Zentral Ersatzteillager 12 Krakau (Z.E.L.)_Brückenbau Bataillon 552

  • Hallo Kay,


    abgeglichen mit alten Karten müßte das Gebäude das der heutigen Politechnika Krakowska sein.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,


    genau das ist es.

    In diesem Gebäude war dann auch noch das ZEL 105 Restkommando und das/die ZEL 105 Zweigstelle. (Oder halt knapp dahinter), ich denke, die Gebäude dahinter auf dem Plan sollten dann die Holzbaracken sein, wo jetzt Tennis und Fußballplatz sind. (siehe Opas Bilder 01 komp)


    Grüße vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Hallo zusammen,


    Für Interessierte unter den Forenlesern habe ich mal die Liste, welche auch den Standort des ZEL12 beschreibt als auch den dazu gehörenden Lageplan angehängt.


    Gerne dürfen auch Kommentare geschrieben werden... :)


    Liebe Grüße vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Hallo zusammen,


    ich habe nun die letzten Tage mit meiner Tante gesprochen und sie meinte, dass mein Opa wohl doch in Frankreich (wohl an der Französischen/Belgischen Grenzregion), als auch zum Kriegsende in Liegnitz (Besuch seiner Frau in Liegnitz) war. Da sie wohl Waren (Geschenke) aus dieser Region von meinem Opa erhalten hatte (Wein aus der Region im Charleville (für die Frau), Lackschuhe (für meine Tante) und Spitzen(-decke) aus Belgien). Da sich seine Spur ja zwischen dem Januar 1940 und dem Juni 1941 laut DDWast nicht im militärischen Sinne klären lässt (da wohl Ende Januar 1940 entlassen und Juni 1941 wieder eingezogen).


    Ich habe nun das Soldbuch meines Opas etwas genauer angesehen. Wenn ich es richtig verstehe werden die Feldtruppenteile bei denen man nicht mehr ist durchgestrichen und die neuen darunter vermerkt. Wenn ich nun die einzige uns bekannte Feldpostnummer 08284 als gegeben annehme, dann sollte/müsste er wohl doch in Frankreich gewesen sein, und zwar in Charleville in der Gerätebeschaffungsstelle (06). Wenn ich das Datum (20.9.40) auf Bild 2 (22) mit der FPN 08284 mit dem Truppenteil dazu in diesem Axis vergleiche, dann sollte dies gerade der Wechsel von der Gerätebeschaffungsstelle Charleville zur Kraftwagen-Gerät-Beschaffungsstelle sein. Weiter kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen, dass ein Landser der im Januar 40 - Juni 41 nicht bei der Truppe war, schon ab 1.11.41 zum Unteroffizier befördert wird. Auch seine Nummer der Kriegsstammrolle (25/40) weist eher darauf hin, dass er weiter bei der Truppe war. Auch seine Urlaube (Bild 27) beweisen auch, dass er in der Wehrmacht blieb. Da er vom 26.08 - 9.9.40 Erholungsurlaub bekommen hatte (Stempel kommt von Gerät-Beschaffungsstelle).


    Jetzt muss ich nur noch eine tatsächliche Verbindung nach Liegnitz finden. Das gibt sein Soldbuch nicht wirklich her. Im Archivwesen Sachsen habe ich einen Eintrag (zum Zentralersatzteillager 12 Liegnitz) gefunden. Langsam kommt Licht ins Dunkel.


    Freue mich auf Antwort.


    Liebe Grüße vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Hallo Kay,


    die Feldpostnummer "erzählt" in der Regel mehr als auf den erste Blick auffällt


    In deinem Fall lese ich das so,



    FPN 08284


    Frühjahr 1940 Geräte-Beschaffungs-St. Charleville,

    Herbst 1940 Umbenennung in Kraftwagen-Geräte-Beschaffungs-St. Charleville,

    ab Anfang 1941 Kraftwagen-Geräte-Beschaffungs-Stelle Krakau incl. Verlegung nach Krakau.

    Anfang 1943 Umbenennung im Zentral-Ersatzteillager-Krakau.


    Es war immer physisch die gleiche Einheit nur mir andrem Namen und ggf. etwas anderen Aufgaben.

    Gruss Dieter

  • Hallo Kay,


    Da sich seine Spur ja zwischen dem Januar 1940 und dem Juni 1941 laut DDWast nicht im militärischen Sinne klären lässt (da wohl Ende Januar 1940 entlassen und Juni 1941 wieder eingezogen).

    Er muss ja bei der Truppe geblieben sein, sonst hätte er ja nicht

    vom 28. 8. - 9.9. 40 Urlaub bekommen können - wahrscheinlich von der gleichen FPN, wie darunter.


    MfG Ludwig

    Never let go!

