Wieso sind so viele Fallschirmjäger vermisst in Holland

  • Liebe Forumcollegen, und besondres EDDIE:


    Ich arbeite an ein detailliertes Gesamtbericht (Buch) über Market Garden. Es wird mein 28. II. WK Buch sein. Sieht: www.bergstrombooks.se


    Das folgende hat mich sehr interessiert:
    "Ich untersuche die vermissten Soldaten in Holland. Das mach ich mit die online DRK bücher. Jetst bin Ich mit Büch LA beschäftigt. Was sehr auffällig ist, das da sehr viele Fallschirmjäger vermisst sind."


    Ich beschreibe die Teilnehmung der dt. Fallschirmjäger in diese Schlacht ziemlich ins detail, und mir würde es sehr interessieren, diese online DRK bücher zu recherchieren. Wie finde ich die Internet-Adresse an "Büch LA" wo man die vermissten Fallschitmjäger in Holland 1944 finden kann?


    Ich würde mich über ein Antwort an meine E-Mail Adresse vaktelforlag [at] gmail.com freuen.


    Mit freundlichen Grüsse


    Christer Bergström

  • Vielen Dank. Aber leider verstehe ich nicht, wie man Listen von vermissten Fallschirmjäger in Holland im September 1944 finden kann. Und was ist "Büch LA"?


    Jede Hilfe in diese Richtung würde ich mit grosser dankbarkeit entnehmen.


    Mit freundlichen Grüsse


    Christer Bergström


    www.bergstrombooks.se

  • sehr gehrte Herren in dieser Diskussion, weil ich ganz neu bin in diesem Forum muss ich noch ein wenig herum schauen und viel suchen. Aber vielleicht habt ihr einen guten Rat für mich.


    Wir recherchieren momentan den britische angriff auf Vught der statt gefunden hat zwischen 24-27 oktober '44. Die englischen Einheiten haben harten Kampf geleistet gegen die Deutsche Kampfgruppen die in der Gegend waren. Laut einer Karte müssen das Einheiten der 245. oder 59. ID sein. Was ich aber von den Kämpfen um 's-Hertogenbosch begriffen habe, war das auch Fallschirmjäger dabei waren und andere Einheiten. In der Gegend war zum Beispiel die Fallschirmbataljon Gramse.

    Wisst ihr zufällig welche Einheiten im Raum Boxtel - Vught - 's-Hertogenbosch aktiv waren in dieser Zeit. Es gab da auch Einheiten die mit PAK gerüstet waren. Weil ich mich ganz am Anfang unserem Untersuch befinde und noch nichts von den Deutschen Einheiten gefunden habe, hoffe ich dass ihr mich einen Tipp geben könnt. Ich möchte mich jetzt schon dafür bedanken!

    mit freundlichem Gruss


    Wim Kievits

  • Guten Tag,

    es ist richtig, dass im Raum Hertogenbusch auch Fallschirmjäger eingesetzt waren, zuerst der Kampfgruppe DEWALD unterstellt, ab 10/44 der 59. Inf Div (GenLt Poppe).

    Dabei handelte es sich - wie festgestellt - um das Anfang September 1944 von Maj Jungwirth in HERTOGENBUSCH mit Stab, 1. - 4. Kp und einer ArtBttr (4 Geschütze 10,5 ) aufgestellte Fallschirmjägerbattaillon GRAMSE.

    Das Personal für das Btl kam von der Sammelstelle "Oberst DEWALD", dieser war gleichzeitig Ortskommandant von HERTOGENBUSCH.

    Das Btl wurde nach Aufstellung bis 04. Dezember 1944 im Raum HERTOGENBUSCH eingesetzt.

    Nach den mir vorliegenden Unterlagen war es vom 01 - 23.10. 1944 eingesetzt in DRUMEN - VEIGHT - WEJBOSCH - HERTOGENBUSCH - ROMALEN bis 04.11. in SCHIJNDEL.

