17. Inf. Division , 1. Grenadier- Regiment 95

  • Hallo Mitglieder,


    ich bin auf diese Seite gestoßen, da
    ich meinen Onkel suche.


    Nach Durchsicht der Foren hoffe ich,
    dass Ihr mir helfen könnt.


    Aus der Post der WAST habe ich folgende
    Aussagen:


    Er wurde am 16.10. 1943 in das 1.
    Grenadier- Regiment versetzt.
    Dieses war der 17. Infanterie-Division
    unterstellt.
    Einsatzraum war Südrussland.
    Vorher war bei der Luftwaffe,
    Luftflotte 4, 14. Luftnachrichten-Regiment 4


    Ebenfalls am 16.10.1943 wurde ein
    Lazarettaufenthalt quittiert.


    Laut WAST=


    Sanitäts-Kompanie 1/17,
    Hauptverbandsplatz Kostheim


    Zugang: von der Truppe


    verstorben: 23:30 Uhr auf dem Transport
    zum Hauptverbandsplatz


    Grablage: Heldenfriedhof an der Kirche
    in Kostheim


    Über die Kriegsgräberfürsorge ist
    keine Grablage bekannt.


    Laut meiner Mutter soll das Grab in der
    Nähe von Melitopol sein.


    Könnt Ihr mir sagen, ob die Lage des
    Grabes dort sein kann?


    Da ich von dieser Situation aus, seine
    Zeit in der Wehrmacht kennenlernen möchte, freue ich mich über jede
    Unterstützung.


    Danke im voraus


    Elmar

  • Hallo Elmar,


    willkommen im Forum.


    Deiner Ausführung entnehme ich, dass der Ort "Kostheim" nicht bekannt ist, bzw. nicht gefunden wurde. Ich glaube, dass der Ort im beiliegenden Bild zutreffend ist, zumindest liegt er in der Rückzugsbewegung der 17. ID.


    Quote

    Im März 1943 kehrte die Division dann an die Ostfront zurück und kam an den Mius nördlich von Taganrog. Sie verblieb dort bis September 1943, als sich die Division den Rückzugsbewegungen bis nach Nikopol anschloß. Hier verblieb die Division bis April 1944.


    Es werden sich sicherlich noch andere Mitglieder mit weiteren Info´s hier melden.


    Gruß
    schlichi

  • Hallo Schlichi,
    danke für die schnelle Antwort.


    Weißt Du, ob dort schon nach Gefallenen gesucht wurde ?
    Wenn nein, gibt es Anspprechpartner in der Ukraine, vergleichbar mit der Kriegsgräberfürsorge.


    Mein Onkel ist am selben Tag in diese Einheit versetzt worden und dann gleich gefallen.
    Meine Mutter, damals 14 Jahre, sagte mir, Sie wisse nur, dass Ihr Bruder als vermisst gemeldet worden war, und erst später, 1947, erhielten Sie die Meldung dass er gefallen ist.


    Gruß
    Elmar

  • Hallo zusammen


    so sah es damals auf deutschen Karten aus. Einmal die Lage am 16.10.1943 und zum anderen die Ansicht aus einer deutschen
    Heereskarte(Y48 Saporosje)
    Mehr dazu liegt mir derzeit nicht vor.

    Files

    • 161043.jpg

      (495.17 kB, downloaded 47 times, last: )
    • kostheim.jpg

      (421.58 kB, downloaded 49 times, last: )
  • Hallo Uli,
    danke für das Kartenmaterial.


    Auf der Karte vom 16.10. finde ich keine Angabe des "1. Grenadier- Regiment 95", dafür aber im Raum südlich von Prischib die Bezeichnungen "15. Lw. F." und "5. Lw. F."
    Ich habe erlesen, dass damit Luftwaffen- Felddivisionen gemeint sind.
    Da mein Onkel bis zum 16.10. beim 14. Luftnachrichtenregiment 4 laut WASt gemeldet war, könnte das passen.


    Kann es sein, dass das 14. Luftnachrichtenregiment 4 in eine der beiden Lw- Felddivisionen eingegliedert wurde?
    Ich werde parallel auf der Luftwaffenseite einen thread eröffnen, um über seine Zeit bei der Lw mehr zu erfahren.


