Pionier-Bataillon 81 der 45. Infanterie-Divison, 45. Grenadier-Divison und 45. Volks-Grenadier-Division

  • Pionier-Bataillon 81


    Vorwort und Quellen

    Hier wird in zeitlicher Abfolge der Einsatz des Pionier-Bataillons 81 anhand von den mir vorliegenden Quellen dargestellt.
    Im Text wurden die allgemein bekannten Abkürzungen verwendet. --> Abkürzungsverzeichnis.
    Ab Dezember 1939 werden die Aufzeichnungen von Josef Tanzmayer in den zeitlichen Ablauf in Kursivschrift eingefügt.
    Es war Josef Tanzmayers Wunsch, möglichst vielen Menschen seine furchtbaren Kriegserlebnisse zu vermitteln.
    Mein besonderer Dank gilt Herrn G. Fleischmann aus Hagenberg i.M., der mir im Auftrag von Josef Tanzmayer dessen Aufzeichnungen zur Verfügung stellte.


    Quellen:
    Nara T 77, T 78, T311, T312, T313, T314, T315, T501
    FPÜ I, II und III
    VBL DRK
    Mein Weg mit der 45. Inf.-Div. von Dr. Rudolf Gschöpf
    Gefallenen- und Vermisstenlisten der 45. Infanterie Division von Dr. Rudolf Gschöpf
    Frontkämpferbund der 45. Infanterie-Division (überlassene Unterlagen und Bilder)
    Linzer Turm mehrere Ausgaben
    Aufzeichnungen von Josef Tanzmayer 3.Kp(mot) PiBtl. 81
    Wehrmacht im Ostkrieg von Christian Hartmann
    Sammlung Köhler


    Quellen werden nur dann separat genannt wenn sie hier nicht aufgelistet sind.


    Das Jahr 1938


    Aus dem k. u. k. Pionierbataillon Nr. 2 mit Übergang in das 1. Bundesheer 1920 als „Technisches Bataillon Oberösterreich Nr. 4“ .


    Um den 1. Juni 1935 Umbenennung in oberösterreichisches Pionier-Bataillon Nr. 4, am 20. April 1936 wurde der Zusatz "Birago" verliehen.
    Das oberösterreichische Pionier-Bataillon "Birago" Nr. 4 war der oberösterreichischen 4. Division des österreichischen Bundesheeres unterstellt.
    Standort war die Pionierkaserne in Linz.


    Kommandant: Oberstleutnant Richard Baumgartner
    Adjutant: Hauptmann Anton Hacker
    1. Kompanie Major Emil Slubezakowski
    2. Kompanie Major Johann Simmler


    1. August 1938
    Aufgestellt als Pionier-Bataillon 81 mit Friedensstandort Linz im Wehrkreis XVII.
    Zur Aufstellung wurde Personal des Pionier-Bataillons 4 "Birago" verwendet, welches bereits am 01. April 1938 bei der Übernahme ins Reichsheer mit der Verwendung als Pionier-Bataillon 81 bedacht war.
    Das Bataillon wurde von zwei auf drei Kompanien erweitert, die 3. Kompanie wurde motorisiert. Hinzu kamen noch eine Brückenkolonne und eine leichte Pionier-Kolonne.
    Das Bataillon hatte nach Mob-Kalender eine Brückenkolonne B personell aufzustellen.


    Das Pionier-Bataillon 81 war der 45. Infanterie-Division unterstellt.


    20.09. - 28.09.1938
    Teilnahme am Herbstmanöver im Raum Groß-Gerungs-Arbesbach.
    Von hier aus zum Einsatz im Sudetenland, wobei das Bataillon taktisch auf dem Gesamtstreifen Freistadt - Kaplitz aufgestellt wurde.
    Die 3. Kompanie gehörte zum "Detachement Garais" unter Führung IR 130 und anderen motorisierten Einheiten der 45. ID als Verbindung für den Raum westlich Gratzen bis Gmünd mit dem Schwerpunkt. über Gratzen vorzustoßen.
    Ab Weitra übernahm das Kommando Oberstleutnant Wolfsburger (Kdr. IR 130).
    (benannt nach Oberst i.G. Garais)

    Ende Oktober bis Mitte November 1938
    Rücktransport in die Garnision nach Linz.


    Anfang November 1938
    Neuer Bataillonskommandeur Major Masuch


    Friedensgliederung 10.11.1938


    10.11.38.JPG


    November 1938 bis März 1939
    Anfang Dezember Soldateneid nach deutschem Wehrgesetz.
    Intensive Ausbildungsarbeit.


    Personal:
    Kommandeur: Major Alfred Masuch ab 00.11.1938
    Adjudant: Leutnant Alois Hauser
    ohne 1. Kompanie
    Chef 2. Kompanie Oberleutnant Lothar Schottnegg
    Zugführer: Leutnant Gerhard Stephani
    Zugführer: Leutnant Czybulka
    Zugführer: Leutnant Schmidt
    Chef 3. Kompanie Hauptmann Fritz Gephart
    Zugführer: Leutnant Irle
    Zugführer: Leutnant Hans Joachim von Mentz

  • Das Jahr 1939


    Hinweis:
    Die leichte Kolonne und die Brückenkolonne werden im KTB nicht genannt. Auf Grund der Brückenbaustellen ist davon auszugehen dass Teile der Kolonnen daran beteiligt waren.
    Die 3(mot)./Kp. gehörte der Vorausabteilung unter Führung der Aufklärungs-Abteilung 45 an, die Kompanie konnte nicht immer die Geschwindigkeit mithalten, Grund dafür waren die LKW's die mit
    Minen beladen waren und die sehr schlechten Straßenverhältnisse.


    Mitte März 1939
    Verlegung in den Raum südlich Mährisch-Krummau, Aktion "Schneeglöckchen" Schutzhoheit Deutschlands über die Tschechei.

    Anfang April 1939

    Rückverlegung in die Heimatgarnison.


    April bis Mitte Juli 1939
    Intensive angespannte feldmäßige Ausbildung und Schulung auf allen Gebieten.
    Davon ca. 4 Wochen auf einem Truppenübungsplatz.


    15. Juli bis Anfang August 1939
    Das Bataillon verlegt mit der Division in den Raum Mährisch-Ostrau - Friedek-Mistek zu Schanzarbeiten für einen "Ostwall".


    Anfang August 1939
    Rückverlegung in die Garnisonen.


    20. 08 1939
    Urlaubssperre angeordnet.


    24.08.1939
    Eingang des Befehls X-Tag 26.08.1939 00:00 Uhr, Ziel Mährisch Ostrau.


    26.08.1939
    Mit der Mobilmachung wurden dem Bataillon folgende Feldpostnummern zugeteili:
    Stab: 05027
    1. Kompanie: 00390
    2. Kompanie: 27588
    3. Kompanie: 29096
    leichte Kolonne: 01533
    Brückenkolonne B: 24016


    Gliederung1.JPG


    28.08.1939
    Abtransport aus den Garnisonsorten. Die durchschnittkiche Fahrzeit betrug 17 Stunden.
    Transportstraße - Amstetten - Wien - Lundenburg - Prerau - Richtung Mährisch Ostrau.
    Die Division benötigte 73 Zuggarnituren.
    Das Pi.Btl. 81 mit Stab und 2. u. 3. Kompanien gehörte zu beschleunigt ausrücksfähig Truppenteile des WK XVII und verlegt zur Sicherung in den Raum Mährisch Ostrau.


    29.08.1939
    20:00 Uhr 1. Kp. meldet Verwendungsbereitschaft und wird nachgeführt, im Frieden nicht vorhanden. (nach Mob-Kalender)
    20:00 Uhr Brü.Kol. B meldet Verwendungsbereitschaft und wird nachgeführt, im Frieden nur Geräteeinheit /Eingelagert. (nach Mob-Kalender)


    30.08.1939
    Ab 18:00 Uhr Alarmzustand, ab 19:00 Uhr in der Dunkelheit Ausgangstellungen beziehen.
    Uffz. Heinrich Durstberger 1. Kp. † bei einem Unfall.


    31.08.1939
    Eine Kompanie wird dem IR 133 zugeführt in den Raum Palkowice - Baska - Skalice.

    01.09.1939

    O.U. Friedek-Mistek Stab und Kolonnen.
    2. Kompanie Ausbesserung der Straßenbrücke 3,5 km ostwärts Hasjnik (in 1,5 Stunden)
    3. Kompanie Bau einer Umleitung über die Tyra bei Nebory - Lycbrce.
    3. Kompanie Bau einer Behelfsbrücke über die Olsa in Trinec. (in 4 Stunden)
    3. Kompanie Kriegsbrücke über die Olsa mit Behelfsbrücke gemischt bei Konska.


    02.09.1939
    3. Kompanie Errichtung einer Furt über die Weichsel bei Skotschau.
    Pionier Joachim H. Holst 3.(mot)/Kp., † im Olsa-Abschnitt.

    02. / 03.09.1939

    In der Nacht werden die Übergänge über die Weichsel und Brennica hergerichtet.
    Pioniere setzen Wegemarkierungen.


    03.09.1939
    Die Solabrücke in Czaniec ist zerstört, Bataillon meldet die Herstellung als schwierig und nicht vor 10:00 Uhr durchführbar.
    Uffz. Otto Freudenberger 1. Kp., † in Birau.


    04.09.1939
    Teile des Bataillons sind inzwischen an der Andrychow vorgeworfen worden. Die Wege von Czaniec nach Andrychow werden als schlecht gemeldet.
    2. Kompanie Bau einer Kriegsbrücke in Kobiernice (in 9 Stunden).


    05.09.1939
    3. Kompanie Bau einer 8 to Behelfsbrücke in Krzywaczka.


    09.09.1939
    3. Kompanie Verstärkung der Brücke auf 20 to über den Dunajec (in 1,5 Tagen).
    3. Kompanie Bau einer Behelfsbrücke bei Tarnow.


    11.09.1939
    3. Kompanie Ausbesserungen bei Rzeszow (in 3 Stunden).


    12.09.1939
    2. Kompanie Ausbesserungen bei Wysoka (in 3 Stunden).
    2. Kompanie Ausbesserungen bei Lancut (in 4 Stunden).
    3. Kompanie Bau einer Behelfsbrücke 16 to in Gluchow.


    13.09.1939
    Drei Züge der 3. Kompanie Bau von 3 Behelfsbrücken über die Lubaczowa.
    (Siehe auch Foto 68 in Deutsche Pioniere 1939-1945)


    14.09.1939
    1. Kompanie Bau einer Behelfsbrücke 16 to in Oleszyce.
    2. Kompanie Bau einer Behelfsbrücke 10 to in Zapalow (in 12 Stunden).

    15.09.1939

    Infanteristischer Einsatz nördlich Oleszyce am Waldrand der Linie Uszkowce - Lubomierz - Futory zur Lückenschließung zwischen dem I./133 und I./135.


    17.09.1939
    3. Kompanie Bau einer Behelfsbrücke in Dobrosin.


    21.09.1939
    2. Kompanie Bau einer Behelfsbrücke 8 to in Zapalow.


    26.09.1939
    Das Bataillon (ohne 3. Kp.) marschiert auf der Straße Jaroslaw - Lezaisk - Sandomierz und erreicht bis 07:00 Uhr Wola Petkinska, hier wird das Bataillon der Marschgruppe Boie (Kdr. IR 130) eingegliedert.
    Die 3. Kompanie (mot) ist zur Ausbesserung der Vormarschstraße angesetzt, damit ein reibungsloser Vormarsch gewährleistet ist.
    Nach dem Erkunden wird Quartier im Raum Gorno bezogen.


    27.09.1939
    3. Kompanie (mot) ist auf der Vormarschstraße zur Wegeausbesserung eingesetzt mit Schwerpunkt nördlich Rudnik.
    Ein Zug vom Bataillon bis 08:00 Uhr in Wola Stalowa, dort Meldung beim Div.Adj. im Gymnasium.


    28.09.1939
    Bataillon trifft in Nisko ein und bezieht Quartier in der Kaserne.
    3. Kompanie (mot) wird in eine bewegliche Divisions-Reserve eingegliedert.


    04.10.1939
    Das Bataillon fängt um 14:00 Uhr mit dem Bau der San-Brücke an. Ein Hinübergehen über das Ostufer des San ist jedoch wegen der in Krzeszow befindlichen Russen verboten.


    05.10.1939
    1. und 2. Kompanie Bau einer Kriegs- und Behelfsbrücke kombiniert in Kreszow (in 2 Tagen).
    Abgabe von Personal - siehe Anhang.


    Abgabe von Personal.JPG Personalabgaben.JPG


    06. bis 11.10.1939
    1. Kompanie Bau einer schweren Behelfsbrücke über den San in Kreszow (in 6 Tagen).


    06.10.1939 - abends
    3. Kompanie Bau einer Behelfsbrücke 6 to über den Tanew in Harasjuki.


    07. bis 08.10.1939
    2. Kompanie Bau einer Behelfsbrücke 16 to für den Dauerverkehr über die Tanew in Harasjuki.


    08.10.1939
    Bataillon erkundet Vormarschstraße der Division bis Zamosc - Jezefow.
    O.U. Aleksandrow, Stab in Wodaczow.


    09. bis 12.10.1939
    Pionier-Bataillon 81 stellt die volle Benutzbarkeit der Straße Zamosz - Hrubieszow sicher.
    Bataillon erkundet Vormarschstraße der Division bis Horyszow Ruski - Tomaszow.
    Einrichtung eines Stafettenpostens in Werbkowice an der Linie 2 Zamosc - Hrubieszow und zurück.
    09.10. - O.U. Jezefow, Stab im Ostteil Zamosc.
    10.10. - O.U. Stab im Ostteil Zamosc, weitere Teile im Raum Malice - Werbkowice.
    11.10. - O.U. Raum Malice - Strcyzojec, Stab in Werbkowice.
    Kommandeur des Batl. veranlasst die Zuteilung ausreichender Pionierkräfte zu IR 130.
    Aufgabe: Ausbesserung der Vormarschwege des IR 130.
    Das Bataillon stellt im Zuge des Zurückgehens der Russen den Zustand der Straße Hrubieszow - Krylow - Sokal fest.


    13.10.1939
    Stab und 3.(mot)/Kp. werden nach Zamosc verlegt und unterstehen dort territorial dem Ortskommandanten. Das technische Kommando der Division wird dem Pionier-Bataillon 81 unterstellt. 1. u. 2./Pi.Btl. 81 verbleiben in Werbkowice.


    14. bis 16.10.1939
    Das Bataillon setzt bis auf weiteres alle verfügbaren Teile zur Straßenausbesserung im Anschluss an eine bei Zawada hierzu bereits eingesetzte Pi.Kp./70 ein. Die Straße Zawada - Zamosc ist unter weitgehender Heranziehung von Zivilbevölkerung schnell und gründlich herzurichten.


    19.10.1939
    2./Pi.Btl. 81 ist für die Dauer ihres Aufenthaltes in Werbkowice dem Kommandeur IR 130 territorial unterstellt. Aufgabe: Tätigkeiten an der Brücke in Werbkowice sowie Befriedungs- und Sicherungsaufgaben in den von ihr belegten Orten.


    20.10.1939
    Bataillon übernimmt die Bauaufsicht für die Straßenbrücke bei Krasnystaw.
    (Siehe auch Foto 71 in Deutsche Pioniere 1939-1945)
    Ortsunterkunft: Zamosc, Pilzudski Kaserne, Objekt, 12, 51, 52, 55 und 64.


    22.10.1939
    Div. Kdeur wohnt der Probebelastung der vom Bataillon wieder hergestellten Eisenbahnbrücke in Werbkowice bei.


    23.10.1939
    2./Pi.Btl. 81 Bau der Straßenbrücke am Bahnhof in Werbkowice.

    26.10. bis 03.11.1939

    Beginn der Verlegung in das Einladegebiet.
    Das Bataillon verlegt mit der Eisenbahn von Zamosz und Werbkowice in den Raum Natolin - Dzierzkow - Kiedrzyn - Mysliszowice und in den Raum Weronow - Dlugojow - Kol. Grzmucin - Makow Nowy (nordöstlich und südöstlich Radom).
    Radom darf nicht belegt werden. Motorisierte Einheiten erreichen spätestens am 03.11. die vorgesehenen Unterkunftsräume.


    10. bis 11.11.1939
    Beginn der Verladung und Transport nach Westen.

    • Stab (ohne mot), Musik, 1. u. 2. Kp. (ohne mot), mit Fahrtnummer 187828 (Einheitszug I) von Kamienna. Beginn der Verladung 10.11. 06:00 Uhr bis 09:00 Uhr, Abfahrt in Kamienna am 10.11.1939 10:39 Uhr.
    • 3.(mot).Pi.Kp. und le.Pi.Kol.(mot) mit Fahrtnummer 187831 (Einheitszug K) von Szydlowiecz. Beginn der Verladung 10.11. 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Abfahrt in Szydlowiecz am 10.11.1939 17:59 Uhr.
    • Brück.Kol.(mot) ohne (1.Pont.Zug) mit Fahrtnummer 187830 (Einheitszug K) von Rozki. Beginn der Verladung 10.11. 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr, Abfahrt in Rozki am 10.11.1939 23:08 Uhr.
    • 1.Pont.Zug Brück.Kol., mot. Teile von Stab und 1. u. 2. Kp. mit Fahrtnummer 187829 (Einheitszug K) von Szydlowiecz. Beginn der Verladung 10.11. 21:00 Uhr bis 11.11. 01:00 Uhr, Abfahrt in Szydlowiecz am 11.11.1939 01:59 Uhr.

