Galizisches SS-Freiwilligen Regiment 5

  • Hallo Rolandus,


    hier ein Fragment zum Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 6.

    Ich weiss nicht, ob du es schon entdeckt hast und bevor ich es wieder vergesse gleich mal abgetippt.


    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Fritz PAULIG

    27.03.1905 geboren in Berlin

    17.10.1941 – 15.07.1943 SS-Polizei-Regiment 8

    28.08.1943 – 31.10.1943 III./Gal.SS-Freiwilligen-Regiment 6 in Grajewo (Generalgouvernement)

    31.10.1943 – 20.01.1944 mit III./Gal.SS-Freiwilligen-Regiment 6 im Einsatz in Südfrankreich

    ab 21.01.1944 I./Polizei-Freiwilligen-Ersatz-Bataillon Italien, dann 1./SS-Polizei-Freiwilligen-Bataillon Italien

    ab 01.06.1944 Stab/SS- und Polizeiführer Oberitalien-West

    (Quelle: ersichtlich aus Vorschlagliste Nr. 4 für die Verleihung des KVK II. Klasse mit Schwertern des SSPF Oberitalien-West vom 01.12.1944)


    Noch ein gesundes neues Jahr & liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Dirk,


    vielen Dank für den Hinweis auf die SSO-Akte Ruröde, die wird nun bestellt;)



    Hallo Daniel,


    vielen Dank für die Angaben zu Owm. Paulig, nein, die hatte ich noch nicht entdeckt, die Zeitangaben passen aber sehr gut zu den bisher bekannten Angaben zu diesem Rgt.!!!!!



    Hier nun eine kurze "Zwischenstandmeldung"


    Nach wie vor wäre es interessant, Hinweise auf Personalakten von Polizisten mit einem „Versetzungsbefehl“ zur Waffen-SS (bzw. 14.SS-Division) mit Wirkung vom 26.7.1944 zu erhalten! Diese Personalverfügung des SS-Personalhauptamtes datiert vom 2.12.1944, war also eine "rückwirkende" Verfügung!!!

    Einträge in Polizei-Dienstpässen, Soldbüchern oder anderen Dokumenten, die die Galizischen SS-Freiw.-Rgt. betreffen, werden immer noch gesucht!.


    Für die aktuellen Nachforschungen suche ich nach wie vor die NARA-Rollen

    T314 R523 und 525 (und evtl. weitere) XIII.A.K.

    die den Zeitraum Februar bis Mai 1944 abdecken und in denen das Gal.SS-Freiw.Rgt. 4 erwähnt sein dürfte?!


    Meldungen/Berichte des KdO Lemberg aus dem Zeitraum Februar bis Mai 1944 wären ebenfalls immer noch sehr interessant!



    Zu Siegfried Binz konnte herausgefunden werden, dass dieser im August zum Kdr. des SS-Gren.Ausb,.u.Ers.Rgt. 14 ernannt wurde... laut eigenen Aussagen nach dem Krieg wurde er dann im Herbst des Jahres 1944 nach München-Gladbach versetzt, wo er aber keine Verwendung gefunden haben will. Ein Einsatz im Rahmen des XII. SS-AK erwähnt er nicht... Trotzdem wurde er anscheinend im Dez. 1944/Jan. 1945 von einem eigenen Panzer über den Haufen gefahren, so dass er einige Zeit in Lazaretten verbringen musste. Die Verwundungen scheinen aber nicht schwer gewesen zu sein, da er bereits im Jan./Feb. 1945 den Befehl zur Versetzung nach Italien bekam...


    Also ist die Verwendung im Zeitraum Herbst 1944 bis etwa Januar 1945 nach wie vor ungeklärt...


    Da Berichte von damaligen Angehörigen des Gal.SS-Freiw.Rgt. 4 nicht vorliegen, ist es nach wie vor sehr schwer, herauszufinden, wer überhaupt an Offizieren in diesem Regiment eingesetzt waren.


    Der oben von mir genannte Mitzscherling war ein Offizier des Heeres, war zwar auch in Tarnopol eingesetzt, hatte aber mit dem Gal.SS-Freiw.Rgt. 4 nichts zu tun. Da hatte sich damals auch ein Wolfgang Vopersal geirrt, der ihn als Führer eines Bataillons im Rgt. nennt...


    Sollten also noch Informationen und Angaben auftauchen, bitte melden!


    Herzliche Grüße Roland



    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Rolandus,


    ist sowas für dich von Bedeutung? Wenn ja, gib bitte kurz Bescheid.


    27.07.1943

    Der zur Erfassungsdienststelle Stuttgart gehörende

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Josef DEUFEL, geb. 13.12.1908,

    wurde vom II./Polizei-Ausbildungs-Regiment „Oranienburg“ in Bergzabern zum II./Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 4 in Saaralben mit Wirkung vom 27.07.1943 weiter abgeordnet.


    28.07.1943

    Der Revier-Oberwachtmeister d.SchP. Heinrich HAGMANN wurde am 28.07.1943 vom III./SS-Polizei-Rgiement 5 als SS-Oberscharführer zum II./Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 4 (5. Kompanie) weiter abgeordnet.


    31.07.1943

    Der RFSSuChdDtPol. hatte mit Fernschreiben-Erlass vom 31.07.1943

    Oberstleutnant d.SchP. Heinrich HUBER, Planstelle PV Berlin, abgeordnet zur PV Stuttgart,

    als Regiments-Kommanduer zum Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 7 abgeordnet.

    HUBER hatte sich daraufhin am 05.08.1943 im Lager der Ordnungspolizei Fichtenwalde bei Gumbinnen zu melden.


    02.08.1943

    Betreff: Nachrichten-Männer für Nachrichten-Kompanie bei den Galizischen SS-Freiwilligen-Regimentern.

    Bezug: Runderlass WIM vom 02.08.1943, Betr. Einsatz von Kräften der Schutzpolizei des Reiches.

    Als Ersatz für den Meister d.SchP. KURZ ordne ich den Revier-Oberwachtmeister d.SchP. Alfred HAUG zur Polizei-Schule für Nachrichtenwesen in Eilenburg mit Wirkung zum 02.09.1943 ab.