    In dieser Zeit hatte der Verband lt. NV II (Verlustmeldung an die WASt) 269 Vermißte.

    Im Dezember erfolgte die Verlegung zur Auffrischung in eine Ruhestellung in den Raum WINTERSWYK. Die ArtBttr wurde aus dem Btl- Verband herausgelöst. Erneuter Einsatz des Btl ab 15.01,1945 im Raum ARNHEIM - NIYMWEGEN.


    GLÜCK AB

    Steffen

  • Hallo Wim,


    Im Raum s'Hertogenbosch lagen laut dem Kriegstagebuch der Kampfgruppe Dewald (Oberst Dewald) die folgenden Einheiten :

    1) Fallschirmjäger-Bataillone :

    - Bataillon Hanke (Hauptmann Hanke) mit dem Auftrag die Kreuzungen s'Hertogenbosch - Grave und s'Hertogenbosch - Helmond zu besetzen.

    - Bataillon Jungwirth (Major Jungwirth), später umbenannt in Bataillon Gramse (Hauptmann Gramse) mit dem Auftrag die südlich Stadtgrenze von s'Hertigenbosch zu sichern.

    - Bataillon Ewald (Hauptmann Ewald) mit dem Auftrag die Innenstadt von s'Hertogenbosch zu sichern.

    - Bataillon Bloch (Hauptmann Bloch) mit dem Auftrag den Westen von s'Hertogenbosch entlang des Kanals zu sichern; später kam das Bataillon im Süden von Vught zum Einsatz

    - Bataillon Duchstein (Hauptmann Duchstein) mit dem Auftrag Stellung an der Kreuzung s'Hertogenbosch - Nijmwegen zu beziehen

    - Bataillon Wittstock (Hauptmann Wittstock) mit dem Auftrag die nördlich Stadtgrenze von s'Hertogenbosch zu sichern.


    2) Heereseinheiten :

    Der Bereich von s'Hertogenbosch lag im Verantwortungsbereich des LXXXVIII. Armeekorps und die folgenden Divisionen des Korps waren gemäss dem Kriegstagebuch des LXXXVIII. Armeekorps im Bereich von s'Hertogenbosch im Einsatz :

    - 59. Infanterie-Division

    - Kampfgruppe Chill (85. Infanterie-Division), wurde am 11.10.1944 durch die 245. Infanterie-Division abgelöst, die wiederum am 21.10.1944 herausgelöst wurde und zum LXVII. Armeekorps nördlich von Breda verlegt wurde.

    Für den von dir genannten Zeitraum waren folgende Einheiten im Raum s'Hertogenbosch im Einsatz :

    - 59. Infanterie-Division, südlich von s'Hertogenbosch

    - 712. Infanterie-Division, nördlich von s'Hertogenbosch

    Die Trennungslinie zwischen den beiden Divisionen lag am Zuid-Willemsvaart-Kanal am Ostrand von s'Hertogenbosch

    - Zusätzlich wurde am 24.10.1944 die Verlegung der folgenden Einheiten in den Raum von s'Hertogenbosch befohlen :

    Die schwere Panzerjäger-Abteilung 559 mit 3 Jagdpanthern und 4 Sturmgeschützen nach Vught

    Die Sturmgeschütz-Kompanie 256 (Teil der 256. Volksgrenadier-Division) in den Westteil von s'Hertogenbosch


    Schönen Abend und Gruss

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    sehr viel Dank für deine Reaktion. Ich habe diesem Wochenende (zwischen den Fasching Feiern) flink recherchiert auf FOLD.3 , das Amerikanische Forum, und viel gefunden.
    Jetzt such ich ('wir' muss ich sagen weil auch ein Deutsche Kollege mit macht) noch nach mehr Information zu den Panzerjäger-Abteilung 559 und die Sturmgeschütz-Kompanie 256. Die Deutschen Einheiten haben viel Verluste zugebracht wenn ich das so sagen darf. Denkst du dass es zu diesen Einheiten noch mehr Information gibt?