    Für den Verladezeitraum stellt das Bataillon je einen Bahnhofsoffizier in Kielce und Zagnansk.


    45 Tr.JPG


    24.11.1939
    Mitwirkung von Lizzie Bernhardt und Walter Daume anläßlich des Manöverballes des Bataillones in Borken.
    Abholung der beiden Künstler um 18:00 Uhr mit PKW des Bataillons in Kassel, Kirchweg 63.


    01.12.1939
    Mit Übertritt der Friedenstruppenteile bei Kriegsbeginn in das Feldheer entstanden im Ersatzheer Pionier-Ersatz-Bataillone. Diese Bataillone waren für die Ausbildung, Ergänzung und Ausrüstung zuständig.
    Der Ersatz für das Pionier-Bataillon 81 wurde durch das Pionier-Ersatz-Bataillon 86 wahrgenommen.


    11. bis 16.12.1939
    Leutnant von Mentz als Lehrer für Stoßtruppunternehmen beim Kampfschullehrgang für Kompanieführer am Truppenübungsplatz in Schwarzenborn eingesetzt, Leutnant von Mentz ist zugleich auch Schüler des Lehrgangs.
    Weitere Teilnehmer sind Hauptmann Gephart und Leutnant Wimmer.


    O.U. Stab in Borken
    O.U. 3.(mot)/Pi.Btl.81 Nassenerfurt


    Josef Tanzmayer:
    Ich wurde am 28. August1939 zur Deutschen Wehrmacht einberufen. Zu diesem Zeitpunkt war ich im 20. Lebensjahr und musste nach MELK (NÖ) zum Pionier-Bataillon 86 einrücken.
    Nach einer etwa dreimonatigen Grundausbildung wurde ich der 3. (mot) Kompanie / PionierBataillon 81 der 45. Infanterie-Division (LINZER - Division) nach NASSENERFURT bei BORKEN im Kreis KASSEL / DEUTSCHLAND zugeteilt.

    Wir waren dort der erste Personalersatz nach dem Polen-Feldzug.


    Bild 1.JPG


    Stellenbesetzung:
    Kommandeur: Major Alfred Masuch ab 00.11.1938
    Adjutant: Leutnant Alois Hauser
    Chef 1. Kompanie Hauptmann Heinz
    Pionier Raimund Loeb 1. Kp. † - (genauer Tag und Ort nicht bekannt, Grablage Bochnia)
    Chef 2. Kompanie Hauptmann Lothar Schottnegg
    Gefreiter Karl Hummelhunner 2. Kp. † (genauer Tag und Ort nicht bekannt, Grablage Friedhof Wadowice)
    Chef 3. Kompanie Hauptmann Fritz Gephardt
    Führer leichte Kolonne: Leutnant Karel
    Führer Brückenkolonne: Leutnant Prosl

  • Das Jahr 1940 erstes Halbjahr

    05. bis 13.01.1940
    Lehrgang für Nachrichten-Geräte-Unteroffiziere in Treysa durch Nachrichten-Abteilung 65.
    Vom Pionier-Bataillon 81 wird Geräte-Unteroffizier Gefreiter Paul Scharnowske gestellt.


    Februar bis April 1940
    Geistige Betreuung


    geistige Betreuung.JPG geistige Betreuung1.JPG


    16. / 17.03.1940
    Tag der Wehrmacht für das Winterhilfswerk in Treysa nimmt auch das Pionier-Bataillon 81 mit einer Abordnung teil.
    Standort Kirchplatz vor der Kirche (Evangelische Stadtkirche).


    Sammelergbniss des Bataillons:


    Sammeln.JPG


    31.03.1940
    Besichtigungsfahrt des Gen.Maj. Dr. Glaise von Hostenau er besucht zwischen 14:30 und 15:00 Uhr das Bataillon in Borken.


    12.04.1940
    Minenlehrübung in Haarhausen.


    25.04.1940
    Eine Delegation unter Führung Oberst Kanzler, Pionier-Führer A.O.K. 2 wohnt am Waffendienst der Pioniere bei. Gemeinsames Mittagessen in Borken bei Pionier-Bataillon 81.
    Bataillonsübung an der Schwalm bei Kerstenhausen.


    10.05.1940
    Um 08:30 Uhr trifft der Befehl für den Abtransport der Division ein. N-Tag 10.05.1940.

    Stellenbesetzung 11. Mai 1940:

    Kommandeur: Major Alfred Masuch
    Adjutant: Leutnant Hans Joachim von Mentz
    Chef 1. Kompanie Oberleutnant Alois Hauser
    Chef 2. Kompanie Hauptmann Lothar Schottnegg
    Chef 3. Kompanie Hauptmann Fritz Gephardt
    Führer leichte Kolonne: Leutnant Karel
    Führer Brückenkolonne: Leutnant Prosl


    12. bis 14.05.1940
    Abtransport der Division über Marburg - Gießen nach Koblenz.
    Das Pionier-Bataillon im Gebiet Nordostraum von Luxemburg bis gegen Trier.

    27.05.1940

    In der Nacht zum 27.05. wurde ein Offizier des Pi.Btl. 81 tödlich getroffen, allerdings von den eigenen Leuten. Es war eine Tragik: er begab sich auf eigene
    Initative in die Stellung, um nach Pionierarbeiten zu sehen, verfehlte aber in der Finsternis den Weg und kam von der anderen Seite an die eigenen Straßensperren heran.
    Die Posten konnten von dieser Seite nur Feind vermuten und eröffneten das Feuer. Das Zurufen der Losung kam zu spät.
    Leutnant Hans Joachim von Mentz † Lissonne.


    28.05.1940
    2. Kp. Gefreiter Gottfried Aichinger † Feldlazarett 45.


    30.05.1940
    Brückenkolonne und leichte Pionierkolonne erreichen am Nachmittag die Waldstücke ostwärts Sissonne.
    3.(mot)Kp. erreicht am Nachmittag die Waldstücke um Aere de Sissonne westlich La Malmaison.
    1. Kp (beim IR 133) erreicht nach Ablösung durch Teile der 5. Infanterie-Division in der Nacht die Wälder nördlich Corbeny - Goudelancourt - Aubigny - B. de Corbeny.


    31.05.1940
    In der Nacht erreicht die 1. Kp. die Wälder nördlich der Straße Ramecourt, La Malmaison (Bois Loyez).


    09./10.06.1940
    1. Kp. Einsatz beim IR 130 Angriff über die Aisne aus dem Raum Neufchatel in Richtung Pignicourt - Pontgivart bis nördlich Witry-lès-Reims
    2. Kp. Einsatz beim IR 133 Angriff über die Aisne aus dem Raum Evergnicourt in Richtung Auménancourt le Grand bis nördlich Bourgogne
    Teile des P.Btl. 81 versuchten am Spätnachmittag Neufchatel ("Insel") einzunehmen, brachen aber nach erheblichen Verlusten im heftigen franz. Artilleriefeuer den Angriff wieder ab.
    Stab: Gefreiter Paul Scharnofske † Neufchatel (Geräte-Unteroffizier)
    1. Kp. Gefreiter Franz Tichy † Neufchatel
    1. Kp. Gefreiter Simon Maier † Neufchatel
    1. Kp. Pionier Franz Pfaffinger † Neufchatel
    1. Kp. Pionier Josef Winter † Neufchatel
    1. Kp. Pionier Gustav Beham † Neufchatel
    2. Kp. Unteroffizier Paul Fürstlehner † La Salve
    2. Kp. Gefreiter Steffan Meier † Neufchatel
    2. Kp. Gefreiter Johann Freller † Neufchatel
    2. Kp. Gefreiter Heinrich Greindl † Neufchatel
    2. Kp. Gefreiter Peter Figge † Neufchatel
    2. Kp. Gefreiter Johann Straßer † Neufchatel
    2. Kp. Gefreiter Franz Mauritz † Neufchatel
    2. Kp. Gefreiter Josef Huber † Neufchatel
    2. Kp. Gefreiter Adolf Vetter † Neufchatel
    2. Kp. Gefreiter Alois Goldberger † Neufchatel
    2. Kp. Pionier Georg Jalicz † Neufchatel
    2. Kp. Pionier Franz Potzmader † Neufchatel
    2. Kp. Pionier Ernst Schott † Neufchatel
    2. Kp. Pionier Johann Hochedlinger † Neufchatel
    2. Kp. Pionier Anton Wawra † Neufchatel
    2. Kp. Pionier Friedrich Spiller † Buenne s Aisne
    2. Kp. Gefreiter Josef Blahowetz † Pignicourt
    2. Kp. Pionier Josef Winter † Pignicourt
    2. Kp. Pionier Eduard Keck † Pignicourt
    3. Kp. Unteroffizier Johann Hoch † Neufchatel
    3. Kp. Obergefreiter Simon Kranabetter † Neufchatel
    3. Kp. Gefreiter Karl Hager † Neufchatel
    3. Kp. Gefreiter Josef Kapfhammer † Neufchatel
    3. Kp. Gefreiter Franz Streimelwöger † Neufchatel
    3. Kp. Pionier Huber Biber † Neufchatel
    3. Kp. Pionier Johann Markinger schwer verwundet † HvPl.San.Kp. 1/45


    Josef Tanzmayer:
    Unser erster Einsatz war dort am 9. JUNI 1940 im Morgengrauen in der Ortschaft NEUFCHATEL bei REIMS. Der Feldzug war dort bereits einige Zeit im Gange. Wir mussten über den Fluss „SEINE“ angreifen.


    10.06.1940
    1. Kp. Gefreiter Josef Hackl † Feldlazarett 34
    1. Kp. Pionier Franz Beham † Brienne s Aisne, San. Kp. 2./45
    1. Kp. Pionier Baltasar Schmaranzer † Brienne
    1. Kp. Pionier Josef Jahn † Neufchatel
    2. Kp. Pionier Friedrich Spiller † Buenne s Aisne
    2. Kp. Pionier Josef Hummel † Feldlazarett 34


    11.06.1940
    1. Kp. Einsatz beim IR 130 von nördlich Witry-lès-Reims Teile des IR 130 überschreiten die Straße Berru - Cernay.
    2. Kp. Einsatz beim IR 133 von nördlich Bourgogne bis Fresne-lès-Reims, hier wird IR 133 Divisionsreserve, IR 135 wird vorgezogen und trifft gegen 15:00 Uhr in Witry-lès-Reims ein und stossen über Berru vor.


    12.06.1940
    Der Nachmitteg wurde von der Division als "Halbruheteg" für alle Einheiten bestimmt.
    2. Kp. Pionier Karl Frank † Feldlazarett 618


    13. bis 17.06.1940
    Ab 11:00 Uhr Weitermarsch Richtung Süden, die Einheiten erreichen am 17.06. den Raum südlich Vitry le Francois.
    2. Kp. Pionier Heinrich Angerlehner † am 14.06.1940 im Kriegslazarett 3./571


    20.06.1940
    Pi.Rgt.Stab 690 stellt zerstörte Loire-Übergänge bei Decize wieder her, die 3.(mot)Kp. wird ihm unterstellt.
    Kommandeur des Pi.Btl.81 erkundet Brückenverhältnisse über Bachabschnitt Toutry - Vieux Chateau - Courcelle und meldet Ergebnis bis spätestens 10:00 Uhr an Division nach Montbard.


    Josef Tanzmayer:
    Nach dem Waffenstillstand mussten wir eine Behelfsbrücke über die „LOIRE“ bauen, da dort ein Stück der Brücke herausgesprengt worden war (siehe Bilder 2, 2a, b, c - mit + das bin ich).


    Loire.JPG


    22.06.1940
    Die Division trifft im Raum zwischen St. Quen und Decize ein.


    24.06.1940
    Das Pi.Btl.81 untersteht wieder geschlossen mit allen Teilen seinem Kommandeur.


    Josef Tanzmayer:
    Anschließend erfolgte der Vormarsch unserer Division bis zum Fluss „LOIRE“.
    In der Nacht zum 25. JUNI 1940 wurde der Waffenstillstand erklärt. Wir verblieben dann bis zum Frühjahr 1941 als Besatzung in diesem Land.


    25.06.1940
    01:35 Uhr Waffenruhe an allen Fronten.
    Bis zu diesem Tage hatte die Divison an Toten: 20 Offiziere und 393 Unteroffiziere und Mannschaften, durch Verwundung fielen 32 Offiziere und über eintausend Unteroffiziere und Mannschaften aus.

  • 01. Juli bis 30. September 1940


    02.07.1940
    1. und 2. Kp. sowie die pferdebespannten Teile des Stabes Pi.Btl. 81 treten bei der Marschgruppe Veith (Kdr. IR 135) 06:00 Uhr von Bazolles an Marschstraße c).
    Marschstraße c) Bazolles, La Colanoelle, St. Camille, Corbigny, Magny-Lormes
    Marschgruppe Gephardt (Kdr. 3.(mot)/81) mit 3.(mot) Kp,, leichte Pionierkolonne, leichte Nachrichtenkolonne und mot. Teile NA 65 sammeln am Spätnachmittag im Raum Egreuille - Achun - Aunay und beziehen dort Unterkunft.
    Stab Pi.Btl. 81 (mot) steht zur Verfügung der Division für besondere Aufgaben, der Kommandeur wird täglich unmittelbar eingewiesen.


    03.07.1940
    1. und 2. Kp. sowie die pferdebespannten Teile des Stabes Pi.Btl. 81 treten bei der Marschgruppe Veith (Kdr. IR 135) 06:00 Uhr von Magny-Lormes an Marschstraße c).
    Marschstraße c) La Colanoelle, St. Camille, Corbigny, Magny-Lormes, Champignolle, Villars, St.Andre, Villurbain, Quches, Straßengabel bei "La Bouchoise", le Meix (unter Auslassung von St. Germain), Marcault, Magny.
    Marschgruppe Gephardt (Kdr. 3.(mot)/81) mit 3.(mot) Kp,, leichte Pionierkolonne, leichte Nachrichtenkolonne und mot. Teile NA 65 ab 17:00 Uhr Bewegungsfreiheit auf Marschstrße a).
    Marschstraße a) Egreuille, Montreuikkon, Vanolaix, Lormes, St. Martin, Chalaux, Marigny, Quarre-les-Tombes, St.Leger, Rouvray.


    04.07.1940
    1. und 2. Kp. sowie die pferdebespannten Teile des Stabes Pi.Btl. 81 treten bei der Marschgruppe Veith (Kdr. IR 135) 05:00 Uhr von Brecy an Marschstraße d).
    Marschstraße d) Magny, Eteee, Cussy-les-Forges, Brecy, Cisery, Courterolles, Perigny, Min.Sechny, Marmeaux, Chatel-Gerard, Etivey, Nuits
    Marschgruppe Gephardt (Kdr. 3.(mot)/81) mit 3.(mot) Kp,, leichte Pionierkolonne, leichte Nachrichtenkolonne und mot. Teile NA 65 verbleiben in ihren Unterkunftsräumen.


    23.07.1940
    Übernahme und Betreuung des Flüchtlingslager in Flavy-le-Martel durch die 1./Pi. 81 bis zum Eintreffen der Besatzungstruppenteile (Übergabe an Verk.Reg.Batl. 752) am 02.08.1940.


    Pi81 30.07.JPG Pi81 31.07.JPG


    25.07.1940
    O.U. Stab: Flavy le Martel, Btl.Kdr. ist gleichzeitig Kantonbefehlshaber St. Simon.
    O.U. 1. Kp.: Fontaine-lès-Clercs
    O.U. 2. Kp.: Happencourt
    O.U. 3. Kp.: Saint Simon
    O.U. l.Pi.Kol.: zwischen Artemps und Clastres
    O.U. Brück.Kol.: Villers-Saint-Christophe


    Josef Tanzmayer:
    Von dort kamen wir in die Ortschaft St. SIMON (siehe Bilder 1a, 3a, 3 b).


    St. Simon.JPG

    29.07. bis 17.09.1940
    Das Bataillon meldet das die Bewachung der Brücke bei Jussy und der Brücke bei St. Simon an Einheiten des Verkehrsregelungsbataillon (mot) 752 übergeben wurde.


    01.08.1940
    Bataillon erhält Marschbefehl zum VII.A.K. nach Lillers für den 02.08.1940.
    Das Bataillon übergibt seine territorialen Aufgaben (landwirtschaftliche Betreuung) im Kanton St. Simon an NA 65.


    03.08.1940
    Konzert des Kammer-Orchester Hans v. Benda in St. Quentin, hierfür sind 200 Plätze für das Btl. reserviert.


