A4/V2 im allgemeinen und Fragen nach V2-Varianten mit hoher Reichweite

  • Hallo Wirbelwind,


    danke für deinen Beitrag.


    Waren das auch 13 t ? Handelt es sich um 2 x 13 t Akten ? Oder war das ein- und derselbe "Aktenberg" ?


    Beste Grüße,
    Manfred

  • Zitat:
    "Waren das auch 13 t ? Handelt es sich um 2 x 13 t Akten ? Oder war das ein- und derselbe "Aktenberg" ?"


    Hallo Manfred,


    "bitte nicht zuu viiieeelll fragen... " :-)
    Wirbelwinds Antwort läßt es doch eindeutig erkennen. Und nebenbei hatte ich bei einer der vielen Fragen davor das auch schon einmal erwähnt. ( diese Sprengstoff-Lagerkammer war das einzige noch freie Lagerplätzchen in der Region, das als Versteck überhaupt noch in Frage kommen konnte. Wirklich geeignet war es eigentlich nicht.. Und die gut durchdachte Tarnaktion vor Ort war wirkungslos, weil darüber ein Fremdarbeiterlager war und von dort aus beobachtet wurde.... )


    Und in diesem Falle kann ich Dir wirklich nur empfehlen, Dir mal das Buch mit der Geschichte des Herrn Huzel in der Fernleihe zu besorgen und zu lesen - sehr interessant und aufschlußreich. Ein guter Spiegel der damaligen Zeit und Ereignisse im Harz. Für einen an der Historie der A 4 interessierten bestimmt eine gute Lektüre.


    Also, nichts für ungut - lies Dich hier ruhig mal selber ins Gesamtwerk ein. Es lohnt sich.
    ( Und bei dem A 4 ist es eigentlich eh am besten, die Schilderungen der direkt beteiligten Personen zu kennen. Das hilft auch ungemein ( in der Summe der Schilderungen ), die vielen Mythen und Sagen um diese neue Technik und das ganze drum herum besser zu erkennen und einschätzen zu können. )


    Mit freundlichen Grüßen
    MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Liebe Foristen,


    ich habe da mal eine unbedarfte Frage:
    handelt es sich bei der V2/A4 nicht eigentlich um eine Waffe des Heeres - eine Boden-Boden-Rakete als weitreichende Artillerie?


    Peenemünde war ja die HEERES-Versuchsanstalt.
    Nicht alles was durch die Luft fliegt gehört zur Luftwaffe.


    Und wenn es eine Waffe des Heeres ist - dann sollte dieses Thema auch im Themenbereich "Waffen des Heeres" stehen, oder ?


    Nix für ungut,
    beste Grüße, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."



  • Hallo Uwe,


    gut erkannt - das A 4 war eine Flüssigkeitsgetriebene Rakete des Heeres. (" Das Heer lernt fliegen" war eine zeitgenössische, despektierliche Anmerkung dazu.. ) .
    Und in der Tat gab es in Peenemünde die Heeresversuchsanstalt .


    Es gab aber auch eine Versuchsanstalt der Luftwaffe in Peenemünde.



    Zu Deiner Frage der passenden Rubrik dieses Beitrags:
    da er mittlerweile so vielschichtig geworden ist, ist es wohl eh nicht mehr so eindeutig.. Wenngleich Heer besser passen würde. Andererseits findet man ihn auch mit dem Suchbegriff A 4 später einmal wieder..


    Einen schönen Abend wünscht DIr
    aus der Schreibstube


    MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

    Edited once, last by MunaLisa ().

  • Hallo MunaLisa,


    danke für deine Nachricht.


    Manchmal bin ich ein wenig "in Fahrt" ;)


    Das mit dem Buch in der Fernleihe ist eine gute Idee.


    Danke und beste Grüße aus Bonn,
    Manfred

  • Nabend!