    Die Bataillon Gramse scheint auch sehr spezial zu sein, weil diese schwer gekämpft hat, trotz Verluste. Zum Schluss die Frage ob du eine Meinung hast warum es viel Information gibt zum Streit südöstlich von Vught (gegen den Vormarsch der Engländer) aber weniger zu den Gefechten in das Dorf Vught selber (das eigentlich verbunden liegt mit Herzogenbusch wovon schon wieder alles detailliert beschrieben wurde. Gibt eine zugängliche Bilder Datenbank worin man nach Bilder dieser Gefechten suchen könnte ?

    Recht herzlichen Gruss und nochmals vielen Dank!

  • Guten Tag,


    (...) Jetzt such ich ('wir' muss ich sagen weil auch ein Deutsche Kollege mit macht) noch nach mehr Information zu den Panzerjäger-Abteilung 559 und die Sturmgeschütz-Kompanie 256. (...)

    Ich bin der von Wim angesprochene weitere Kollege. Auch ich bin neu im Forum und muss mich diesbezüglich erst einmal zurechtfinden.

    Wie Wim schon schrieb, versuchen wir die Gefechte südlich von Den Bosch ('s Hertogenbosch/ Herzogenbusch/...) zu rekonstruieren, die dort in den Oktobertagen 1944 stattgefunden haben.

    Nach Auswertung diverser KTBs, Handakten und Karten habe wir die Kräfte der Wehrmacht südlich von Den Bosch zuordnen können. Die von Wolfgang beschriebenen Einheiten passen auch mit denen von uns überein.


    (...) Die Trennungslinie zwischen den beiden Divisionen lag am Zuid-Willemsvaart-Kanal am Ostrand von s'Hertogenbosch

    Hab herzlichen Dank, Wolfgang. Das ist eine Information, die ich wohl überlesen habe. Mir war klar, dass dort irgendwo eine Divisionsgrenze lag, konnte sie aber räumlich nicht zuordnen. Der Kanal macht - auch im Hinblick auf die KTB - durchaus Sinn.


    Um diese Einheiten dreht sich unsere Recherche. Zudem versuchen wir diese Einheiten in ihre Räume an der HKL zuzuteilen und ihre Aufträge zu beschreiben.

    Der Raum um dem es sich handelt hat die folgenden Grenzen:

    - Von der linken Divisionsgrenze (Zuid-Willemsvaart-Kanal am Ostrand von s'HERTOGENBOSCH), über VUGHT bis ST. MICHELSGESTEL

    - Von ST. MICHELSGESTEL über ESCH über HAAREN nach HELVOIRT

    - Von HELVOIRT über CROMVOIRT und VUGHTER HEIDE / FORT ISABELLA zum Ostrand von s'HERTOGENBOSCH


    In all den Jahren haben sich in dem Gebiet die Namen etwas geändert und kleine Siedlungen und Gehöfte wurden an VUGHT oder andere Orte angegliedert.

    Weitere für uns interessante Ortschaften und Gewässer sind:

    - HEIKANT, MOLENEIND, VLIERD, VLASMEER, HAL/ HALDE, BLEUERDIJK, BOXTEL, DOMMELOORD, VOORBURG, DOMMELORT, OVEREIND, GROENENDAAL, KRAIENBROEK, HEESAKKER, MOLENBROEK, BERGENSHUIZEN, VUGHTSCHE HOEVEN, VUGHTSCHE HEIDE

    - FORT ISABELLA / LUNETTEN

    - die Dommel, die Halsche Water, Esche Stroom, Ijzerne Man


    Zudem gehen wir der Frage nach, wo genau sich Generaloberst Kurt Student (Oberbefehlshaber 1. Fallschirmarmee, anschließend Oberbefehlshaber Heeresgruppe H im Westen) in VUGHT aufgehalten hat. Hier hatte er im Jahr 1944 sein Hauptquartier im Huize Bergen oder in der Villa Roucouleur.


