruß Erwin ().

  • Hallo allerseits,


    ich bin versucht zu sagen: "Der Dö… von Büchsenmacher hat den neuen Verschluss einfach nicht angepasst an die Waffe selbst."


    Dank eines mir bekannten Büchsenmachers alter Art (Inzwischen leider im Altenwohnsitz mit seinen 98 Jahren, aber immer noch Topfit) habe ich den Tip erhalten:

    Wenn der Sicherungsflügel sich nach dem Spannen nicht bewegen lässt, stimmt seine Anschrägung nicht, dadurch kann er nicht unter die Schlagbolzenmutter kommen sondern stößt dagegen.

    Und er meinte, das kann passieren wenn eine Schlagbolzenmutter in einen anderen Verschluss eingebaut wird.

    Seine Abhilfe dagegen:

    Brünniert muss alles in dem Bereich sein, Verschluss spannen, und in Entsichert 2-4 mal mit Hammer den Sicherungsflügel in Richtung Ausbaustellung schlagen.

    Dann erscheinen Treffermarken was sich wo trifft und daher klemmt.

    Dann das Flügelstück ausbauen, Und eine Schräge bis zu dem Punkt schaffen. Dann sollte der Verschluss und seine Sicherungsstellungen wieder klappen.


    Getestet und siehe da knapp 1 mm Unterschied, Das weggeschliffen und der Verschluss klappt tadellos! Durchgeladen und in Ausbaustellung drehen kein Problem, ganz sichern kein Problem.

    Haken und oder Gewalt anwenden zum verriegeln vom Verschluss sind kurioserweise auch weg seit dem abschleifen.


    Nebenbei ist mir beim zerlegen des Verschlusses diesmal aufgefallen, die Verschlussmutter hat eine 3 oder 4 Stellige Seriennummer.

    Der Rest nicht.


    Inzwischen denke ich auch:

    Vermutlich hat sich jemand aus Österreich alle möglichen Einzelteile damals billigst zusammengekauft, dann zusammengebastelt, etwas klappte nicht und dann ohne Verschluss weggeworfen oder verbuddelt mit anderem Metallzeugs zusammen.

    Denn auf dem Handschutz oben sind außen Rostflecken, an derselben Stelle innen aber nicht.

    Bilder zum Handschutz stell ich noch ein, hab heute lange an dem Kerle rumgefummelt. ;)

    Bin jetzt nur froh, das fast alles so klappt wie es eigentlich soll.


    Dennoch denke ich auch:

    Selbst wenn zusammengefrickelt, seine Geschichte hat der K 98 dennoch.

    Zusammengebastelt nach diesem dämlichen Krieg oder auch nicht, Weggeworfen und/oder verbuddelt...

    Wie auch immer.



    Grüße Erwin

    Da die Wahrheit außerhalb des Bereichs des Verstandes liegt, so finden sich keine Worte für sie.
    (aus dem Mahabharata)

  • Moin Erwin,


    dann ist ja soweit alles gut.

    Wie gesagt ich würde die Teile brünieren und fertig.

    Wünsch Dir viel Erfolg.


    Gruß

    Andreas

    Der Franke ist ein freundlicher, hilfsbereiter und höflicher Mensch ------ Man darf ihn nur nicht ansprechen


  • Hallo Andreas, Thilo und Interessierte,


    ich würde sagen: Habe fertig.

    Aber vorher noch "Kleinigkeiten"

    Öhm ich muss mich berichtigen:

    Zu früh gefreut von wegen Verschluss klemmt nicht mehr. Beim ersten Testen der Sicherung war eines nicht drin, der Schlosshalter.

    Als der wieder drinne war, es klemmte wie vorher. Wieder ausgebaut und diesmal genau angesehen.

    Die Feder war gebrochen und irgendwie so verklemmt worden das es notdürftig klappte...


    Das gesamte Abzugssystem war... Nun ja Murks.

    Abzug war per abgekniffenem Eisennagel im Stollenausschnitt befestigt. Das Ganze dann auch wieder per Eisennagel am eigentlichen System. Spiel ohne Ende...

    Stahlbolzen Fehlanzeige.

    Somit hab ich beide Teile neu gekauft und eingebaut. Als Folge: Jetzt marschiert der Verschluss wie er soll.


    Und jetzt die Abschlussbilder:


    Abzug mit Stollen und den Nägeln->

    [img]http://up.picr.de/33167002ev.jpg[/img]


    Und der Vorher/Nachher Anblick des Kerles:

    [img]http://up.picr.de/33166548re.jpg[/img]


    Und an Andreas:

    Ich habe alles nur Brüniert. ;)

    Hab mich dabei an meinen Originalen von 1943 gehalten, obwohl der einen lackierten Schaftschuh hat.


    Grüße Erwin und Danke

    Da die Wahrheit außerhalb des Bereichs des Verstandes liegt, so finden sich keine Worte für sie.
    (aus dem Mahabharata)

  • Moin Erwin,


    sieht gut aus.

    Gefällt mir.

    Sicher, dass da ein gelernter Büchsenmacher am Werk war?


    Gruß

    Andreas

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  • Hallo Allerseits,


    Sorry für die lange Pause, erst war Urlaub und dann war ein ungeplanter, aber selbst verursachter, Krankenhaus Aufenthalt Schuld.

    Man sollte nicht schwer heben wenn man es nicht darf. :(

    Aber egal.


    Zu deiner Frage Andreas:

    Ein echter Büchsenmacher sollte es schon sein in Österreich. Vielleicht auch nur ein Lehrling in der eigentlichen Firma.

    Die nenne ich lieber nicht, will ja niemandem Schaden.

    Der Zertifikataussteller Limex scheint eine Export-Firma zu sein. Denn die Büchsenmacher sind bei einer anderen Firma: Ein Waffenhandel.


    Scheinbar liefern die aber derzeit nur noch "Schrott"...

    Ich hab vor 2 Tagen eine PPSH 41 von einem Nachbarn bekommen zum restaurieren, mit der Bemerkung: Die sieht irgendwie komisch aus.

    Klar! Alles wichtige wurde Ausgebaut, abgesägt, verschweißt, gestiftet eben so wie es zum derzeit noch gültigen Gesetz passt.

    Aber der "Heini" von Büchsenmacher hat das Gehäuse "Offen" verschweißt!

    Sprich das hintere Ende ist offen...

    Sieht natürlich "super" aus mit dem Luftspalt.

    Und viel kann ich da nicht machen, außer reinigen.

    Ebenso wundert mich inzwischen: Alles was aus der Waffenschmiede kommt (nicht Limex, die andere Firma) ist mit Fett und Sand übersät.


    Sieht für mich so aus als ob dieser eigentliche Waffenhandel der Meinung ist: Irgendein Trottel kauft das schon, Schei...egal wie das aussieht.

    Sorry.


    Ich freu mich zumindest meinem "Schundknüppel" ein einigermaßen gutes Aussehen zurückgegeben zu haben.

    Er hat sich zum Rest meiner "Mini-Sammlung" gesellt: K98 k (Original komplett vom 43), Lee-Enfield, Garand M1, Mosin-Nagant (alle Demilitarisiert). Reicht mir.


    Grüße Erwin

    Da die Wahrheit außerhalb des Bereichs des Verstandes liegt, so finden sich keine Worte für sie.
    (aus dem Mahabharata)