    04.08.1940
    Bataillon trifft wieder bei der Division ein.


    15.08.1940
    O.U. Flavy le Martel (wie 25.07.1940).


    Josef Tanzmayer:
    Es wurden freiwillige Pioniere gesucht, welche unsere vor ca. 6 Wochen gefallenen und bereits auch begrabenen Kameraden wieder ausgraben mussten. Die bereits zuvor in Zeltplänen gewickelten Toten wurden dann in Kisten gelegt und zum Heldenfriedhof* gebracht (siehe Bild 4, 5, 5a und 6). Die mit dieser Arbeit beschäftigten Pioniere bekamen bei dieser Tätigkeit jede Menge Alkohol verabreicht und sie mussten Gasmasken tragen. Später wurde diesen Soldaten Sonderurlaub gewährt, da diese Tätigkeit als besondere Leistung eingestuft wurde. Auf diesem Friedhof wurden nur Kameraden unserer Division bestattet.
    * Heldenfriedhof Corbeny (Waldwiese an der Straße Laon - Reims, knapp nördl. Corbeny, Div. Befehl vom 25. Mai 1940.


    neu.JPG


    Josef Tanzmayer:
    Infolge starker Rückenschmerzen bekam ich später Genesungsurlaub. Anschließend kam ich wegen meiner Beschwerden zum Pionier - Bataillonsstab nach FLAVIMATEL, wo ich mit mehreren Kameraden einen Funklehrgang absolvieren musste. Dort lernte ich den Kameraden DITTERSDORFER kennen, der dann nach dem Krieg im Stift SCHLIERBACH als Gymnasialprofessor tätig war und den Namen „Pater GUNTER“ erhielt (siehe Bild 7, 7a mit Pfeil als Soldat). – Ein zeitlicher Vorgriff auf Bilder Nr. 7 b) bis 7h) in Russland, aber im Zusammenhang mit Bilder 7 und 7a! [i]

    7.JPG


    22. bis 23.08.1940
    Obergefreiter Hasenauer und Gefreiter Führlinger nehmen an einem Lehrgang zur Ausbildung an Beute-Gleisketten-Kfz. und Beutewaffen in La Panne teil.

    28.08.1940

    Abendvorstellung 19:00 Uhr im Stadttheater St. Quentin durch die H.J. Spielschar Wien (60 Personen, darunter 25 B.d.M. "Glaube und Schönheit"), 100 reservierte Plätze für das Btl..


    29.08.1940
    15 Angehörigen fahren mit Sonderzug nach Paris zur Aufführung der Operette "Der Vogelhändler"

    04.09. bis 12.10.1940

    Am 04.09., 24.09., 27.09., 05.10. und 12.10.1940 nehmen Angehörige des Btl. an Besichtigung der Stadt Paris teil.


    06.09.1940
    300 reservierte Plätze für die Vorstellung der Volkstumtruppe Oberdonau (11 Damen und 16 Herren unter Führung des Parteigenossen Hofer).


    01.09.1940
    Bataillon verlegt je eine Kompanie in ständigem Wechsel - jeweils 8 Tage - an die Küste zum Kennenlernen des Seewasserdienstes.
    (Fahren mit gr. u. kl. Floßsäcken in der Brandung, Überwinden von Dünenstrecken usw.)
    Auf besondere Sicherheitsbestimmungen für Ebbe- und Flutströmungen wird hingewiesen.
    Unterbringung und Versorgung ist unmittelbar mit 225. ID in Brügge zu regeln.


    02.09. bis 05.10.1940
    Bei der Armeegasschutzschule in Lille, Institut Industriel, Rue Jeanne d'Arc 17 nehmen teil:
    Offizier-Lehrgang 6 vom 05.09. - 07.09. 1 Offizier
    Offizier-Lehrgang 7 vom 09.09. - 11.09. 1 Offizier
    Uffz.-Lehrgang 3 vom 02.09. - 07.09. 1 Unteroffizier
    Uffz.-Lehrgang 4 vom 09.09. - 14.09. 2 Unteroffiziere
    Uffz.-Lehrgang 5 vom 23.09. - 28.09. 1 Unteroffizier
    Uffz.-Lehrgang 6 vom 30.09. - 05.10. 4 Unteroffiziere


    05.09.1940
    Das Bataillon führt zusammen mit A.R. 98 eine Versuchsübung im Verladen von Geschützen auf Prahm und Scharfschießen vom Prahm aus vor Zuschauern aus der gesamten Division unter Anwesendheit des Divisions-Kommandeur durch.


    25.09.1940
    An der Btl. Übung des III./IR 130 nehmen vom Pi.Btl.81 zwei Spreng- und ein Flammenwerfertrupp teil.


    28.09.1940
    Marschübung
    Marsch.JPG


    30.09.1940
    Die le.Pi.Kol. 81 wird zur Verwendung im Arbeitseinsatz nach Antwerpen zum Brückenbau-Bataillon 655 abgestellt.
    Die Kompanien des Bataillons weilen im achttägigen Wechsel zur Ausbildung am Prahm in Ostende.


    29.09.1940
    Für das Unternehmen Seelöwe sind für die Verladung des kompletten Bataillons an Schiffsraumbedarf 52 Prähme geplant.


    30.09. bis 05.10.1940
    An der Übung einer Vorausabteilung durch Kdr.Pz.Jg.Abt.45 nimmt die 3.(mot)/Pi.81 teil.

  • 01. Oktober bis 31. Dezember 1940


    02.10.1940
    Laufen beim Bataillon Verladekurse für die Inf.Pi.Züge und Abstellungen aller Truppenteile an, die in der Zeit vom 08. - 10.10. in Ostende in praktischer Durchführung ergänzt werden sollen.
    Die vorgesehenen Kurse werden kurzfristig auf die Zeit ab 10.10. verschoben. (Meldung am 06.10.)


    06. bis 27.10.1940
    Erhält das Bataillon Befehl zwei Verbandsübungen abzuhalten.
    Stab: Feldwebel Josef Kreuzer † am 07.10.1940 durch Autounfall.


    22.10.1940
    Befehl: 1 Zug des Bataillons nimmt an der Parade in Saint Quentin teil.
    Die Parade mit Zapfenstreich findet am 21.10. statt - Verabschiedung des Div.Kdr. General Materna.

    24.10.1940

    Das Bataillon erhält für Ausbildungszwecke 1 engl. Bren-M.G. (Beutewaffe).


    05.11.1940
    Stab, 3.(mot) Kp., Brück.Kol. u. le.Pi.Kol. erreichen am 10.11. den neuen Unterkunftsraum und übernehmen dort die gesamten Unterkünfte und Aufgaben des Pi.Btl. 267.
    Marschstraße: La Fere, Ham, Peronne, Albert, Doullens, St.Pol, Fruges, Dohem, Lambres, Licques, Guines.
    Bau einer Uferbrücke Schleuse des Somme-Kanals in Picquigny (westl. Amiens).
    (Siehe auch Foto 65 in Deutsche Pioniere 1939-1945)


    Ab 10.11.1940
    O.U. des Bataillons in/um Guines, südlich von Calais.

    12.11.1940

    Adj. des Btl. nimmt an einer Besprechung beim Ia in Ardres teil.


    Ab 18.11.1940
    Das Btl. stellt Wache in Stärke von 2 Uffz. und 9 Mannschaften für des Verpflegungslager in Pont d'Ardres.


    25.11.1940
    Mitteilung an das Bataillon: Abgabe Stab mit Nachrichtenstaffel, Musikkorps und 2. Kompanie des Bataillons für die Aufstellung der 100. ID, Ausladebahnhof und Unterbringung Braunau.
    Ein OA des Btl. nimmt am Offz. Anwärter Lehrgang teil.


    26.11.1940
    Bataillon legt der Division bis 30.11. Vorschlag über einen 14tägigen Lehrgang vor, zu dem die drei Infanterie Pionierzüge zu gemeinsamer Ausbildung zusammengezogen werden.
    Dabei soll besonderer Wert auf die Ausbildung von Reserve- und Unterführern der Pionierzüge gelegt werden.

    02. und 03.12.1940

    Es beginnt der Abtransport der Abgaben, Einladebahnhöfe Pont d'Ardres, Verladezeitraum 02.12. 09:00 - 12:00 Uhr, Fahrtnummer 318262.


    06.12.1940
    le.Pi.Kol. Gefreiter Johann Schmidthofer † im Armee-Feldlazarett St. Omer durch Unfall.


    08.12.1940
    Beim Bataillon sind 195 Mannschaften als Ersatz eingetroffen, mit Fahrtnummer 52785.
    Die Masse des Ersatzes hatte nur eine achtwöchige Ausbildung.


    Ersatz 8.12..JPG


    15.12.1940
    Beginn des neuen Ausbildungsjahres.


    Ausbildung.JPG


    25. und 26.12.1940
    Im Divisionsbereich herrscht Weihnachtsruhe.


    Bilder aus den Aufzeichnungen von Josef Tanzmayer:


    81x.JPG 81xx.JPG 81xxx.JPG


    Anmerkungen:
    Vom 01.07.1940 bis zur Verlegung nach dem Osten bestanden die Aufgaben des Bataillons:
    - In der Ausbildung, Lehgängen, Übungen aller Art.
    - Erntehelfer und Frühjahrsbestellung in den Kantonen wo die Einheit stationiert war.
    - Urlaub, teilweise waren bis zu 50% der Einheit im Urlaub.
    - Straßenwinterdienst.
    - Ausbau von Feldstellungen.
    - Während des Aufenthaltes in Guines, wurden tägliche Fliegermeldungen an die Div. gemeldet.

  • 01. Januar bis 31. Mai 1941


    03.01.1941
    Die starke Brandung, hervorgeufenen durch anhaltenden Sturm, spülte ein 15 m langes Stück aus der Ostmole von Calais.
    Die Pioniere des Bataillons werden sofort zur Behebung des Schadens eingesetzt.


    06.01.1941
    Bataillons-Kommandeur Major Alfred Masuch nimmt an einem Btls.-Führer-Lehrgang in Königsbrück vom 06.01. bis 01.02.1941 teil.
    Mit der Führung des Bataillons wurde Major Carl Schaltenbrand (Kdr. Pi.Ers.Btl. 86) beauftragt.

    16.01.1941

    Beim Btl. beginnt ein Lehrgang für Führer der Inf.Pionier-Züge in Coulogne, der bis zum 29.01.1941 läuft.
    Leiter des Lehrganges: Hptm. Gephardt (3.Kp.).

    20.01.1941

    Im Hafen von Calais finden Verlade- und Ausladeübungen des Btl. statt (Schiffsverladung - Seelöwe).


    24.01.1941
    Div.Kdr. besichtigt das Bataillon.

    01.02.1941

    Ab 12:00 Uhr übernimmt den Abschnitt des Pi.Btl. 81, das Pi.Btl. 208 der 208. Division, den Befehl im Küstenschutzabschnitt Calais.


    09.02.1941
    Eintreffen in die neuen Unterkünften.
    O.U. Stab: Flavy le Martel, Btl.Kdr. ist gleichzeitig Kantonbefehlshaber St. Simon.
    O.U. 1. Kp.: Fontaine-lès-Clercs
    O.U. 2. Kp.: Flavy le Martel
    O.U. 3. Kp.: Saint Simon
    O.U. l.Pi.Kol.: Tugny-et Pont
    O.U. Brück.Kol.: Villers-Saint-Christophe


    O.U..JPG


    14.02.1941
    OB Generaloberst Busch wohnt von 09:30 - 10:00 Uhr dem Dienst der 2./Pi.Btl.81 (Brückenschlag, Wasserübungsplatz) bei.

    24.02.1941

    Instandsetzung des Heldenfriedhofs Corbeny, stellt das Btl. 2 Mann, diese haben nach mündlicher Anweisung von Dr. Gschöpf Beile, Äxte, Sägen und Harken mitzubringen.

    26.02.1941

    Als Landwirtschaftsoffizier beim Befehlshaber des Verwaltungsbereiches V (kanton St. Simon) wird Leutnant Jent vom Btl. in Flavy le-Martel eingesetzt.


    07.03.1941
    2. Kompanie wird mit Fahrrädern ausgestattet. Es werden 150 Fahrräder zugwiesen.
    Am (Kriegs) Planspiel der 45. Division nehmen Oberstleutnant Masuch - Blaue Partei und Hauptmann Gephardt - Rote Partei teil.

    10.03.1941

    Das Btl. mit den Inf.Pionier-Zügen der Regimenter wird nach Mezieres zur Ausbildung im Wasserdienst verlegt.
    Die Ausbildung endet am 15.03.1941.


    16.03.1941
    Eine Abordnung des Btl. nimmt an der Heldengedenkfeier auf dem Heldenfriedhof der Division bei Corbeny teil.

    24.03.1941

    Eintägige Wehrübung in der Gasabwehr.


    28.03.1941
    O.U. Mezieres


    Stellenbesetzung 01. April 1941:
    Kommandeur: Major Alfred Masuch
    Adjutant: Leutnant Krenner
    Chef 1. Kompanie Oberleutnant Irle
    Zugführer Leutnant d.R. Karl Fried
    Chef 2. Kompanie Oberleutnant von Straub
    Zugführer Leutnant Josef Hahnel
    Chef 3. Kompanie Hauptmann Fritz Gephardt
    Zugführer Leutnant Josef Heinrich Kremers
    Führer leichte Kolonne: Oberleutnant Humer
    Führer Brückenkolonne: Leutnant Prosl (?)


    25.04.1941
    Divisionsbefehl für den Abtransport.

    01. und 02.05.1941

    Beginn der Verladung und des Transportes.
    Transportweg: Aachen - Wittenberg - Magdeburg - Liegnitz - Tschenstochau


    02.05.1941
    Oberstleutnent Masuch nimmt an der Trauerfeier beim stellv. Gen.Kdo. X.A.K., für den am 27.04. verunglückten Div.Kdr. Gen.Major Körner in Hamburg teil.


    03.05.1941
    in Stettin wird Gen.Major Körner beigesetzt, Anwesend Oberstleutnent Masuch.


    04.05.1941
    Stab und 2. Kp. Ausladebahnhof Okecie Ankunft mit Fahrtnummer 333731 (Zugart I) 03:20 Uhr, Ausladen von 04:00 - 05:00 Uhr.


    05.05.1941
    Teile le.Pi.Kol. und 3.(mot)/Pi.Btl.81 (ohne 1 Zug) Ausladebahnhof Warschau West Ankunft mit Fahrtnummer 333749 (Zugart K) 19:16 Uhr, Ausladen von 20:00 - 22:00 Uhr.


    9.JPG


    07.05.1941
    Brück.Kol.B 81 erster Teil und 1 Zug der 3./Pi.Btl.81 Ausladebahnhof Okecie Ankunft mit Fahrtnummer 333766 (Zugart K) 10:46 Uhr, Ausladen von 11:30 - 13:30 Uhr.


    08.05.1941
    1./Pi.Btl.81 Ausladebahnhof Okecie Ankunft mit Fahrtnummer 333755 (Zugart I) 12:37 Uhr, Ausladen von 13:00 - 15:00 Uhr.


    09.05.1941
    Brück.Kol.B 81 zweiter Teil Ausladebahnhof Piaseczeno Ankunft mit Fahrtnummer 333789 (Zugart K) 20:42 Uhr, Ausladen von 22:00 - 24:00 Uhr.
    Restliche Teile le.Pi.Kol. Ausladebahnhof Warschau West Ankunft mit Fahrtnummer 389050 (Zugart K) 03:36 Uhr, Ausladen von 04:30 - 06:30 Uhr. Transportführer Major (ing,) Kirsten.


    11.05.1941
    Ortsunterkünfte:
    Stab: Powsin
    1. Kp.: Bielewa
    2. Kp.: Wilanow
    3. Kp.: Kabaty
    le.Kol.: Powsin
    Brück.Kol.: Wolica


    Josef Tanzmayer:
    Hier machten wir Vorbereitungsarbeiten zum Angriff.


    10.JPG

    13.05.1941

    Kommandeur des Btl. wird auf die Einzelheiten des Angriffsplanes auf Brest Litowsk eingewiesen.


    17. uns 18.05.1941
    Kommandeur des Btl. befindet sich zusammen mit anderen Kommandeuren der Div. im vorgesehenen Angriffsgelände der Div. bei Terespol.
    die am 13.05. besprochenen Einzelheiten des Angriffsplanes gegen Brest Litowsk werden im Gelände festgelegt. Insbesondere wird der Ausbau verschiedener Wege und Stellungen angeregt bzw. befohlen.


    18. bis 27.05.1941
    Die dem Btl. übergeben Wasserskier eignen sich in der jetzigen Form nicht für milit. Zwecke.


    Wasserski.JPG


    19.05.1941
    Arbeitskommando zu Wegeverbesserung und einfachen Schanzarbeiten im raum Terespol, pioniertechnische Führung Oberleutnant Humer von der le.Pi.Kol.81.
    Das Arbeitskommando besteht aus verschiedenen Einheiten der Div., das Pi.Btl. stellte 1 Zug der 3. Kp. mit Feldküche.