    17.08.1943

    Gemäß Erlass des RFSS vom 17.08.1943 wurde im Dienstinteresse und unter Aufhebung der bisherigen Abordnung zum Polizei-Ausbildungs-Regiment „Oranienburg“ ab sofort

    Oberleutnant d.SchP.d.Res. Fritz LANG zum Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 4 abgeordnet.


    21.08.1943

    Der Chef der Ordnungspolizei hatte per Fernschreiben vom 21.08.1943 den

    Hauptmann d.SchP. Wilhelm HEIßING, 1./Wachbatl. I, für das in Heidenheim aufzustellende Galizische SS-Freiwilligen-Ersatz-Bataillon –Stabskompanie– abgeordnet.

    Eintreffen bis 25.08.1943 in der Polizei-Schule Heidenheim.


    21.08.1943

    Laut Schreiben des II./Polizei-Ausbildungs-Regiment „Oranienburg“ –Unterführerlehrgang Saaralben– vom 21.08.1943 wurde der nach dort abgeordnete Zugwachtmeister d.SchP. Hermann NEUER mit Wirkung vom 27.07.1943 zum II./Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 4 in Saaralben weiter abgeordnet.


    Laut Schreiben des II./Polizei-Ausbildungs-Regiment „Oranienburg“ –Unterführerlehrgang Saaralben–wurden nachstehend aufgeführte Polizei-Reservisten der Erfassungsstelle Stuttgart mit Wirkung vom 27.07.1943 von dieser Einheit zum II./Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 4 in Saaralben weiter abgeordnet:

    Wachtmeister d.SchP.d.Res. Karl FRITZ, geb. 19.06.1903

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Paul PFITZENMAIER, geb. 23.03.1902

    Zugwachtmeister d.SchP.d.Res. Richard WOLF, geb. 20.12.1905


    21.09.1943

    Laut Schreiben der Polizei-Waffenschule I wurde gemäß Erlass des Chefs der Ordnungspolizei vom 20.08.1943 der zur Ersatzeinheit abgeordnete überz. Wachtmeister d.SchP. Adolf BRUNNHUBER, 2./Pol.-Wachbatl. V, am 21.09.1943 zum Galizischen SS-Freiwilligen-Ersatz-Bataillon Heidenheim weiter angeordnet.


    21.09.1943

    Gemäß Schnellbrief RFSS vom 21.09.1943 wurden mit Wirkung vom 12.10.1943

    Hauptwachtmeister d.SchP. Anton GINDELE als Futtermeister zum Galizischen SS-Freiwilligen-Ersatz-Bataillon nach Heidenheim und

    Hauptwachtmeister d.SchP. Adolf WURST als Futtermeister zum Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 4 nach Zabern abgeordnet.


    28.09.1943

    Laut Schreiben des III./Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 5 vom 28.09.1943 wurde der

    Zugwachtmeister d.SchP. Wilhelm HILZ unter Aufhebung seiner Abordnung zu vorstehender Einheit mit Wirkung vom 12.09.1943 zum Polizei-Ausbildungs-Bataillon Litauen, Umsiedlungslager Köslin, weiter abgeordnet.


    ... Fortsetzung möglich


    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Daniel,



    vielen Dank für diese Angaben!!!!:thumbsup:


    Du weist doch, bei "unseren" Einheiten zählt jeder Hinweis, auch der noch so kleinste!!!!! 8)


    Wo hast Du nur die Sachen gefunden??? Gibt es einen Bestand "Polizei-Ausbildungs-Regiment Oranienburg", wo es evtl. auch Angaben zur Versetzung von Offizieren zu diesem/-en Regiment/-ern gibt??



    Herzliche Grüße Dein Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Rolandus,


    ok, weiter gehts.

    Nein, leider nicht Oranienburg. Die Fundsachen stammen aus den Tagesbefehlen des Kommando der Schutzpolizei Stuttgart.


    22.10.1943

    Der von der Erfassungs-Dienststelle Stuttgart zur Polizei-Sanitäts-Ersatz-Abteilung Berlin abgeordnete

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Wilhelm ALLINGER, geb. 19.04.1903,

    wurde von dieser Einheit mit Wirkung vom 22.10.1943 zum I./Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 7 in Salies de Bearn weiter abgeordnet.


    01.11.1943

    Nachstehende von der Erfassungsdienststelle Stuttgart zum II./Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 4 in Saaralben abgeordneten Polizei-Reservisten wurden von dieser Einheit mit Wirkung vom 01.11.1943 befördert:

    Wachtmeister d.SchP.d.Res. Karl FRITZ, geb. 19.06.1903, zum Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. (SS-Unterscharführer)

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Paul PFITZENMAIER, geb. 23.03.1902, zum Zugwachtmeister d.SchP.d.Res. (SS-Oberscharführer)


    02.11.1943

    Der RFSS hat mit Fernschreiben-Erlass vom 02.11.1943 den

    Hauptmann d.SchP. Wilhelm HEIßING unter Aufhebung seiner Abordnung zum Galizischen SS-Freiwilligen-Ersatz-Bataillon Heidenheim bis auf weiteres zur Verwendung als Adjutant beim HSSPF Nordwest, SS-Obergruppenführer und Generalmajor d.Pol. RAUTER, nach Den Haag abgeordnet.


    06.11.1943

    Laut Schreiben des Galizischen SS-Freiwilligen-Ersatz-Bataillon Heidenheim vom 06.11.1943 wurde

    Revier-Oberwachtmeister d.SchP. Friedrich HOFF am 04.11.1943 zum Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 4 in Zabern abgeordnet.


    09.11.1943

    Anwärter d.SchP.d.Res. Josef MARQUART, geb. 09.06.1907, Erfassungsdienststelle Stuttgart, abgeordnet zur 2./Galizisches SS-Freiwilligen-Regiment 5 wurde von dieser Einheit mit Wirkung vom 09.11.1943 zum Unterwachtmeister d.SchP.d.Res. befördert.


