Fallschirm-Panzergrenadierdivision 2 Hermann Göring

  • Guten Tag!


    Mein Vater diente von Oktober 1944 in der 2. Kp des FschPzGrenRgt 4 HG. Am 19.11.1944 wurde er schwer verwundet und kam ins Kriegslazarett (mot.) 4/581 nach Braunsberg. Ich suche Informationen, wo der Verband zur Zeit der Verwundung meines Vater eingesetzt war (vielleicht Raum GUMBINNEN?). Die Bücher von Otte und Kurowski zum FschPzKrps HG sind mir bekannt. Gibt es evtl. im Bundesarchiv/Militärarchiv) evtl. noch Kriegstagebücher der Division?


    Mit Dank und Grüßen
    Stephan Ehmke

  • Hallo Stephan,


    BA-MA RL 32 enthält zum FschPzKps HG
    2,2 laufende Meter mit 166 AE von 1939-45.
    Einfach mal mit "Invenio" im Militärarchiv nachgucken :-)


    Beste Grüsse
    Ingo

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  • Hallo!


    Hallo Stephan,


    BA-MA RL 32 enthält zum FschPzKps HG
    2,2 laufende Meter mit 166 AE von 1939-45.
    Einfach mal mit "Invenio" im Militärarchiv nachgucken :-)


    Beste Grüsse
    Ingo


    ... dachte für die Nutzung von Invenio muss man vom BAMA freigeschaltet und als Nutzer gespeichert werden?!? ?(


    Grüße
    Sven

  • Hallo Sven,


    ja, da hast Du Recht. Aber wo ist dabei das Problem? Invenio kostet nichts, beißt nicht... :-)


    Ich bin jedenfalls dankbar, dass es diese Möglichkeit gibt u nutze sie häufig...


    Beste Grüsse
    Ingo

  • Hallo!


    Nee, Problem nicht, nur um einiges umständlicher, als so eine "spontane Ahnenforschung" ... das wollte ich damit nur sagen, denn man muss mit denen Kontakt aufnehmen, sich die Dokumente (Recherche- und Benutzerantrag) zuschicken lassen, diese ausfüllen, zurückschicken und warten bis man online frei geschaltet ist. Dauert zwar nicht so lange wie die Antwort der WASt ( ;) ), aber ist doch etwas aufwendiger meiner Meinung nach ... ein Versuch ist es dennoch, wenn man für die Ahnenforschung auch bereit ist etwas Mühe und Zeit zu investieren.


    @ Stephan Ehmke: Was für Infos hast du denn bereits (mündliche Überlieferungen, Dokumente, sonstige Unterlagen, etc.)? Wo hast du bereits eine Anfrage gestartet (WASt)?


    Grüße
    Sven

  • Hallo Sven,


    grundsätzlich hast Du Recht. Aber Invenio geht doch online. Sooo modern sind sie schon... :-)


    Ich denke, dass die Meisten hier viel Kraft, Energie und Zeit in die Verfolgung ihrer Anliegen investieren. Da sollte auch diese BA-MA Recherche-Chance genutzt werden...


    Beste Grüsse
    Ingo

  • Hallo Fredy,


    super, ich bedanke mich sehr für den Hinweis!


    Da nach den Schilderungen die Front von Ende Oktober 44 bis zum sowj. Angriff am 12. Januar 45 im Wesentlichen stabil war, werden die Dislozierungen in den Skizzen wohl auch im November 44 in etwa so gewesen sein, oder?


    Beste Grüße
    Stephan

  • Hallo Stephan,


    Anfang November 1944 wurden manche Divisionen in Gotenhafen ausgeschifft
    und sind im Bahntransport in den Raum Gumbinnen zugeführt worden.
    Es könnte dann auch sein das deiner Vater die verletzung bei einem sowj.Luftangriff bekommen hat.


    Grüße
    Fredy

    Suche alles auf die Grenadier-Brigade-Cottbus (aus den Ersatztruppen "Großdeutschland")

  • Herzlichen Dank, Fredy.


    Leider ist mein Vater fast 30 Jahre tot u. ich habe früher nicht viel gefragt, er nicht viel erzählt. Was ist weiß, ist, dass er im Raum Gumbinnen entweder bei einem Stoßtrupp- oder einem Spähtruppunternehmen verwundet wurde. Dem Buch von Franz Kurowski " Von der Polizeigruppe z.b.V. >Wecke< zum Fallschirm-Panzerkorps" (S.343) entnehme ich, dass von der 2. FschPzGrenDiv HG im November/Dezember ´44 Stellungen vorwärts und südlich GUMBINNEN in der Linie EBENRODE-TRAKEHNEN-WEIDENGRUND-GROßWALTERDORF in einem "durchlaufenden Grabensystem" gehalten wurden. In der Skizze Nr. 2 bei Klee, die allerdings die Lage nach Beginn der sowj. Offensive im Januar 45 zeigt, ist zu sehen, dass das FschPzGrenRgt.4 HG links in den Grenzen hart südlich des Flüsschens ROSSBACH bis etwa die Linie NEMMERSDORF-PLICKEN eingesetzt war. Linker Nachbar war die 61. ID, rechter Nachbar das FschPzGrenRgt.3 HG. Soweit lässt sich der Raum, der allerdings groß genug ist, wohl eingrenzen. Ich kann mir vorstellen, dass das I. BTL des Rgts im Gefechtsstreifen links, das II. Btl anschließend in der Mitte und das III.Btl rechts eingesetzt war. So jedenfalls könnte man es aus der Skizze Nr. 1 Klee folgern. Nähere Angaben habe ich noch nicht.


    Grüße
    Stephan

  • Hallo zusammen,


    vor allem durch die Schilderungen und Karten in den Kriegserinnerungen von Karl-Heinz Schmeelke, veröffentlicht auf den Seiten von Klaus Klee, kann ich wohl jetzt sagen, dass das I. Bataillon FschPzRgt 4 mit der 2. Kompanie im November 1944 südostwärts der Ortschaft HOCHFLIESS im Zuge der Straße von HOCHFLIESS nach GRÜNWEIDEN in Feldbefestigungen eingesetzt war. Der GefStd der 2.Kp war mutmaßlich in einem kleinen Gehöft hart südlich der Straße bei Höhe 65,6. Die Skizze nach Schmeelke anbei.


    Nochmal Dank für die Hilfe!


    Grüße

    Stephan