    26.05.1941
    Div.Kdr. besichtigt mit IIa Unterkunft, Kfz. und Gräte des Bataillons.

    27.05.1941 (bis 02.06.1941)

    27.05. 21:30 Uhr, Marschbeginn der Mot. - Marschgruppe unter Führung Kdeur.Pz.Jäg.Abt.45, mit 3.(mot)/Pi.81 ohne 1 Zug), Brück.Kol.81, und le.Pi.Kol.81.
    Marschstraße:
    Brücke Swidry - Otwock - Walka-Mladzka - Str. Wice - kolbiel - Rudne - Kedzierak - Mińsk Mazowiecki - Dg.-Straße VIIIa 3 km ostwärts Waluszyn - Grezow - Siedlce - Miedzyrzec - Blotkow.

  • 01. Juni bis 30. Juni 1941


    Stellenbesetzung 01. Juni 1941:
    Kommandeur: Major Alfred Masuch
    Adjutant: Leutnant Josef Krenner
    Hauptmann Rohrbach
    Leutnant Holly
    Leutnant Brauner
    Ord. Offz. Leutnant Poschusta
    Chef 1. Kompanie Oberleutnant Heinz-Dietrich Irle
    Stellv. Kompanieführer Leutnant Klogler
    Zugführer Leutnant d.R. Karl Fried
    Chef 2. Kompanie Oberleutnant von Straub
    Zugführer Leutnant Josef Hahnel
    Zugführer Leutnant Stäger
    Chef 3. Kompanie Oberleutnant Gustav Adolf Jaenicke
    Stellv. Kompanieführer Leutnant Diefenbach
    Zugführer Leutnant Josef Heinrich Kremers
    Führer leichte Kolonne: Oberleutnant Humer


    03.06.1941
    Ortsunterkünfte:
    Stab: Kol. Horbow
    1. Kp.: Waldlager 2 km südwestlich Wólka Dobryńska
    2. Kp.: Kol. Horbow
    3. Kp.: Blotkow
    le.Kol.: Waldlager 2 km südwestlich Wólka Dobryńska
    Brück.Kol.: Kol. Horbow

    04.06.1941

    Zur Anleitung für den Faschinenbau stellt das Pi.Btl. Leutnant Dietzel sowie einige Uffz. und Gefreite ab.
    Die gebundenen Faschinen sind laufend durch Pferdefahrzeuge (Pferde bewegen!) an le.Pi.Kol.81 im Wldlager 2 km südwestlich Wolka Dobrynska zu übergeben.


    05.06.1941
    Das Btl. kommandiert für die Dauer von etwa 14 Tagen einen jüngeren Offizier zur Ausbildung in eisenbahtechnischen fragen zur General-Direktion der Ostbahn in Krakau.
    (Vorbereitung im Handstreich Eisenbahnbrücke über den Bug einzunehmen).


    06.06.1941
    Kommander des Btl. nimmt am Planspiel Königstiger in Biala Podlaska teil.
    Führer 3. Kp. Besprechung bei Oberstleutnant von Stolzmann (Einheitsführer der Korps-Vorausabteilung) in Biala Podlaska.

    07.06.1941

    Div.Kdr. besichtigt mit IIa Truppenunterkunft der Brück.Kol. 81 des Pi.Btl.81.


    08.06.1941
    Zwei Offiziere des Btl. werden als Beobachtungs-Offiziere zur planmäßigen Grenzbeobachtung eingesetzt.

    09.06.1941

    Das Btl. stellt der Mörserabteilung Gall 1 Zgkw mit Fahrer und Beifahrer befehlgemäß zur Verfügung.
    2. Kp. nimmt an der Übung der Vorausabteilung teil (Planspiel Königstiger).


    16.06.1941
    Werden dem Btl. Blankoausweise für Vorfahrtsrecht ausgegeben - 20 Stück für Einzelfahrzeuge und 5 Stück für Kolonnen.
    Aufgaben aus dem Angriffsbefehl der Div.:


    Angriff.1.JPG Angriff.JPG


    21.06.1941
    Die der Div. neu zugeführte Baukompanie 3./46 wird bis auf weiteres dem Pi.Btl.81 unterstellt.
    Das Bataillon empfängt sofort 5 Sturmbootmotore am Flugplatz Biala Podlaska.


    22.06.1941
    00:30 Uhr wird mit Stichwort "Kyffhäuser" die Beendigung der Bereitstellung gemeldet.
    03:53 Uhr Die 2. Kp. beginnt mit den Brückenbau (8 to) - unter feindlichen Feuer - vom deutschen Ufer dicht westl. der Nordspitze Westinsel zur Nordinsel.
    06:45 Uhr meldet Btl. das über 8 to Brücke Westspitze übergesetzt werden kann.
    Kommando Lt. Kremers mit 2 Sturmboote des Pi.Btl. die den Mushawiec aufwärts vorstiessen, hatten an der schnellen Inbesitznahme der Brücken über den Mushawiec wesentlichen Anteil.
    Die Bugbrücke am Südrand der Zitadelle konnte frühzeitig fertiggeszellt werden.
    3.Kp. ist der Vorausabteilung Stolzmann unterstellt.


    22.6.41.JPG


    1. Kp. Leutnant d.R. Karl Fried † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Feldwebel Johann Leemhuis † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Unteroffizier Franz Altmann † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Unteroffizier Ferdinand Gräbner † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Gefreiter Josef Brandfellner † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Gefreiter Josef Breinlinger † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Gefreiter Friedrich Fragner † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Gefreiter Fritz Müller † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Gefreiter Franz Sauprügel † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Gefreiter Kurt Schlegel † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Oberpionier Rupert Nagl † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Pionier Karl Heinrich † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Pionier Karl Hoppel † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Pionier Franz Leitner † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Pionier Otto Pöschl † in Brest-Litowsk
    1. Kp. Pionier Roman Potscheider † in Brest-Litowsk


    3. Kp. Leutnant Heinrich Josef Kremers † in Brest-Litowsk
    3. Kp. Unteroffizier Leopold Rosenauer † in Brest-Litowsk
    3. Kp. Gefreiter Engelbert Myslik † in Brest-Litowsk


    Brück.Kol. 81 Unteroffizier Karl Latschenberger † in Brest-Litowsk


    Josef Tanzmayer:
    Am 22. JUNI 1941, im Morgengrauen um 03:15 Uhr griffen wir bei „BREST-LITOWSK“ über den Fluss „BUG“ die Russen an. Dies war ein kaum vorstellbares Trommelfeuer.
    Russische Soldaten wurden in Hemden oder nackt gefangen genommen. Dies was ein Zeichen dafür, dass diese ahnungslos waren und völlig überrascht wurden.
    Um 22:00 Uhr wurde unsere Kompanie, die 3.(mot)/PiBtl 81 der Vorausabteilung unter der Führung von Oberstleutnant STOLZMANN zugeteilt. Die Weiterfahrt in Richtung „MINSK“ dauerte Tage und Nächte an.
    Es kann nicht unerwähnt bleiben, dass wir nach dieser Fahrt so richtig müde und „fertig“ waren.


    12.JPG

    23.06.1941

    Btl.Gef.St. 500 m südwestl. des Zusammenfluß des alten und neuen Bug.
    05:00 Uhr das Btl. setzt die Arbeiten an der Brücke Westspitze trotz feindl. Feuers fort. (Wurde durch Gegenangriff unpassierbar).
    Im weiteren Verlauf säubert das Btl. mit Teilen im Nordteil der Westinsel, wodurch das Flakfeuer auf die Brücke ausgeschaltet wird.
    07:45 Uhr einige Stosstrupps des Btl. werden in der Kirche (Mitte Zitadellenkern) eingeschlossen, einzelnen gelingt es unter Schutz, des eigenen Artilleriefeuers sich auf West- bzw. Südinsel durchzuschlagen.
    21:20 Uhr wie bereits mündlich gemeldet, kehrten 2 bisher vermißte zurück (Lt. Dietzel, 1 Uffz.)
    2. Kp. Gefreiter Ferdinand Jahn † in Brest-Litowsk


    24.06.1941
    Das III,/IR 133 (verstärkt durch 3 Flammenwerfer-Trupps Pi.Btl. 81) bekommt den Auftrag, vom Osten her am Muchawiec entlang die Nordinsel zu säubern.
    Da das III./IR 133 über wenig Kräfte verfügt gelingt diese Aktion nicht in dem erwünschten Ausmass.
    Suchtrupps nach Sprengvorbereitungen sind dem IR 135 unterstellt.
    Am Nachmittag wird die Westinsel nochmals gesäubert, da ein Posten überfallen u. durch Seitengewehrstiche schwer verwundet wurde, zwei Soldaten wurden erschossen.
    Instandsetzen der Waffen und Gräte.
    Vollendung der 8 to Behelfsbrücke um 16:00 Uhr, Brückenteil aus B.-Gerät bereits ausgebaut.

    25.06.1941

    Vormittags werden einzelne Säuberungsaktionen der Nordinsel getroffen.
    Bei einem vom Kdr. des Pi.Btl. vorbereiteten und geleiteten Sprengunternehmen gegen das sogenannte Offz.-Haus der Kerninsel wird der Kdr. des Pi.Btl.81 Oberstleutnant Masuch verwundet.
    Die Führung des Bataillons hat Oberleutnant Irle (Kp.Chef 1.Kp) übernommen, die Führung der 1.Kp. Leutnant Kloger.
    Um die Flankierung vom Offz.-Haus der Kerninsel auf die Nordinsel, die sehr unangenehm wirkte, auszuschalten, wurde mit Sprengtrupps des Batl. dieses Haus und andere Teile zu säubern, beauftragt.
    Vom Dach des Hauses wurden Sprengladungen vor die Fensterhöhlen gebracht und Gezündet, man hörte danach Schreien und Stöhnen der durch die Sprengung Verwundeten Russen,
    aber sie feuerten weiter. So verging der Tag mit ständigen Nahkämpfen und der Bereitstellung von Panzern.


    Meldung der Einsatzfähigkeit Stand 25.06.1941 11:45 Uhr:
    Stab einsatzfähig
    1. Kompanie 3 Züge, 9 M.G.
    2. Kompanie 3 Züge, 9 M.G.
    3. Kompanie bei Vorausabteilung von Stolzmann
    le.Pi-Kol. einsatzfähig
    Brück.Kol. 81 einsatzfähig
    Weiters einsatzfähiges Gerät: Brückengerät B, 36 kleine Floßsäcke, 19 große Floßsäcke, 3 Flammenwerfer, 5 Sturmboote.


    26.06.1941
    Mit Stosstrupps werden morgens durch IR 133 und A.A. 45 noch je ein Widerstandsnest genommen, wobei sich Pioniersprengtrupps besonders bewähren.
    03:45 Uhr Stoßzug der 1.Kp. und der Sprengtrupp der 2.Kp. sind zum Btl. zurückgekehrt.
    Auf der Kerninsel führte das Bataillon eine vorbereitete große Sprengung durch, aus dem Hause, dessen meterdicke Seitenwand aus dem Ziegelmauerwerk zertrümmert wurde, wurden etwa 450 Gefangene herausgeholt, die z.T. einer kommunistischen Führer-Schule angehörten. Damit wurde die Flankierung gegen die Nordinsel beseitigt.
    Durch das Btl. ist die Brücke auf Nordspitze Westinsel nach Schießständen zu erkunden und gegen Erd- und Luftgegner zu sichern.
    Baukompanie 3./46 scheidet aus dem Unterstellungsverhältnis des Pi.Btl. 81 aus und wird in Marsch gesetzt.
    3. Kp. Pionier Josef Gattinger † in Baranowitsche (Vorausabteilung)
    2. Kp. Gefreiter Anselm Weber † in Brest-Litowsk


    27.06.1941
    Anlegen und Bestattung der Toten auf einen gemeinsamen Friedhof in Brest.
    Bereithalten von Stoßtrupps falls von der Infanterie angefordert.
    Erd- und Luftsicherung der Brücken.
    Abfahrtsstraße von der Brücke bis zum Eisenbahnübergang (2,5 km) ist fertiggestellt.


    28.06.1941
    Ab 14:00 Uhr Batl.Gef.Stand, 1. und 2. Kp. im Fort Graf Berg - le.Pi.Kol. und Brück.Kol. 81 300 m ostwärts davon untergebracht.
    Instandsetzen von Brücken, Waffen und Gerät.


    28.06.1941.JPG


    29.06.1941
    Am 29.06. endete der Kampfeinsatz.
    Minieren am Ost-Fort.
    3. Kp. Oberleutnant Adolf Gustav Jaenicke † in Baranowitsche (bei Vorausabteilung)


    Josef Tanzmayer:
    Den nächsten Angriff hatten wir beim Flughafen „BARANOWITSCHY“. Als erkundet war, dass dieser Flughafen stark besetzt war, fuhr unser Kompaniechef Oberleutnant JENEKE (
    Jaenicke) zurück und ersuchte Oberstleutnant STOLZMANN um Unterstützung durch 2 Panzer. Der Chef bekam die Antwort: „Herr Jaenicke, Sie sind feige; ihre Männer müssen diesen Flughafen so nehmen.“ Dies erzählte der Chef den Zugführern.Oberleutnant Jaenicke fuhr beleidigt zurück und gab der Kompanie den Befehl zum Angriff,
    der dann auch erfolgte. Dabei erlitt Oberleutnant JENEKE
    (Jaenicke) durch ein Geschoß aus einer russischen Panzerbüchse (Geschoß mit 2 cm Durchmesser) einen Streifschuss an beiden Nierenbecken. Er wurde zu einem Verbandsplatz gebracht, wo er 4 Stunden später verstarb. Angeblich soll JENEKE (Jaenicke) zu aufrecht durch das Gelände „gegangen“ sein, weshalb er von diesem Geschoß getroffen wurde.
    Nun übernahm Leutnant (Lt) DIEFENBACH die Kompanie. Auch dieser fuhr zu Oberstleutnant (Obstlt) STOLZMANN zurück und meldete die schwere Verwundung des Oblt Jaenicke. Er bat zugleich um Unterstützung durch 2 Panzer. Nun ließ STOLZMANN angeblich 80 Panzer auffahren. Da bereits Dunkelheit eingetreten war, ließ er 2 Panzer zur Sicherung in Stellung bringen, die übrigen wurden im Wald in Bereitschaft gehalten.
    Im nächsten Morgen-(grauen) musste unsere Kompanie angreifen. Am Flughafen befand sich kein Russe mehr. Hätte uns Obstlt STOLZMANN auf Ersuchen von Oblt Jaenicke gleich Panzer zugeteilt, hätten wir diese Russen gefangen genommen. So wurden diese wahrscheinlich später Partisanen. Partisanen waren bewaffnete Zivilisten und haben der Deutschen Wehrmacht hinter der Front großen Schaden zugefügt. Beispielsweise wurden Bahngleise mit Sprengmittel geladen. Wenn dann ein Zug darüber fuhr, ging ein Gleisstück in die Luft und der Zug entgleiste. Später wurden dann bei den Zügen ein oder zwei leere Waggon(s) vor die Lokomotive gekoppelt, so dass die Behebung der Entgleisung nicht so beschwerlich war, allerdings wurden Leute und Beute verschleppt.
    Beim Durchkämmen eines Waldes wurde auch einmal eine gefangene Rotkreuz - Schwester von uns bei den Partisanen gefunden und befreit. Sie hatte ein Kind bei der Brust und war schon wieder schwanger. Diese Schwester erzählte, dass sie sich jedem Russen, der sie benützen wollte, hingeben musste, egal welchem. Sie war auch körperlich schon schwach.


    30.06.1941
    Wurde im Ostfort nach russischen Verwundeten und deutsche und russische Toten geborgen.
    Zwei Züge des Btl. arbeiten noch an der Brücke Nordspitze der Hauptinsel.
    Unterbringung und Sicherung Brest-Litowsk.

  • 01. Juli bis 30. Juli 1941


    01.07.1941
    Ein Zug der 2./Pi.Btl.81 wird der Vorausabteilung von Oberstleutnant von Pannwitz unterstellt.


    03.07.1941
    Batl.Gef.Stand bis 03.07. 08:00 Uhr Fort Graf Berg - nördl. Brest Litowsk.
    Die 3.(mot)/Pi.Btl.81 ist am 03.07. aus der Voraus-Abtl. des XII.A.K. ausgeschieden und hat Befehl erhalten Drohiczyn zu erreichen, mit dem Einteffen iat am 05.07. zurechnen.
    14:30 Uhr Batl.Gef.St., Brück.Kol. 81 und le.Pi.Kol. Lepiosy Wlk. 3 km nordost Bahnhof Kobryn.


    04.07.1941
    Batl.Gef.St., Brück.Kol. 81 und le.Pi.Kol. südwestl. Horodec,
    Le.Pi.Kol und Brück.kol. 81 erreichen um 09:00 Uhr aus bisheriger Unterkunft abfahrend den Raum Litewskie - Orlowicze - Senczyce (westl. Drogitschin (Drohiczyn).