    09.11.1943

    Der Kommandeur des Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 5 hat am 09.11.1943 den Zugwachtmeister d.SchP. Georg BAUHOFER zum Kompanie-Hauptwachtmeister d.SchP. befördert.


    10.11.1943

    Laut Schreiben der Polizei-Waffenschule I Dresden-Hellerau vom 10.11.1943 wurde am 22.11.1943 der Unterführer

    Wachtmeister d.SchP. Hans SCHMIDT zum Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 5 Adlershorst abgeordnet.


    24.11.1943

    Laut Schreiben des II./SS-Polizei-Regiment 19 vom 24.11.1943 wurde der zu dieser Einheit abgeordnete

    Hauptwachtmeister d.SchP. Richard PHILIPP

    am 06.10.1943 zum Galizischen SS-Freiwilligen-Regiment 6 in Fichtenwalde bei Gumbinnen weiter abgeordnet.


    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Daniel,



    erneut vielen Dank für Deine Mühen!!


    Egal ob "Oranienburg" oder "Stuttgart"... Hauptsache, es sind Angaben vorhanden und man kann mit ihren arbeiten!!:thumbsup:


    Herzliche Grüße Dein dankbarer Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Roland,


    ich habe mich aus beruflichen Gründen die letzten Monate nicht weiter mit der Sache beschäftigt, hätte aber einen Hinweis. Schau doch auch mal im Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt nach.


    Bei meinen Recherchen zu den "Wiesbadenern" habe ich den Hinweis bekommen, dass die Polizeiakten in Frankfurt im Stadtarchiv gelandet sind. Dort wurde mir bestätigt, dass ausser der von mir gesuchten Akte noch zahlreiche weitere Vorhanden sind. Ein Teil der Wiesbadener ist ja über Norwegen ins 5. galizische Freiwilligenregiment versetzt worden. Dort wird es möglicherweise noch mehr Akten dazu geben.


    Gruß

    Kai

  • Hallo Kai,



    vielen Dank für den Hinweis auf Frankfurt!!!:thumbsup:


    Im Gegensatz zum Rgt. 4 ist für das Gal.SS-Freiw.Rgt. 5 relativ viel bekannt, auch zur Stellenbesetzung, sollten aber noch Details benötigt werden, könnte man also dort mal "nachfragen"!!


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo zusammen,


    hier wieder ein paar Personalangaben zum Gal.-Freiw.-Rgt. 4.


    Fernschreiben von der Vermittlungsstelle "Paula" vom 26.4.1944


    Betr.: Ersatzgestellung für Gal.-Freiw.-Rgt. 4


    1.) Zum Pol.-Freiw.-Rgt.4 abgeordnet:


    Hauptmann d. .SchP. Goedde, Ferdinand, PV Hanau

    Hauptmann d. SchP. List, Kurt, PV Berlin


    unter Aufhebung der Abordnung zur Polizei-Waffenschule III


    Oberltn. d.SchP. Suda, Friedrich, PV Wuppertal,

    die Leutnante d.SchP

    .Koehler, Konrad, PV Frankfurt/M.

    Schmidt, Erich, PV Kassel

    Schmitten, Karl, PV Frankfurt/M.

    Leser, Johannes, PV Metz


    Offiziere unverzüglich in Marsch setzen, Meldung beim BdO in Krakau.


    2.) Hauptmann d.SchP. Wagner, Johann, PV Berlin, zur Waffenschule III abgeordnet. Dienstantritt unverzüglich.


    Zusatz für BdO Krakau:

    Auf FS Nr. 565 vom 12.4.44 des Gal.-Freiw.-Rgt. 4.


    RFSSuCHdDtPol

    O - p 2 a (2) 56 Nr. 113/44

    i.a. Heinz



    Herzlichen Gruß

    Dieter

  • Hallo Dieter,



    vielen herzlichen Dank für diesen Befehl!!!!:thumbsup:


    Damit konnten wir für das Gal.SS-Freiw.Rgt. 4 nun klären, ab wann einige der Offiziere beim Rgt. waren, die später bei der 14.SS-Division "gelandet" sind!


    Es wäre sehr nett, wenn ich von diesem Befehl einen Scan bekommen könnte!!! Wo hast Du ihn gefunden? Und vor allem: gibt es noch mehr in Deinem "Schatzkästlein"... ;)


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo zusammen,


    hier ein interessantes Dokument vom 6. Juli 1944 zur Auflösung des Gal.SS- Freiwi.-Rgt. 5 und der anschließenden Verwendung der Offiziere.


    Der Chef der Ordnungspolizei

    KdO. II P 2a (2) 56a Nr. 205/44


    Schnellbrief


    1.) das Gal.SS-Freiw.-Rgt. 5 ist aufgelöst. Die Offiziere des aufgelösten SS-Freiw.-Rgt. 5 sind wie folgt abgeordnet worden:


    a) zum SS-Pol.-Rgt. 25:


    Oblt.d.SchP. Hasper, Hans Frankfurt/M. III. Batl.

    Oblt.d.SchP. Jung, Georg, Frankfurt/M. III. Batl.

    Lt.d.SchP. Bethge, Fritz Berlin, Regts.Pi.Zug


    b) zum Schuma (Kos.) Batl. 111:


    RevHptm.d.SchP. Winkelmaier, Adam, Aschaffenburg

    Lt.d.SchP. Eltges, Reinhold, Reichenberg

    Lt.d.SchP.d.Res. Cornelsen, Harry, Lübeck

    Obltn.d.SchP.d.Res. Schramm, Herbert, Chemnitz


    c) zum Schuma (Kos.) Batl. 207:

    Hptm.d.SchP. Knobeloch, Wilhelm, Wiesbaden

    Hptm.d.SchP. Wagner Pol.-Schule Jena

    Löffler "

    Othmar "

    Oblt.d.SchP.d.Res. Bruhn, Karl, Berlin

    Lt.d.SchP. Witt, Erwin, Mannheim



    d) zum Schuma (Kos.) Batl 208:

    Hptm.d.SchP. Flieger, Herbert, Berlin

    Oblt.d.SchP. Becker, Helmut, Duisburg

    Lt.d.SchP. Krall, Günther, Stettin



    e) zum Schuma (Kos.) Batl. 209:

    Hptm.d.SchP. Mollin, Helmut, Breslau

    Hptm.d.SchP. Schobert, Wilhelm, Wuppertal

    Lt.d.SchP.d.Res. Hallmann, Friedrich, Magdeburg

    Lt.d.SchP.d.Res. Bedow, Kurt, Magdeburg



    f) zum Schuma (Kos.) Batl. 210:

    Hptm.d.SchP. Koppf, Helmut Metz

    Lt.d.SchP.d.Res. Hackenberg, Werner, Frankfurt/O.

