Brieg und Püttnitz

  • Vielleicht gibt es neue Erkenntnisse,
    meine bisherige Suche hat nicht viel ergeben. Mein Vater war als
    über die Plätze Eger, Großenhain nach Brieg
    (4.Nacht-Ergänzungs-Fernaufklärer Gruppe) gekommen und hat dort
    bis Januar 1945 als Flugzeugmechaniker Dienst verrichtet. Nun gibt es
    zu der Aufgabe des Platzes in Brieg durch die Luftwaffe sehr
    widersprüchliche Zeitangaben. Mein Vater schrieb , er flog mit
    seinen Flugzeugführer Hauptmann Rödel (Hof/Saale) Anfang Januar 1945
    via Ju88 nach Püttnitz. Mit dabei waren die Flugzeugführer Adolf
    Dankert und Kurt Drevermann sowie die Bordmechaniker Gerhard
    Pfretschner , Kurt Drevermann und Helmut Hunziger. Vater erzählte
    weiter, in Püttnitz wurden die überführten Maschinen nochmals
    gewartet , konserviert und dann abgestellt. Er erzählte auch, der
    Platz wäre unzerstört gewesen. Einsätze hätten wegen
    Treibstoffmangel aber nicht mehr stattgefunden. Können diese Angaben
    richtig gewesen sein?

  • Grüß Gott Reusa,


    herzlich willkommen hier im Forum der Wehrmacht !


    laut dieser Seite sind die Angaben zu Brieg schlüssig,
    http://www.ww2.dk/lwairfields.html
    Das Flugfeld Brieg wurde am 22.Jan. 1945 von den Sowjets eingenommen
    Bitte auf Airfields Germany Borders 1937 anklicken
    Auch eine 4 .Nacht Ergänzungs Fernaufklärergruppe wird .1944 dort erwähnt
    zu Pütnitz/Damgarten (Land u.Seeflugfeld)
    wurde am 19.Mai 1944,am 20.Jun.1944,sowie am 24.März u.26.Apr.1945 von der RAF angegriffen


    Servus Eumex
    Vivat Bavaria

  • Ich danke dir Eumex für diese Infos. Leider hab ich erst weit nach dem Tod meines Vaters intensiv dessen eher bescheiden Luftwaffen-Nachlaß gesichtet und wenige Dinge gefunden und erfahren. Obwohl er stets mit großer Begeisterung von der Fliegerei erzählte, gibt es außer einigen Fotos und Bildern mit ehemaligen Kameraden und Freunden nichts in die Hand zu nehmen. Zu Püttnitz , März-Apri 45 gibt es Vaterseitig keien angaben mehr. Er berichtete aber, ein Oberleutnat Kober ( Neustrelitz?) hätte wohl ( irgendwann?) gemeint, " bevor wir uns von den Russen kaschen lassen" hauen wir ab. Jedenfalls wurde Vater bei Lübeck von den Engländern kassiert und bei Neustadt/ Holstein interniert.

  • Guten Abend Reusa,


    hast Du schon mal an einen kompletten militärischen Werdegang des Vaters bei der Deutschen Dienststelle /Wehrmachtsauskunftsstelle in Berlin ins Auge gefasst ?
    www.dd-wast.de
    Dauert leider ca 2 Jahre und kostet ca 13-20 Euro aber vielleicht interessant, schließt so manche Wissenslücke.
    Dann weißt Du Wo,Wann , dein Vater zur Wehrmacht kam, welche Einheiten,Stationen,etwaige Verwundungen,Lazarettaufenthalte usw


    Servus Eumex
    Vivat Bavaria

  • Hallo und einen schönen guten Tag,
    Bei der Lösung Deiner Anfrage kann ich leider nicht beitragen.
    Aber vielleicht ist es ja von Interesse das in den lezten Jahren zwei Bücher auf den Markt gekommen sind die sich direkt und indirekt mit dem Flughafen Pütnitz beschäftigen.


    1. Doppeldecker und Strahlenbomber über Pütnitz
    Die Walter-Bachmann-Flkugzeugwerke 1934-1945


    https://www.amazon.de/Doppelde…lbomber+%C3%BCber+ribnitz


    2.Der Flughafen Pütnitz
    unter Hakenkreuz und Sowjetstern 1935-1945


    https://www.amazon.de/Flughafe…er+Flughafen+P%C3%BCtnitz


    Beide Bücher sind vom Autor Edwin Sternkiker.
    Es geht bei und in den Bücher oft nicht nur um den Flugplatz, sondern auch um die Region.
    Es gib auf YT einige Videos von dem Flugplatz. Man kann da immer noch die Flughallen und auch die Kasernen sehen.
    MfG
    Jens

    Wer hat Infos zur 75. Infanterie-Division - 2.I.R.202 1939 bis 1942 Bilder, Karten usw

  • Irgend etwas ist fehlgelaufen. Ich hatte mich gestern schon für eure Antworten bedankt, der Beitrag ist aber nicht angekommen. Also, vielen Dank nochmal Jens und Eumex. Ich habe gestern die beiden Bücher via Fernleihe bei meiner Bibliothek bestellt und diese werden auch angeliefert , sodaß ich die dann lesen kann. Da erfahre ich sicher interessante Dinge über Pütnitz. Über den dienstlichen Werdegang meines Vater bin ich gut inforemiert, weil er alles aufgeschrieben hat. Fragen bleiben zu seiner Gefangenschaft, ich bin hier auch schon länger am Suchen, schlüssiges finde ich nicht. Ich weiß zwar, das er bei Neustadt/Holstein auf einen Dorf als Kriegsgefangener arbeiten mußte und auch einen allierten Entlassungsschein hat, viel mehr aber auch nicht...
    Gruß Rolf

  • Nach dem Lesen beider Bücher gibt es
    zumindest dahingehend eine Bestätigung der Ausführung meines Vaters
    hinsichtlich der Rekrutierung von Luftwaffenleuten zu Infanteristen
    März/April 45. Auf Seite 70 im Buch: “Der Flughafen Pütnitz“
    wird beschrieben, wie Anfang April Truppen von Pütnitz per Flugzeug
    nach Berlin geflogen werden sollten, um dort zu kämpfen. Dazu im
    Widerspruch wird weiter ausgeführt, daß “zahlreiche“
    Flugzeuge ( JU88 bei Stubbenhagen, so mein Vater) wegen
    Treibstoffmangels abgestellt wenden mußten. Die oft
    unterschiedlichen Darstellungen von zeitlichen Zuordnungen sind
    sicher auch dem Durcheinander kurz vor Kriegsende geschuldet. Im Anhang ein paar erhaltene Dokumente meines Vaters.

  • Guten Tag "Reusa75",


    Anrede und abschliessender Gruß, in jedem Post, so lieben wir das.


    Bekommen wir doch sicher hin, oder? ;)


    Beste Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Thomas,
    vielen Dank für den berechtigten Tadel. Mein Fehler war, die Folgebeiträge als Fortsetzung zu sehen. Ich gelobe also Besserung!
    Beste Grüße zurück.
    Rolf