Klein Silber, Kreis Arnswalde, Pommern, Februar 1945

  • Guten Mittag,


    Ich war dieses Jahr (Anfang Februar) noch in das ehemalige Pommern (Kreis Arnswalde) gewesen fuer meine Arbeit und hätte noch etwas Zeit gehabt um rund zu schauen in die Gegend.


    Hier am 8. und 9. Februar 1945 hatte man ein Gegenangriff ausgeführt in die Sowjetische Flanke. Die Sowjetische Truppen hätten ein Loch erkannt in das Deutsche Front und versuchten östlich vom Reetz (heute Recz) nach Norden zu stoßen. Eine kleine Kampfgruppe der Schw.SS-Pz.Abt.503 (Untersturmführer Fritz Kauerauf), zusammen mit Sturmgeschütze der SS-Pz.Rgt.11 und Begleit-Infanterie (eine Kompanie Fallschirmjäger vom Regiment Schacht), versuchten in das Dorf Klein Silber (heute Suliborek), die Sowjetische Vormarsch zu halten.
    Die Gegenangriff wurde gemacht vom Westen aus via das Dorf Ziegenhagen (heute Rybaki), über eine Brucke, und dann gleich in das Dorf-Zentrum von Klein Silber. Heute gibt es fast nichts mehr von das ehemalige Dorf-Zentrum außer Fundamenten die Häuser und eine zerstörte Kirche, aber es gibt noch genug zu sehen wenn man weist wo man schauen muss.


    Einige Tage später war eine Kampfgruppe der Führer-Begleit-Division (3./ (SPW) Pz.Gren.Rgt. Führer-Begleit-Division und Teile der 1. Kompanie) auch Aktiv in diese Gegend mit eine Gegenangriff vom norden aus durch Groß-Silber (heute Suliborz) auf Klein Silber.


    Ich habe einige Bilder die ich gemacht habe anbei gefügt. Auch habe ich eine kurze Darstellung (Battlefield Tour) gemacht (in Englische Sprache...) für meine Kollegen die bei mir waren.
    Wenn es Interesse gibt in diese PDF, bitte schick mir eine Email. Es ist leider zu groß um hier zu posten.


    Die Quellen die ich gebraucht habe sind die folgenden:

    • Tragödie um die Treue: Kampf und Untergang des III. (Germ.) SS-Panzer-Korps. Wilhelm Tieke.
    • Nachträge zur Truppengeschichte III. (Germ.) SS-Panzer-Korps. Wilhelm Tieke.
    • Der Kampf um den Kreis Arnswalde im Jahre 1945. Fritz Mörke.
    • Als Arnswalde brannte. Eine Dokumentation. Georg Gramlow, Hans Voigt.
    • Geschichte des Panzerkorps Großdeutschland. Helmuth Spaeter.


    Abb 1. Die verlassenen und zerstörten Dorfkirche vom Klein Silber.
    Abb. 2. Die Häuser von Ziegenhagen (Rybaki) im Hintergrund. Von der Brückenfläche aus gesehen nach Westen gesehen.
    Abb. 3. Blick nach Osten zur Brücke und zur erwähnten linken Kurve auf dem Weg nach Klein Silber. Blick aus dem flachen Talboden. Einige sowjetische Panzer abwehr Kanonen waren wahrscheinlich auf dem Kamm im Hintergrund mit Blick auf die Straße positioniert.
    Abb. 4. Blick nach Westen von der Position gegenüber der Kirche.
    Abb. 5. Blick auf das ehemalige Dorfzentrum. Wahrscheinlich lag hier eine Kette von Panzerminen, zwischen die Kirche und zwei Häusern (die heute nicht mehr vorhanden sind).

  • Hallo
    Ich habe die Darstellung in Englische Sprache auf Deutsch übersetzt. Hoffentlich gibt es mehr interessierten :)
    Es sind 5 Seiten so ich werde es in mehre Teilen posten.
    Auch habe ich andere Bilder beigefugt.