    Lt.d.SchP.d.Res. Henning, Werner, Jena



    g) zum Schuma (Kos.) Batl. 211:

    Hptm.d.SchP. Krause, Erich, Düsseldorf

    Obltn.d.SchP.d.Res. Jäckel, Gerhard, Dresden

    Lt.d.SchP.d.Res. Möller, Erich Wuppertal

    Lt.d.SchP.d.Res. Maage, Heinrich, Hannover



    h) zum Schuma Ers. (Kos.) Batl. 212:

    Hptm.d.SchP. Merk, Kurt, Straßburg

    Lt.d.SchP. Strohfeld, Erich Hannover

    Lt.d.SchP.d.Res. Reichel, Hans, Frankfurt/M.



    i) zum KdO, Lemberg, (Gesch.-Battr.):

    Hptm.d.SchP. Endlich, August, Düsseldorf



    j) zur Pol.-Schule f.R./F. Kobierzyn:

    Hptm.d.Sch. Feilhauer, Gerhard, Frankfurt/M.



    Im Auftrage

    Hühne




    Weitere Angaben zu den Offizieren, insbesondere zu Hauptmann d. SchP. Knobeloch, Wilhelm, Wiesbaden, sind erwünscht.


    Viele Grüße

    Dieter

  • Hallo Dieter,



    auch hierfür vielen Dank!! 8)


    Bitte mach weiter so, diese Angaben sind hochinteressant.... :thumbsup:


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Dieter,

    Betr. Wilhelm Knobeloch:

    Geb. 10.9.1912. Ab 1.5.35 Dienst i.d. 5./SS2 (SS-Germania); 1.11.35-1.4.36 Führeranwärterlehrgang beim II./SS-Germania.

    1.4.36 - 31.1.37 als Lehrgangsteilnehmer abkommandiert zur SS-Führerschule Braunschweig. Anschliessend 1.2.37 - 1.4.37 Zugführerlehrgang. 20.4.37 zu SS-Ustuf. befördert und m.W.v. 1.5.1937 versetzt zur Ordnungspolizei.

    Beste Grüsse,

    Marten

  • Hallo,


    weiter gehts.


    20.11.1943

    Galizische SS-Freiwilligen-Regimenter:

    Der Chef der Ordnungspolizei hat in den „Besonderen Anordnungen für die Versorgung Nr. 54“ vom 20.11.1943 bekanntgegeben:

    „Die Galizischen SS-Freiwilligen-Regimenter sind Einheiten der ORDNUNGSPOLIZEI. Die Dienstbezüge für die zu diesen Regimentern abgestellten Offiziere, Unterführer und Männer sind somit weiter von den Dienststellen der Ordnungspolizei zu zahlen.“


    Anmerkung des Verfassers: Anscheinend gab es Probleme und den Dienststellen war die Zuständigkeit für die Galizischen SS-Freiwilligen-Regimenter nicht eindeutig klar.


    12.02.1944

    Aufhebung einer Abordnung

    Gemäß Erlass Chef OP vom 12.02.1944 wurde die Abordnung des Wachtmeisters d.SchP.d.Res. Adolf HAHN zum Galizischen SS-Freiwilligen-Ersatz-Bataillon Heidenheim wegen Auflösung dieser Einheit mit Wirkung vom 20.03.1944 aufgehoben.


    10.03.1944

    Abordnung eines Sanitäts-Reserve-Offiziers:

    Gemäß Runderlass des RFSS vom 10.03.1944 wurde Stabsarzt d.Pol.d.Res. Dr. Werner BICKER, PV Düsseldorf, bisher Galizisches SS-Freiwilligen-Regiment 5 –Zahnstation 195–, zur PV Stuttgart unter gleichzeitiger Verwendung bei der Polizei-Zahnklinik (Station 107) abgeordnet. Dienstantritt: 02.05.1944


    Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Marten,


    vielen Dank für die Angaben zum späteren Polizei-Offizier Knobloch



    Hallo Daniel,


    vielen Dank, werde ich in meine Unterlagen übernehmen!!! Die Polizei-Offiziere in den Gal.SS-Freiw.Rgt. (Pol.) führten SS-Dienstgrade und trugen während ihrer Verwendung in diesen Regimentern die Uniform der Waffen-SS... schieden sie aus dieser Verwendung aus, musste die Uniform wieder gewechselt werden... anscheinend war man sich also nicht im Klaren, w e r nun für die Bezahlung zuständig ist, die Waffen-SS oder die Ordnungspolizei...



    Im Zusammenhang mit dem Gal.SS-Freiw.Rgt. (Pol.) 7 hier ein Bericht eines der Offiziere dieses Rgts., des Hauptmann d.Sch. Gustav Steinhauer (Vielen Dank Ignacio für diesen Hinweis!!!)

    Steinhauer war ab Mai 1942 Kompaniechef im Res.Pol.Btl. 134, dem späteren III./Pol.Rgt. 8



    Der SS-Hauptsturmführer Gustav Steinhauer, „Feldpost-Nr. 14 173, O.U., den 5.Januar 1944“ schrieb: „... In meinem Briefe vom 25.8.43 hatte ich kurz berichtet, dass unser Bataillon aus dem Osten herausgezogen und in Zabern aufgelöst wurde, ich dann nach kurzem Aufenthalt im Heimatstandort nach Gumbinnen in ein neu aufzustellendes Gal. SS-Freiw. Regiment in Marsch gesetzt wurde.