    05.07.1941

    Dem Btl. dem die 3. Kp. (bisher Vorausabt. XII.A.K. Oberstleutnant on Stolzmann) wieder zugeführt wird, erhält Auftrag, noch am 05.07. mit dem Bau einer Behelfsbrücke über die Pina am Südrand von Pinsk zu beginnen.
    3. Kp. erreicht um 12:45 Uhr Drohozyn, Fahrtverzögerung durch Fahrzeug-Ausfälle. Schaden bereits behoben und Kp. trifft gegen 20:45 Uhr beim Bataillon ein.
    13:00 Uhr Brück.Kol. 81 und Batl.Gef.St. in Litewskie, 11 km westl. Drohiczyn.
    19:30 Uhr Batl.Gef.St. in Pinsk, sämtliche Einheiten des Btl. sind in Pinsk eingetroffen und untergebracht.


    Josef Tanzmayer:
    Im Radio hörten wir, dass von uns noch Einheiten, darunter auch eine Pionierkompanie längere Zeit schwere Kämpfe um die Festung „ZITADELLE“ bei BREST-LITOWSK führen mussten. Wir staunten, dass sie schon so weit vorne waren.Es ging nun weiter in Richtung „MINSK“. Auf diesem Marsch erbeuteten wir das erste russische Geschütz (siehe Bild 13).


    13.JPG


    Plötzlich war Obstlt STOLZMANN eine Pi - Kompanie zu wenig. Er forderte ein ganzes Pi - Batl. an. Wir mussten zurückfahren und waren froh, von der Vorausabteilung STOLZMANN wegzukommen. Nach dem ersten Rückmarsch traf ich später nach einer Verwundung im Lazarett einen anderen Verwundeten, der vom Norden aus dem Ort WELLIKI LUKI kam. Dieser erzählte mir auf meine Frage, ob jemandem etwas von der Vorausabteilung „STOLZMANN“ bekannt wäre, dass auch er dieser Vorausabteilung angehört hätte und dass dort alle Fahrzeuge des Pionierbataillons durch den starken Frost liegen geblieben sind.

    Wir mussten dann in die Umgebung „BREST-LITOWSK“ zurück, um dann den Vormarsch in Richtung „PINSK“ und „GOMEL“ anzutreten. Wir wurden nun der Aufklärungsabteilung Obstlt. PANNWITZ zugeteilt. Diese Abteilung bestand aus einer Reiterschwadron, einer PiKp (mot) - das waren wir -, einer Infanteriekompanie auf Fahrrädern, ich glaube auch eine Infanteriekompanie (mot), eine Batterie der Artillerie, sowie 2 Stück Sturmgeschütze die viel wendiger waren als Panzer und daher auch von den Russen gefürchtet waren, sowie zwei Raupenfahrzeuge, auf denen je eine Vierlings - FLAK aufgebaut war und der Abwehr feindlicher Infanterieangriffe dienten.


    06.07.1941
    Das Btl. hat am 06.07. 13:00 Uhr eine 8 to Brücke über die Pina bei Pinsk fertiggestellt.
    3. Kp. tritt bis auf weiteres zur Vorausabteilung und wird Kdr. A.A.45 unterstellt. Der der Vorausabteilung unterstellte Zug der 2.Kp. scheidet aus dem Unterstellungsverhältnis der Vorausabteilung aus und ist dem Pi.Btl zuzuführen.
    Das Btl (ohne 3.Kp.) verbleibt einsatzbereit in Pinsk und setzt Erkundungstrupp in Richtung Dawidgrodek ein.


    Josef Tanzmayer:
    Bei „TUROW“ überquerten wir den Fluss „PRIPJET“. Auf Bild 14 und 14a ist die Stadt „PINSK“ zu sehen.


    14.JPG


    Bild 15 zeigt den Ort „TUROW“. Zum Überqueren des Flusses „PRIPJET“ organisierten wir eine russische Holzfähre, auf der wir 4 Stück MAGIRUS (unsere Gruppenfahrzeuge) und 6 Motorräder (KRAD - Melder) zum gegenüberliegenden Ufer beförderten. Diese Fähre zogen 20 Mann an einem gespannten Drahtseil hinüber.Hierzu sei anzuführen, dass uns die Bevölkerung von „PINSK“ bis „TUROW“ freundlich empfing. Einmal erlebten wir dies bei 13 Dörfer hintereinander, wobei uns die Leute mitihren Bürgermeistern - in RUSSLAND auch „Dorfältester“ (NATSCHALNIK) genannt - mit einer kurzen, in russischer Sprache gehaltenen Ansprache empfingen. Unserem Kompanie-chef übergaben sie einen Laib Brot und etwas Salz als Geschenk.


    15.JPG


    Das Bild Nr. 15 a) zeigt unseren „Einmarsch Richtung PINSK“ und dient als Beweis der Angaben.


    15a.JPG


    Nach dem 13. Dorf begegnete uns eine alte Frau. Da sagte unser Chef: „Dieses (unser) Brot geben wir dieser Frau. Es waren dies bereits 13 Laib Brot, wir können uns nicht mehr aufhalten, sonst erreichen wir unser Ziel nicht mehr.“ In den restlichen Dörfern winkten wir der Bevölkerung nur noch zu.

    Es war an diesem Tag um ca. 20:00 Uhr, als wir einen FOCKE-WULFF- Aufklärer (zweirumpfiges deutsches Flugzeug) über uns kreisen sahen. Wir mussten Fliegertücher (Hakenkreuz - Fahnen) auf den Motorhauben befestigen, damit der Pilot uns besser erkennen konnte. Dabei hörten wir, dass ein russisches MG auf das Flugzeug schoss. Das Flugzeug ließ sich abrollen, woraus wir vermuteten, es sei abgeschossen worden. Als das Flugzeug jedoch nur mehr eine bestimmte Flughöhe hatte, brauste es über die Bäume und wahrscheinlich auch über die Russen hinweg. Als wir weiter zu unserem Unterkunftsziel kamen, waren keine Rus-sen sichtbar. Unsere Wache wurde in dieser Nacht verstärkt; sie wurden zu besonderer Wachsamkeit angehalten.

    In der Umgebung von „TUROW“ machten wir Gefangene, unter welchen sich auch ein russischer Artillerie - Offizier befand. Dabei erfuhr unser Obstlt. PANNWITZ den Namen dieses russischen Offiziers. PANNWITZ war gebürtiger DEUTSCH - POLE und er konnte russisch sprechen. Er fand eine Telefonleitung, die zu den feindlichen Artilleriestellungen führte.


    Er klemmte ein Fernsprechgerät an diese Leitung und meldete sich mit dem Namen des zuvor gefangenen russischen Offiziers. Dann verfügte er, dass er persönlich das Feuer auf einen Ort leiten werde, der bereits durch Deutsche besetzt sei. Er gab den Russen auch den Befehl, dass sich jedes Geschütz nur 3 Granaten behalten dürfe, alle übrigen Granaten seien auf das Dorf abzufeuern. Dieses Dorf brannte dann lichterloh. In Wirklichkeit war aber kein einziger Deutscher in diesem Ort gewesen. Er ließ vor der Weiterfahrt die Kompanie - Chefs der jeweiligen Einheiten antreten und sagte zu ihnen, dass wir jetzt ruhig weiter marschieren können, die Russen hätten nur noch drei Granaten pro Geschütz. Wir machten dann noch Gefangene.


    Erkundungsbericht:
    6.1.41.JPG

    07.07.1941

    Das Btl. (ohne 3.Kp. und Brück.Kol. 81) errichtet noch am 07.07. beginnend, ostwärts Wujwicze eine 4 to Behelfsbrücke und verbessert die Marschstraße bis dorthin entsprechend dem Erkundungsergebnis.
    Nach Durchführung dieser Aufgabe ist mit Masse in Plotnica Unterkunft zu beziehen, die Vormarschstraße über Duboj auf Dawidgrodek pioniertechnisch zu erkunden und notwendige Verbesserungsarbeiten vorzunehmen.
    Die 2.Kp. ist der Marschgruppe IR 133 für den Weitermarsch zu unterstellen.
    Brück.Kol. 81 und le.Pi.Kol, und nicht benötigte Teile verbleiben in Pinsk.

    08./09.07.1941

    09.07. 04:15 Uhr Vollendung der Brücke 8 to bei Wujwice durch 1. u. 2. Kp. ab 09:00 Uhr richten beide Kompanien die Vormarschstraße der Div. von Duboi bis Dawidgrodek, le.Pi.kol. mit Gefangenen und Zivilbkräften sind ebenfalls hier eingesetzt.
    09.07. 06:00 Uhr 3.(mot)/Pi.Btl.81 ist von der Vorausabteilung zum Btl. zurückgekehrt, und wird zur Wegeausbesserung von Wujwicze - Duboi eingesetzt.
    Mit Teilen ist das für die Wiederherstellung der Brücke südostw. Lachwa benötigte Material herzurichten und so bereit zulegen, das mit dem Bau der Brücke auf Sonderbefehl kurzfristig begonnen werden kann.
    Ein Sturmbootstoßtrupp ist zur Erkundung des Wasserweges von Pinsk bis Dawidgrodek anzusetzen, vorgefundenes Schiffsmaterial (Schleppkähne, Monitore) festzustellen und soweit möglich zur Instandhaltung nach Pinsk bzw. Dawidgrdek zu bergen.
    08.07. 10:00 Uhr Batl.Gef.St. in Płotnica, Neue Schule, Südostausgang des Ortes.


    10.07.1941
    Das Btl. hat in Bizerewicze (Біжаравічы), Płotnica, Osowa und Duboj je 1 Zugmaschine der Brück.Kol. 81 bereitgestellt, die liegen gebliebene Fahrzeuge abschleppen können, wenn sie mit Mitteln der Truppe nicht mehr flott zu machen sind.
    le.Pi.Kol. Instandsetzen der Wege und Brücken von Bizerewicze - Płotnica.
    3. Zug der 3.Kp. Instandsetzen der Wege und Brücken von Płotnica - Osowa.
    Vom 1. Zug der 3.Kp. in Stärke von 1 Uffz. und 14 Mannschaften mit 5 S-Booten der Brück.Kol. 81, Sturmbootunternehmen auf der Pribec.
    Reste vom 1. Zug der 3.Kp und ein Zug der 1.Kp. Sicherung der Brückenstelle 11 km nördl. Dawidgrodek bei Perewoz Lachowski (Straße Dawidgrodek - Lachwa) und Vorbereitung eines Behelfsbrückenschlages.
    2. Kp. Instandsetzen der Wege und Brücken von Osowa - Orly Male.
    1.Kp. (ohne ersten Zug) Instandsetzen der Wege und Brücken von Orly Male - Dawidgrodok.
    19:30 Uhr ein Unternehmen des Pi.Btl. 81 mit Sturmbooten auf dem Pripec zur Auffindung und Nutzbarmachung von Flußschiffen wird eingeleitet.
    Batl.Gef.St. in Płotnica.

    11.07.1941

    12:50 Uhr Batl.Gef.St. weiterhin in Plotnica.
    Einsatz wie am 10.07.1941.
    Neuer Batl.Gef.St. in Dawidgrodok, Hauptstraße, 500 m ostw. der Schiffsbrücke.
    Sicherung der Eisenbahnbrücke, 16 km nordostw. Plotnica.


    12.07.1941
    Btl. richtet die Nachschubstraße her, die Sicherung und Unterhaltung der Behelfsbrücke in Pinsk übernimmt IR 130. Die dort abgestellten Teile des Pi.Btl. sind baldigst abzulösen.
    Die an der bisherigen Vormarschstraße abgestellten Zugmaschinen der Brück.Kol. 81 sind am 15.07. einzuziehen und an geeigneten Stellen der Nachschubstraße für die gleichen Aufgaben bereitzuhalten. Die Abstellorte sind der Div. zu melden.
    Gleichzeitig ist zu melden wann die Sturmboote für einen erneuten Einsatz auf dem Prypec wieder zur Verfügung stehen.
    Das Btl. (ohne 1 Zug 3./Kp. bei Vorausabtl. und Pi.Zug an der Brücke Lachwa) beendet am 12.07. die Unterhaltungsarbeiten an der Vormarschstraße von Pinsk bis Duboj, führt sofort die notwendigen Erkundungen durch und beginnt am 13.07. morgens mit der Instandsetzung der Nachschubstraße. Es kommt drauf an, zunächst die notwendigen Brückenverstärkungen und -instandsetzungen vornehmlich der Brücke bei Lopacin beschleunigt durchzuführen und erst dann die Verbesserungen der schlechtesten Wegestellen zu beginnen.
    Die Zivilbefölgerung ist in weitesgehenden Masse für die Arbeiten heranzuziehen.
    Kdr.Div. verbietet ausdrücklich "Verbesserungsarbeiten" durch Auflegen loser Zweige auf Sandstellen u.ä.
    Um 18:30 Uhr verunglückte infolge eines feindlichen Fliegerangriffes Obergefreiter Hofer der 2. Kompanie tödlich.
    2. Kp. Obergefreiter Alois Hoferb † in Dubieniec.

    13.07.1941

    Brücke bei Lopacin kann von 22:00 Uhr bis 14.07. 06:00 Uhr nicht befahren werden.


    15.07.1941
    Wege und Brückenverbesserung an der Rollbahn.
    Unternehmen auf dem Pripec mit 1 Zivilmotorschiff zur Instandsetzung des am 12.07. aufgefundenen Motorbooetes.

    16.07.1941

    Das Btl. bessert die Nachschubstraße aus und stellt für den Kurierverkehr zum Höh.Kdo.XXXV im Zuge der Straße Dawigrodek, Lachwa ab 17.07. regelmäßigen Fährverkehr über den Prypec her.


    17.07.1941
    Nach Einbruch der Dunkelheit wird die Erkundung der Brahmstelle südwestl. Borki durch Oblt. Irrle gemeinsam mit einem Spähhtrupp der 3./IR 133 durchgeführt.
    Instandsetzung des Nachschubweges der Div. im Abschnitt Lopacin - Dubieniec.

    18.07.1941

    12:45 Uhr in einem Befehl an das Btl. wird angeordnet das das Btl. und Brück.Kol. 81 ohne Rücksicht auf bisherige Aufgaben (Wegebesserung) nach Dawidgrodek heranzuziehen sind.
    Vorbereitungen zum Bau der genannten Übergänge sind zu treffen.

    19.07.194

    Das Btl. stellt die Arbeiten an der Nachschubstraße sofort ein, zieht sämtliche Teile beschleunigt um Dawidgrodek zusammen und stellt Brücke, Landbrücke und Fährbetrieb über den Prypec her.
    Erkundungen und Vorbereitungen für den Brückenbau südwestl. Borki jetzt schon durchführen.
    Die im Bereich der Div. noch vorhandenen Holzvorräte stehen komplett dem Pi.Btl. zur Verfügung.
    20:15 Uhr gesamtes Bataillon in Davidgrodek eingetroffen und mit Brückenarbeiten begonnen.

    20.07.1941

    Das Btl. arbeitet während des Tages an der Fährstelle südl. Lachwa.

    21.07.941

    Btl. stellt die Brücken bei Lachwa soweit her das am 22.07. abends mit dem Fährbetrieb begonnen werden kann.
    1.Kp. Einrichten des Fährbetriebes an der Fährstelle.
    2.Kp. fertigstellen der 8 to Behlfsbrücke
    3.Kp. Brückenverstärkung in Davidgrodek, Fährstelle.

    22.07.1941

    Gegen 20:00 Uhr meldet Kdr. des Pi.Btl als Ergebnis der Erkundung in Gegend Borki folgendes:
    Die Schaffung von Übergangsmöglichkeiten über Pripjet, Skrepica und einigen kleineren Wasserläufen im Zuge der Straße Borki, Kolno nach Norden sowie die Herstellung von Brücken über durch Fahrzeuge nicht befahrbare Sumpfstrecken wird mindestens 14 Tage in Anspruch nehmen.
    Vorbereitung des Behelfsbrückenschlages über den Pripec nördl. Davidgrodek.
    2.Kp. vollendet Brücke bei Fährstellen.
    1.Kp. (ohne einen Zug der bei Turow ist) richtet Fährbetrieb bei Fährstelle ein.
    3.Kp. bei Fährstelle Davidgrodek.
    Meldung an den Stab das Oberstleutnant Masuch zum Btl. zurückkehrt.

    24.07.1941

    Der genesene Kdr. Obertleutnant Masuch nimmt 09:00 Uhr an einer Besprechung mit dem Führer "Pi.Kdo.Weichsel" und dem Ib teil.
    Der Einsatz von "Pi.Kdo.Weichsel" zugeführten Lazarettschiffen, Schnellbooten und bewaffneten Flußbooten wird besprochen.
    Das Btl. führt an der Fährstelle Lachwa den Fährbetrieb durch, setzt mit Teilen Bauten an der Fährstelle Lachwa und Verbesserungen an den Zufahrtstraßen fort.
    Unterstellt den 1 Zug der 3./Kp. dem IR 133 zur Vorbereitung zum Übersetzen des Regiments und sichert den Übergang der Div. vom Wasser aus mit Flußbooten des Pi.Kdo.Weichsel.


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    25.07.1941

    Bespannte Teile des Batl. Marschgruppe IR 130 Tagesziele: Sienkiewicze, Mokroc und Czerebasowka.
    Fährbetrieb an Fährstelle Lachwa.
    Fährbetrieb südl. Borki mit Floßsackfähren.
    Instandsetzen von Brücken auf dem Wege Davidgrodek - Lachwa.

