1. Baukompanie 322, Grenadier-Ersatz-Bataillon 151, Festungsstamm-Regiment 89 u.a. Einheiten

  • Hallo allerseits,


    gestern habe ich den langersehnten Brief von der WASt mit Auskünften zu meinen beiden Großvätern erhalten und erhoffe mir nun hier im Forum mehr Informationen zu den Einheiten, in denen sie waren. Beide stammen aus Ostpreußen.
    Vorher noch ein bisschen über mich selber: Ich bin 38 Jahre alt, lebe seit gut einem Jahr in Berlin, stamme ursprünglich aus der Nähe von Gießen und habe dazwischen einige Jahre in Bielefeld und später in Leipzig gelebt. Mein Vater lebt noch, meine Mutter & meine Großeltern nicht mehr. Von meinen Urgroßeltern weiß ich so gut wie nichts, meist nicht mal die Namen. Die beiden Großväter haben von ihren Kriegserlebnissen nichts konkretes erzählt, weshalb ich da bisher sehr im Dunkeln tappte. Am meisten habe ich noch von der englischen Kriegsgefangenschaft meines einen Großvaters erfahren; in diesem Punkt war die WASt nun sehr detailliert.
    Nun aber zu meinen Fragen:


    Mein einer Großvater lebte in Altenbude im Kreis Goldap und wurde im September 1939 in die 1. Baukompanie 322 eingezogen. Zu der habe ich im Netz bisher gar nichts gefunden, kann hier jemand weiterhelfen?


    Am 6.4.1943 kam er dann in die Stammkompanie bzw. 3. Kompanie Grenadier Ersatz-Bataillon 151 nach Bialystok. Dazu habe ich im Lexikon der Wehrmacht etwas gefunden: http://www.lexikon-der-wehrmac…ErsBat/InfErsBat151-R.htm


    Schon am 15.4.1943 war er im Landesschützen-Ersatz-Bataillon 246 in Sudauen, worüber ich wieder nichts gefunden habe bisher.


    Wiederum schon am 29.04.1943 kam er in die 2. Kompanie Ausbildungsstab 5/246 (ebenfalls in Sudauen). Auch darüber weiß ich bisher nichts weiter.


    Ab dem 25.6.1943 war er in der 6. Kompanie Festungsstamm-Regiment 89 in Belgien, wo er schließlich am 12.9.1944 gefangen genommen wurde (in Westende bei Nieuwpoort). Das LXXXIX. Armeekorps kennt das Lexikon der Wehrmacht: http://www.lexikon-der-wehrmac…gen/Korps/LXXXIXKorps.htm


    Aus seinem Antrag auf Kriegsgefangenenentschädigung gehen noch seine beiden letzten Einheiten hervor: Festungsstamm Stützpunkt Wendüne bei Ostende und zuletzt Schleusenkommando Nieuwpoort.


    Der andere Großvater stammt aus Dimmern im Kreis Ortelsburg, über ihn hat die WASt nur eine einzige Auskunft: Er war von September 1939 bis mindestens zum 22.2.1942 in der 2. Kompanie Infanterie-Regiment 346. Das steht im Lexikon der Wehrmacht: http://www.lexikon-der-wehrmac…rieregimenter/IR346-R.htm
    Klingt nicht gut. Er hat den Krieg überlebt, viele seiner Kameraden vermutlich nicht.


    Da ich selber nie bei der Armee war, habe ich keine Ahnung von den Unterteilungen, kann mir also z.B. nichts unter einer Kompanie vorstellen. Ich bin sehr gespannt auf Eure Antworten und freue mich über jedes Puzzleteil.


    Liebe Grüße,
    Timo

    Edited once, last by iromeister ().

  • Grüß Gott Timo,


    herzlich willkommen hier im Forum der Wehrmacht !


    Mit 1./ Bau-Kp 322 ,dürfte das hier gemeint sein,
    http://www.lexikon-der-wehrmac…en/BauBtl/BauBtl322-R.htm
    Ein Lds .Ers.Btl. 246 ,habe ich im Lexikon auch nicht gefunden,allerdings die Stadt Suwalki,wurde auch Sudauen genannt,dort waren schon im I.WK deutsche Soldaten stationiert.
    Mit Wendüne ,dürfte Wenduine in Belgien gemeint sein,Teil des Atlantikwalls.
    Servus Eumex
    Vivat Bavaria

    Edited 2 times, last by Eumex ().

  • Guten Tag Timo,


    erstmal herzlich willkommen im Forum.


    Ich bin wahrlich auch kein Kenner der Formationsgeschichte der Wehrmacht, andere Baustellen,
    aber zumindest zu deiner Bemerkung

    Quote

    kann mir also z.B. nichts unter einer Kompanie vorstellen.


    möchte ich dir gerne eine Arbeit unseres Lexikons an die Hand geben, es dürfte etwas Licht ins Dunkle bringen:


    http://www.lexikon-der-wehrmac…z/Heer/Truppenstaerke.htm


    Ich hoffe, es nützt dir was. ;)


    Beste Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Eumex und Huba,


    danke für Eure schnellen Antworten! Dieses Baubataillon war ja quasi ne Eintagsfliege. Das heißt auch, dass bei meinem einen Opa eine größere Lücke zwischen September 1939 und April 1943 klafft. Die werde ich wohl nicht mehr schließen können. In seinem Antrag auf Kriegsgefangenenentschädigung schreibt er auch "da uns bei Gefangennahme Soldbuch und sämtliche Notizen abgenommen wurden." Die sind dann wohl, wenn überhaupt, nur in englischen Archiven zu finden. Oder wurden solche Dokumente irgendwann wieder nach Deutschland überführt?
    Der Artikel über die Truppenstärken ist auch sehr hilfreich, um einen Eindruck zu bekommen.


    Herzliche Grüße,
    Timo