Foto aus "Der Sanitätsdienst des Heeres" zeigt meinen Großvater

  • Hallo zusammen!


    Ich wünsche ein frohes Neues!


    Folgendes Foto habe ich zufällig im Buch "Der Sanitätsdienst des Heeres" von Alex Buchner, erschienen als Lizenzausgabe in der "Edition Dörfler", entdeckt.


    Bei dem Soldaten auf dem Foto handelt es sich zweifesfrei um meinen Großvater. Er steht an einem Feldröntgengerät.
    Das Foto ist in meiner Familie aber vollkommen unbekannt, weshalb ich mehr herausfinden möchte.


    Leider sind in dem Buch keinerlei Bildnachweise zu finden.
    Eigentlich ist das Buch wohl im Podzun-Pallas Verlag erschienen. Deshalb meine Frage:


    Gibt es hier vielleicht einen Besitzer dieser älteren Ausgabe, der mir Auskunft geben kann, ob dort Bildnachweise und speziell zu diesem Foto zu finden sind?
    Oder findet sich ein Experte, der mehr über dieses Bild weiß?


    Ich hoffe und danke herzlich für Hilfe!


    Beste Grüße!


    Marco

    Files

    SUCHE: 1./AA LSSAH, SS-Nachrichten-Abteilung 101, 20.Kriegsjunkerlehrgang Posen/Treskau, IR 354, 97. JD und AR 96

  • Hallo Marco,
    ich habe die Podzun-Ausgabe, leider sind auch da keine Bildquellen genannt.
    Die Dörfler-Bücher sind meist 1:1 Nachdrucke der Podzun-Ausgabe ohne jede Überarbeitung.
    Viele Bilder darin sind schon mal in anderen Publikationen erschienen.
    Grüße, ZAG

  • Hallo,


    ich habe meine Ausgabe ( Podzun Pallas von 95 ) durchgesehen und finde auf Seite 88 das Quellenverzeichnis.
    Dort finden sich neben einschlägigen Büchern auch Croniken von Einheiten auch die Aussage " Aufzeichnungen, Unterlagen und Bilder aus dem Archiv des Verfassers ".
    Du könntest dich ja mal an den Verfasser " Alex Buchner " wenden !


    MfG Peter

  • Hallo,


    Quote

    Du könntest dich ja mal an den Verfasser " Alex Buchner " wenden !


    lebt er noch? Er war selbst Wehrmachtsangehöriger, im Gebirgsjägerregiment 98.


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen!


    Quote

    lebt er noch? Er war selbst Wehrmachtsangehöriger, im Gebirgsjägerregiment 98.


    Genau das wollte ich auch gerade fragen!
    Weiß da jemand genaueres?


    Ist vielleicht jemand im Besitz von "Fischer: Der deutsche Sanitätsdienst 1921-45" !
    Vielleicht ist in diesem oppulenten Werk etwas zu finden?


    Oder hat noch jemand eine gute Idee?


    Herzlichen Dank für eure Hilfe und Unterstützung!
    Ich weiß, es ist mal wieder die Nadel im Heuhaufen! Aber wer nicht "fragt", der nicht gewinnt!


    Beste Grüße,


    Marco

    SUCHE: 1./AA LSSAH, SS-Nachrichten-Abteilung 101, 20.Kriegsjunkerlehrgang Posen/Treskau, IR 354, 97. JD und AR 96

    Edited 2 times, last by nemesis23taurus ().

  • Tag allerseits,


    nur am Rande bemerkt: Zum Wehrdienst eingezogen Friseure landeten vielfach bei den Sanitätern.


    Gruß
    Bert

  • Hallo Bert,


    Quote

    nur am Rande bemerkt: Zum Wehrdienst eingezogen Friseure landeten vielfach bei den Sanitätern.


    genau wie mein Großonkel.


    Das mit Herrn Buchner versuche ich zu klären, interessiert mich auch.


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Grüß Dich Thilo,


    mein Onkel - ein Friseurmeister - war natürlich während des Krieges auch Sanitäter, wie viele seines Berufes. Mein Onkel hatte nach dem Krieg wahrscheinlich einen Wissensstand wie heutige Krankenpfleger. Noch dazu kam er aus dem Krieg mit einem mächtigen Sanitätskoffer zurück, gefüllt mit Verbandszeug und Medikamenten.....


    Gruß
    Bert

  • Ist vielleicht jemand im Besitz von "Fischer: Der deutsche Sanitätsdienst 1921-45" !
    Vielleicht ist in diesem oppulenten Werk etwas zu finden?


    Hi Marco,


    schreib' Christa / cmzander an und bitte sie, nachzuschauen.
    Vll. kommt sie ja auch hier in's Thema - ansonsten eben PN.


    Grüße, Kordula

  • Hallo,


    im Fischer wird der Herr Buchner in den (spärlichen) Personenregistern nicht erwähnt.


    Zusammenfassungen der Angaben zum Gebirgs-Jäger-Regiment 98:


    S. 743:
    Im November 1941 fielen in Ausübung ihres Dienstes der Regimentsarzt d. Geb.Jg.Rgt. 98 sowie 4 Hilfsärzte, weitere 4 Hilfsärzte verwundet.
    S. 4215
    Am 15.09.1939 wurde beim Geb.Jg.Rgt. 98 das Kloster in Holosko als Truppenverbandsplatz eingerichtet und ein weißes Haus
    in der Mulde ostwärts Punkt 324 als Verwundetensammelstelle.
    16.09. Volltreffer ins weiße Haus mit 70 Schwerverwundeten...
    S. 4216
    Verluste des Geb.Jg.Rgt. 98 im September 1939 (8 Offiziere u. 186 Mannschaften gefallen... etc. ohne Spezifizierung)
    S. 4453
    Zusammensetzung der 1. Volks-Gebirgsdivision im April 1945 mit Geb.Jg.Rgt. 98, 99, Geb.Art.Rgt. 79.....


