Suche den Ort eines Kriegsgefangenenlagers in der UdSSR

  • Hallo zusammen,


    zur Zeit befasse ich mich mit der "Rekonstruktion" des militärischen Lebenslauf eines Onkels von mir, der im Mai 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft geriet.

    Da ich mich bei dem Thema der russischen Kriegsgefangenenlager im 2. Weltkrieg überhaupt nicht auskenne:(, hoffe ich sehr auf den Rat der entsprechenden Experten.


    An welchen Ort befand sich 1945 - 49 das Lager mit der Nummer R. 7182/2 ? Gibt es über dieses Lager etwas Besonderes zu berichten?


    Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang auf einem Formular des "Ministeriums der Streitkräfte der UdSSR" eine "Feldpost-Nummer"(?) 61948

    Als Ort taucht auf diesem Dokument (was mir leider nicht vorliegt||) der Name "Schachty"(?) auf.


    Vielen Dank im Voraus:)


    Beste Grüße

    Ingo

  • Hallo Many,


    vielen lieben Dank für diese schnelle Antwort:thumbsup:


    Wenn ich den Scan der VBL "richtig" lese, dann kann man sagen das die "neue" Nr. 7475/1 die vorherigen Nummern 7182/1+2 umfasste??

    Kann man die in der VBL erwähnten Orte noch in eine nähere Zuordnung mit "meiner" ursprünglichen Nr. 7182/2 bringen:/?


    Mit der "Feldpost-Nr." (?) 61948 kannst Du auch nichts anfangen?


    Du siehst, ich hab komplett keine Ahnung, stelle dumme Fragen über Fragen und freue mich über jeden noch so kleinen Fingerzeig=)


    Beste Grüße

    Ingo

  • Hallo Ingo


    die FPN war wie folgt belegt, laut CD

    wo gehört die FPN hin ?


    61948


    (8.9.1943-22.4.1944) 31.3.1944 schwere Flak-Batterie z.b.V. 4208,

    (23.4.1944-24.11.1944) 25.7.1944 1. Batterie gemischte Flak-Abteilung 675 (v).


    Gruß many

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

  • Hallo Ingo,


    die Feldpostnummer 61948 ist eine sowjetische, und gehörte zum Entlassungslager Gronenfelde Frankfurt/Oder


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo Reinhard,

    vielen Dank für die Info.

    Frankfurt/Oder passt ins " Reiseprofil" :)

    .... und wenn wir jetzt noch tatsächlich den Standort von Lager 7182/2 rauskriegten 8o^^?


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo


    Als Ort taucht auf diesem Dokument (was mir leider nicht vorliegt || ) der Name "Schachty"(?) auf.

    ich habe hier eine Karte mit dem Ort


    Gruß many


    Nachtrag: Anhang noch mal zwei Skizzenblätter

    Gruß many

    Files

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

  • Hallo Rudolf,

    vielen herzlichen Dank für diese Aufstellung.:)

    So etwas habe ich gesucht und Du hasts gefunden:thumbsup:


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo,

    Das sowjetische Arbeitsager 61948 war in der Nähe von Tscheljabinsk. Meine Mutter wurde mit 16 Jahren im Winter 1944/45 von Ostpreußen dorthin verschleppt.

    Ich habe noch den Entlassungsschein vom 31.Oktober 1945 mit dem sie die Grenze passieren durfte.

  • Grüß Gott ,


    herzlich willkommen hier im Forum der Wehrmacht !


    Die Nr. 61948 dürfte keine Lagernummer sein,sondern eine Nummer über der,der Briefverkehr lief

    Im Anhang die Lagernummern zu Tscheljabinsk


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo,

    wie kommt die Nr.61948 denn auf den Entlassungsschein, den der Kommandant des Lagers unterzeichnet hat?

    Allerdings muß ich dazu sagen, daß meine Mutter zuletzt im Lazarett war und mit einem Krankentransport Ende 45 nach Berlin kam.

    Das Lager war wohl auch nicht in Tscheljabinsk direkt.

  • Servus "Helmutnosmas" ,kein Name bekannt, Servus Ingo,


    die Nr 61984 ist keine Lagernummer, wie schon von Reinhard und Eumex ausgeführt, und überhaupt nicht die von Tscheljabinsk.

    Diese Nummer hatten alle entlassenen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion auf ihrem Entlassungsausweis, die über Frankfurt/Oder ausreisten (siehe Foto).

    Alle Rücktransporte der Gefangenen aus sowjetischem Gewahrsam führten über Brest, wo sich die Transportlinien aus den östlich gelegenen Lagern trafen. Dort wurden die Heimkehrer von den russischen Breitspurzügen auf deutsche Schmalspurzüge umgeladen. Nach einer nochmaligen Durchsuchung während dieser Zeit fuhr der Transport dann weiter nach Frankfurt/Oder. Nach der Ankunft wurden die Heimkehrer jedoch zunächst in die Hornkaserne in Frankfurt/Oder gebracht, wo sie von sowjetischen Dienststellen überprüft und untersucht wurden. Kranke kamen in Lazarette der Kasernen oder auch in Zivilkrankenhäuser.

    Die Entlassungsfähigen wurden ins Lager nach Gronenfelde weitergeleitet. Eine Entlassung wurde dann meist nach drei Tagen vollzogen. Die Anreise nach Westdeustchland erfolgte über das Durchgangslager Hof- Moschendorf.


    Gruß

    Hans