    Teil 1
    Klein Silber Februar 1945Der Kampf eines Zuges Königstigern von Schw.SS-Pz.Abt.503 und Sturmgeschützen von SS-Pz.Abt.11 Hermann von Salza während 8. und 9. Februar 1945 in Pommern. Das Dorf Klein Silber (Suliborek) wurde während der Kämpfe im Februar 1945 weitgehend zerstört und nachdem die ursprüngliche deutsche Bevölkerung evakuiert oder deportiert worden war, wurde der größte Teil des Dorfes nach dem Krieg von der polnischen Bevölkerung, die das Original ersetzt hatte, nicht wieder aufgebaut. Das Dorf liegt vier Kilometer nördlich der Stadt Reetz (Recz) und vier Kilometer östlich beginnt der Truppenübungsplatz Drawsko-Pomorski. Ungefähr fünfzehn Kilometer nördlich liegt die kleine Stadt Nördenberg (Insko), die eine wichtige Rolle bei der Zusammensetzung der gerade eingetroffenen Führer-Begleit-Division und Führer-Grenadier-Division spielte. Mehrere hundert Meter westlich von Klein Silber liegt das Dorf Ziegenhagen (Rybaki) und vier Kilometer nördlich liegt das Schwesterdorf Gross Silber (Suliborz). Die Fluss Ihna liegt zwischen Ziegenhagen und Klein Silber und bildet zusammen mit der Höhenlage ein großes Hindernis für gepanzerte Truppen.


    Das Tauwetter war nach einer schweren Periode von Schnee und Frost eingetreten und verursachte, dass gepanzerte Fahrzeuge Schwierigkeiten hatten, sich über die schlammigen Felder zu bewegen. Während der Nacht war es immer noch eiskalt, und die oberste Schicht des Bodens bildete eine feuchte Schicht, aus der der geschmolzene Schnee in dem gefrorenen Boden darunter nicht hin durchsickern konnte. Der Nebel in der Nacht und am Morgen spielte ebenfalls eine große Rolle bei den Kämpfen und beschränkte Beobachtungen und Feuerfelder. Die allgemeine militärische Situation der deutschen Truppen in der ersten Februar Woche in Pommern war nach dem Front-einsturz vor zwei Wochen an der Weichsel extrem schlecht. Die Nordflanke des sowjetischen Vorstoßes in Richtung Oder befand sich im Gebiet Kallies (Kalisch-Pomorski) -Reetz (Recz) und die Stadt Arnswalde stand kurz ein Einkreisung durch dem sowjetischen Vorstoß nach Stettin. Eine kleine Lücke in den schwachen deutschen Verteidigungslinien wurde östlich von Reetz gefunden und sowjetischen Truppen strömen durch in Richtung Norden entlang Klein Silber auf eine kleine Straße voran.


    Deutsche Verstärkungen, die von der Westfront und vom III. SS-Germanischen Korps kamen, kamen in Pommern stückweise an und wurden direkt geschickt, um die schwachen Frontlinien zu verstärken, die von Alarm-Bataillone und gerade angehobene Truppenformationen gehalten wurden. Schwere SS-Panzer-Abteilung 503 wurde fast komplett entlang der Front mit einem großen Teil in das fast isolierte Arnswalde (Choszczno) verteilt und war nicht in der Lage, einen konzentrierten gepanzerten Schlag zu liefern.Laut deutscher Berichterstattung bestand die sowjetische Durchbruch aus mindestens neunzig Fahrzeugen, einschließlich Panzern und großer Mengen an Infanterie. Ein erster Versuch, die sowjetische Durchbruch einzudämmen, wurde aus dem Dorf Glambeck (Glebokie) heraus durchgeführt, aber dies scheiterte vollständig. Die Einheit, die diesen Versuch unternahm, ist unbekannt, könnte aber möglicherweise Teil des gerade aufgestellten Fallschirmjäger-Regiments 27 (Major Gerhard Schacht) sein, da andere Fallschirmjäger-Kompanien in diesem Gebiet aktiv waren.


