Kampfgruppe z.b.V. Frankfurt

  • Hallo zusammen,


    angeregt durch den Beitrag zur Kampfgruppe z.b.V. 800 habe ich hier eine kurzen Abriss zur Kampfgruppe z.b.V. Frankfurt

    Das unser Lexikon und The Luftwaffe 1933-45 noch nichts zur der KGr. z.b.V. Frankfurt haben erlaube ich mir einen Beitrag

    von 2009 aus dem Wehrmacht Awards Forum hier einzustellen. Im Ursprung ist der Beitrag in englisch Sprache von

    Larry de Zeng verfasst.


    Wer noch Ergänzungen und Anregungen hat, immer gerne gesehen.



    Gruss Dieter

  • Hallo Dieter,


    wieso trug der Verband die Bezeichnung "Frankfurt" - und keine Nummer, wie der Großteil der zbV Verbände ?

    Spontan fallen mir da noch die zbV-Verbände "Oels", "Posen", "Wittstock" ein. Klar - das sind alles Städtenamen.

    Aber wieso nun diese Bezeichnungen und keine Ziffernfolge?


    mfG, Uwe K.

  • Hallo uwe,


    die Vermutungen die ich gelesen habe gehen in Richtung Aufstellung-Ort Frankfurt wahrscheinlich a.d.Oder ?

    Gruss Dieter

  • Hallo Dieter,


    ich vermute ebenfalls, dass die Namensgebung etwas mit dem Aufstellungsort und/oder der Herkunft der Flugzeuge zu tun hat.

    Z.b. war Wittstock/Dosse ein Zentrum der Fallschirmjäger-Ausbildung ... dort gab es Ju 52 die bsiher zur FJ-Ausbildung eingesetzt wurden und die man kurzfristig für wichtige Transportaufgaben anderweitig mobilisieren konnte.


    Das "Muster" ist für die Aufstellung und Einsatz ist ganz klar:

    - ein kurzfristiger Engpass an Transportvolumen, bedingt durch Ereignisse an den Fronten.

    - das Schema erkennt "ein Blinder mit Krückstock" (Verzeihung .. muss politisch korrekt heißen: "ein Sehbehinderter mit Gehhilfe").
    Dazu muss ich in meiner Verluste Excel-Tabellen nur den Filter für die Datenspalte mit der Verbandsbezeichnung einschalten und alles andere ausblenden ...


    Die Gruppen Posen und Oels wurden im Zeitraum Ende Februar (Aufstellung, erste Einsätze) bis Anfang April 1942 (letzte Einsätze, Auflösung) zusammengestellt und eingesetzt.

    Zweck war hier die Versorgung der Kessel Demjansk und Cholm im Nordabschnitt der Ostfront, wo auch ALLE Verluste dieser Gruppen auftraten - bis auf einen Startunfall in Pleskau.

    Die verbleibenden Flugzeuge und Besatzungen gingen dann wieder zu den ursprünglichen Verbänden zurück - oder stopften andere Löcher bei den "regulären" Transportverbänden.


    Das gleiche Spiel wiederholte sich mit Frankfurt und Wittstock ab Mitte November 42 bis Anfang März 1943.

    Beide Gruppen wurden im Mittelmeerraum eingesetzt nach Abbruch der El-Alamein Offensive und während des Rückzuges des Afrikakorps von Agypten bis Tunesien.

    Die Versorgung des Afrikakorps auf dem Seeweg war problematisch geworden (hohe Verluste), gleichzeitig mussten zahlreiche Verwundete, Schlüsselpersonal oder "high-potentials" (FM E. Rommel) von Nordafrika nach Italien zurückgebracht werden.

    Ab Ende November 42 wurde die gesamte Transportsituation noch durch den Kessel Stalingrad deutlich verschärft - das Hemd das eh schon überhall zu kurz war, schrumpfte auf beiden Seiten (Osten und Süden) ganz rapide.


    Mitte April 43 wurden dann die Transportverbände völlig neu organisiert. Die Transportgeschwader 1 bis 5 wurden aufgestelltt und gleichzeitig die zbV Verbände aufgelöst (d.h. neu verteilt auf die TG, und umbenannt).

    Gegen Kriegsende gab es dann wieder Transport-Gefechtsverbände, die dann aber nach ihrem Kommandeur (z.B. Herzog) benannt waren - nicht nach Städten.


    Das aber beantwortet immer noch nicht meine Frage (ich weiß es echt nicht!) nach der Namensgebung.

    Falls ich in den nächsten Tagen Gelegenheit habe, werde ich mal in den Publikationen von Fritz Morzik nachsehen, ob ich dort ewtas dazu finde.


    Die Frage lässt mir nun keine Ruhe mehr ...


    Gruß, Uwe K.

  • Hallo zusammen,


    KGrzbV Frankfurt und Wittstock waren die jeweiligen Aufstellungsorte dieser Gruppen, welche vermutlich nicht etatisiert waren, sie hatten auch kein VKZ.


    Die KGrzbV 500 nannte sich von Feb. 42 bis April 42 Gruppe "Oels" oder KGrzbV "Oels (Demjansk-Einsatz),

    ebenso war es bei der IV./KGzbV 1, welche im gleichen Zeitraum KGrzbV Posen nannte.


    Es gab eben KGrzbV mit Nummern und Namen, sollte man einfach so hinnehmen, da steckt nichts besonderes dahinter.

    Solche Abweichungen von eigentlich "eingefahrenen Bezeichnungen" waren nicht selten, schon garnicht bei ad hoc aufgestellten Verbänden.


    Gruss


    Potfuse

  • Moien,

    im Wehrpass eines BM wird für einen kurzen Zeitraum November 1942 - Februar 1943 als Einheit eine KGz.b.V. Frankfurt genannt. Er flog auf der Ju 52. Einsatz in Nordafrika. War das eine der zahlreichen ad hoc aufgestellen Transportfliegerstaffeln oder wurde die Gruppe nach ihrem Einheitsführer benannt?

    h.