    Dort wurde das „Regiment“, welches vorläufig nur aus 10 Offizieren, Regiments- und Bataillons-Kommandeuren nebst Adjutanten und einigen Kompanie-Chefs bestand, nach Südfrankreich versetzt.



    Am 11.September setzte sich dieses „gesamte Regiment“ nach Bayonne in Marsch. Nach weiteren 3 Wochen waren uns weitere Offiziere zugeteilt worden, sodass das Offizierskorps vollzählig war; ebenso auch Unterführer, welche für die Ausbildung der Gal. Freiwilligen vorgesehen waren.

    Wir sollten zuerst direkt an der französisch-spanischen Grenze untergebracht werden, in einer herrlichen Umgebung inmitten des rassisch so rätselhaften Baskenvolkes. In jener Zeit hatten wir herrlich schöne Tage dort verlebt. Ich selbst war mit der Quartierauswahl beauftragt worden und hatte Gelegenheit gehabt, dieses wunderschöne Fleckchen Erde ziemlich gut kennen zu lernen. Das Herrliche, was ich immer wieder mit neuem Entzücken erlebte, war der Anblick der mächtigen schneebedeckten Pyrenäenkette mit ihren wundervollen Farbstimmungen, besonders in den Morgen- und Abendstunden, wenn das Licht der aufgehenden bezw. untergehenden Sonne die oft von Wolken und Nebeln verhüllten Gipfel golden umschimmerte. Gerade für mich als Binnenländer aus dem flachen Norddeutschland war das ein unvergessliches Erlebnis. Weiterhin kam noch hinzu, dass wir Biarritz, den herrlichen Badeort am Atlantischen Ozean, welcher nur 15 klm von Bayonne entfernt lag, in unserer freien Zeit aufsuchen und dort sogar baden konnten. Zu dem herrlichen Bild der Berge kam nun auch das Erlebnis der unendlichen Weiten des Atlantischen Ozean, über allem, gerade in dieser Zeit, im Oktober, die herrliche südliche Sonne. Wir konnten dort noch gut baden, und ich habe in den mächtigen Brandungswellen am Badestrand zum ersten Mal das bittere salzige Meerwasser geschmeckt. Es war im ersten Augenblick wirklich eine unangenehme Überraschung, aber auch daran hatte man sich bald gewöhnt. Das Schönste hierbei war jedoch der Sonnenuntergang. Für mich war dieses ein besonders reizvolles Erlebnis, da ich am nächsten Tage den vollkommensten Gegensatz zur Weite des Ozeans beim Anblick der gedrängten Masse der Pyrenäen empfand.

    Als weitere angenehme Zugabe war noch zu verzeichnen, dass es hier in Südfrankreich noch manches zu kaufen gab, was man seiner Familie schicken konnte.



    Ende Oktober wurde unser Regiment endgültig nach Salies de Bearn und Orthez, rund 60 km ostwärts Bayonne, verlegt. Das II. Bataillon, welchem ich angehörte, kam nach Orthez, während die anderen Formationen des Regiments in den ersteren Ort gelegt wurden.

    Orthez selbst ist eine typische südfranzösische Kleinstadt mit rund 15000 Einwohnern, überwiegend de Gaulle-Anhänger, welche uns nicht gerade freundlich gesinnt waren. Es ist eine mittelalterlich kleine Stadt, welche sogar noch Häuser aus dem 15. Jahrhundert besitzt und beherrscht wird von einer mächtigen Ruine, die einem Königsschloss angehörte, das im Mittelalter von dem König Gustave VII. erbaut worden war, ausgerechnet von einem Namensvetter von mi; weiterhin war Orthez seinerzeit ein bedeutender Stützpunkt des Calvinismus gewesen.



    Nachdem wir in unseren Standorten alles für eine zukünftige Belegung vorbereitet hatte, bekam ich überraschenderweise den Auftrag, die Gal. Freiwilligen aus der Gegend von Kolomea, rund 200 klm südostwärts von Lemberg, abzuholen und fuhr Anfang Oktober als Transportführer mit mehreren Kameraden und Unterführern dorthin. Nach ungefähr 5 Tagen trafen wir dort ein und konnten nach weiteren 10 Tagen, nachdem ca. 900 Freiwillige erfasst worden waren, zu unserem Standort nach Südfrankreich zurückfahren.



    Das war ein Transport, an welchen ich noch lange zurückdenken werde und bestimm vor Aufregung und Sorge über diese Horde einige graue Haare bekommen habe. Man konnte von diesen frisch eingezogenen Männern ja überhaupt keine Disziplin erwarten und die Folge davon war, dass man bei jedem Halt den Güterzug mit den paart deutschen Unterführern wie ein Hirtenhund seine Herde umkreisen musste, um nur aufzupassen, dass keiner bei der Anfahrt zurückblieb. Eins vor allem war während der Fahrt eine reine Leidenschaft dieser Freiwilligen, das war das Wassertrinken. Bei jedem Halt stürzten sich sofort immer einige auf die nächstgelegene Wasserstelle und füllten sich die unmöglichsten Gefäße mit diesem, für sie so kostbaren Nass. Und regelmäßig konnten wir bei der Abfahrt irgendeinen hinterherstolpern sehen, der gerade noch im letzten Augenblick den Zug erreichte. Weiß der Himmel, wie es kam, ich hatte nicht mehr daran geglaubt, diese Brüder vollzählig zum Bestimmungsort zu bringen, aber zum Schluss waren sie doch alle da, und ich konnte einen Stoßseufzer der Erleichterung ausstoßen, als ich dieses günstige Ergebnis bei der Ankunft feststellte.