    27.07.1941

    13:30 Uhr Btl.Gef.St. Nordausgang Lachwa.
    14:00 Uhr Btl.Kdr. zur Besprechung beim Ia.
    20:00 Uhr Verlegung der le.Pi.Kol. von Lachwa nach Mikaschewitsche.
    06:30 Uhr Meldung vom Kompaniechef 3.Kp. Obltn. Irle - siehe Bild


    270741.JPG

    28.07.1941

    Btl. (ohne 3.Kp.) führt mit Teilen den Fährbetrieb bei Lachwa weiter durch und bereitet die Brücken südl. des Prypec so vor, das sie auf Befehl der Div. zerstört werdn können.
    Mit den nicht mehr benötigten Teilen (Stab, 1.Kp. und freigewordene Teile Brück.Kol. 81) die Gegend Zytkowicze zur Verfügung der Div.


    29.07.1941
    20:00 Uhr Btl.Gef.St. in Zytkowicze
    Abbau der Übersetzfähren auf B.-Gerät, Belassung einer Behelfsfähre.
    1.Kp. und Teile Brück.Kol. 81 Instandsetzung einer Brücke südwestl. Zytkowicze.
    Nachziehen der 2.Kp. und der Reste Brück.Kol. 81 nach Zytkowicze.
    le.Pi.Kol. Einsatz zur Instandsetzung der Vormarschstraße (Rollbahn).
    3. Kp. Übersetzbetrieb südl. Borki.
    2 Gruppen der 2.Kp. verbleiben bei 11./ IR 135 für Brückenzerstörungen und Übersetzbetrieb.


    31.07.1941
    08:30 Uhr Btl.Gef.St. in Sielutycze. am Wegekreuz 80 m südl. der Kirche (nicht Friedhof).
    3. Kp. Übersetzbetrieb südl. Borki.
    2. Kp. Wegeausbesserung von Bielewo - Sielutycze, Nachziehen und Rast Sielutycze.
    1.Kp. Wegeausbesserung südl. Sielutycze, Brückensprengungen an der Oressa, Wegeausbesserung auf dem Wege Sielutycze, Grabowo, Bobrik.
    Brück.Kol. 81 Nachziehen und Rast Sichutycze.
    le.Pi.Kol. Verbesserung der Rollbahn von Mikaschewitsche.

  • 01. August bis 30. September 1941


    01.08.1941
    1. und 2.Kp. Wegeausbesserung von Bielewo - Sielutycze.
    Nachziehen der le.Pi.Kol. nach Sielutycze.
    3.Kp. Beendigung des Übersetzen südl. Borki.
    le.Pi.Kol. Verbesserung der Rollbahn von Mikaschewitsche.

    02.08.1941

    Das Btl. erreicht nach beendeten Übersetzen Sielutysze und Nowsselki und führt Wegebesserungsarbeiten.
    Vorbereitung der Erkundung des Ptitsch-Abschnittes in den Abschnitten IR 135 und IR 130 für spätere Übergänge auf dem Ostufer.
    14:00 Uhr Btl.Gef.St. in Nowsselki.
    3.Kp. und Teile Brücko Wegeausbesserung Bielewo - Sielutycze.

    03.08.1941

    Btl.Gef.St. in Nowsselki.
    Dicht westl. Nowsselki legen einer Spubahn durch 3.Kp.

    04.08.1941

    1.Kp. Brückenbau bei Bubnowka.
    2.Kp. (ohne 1 Zug) und Rest Brücko Nachziehen nach Nowsselki.
    le.Pi.Kol. und 1 Zug 2.Kp. Wegeinstandsetzung Bielewo.
    3.Kp. Abstellen von Minenräumtrupps an I./IR 135 und Weiterarbeiten an der Spurbahn.

    05.08.1941

    Gegen 02:30 Uhr M.G. und Gewehrschüsse am Südrand von Nowsselki.
    1.Kp. im Waldstück bei Koschewitschi untergebracht, abstellen eines Minensuchtrupps zur 5./IR 135.
    2.Kp., 3.Kp., Brück.Kol, 81 und le.Pi.Kol. in Nowoselki.
    1.Kp. Brückenbau in Ptitsch.
    Einsatz le.Pi.Kol. im Sägewerk.

    06.08.1941

    1.Kp. 0:00 Uhr zum Brückenbau nach Bubnowka abgerückt.
    2.Kp. und Brück.Kol. 81 gegen 12:00 Uhr in Nowoselki eingetroffen.
    Zwei Gruppen der 3.Kp. zum Minenräumen (bei II./ IR 135) bei Saretschka. Leutnant Mayrhofer durch Granatsplitter schwer verwundet.
    15:00 das Pi.Btl. richtet die Eisenbahnbrücke bei Demenka sowie den Eisenbahndamm für Mot- und Bespannfahrzeugen her und erkundet Übergangsmöglichkeiten für IR 133 bei Chejno.
    Daher ist eine schnelle Verstärkung der Pionierkräfte bei Verfolgungsgruppe IR 130, die beantragt war, nicht möglich.
    Tagesmeldung 20:15 Uhr:
    Stab, 1. und 3.Kp. wurden nach Demenka verlegt, Btl.Gef.St. in Demena (Südostausgang)
    Nachziehen der 2.Kp. (ohne zwei Gruppen bei der le.Pi.Kol.) und Teile der Brückenkolonne nach Demenka.
    Wegeausbesserung bei Nowoselki durch le.Pi.Kol. und zwei Gruppen der 2.Kp.
    Arbeiten an der Eisenbahnbrücke, An- und Abfahrtswege.


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    07.08.1941

    11:40 Uhr Zugmaschinen des Pi.Btl. können die steckengebliebenen Lkw's auf dem Vormarschweg der Verfolgungsgruppe Hipp (IR 130) nicht mehr herausgezogen werden.
    21:10 Uhr IR 133 erhält den Auftrag für den 08.08. zwei bis drei Kompanien für die Wegeinstandsetzung dem Pi.Btl. zu unterstellen. Dafür wird 3./Pi.Btl. dem IR 130 unterstellt.
    Wetter: Der Regen hält an.
    Weg Eisenbahnbrücke - Choino für Kraftfahrzeuge unpassierbar geworden, Ausbesserung durch Bataillon erfolgt sofort. Beginn des Überganges über die Eisenbahnbrücke 03:45 Uhr.

    08.08.1941

    Weiterer Ausbau des Eisenbahndammes.
    Erkundung über Chojno auf Lomowitschi.


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    09./10.08.1941

    Ausbau des Eisenbahndammes mit Wegeausbesserung auf Kurin (nordöstl. Demenka).


    11.08.1941
    Stab, zwei Züge der 1.Kp. und ein Zug 3.Kp. in Kobylschtschina untergebracht.
    1 Zug der 1.Kp. Wegeaussbesserung in Gegend Lomowitschi.
    1 Zug der 3.Kp. Minenräumkommando bei IR 130.
    Brück.Kol. 81 ist Major Wirsing unterstellt.
    Btl.Gef.St. ab 16:00 Uhr Lomowitschi
    Instandhaltung des Eisenbahndammes mit Übergang.
    3.Kp. Wegeausbesserung ostwärts Nestanowitschi, Einsatz der Zugmaschinen zu Abschleppdiensten


    12.08.1941
    2. Kompanie, le.Pi.Kol. und Brück.Kol. 81 bei Eisenbahnbrücke Demenka.
    2. Kompanie und le.Pi.Kol. erreichen sobald als möglich Kobylschtschina.
    Brück.Kol. 81 untersteht Major Wirsing und marschiert mit rückwertigen Diensten.
    le.Pi.Kol. gibt Kfz welche geschleppt werden müssen und Geräte welche nicht mitgenommen werden kann an Brück.Kol. 81 ab.


    13.08.1941
    Auf Befehl des Gen.Kdos. XXXXIII.A,K. erhält Pi.Btl 18:17 Uhr den Befehl die Brücke bei Schazilki zu übernehmen.
    3.Kp. zur Ortsverdeidigung in Kobylschtschina eingesetzt.


    15.08.1941
    Btl.Gef.St. u. 2.Kp. und 1 Zug der 3.Kp. in Kobylschtschina.
    1. Kp. und le.Pi.Kol. in Strakowitschi untergebracht.
    Brück.Kol. 81 3 km südl. Kobylschtschina untergebracht.
    Verlegung Brück.Kol. 81 in Gegend Davidowka.

    16.08.1941

    1 Zug der 3. Kp. wieder dem Bataillon unterstellt.

    17.08.1941

    1./Pi.Btl.81 wird IR 130 unterstellt, der 1 Zug 3./Pi.Btl.81 scheidet aus Unterstellungsverhältniss IR 130 aus.
    2./Pi.Btl.81 wird IR 133 unterstellt.
    Stab und 3.(mot)/Pi.Btl.81 zur Verfügung der Div.


    18.08.1941
    Mit dem Schutz der linken Flanke der Div. wird das Pi.Btl. beauftragt, dem hierzu ausser der Reiterschwadron die Masse seines Btl. in Usnash zur Verfügung steht.

    21.08.1941

    1. Kp. Ogfr. Hermann Haberfellner † in Wjasowiza
    1. Kp. Pionier Josef Hammerschmid † in Wjasowiza

    22.08.1941

    Stab und 2 Gruppen der 3.Kp. in Uboloti.
    le.Pi.Kol. in Nikulinsk untergebracht.
    Instandsetzung der Brücken auf dem Weg Nassawitschi . Samostje.


    23.08.1941
    Btl.Gef.St. in Uboloti

    24.08.1941

    Stab, le.Pi.Kol. und Brück.Kol. 81 in Samoshje.
    1. und 2. Kp. in Nachow.
    1 Zug der 3.Kp. auf Erkundung nach Babitsch.

    25.08.1941

    Btl.Gef.St. in Bronnoje
    1., 2., 3.Kp., le.Pi.Kol. in Karowotitschi untergbracht.

    26.08.1941

    Kdr.Pi.Btl.81 behält die für die Besetzung der Brücke südl. Rietschitza benötigten Teile des Batl. zurück und setzt sie im Einvernehmen mit anderen fremden Pionierkräften nach eigenen Ermessen ein.
    Ablaufoffizier für die Regelung des Übergang: Oberstleutnant Masuch mit Stabsoffz. für Marschüberwachung und Teilen des Feldgendarmerie Trupp 45.
    Btl.Gef.St. Krassnyi Bor an der Straßenkreuzung nach Gomel.

    29.08.1941

    Btl. meldet Verlust der Decknamenliste, Verlust wurde um 13:00 Uhr bei Einrichtung der Vermittlung entdeckt. Decknamenliste war am 26.08. abends in Brunnoje zuletzt im Gebrauch.

    30.08.1941

    Das Btl. erreicht Krugowez.
    21:00 Uhr meldet der Kdr.Pi.81, das ein Offz. seines Btl. von einer Wegeerkundung in Gegend ostwärts Kljussy nicht zurückgekehrt ist, daß nach seinem Verschwinden an der zerstörten Zata-Brücke Kljussy ein feindlicher Spähtrupp beschossen und anschließend gefangen worden sei.
    Mot.-Teile des Btl. erreichen Gorsk.

    31.08.1941

    Pi.Btl.81 unterstellt IR 133 und IR 135 je einen Zug und übernimmt ab 01.09. 08:0 Uhr die Brücke südl. Pestschenka von Pi.Btl. der 112 Div. Es sind die Brücke sowie die An- und Abfahrtswege so instandzuhalten, das reibungsloser Übergang aller Teile der Div. sowie der Nachschub beider Divisionen gewährleistet ist.
    5 Zugmaschinen der Brück.Kol. 81 sind so nach Korma in Marsch zussetzen, das sie von dort Teile (zwei einsatzbereite Geschütze mit Munition) I./A.R.99 ab 01.09. 08:00 Uhr beschleinigt nach Gorsk bringen können.
    Der als vermißt gemeldeter erkundender Pi.Offz. ist zurückgekehrt, hatte keine Feidnberührung.
    Leutnant Ihne und Erkundungstrupp der 3.Kp. um 07:00 Uhr zurückgekehrt, Verspätung infolge Motorschaden, keine Feindberührung.
    Btl.Gef.St. in Gorsk bei Schule (früher Kirche).
    An- und Abfahrtswege der 8 to Kriegsbrücke bei Pestschanka. Bei Regen ist Instandhaltung der 4 km langen Abfahrt im Wiesengelände nicht instand zu halten.


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    01.09.1941
    Stab und 3.Kp. in Pestschanka untergebracht.
    le.Pi.Kol. und Brück.Kol. 81 in Gorsk untergebracht.
    1.Kp., 2.Kp. und 3.Kp. ohne je einen Zug, Verbesserung der An- und Abfahrtswege der 8 to Kriegsbrücke.
    Ein Zug der 1.Kp. bei IR 130.
    Ein Zug der 2.Kp. bei IR 135.

    02.09.1941

    17:30 Uhr russ. Fliegerangriff auf An- und Abfahrtswege der Brücke mit Bomben und Bordwaffen von 5 Bombern. Btl. keine Verluste.
    Einsatz wie am 01.09.

    03.09.1941

    Btl. zur Wegeausbesserung eingesetzt (Bau von Knüppelwegen, 5 Zugmaschinen als Abschleppdienst)


    06.09.1941
    Btl. bekommt den Auftrag, neben der bereits im Gang befindlichen Instandsetzung der Nachschubstraße der Div. von Snowsk her, am 08.09. mit der Herrichtung der Anmarschstraße zur Brücke Saltykowa Dewiza (zusammen mit anderen Pi.-Kräften) zu beginnen.
    (Einsatz bei der 112.ID, mit Brücko B 134, Brücko B 137, Brücko B 606 und 1;/Str.Bau-Btl.576)
    Btl.Gef.St. Karjonnaja.
    2.Kp. baut Brücke in Karjonnaja.

    07.09.1941

    Brück.Kol. 81 ist am 08.09. bis 12:00 Uhr mittags bis Gorodischtsche vorzuführen. Weiter Befehle erhält die Kolonne bei eintreffen.
    Funkspruch 20:45 Uhr, Pi.Btl.81 ohne je einen Zug bei IR 133, IR 135 und A.A.45 und ohne die zur Instandsetzung der Nachschubstraße der 45. ID benötigten Teile (etwa ein Zug) ist am 08.09. frühzeitig nach Brücke Ssaltykowa Dewiza zur Instandsetzung der Anmarschstraße in Marsch zu setzen. Kdr. voraus zum Korpsgefechtsstand Sztolnoje. Die Div. ist über die dort an Pi.Btl.81 gegebenen Befehle zu unterrichten.
    2 Zugmaschinen Brück.Kol. 81 verbleiben weiterhin zur Verfügung der Division (zu Abschleppdiensten).

    08.09.1941

    Pi.Btl.81 ist durch Höh.Kdo.XXXV mit Sonderauftrag zum Brückenbau Ssaltykowa Dewiza befohlen und wird in Marsch eingesetzt.

    10.09.1941

    Btl. verbleibt nach Abbau der Brücke Ssaltykowa Dewiza zur Verfügung der Div. in diesen Ort und verbessert mit einer Kompanie den Anfahrtsweg zur Kriegsbrücke Kowtschin.

    12.09.1941

    Pi.Btl. verbleibt zur Verfügung der Div. in Dremailowka und unterstellt einen Zug dem IR 133, der dem Regiment nach Sanjki Nordost bis 07:30 Uhr zuzuführen ist.
    3. Kp. Gfr. Ferdinand Schwamberger † in Osaritschi (Azaryčy).
    3. Kp. Gfr. Franz Schweiger † in Osaritschi (Azaryčy).

    13.09.1941

    IR 135 erreicht bis zum Abend Prochory mit 2 Bataillonen, die eingesetzten Teile des Pi.Btl. zeichnen sich bei der sachgemäßen Aufnahme zahlreicher Minen besonders aus.
    Beim IR 130 eine weitere Pi.Kp.
    Stab und restliche Teile sowie Brück.Kol. 81 erreichen zur Verfügung der Div. Choroscheje Osero.
    1. und 2.Kp. in Smolesh.
    Stab und le.Pi.Kol. in Welikaja-Koschelowka.
    Brück.Kol. 81 in Dremailowka untergebracht.
    1.Kp. Brückenbau 2,5 km südostw. Smolesh.
    2.Kp. Vormittag zur Wegeausbesserung in Welikaja-Koschelowka.danach Minensuchen nordostw. Smolesh eingesetzt.


    14.09.1941
    Pi.Btl.81 übernimmt, soweit es die Feindlage gestattet, mit je einer Kompanie vor den Verfolgungsgruppen Wegeausbesserung, Brückenistandsetzung und Minenräumen.
    Das Btl. unterstellt 3.(mot).Kp. der am 14.09. in Jewlaschewka zusammentretenden Korps-Vorausabt. von Pannwitz.

