Bayern2Radio: Über Generationen - Wie Vorfahren unsre Erinnerungen prägen

  • Guten Tag ans Forum und an Franek,


    schon Cicero sagte um 45 v. Chr.: "Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt."

    Das zum Hinweis von Franek zur Länge der wissenschaftlichen Beschäftigung zum Thema Erinnerungen.


    Mit Erinnerungen befasst sich u.a. die kulturhistorische Gedächtnisforschung. Einer dieser Forscher ist der

    Franzose Pierre Nora (*1931), der Thesen zur Erinnerungstopographie aufgestellt hat.

    Unterschieden wird in diesem Zusammenhang das individuelle und das kollektive Gedächtnis. Diese Unterscheidung

    ist auf den französischen Soziologen Maurice Halbwachs (+1945 im KL Buchenwald) zurückzuführen.


    Am interdisziplinären Thema der Erinnerungen ist das Ziel der daran beteiligten Geschichtswissenschaft als "professionelles" historisches

    Gedächtnis das traditionelle historische Gedächtnis zu erforschen.

    Heißt als Beispiel bei den alteuropäischen Historikern in der Praxis, dass in dieser Zeit nur ein geringer Teil der Bevölkerung lesen und schreiben konnte.

    Und bis in die 1450er Jahre hinein, wurden Texte nur per Hand geschrieben und auch niemals inhaltsgleich kopiert.

    Da tut sich also ein methodischen Problem für die "Alteuropäer" auf.


    So lässt sich das Thema Erinnerungen historisch bis in unsere Zeit hinein unter immer anderen Aspekten erforschen und darstellen.

    Ist ein komplexer universitärer Lehr- und Forschungsbereich, dem ich 24 Minuten Fernsehen mal als Anregung zur Weiterbeschäftigung mit

    der Materie gegenüberstelle. Wen es dann interessieren sollte.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)