Norddeutsche Maschinenfabrik - Werk Wittenberge

  • Hallo Ihr Spezialisten für Waffenproduktion!


    Aus einer Akte im Militärarchiv Freiburg habe ich durch Recherche technische Zeichnungen von einem Testgebäude in Wittenberge erhalten. Das Gebäude ist als Gebäude für Hoch- und Tiefbeschuß bezeichnet. Ist dies ein Typenbau?
    Hat einer hierzu Erkenntnisse?


    Mfg. Thomas

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    2019 - 600 Jahre Kleeste - Grüße aus dem Norden der Prignitz - Die Geschichte ist nicht schwarz und weiss - sondern hat Grautöne oder ist farbig!

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  • Hallo Thomas,


    Ist dies ein Typenbau?


    Anhand dieser Zeichnung würde ich davon ausgehen, dass ein bereits vorhandenes Gebäude nachträglich baulich so verändert wird, damit es einer neuen Technologie, in diesem Fall dem Beschuß, gerecht wird.
    Die dafür notwendigen Veränderugen/Umbauten wurden in der Regel farblich markiert. So wurden erforderliche Abrisse ( beispielsweise für Fenster, Türen,.... )
    rot eingezeichnet, während neu zu erstellende Gebäudeteile mit grüner oder blauer Farbe in den Zeichnungen zu erkennen waren.
    Leider ist die entsprechende Legende dieser Zeichnung nicht sichtbar.
    Zur funktionalen Gestaltung einer Beschußanlage kann ich nichts beitragen.


    MfG Ludwig

    Never let go!

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  • Hallo Thomas,


    ich denke, daß "Hoch- und Tiefbeschuß" eine Art Erprobungsanlage im Inneren bezeichnet. Zumindest ist der Innenraum ganz besonders gestaltet.


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo, hallo Ludwig!


    Danke Euch beiden für Eure Beiträge.
    Beim Studium der Akten stieß ich auf Informationen, warum dieser Prüfstand bebaut wurde. Nach der Komplettierung eines Maschinengewehres wurde es getestet. Und diese Test wurden bei Rheinmetall in Unterlüß gemacht. Anschließend sind die Waffen zur Nacharbeit oder zum Versand wieder nach Wittenberge transportiert worden. Um diesen Zeitaufwand zu minimieren wurde der Bau dieses Prüfstandes genehmigt und auch umgesetzt.
    Gibt es Akten und Bilder zu dem Prüfstand in Unterlüß?


    Beste Grüße aus der Prignitz und ein schönen 1. Advent!


    Thomas

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  • Hallo, ich habe hier nichts Besonderes zu bieten.

    Nur mal ein Bild wo die Norddeutsche Maschinenfabrik in Wittenberge teilweise zu sehen ist. Vielleicht hat ja jemand bessere Abbildungen!?

    Mein Großvater arbeitete dort als Wachführer..., ab hier wirds heikel...

    Viele Grüße von Armin


    Quelle: "Wittenberge Stadt am Elbufer" von Rainer Leverenz

  • Guten Morgen,

    Mir erschliesst sich die Funktion des MG-Prüfstandes nicht.

    Wenn ich die Zeichnung richtig deute, hat man in einem Winkel von rund 70° nach oben geschossen und die Geschosse nach 3-4m parabelförmig abgeleitet.

    Geht das überhaupt mit richtiger Munition? Da steckt doch richtig Energie drin…

    Oder hat man vielleicht niedrigbrisante Übungsmunition verwendet?

    An der Spitze der Parabel gibt es einen vermutlich widerstandsfähigen „Deckel“. Vorkehrungen an der Dachkonstruktion gegen Durchschüsse kann ich allerdings nicht erkennen.

    Im Erdgeschoss bzw. Untergeschoß sind zwei fahrbare Kästen eingezeichnet, die wohl die abgefeuerte Munition aufnehmen sollen.


    Grüße

    george

  • Hallo Georg,


    das funktioniert, die Geschosse treffen in stumpfen Winkel auf und gleiten an der Fläche entlang. wobei sie ihre Energie abbauen. Ein einfacher Geschossfang (Sand usw.) wäre schnell zerlegt bzw. so voll mit Geschossen, so das neu auftreffende Geschosse zu Querschlägern würden.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Guten Morgen Thilo,


    danke für die Funktionsbeschreibung aus erfahrener Hand. Ich selbst habe Gott sei Dank und leider (wegen der Technik)

    kaum Berührung mit Feuerwaffen gehabt, nur kurz einen Abstecher auf ein Schießgelände im Rahmen einer Bewerbung.


    Grüße

    george