    Eventuell liest hier jemand mit, der uns bei unserer Recherche unterstützen kann und uns eventuell auch Zugang zu Privatquallen vermitteln kann. Das würde uns sehr weiterhelfen.


    Ich kann mir denken, dass dieser Eintrag vermutlich nicht komplett hier unter die Fragestellung von Eddie gehört. Ich bitte um Nachsicht. Gerne formuliere ich das noch einmal als komplett neue Fragestellung und Hilfegesuch.


    Horrido und Glück ab!

    Ben

  • Hallo Wim, Hallo Ben,


    Ich gehe davon aus, dass ihr bereits das KTB des LXXXVIII AK, das im Bereich s' Hertogenbosch im Einsatz war, kennt.

    Es gehört zu den wenigen KTB, die noch bis zum 31.12.1944 vollständig sind und den Krieg überstanden haben; in diesem KTB findet ihr viele Antworten zu den von euch gestellten Fragen.

    Zu den von Eddie in Bezug auf den Einsatz der schweren Panzerjäger-Abteilung 559 gestellten Fragen kann ich nachstehend einige Informationen geben, die aus dem Buch von Franz Kopka "Missbraucht und Gebeutelt" stammen.

    Franz Kopka war Kompanieführer der 3. Kompanie und führte nach der Verwundung des Abteilungskommandeurs Major Sattler am 08.09.1944 zeitweilig die gesamte Abteilung.

    - Um 01.15 Uhr am 24.10.1944 schickte das AOK 15 folgende Nachricht an das LXXXVIII AK :

    "Pz.Jg.Abt. 559 von LXVII AK zur Verfügung LXXXVIII AK. Vught. Führer meldet sich Gef.Std. Kampfkommandant Hertogenbosch"

    - Um 08.00 Uhr am 24.10.1944 geht bei der 59. Infanterie-Division folgender Korpsbefehl (LXXXVIII AK) ein :

    "s.Pz.Jg.Abt. 559 wird Kampfkommandanten Hertogenbosch unterstellt und zur Bereinigung der Lage an Brücke und diesem zuzuführen. Kampfkommandant 's Hertogenbosch ist gleichlautend benachrichtigt."

    - Um 08.00 Uhr am 24.10.1944 hatte sich die Abteilung mit den Kampfteilen in Vught nördlich der Strassenbrücke versammelt.

    Anschliessend fuhr die Abteilung zum Gefechtsstand des Kampfkommandanten von s'Hertogenbosch, Oberst Dewald, dort befand sich auch Generalleutnant Neumann, Kommandeur der in diesem Kampfabschnitt befehlsführenden 712. Infanterie-Division.

    - An der Diezebrücke sicherten 2 - 3 Sturmgeschütze der 2. Kompanie/Panzerjäger-Abteilung 256 (Sturmgeschütz-Kompanie), die mit Hilfe von Leutnant Grewe der schweren Panzerjäger-Abteilung 559 die Brücke dann sprengten, um ein Überqueren der Brücke durch die 158th Brigade/53rd Welsh Division zu verhindern.

    - Am 24., 25. und 26.10.1944 war die Abteilung mit insgesamt 3 Jagdpanthern und 3 Sturmgeschützen in der Stadt s'Hertogenbosch eingesetzt; ein Jagdpanther und 2 Sturmgeschütze sollten der Abteilung am 24.10.1944 aus der Instandsetzung zugeführt werden. Die Panzer wurden an den folgenden Orten in s'Hertogenbosch eingesetzt :

    Südeingangsbrücke, Markt, Bahnhofsbrücke, Bahnhof und Dieze-Brücke; der Abteilungsgefechsstand befand sich hinter dem Bahnhof und wurde durch 2 Panzer der Abteilung gesichert.

    Täglich wurden die Panzer der Abteilung auf Befehl des AOK 15 (General von Zangen) nach Einbruch der Dunkelheit aus der Stadt gefahren und kamen am nächsten Morgen kurz vor Tagesanbruch wieder zurück; es sollte damit vermieden werden, dass die Panzer im Falle eines Nachtangriffs in die Hände der Engländer fallen könnten.