    Untersturmführer Fritz Kauerauf von Schw.SS-Pz.Abt.503 hatte am 7. Februar 1945 gerade drei in der Stadt Stargard reparierte Königstiger in Zachan (Suchan) abgeholt. Er erhielt den Befehl, über Reetz nach Arnswalde zu gelangen, doch kurz vor Reetz wurden die drei schweren Panzer zur Unterstützung der SS-Panzer-Abteilung 11 Hermann von Salza umgeleitet. Dieses Panzerbataillon war gerade in Jacobshagen (Dobrzany) eingetroffen und war der Kampfgruppe Munzel unterstellt.

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  • Teil 2


    Am frühen Morgen des 8. Februar erhielt Untersturmführer Fritz Kauerauf beim Bataillonsgefechtsstand in Jacobshagen den Befehl vom Kommandeur der SS-Pz.Abt.11, Obersturmbanführer Kausch, um vorzurücken. Er soll einen Tiger II und drei Sturmgeschütze von SS-Pz.Abt.11 nehmen, den Ihna-Fluss bei Ziegenhagen überqueren, nach Klein Silber vorrücken und den sowjetischen Durchbruch abschneiden. Die Fahrstrecke betrug ungefähr zehn Kilometer. Fritz Kauerauf übernahm einen weiteren Tiger II, weil seine eigene Fahrzeug unbrauchbar war. Nach dem Zusammentreffen mit dem Zugführer der Sturmgeschütze, Oberscharführer Wild, Ritterkreuzträger und Verteidigungsspezialist, begann die kleine Truppe ihren Vormarsch.


    Im ersten Licht traf die Truppe westlich von Ziegenhagen mit Blick auf Teile von Klein Silber ein. Sie sehen eine große Menge sowjetischer Fahrzeuge, Artillerie und Pferdekarren, die sich auf der Straße nach Norden bewegen. Kauerauf hielt die Fahrzeuge für einen Moment an und beriet sich mit Oberscharführer Wild. Beide sind sich einig, dass dort angegriffen werden muss. Nördlich von Klein Silber gab es keine echte deutsche Verteidigung und wenn der sowjetische Durchbruch gelang, wären sie in der Lage, die Ostsee zu erreichen. Die Männer beurteilten, dass die vier Fahrzeuge zu schwach waren, um gegen die sowjetischen Überzahlnummern vorzugehen, und Oberscharführer Wild wurde zurückgeschickt, um Verstärkung zu bitten.


    Innerhalb kurzer Zeit gelang es Oberscharführer Wild, Verstärkung zu bekommen. Zwei weitere Tiger II unter Oberscharführer Kaes und zehn Sturmgeschütze schließen sich der kleinen Truppe an. Auch Begleit Infanterie wird in Form einer Kompanie Fallschirmjäger zur Verfügung gestellt. (1./Fallschirmjäger-Panzer-Jagd-Bataillon 54 oder eine Kompanie vom III./Fallschirmjäger-Regiment 27?).


    Berichten zufolge ist die Truppe auch mit andere Sturmgeschütze der Kampfgruppe Schulz-Streeck (SS-Stug-Abt.11) verbunden, und zu Beginn des Nachmittags erfolgt der Angriff gegen Ziegenhagen, wo die sowjetische Infanterie ihre linke Flanke bewacht. Der erste Halt für ein Feueröffnung musste bereits gemacht werden, bevor sie die Brücke über den Ihna-Fluss erreichten. Eine sowjetische Panzerabwehrstellung am westlichen Rand von Ziegenhagen musste zunächst neutralisiert werden. In der Zwischenzeit klären die Fallschirmjäger die Häuser des kleinen Dorfes und bewegen weiter entlang der kurvigen Straße in Richtung der Ihna-Brücke.