    15.09.1941

    Das Btl. ohne 3.Kp. verbessert und unterhält mit Schwerpunkt den Weg Ombisch, Swaritschewka, Jtschnja und erreicht Gegend Buromka.
    le.Pi.Kol. verbleibt zur Instandhaltung des Dammweges in Ombisch bis zum eintreffen eines Bau.Btl.
    Brück.Kol. 81 verbleibt in Choroscheje Osero und ist durch das Btl. nach Freiwerden der Marschstraße nachzuführen.

    17.09.1941

    3. Kp. Gfr. Werner Menzel † in Rudowka (nordöstl. Jagotin)


    19.09.1941
    Das Btl. ohne 3.Kp. übernimmt nachmittags die Brücke Preluki, von SS-Div.-Reich und unterhält sie.
    Die pferdebesp. Teile erreichen Molkowka und werden mit erreichen der Marschgruppe IR 130 unterstellt.
    Mot.-Teile sowie Brück.Kol. 81 sind hinter Marschgruppe IR 130 zu führen und erreichen Malkowka.

    20.09.1941

    2.Kp. mit Sperrmitteln wird der Pz.Jg.Abt.45 unterstellt und eingesetzt zur Verhinderung des Überschreiten der Seen-Engen westl und südl. Jagotin durch den Feind.
    15:15 Uhr der Div.Kdr. entschließt sich 2./Pi.Btl. (mit anderen Einheiten) nach Jagotin zu entsenden, zwischen 15:30 Uhr und 15:50 Uhr ergehen hierzu die Befehle.

    21.09.1941

    1./Pi.Btl.81 wird der Pz.Jg.Abt.45 zugeführt.
    Mit 4 Zugmaschinen des Pi.Btl. wird die 1 Bttr.II./98 von Jablonka nach Jagotin befördert zur Verfügung der Pz.Jg.Abt.45.
    Restliche Teile des Pi.Btl. (ohne 1., 2. u. 3.Kp.) erreichen ab 10:00 Uhr Dubowyj Gaj die Orte Prowo Showtnja und Siedl. Gruschkoff.

    22.09.1941

    Das Pi.Btl.81 (ohne 3.Kp.) hat gemäß Sonderbefehl Bahnlinie in Gegend Bhf. Perejaslawskaja und südostwärts gesprengt, Eisenbahnbrücke südl. Jagotin zur Sprengung vorbereitet und sperrt vorübergehend die Enge 1 km westl. der Bahnbrücke.
    Übrige Teile des Btls. und Brück.Kol. 81 verbleiben zur Verfügung der Div. in Jagotin.
    Der Div.Kdr. entschließt sich den Einsatz von 1. und 2./Pi.Btl. bei der Pz.Jg.Abt.45 in bzw. südl. Jagotin einzuleiten und lässt diese alarmieren und in Marsch setzen.

    23.09.1941

    Pi.Btl.81 verbleibt zur Verfügung der Div. in Jagotin.
    Brück.Kol. 81 scheidet mit dem 23.09. aus dem Unterstellungsverhältnis zur Div. aus und ist durch Kdr. Pi.Btl.81 nach Klinzy (nordostwärts Gomel) in Marsch zu setzen.

    24.09.1941

    19:40 Uhr wird durch Gen.Kdo. befohlen, das die Gegend des Strassen-Eisenbahnkreuzes 4 km ostw. Beresanj unbedingt zu halten ist.
    Hierfür wird 2./Pi.Btl.81 (Div. Reserve) zur örtlichen Sicherung des auf der Karte nicht verzeichneten Ortes südl. Punkt 131 eingesetzt.
    3. Kp. Ogfr. Karl Ackerl † in Mestelschka / Beresany

    25.09.1941

    3. Kp. Oberpionier Karl Riedhuber † Hauptverbandsplatz Jagotin Schloß

    26.09.1941

    Eine Pionierkompanie dem IR 135 unterstellt, zur Abriegelung des Feindes im Wald nordwestl. Ssemjanowka.
    3. Kp. Gfr. Rudolf Aschauer † in Ssemjanowka


    27.09.1941
    Pi.Btl.81 bleibt zur Verfügung der Div. im Südostzipfel von Beresanj. Es ist sicherzustellen, das nach Eintreffen der Flammenwerfer entsprechende Stoßtrupps baldmöglichst dem IR 130 zur Verfügung gestellt werden können.
    3. Kp. Gfr. Emmerich Hinterwallner † in Ssemjanowka

    28.09.1941

    O.U. Jagotin

    29.09.1941

    Einteilung der des Pi.Btl.81 in die Marschgruppen:
    Bespannte Teile Pi.Btl.81 - Marschgruppe John (IR 135) - Marschziele am 03.10. Wereskuny - Wereshowka - Hf. Sagon - Hf. Dworez.
    Mot.-Marschgruppe Masuch die Mot.-Teile Pi.Btl.81 ohne 3.Kp.. - Marschziele am 03.10. Romny.
    Vorausabteilung Kdr.A.A.45 mit 3.(mot)/Pi.Btl.81.

    30.09.1941

    3. Kp. Ogfr. Josef Humer † im Feldlazarett 45 in Lesniki / Jagotin


    Josef Tanzmayer:
    Der weitere Vormarsch folgte Richtung „MOSYR, RJETSCHIZA und GOMEL“. In dieser Umgebung wurden durch unsere Stuka’s (Sturzkampfflugzeuge) 3 Panzerzügebombardiert (siehe Bild 16, 16a, 16b).


    16.JPG


    Bei einer Erkundung durch einen Zug mit ca. 40 Mann wurden diese in einem Wald vonrussischen Truppen überfallen. Dieser Zug erlitt 4 Tote und ein paar Verwundete. Das war unser einziger Verlust bis „GOMEL“. Wir erfuhren, dass unsere Infanterie, die hinter uns war, oft schwere Kämpfe hatte. Die Russen ließen uns durch, um uns einzukesseln. KRAD - Melder wurden von den Russen auf die von ihnen gewünschte Nähe heran gelassen und dann abgeschossen. Vor einem Ort gab Obstlt. PANNWITZ einmal den Befehl, dass unsere Fahrzeuge nur in einem Abstand von ca. 100 m in das ca. 200 m entfernte Dorf einfahren dürfen. In diesem Dorf war eine Straßenkreuzung, auf die sich die feindliche Artillerie eingeschossen hatte. Die Granatlöcher waren aber so tief, dass man nur langsam darüber fahren konnte. Als 3 Gruppen-Fahrzeuge (also 1 Zug) im Ort waren, schickte Obstlt. PANNWITZ diesen Zug mit ca. 40 Mann angriffsmäßig zu Fuß nach vorne. Als sie aus dem Dorf kamen, sahen sie einen Ballon in der Luft stehen (Bild 17).


    17.JPG


    Sie schossen mit Gewehren auf diesen Ballon, der dann zu Boden fiel. Alle meinten, sie hätten ihn abgeschossen. Als sie herankamen, sahen sie, dass dieser Ballon mit einer Seilwinde, die von einem Benzinmotor angetrieben und von den Russen bedient wurde, zu Boden gezogen worden war. Die Russen waren aber weggelaufen. Im Ballon fand man dann eine russische Landkarte und
    verschiedenes anderes Material, aus dem man feststellen konnte, dass hier der Artilleriebeobachter gearbeitet hatte.


    Der Vormarsch ging weiter Richtung „RJETSCHIZA“ - „GOMEL“ dann südlich Richtung
    „TSCHERNIGOW“ und „PIRJATIN“. Obstlt. PANNWITZ hatte zur Einnahme dieser Stadt Sturzkampfflugzeuge angefordert, welche diese Stadt vor uns bombardieren sollten. Bei diesem Marsch sahen wir die Russen ca. 200 m links von uns auf einer Rollbahn (Straße) im Rückmarsch, während wir rechts neben einer Bahnlinie vorwärts drangen. Wir kamen vor den Russen zu einer Kreuzung und machten auf Befehl Halt, um die angeforderten Flugzeuge abzuwarten.

    Plötzlich sahen wir ein Pferd mit einem Sattel auf dem Rücken über einen Hang kommen. Von diesem wurden Schüsse auf uns abgegeben. Als das Pferd kehrt machte, sahen wir, dass auf der anderen Körperseite des Pferdes ein Russe „daran hing“. Als das Pferd wieder kehrt machte, schwang sich dieser Russe auf die andere Seite des Pferdes hinüber, so dass man ihn abermals nicht sehen konnte. Er entfernte sich folglich. Später erfuhren wir, dass diese Reiter besonders geschulte „DON-KOSAKEN“ gewesen seien.

    Wir machten dort nur einige Gefangene, darunter einen „WOLGA-DEUTSCHEN“, der von Beruf Deutschlehrer war und von da an bis Juni 1944 bei unserem Bataillonsstab als Dolmetscher in deutscher Uniform Dienst versah. An seiner Uniform wurde nur der Adler abgetrennt. Dieser Mann mit dem Namen „KOLB Fritz“ kam uns bei unserer Flucht aus der Stadt „BOBRUISK“ nicht mehr nach (Fluchtziel unbekannt ).

    Später fuhren wir in einen Ort hinein, wo wir halten mussten. Obstlt. PANNWITZ fuhr mit einem Sturmgeschütz bis an das Dorfende. Dort sah er eine Menge Russen laufen. Als sie das
    Sturmgeschütz bemerkten, gingen sie in Deckung. PANNWITZ hatte sie auf russisch angerufen und sagte zu ihnen: „Kommt herein in das Dorf! Werft Eure Gewehre weg, für Euch ist der Krieg aus. Ihr kommt jetzt nach DEUTSCHLAND zum Arbeiten mit guter Verpflegung. Wenn welche mitgehen wollen, nehmt diese Männer mit herein und die nicht mitgehen, werden erschossen.“ Es kam eine große Menge an Gefangenen zusammen.

    Ich ging in dieser Zeit allein (was an sich verboten gewesen wäre) hinter die Häuser. Dort sah ich einen großen Eingang in den Erdboden. Ich glaubte, ich finde dort ein Verpflegungs- oder Munitionslager der Russen. Als ich dort unten um die Ecke schaute, sah ich mich einer Menge Russen gegenüber. Ich erschrak unheimlich, verlor aber die Nerven nicht, sondern fing mit den Uniformierten zu reden an: „Für Euch Krieg aus (auf russisch: WOJNA kaputt), Ihr kommt nach „NEMEZKI“ (gemeint ist DEUTSCHLAND), dort „roboti“ (arbeiten), viel „guschet“ (essen).“ Dabei zeigte ich auf meinen Mund.
    Ich zeigte ihnen mein Gewehr und deutete ihnen an, sie sollen ihre Gewehre kaputt machen. Sie nahmen dann die Gewehre bei der Mündung und schlugen sie fest zu Boden, dass die Schäfte brachen. Manche küssten mir die Hand. Nun zeigte ich auf den Sowjetstern auf ihren Mützen. Als sie merkten, dass ich diese in meine Blusentasche stecken wollte, rissen sie ihre Sterne herunter und steckten sie mir in die Tasche. Es waren 23 Stück.
    Als ich mit diesen Gefangenen auf die Straße kam und mich der Kompaniechef sah, schimpfte er vorerst mit mir. Ich musste ihm dann den Hergang schildern. Diese gefangenen Russen waren wahrscheinlich Zivilisten, die von den Russen bei der Flucht einfach „mitgenommen“ und ohne Ausbildung in Uniformen gesteckt worden sind.
    Die Gefährlichkeit meiner Handlungsweise wurde mir erst später bewusst, denn ich würde nicht mehr am Leben sein, wenn z.B. ein russischer Offizier bei dieser ersten Begegnung mit den harmlosen Russen gegenwärtig gewesen wäre.
    In dieser Umgebung musste ich einmal ein Pferdefuhrwerk einer unbekannten Einheit, das wegen eines Gebrechens zurück gelassen worden war, in ein anderes Dorf zu seiner Einheit nachfahren. Der betreffende Ort wurde mir von meinem Chef auf einer Landkarte eingezeichnet.
    Wir kamen mit unserem Gespann in die Nacht hinein. Ich bezog mit den zwei Kameraden, die mir mitgegeben worden sind, in einem Haus Quartier. Unweit davon befand sich ein weiteres Dorf, in dem ich nachsehen wollte. Als ich mit einem Mann dort hinkam, nahmen wir einen eigenartigen Gestank wahr. Bei der Suche und Nachschau trafen wir russische Leute, die aus verfaulten Kartoffeln Schnaps brannten. Diese Leute waren sehr gastfreundlich und boten uns gleich ein Achterl warmen Schnaps an. Das angenommene Getränk schmeckte gut. Wir bekamen noch ein Getränk angeboten, lehnten dies aber ab und gingen zurück. Ich konnte es nicht wagen, ein weiteres derartiges Getränk zu konsumieren, weil mir die Gefährlichkeit zu groß erschien. Überdies bestand Gefahr, dass uns die Russen in der Folge doch noch Gewalt antun könnten.
    Wir kamen dann am nächsten Vormittag an dem vorgeschriebenen Ziel an. Ich suchte meine Kompanie und meldete mich beim Kompanie - Chef.
    Der Marsch ging dann weiter Richtung „PIRJATIN“. Vor dieser Stadt machten wir Halt, um auf die angeforderten „Stukas“ zu warten. Da diese vorerst nicht eintrafen, griffen wir auf Befehl von Obstlt. PANNWITZ diese Stadt an. Als wir ein Stück nach vorne gekommen waren, trafen die erwarteten Flugzeuge ein. Wir befürchteten, in ihren Angriff zu geraten. Es kam der Befehl, Fliegertücher auf den Motorhauben anzubringen. Von den 33 Flugzeugen führte eines einen Tiefflug durch, um unsere Stellungen zu erkunden. Die übrigen kreisten in entsprechender Höhe. Anschließend bombardierten unsere Flugzeuge die Stellungen der Russen. Wir lagen auf dem Erdboden und befürchteten, selbst von den Bomben getroffen zu werden. Die Bombeneinschläge unmittelbar vor uns bescherten uns ein furchtbares Gefühl.
    Wir machten an diesem Tag 800 Gefangene, darunter befand sich eine Musikkapelle, die in der Folge bis in die Nachtstunden spielte.


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    Anschließend musste unsere Vorausabteilung ca. 120 km in südwestliche Richtung nach „JAGOTIN“ fahren. Im Wald zwischen „JAGOTIN“ und „BEREZANY“ hatte die Infanterie schon 2 Tage und Nächte schwere Kämpfe zu bestehen. Deshalb holte uns General SCHLIPPER zurück. Ich befand mich als Melder im Vorraum eines Hauses, in dem der General den Gefechtsstand hatte. Mein Kompanie - Chef und Obstlt. PANNWITZ gingen zum General, um weitere Befehle zu empfangen. Der General zeigte PANNWITZ auf der Landkarte, wo und wann er mit seiner Vorausabteilung angreifen müsse.


    PANNWITZ fragte auch nach schweren Waffen zur Unterstützung. Der General verneinte, denn es seien keine vorhanden. Darauf sagte PANNWITZ: „Herr General, dann können Sie mich am Arsch lecken!“ PANNWITZ salutierte, ging auf die Straße und gab Befehl zur Abfahrt der Vorausabteilung. Er sagte auch: „Am Nordausgang dieses Dorfes beziehen wir Quartier.“ Der Bursche von PANNWITZ und ich richteten das Quartier ein und befürchteten, dass unsder General an der schwersten Stelle einsetzen würde. Plötzlich kam der General zu unserem Quartier vorgefahren, um PANNWITZ zu sprechen. Ich lauerte im Vorraum, weil ich ernstereSchwierigkeiten befürchtete. Der General sagte zu PANNWITZ: „Herr P., Sie bekommen 2 Infanteriegeschütze und schwere Granatwerfer zur Verfügung.“ Es war eine Erleichterung für uns. Zur Besprechung beim General mit den angreifenden Führern unserer Einheiten wurde ein Zeitpunkt vereinbart. Die Züge unserer Kompanie wurden der Infanterie zugeteilt. Es fanden noch einmal 2 Tage lang schwerer Kämpfe im Wald bei „BEREZANI“ statt. Als die Russen merkten, dass sie gegen unsere Einheiten nichts erreichen konnten, sammelten sie sich und griffen mit einer solchen Menge an Soldaten an, dass sie unsere Landser beinahe zertreten konnten.


    Nur unsere Infanteriegeschütze konnten diese Menge mit den Schrapnell’s niederhalten. Bei diesen Granaten kommen die Splitter von oben, sodass die Angreifer schwere Verluste erlitten und sich unsere Leute retten konnten. Es muss ein furchtbares Geschrei gewesen sein durch die russischen Verwundeten. Die Russen mussten dann ihren Kampf aufgeben.
    Die hier genannten russischen Soldaten waren aktive, gut ausgebildete Soldaten, darunter auch Frauen in Uniform. Sie hatten vor Wochen die Stadt „KIEW“ verteidigt. KIEW ist
    2 x gefallen. Hier kämpfte die Heeresgruppe SÜD. Diese wurde das erste Mal von den Russen vor dieser Stadt zurückgeschlagen. Die vier Tage Waldkampf ca. 80 km ostwärts von KIEW beim Ort BEREZANI lieferten die geflüchteten Russen von KIEW.