    - Am Abend des 25.10.1944 wurde der hochqualifizierte Kampfkommandant von s'Hertogenbosch, Oberst Dewald, durch den Major Riedel ersetzt, der im Zivilleben Volksschullehrer war und aus der "Führerreserve" als neuer Kampfkommandant eingesetzt wurde; er war mit der gestellten Aufgabe überfordert und war nicht fähig vernünftige Befehle zu erteilen.

    - Am 27.10.1944 um 08.10 Uhr befanden sich 2 Jagdpanther und 3 Sturmgeschütze der Abteilung am Abteilungsgefechsstand in Bereitschaft, um einen Angriff der 712. Infanterie-Division in Richtung Vught zu unterstützen. 20 deutsche Artillerie-Batterien schossen Vorbereitungsfeuer, das von dem 81st, 82nd und 133rd Field Regiment der Royal Artillery erwidert wurde. Dieser Angriff blieb aber bereits nach kurzer Zeit im englischen Abwehrfeuer liegen. 1 Jagdpanther und 1 Sturmgeschütz wurden von der englischen PAK des 71st Anti-Tank Regiment abgeschossen und ein weiteres Sturmgeschütz wurde von einer Panzerbüchse getroffen.

    Damit endete der Einsatz der schweren Panzerjäger-Abteilung 559 im Raum s'Hertogenbosch.

    Innerhalb dieser 3 Tage verlor die Abteilung insgesamt 3 Jagdpanther, von denen 1 Jagdpanther abgeschleppt werden konnte, und 4 Sturmgeschütze. Diese schweren Materialverluste sind auf die Strassen- und Häuserkämpfe zurückzuführen, da die eingesetzten Jagdpanther und Sturmgeschütze nur über ein begrenztes Schussfeld verfügten.

    Schönen Abend - Gruss


    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    herzlichen Dank für deine Nachricht und dein Hinweis auf das Buch von Kopka.

    Ich hoffe, dass ich die Möglichkeit bekomme, dieses irgendwann zu lesen. Jack Didden hat in (s)einer Abschlussarbeit an der Universität Utrecht auch dieses Buch mehrfach zitiert.


    Danke auch für die Aufzählung der Ereignisse der 559er. Das hilft mir (uns) sehr weiter.


    Gruß

    Ben

  • Guten Abend, CHB,


    hier zwei Notizen aus den Unterlagen des BDF - Suchdienstes:

    FschJgBtl BLOCH, FPNR. 62118, war im Oktober 44 (25.- 28.10.44) im Raum SCHIJNDEL - Hinthan? und hatte gem .NV II (Verlustliste) 4 Offiziere und 48 Mann an Vermißten.

    FschJg Btl BALZEREIT - Die 4. Kp ist am 23./24.09.44 im Raum SCHIJNDEL - OEDENRODE aufgerieben worden. Etwa 200 Mann wurden an diesem Tag als "vermißt" gemeldet. Zusätzlich 5 Überläufer.

    ...und schon hast Du über 250 MIA - FschJg.

    Glück ab

    Steffen

    S.L.R.

  • Hallo zusammen,

    auf nachfolgender Seite gibt es einen Gefechtsbericht der 712.Infanterie-Division vom 22.10- 28.10.1944 ostwärts von S´Hertogenbosch.

    Siehe diesen Link: www.Oisterwijk-Marketgarden.com

    Vielleicht ja für den einen oder anderen Interessant.


    Lg Andre

  • Hallo Ben,


    Es freut mich, dass mein Beitrag in Bezug auf den Einsatz der schweren Panzerjäger-Abteilung 559 euch weiterhilft.