    Zwei Sturmgeschütze wurden als Spitze handeln und hinter ihnen kamen die drei Tiger II. In der Nähe der Brücke im kleinen Tal erreichen sie zuerst die linke Kurve auf der Straße und danach die rechte sanfte Kurve. Hier stagnieren die beiden Sturmgeschütze wegen heftigem sowjetischen Panzerabwehrfeuer mehrerer Geschütze. Eine sowjetische Panzerabwehrkanone war in einer Entfernung von 150 Metern neben der Kirche von Klein Silber aufgestellt. Direkt hinter der Kirche auf der linken Straßenseite befand sich das Dorfzentrum.


    Hier begann ein heftiges Duell zwischen der Sturmgeschütze und den sowjetischen Panzerabwehrgeschützen. Wegen einer Unebenheit auf der Straße konnten sich beide Parteien nicht treffen. Die Granaten flogen ständig über das Ziel hinweg. Der Angriff hatte angehalten. Untersturmführer Kauerauf beschließt, den Angriff mit dem höheren Tiger II wieder aufzunehmen. Er ließ sich von einem Sturmgeschütz-Kommandeur genau die Position des Panzerabwehrgeschützes beschreiben. in einer Pause in der Kampf rundete der schwere Tiger II so schnell wie möglich die Straßenkurve und konnte die Kanone mit einer Spreng-Granate zerstören. Der Tiger II schob nun mit den beiden anderen folgenden Tiger schnell voran. Die Sturmgeschütze blieben wahrscheinlich in einer Feuerbasis (Feuer-Stützpunkt) zurück. Vielleicht auch, weil die Sturmgeschütze für einen Nahkampf mit sowjetischen Infanterie zwischen den Häusern von Klein Silber nicht wirksam waren. Es hing jetzt von den drei Tiger-Panzern mit den Fallschirmjägern ab.

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  • Teil 3


    Nach kurzem Vorrücken trafen die Tiger-Panzer auf ein Hindernis auf der Straße, einen Gürtel von Panzerminen auf der Straße zwischen zwei Häusern. Das Infanteriewaffen-Feuer der sowjetischen Infanterie hielt die Köpfe der Tiger-Kommandanten gut versteckt in den Geschütztürmen und während die leeren Geschosse vor dem Turm geworfen wurden, bemerkte die Besatzung das schwere Feuer. Trotzdem konnten die Fallschirmjäger langsam Haus um Haus vordringen und hielten mit den Panzern Schritt. Das Dorf Klein Silber wurde immer noch von den sowjetischen Truppen dominiert. Eine Anfrage über Funk für Pioniere, um die Minen zu räumen, blieb unbeantwortet. Fritz Kauerauf dachte schon daran, aus den Panzer zu gehen und selbst die Minen von der Straße zu räumen. (Leicht befohlen und schlecht gedacht!)


    Zum Glück war ein Fallschirmjäger-Offizier, der immer noch in seiner ordentlichen Uniform statt in einem getarnten Jacke gekleidet war, damit beschäftigt, die Minen zu entfernen. Er rannte mit einer Tasche voll Sprengstoff und Handgranaten neben dem Haus auf der rechten Seite am Tiger II vorbei. Hier sprengte er die Minen nach und nach mit Handgranaten, während er von den Maschinengewehren des Tigers und seinen Kameraden abgedeckt wurde. Ungefähr fünf bis zehn Minen wurden auf diese Weise gesprengt.


    Dies war nicht alles, eine zweite für den Erfolg des Angriffs wichtige Aufgabe wurde vom unbekannten Fallschirmjäger-Offizier in seiner ordentlichen Uniform ausgeführt. Wild gestikulierend machte er die Panzerbesatzung auf einen sowjetischen Panzer aufmerksam, der hinter einem Haus stand. Ein schneller Munitionswechsel von den 120 cm langen hochexplosiven zu den panzerbrechenden Granaten war gerade noch rechtzeitig. Die Mündungsbremse der 122mm Kanone eines JS II wurde bereits sichtbar. Der sowjetische schwere Panzer zeigte sich und rollte auf den ersten Tiger II zu. Zwölf Uhr - fünfzig Meter, ziele zwischen Wanne und Turm! Feuer! In einer Entfernung von nur fünfzig Metern wurde der sowjetische Panzer getroffen und die Luken wurden aufgestoßen. Die deutsche Besatzung begann bereits zu jubeln. Seid Ihr verrückt? schrie Kauerauf. Die sowjetische Waffe zielte immer noch auf den Tiger mit der Besatzung, die noch immer drinnen war. Eine weitere Granate drin! Und noch einer! Der JS II begann jetzt zu brennen und seine Munition explodierte ununterbrochen.