    Habe ich das richtig im Kopf:


    A4 (V2) -> Projekt des Heeres
    V1 -> Projekt der Luftwaffe


    Grüße


    Uli

    *** Suche alles zum 22. SS-Panzergrenadier-Regiment (10. SS-Panzerdivision "Frundsberg") und R.A.D. 2/214 Oedt. Wer hat Informationen zum Schützen-Regiment 69 (1941)? Wer hat Informationen zur Flugzeugführerschule Crailsheim (1943-45)? Danke! ***

  • Hallo Uli,


    100 Punkte ! Soweit alles richtig zugeordnet.


    Einen schönen Abend wünscht Dir
    MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • ][quote='MunaLisa','http://www.forum-der-wehrmacht.de/index.php/Thread/50466-A4-V2-im-allgemeinen-und-Fragen-nach-V2-Varianten-mit-hoher-Reichweite/?postID=563707#post563707']Guten Abend Jost-Dieter,
    auch Deine Ergänzungen fand ich sehr interessant. Vielen Dank dafür.
    Von dem Haus, in dem Wernher von Braun einquartiert war, habe ich nur eine Beschreibung des Gebäudes von einem damaligen Mitarbeiter . eine Adresse leider nicht.. ..somit würde ich mich freuen, von Deinem Bekannten dazu etwas in Erfahrung zu bringen. Danke im Voraus.
    --------------------------------------------
    Hallo Muna lisa, hallo Gebhard Aders, hallo Wirbelwind:
    Wernher von Braun wohnte seit Jahresende 1943 bis zu seiner Abreise nach Tirol um den 20. Februar 1945 in Ilfeld, heute 99768 Harztor, OT Ilfeld:
    -------------------------------------------
    1. Wohnung im stattlichen Fachwerkbau des Hotels Netzkater* bei Ilfeld
    *2011 abgerissen. An seiner Stelle steht heute ein Blockhaus gleichen Namens..
    Quelle: "Hotel Netzkater", Wikipedia:
    "1943 lief die Produktion der V2-Raketen im Mittelwerk bei Nordhausen an .
    Als gegen Jahresende 1943 die Produktion der V2-Raketen angelaufen war ,
    , kam auch einige Male Professor Wernher von Braun ins Netzkater Hotel und nahm dort sein Quartier.
    Kellner Bauersfeldt erzählt:
    Als Kellner im Hotel habe ich die Direktoren des Mittelwerkes des öfteren bedienen müssen.
    Alwin Sawatzki, geb . *6.10.1909 in Danzig (ein mieser Charakter) und Georg Johannes Dipl. Ing. Rickhey
    (Generaldirektor der Mittelwerk GmbH) waren immer dabei.
    Die Sitzungen fanden immer im Kleinen Saal statt, der etwa 10×8 Meter maß.
    In diesem Saal stand ein großer runder Tisch und bei den Tagungen saß immer ein
    SS-Posten in einer Ecke und ein Posten stand vor der Tür.
    Ich kann mich noch gut erinnern, dass Werner von Braun und Sawatzki nur mit Guten Morgen, niemals aber mit „Heil Hitler“
    gegrüßt haben.
    Als ich daraufhin auch einmal „Guten Morgen“ sagte, wurde ich von Sawatzkis Fahrer, einem Mann aus Lemgo, angefahren!
    Dieser Sawatzki trug ständig ein Ritterkreuz mit Ordensband.
    Seine Frau die mit ihm im Hotel wohnte, war sehr eifersüchtig. Sicher hatte sie einen Grund dazu.
    Ich wurde einmal Augenzeuge folgender Szene:
    Frau Sawatzki kam dazu, als ihr Mann seine Sekretärin küsste.
    Sie gab ihrem Mann eine kräftige Ohrfeige und bemerkte dann, dass ich alles gesehen hatte und meinte zu mir:
    „Sie haben doch nichts gesehen? Hier sind 10 Mark, trinken Sie einen.."
    (Quelle: Ilfeld 1940-1950, Beiträge zu einem Jahrzehnt Heimatgeschichte,
    Autor Manfred Bornemann, Hamburg 1984
    )
    .---------------------------


    2. Wohnung im Gästehaus "Schreiber", Ilfeld, Walther-Rathenau-Strasse .
    ..". Insassen verschiedener Außenlager von Buchenwald müssen unter grausamen Bedingungen Baracken für das
    Mittelwerk (Hauptproduktionsstätte im Kohnstein Niedersachswerfen für V- Waffen u.a.) auf der Schafwiese in Ilfeld errichten.
    Hohe Offiziere (auch Werner von Braun) haben für sich das Gästehaus „Schreiber“ beschlagnahmt. .."
    Quelle: Ilfelder Chronik 1943/1944.