    In der Zwischenzeit habe ich in dem KTB der LXXXVIII eine für euch interessante Austellung/Gliederung der 59. Infanterie-Division vom 22.10.1944 gefunden, von der das Grenadier-Regiment 1035 in dem für euch interessanten Raum eingesetzt war :

    1°) Rechter Divisionsabschnitt (befand sich mehr in Richtung Tilburg) : verantwortlich war dort das Grenadier-Regiment 1036

    - I.Bataillon/Grenadier-Regiment 1036 mit 6 Offizieren, 25 Unteroffizieren und 145 Mannschaften

    - II.Bataillon/Grenadier-Regiment 1036 mit 5 Offizieren, 34 Unteroffizieren und 193 Mannschaften

    Waffen : 34 Maschinengewehre, 6 Infanterie-Geschütze, 14 Granatwerfer und 1 PAK

    unterstellt :

    - Füsilier-Bataillon 159 mit 6 Offizieren, 19 Unteroffizieren und 142 Mannschaften

    Waffen : 12 Maschinengewehre und 2 Granatwerfer

    2°) Mittlerer Divisionsabschnitt : verantwortlich war dort das Grenadierregiment 1034

    - I.Bataillon/Grenadieregiment 1034 mit 5 Offizieren, 26 Unteroffizieren und 125 Mannschaften

    Waffen : 9 Maschinengewehre und 3 Granatwerfer

    - II.Bataillon/Grenadierregiment 1034 mit 5 Offizieren, 18 Unteroffizieren und 98 Mannschaften

    Waffen : 7 Maschinengewehre und 2 Granatwerfer

    unterstellt :

    - Kampfgruppe Diedrichs mit 1 Offizier, 22 Unteroffizieren und 116 Mannschaften

    Waffen : 8 Maschinengewehre und 4 Granatwerfer

    - I.Bataillon/Polizei-Sicherungsregiment 3 mit 5 Offizieren, 21 Unteroffizieren und 77 Mannschaften

    Waffen : 7 Maschinengewehre und 2 PAK 3,7 cm

    3°) Linker Divisionsabschnitt (befand sich südlich von s'Hertogenbosch) : verantwortlich war dort das Grenadierregiment 1035

    - I.Bataillon/Grenadierregiment 1035 mit 4 Offizieren, 30 Unteroffizieren und 230 Mannschaften

    Waffen : 16 Maschinengewehre, 3 Infanterie-Geschütze und 4 Granatwerfer

    unterstellt :

    - Fallschirmjäger-Bataillon "Gramse" mit 9 Offizieren, 93 Unteroffizieren und 398 Mannschaften

    Waffen : 33 Maschinengewehre, 8 Granatwerfer, 1 schwere PAK und 3 Vierlings-FLAK 2 cm

    - Fallschirmjäger-Bataillon "Bloch" mit 8 Offizieren, 101 Unteroffizieren und 382 Mannschaften

    Waffen : 42 Maschinengewehre und 3 Granatwerfer

    - Fallschirmjäger-Bataillon "Schneider" (Kompanie ?) mit 1 Offizier, 30 Unteroffizieren und 113 Mannschaften

    - Fallschirmjäger-Kompanie "Brehms" mit 1 Offizier, 26 Unteroffizieren und 79 Mannschaften

    Waffen : ("Schneider" & "Brehms") : 11 Maschinengewehre und 7 Granatwerfer

    An schweren Waffen standen dem Grenadier-Regiment 1035 zur Verfügung :

    3 leichte PAK 3,7 cm, 1 mittlere PAK 5 cm, 3 leichte Geschütze 7,5 cm und 4 leichte Geschütze 10,5 cm.


    An Artillerie standen der gesamten Division zur Verfügung :

    - I. und II.Abteilung/Artillerie-Regiment 159 mit zusammen 18 leichten Geschützen und 1000 Schuss Munition

    - III.Abteilung/Artillerie-Regiment 159 mit zusammen 6 schweren Geschützen und 307 Schuss Munition

    Am 23.10.1944 wurden der Stab der I.Abteilung und und 1. und 9.Batterie mit zusammen 6 Geschützen und 400 Schuss Munition für die Unterstützung der 712. Infanterie-Division in s'Hertogenbosch abgestellt.