    Was nun? Links von dem abgeschossene JS II waren zwei weitere positioniert. Ihre Besatzungen waren so verängstigt, dass sie den Panzer verließen. Kein Feuern auf diese Panzern war im Moment notwendig, weil ihre Geschütze in Richtung Himmel gerichtet waren und keine wertvolle Munition wurde so verwendet.


    Die Fallschirmjäger winkten nun fröhlich den Tigerpanzern zu. Nachdem sich das Feuer des brennenden JS II ein wenig gelegt hatte, drängte sich der erste Tiger daneben und konnte seinen Weg entlang der sowjetischen Vormarschroute fortsetzen. Die sowjetischen Truppen flohen nun nach allen Seiten und die Straße gehörte jetzt den deutschen Truppen. Der Angriff wurde langsam fortgesetzt, obwohl die Auftrag bereits erfolgreich war. Der sowjetische Vormarsch nach Norden war durchbrochen und gestoppt worden. Weitere zwei oder drei Querschläger prallten gegen die Panzerung des Tiger II, aber das Schlimmste war heute vorbei und langsam flauten die Kämpfe gegen Abend ab.


    In der Abenddämmerung gingen die drei Tiger in eine kreisförmige Position, einen kleinen Abstand südwestlich des südlichen Eingangs von Klein Silber. Nur sieben Fallschirmjäger blieben in ihre Nähe als Schutz. Zu wenig, um die Männer mit den beiden Maschinengewehren abzulösen. Die Fallschirmjäger waren nach dem Kampf völlig erschöpft aber gingen trotzdem weiter. Oberscharführer Kaes und Untersturmführer Kauerauf wollten sich im Dunkeln auf ihren vorderen Gefechtsstand zubewegen, aber das war unmöglich, da in Ziegenhagen erneut Infanteriekämpfe ausbrachen, die ihren Weg abschnitten. Südwestlich von Klein Silber wurde auf dem Hochgelände in Richtung Reetz eine Fallschirmjäger-Einheit, wahrscheinlich das III./Fallschirmjäger-Regiment 27, in Stellung gebracht und gruben sich ein. Zu wenig Männer, um den gesamten Abschnitt zu besetzen, und nur alle 200 Meter besetzte ein Schützenloch mit zwei Männern die Stellung. Ein stehender Wächter und der andere, der im kalten und nassen flachen Loch im Boden döst oder schläft.


    In der Nacht zum 9. Februar konnte ein Fahrzeug mit Nachschub die Stellungen des Tiger II erreichen. Es wurde kein Essen geliefert (die Mannschaften waren Berichten zufolge nach den schweren Kämpfen nicht hungrig) aber für jeden Panzer wurde ein Fass mit 200 Litern Treibstoff geliefert. Die Betankung ging mit der Handpumpe. Um die Stellungen gingen mehrere in Verwirrung sowjetische Soldaten und Panje-Pferde durch das Gelände. Ein Mann auf der Wache in der Turm und der Rest versuchten in den Panzern zu schlafen, was schwierig war, seit die sowjetische Artillerie auf Klein Silber feuerte.


    Gegen den Morgen kam der nächste Befehl; Nehmen Sie den Rest des Dorfes in östlicher Richtung. Die Tiger-Panzer mussten sich nur 100 Meter für ihre Ausgangstellung bewegen. Während des Umzugs passierte ein Missverständnis und der Tiger II von Fritz Kauerauf fuhr wieder an der Spitze.


