Tapferkeitsbeförderungen

  • Hallo,


    ich meine im Krieg hatten die Soldaten, die wegen Tapferkeit befördert wurden, bereits die nächsthöhere Funktion z.T. schon länger ausgeübt.
    Zum Beispiel hatten Gefreite oder Obergefreite nach Ausfall ihres Gruppenführers aus der Situation heraus ihre Gruppe übernommen, Unteroffiziere, die eigentlich Gruppenführer waren mangels geeigneter Uffz.m.P. die Züge geführt,usw.


    Ich glaube, daß war mit ein Grund diese Soldaten auch ohne die entsprechenden Lehrgänge zu befördern, sie hatten ihr "können" ja bereits unter Beweis gestellt.


    Gerade in der letzten Phase des Krieges kam dies sehr oft vor, Zeit und die allgemeine Grabenstärke der Einheiten machte Abkommandierungen zu Lehrgängen im Ersatzheer unmöglich. Welcher Chef konnte schon auf seine besten Soldaten verzichten, zumal sie sich an der Front bereits tausendfach in ihrer Funktion bewährt hatten?


    Viele Grüße Björn

  • Guten Tag, Hallo, Hallo zusammen, Moin.....


    Ich kannte früher ein ehem. SS-Untersturmführer wo ein Tapferkeitsoffizier war. Er hat die "drei Goldene" erworben. Nahkampfsp. DKiG und Verwundetabz. Im Gold. Er war vor des Krieg om SS-Totenkopfverbände SS-Standarte Oberbayern (Dachau) stationärt. Im 1945 wurde er direkt von RFSS befördet bis Ustuf vorher war er SS-Hascha . Wo ich erinnern war er nach dem Krieg om Bundeswehr tätig. Sein name war Helmut Büch
    MfG
    Georg

  • servus,


    interessant, dass der hauptscharführer erst 3 der höchsten tapferkeitsauszeichnungen verdienen musste, um zum untersturmführer befördert zu werden. als kampferprobter und erfahrener hauptscharfüher, war er idr auch zugführer und übte damit die selbe dienststellung eines untersturmführer aus. hinzu kommt seine lange fronterfahrung, während ein 19,20,21 jähriger untersturmführer, grade aus der junkerschule gekommen, noch gtün hinter seinen ohren ist und v.s. theoretisches wissen aufweist.


    grüsse


    mvs

  • Mein Onkel war Obgf .als Gruppenführer eingesetzt,bei 36.ID 6/118 bei Podmaslowo nordostlich Orel am 15.7.43 ist mit seiner Gr.beim Gegenstoß in den Gegner eingebrochen.

    Und das über mehere Tage,am 31.7.43 wurde ihm das EK 1 und seine Beförderung zum Unof.ausgesprochen.

    Von der 2.Pz.Ar. wurde er zum Ritterkreuz vorgeschlagen.Am 10.08.43

    Ab 12.39 war er Soldat und ging mit seiner 36 ID 1944 bei der 9 Arm.unter

  • Hallo,

    der zitierte Helmut-Christian Büch (14.10.1919-6.4.2008) war ausweislich seiner SSO-Karte kein " klassischer" Tapferkeits-Führer!

    Er besuchte " ganz normal" den 16.Kriegs-Junker-Lehrgang der JS Braunschweig ( s. Zt. Posen-Treskau).

    Er war auch nie Hauptscharführer.

    Seine letzten Beförderungsdaten:

    30.1.43 Oscha

    1.8.44 StaJk

    1.12.44 StaObJk

    21.12.44 Ustuf


    Über seine Erlebnisse verfasste er nach dem Krieg ein Buch. " In 80 Nahkampftagen" oder so ähnlich.

    Von den 80 NK-Tagen wurden 30 für die Niederschlagung des sogenannten Warschauer Aufstands "verliehen".


    Beste Grüsse

    Ingo