    An panzerbrechenden Waffen standen der gesamten Division zur Verfügung :

    - 4 PAK 40 (7,5 cm)

    - 2 FLAK 8,8 cm

    davon waren bei dem Grenadier-Regiment 1035 im Einsatz :

    - 3 schwere PAK 40 (7,5 cm), die sich an den folgenden Orten befanden :

    1 schwere PAK am Ostausgang von Sint Michielsgestel; 1 schwere PAK 600 m südwestlich von Dungen und 1 schwere PAK 2,3 km nördlich von Sint Michielsgestel.

    - 2 FLAK 8,8 cm, die sich an den folgenden Orten befanden :

    1 FLAK 1200 m nordostwärts von Sint Michielsgestel und 1 FLAK (bzw. leichte Feldhaubitze 16) 600 m südlich von Dungen.


    Soweit die Aufstellung. In den Nacht vom 22. auf den 23.10.1944 kam es im Bereich des Grenadier-Regiments 1035 zu schweren Kämpfen mit britischen Truppen, die sich am 23. und 24.10.1944 fortsetzten und sich auf den Raum Weibosch - Schijndel und Sint Michielsgestel konzentrierten. Im dem Korpsbefehl 42 wurde der 59. Infanterie-Division befohlen sich in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1944 aus der aktuellen HKL zu lösen und eine neue Verteidigungslinie zu beziehen. Leider liegt mir dieser Korpsbefehl nicht vor und daher kann ich keine Angaben zu der neu zu beziehenden Verteidigungslinie machen.

    Die angreifenden britischen Truppen stiessen auf das sich gerade aus der HKL herauslösende Grenadier-Regiment 1035 und konnten dort die Front durchbrechen. Am 24.10.1944 war es dem Grenadierregiment 1035 gelungen den britischen Durchbruch abzuriegeln und durch einen Gegenangriff eine neue Verteidigungslinie bei Sint Michielsgestel zu beziehen.

    Die Verluste des Regiments waren erheblich und betrugen alleine bis zum 23.10.1944 abends :

    97 Tote, 314 Verwundete und 275 Vermisste.


    Gruss

    Wolfgang

  • Ich danke euch allen herzlich für eure Antworten!


    Guten Abend, CHB,

    hier zwei Notizen aus den Unterlagen des BDF - Suchdienstes:

    FschJgBtl BLOCH, FPNR. 62118, war im Oktober 44 (25.- 28.10.44) im Raum SCHIJNDEL - Hinthan? und hatte gem .NV II (Verlustliste) 4 Offiziere und 48 Mann an Vermißten.

    FschJg Btl BALZEREIT - Die 4. Kp ist am 23./24.09.44 im Raum SCHIJNDEL - OEDENRODE aufgerieben worden. Etwa 200 Mann wurden an diesem Tag als "vermißt" gemeldet. Zusätzlich 5 Überläufer.

    ...und schon hast Du über 250 MIA - FschJg.

    Zu dem FschJgBtl BLOCH gibt es scheinbar dokumentierte Umbettungen. Besonders nach schweren Luftangriffen auf SCHIJNDEL und WIJBOSCH. Der weitere Ort ist Hintham.


    Siehe diesen Link: www.Oisterwijk-Marketgarden.com

    Danke dir, Andre. Der Link war mir bekannt, hilft sicher auch noch anderen weiter.


    Hallo Ben,


    Es freut mich, dass mein Beitrag in Bezug auf den Einsatz der schweren Panzerjäger-Abteilung 559 euch weiterhilft.

    In der Zwischenzeit habe ich in dem KTB der LXXXVIII eine für euch interessante Austellung/Gliederung der 59. Infanterie-Division vom 22.10.1944 gefunden, von der das Grenadier-Regiment 1035 in dem für euch interessanten Raum eingesetzt war :

    (...)

