Stabsarzt d.Sch. d.R. Dr. Fritz Pustkuchen

  • Guten Abend,


    na das hätte ich mir doch denken können... UND auch wenn das jetzt vllt nicht ganz korrekt ist, die in Eumex' Beitrag genannte Journalistin gefällt nicht nur wegen ihrer Artikel.  8)



    Anmerkenderweiße. :D


    Felix

  • Guten Abend Felix,


    ich hab die Journalistin genommen,weil mir die Strafandrohung und die Androhung vom Staatsanwalt irgendwie bekannt vorkom,irgendwo im Forum habe ich das ,vor kurzem, schon mal gelesen,muß mal suchen.........



    Servus Eumex
    Vivat Bavaria
    P.S. Späßle gmacht

    Edited once, last by Eumex ().

  • Abend Eumex,


    ich stieß schon heute Mittag auf ihren Blog und ich musste genau deshalb auch an das Angedrohte im Thread denken. :D Hatten wir also den gleichen Gedanken.
    ----------------------------------------------------------------------------------------


    Die Dissertation von Fritz Pustkuchen erfolgte in Greifswald im Jahre 1928, Thema der Arbeit: Das Wachstum der Nagetierschneidezähne und seine Abhängigkeit vom Gebrauch sowie von einigen anderen Umständen: Versuche am Kaninchen. Die Publikation der Arbeit erfolgte scheinbar 1929 im Verlag Hartmann.


    Beste Grüße


    Felix

  • Guten Abend,


    anbei die Todesanzeige aus DIE WELT, vom 21.05.1985. Dies also zusätzlich zur Verifikation der Lebensdaten. Ich verweiße vorsorglich darauf, dass dies eine Veröffentlichung in einer überregionalen Tageszeitung ist und somit für jeden, heute wie damals, frei lesbar und zugänglich ist. Nur um Diskussionen in Sachen Privatsphäre vorzubeugen!


    Beste Grüße


    Felix

  • Moin Freunde,


    wenn es nicht so sehr traurig wäre, könnte man in den britischen Humor wechseln: Viel relevaner wäre eine Dissertation zum Thema " Das Wachstum der Nagetierschneidezähne ..... gestern, heute und morgen..." Aber lassen wir es. Ich war einmal Ausbildungsleiter von Referendaren und mußte mich beim lesen einiger Doktorarbeiten emotional bremsen. Aber alles nur ein Nebenaspekt.


    Bleibt dennoch fröhlich und viele Grüße


    Horst

  • Guten Abend,


    die Akten zum ,von Pustkuchens Enkelin, erwähnten Prozess scheinen auch als archivalische Quelle in das Werk: Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1941/42
    eingeflossen zu sein.


    Eines der Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft Bielefeld: 5Js 703/70, Blatt 17f. Darin: Einstellungsverfügung gegen Dr. Fritz Pustkuchen vom 26.10.1973.


    Beste Grüße


    Felix

  • Moin,


    übrigens, es fiel mir auf, stehen in der Sterbeanzeige von 1985 drei Enkelkinder des Bezeichneten. Eine "Christiane", wenn sie denn 1965 geboren wäre, ist nicht darunter... Sollte das zu denken geben? Otto Waalkes meinte: Ich denke, nein...


    Abendliche Grüße
    Fred

    Halle/Saale: Heeres- und Luftnachrichtenschule // Siebel Flugzeugwerke


  • Lasst uns Infos sammeln


    Hallo,


    nach den persönlichen Daten könnte es passen, in der preußischen Verlustliste Nr. 1377 vom 19.02.1917 ist ein Unteroffizier Fritz Pustkuchen mit dem Geburtsdatum 07.11.1897 als leicht verwundet verzeichnet - leider ohne Truppenteil:
    http://des.genealogy.net/search/show/5560117


    Leider lässt es sich anhand der Pressemeldungen nicht eindeutig belegen, aber es scheint so, als habe der Herr Dr. med. dent. ein paar Andenken aus dem 1.Weltkrieg mitgebracht. Ein ganz so unbeschriebenes Blatt war er wohl doch nicht :D
    Quellen: Arbeiter-Zeitung Nr. 303 vom 2.November 1929, Seite 3 u. Pilsner Tagblatt Nr. 298 vom 3.November 1929, Seite 7


    Gruß, J.H.

    Files

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo zusammen,
    da hat die Frau Schuricht mit ihren unsachlichen Angriffen wohl ein mächtiges "Eigentor" geschossen und die Recherchen zu Dr. Pustkuchen erst so richtig in Schwung gebracht. Offensichtlich hat die Frau Historikerin die Qualität des Forums unterschätzt.
    Trotzdem sollten wir die eigentliche Zielrichtung des Thread, nämlich die Dienstzeit des Dr. Pustkuchen bei der Polizei, nicht ganz aus dem Auge verlieren.