  • Hallo Augustdieter,


    theoretisch stimme ich Dir zu, aber ich denke, dass die Umbenennung in ZEL12 schon früher stattfand und nicht erst am 25.1.43, da bei der Beförderung meines Opa's (1.11.41) der Dienststempel schon auf "Zentral-Ersatzteillager 12" lautete (siehe Bild ...22 komp). Auch, denke ich, dass das ZEL12 bis zum 31.7.43 in Krakau war und ab dann wohl auch in Liegnitz, oder dort schon länger eine "Zweigstelle" hatte??? Da im Archivwesen Sachsen eine Lieferung, datiert auf 1944 nach Liegnitz zum ZEL12 ging und eine andere in 1945 an das ZEL12 in Krakau

  • Hallo zusammen,


    ich sehe gerade, dass ich oben vergessen habe mich zu verabschieden... Sorry.

    Darf ich ggf. um eine kleine Entschlüsselung des Textes aus dem Soldbuch meines Großvaters bitten?


    Das Datum, von - bis und die Summe ist klar...


    Danke im Voraus und liebe Grüße vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Hallo JR,


    Aha, wenn man es in Klarschrift vor sich hat sehr einleuchtend.

    Vielen herzlichen Dank.


    Grüßle


    Kay Schmauder

  • Hallo zusammen,


    ich hab da noch ein Foto gefunden, von meinem Opa in Krakau. Ggf. kennt sich hier einer in Krakau aus und kann mir helfen, wo dieser Ort in Krakau ist. Im Forum "geschichtsspuren" habe ich bis dato keine Info erhalten.


    Das Foto ist beschriftet mit "Auf der Krakauer Börse!"


    Ich habe keine "Börse" bei dem großen Landkarten zur Verfügung Steller (GM) in Krakau gefunden. Kann auch nur sein, dass ich nur Pech beim denken hatte...


    Danke und Grüßle vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Grüß Dich Kay,


    vielen Dank für das Einstellen des schönen Bildes.

    Ich gehe davon aus, dass Dein Opa hier mit "Börse" einen Platz meinte, an dem (hier von den Kindern) "Handel getrieben" wurde.


    Viele Grüße

    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    das könnte sein. Ich versuche den Ort mal in diesem Jahr zu finden... :thumbsup:


    Liebe Grüße vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Hallo zusammen,


    Mein Großvater war ja Baujahr 1914. Die Informationen der wast sagen aus, dass er "erst" im September 39 zur Wehrmacht kam. Somit wäre er mit 25 Jahren eingezogen worden. Es wird im Lexikon beschrieben, dass ab 18 Jahren eingezogen wurde um die Wehrmacht aufzubauen. Und ab 35 bzw. 36 eine zwei Jährige Wehrdienst Zeit gefordert bzw. umgesetzt wurde. Kann es ggf. sein, das mein Opa schon vorher seinen Grundwehrdienst leistete und dann im September wieder einberufen wurde? Wenn ja, gibt es Möglichkeiten Die Zeit vor 39 zu erforschen?


    Grüße vom Bodensees

    Kay Schmauder

  • Hallo zusammen,


    gibt es ggf. Lagekarten vom Oberrhein (so ungefähr Januar 1940) genauer im Bereich der 260. ID, oder noch genauer im Bereich von Neuenburg – Chalampé?

    Wo die stationierten Einheiten eingezeichnet sind? Ich bin nämlich immer noch auf der Suche nach dem genauen Ort an dem mein Großvater bei dem Brückenbau Bataillon 552 in "Wartestellung" war.

    Freue mich auf Antworten.


    Liebe Grüße vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Hallo zusammen,


    es gibt wieder was Neues zu meinem Großvater.

    Ich habe im Staatsarchiv in Augsburg (in seiner Polizeiakte) den Fragebogen der Amy's, sein Spruchkammerbescheid und noch einige weitere aufschlussreiche Dokumente gefunden... :thumbsup:

    Somit kann ich nun seinen kompletten Lebensweg Schule, Ausbildung, Gesellenausbildung, Arbeitsweg, Wehrdienst, Kriegszeit, "Gefangenschaft" und Nachkriegszeit nachzeichnen. JUHU.


    Wen es interessiert:


    Von 1920 - 1927 besuchte er die Volksschule in Hülben samt Abgangszeugnis.

    Von 04.1927 - 31.03.1931 absolvierte er die Gewerbeschule in Urach, in dieser Zeit war er auch als Lehrling und Mechaniker-Geselle bis Mitte Mai 1933 bei der Pumpenfabrik in Urach (die heutige URACA) beschäftigt.

    Nun gibt es vom 17.05.1933 - 01.01.1934 ein kleines Loch, aber ich denke, da der Grund des Endes des Dienstverhältnisses "Arbeitsmangel" war dürfte er einfach Arbeitslos gewesen sein. Er zog etwas weiter weg von Hülben an den Bodensee und begann dann

    am 02.01.1934 die Arbeit bei der ZF (wer den Laden nicht kennt; Zahnradfabrik Friedrichshafen, ein Ableger von Zeppelin :))

    Hier war er bis zum 31.03.1938

    Am 01.04.1938 bekam er eine militärische Ausbildung zum Pionier bei dem Pi. E. Btl. 5 in Ulm bis zum 28.05.1938 (das nenne ich mal schnell).

