Kämpfe um Wladimirowka, 50 km südlich von Saporoshje am 21.10.1943

  • Hallo Nikolai, vielen Dank für deine Hilfe, es war gestern schon recht spät, deshalb bin ich dann nicht mehr dazu gekommen, mich bei dir zu bedanken. Ich habe den Ort inzwischen auf google.com/maps gefunden und mir auch die Satellitenaufnahmen und die Wegbeschreibung von Saporischschja aus ausgedruckt. Der Ort heißt heißt jetzt Volodymyrivka, Saporischschja, Ukraine, 72011. Ohne eure Hilfe hätte ich das nicht gefunden. Nochmals vielen Dank.

    Kleingaertner:)

  • Hallo Herbert, dir und allen anderen nochmals vielen Dank für eure Hilfe. Danke für euer Engagement und die Zeit, die ihr investiert habt. Das heutige Volodymyrivka, wie Wladimirowka jetzt heißt habe ich ja inzwischen wie bereits erwähnt auf google.com/maps gefunden und ein paar Ausdrucke der Satellitenaufnahmen für mich und meine Mutter gemacht. Hinfahren werde ich nicht, außer ein paar Häuschen und Felder gibt es ja auch nicht viel zu sehen und in Charkov, dem nächsten Soldatenfriedhof ist mein Großvater nur im Gedenkbuch verzeichnet. Mal sehen, ob die WAST noch mehr über das Schicksal meines Großvaters herausfinden kann. Ich glaube aber eher nein.

    Liebe Grüße

    Kleingaernter:)

  • .... Hinfahren werde ich nicht, außer ein paar Häuschen und Felder gibt es ja auch nicht viel zu sehen ...

    Hallo Kleingärtner,


    natürlich kann diese sandige Steppengegend nicht mit den Ruinen, Kolossalstatuen und Museen in Stalingrad mithalten,

    aber Laufgräben und Granatenlöcher der Höhengelände rund um Eristowka sind noch ganz gut auf den Satellitenbildern einzusehen.

    Was könnte man dort alles in Erfahrung bringen und neue Freundschaften schließen, ortskundiger Führer und Übersetzer vorausgesetzt.

    Ob der Volksbund in dieser Ecke überhaupt schon einmal tätig war, Grabungen stattgefunden haben ?


    Die Einheit ist ja dann geklärt --> 17. PzDiv (dank Matthias) ! Ich werde versuchen ein paar genauere Details zu der Rückwärtsbewegung zu eruieren. Das wird aber etwas dauern...)

    In der Tat schwierig zu rekonstruierende Wochen mit einer Menge an ständigen Vermischungen von Einheiten. Die Divisionschroniken der 3. Geb.Div, und 101. Jg.Div. machen es sich sehr einfach, der linke bzw. rechte Nachbar 17. Pz.Div. hat nicht gehalten und ist überrannt worden. Wobei man sich fragen muss, was da überhaupt vor Ort lag, von der 17. Pz.Div. Wahrscheinlich nur das panzerlose Grenadierregiment 40, auch noch um ein Bataillon verringert, welches just zu dieser Zeit weit entfernt auf gepanzerte Schützenwagen (SdKfz 251/D) umgerüstet wurde. Näheres dazu könnte die Regimentschronik hergeben (Die Vierziger, Dinglreiter), wenn der Zeitabschnitt dort überhaupt behandelt wird.


    AOK 6 hat den Tag verzeichnet, wenn auch dieses Überrennen nicht die größte Katastrophe in diesen Oktobertagen war:

    Quote

    ...Am Nordflügel der Armee hatte das IV. A-K. unterdes am 21.10. gegen überlegene Panzerkräfte des IV.Gd.mech.Kps.

    im Abschnitt der 17.Pz.Div. das Höhengelände südl. Eristowka sowie die Orte Selenyj Gai und Kalinowka verloren. Durch einen

    schneidigen, allerdings auch verlustreichen Gegenangriff am 22.10. holten sich die 3.Geb.Div., 101. Jg.Div. und die Panzergruppe 13.Pz.Div. sich

    das verlorene Gelände zurück und und setzten hierbei 45 Feindpanzer außer Gefecht....


    Wochenlanger eisiger Wind und Regen, deckungsloses Gelände mit ständigen Panzerangriffen, in der Divisionschronik der 3. Geb.Div (Klatt) wohl nicht umsonst als die schlimmsten Wochen des ganzen Russlandfeldzuges bezeichnet.


    Gruß

    Rüdiger