    Es grüßt Euch
    Dieter

  • Moin J.H.


    auch wenn es nichts zur Sache tut: Ich bewundere ohnehin seit geraumer Zeit Deinen Fleiß und Deine Präzision, was historische Quellen bzw. Zeitungsausschnitte angeht. Aber das von Dir hinsichtlich meines Kollegen Pustkuchen Gefundene ist von der Sache, dem Zeitpunkt und dem Kontext her ein HAMMER! Hut ab und tiefer Diener!


    Dies hier entwickelt sich zu einem spannenden Thread...


    LG Justus


  • Moin aus dem Norden,


    da kann ich mich nur anschließen! Was die IT Technik mittlerweile mittels OCR auch für die geisteswissenschaftliche Forschung zu leisten vermag ist grandios. Ich nutze für meine medizinihsitorische Dissertation auch diese Technik um englischsprachige Werke zu durchsuchen. Die Ergebnisse sind absolut grandios! Leider steht das für deutsche Zeitungen in dem Umfang noch nicht zu Verfügung wie man es bräuchte. :(


    frankpol : Ich denke für eine biographische Recherche sollte zunächst einmal alles dokumentiert werden dessen man habhaft werden kann. Später kann man sich fokusieren.


    Beste Grüße


    Felix

  • Hallo zusammen,
    wenn ich in der Dissertation von Katrin Bosch auf Seite 126 die Beurteilung des Dr. Pustkuchen durch Oberleutnant von L'Estocq lese, so hat der Beurteilte wohl einige Charakterzüge auf seine Enkelin vererbt:"stark kritisch veranlagt";"selbstgefällig";" herablassende und verächtliche Art".
    So könnte man die - Gottseidank nun dauerhaften in diesem Forum gestoppten - Ausslassungen dieser " Magistra Assoluta" charakterisieren.
    Beste Grüsse
    Ingo

  • Hallo,


    namentlich zu finden im Bundesarchiv ist Korrespondenz von Pustkuchen im Rahmen seiner Tätigkeit bei der "Deutsche Gesellschaft für Wehrmeizin und Wehrpharmazie e.V."
    Einsehbar unter der Signatur BW 24/25980. Auch hier gilt, diese Personendaten sind für jede Bürgerin und jeden Bürger unter https://invenio.bundesarchiv.de/basys2-invenio/main.xhtml
    und vor Ort im Bundesarchiv einsehbar.


    Weitere Informationen zur Polizeikarriere dürften sicherlich die Akten zum erwähnten Verfahren bringen, da hier bestimmt detailreichere Lebensläufte und Beschreibungen vorgelegt werden mussten. Welche Schutzfristen und Reglements bei Gerichtsakten gelten ist mir allerdings nicht bekannt.


    Beste Grüße


    Felix

  • Hallo Ingo / Atlantis


    Personalbeurteilungen der vorliegenden Art wie die des L'Estocq sind wissenschaftlich nicht im Ansatz haltbar, sie begründen sich hauptsächlich aus teilnehmender Beobachtung des Beurteilenden und sind sehr subjektiv und zudem auch noch von verschiedensten anderen Personen mit eigenen Interessen beeinflusst.

    Festzustellen ist, dass für die Beurteilung umfänglich nationalsozialistische Stereotype bemüht werden und sie dem Duktus der damaligen Zeit folgt.


    Darum sollten wir sehr vorsichtig sein und die damalige Beurteilung des Dr. Pustkuchen heute besser nicht für bare Münze nehmen.
    Und was schon gar nicht geht ist die damalige Beurteilung auf Frau Schuricht zu übertragen. Auch wenn der Auftritt von Frau Schuricht hier im Forum etwas Surreales hatte, sollten wir trotzdem einigermaßen redlich bleiben.


    Beste Grüße


    G-W-G'

    Edited once, last by Paul Spohn ().

  • Hallo Paul,
    die Botschaft ist angekommen. Natürlich weiß ich um die Problematik und auch Fragwürdigkeit solch "zeitgenössischer" Beurteilungen...
    Mir lag es fern "unredlich" zu sein. Mich hatte diesbezüglich der surreale und in seiner Heftigkeit - der Sache nicht angemessene- Auftritt der Historikerin
    durchaus verstört und zugegebenermaßen zu dieser nicht haltbaren Assoziation veranlasst.
    Beste Grüsse
    Ingo

  • Grüß Euch,


    in der CROWCASS ( Central Registry of War Criminals and Security Suspects ) des US-amerikanischen CIC war folgende Person zur Verhaftung ausgeschrieben :


    Cr. file No. 67245 .......... PUSTKUCHEN .......... Police, Hauptmann der Schupo


    Liebe Grüße
    Niki

    ...VIRIBUS UNITIS...

  • Hallo,


    Quote

    Dr. Pustkuchen, Drill-Vorschrift (D.V.), 4. Aufl. Grimmen (Pommern) 1933


    D.V. heißt doch eigentlich Dienst-Vorschrift, oder hat das was mit Bohren zu tun?


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941