    Danach ging es wieder zur ZF (01.06.1938 - 26.08.1939)

    Nun folgte ein kurzes Gastspiel beim "Brückenbau Pi. E. Btl. 552" (so hat er es im Fragebogen geschrieben) vom 27.08.1939 bis zum 10.01.1940. Sein Dienst-Vorgesetzter war hier Lt. Paul Eberle

    Vom 11.01.1940 bis 01.05.1940 war er dann beim "ZEL Kassel" unter Hauptmann Krüger

    Dann ging es nach Frankreich, vom 06.05.1940 - 12.12.1940 war er dann bei der "Gerätbeschaffungsstelle Charleville" unter Hptm. Kirschbaum.

    Von Frankreich ging es dann direkt ins "Generalgouvenement" nach Krakau zum "ZEL 12 Krakau" (Vorgesetzter war hier und auch dann in Liegnitz Oberstleutnant Oesterlein) wo er vom 14.12.1940 - 07.08.1944 als Uffz. /Lagerverwalter (Schirrmeister) tätig war.

    Wie oben schon erwähnt wurde das "ZEL 12" nach Liegnitz verlegt hier war er vom 08.08.1944 bis zum 07.02.1945.

    Von hier ging die Reise dann zum "ZEL 1 Lenggries" (vom 08.02.1945 bis 01.05.1945) unter Hptm. Wilkendorf.

    Ausscheiden aus der Wehrmacht laut seinen Aussagen am 02.05.1945

    Einnahme Lenggries durch das 141. Infanterieregiment der 36. US-Infanteriedivision dann am 03.05.1945.

    Seine Entlassungsbescheinigung "Certivicate of discharge" datiert auf den 04.07.1945 von der "X-Army", das war dann wohl ein kleines "Independensday-present" 2 Monate "Gefangenschaft" sind/waren sicher zu ertragen.


    Ab November 1945 war er dann bei der Landes-Polizei und auch als "Constabul-Verbindungsmann" in Immenstadt tätig.


    Ich denke bei meinem Opa kann ich mich jetzt zurücklegen und einfach nur noch freuen.

    Natürlich freue ich mich auch immer über etwaige weitere Anregungen und weitere Hinweise wie schon einige male in diesem Post angemerkt... ;)


    Liebe Grüße vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Guten Abend Kay,


    freue mich mit Dir - wie ungewöhnlich und wohl auch recht selten,

    so detailliert Auskunft zu haben. Und wenn es bei einem selbst

    (mein Großvater) nicht ganz so ausführlich ist, was wir wissen,

    dann freut man sich halt bei einem anderen mit :-) .


    Grüße, Kordula

  • Hallo zusammen,


    Ein kleiner Nachtrag zu dem Bild (der Frage) im Post #31. Ich habe nun eine Antwort vom geschichtsspuren-Forum erhalten (freu).

    Der genaue Ort ist nun fixiert und es handelt sich um eine Säule (die linke) am Ostausgang der Tuchhallen.


    Grüße vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Hallo liebes Forum,


    es gibt neues zum Z.E.L.12 in Krakau.

    Ich habe Bilder erhalten, welche von einem Angehörigen des Z.E.L.12 in Krakau gemacht wurden (ein Kamerad meines Großvaters) - FREU -


    Das erste Bild zeigt im Hof des ZEL (der Kadettenschule) eine "Dekoration" durch Hauptmann Stahl und Oberstleutnant Grabert, zum Vergleich ein Bild der heutigen Hochschule (Seite), an der die hinteren Fenster identisch sind zu den auf Bild 1. Leider ist mein Großvater nicht auf dem Bild zu finden...


    Das dritte Bild ist wohl das Quartier im Winter 1941. Die Bauweise ist mit einigen noch stehenden Gebäuden der dahinter liegenden Kaserne (Żandarmeria Wojskowa. Oddział)oder auch "Militär Polizei" (zu mindestens laut google) identisch.


    Viel Spaß mit den Bildern.

    Das aller schönste ist, dass ich auf Grund meiner Eintragungen hier im Forum einen Kontakt zu einem Sohn des oben genannten Angehörigen bekommen habe, somit dürfte es viel zu besprechen geben...


    Liebe Grüße vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Hallo liebes Forum,

    Ich habe noch eine Frage bzgl. der Eintragung in dem/den Soldbuch/-büchern.

    Im Soldbuch meines Großvaters ist das ZEL 1 Lenggries nicht eingetragen, dass er dort war weiß ich aus seiner Entlassungsbescheinigung von den Amerikanern. Im Soldbuch des Kameraden meines Großvaters ist die Eintragung "ZEL 1 Lenggries (ital.)" zu finden. Beide waren definitiv in Lenggries. Kann es ggf. sein, dass das ZEL 1 Lenggries für den Einsatz in Italien vorgesehen war, bzw. von dort kam?

    Über Antworten freut sich...

    Mit lieben Grüßen vom Bodensee

    Kay Schmauder