    Die Situation sah im Vergleich zum Vortag nicht gut aus, um einen anhaltenden Angriff durchzuführen. Keine eigene Infanterie war vorhanden, wie die Fallschirmjäger am 8. Februar. Der Großteil der Fallschirmjäger-Kompanie musste zwischen Klein Silber und Reetz Verteidigungsstellungen einnehmen, wahrscheinlich auf dem höher gelegenen Gelände und entlang der Eisenbahn. Kein Begleitschutz für die Tiger II. Über Funk wurde Unterstützung von Sandhasen (Infanterie) gefragt, aber statt einer Antwort wurde nur die Auftrag zum Angriff erhalten. Fritz Kauerauf fragte seine Besatzung, was zu tun sei. Greifen wir an oder bleiben wir hier? Untersturmführer, wir fahren! Die Panzersprechanlage wurde irrtümlicherweise auf Funk geschaltet und die Unterhaltung wurde vom Personal der 11.Panzer-Armee aufgenommen, was für Aufruhr und Stolz sorgte.

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  • Letzter Teil ( hoffentlich ist meine Übersetzung zu verstehen)


    Der Angriff auf Klein Silber begann wieder, aber jetzt vom Süden. Ungefähr 500 Meter sollten abgedeckt werden, bevor die Tigern das Dorf erreichen würde. Die Tiger-Besatzungen hofften, dass die Sturmgeschütze mindestens als Feuerschütz folgen würden, aber wieder waren sie ganz alleine am Dorfrand. Der erste Tiger II von Kauerauf dachte, sie hätten Probleme mit ihren Funkgeräten und es existiere kein Kontakt zu den anderen Panzern. Die anderen beiden Tiger II's folgten auch nicht.


    Der Tiger II von Oberscharführer Kaes fuhr als zweiter Panzer, wurde aber von der sowjetischen Infanterie durch einen Molotow-Cocktail in Brand gesetzt und blockierte die Straße. Seine Besatzung konnte lebend aus dem Tank herauskommen. Der erste Tiger II von Kauerauf fuhr etwas weiter, blieb aber stehen. Panzern ohne eskortierende Infanterie ist ein leichtes Ziel in einem Ort. Einstweilen ließen beide Maschinengewehre eine Salve auf die sowjetische Infanterie los, doch nichts weiteres passierte. Da kein Panzer mehr folgte, fuhr Kaueraufs Tiger nun auch langsam durch das Dorf zurück. Der Tiger kam langsam auf halbem Wege nach hinten, aber die sowjetische Infanterie hatte mit Karren und landwirtschaftlicher Ausrüstung ein Hindernis hinter sich gelassen. Während er langsam um das Hindernis herumfuhr, rutschte der Tiger II seitlich in einem Graben nach links. Der Geschütz zeigte nun in Richtung Himmel und die Maschinengewehre waren ebenfalls nicht benutzbar. Die sowjetische Infanterie nutzte ihre Chance und begann, den großen Panzer mit Leitern zu besteigen.


    Fritz Kauerauf befahl dem Fahrer nun, Gas zu geben und das Fahrzeug wieder auf die Straße zu bringen, rechts abzubiegen und zwischen zwei Häusern zu fahren, um aus dem Dorf zu kommen. Dies schien erfolgreich zu sein, bis eine enorme Explosion den Panzer erschütterte. Ein Feuerstoß flackerte im Turm. Der Tiger II stand still.


    Ausbooten! Während ein zweiter Treffer den Turm erschütterte, sprangen die Männer heraus. Kauerauf wurde in der Zwischenzeit am Knöchel verletzt, stieg aber beim dritten Treffer aus dem Turm. Zwei Männer, der Fahrer und der Funker, stiegen aus und konnten die eigenen Stellungen erreichen, wo sie die Nacht verbracht hatten. An dieser Stelle südwestlich von Klein Silber hatten inzwischen ein Tiger II und Sturmgeschütz und einige Fallschirmjäger Stellung bezogen. Dieser Tiger II hatte Probleme mit seinen elektrische Schaltungen und konnte nun nur seine Maschinengewehre benutzen.