    Das Gästehaus "Schreiber" steht in der Walther-Rathenau- trasse in Ilfeld .
    J.D.Rudloff sprach am 23. Februar 2018 mit der Enkelin der Inhaberin:
    Sie erinnerte sich.:
    " Wernher von Braun wohnte einige Wochen bei uns. Dann zog er in die Staatsbaracke um."
    Am Burgberg wurde eine besonders ausgestattete "Staatsbaracke" für von Braun und hohe Offiziere errichtet.
    Dort soll er bis zu seinem Verschwinden* gewohnt haben.
    * Um den 20. Februar 1945 lt Wirbelwind
    ------------------------------------------------------------------
    3. Die dritte Wohnung in der "Staatsbaracke", Strasse "Am Burgberg", Nummer unbekannt, in Ilfeld. ist abgerissen.
    Heute stehen dort Wohnhäuser.
    ----------------
    Dr. Manfred Schröter, Nordhausen, wies auf den Standort in der Nähe des Mittelwerkes Dora hin.
    ----------------------------------------
    Kann aus eigener Erfahrung die Gastronomie in Ilfeld und Nordhausen empfehlen.
    Spezialität : Sülze mit Remoulade und Bratkartoffeln.
    Vielen Dank für Eure zielführenden Informationen
    Jostdieter

  • Hallo Jost Dieter,


    recht herzlichen Dank für die Zusammenstellung und die Vor-Ort-Recherche über die Quartiere von W.v.Braun im Harz.
    Sehr interessant.


    Mit freundlichen Grüßen
    MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Jost-Dieter,


    kann MunaLisa nur beipflichten, interessante Recherche, die Du da zur Verfügung gestellt hast. 8) Allerdings habe ich nicht mitgeteilt, dass W. von Braun im Februar den Harz verlassen hat, sondern Herr Aders.Lt. dem Buch ,,Raketenspuren" soll er Anfang April 45 den Harz verlassen haben. Würde nach meiner Meinung auch besser zu den zeitlichen Abläufen passen, was seine Person betrifft.


    MfG Wirbelwind

  • Hallo wirbelwind, Du hast recht, ich habe fälschlich Dich statt Gebhard Aders zitiert:
    Gebhard Aders schrieb am 10. Feb. 2018 zur Gefangennahme Brauns folgendes,:


    Quote

    ..was ich von meinem Vater weiß, der im hohen Rang eines Gefreiten "Schreibstudenhengst" in Peenemünde war.
    Das dortige Personal wich nach Nordhausen aus. Um den 20. Februar '45 verließen mehrere Kfz-Kolonnen Nordhausen mit dem Ziel Unterjoch/Sonthofen/Pfronten/Reutte.
    (Am 23. Februar passierte die Kolonne, zu der mein Alter Herr gehörte, Pforzheim und entging knapp dem Bombardement).
    Um den 1. März herum hatte sich das Personal in dem zugewiesenen Auffangraum eingerichtet
    - die hohen Tiere, darunter Dornberger und v. Braun waren lt. Erinnerung meines Vaters in Reutte/Tirol untergebracht.

    .