    Weitere interessierende Angaben lassen sich diesbezüglich im Fischer nicht finden.


    Im Quellenverzeichnis wird auf 3 Bücher von H.Steets verwiesen:
    1. Gebirgsjäger bei Uman. Die Korpsschlacht des XXXXIX. Gebirgs-Armeekorps bei Podwyssokoje 1941; Heidelberg, Vowinkel 1955
    2. Gebirgsjäger in der Nogaischen Steppe. Vom Dnjepr bis zum asowschen Meer August bis Oktober 1941; Heidelberg, Vowinkel 1956
    3. Gebirgsjäger zwischen Dnjepr und Don. Vom Tschernigowka zum Mius; Heidelberg, Vowinkel 1957


    Ob und wie weit diese Bücher zum Thema beitragen, kann ich nicht beurteilen.


    Vielleicht noch eine Bemerkung zu den Friseuren, die bei der Wehrmacht bevorzugt den Sanitätsabteilungen zugeordnet wurden:
    Bader und Barbiere arbeiteten im Mittelalter in den Badehäusern und waren zuständig für Körperpflege, Haarpflege und Behandlung von "äußerlichen" Erkrankungen.
    Im Laufe der Zeit wurden von ihnen zahnärztliche, augenärztliche und chirurgische Tätigkeiten in zunehmendem Maße mehr oder weniger erfolgreich übernommen.
    In Berlin entwickelte sich weiterhin die Pépinère (später Medizinisch-chirurgisches Friedrich-Wilhelm-Institut), das die künftigen Militärärzte in
    Kriegschirurgie, Militärhygiene, Instruktion über militärärztliche Verhältnisse, Invalidisierung, Rekrutierung, Reiten etc. ausbildete.


    Gruß Christa


    Edith: ´ zu `

    Edited once, last by cmzander ().

  • Hallo Christa,


    ich glaube, man nahm Friseure bei der WH deshalb gerne zum Sanitätsdienst, weil es oft nötig war, Körperbehaarung zu entfernen. Außerdem gab es damals nur wenige Männerberufe, bei denen Körperkontakt stattfand. Und diesen nicht zu scheuen, ist eine Grundvoraussetzung pflegerischer Tätigkeiten.


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Tag allerseits,


    Der Beruf des Baders wurde in Deutschland bis in die 1950er Jahre ausgeübt und war gesetzlich geregelt. In ländlichen Gebieten und Kleinstädten waren die Berufe des Baders und des Friseurs in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts mitunter wohl "in einer Person" vereint. Und vielleicht auch deshalb griff der Sanitätsdienst der Wehrmacht auf Friseure zurück. Bei den damaligen
    Rasiertechniken gab es immer wieder Schnitte. Und Friseure verstanden es immer bestens, die Blutungen z.B. mit einem Alaunstift zum Stillstand zu bringen.....Das war schon eine gewisse
    Grundlage für einen Feldsanitäter. Noch dazu, wie von Thilo erwähnt, konnten Friseure Behaarungen entfernen und das war bei Verwundeten, die z.B. in Hauptverbandsplätzen ankamen, oftmals als erste Maßnahme erforderlich.


    Grüße
    Bert

  • Hallo,


    Quote

    Das mit Herrn Buchner versuche ich zu klären, interessiert mich auch.


    sein Verlag hat auch keinen Kontakt mehr zu ihm....


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo und danke für die Hilfe und Mühe!


    Ich suche also weiter die Nadel im Heuhaufen!


    Beste Grüße!


    Marco

    SUCHE: 1./AA LSSAH, SS-Nachrichten-Abteilung 101, 20.Kriegsjunkerlehrgang Posen/Treskau, IR 354, 97. JD und AR 96

  • sein Verlag hat auch keinen Kontakt mehr zu ihm....


    Hallo Thilo,


    wenn ich mich nicht vollständig vertue haben wir ein Exemplar dieses Buchs im Institut für unsere Bibliothek mal als Schenkung erhalten. Vorne liegt ein Schrfitverkehr mit dem Autor drin. So meine ich!? Muss nachsehen. Vllt hilft das weiter.


    Grüße


    OB

  • Hallo miteinander,


    besteht hier noch Interesse an einer Kotaktaufnahme mit möglichen Nachfahren? Habe verschiedene Adressen. Herr Buchner stellte in einem Brief klar, in welcher Einheit er selbst war. Gebirgsjäger stimmt. Er besaß eine fotographische Sammlung mit mehreren 10.000 Fotos zum WK 2. Meiner Kenntnis nach ist Herr Buchner im Jahr 2000 verstorben.


    Grüße


    OB

  • Hallo OB!
    An einer Kontaktaufnahme wäre ich wirklich sehr interessiert!
    Ich danke herzlich für die Hilfe!
    Beste Grüße!
    Marco

    SUCHE: 1./AA LSSAH, SS-Nachrichten-Abteilung 101, 20.Kriegsjunkerlehrgang Posen/Treskau, IR 354, 97. JD und AR 96

  • Hallo,


    Quote


    Meiner Kenntnis nach ist Herr Buchner im Jahr 2000 verstorben.

    unter seiner letzten Adresse steht er noch im Telefonbuch und die Nummer ist zumindest noch zu erreichen.


    geb. 28.07.1920 in Starnberg, Vater Vermessungsbeamter

    Abitur, freiwilliger Eintritt in die WH, Dienstgrad 1939 Schütze, 1945 Oberleutnant und Kompanieführer, zwei Monate in amerikanischer Kgf. bis 25.07.45, letzter Dienstgrad Bundeswehr Major d.R.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941