    Wir sind über Sambor, Tarnow, Krakau, Pardubitz und auch Prag gefahren. Leider haben wir es um 2 Uhr morgens durchfahren, sonst hätte ich diese Gelegenheit benützt, mich zu mindestens telefonisch bei Ihnen... zu melden. Die Fahrt ging dann weiter über Pilsen, Chalon s. M. (sur Marne), Paris, Orleans, Bordeaux, Dax nach Hendaye, den französischen Grenzort, in welchen unsere Männer entlaust wurden. Hendaye gegenüber liegt ja bekanntlich Irun, in dem die Schlusskämpfe zwischen Franco und den roten Truppen seinerzeit stattgefunden hatten. Sehr viel hatten wir als Begleitmannschaft während der Fahrt unter der Kälte zu leiden, da unser Personenwagen keinen passenden Heizanschluss für die Lokomotive hatte. Am übernächsten Tage nach der Ankunft in Hendaye, nach rund 11 Tagen Rückfahrt, kamen wir wieder in unseren Bestimmungsort an, und ich konnte, was ich gar nicht erwartet hatte, alle meine Schäflein vollzählig und wohlbehalten abgeben.



    Es kam später noch ein ähnlicher Transport, welcher uns allmählich auffüllte, und wir konnten endlich mit der Ausbildung beginnen.

    Es war inzwischen schon nach all diesen Vorgängen Ende November geworden, wir waren schon einige Wochen bei der Ausbildung, als uns jetzt wie ein Keulenschlag die Nachricht traf, dass wir aufgelöst würden und unsere Männer an schon bestehende Formationen zur Auffüllung und dortigen weiteren Ausbildung abzugeben hätten.

    Es war für uns alles andere als schön, aber Befehl ist Befehl und er muss befolgt werden.



    Erschwerend kam noch hinzu, dass wir gerade zwischen Weihnachten und Neujahr aus taktischen Erwägungen der vorgesetzten militärischen Stellen verlegt wurden und mit wenigen Kräften, da wir die Männer schon abgegeben hatten, den Umzug des Bataillons bezw. des Regiments in ziemlich kurzer Zeit durchführen mussten. Auch das hatte wieder für eine Weile gelangt. Denn es ist ja keine Kleinigkeit, Waffen, Ausrüstungen und Pferde, wir waren ja eine bespannte Einheit, von allen Kompanien bataillonsweise mit geringen ungeschulten Kräften durchzuführen. Aber wie immer hat zum Schluss doch alles geklappt und zur Zeit liegen wir in Tarbes bezw. Lourdes und harren der Dinge, die da kommen werden.

    Unsere SS-Uniform werden wir wohl bei unserem nächsten, zu erwartenden Einsatz wieder ausziehen und unsere alte, vertraute grüne Polizeiuniform wieder anziehen müssen.



    In dieser Berichtszeit konnte ich Gott sei Dank kurz vor Weihnachten einen 14 tägigen Urlaub nehmen, um meiner Familie, welche Schwierigkeiten bezüglich der Evakuierung bekommen hatte, zu helfen...

    Gez. Gustav Steinhauer SS-Hauptsturmführer

    ( Národní archive Inv.c. 1178 Sign. Sg. 109-4/932 Brief von Gustav Steinhauer an SS-Ogruf. Karl Frank, 3 Seiten

    http://www.badatelna.eu/fond/9…mId=338884&reproId=331514



    Herzliche Grüße Euer Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo zusammen,


    hier wieder einige Bausteine zu den Gal. SS-Freiw.-Regimentern 5 und 7 im Zusammenhang mit der Aufstellung des Pol.-Freiw.-Rgt. 2 "Kroatien".


    Schnellbrief vom 28.2.1944


    Aufstellung aus deutschem Rahmenpersonal und Freiwilligen aus den ehemaligen Eisenbahn-Sicherungs-Batl.


    Rgts.-Kdr. Oberstleutnant d.Sch. Huber, PV Berlin

    Rgts.-Adjudant Hauptmann d. Sch. Franke, Otto, PV Frankfurt/M.

    Rgts.-Ordonanzoffizier Ltn. d,Sch.d.Res. Seeling, Karl, PV Berlin


    .Sämtlich unter Aufhebung der Abordnung zum Gal.SS-Freiw.-Rgt. 7.


    II. Batl.

    Batl.-Führer Hauptmann Heß, Wilhelm, PV Münster


    unter Aufhebung der Abordnung zum II./Gal. SS.- Freiw.-Rgt. 7


    III. Batl.

    12. schw. Kompanie

    Oberleutnant d.Sch. Butenhoff, Erich, PV Breslau


    unter Aufhebung der Abordnung zum I./ Batl. SS-Freiw.-Rgt. 5


    Heimatstandorte des Pol.-Freiw.-Rgt. 2 "Kroatien"


    Rgts.-Stab und Rgts.-Einheiten PV Salzburg

    I. Batl. PV Kassel

    II. Batl. PV München

    III. Batl. PV Wien



    Herzlichen Grß


    Dieter







  • Hallo zusammen,


    hier eine Information zum Gal. SS-Freiw.-Rgt. 7


    Schnellbrief vom 12. August 1943 - Der Chef der Ordnungspolizei - KdO. I O (3) 1 Nr.484/43


    Betr.: I./SS-Pol. 8

    Bezug: Erlaß vom 6.8.1943 - KdO. I O (3) 1 Nr. 466/43 -



    1. ) In Abänderung des o.a. Erlasses wird das in Mährisch-Ostrau befindliche I./SS-Pol. 8 zunächst nicht aufgelöst.


    2. ) Aus dem Batl. ist das Pol.-Schützen-Rgt. 36 gem. Stärkenachweisung aufzufüllen. Die Abgabe der Unterführer und Männer an das Pol.-Schützen-Rgt. 26 regelt der Befehlshaber der Ordnungspolizei in Prag in eigener Zuständigkeit.


    Bewaffnung: ….


    Bekleidung: …..


    3. ) Die restlichen Kräfte des I./SS-Pol. 8, deren Zahl mir sofort zu melden ist, sind zu 2 Komp. zusammenzufassen und verbleiben mit dem Batl.-Stab in Mährisch-Ostrau zu meiner Verfügung.

    Diese sind später für das Gal. SS-Freiw.-Rgt 7 und für die Gal. SS-Freiw.-Ersatzeinheiten vorzusehen (Fettschrift durch Verfasser).