    Untersturmführer Kauerauf stieg schwer verletzt aus seinem Tiger. Die sowjetische Infanterie in diesem Stadium hat nicht auf ihn geachtet. Der Anblick eines brennenden Tiger II schien ihnen wichtiger. Zwei Männer, der Richtschütze und der Lader, kamen nicht aus dem brennenden Panzer und waren gefallen. Von der Stellung der Sturmgeschütze, südwestlich von Klein Silber, konnte ein Teil des brennenden Tigers zwischen den Häusern beobachtet werden. Die Männer hier nahmen an dass die verwundeten Kauerauf auf einem Bauernhof gekrochen war. Der Sturmgeschütz fuhr nun langsam vorwärts und begann mit Sprenggranaten um eine Scheune in der Nähe des Bauernhauses zu schießen. Immer ein bisschen weiter, um den bereits verwundeten Kauerauf nicht zu verletzen und zu verhindern, dass die sowjetischen Soldaten an Kauerauf zu nahe kamen.


    Kauerauf hat nur seine Pistole und ist in die Scheune geschlichen. Als er denkt, dass es vorbei ist und seine ganze Pistolenmunition abgefeuert hat, kommt ihm Hilfe. Ein Fallschirmjäger und zwei Panzersoldaten (seine eigenen?) erreichen ihn und bringen ihn zurück in die Stellung südwestlich des Dorfes. Gegen 9.30 Uhr wird er auf dem Deck eines Sturmgeschützes zum Hauptverbandplatz gefahren. Klein Silber war teilweise noch im Besitz der Sowjets, aber ihr Durchbruch war gestoppt worden.


    Gross Silber, etwa vier Kilometer nördlich von Klein Silber, wurde ebenfalls von sowjetischen Truppen besetzt, doch in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 1945 erhielten gerade eingetroffene Teile der Führer-Begleit-Division den Befehl von der 11.Panzer-Armee zum Angriff und das nehmen von beide Dörfer vom Norden. Das Sammlungsgebiet war bereits bedroht und sollte teilweise frei bekämpft worden. Als Vorhut eine kleine Kampfgruppe bestehend aus der 3./(SPW)Pz.Gren.Rgt. Führer-Begleit-Division und Teile ihrer 1. Kompanie bewegten sich zusammen mit vier Panzern von Nördenberg (Insko) in Richtung Groß Silber. Über Ferngläser konnte man sowjetische Infanterie beobachten, die nach Norden vordrang und auf der Straße von Klein nach Gross Silber waren mehrere Bewegungen sichtbar.


    Die kleine Kampfgruppe trifft auf einen Bauern, der vor Gross Silber fliehen konnte und der Mann gibt Auskunft an den Kommandeur der Vorhut. Die sowjetischen Truppen sind seit dem frühen Morgen des 8. Februar in Gross Silber und benehmen sich wie Wilden. Die Dorfbrennerei ist das Zentrum der sowjetischen Aufmerksamkeit und mehrere Frauen werden bereits missbraucht und getötet. Der Bauer hatte Glück gehabt, noch am Leben zu sein, weil er aus dem Dorf geflohen war. Die SPW und Panzer gruppieren sich schnell zu einem Angriff auf das Dorf. Das Gelände sieht gut und hilfreich für einen Angriff mit seinen kleinen Hügeln und bewaldeten Gebieten aus. Die SPW konnte sich dem Rand des Dorfes unbemerkt von Nordosten nähern. Innerhalb weniger Minuten wurde das Dorf von der sowjetischen Infanterie befreit. Ein Sicherung wird nach Süden und Westen aufgestellt. In der Dorfstraße finden die Männer mehrere tote Frauen, sogar mit grauen Haaren. Die Aussicht ist schrecklich und die deutschen Truppen können sich vorstellen, was sich hier einige Stunden zuvor stattfand.