    Scheint mir plausibel, warum soll v. Braun - lt. Autor "Raketenspuren" "bis Anfang April 1945 im Harz ausgeharrt haben" ?
    Glaube nicht, dass er noch im letzten Moment persönlich seine Pläne im Bergwerk bei Goslar versteckte.
    Die von SS- Kammler befohlene "Verteidigung des Mittelraums" kam mangels Verteidigern nicht mehr zustande.
    Ein ehemaliger Häftling erzählte in der DVD von Andreas Meissner "Nordhausen, Hitlers Raketenfabrik",
    dass 'Ende März 1945 die Fertigung im Kohnstein wegen Unterbrechung der Transportwege und Vorrücken der Alliierten mangels Teilen eingestellt wurde'.
    Am 10. April 1945 standen die Amis vor den Toren des Mittelwerkes Dora im Kohnstein.
    Die SS, die am 6. April 1945 noch die Oberstadt Nordhausens verteidigen wollte
    - ich weiss es, weil mein Vater Kampfkommandant von Nordhausen war-
    war am 10/11. April 1945 verduftet, als die Amis anrückten.
    --------------------------------
    Ihr werdet es nicht glauben, ein fanatischer HJ-Führer bildete uns Pimpfe - 10 bis 14 Jahre alt - am 5. und 6. April 1945 in der Befehlsstelle "Zichorienfabrik Nordhausen"
    noch an der Panzerfaust aus!
    Euer jostdieter

  • Hallo,
    natürlich scheint es erst einmal plausibler, dass von Braun schon eher sich in Richtung Amerikaner bewegt hat und damit den Kohnstein, den Harz früher als Anfang April 45 verlassen habn kann. Nur dem steht die Aussage des Aerodynamiker R. Wackernagel entgegen und zum anderen, wenn von Braun bereits früher ,,verduftete", wo war er dann von Februar bis er in Oberammergau eintrifft, bevor er wegen Gefahr eines Luftangriffs und damit Vernichtung von Spezialisten(so die Ausrede gegenüber der SS) sich gemeinsam mit Dornberger und ihren engsten Mitarbeitern ans Oberjoch begibt? Sein Bruder Magnus soll dann die Zusammenkunft mit den Amerikanern am 02.05.45 gemanagt haben. Um das besagte Geheimarchiv hat sich praktisch Brauns Assistent D. Huzel gekümmert auf Anweisung Brauns.


    MfG Wirbelwind

  • Hallo
    LKW Kolonnen fuhren da eher nachts oder bei schlechten Wetter, so konnten sie Jabos ausweichen.
    Von Nordhausen wurden 640 Tonnen am Material nach USA verschifft


    LG Gerhard

    Grüße Gerhard

    Edited once, last by GerhardJ65 ().

  • Hallo werte Mitforisten,


    hier auch nur wieder ein Detail zum Thema "Nordhausen und V-Waffen":


    http://marshallfoundation.org/…al-walter-bedell-smith-5/
    Es handelt sich um die Abschrift eines Schreibens von General George Marshall an Lt. General Walter Smith vom 4. Juni 1945 ("Top Secret").


    Es geht darum, daß anscheinend vor allem die Briten wünschten, daß alles in den Stollen von Nordhausen zerstört werden sollte.


    Dies sahen die Amerikaner allerdings anscheinend als etwas problematisch in Hinblick auf das zukünftige Auskommen mit den Sowjets an.


    Beste Grüße aus Bonn,
    Manfred

  • Lieber Muna Lisa,

    Quote

    Hallo Jost Dieter,
    recht herzlichen Dank für die Zusammenstellung und die Vor-Ort-Recherche über die Quartiere von W.v.Braun im Harz.
    Sehr interessant.
    Mit freundlichen Grüßen
    MunaLisa


    Hallo MunaLisa, eben rief mich die heutige Besitzerin des Gästehauses Schreiber in Ilfeld, einer der Herbergen Wernher von Brauns 1943 bis 1945:
    Sie möchte uns sagen, dass das letzte Wohnhaus in Ilfeld in der Strasse "Am Burgberg" nicht "Staatsbaracke", wie von mir falsch verstanden, sondern "Stabs-Baracke" genannt wurde.
    ------------------------------------------
    Heute abend um 20:15 im MDR ,Sendung "Lebensretter" berichtet der überlebende Dr. Manfred Schröter von dem Bombenhagel am 3. und 4. April 1945 auf unsere Heimatstadt Nordhausen,
    den er als Zehnjähriger überlebte.
    --------------------------------------------------------
    Hallo StierNRW,

    Quote

    Es handelt sich um die Abschrift eines Schreibens von General George Marshall an Lt. General Walter Smith vom 4. Juni 1945 ("Top Secret").
    Es geht darum, daß anscheinend vor allem die Briten wünschten, daß alles in den Stollen von Nordhausen zerstört werden sollte.