    Danke dir, Wolfgang! Das ist eine Gliederung, mit der ich sehr gut arbeiten kann. Wahnsinn. Die hilft uns sehr weiter! Besonders, weil wir daran u.a. die Bodengefechte zumindest den Gefechtsabschnitten zuordnen können.


    "In den Nacht vom 22. auf den 23.10.1944 kam es im Bereich des Grenadier-Regiments 1035 zu schweren Kämpfen mit britischen Truppen, die sich am 23. und 24.10.1944 fortsetzten und sich auf den Raum Weibosch - Schijndel und Sint Michielsgestel konzentrierten. Im dem Korpsbefehl 42 wurde der 59. Infanterie-Division befohlen sich in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1944 aus der aktuellen HKL zu lösen und eine neue Verteidigungslinie zu beziehen. Leider liegt mir dieser Korpsbefehl nicht vor und daher kann ich keine Angaben zu der neu zu beziehenden Verteidigungslinie machen."


    Ich denke, dass ich dazu mehrere Meldungen (auch aus einem KTB) gelesen habe. Einige Quellen bin ich noch am ausarbeiten und durchsehen.


    Nochmals, herzlichen Dank für eure Mithilfe! Auch im Namen von Wim!


    Gruss

    Ben

  • Guten Tag, ihr Alle die bis jetzt and dieser Diskussion habt beigetragen!


    ich habe die vergangenen Tage viel recherchiert in Fold.3, den FTP Server von John Calvin und sämtlichen andere Stellen, und mein Fragebogen wird immer grösser scheint mir.... Deshalb habe ich einige Fragen die Ihr mich hoffentlich nicht übel deutet..... Trotzdem würde ich eine Antwort sehr schätzen!


    - An die genannten Stellen fand ich sehr viel Referenzen so wie 'KTB Anlagen' aber kein spezifisch Document genannt 'KTB'. Könnt ihr mich verweisen wo ich das KTB des LXXVIII AK zur genannten Zeit ( 23-29 Oktober '44) finden kann?
    - neben die schon genannten Details zu den Gefechten im Raum süd-östlich von Vught in diesen Tagen habe ich bis jetzt nichts finden können zu den Gefechten im Dorfe Vught auf der Strecke nach 's-Hertogenbosch: gab es die nicht ?

    - war es keine Vorschrift dass die unterordnete Einheiten (z.B. Sturm Geschütz Abt 559 und Kp. 363) auch ihre Kampfberichte erstatten an die Leitung des LXXXVIII AK ?


    Wiederum herzlichen Dank für eure Reaktion!


    herzlichen Gruss,


    Wim

  • Hallo leute,


    Es wird viel geredet über Fl.Jr einheiten die im raum Arnheim in einsatz waren, ich Habe eine Story über Fl.Jr die am 24 März 1945 bei ein bomben Angriff mit Typhoons in Dinxperlo

    gefallen sind. Dies wird jetzt untersucht und wir haben die sieben geschriebene briefe von

    einwohner und BB (Burger Bescherming) die redeten von mehr als zwanzig tote soldaten aber auch fluchtlinge aus Deutschland. Dies passierte auf den Bauernschaft Beggelder (Klein-Breedenbroek), am verschiedene bauernhöfe standen lastwagen mit Munition und kübelwagen untergesteld, die vier Typhoons haben insgesammt 32 raketen abgesschossen

    Mehrere fahrzeuge sind explodiert, die BB wurde am mittag des 24 März zum einsatz gerufen.

    Ein Fallschirm Hauptmann gab den auftrag um die reste der bzw männer in den bombenkrater

    zu beërdigen. Nach den krieg hat fast niemanden dar über geredet, mein opa hat immer gesagt, 'die wiesen dar bei den bauernhof sind die stillen zeugen von ein schrecklichen krieg'.

    Die letzsten eugenzeugen leben jetzt nicht mehr aber die briefe haben wir an die Gemeinde Aalten übergetragen, hoffentlich das eine boden geofysica gemacht wird.


    Groet,


    Robert-Jan