    Beste Grüße
    Elmar

  • Hallo Elmar,


    a) die Lagekarten zeigen im Normalfall (bei geschlossenem Einsatz der Divisionen) nur Divisions-Nummern.


    b) "1. Grenadier- Regiment 95" dürfte die "1./Grenadier-Regiment 95" sein, also die "1. Kompanie des Grenadier-Regiments 95".
    ("14./ Luftnachrichtenregiment 4" war dementsprechend die "14. Kompanie des Luftwaffennachrichtenregiments 4")


    c) Ich wollte sicherheitshalber nach dem genauen Todestag Deines Onkels fragen. An welchem Tag ist er um 23:30 Uhr verstorben?


    d) Um Übertragungsfehler auszuschließen könntest Du die WASt-Auskunft (mit geschwärzten Namen etc. der Sachbearbeiter) hier einstellen.


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Servus Uli, Servus Elmar,
    mit Interesse entdeckte ich das Thema 17. ID Sankp 1/17.
    Ich erstelle z.Zt. eine Dokumentation über die Kriegsteilnehmer aus meiner Ortschaft. Da hab ich auch einen Soldaten in der San Kp 1/17, der am 09.10.1943 in Leitershausen fiel und dort sein Feldgrab hatte. Er wurde Ende der 90 er Jahre auf die Kriegsgräberstätte Kirowograd umgebettet.
    Aber, ich suchte lange nach dem Ort Leitershausen mit der Maßgabe 70 km nördlich von Melitopol.
    Uli, die Karte von Dir hatte ich auch schon mal in den Fingern. Aber dort ist Leitershausen der Ort Peterhausen! Auf dem jetzt von mir angefügten Kartenausschnitt ist "Leytersgauzen" nördlich "Kostgeym" ersichtlich. Das g kommt aus der Überstzung ins Deutsche, da es dort ein h ist!
    Wie ist so eine unterschiedliche Ortsangabe auf den Karten erklärbar?


    Gruß aus dem Bayernland


    Hans

  • Hallo Hans



    Wie ist so eine unterschiedliche Ortsangabe auf den Karten erklärbar?


    ein mir nur zu bekanntes Problem. Jede Kartenstelle hat die Orte so geschrieben wie sie sie hörten. Bekanntich hört jeder manchmal etwas anderes.
    Hab schon Karten gesehen, wo ein und derselbe Ort verschiedene Namen hat. Hier greift die deutsche Gründlichkeit überhaupt nicht.


    Quote

    Da hab ich auch einen Soldaten in der San Kp 1/17, der am 09.10.1943 in Leitershausen fiel und dort sein Feldgrab hatte


    Gehörte er auch der 17. Inf.-Division an oder eine andere Einheit?

  • Hallo,


    anbei die Lageentwicklung nördlich Melitopol bei der 17. ID:
    16.10.43 (Ankunft des Onkels bei der 1./ GR 95 der 17. ID)
    24.10.43 (bis zu diesem Tag war die Front stabil)
    25.10.43 (Angriff)
    26.10.43 (Front hinter Kostheim zurückgenommen)


    Der Onkel starb gleich an "seinem ersten Tag".


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo Schlichi, UHolthusen, Bernhard_63, DokuWH,
    danke erstmal für Eure Unterstützung.


    Ich habe eine Internetseite gefunden, in der viele ehemalige deutsche Ortsnamen in der Ukraine beschrieben sind:


    http://chort.square7.ch/Pis/Leibb.pdf


    Bernhard_63:
    Im Anhang die Mitteilung der WASt. Ich hoffe, dass hilft uns weiter.


    Gruß
    Elmar

  • Vielen Dank für das gute Kartenmaterial.

    Zufälligerweise kommen meine versorbenen Ahnen aus dieser deutschen - katholischen Kolonie Leitershausen.

    Ich bin noch nicht sehr tief belesen, jedoch sind nahezu alle Großväter dort in Gefangenschaft genommen worden

    und womöglich verhungert. Einer überlebte und wurde von dort über zuletzt nach Verona / Ita. kommandiert.

    In 14. Polizei Panzerkompanie Verona.