    - Seite 2 fehlt -



    Es grüßt Euch

    Dieter

  • Hallo zusammen,


    hier die Angaben, die sich aus der SSO-Akte des Polizeioffiziers Michael Wittmann ergeben:



    Michael Wittmann, geb. 24.8.1907 Volkersdorf, 175 cm, 7 Klassen Volksschule (Mutter verstarb in seinem 11.Lebensjahr), 4 Klassen Berufsfortbildungsschule, gelernter Zimmermannsgeselle,

    1.1.23 Angehöriger des Kampfbundes bis 1925,1925 bis 1926 in der Schweiz,

    11.11.26 Eintritt in die bayrische Landespolizei, nach einjähriger militärischer Ausbildung und Besuch

    Pol. Vorschule Eichstätt 6 Monate mit Erfolg,

    zu Landespolizei Nürnberg (2. Hu. Nürnberg) versetzt, nach kurzer Zeit als Ausbilder bei der Ausbildungsabteilung in Fürth tätig, zuletzt Oberwachtmeister, bis 1.6.33, 1931 – 1932 Besuch

    Pol. Hauptschule Fürstenfeldbruck 12 Monate mit Erfolg

    Pol. Standortkursus Nürnberg 12 Monate mit Erfolg

    24.8.30 Verlobung,

    1.6.33 Eintritt/Übertritt in die Schutzpolizei,

    1.7.33 Versetzung zur Pol. Verwaltung Augsburg als Oberwachtmeister d.Sch., 1938 Hauptwachtmeister,

    19.8.33 Heirat Elisabeth Richter, * 27.1.1912 Fürth/Bayern (Angeh. d. NSF, 1.8.31 Tochter, 30.4.35 Sohn, 31.7.37 Tochter, 20.2.41 Tochter)

    6.12.34 Austritt aus der ev. Kirche, ggl.,

    1.5.37 Eintritt in die NSDAP, Nr. 5 175 245,

    Mitarbeiter des Rassenpolitischen Amtes als Redner, Kreisschulungsbeauftragter d. NSV, Lehrgang an der Reisschule d. Rassenpolitischen Amtes in Berlin, Lehrgang des Deutschen Kameradschaftsbundes in Berlin Babelsberg, Lehrgang an der Gauschule d. NSV Ichenhausen,,

    1.9.39 Pol.Batl. 74, Pol.-Hwm., bis 15.9.40, „...Bei Ausbruch des Krieges wurde ich... als Kompanie-Feldwebel dem Pol.-Batl. 74 zugeteilt...

    15.9.40 PV Strassburg, Pol.-Hwm., bis 1.3.41,

    1.3.41 Pol. Offiziersschule Fürstenfeldbruck, Pol.-Hwm., bis 15.8.41, Besuch des 21. Offz. Anw. Lehrgangs, 15.8.41 vom Hwm. zum Oberleutnant d.Sch. befördert, gleichzeitig zum Obersturmführer der SS ernannt. Mit meiner Beförderung erfolgte meine Versetzung von der Pol. Verw. Augsburg zur Pol. Verw. Wuppertal. ...Revierführer

    15.8.41 Urkunde zur Ernennung des Hwm. d.Sch. zum aktiven Oberleutnant der Schutzpolizei, Aufnahme als SS-Obersturmführer, SS-Nr. 320 632, Führer im Bezirk 106 (Dienstlaufbahn, Personal-Akt. Nr. 2517)/beim Stab III./106.SS-Standarte.

    1.9.41 PV Wuppertal (bis mind. 20.6.43, Zeitpunkt der Personalangaben), Oblt. d.Sch., bis 15.9.42,

    16.9.42 Pol. Regt. 8, Oblt. d.Sch., bis 20.3.43, „... Am 16.9.42 wurde ich als Ord. Offz. dem Stab des Pol. Regt 8 zugeteilt und zum Bandeneinsatz nach Russland Mitte abgeordnet.

    Da im Dezember 42 der Stab des Pol. Regt 15 ausfiel, wurde unser Stab mit der Führung des Pol. Regt. 15 beauftragt und in den großen Donbogen zum Fronteinsatz verlegt. Nach Ausfall sämtlicher Truppenoffiziere übernahm ich ... ein Batl. in Komp. Stärke. So nahm ich als Komp. Führer vom Dez. 42 bis März 43 an den schweren Abwehrkämpfen im Donbogen teil. Im Verband der SS-Kampfgruppe „Fegelein“ wurde ich ... am 14.1.43 ... Charkow 30 Tage eingeschlossen. Da das Regt. 15 bei den schweren Abwehrkämpfen fast vollständig aufgerieben wurde, wurden die Reste zurückgezogen. Nach Auflösung des Regt. 15 wurde ich als Ausbildungsoffizier zum II. Pol. Ausb. Batl. in Bergzabern/Pfalz abgeordnet...“

    7.1.43 Schreiben des SS-Pers. HA Amt I/4 Az. 21e12 S/Go betreffend Dienstangleichung an den SS-OA Süd: „... Der SS-Hauptscharführer und Oberleutnant der Schutzpolizei Michael Wittmann, SS-Nr. 320 632, Bezirk 106, wurde in Angleichung an den Polizeidienstgrad mit Wirkung vom 15.August 1943 zum SS-Obersturmführer befördert. Es wird um Herreichung der zur Dienstgradangleichung erforderlichen Unterlagen gebeten...“

    15.3.43 Erneutes Schreiben des SS-Pers. HA Amt II/6 Az. 21e12 /Go betr. Dienstgradangleichung, Bezug: Diess. Schreiben vom 7.1.43 – Amt I/4 Az. 21e12 S/Go, an den SS-OA Süd: „... Das SS-Personalhauptamt bittet nochmals um umgehende Herreichung der zur Dienstgradangleichung erforderlichen Unterlagen für den SS-Obersturmführer und Oberleutnant der Schutzpolizei Michael Wittmann, SS-Nr. 320 632, Bezirk 106...“