    Oberfeldwebel Lischak erhält als kommandierender Zugführer vom gerade eingetroffenen Kompaniechef Oberleutnant Seifert (1./(SPW)Pz.Gren.Rgt. FBD) die Aufgabe, eine Aufklärung mit ein paar Halbketten gegen Klein Silber durchzuführen. Die kleine Gruppe fährt durch ein Waldgebiet (wahrscheinlich über das waldreichere Gebiet nach Osten statt der normalen Straße). Ein Hinterhalt wurde jeden Moment im dunklen Wald erwartet. Auf halbem Wege erhält die Gruppe den Auftrag zur Rückkehr. Den sowjetischen Truppen gelang es wieder aus dem Südosten und aus dem Norden in Gross Silber einzudringen. Die SPW-Kampfgruppe musste sich jetzt wegen fehlender abgesessener Infanterie zurückziehen. Wenn die kleinen Aufklärungstruppe auf dem Rückweg nach Norden ist, bekommen sie wieder den Befehl, dort zu bleiben, wo sie sind. Der größte Teil der I./Pz.Gren.Rgt. Führer-Begleit-Division mit mehr Panzerunterstützung sollte am frühen Morgen des 10. Februar zunächst Gross Silber und dann Klein Silber angreifen. Diese Angriffe waren mit geringen eigenen Verlusten erfolgreich.
    Das III./Pz.Gren.Rgt. Führer-Begleit-Division rückt am 11. Februar in Richtung Gabbert (Jaworze) vor, das mit einer Überraschungsaktion der sowjetischen Infanterie entzogen werden kann. Die II./Pz.Gren.Rgt. Führer-Begleit-Division mit Teilen des SPW-Bataillons und Panzer greifen Glambeck (Glebokie) an und nach schweren Kämpfen kann dieses kleines Dorf auch eingenommen werden, nachdem am Abend des 9. Februar nördlich von Gabbert und Glambeck einige Stützpunkte besetzt worden waren von I./(SPW) Pz.Gren.Rgt. Führer-Begleit-Division. Am Abend des 11. Februar hatten die deutschen Truppen zwischen Reetz und Kallies erstmals eine durchgehende Verteidigungslinie errichtet.


    Ich möchte auch gern wieder die Quellen nennen:
    Tragödie um die Treue: Kampf und Untergang des III. (germ.) SS-Panzer-Korps. Wilhelm Tieke.
    Nachträge zur Truppengeschichte III. (germ.) SS-Panzer-Korps. Wilhelm Tieke.
    Der Kampf um den Kreis Arnswalde im Jahre 1945. Fritz Mörke.
    Als Arnswalde brannte. Eine Dokumentation. Georg Gramlow, Hans Voigt.
    Geschichte des Panzerkorps Großdeutschland. Helmuth Spaeter.


    Die Bilder und Interpretation habe ich selbst vor Ort gemacht,


    Grüsse


    Richard

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  • Richard - Great write-up!

    I am doing research on this engagement and other actions in the general region.

    I would be interested in a copy of the .pdf you prepared and mentioned in #1 above.

    How may I contact you by email?


  • Witam serdecznie. Pochodze z Jacobshagen czyli Dobrzany, czyli dość blisko wiosek wyżej. Na stronę trafiłem przypadkiem, i po przeczytaniu co tam się zająć postanowiłem odwiedzić te miejsce.We wsi Rybaki znalazłem część do identyfikacji, być może jakaś część czołgu.

  • Hallo,


    Quote


    Witam serdecznie. Pochodze z Jacobshagen czyli Dobrzany, czyli dość blisko wiosek wyżej. Na stronę trafiłem przypadkiem, i po przeczytaniu co tam się zająć postanowiłem odwiedzić te miejsce.We wsi Rybaki znalazłem część do identyfikacji, być może jakaś część czołgu.

    die Forumssprache ist Deutsch. Notfalls bitte einen Übersetzer benutzen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941