SS-Grenadier der 3./SS-Gren.-Ers.-Btl. 10?

  • Hallo,


    ich versuche mich jetzt seit Stunden daran, aus den Angaben von der WaST und vom Krankenbuchlager schlau zu werden ?( . Ich würde gerne mehr darüber wissen, was mein Opa im Krieg gemacht. Laut Familien Geschichte wurde immer gesagt das er in der SS Einheit Frundsberg war....das bezweifle ich aber etwas.
    Ich schreibe mal die Angaben, die ich bekommen habe und hoffe das mir vielleicht jemand helfen kann, wie und wo ich weiter suchen kann. Ich kann auch ehrlich gesagt mit den Abkürzungen nicht viel Anfangen.


    WaST Angaben:
    25.07.1942
    Kriegslazarett 1/532 Nikolajew
    Zugang: von Truppe
    Abgang: nicht verzeichnet
    Dienstgrad: Matrose


    06.01.1944
    Ortslazarett Evreux
    -Verwundet ohne weitere Angaben-
    Zugang: von Truppe
    Abgang: nicht angegeben


    Am 24.10.1945 als ehemaliger Angehöriger der Einheit Sicherungs- Bataillon 88 von einer britischen Entlassungsstelle registriert


    Krankenbuchlager:
    Diensteintritt -nicht verzeichnet-


    06.01.1944
    erkrankt - Lungentuberkulose-


    13.01.1944
    als SS-Gren. der 3. Kp. SS-Gren. Ers. Btl 10 vom Ortslazarett Evreux kommend ind das Kriegslazarett 4/677 Paris,
    -letzte Eintragung ohne Abgangsdatum-


    04.05.1944
    in das Heereskurlazarett Villers Le Lac,
    - Lungentuberkulose-


    12.05.1944
    dienstfähig zum SS-Pz. Gren Ausb. und Ers Btl. 10 Brünn


    Erkennungsmarke: SS-Feld Ers. Btl 10 - 5 -,
    Beruf: nicht verzeichnet


    SS-Stammkarte: (ich schreibe nur die Dinge hin, die auch eingetragen wurden)
    1. Allgemeine -SS (hier ist eine unleserliche Eintragung hinter SS-Untersturmführer
    Name: Pless, Johann
    Geburtstag: 09.05.1933 Apatin
    Bekenntnis: kath.
    Kreis, Gau: Ungarn
    Erlernter Beruf: Schiffer
    Zivilstrafen: K.
    Blutgruppe 0
    Erk.M.: F.E: Btl. 10. - 5.-
    13. SS-Nr. 170
    14. Wehrn.: V.D. Ungarn
    24. Vereidigung 1943
    29. Zugehörigkeit zur Waffen-SS
    - Eingetreten bei F.E. Btl. 10.
    - Versetzungen: z.b.v. Donhau (zumindest lese ich das daraus)
    - gemäß SS FHA. 1812.44 am 3.12.44 zu SS-Gen Batl, erfasst Langmann
    (darunter ist noch ein Eintrag vom 10.1.45 (Rest leider unleserlich)


    32 Wieder einberufen am: W. SS 9.10.43
    33. Waffengattung Pg. Gren.
    36. Sonstiges: Oval, schlank, braun, braun


    Ich hoffe sehr, das mir jemand bei den Abkürzungen und Bezeichnungen helfen kann.


    Vielen Dank :)


    Umzug von Allg. SS zur Waffen-SS, Diana

  • Servus Neugierige,


    herzlich willkommen im Forum.


    Das Geburtsdatum Deines Opas kann nicht stimmen : *09.05.1933


    F.E. Btl. 10. = Feld-Ersatz-Bataillon 10 ( Feld-Ersatz-Bataillon der 10.SS-Panzer-Division "Frundsberg" )


    Sehr hilfreich wäre es, wenn Du die SS-Stammkarte hier einstellen könntest.



    Liebe Grüße
    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...

    Edited once, last by knaff ().

  • Hallo,


    Stimmt....natürlich ist das Geburtsjahr 1922 . Also stimmt es wirklich mit der Division Frundsberg? Ich hatte irgendwie gedacht das wäre nur so eine erzählte Legende. Da bin ich ja gespannt, was wohl noch so raus kommt.Ich habe die Karte eingescannt und angehängt. Ich hoffe man kann es lesen.


    Vielen Dank schon mal :)

  • Servus Neugierige ( verrätst Du uns Deinen Vornamen ? ),


    vielen Dank für das Einstellen der Stammkarte..
    Da Dein Opa kein Angehöriger der Allgemeinen-SS war, ist das Thema in das Subforum "Einheiten der Waffen-SS" verlegt worden.


    Der Eintrag über die Spalten 1. und 2. in der Zeile "SS-Untersturmführer" konnte von unserer Moderatorin Diana entziffert werden.
    Er lautet "Gasthaus zur Schule" , dürfte sich auf Punkt 7 beziehen und die Anschrift sein, unter der Deine Urgroßmutter in Apatin zu erreichen war.


    Punkt 13 : .Hier handelt es sich um keine SS-Nummer. Die gestempelte Zahl 170 scheint Bezug zur Kartei zu haben aus der die Stammkarte entnommen wurde.


    -----------------------------------------


    WaST Angaben:
    25.07.1942
    Kriegslazarett 1/532 Nikolajew
    Zugang: von Truppe
    Abgang: nicht verzeichnet
    Dienstgrad: Matrose


    Auf der Stammkarte sind unter Punkt 23 keinerlei Eintragungen vorhanden.
    Dein Opa scheint daher weder in der jugoslawischen noch in der ungarischen Armee oder in der Deutschen Kriegsmarine gedient zu haben.