    Meines Wissens, die Quelle habe ich nicht zur Hand, wollte das Britische Bomber Command am 18. oder 19. April 1945 mit einer "Talsperrenbombe"
    den Eingangsstollen des Mittelwerkes (V-Waffenwerk )im Kohnstein bei Nordhausen zerstören.
    Ging nicht, weil die Amis bereits am 10. April 1945 staunend vor den V-Waffen im Mittelwerk standen.
    Bereits am nächsten Tag begannen sie mit dem Abtransport.
    Da waren die Tommies einfach zu spät..
    Gruss vom auch Nordhäuser Überlebenden Jostdieter.

  • Hallo Jostdieter,


    das ist ja sehr nett von der Dame. Einen Gruß an die Dame und vielen Dank.
    Wenn ich mal wieder im Harz Dampflok fahren gehe möchte ich das Gästehaus gerne einmal besuchen.


    Danke für den Hinweis auf die MDR-Sendung. Selber kenne ich Nordhausen nur seit nach der Wende.
    Dir wünsche ich beim Anschauen der Sendung das es Dich nicht zu sehr "aufwühlt"..


    Einen angenehmen Abend wünscht Dir
    MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo jostdieter,


    danke für deine Antwort.


    Mit einer Talsperrenbombe ? War die nicht dafür konstruiert, über Wasser zu "titschen" (wegen der Torpedonetze im Wasser der Talsperren) um dann an den Talsperrenmauern abzusinken ?


    Hätte so ein "Titschen" auch auf dem Land funktioniert ? Oder verstehe ich dich gerade falsch ?


    Danke und beste Grüße aus Bonn,
    Manfred

  • Hallo,


    Die Anlage hatte zwar eine Produktion von flüssigem Sauerstoff und Stickstoff aber da die Amerikaner bemüht waren die Anlage "Besenrein" zu übergeben wurde diese bereits demontiert und somit war die Anlage auf Lieferung von flüssigem Sauerstoff und Stickstoff aus Leese angewiesen.


    Dem ist leider nicht so was das Vorwerk Mitte im Oertelsbruch betrifft.


    Bis zum Eintreffen der Amerokaner am 13.4.1945 wurden 1945 120t/ pro Tag Sauerstoff produziert.
    Die Amerikaner veranlassten sogar die Weiterproduktion des Sauerstoffs und Tests der Triebwerke.
    Hier hatten die sowjetischen Triebwerksspezialisten Ing. Aleksej Isajew und Arwald Pallo am 15.07.1945 alles komplett vorgefunden.
    Selbst der Leiter der Teststätte Ing. Willi Schwarz und der Direktor der Sauerstoffwerkes Haase waren noch vor Ort.


    Hier war nix "besenrein", selbst im Bahnhof und auf Abstellgleisen standen noch komplett beladene Güterwagen.
    z.B. 15 Güterwagen mit Triebwerken von Peenemünde verschickt.
    Flachwagen mit Startausrüstung und Anhängern für Raketentransport un - aufstellung (Meilerwagen), Kesselwagen für Transport und betanken von flüssigen Sauertstoff etc.


    Quelle Thüringisch-Fränkischer Schieferbergbau Bd 2 von S. Scheidig, F. Bartels, F. Schein, Verlag Bartel

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo Manfred, Du hast recht, die Bezeichnung "Talsperrenbombe" war falsch.. gemeint war eine schwere Bombe zum Bunkerknacken..
    Wäre "blockbuster" richtig?
    Die Sowjets haben aus den von den Amis im Stollen zurückgelassenenTeilen mit Hilfe von Mittelwerk- Ingenieuren V-Waffen zusammengeschraubt.
    Die Sowjets haben 1948 versucht , den Stollen zu sprengen- vergeblich.
    Die Druckwelle verpuffte über die Ventilations-Öffnungen.
    Es grüsst der Nordhäuser Jostdieter