    18.3.43 Schreiben des SS-OA Süd, Abt. Ii/My-St., München, betr. Dienstgradangleichung SS-Ostuf. Mic. Wittmann – 320 632 – Bez. 6, Bezug: RfSS-SS-PHA Amt II/6 Az. 21e12/Go v. 15.3.43 an das SS-Pers. HA: „... Der SS-Obersturmführer und Oberleutnant der Schutzpolizei Michael Wittmann, SS-Nr. 320 632 – Bz. 106 wurde wiederholt, zuletzt am 20.I.43 und 4.III.43 zur Einreichung der Unterlagen aufgefordert. Die Unterlagen werden sofort nach Eingang dort vorgelegt..“

    20.3.43 II./Pol.Ausb.Batl. Bergzabern, Oblt. d.Sch. (bis mind. 20.6.43, Datum der Personalangaben)

    9.6.43 Schreiben SS-Pers. HA Amt II/6 Az. 21e12 S/Go betr. Dienstgradangleichung, Bezug: Dortg. Schreiben vom 18.3.43 – Abt. II/My-st. an den SS-OA Süd: „... Das SS-Personalhauptamt bittet um umgehende Mitteilung, ob die angeforderten Personalunterlagen für den SS-Hauptscharführer und Oberleutnant der Schutzpolizei Michael Wittmann, SS-Nr. 320 632, Bezirk 106, inzwischen beschafft werden konnten. Gegebenenfalls wird um umgehende Herreichung derselben gebeten...

    12.6.43 Schreiben des SS-OA Süd, Abt. II/My, München, an das SS-Pers. HA... „Die Personalunterlagen konnten noch nicht beschafft werden. Sie werden sofort nach Eingang vorgelegt werden...“

    20.6.43 Lebenslauf und Personalangaben aus Bergzabern: zum EK II und zur Verleihung des Infanteriesturmabzeichens eingereicht,

    Heimatadresse Dietterlinstraße 11, Strassburg-Meinau/Elsass

    29.6.43 Schreiben des SS-OA Süd Abt. II/My-St, München, Dienstgradangleichung SS-Ostuf. Obltn. d.Sch. Pol. Michael Wittmann – 320 632 – Bz. 106, Bezug: RFSS – SS-PHA Amt II/6 Az. 21e12 s/Go v. 9.6.43, 15.3.43 u. 7.1.43: „... SS-O.A. Süd überreicht als Anlage – 1 – Personal-angaben, - 1 – handschriftlichen Lebenslauf, - 1 – Abschrift der Beförderungs-Urkunde, - 1 – Lichtbild für den o.g. Wittmann zur Dienstgrad-Angleichung...“

    8.7.43 Personalverfügung SS-Pers. HA an den SS-Hauptscharführer Michael Wittmann, SS-Nr. 320 632 – Bezirk 106) zur Beförderung zum SS-Obersturmführer m. W. v. 15.8.1941

    16.7.43 Meldung aus Augsburg betr. SS-Ostuf. Michael Wittmann, SS-Nr. 320 632, Stamm Süd Bez. 106, Oberlt. d.Schutzpol.: „... Oben Genannten wurde am 20.3.43 das Inf. Sturmabz. in Silber verliehen...“

    8.11.43 Schreiben des SS-Pers. HA Amt II/6 Az. 21e12 s/Go, Dienstgradangleichung, an den SS-OA Süd: „.... Die SS-Obersturmführer und Hauptleute der Schutzpolizei

    Bothner Max SS-Nr. 399 825, Bezirk 1 (B. war Kp.Fhr. im SS-Pol.Geb.Jg.Rgt. 18, der Verf.)

    Wittmann Michael SS-Nr. 320 632, Bezirk 106,

    wurden in Angleichung an den Polizeidienstgrad mit Wirkung vom 9.November 1943 zu SS-Hauptsturmführern befördert. Die Beförderungsurkunden werden nachgereicht...“

    9.11.43 Verfügung des SS-Pers. HA an den SS-Obersturmführer Michael Wittmann (SS-Nr. 320 632 – Bezirk 106) zur Beförderung zum SS-Hauptsturmführer m. W. v. 9.11.1943

    26.8.44 Aktennotiz des SS-Pers. HA I 2 a – K/Mü, Berlin,: „... Dem Ob. Ltn. d.SchP. Wittmann, Michael, 24.8.1907, wird m. W. v. 26.4.44 gem. Schrb. v. 29.4.44 Az. AuO I/8B/1213/44 Kl des Persönlichen Stab, Reichsführer-SS vom Reichsführer-SS das EK 2. Kl. verliehen...“

    14.10.44 Aktennotiz des SS-Pers. HA I 2 a – K/Mü, Berlin: „... Dem SS-Hstuf. Wittmann, Michael, 24.8.1907, wird m. W. v. 28.7.1944 gem. Schrb. v. 31.7.1944 Az.: AuO I/8B/2628/44 Lt. des Reichsführers-SS, Adjutantur, vom Reichsführer-SS das EK II. Kl. verliehen...“ (Doppelverleihung?)

    (Laut SS-Stammblatt, Rückseite Orden und Ehrenzeichen: Med. f. deutsche Volkspflege, EK II, EK I (44))

    Medaille für deutsche Volkspflege, (SS-Zivilabzeichen bis 20.6.1943 nicht erhalten) SA-Sportabzeichen Bronze, Julleuchter des RFSS,




    Was nicht genannt ist, dass Wittmann seit Sommer 1943 bis 1944 zum I. Bataillon Galizisches SS-Freiwilligen-Regiment 4 abgeordnet war...

    Aber anscheinend kam er nach Auflösung des Regiments nicht zur Waffen-SS bzw. zur 14.SS-Division...



    Hat jemand noch ergänzende Angaben zur Vita von Michael Wittmann, gerade für den Zeitraum 1943/44?



    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Roland,


    zur kleinen Vervollständigung habe ich noch:

    Wittmann, Michael, 24.08.1907,

    Oberl. d.Sch. m.W.v. 01.08.1941, RDA. 15.09.1941,

    Hptm. d.Sch. m.W.v. 01.11.1943, RDA. 09.11.1943.


    Beste Grüße

    Werner