    Ich vermute, dass er vor seinem Eintritt in die Waffen-SS als "ziviler Matrose" im Dienst der Deutschen Wehrmacht tätig war. ?(



    Quote

    Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. Sept. 1939 und auch der Ausbruch der Feindseligkeiten im Balkanraum 1941 bedeuteten eine ungeheure Steigerung der Aufgaben der Donauschifffahrt. Aber nur wenige Fahrzeuge wurden direkt der Kriegsmarine unterstellt, Transportaufgaben meist von „zivilen“ Reedereien bzw. Reederei-Gruppen durchgeführt und auch bezahlt. Von den großen Flottenprogrammen wurden unter immer schwierigeren Bedingungen viele in die Tat umgesetzt, so z.B. der Bau bzw. die Bereitstellung von Zugschiffen, darunter 24 für die DDSG. Einige Flussschiffe aus dem „Altreich“ wurden von Rhein, Elbe und Oder an die Donau verlegt, so dass die DDSG 15 weitere Zugschiffe erhielt. Neben dem Bau von Donauschiffen wurden die Donauwerften immer mehr zur Reparatur von im Schwarzen Meer operierenden Fahrzeugen der Kriegsmarine herangezogen, die Werften bauten aber auch Fahrzeuge für die Kriegsmarine, Räumboote und verschiedene Hilfsfahrzeuge.


    Mit der Ausweitung des deutschen Einflusses auf den ganzen Donauraum gerieten auch Fahrzeuge verschiedener kleiner Reedereien am Unterlauf der Donau in deutsche Hand. Der Feldzug gegen die UdSSR steigerte die Bedeutung der Donauschifffahrt für die deutsche Kriegsführung weiter, da die Donau einen wichtigen Versorgungsweg für die im Süden der UdSSR operierenden Truppen bildete und aus den besetzten Gebieten Lebensmittel, Rohstoffe, darunter Erze und Rohöl (letzteres bes. aus Rumänien) herangeschafft wurden. Wegen Fehlens von Seetonnage mussten Donaufahrzeuge auch im Schwarzen Meer zum Einsatz kommen – zeitweise bis Rostow am Unterlauf des Don – auch wenn die Feindeinwirkung hierfür ein großes Problem darstellte.


    Auch andere Aufgaben wurden an die DDSG herangetragen, so z.B. die Bewirtschaftung und Instandsetzung der Werften in Nikolajew und Cherson, verbunden mit den dafür notwendigen bürokratischen Rahmenerfordernissen. Aber den durch laufenden Verluste und wachsende Ausgaben steigenden Bedarf an Schiffsraum konnten die Donauwerften auf Dauer nicht mehr decken, dennoch wurden immer neue Programme und Pläne für neue Schiffe entworfen. Auch die Bergwerke der DDSG standen damals im verstärkten Einsatz und wurden laufend erweitert. All dies führte zu einem gewaltigen Anstieg des DDSG-Personalstandes (Ende 1942 fast 13.000 Mitarbeiter). Auch die finanzielle Lage des Unternehmens war recht gut, so dass laufend Dividenden ausgeschüttet werden konnten.


    Quelle : http://www.veus-shipping.com/2…n-den-beiden-weltkriegen/





    Fortsetzung folgt... :)


    Liebe Grüße
    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...

    Edited 6 times, last by knaff ().

  • Hallo zusammen,


    ohne dem Niki jetzt vorgreifen zu wollen ;)


    der Gesuchte war durch seine Erkrankung nicht mehr einsatzfähig.
    über die SS-Stammkompanie z.b.V., von Hamburg nach Dachau verlegt,
    kam er zum SS-Genesenden-.Bataillon Langenau und von dort zu
    Entlassungsstelle Schleißheim, wo dann die Entlassung aus dem "aktiven Dienst" der Waffen-SS vorgenommen wurde...


    Beiträge zur Stammkompanie z.b.V. sind hier im Forum zu finden ...



    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Lieber Roland,


    zunächst möchte ich Dir mit großer Verspätung aber dafür umso herzlicher zu Deinem Geburtstag gratulieren.


    ......ohne dem Niki jetzt vorgreifen zu wollen


    Bei Fragen, welche die Zeit in der Waffen-SS betreffen, bist Du für die Themenstarterin sicher der kompetentere Ansprechpartner. ;)


    SS-Stammkarte: ............ 14. Wehrn.: V.D. Ungarn


    Die Abkürzung "Wehrn." ergibt für mich keinen Sinn. Außerdem meine ich dort "Wehrm." zu lesen. ?(
    "V.D.Ungarn" bzw. V.D.U. ist die Abkürzung für "Volksbund der Deutschen in Ungarn".


    [Blocked Image: http://www.u-norka.cz/obrazky/…ce_spolky/VDU/001/001.jpg]
    Quelle: http://www.u-norka.cz/?page_id=1062


    Der V.D.U. war das Pendant zur NSDAP für die Volksdeutschen/Altösterreicher in Ungarn und stand unter der Leitung von Volksgruppenführer Franz Anton Basch.
    Nachdem die Batschka 1941 an Ungarn fiel, war der V.D.U. als NS-Organisation auch für die Donauschwaben zuständig.


    Liebe Grüße
    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...