    Als unsere MAGIRUS’ nach der Beendigung der Schlacht unsere Leute aus dem Wald von BEREZANI holen mussten, erzählten die Kraftfahrer, dass sich niemand, der es nicht selbst gesehen hätte, vorstellen könne, wie viele tote Russen dort umher lagen. Sie seien auf dem Waldweg über die Gefallenen nur hinweg gefahren, denn zum Wegräumen wäre keine Zeit gewesen. Es wurde auch erzählt, dass bei Nacht manchmal die Verbindungen unterbrochen wurden und die Gruppen dann eine sogenannte Igelstellung machten, weil sie ja nicht wussten, von wo die Russen bei Dunkelheit kommen würden. Da geschah es, dass russische Frauensoldaten rein deutsch gerufen haben: „Nicht schießen! EIGENE ! Nicht schießen! EIGENE! und so weiter. Sie kamen dadurch so nahe an die deutschen Stellungen heran, dass sie geballte Sprengladungen aus ihren Stellungen herüber geworfen haben und ihnen selbst dadurch nichts passiert ist.
    Geballte Ladungen bestehen aus mehreren, mit Draht zusammengebundenen Sprengkörpern. Man kann sich die Wirkung vorstellen, wenn so eine Ladung mitten in eine Igelstellung hinein gefallen wäre. Hier hätte wahrscheinlich jeder der Soldaten Splitter abbekommen, mancher wäre vielleicht auch tödlich verwundet worden.


    Bei diesen Kämpfen war Herr Rudolf MÜLLER, aus TRAUNSTEIN im Einsatz mit dabei. Uffz. Rudolf MÜLLER war Angehöriger der 3. Panzerjägerabteilung / 45. ID und ist in KLAFFER sehr gut bekannt durch das Sudetentreffen (Bild Nr. 19a).


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  • 01. Oktober bis 30. November 1941


    03.10.1941
    Mot.-Marschgruppe Masuch die Mot.-Teile Pi.Btl.81 ohne 3.Kp. mittags im Raum Krapiwnoje - Lissogor.


    04.10.1941
    Einteilung der Einheiten des Pi.Btl.81 in die Marschgruppen:
    Bespannte Teile Pi.Btl.81 - Marschgruppe John (IR 135) - Marschziele am 04.10. Hf.Babkin - Lipowoje . Hf.Jakubowitscha - Hf.Skorochady - Hf.Timoschoskago - Hf.Pinez.
    Mot.-Marschgruppe Masuch die Mot.-Teile Pi.Btl.81 ohne 3.Kp.. - Marschziele Werenki - Popowka (5 km westl. Konotop).
    Vorausabteilung Kdr.A.A.45 mit 3.(mot)/Pi.Btl.81.


    Josef Tanzmayer:
    Anschließend ging es weiter Richtung Norden nach „PRILUKI“, „ROMNY“ und „KONOTOY“. Unsere Division wurde unter uns „Sand- und Sumpfgeschwader SCHLIPPER (SSS-Division 45)“ genannt.
    In dieser Gegend kam es einmal vor, dass wir in ein Sumpfgebiet kamen und ca. 3 km auf einem Bahnkörper fahren mussten, um vorwärts zu kommen (siehe Bild 19).


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    In der Gegend von „ROMNY“ kamen wir auf eine Sandstraße, wo sich unsere MAGIRUS’in den weichen Sand gruben, so dass wir nicht mehr vorwärts konnten. Wir mussten dort ca. 3 Wochen fast Tag und Nacht arbeiten. Dazu schlägerten wir Sträucher und banden diese in ca. 5 m lange Bündel. Diese legten wir quer über die Sandstraße und ca. 200 russische Männer und Frauen mussten Sand auf die Bündel schaufeln. So wurde ein Vorwärtskommen ermöglicht (siehe Bild 20).


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    In dieser Umgebung kamen wir einmal in ein Dorf. Zu zweit gingen wir ins Dorf bzw. wollten in ein anderes Haus gehen, da hatte eine Frau Wäsche gewaschen. Sie sprach uns in der deutschen Sprache an. Auf unsere Frage, wieso sie so gut die deutsche Sprache spricht, sagte sie, sie sei im ersten Weltkrieg Rotkreuzschwester gewesen und hätte keine Gelegenheit mehr gehabt, in ihre Heimat (DEUTSCHLAND) zu kommen. Sie habe später geheiratet und sich in RUSSLAND eingewöhnen müssen.
    Bei dieser Begegnung teilte die Frau uns mit, dass in dem Haus hier hinten (sie wies mit der Hand dorthin) vier Partisanen Karten spielten und mit Pistolen bewaffnet wären. Wir meldeten dies sofort dem Oberfeldwebel. Dann gingen wir mit einer MP ( Maschinenpistole ) bewaffnet zu dritt in dieses Haus. Der Oberfeldwebel befahl ihnen sofort: „Hände hoch!“ - (in russischer Sprache: ruki wer) - durchsuchte sie und fand bei jedem eine Pistole. Da sie Pistolen trugen, war es sicher, dass sie Partisanen waren.Über Nacht wurden sie dann durch 2 Posten mit Gewehr im Anschlag bewacht. Am nächsten Morgen mussten sich diese 4 Partisanen ein Loch im Erdreich schaufeln. Anschließend wurden alle Leute aus dem Dorf zu dieser Stelle getrieben und mussten zusehen, wie diese 4 Partisanen in diese Grube geschossen wurden. Es bewegten sich teilweise noch Körperteile der Erschossenen, als russische Leute die Getöteten in diesem Loch zuschaufeln mussten (siehe Bild 21).


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    Diese Partisanen waren in Wirklichkeit bewaffnete Zivilisten. Die Partisanen standen unter dem Kommando von General TITO von JUGOSLAWIEN. Diese arbeiteten im Hinterland mit den Russen zusammen und sorgte auch für Waffen und Munition.


    In der Hauptkampflinie (HKL genannt) wurde einmal ein Hund erschossen, welcher eine Meldung, eingenäht in den Halsriemen, über die HKL zu den Russen bringen sollte. Es kam dann der Befehl, dass jeder Hund, der gesehen wird, erschossen werden muss. Solche Hunde liefen auch manchmal in der Nacht hinüber. Man dachte, dass sie ihre Leute suchten und man ließ sie laufen.

    Unser Ziel wurde dann „RYLSK“. Hier kam die Schlammperiode. Wir marschierten einmal einen Tag von 0400 Uhr morgens bis 2200 Uhr und brachten ganze 3 km Marschweg zusammen. Die Fahrzeuge steckten im Schlamm und mussten teilweise mittels „Ankertau“ von 20 Mann herausgezogen werden. Einem Lastwagen, Marke OPEL-BLITZ (Küchenfahrzeug) wurde von einer Zugmaschine die Vorderachse ausgerissen und der Wagen musste stehen bleiben, bis der Werkstättenwagen mit Fachleuten kam. Diese Zugmaschine wurde erst am späten Nachmittag herbeigeschafft und 3 - 4 Fahrzeuge auf einmal angehängt. Durch diese Umstände verbrachten wir über 8 Tage in diesem Ort.


    Als nächste Stadt wurde „ KURSK “ erreicht (siehe Bild 22).


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    05.10.1941
    Einteilung der Einheiten des Pi.Btl.81 in die Marschgruppen:
    Bespannte Teile Pi.Btl.81 - Marschgruppe John (IR 135) - Marschziele am 05.10. Shitnoje - Pogreby - Nenadowka - Awlaschi.
    Mot.-Marschgruppe Masuch die Mot.-Teile Pi.Btl.81 ohne 3.Kp.
    Vorausabteilung Kdr.A.A.45 mit 3.(mot)/Pi.Btl.81.

    06.10.1941

    Marschgruppe Masuch noch am Nachmittag nach Wschiwka (heute Zarichne).
    Das Bataillon übernimmt sofort die Sicherung und Instandsetzung der Übergangsstelle bei Putiwil (Putyvl,).
    Das Btl. erhält Nachtmarschgeräte 7 Stück a 6V und 13 Stück a 12V.

    08./09.10.1941

    Mot.-Marschgruppe Masuch (einschl. Div. Stab) erreichen auf der Straße Putiwlj-Krupez - Rylsjk diesen Ort.
    Das Bataillon behält bis einschl. 08.10. die Sicherung und Instandhaltung der Übergänge bei Putiwlj, Übergabe am 09.10. an 134. ID.


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    09.10.1941
    gefallen beim aufnehmen von Minen.
    3. Kp. Uffz. Anton Hörhan † in Iwanowka
    3. Kp. Gfr. Johann Zelzer † in Iwanowka

    13.10.1941

    05:00 Uhr fährt ein Wagen des Btl. auf der Straße Rylsk-Krupez, die seit Wochen dauernd benutzt wird, auf eine Mine.
    Dies legt den Schluß nahe, dass doch noch versprengte Feindteile auch im Raum ostw. Rylsk vorhanden sind.
    14:00 Uhr erhält der Kdr.Pi.Btl. den Befehl zur Erkundung von Übersetzmöglichkeiten und Brückenschlag über den Ssejm bei Rylsk in Richtung Ljgoff.
    Das Unterstellungsverhältnis der 3./Pi.Btl.81 unter A.A.45 wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

    14.10.1941

    10:00 Uhr das Btl. meldet das Pioniere beim Bergen von Kähnen bei Rylsk vom Ostufer her aus Strohhaufen beschossen werden.
    15:30 Uhr Kdr.Pi.Btl. erhält Befehl die örtliche Sicherung von Rylsk zu übernehmen, hierfür stehen ihm alle in Rylsk liegenden Truppenteile auch fremder Verbände zur Verfügung.


    15.10.1941
    10:30 Uhr das Btl. trifft befehlsgemäß mit der Masse in Konopjanowka ein.


    16.10.1941
    3. Kp. Gfr. Josef Wohlmacher † in Kiew. Kriegslazarett 3./541.

    18.10.197

    Gefangenen-Durchgangsstelle Turajewka bei 3./Pi.Btl.81, von dort Abschub durch Pi.Btl.81 nach Rylsk.
    Bataillon sichert den Ssejm-Abschnitt.
    Das Bataillon erhält den Tarnnamen Werner.

    19.10.1941

    14:20 Uhr das Btl. greift mit 2.Kp an und nimmt bis 14:20 Uhr Holchove und den Nordteil Kaljtitschejewka, bis 16:00 Uhr den ganzen Ort. Da das Btl. keine schweren Waffen hat, kommt es nicht weiter vor. Es bekommt starkes Flankenfeuer.
    16:15 Uhr Pi.Btl.81 mit unterstellten Teilen I./A.R.98 tritt zur Übernahme eines Sicheungsabschnittes über Osmolowo auf Kaljtitschejewka an und trifft dort gegen Mittag auf Feind der sich hier auf dem Westufer festgesetzt hat, besezt Ossmelowo (Asmolovo) und nahm im Kampf Kaljtitschejewka. In Beresniki 200 Russen mit s.M.G., Masepowka feindbesetzt.
    Da bis zum Einbruch der Dunkelheit nur noch 1,5 Stunden zur Verfügung stehen und nach Aussage Gefangener, das mit Übersetzen weiterer Russen auf das Westufer nach Beresniki während der Nacht zu rechnen sei, bekommt IR 130 16:05 Uhr Befehl, sofort Teile aus Rylsk nach Beresniki zur Verbindungsaufnahme mit Pi.Btl.81 in Marsch zu setzen. Dieser Befehl wirkt sich jedoch am 19.10. nicht mehr aus.
    Das Rgt. kann nur mit der ihm unterstellten I./A.R.99 auf Beresniki wirken. Das Pi.Btl.81 hält die erreichte Stellung und treibt Aufklärung nach Südwesten vor.
    Hier haben bereits in der Vornacht Partisanen eine Brücke an der Vormarschstraße bei Kononowa gesprengt.
    2. Kp. Leutnant Josef Hahnel † in Kaljtitschejewka


    20.10.1941
    10:00 Uhr meldet das Pi.Btl.81 Angriff und Besetzung von Beresniki (Berezniki).


    22.10.1941
    Umgliederung der Division.
    Pionierbataillon wie bisherige Gliederung, jedoch 2./Pi.Btl.81 ohne Fahrräder.

    23.10.1941

    Pi.Btl.81 erkundet Linie Strepizy Süd - Wiskolj Nord und die Vormarschstraße der Div. bis nördl. Abschnittsgrenze.
    Sämtliche im Abschnitt befindliche Besatzungen festgelegter Kfz. sind Kdr.Pi.Btl.81 unterstellt.

    25.10.1941

    Pi.Btl.81 klärt zur Linie Iwanoskoje Ost (Ivanovskoye ) - Banischtsche Ost (Banishchi) auf, dann Strasse Ssautschkina, Iwanowskoje einschließlich. die Wegegabel 500 m südostw. Kaputitschi, Selenino einschließlich. Rechter Nachbar IR. 130, linker Nachbar A.A.45.

    27.10.1941

    Masse des Pi.Btl.81 werden nach Nishnjaja Tschupachina verlegt.

    28.10.1941

    Ein Drittel der 3./Pi.Btl.81 zur Sicherung des Ssejm-Sswapa-Abschnitt in Gegend Kaljtitschejwka (der Pz.Jg.Abt.45 unterstellt).
    Die Funkstellen der N.A.65 beim Pi.Btl.81 sind im Einvernehmen mit der N.A.65 auf Bespannfahrzeuge beweglich zu machen.

    29.10.1941

    12:30 Uhr Das Btl. erreicht den Raum Malejewka - Arssenjewka. Btl.Gef.St. Malejewka.
    Befehl an das Pi.Btl.81 die Linie Moissejewka - Selino bis 30.10. abends zu erreichen.
    Ein Zug der 2.Kp, unter Führung von Lt. Stäger trifft abends in Schatunowka ein - Einsatz für Fährenbau bei Überfahrt Bekof.

    30.10.1941

    Angesetzte Aufklärung ergibt Ljgoff (Lgow) feindfrei.
    Weg Kirilowo - Potschepnoje in Ordnung, Brücken in Potschepnoje wird ausgebessert.

    31.10.1941

    Pi.Btl.81 bekommt den Auftrag den Weg nach Kusnezowka (westl. Dmitrijeff) zu erkunden, auszubessern und zu bezeichnen.
    Das Pi.Btl.81 erreicht Kirilowka. Nach Korpsbefehl ist der weiter Vormarsch einzustellen.
    Verpflegungsstärke des Bataillons ohne mot. Teile 445 Mann.
    Abholung von Verpflegung aus Prudy unmöglich, bitte Verpflegung für Pi.Btl. weiter vorschieben.

    01.11.1941

    Btl. 10:00 Uhr Swenjatschka erreicht. Ein Zug in Potschepnoje zur Brückenausbesserung eingesetzt.
    Weg Potschepnoje, Beliteno, Shednowka, Kosneznowka für pferdebespannte Fahrzeuge befahrbar, schlechte stellen in den Ortschaften, andere Straßen sehr zerfahren, für nicht geländegängige Fahrzeuge zur Zeit nicht befahrbar. Pferdebespannte Fahrzeuge kommen durch, Beliteno und Shednowka nicht belegt, Fatejewka, Kosnezowka, Dmitrijeff voll belegt.


    02.11.1941
    Btl. bittet um Entsendung eines Veterinärs zum Bataillon.

    03.11.1941

    le.Pi.Kol. in Rylsk.
    16:45 Uhr Laut Meldung hat die Infanterie eine Sonderzulage von 120 Zigaretten und 5 Tafen Schokolade pro Mann erhalten. Ich (Kdr.) beantrage das selbe für das Pi.Btl.
    17:00 Uhr Frage des Kdr.: Warum ist die Sonderzulage an Schokolade und Zigaretten für Pi.Btl. nicht empfangen worden? (Vermerk: erledigt).
    Oberstleutnant Masuch trifft gegen 10:30 Uhr bei Div. ein.

    05.11.1941

    10:15 Uhr Durchfahrt durch Swenjaschka.
    Die Masse des Pi.Btl.81 wird für den 07.11. nach Snytkino befohlen.
    Übergang Snytkino - Bokof.
    Kdr. bittet die 1.Kp. verpflegungsmäßig dem IR 133 zu unterstellen (Verpflegungsstärke 144 Mann).


    06.11.1941
    16:45 Uhr empfielt der Kdr.Pi.Btl.81 Bau einer 5 to Brücke bei Snyikino, den der Div.Kdr. unverzüglich anordnet. Eine bisher dem I.R. 133 noch unterstellte 1.Kp. erhält den Befehl am 07.11 von Swenjatschka aus Snytkino zu erreichen.
    Brückenbau bei Nishnje Pessotschnoje für Lasten bis 5 to möglich, Arbeitsdauer 2,5 Tage, bei regen An- und Abfahrt sehr schwierig.


    09.11.1941
    Die Brücke bei Snytkino wird fertiggestellt und bis zum Abend vom Rest der Marschgruppen überschritten.
    Fernsprechleitung zu Pi.Btl. von N.A.65 abgebaut, Kdr.Pi.Btl. hält die Fernsprechleitung nach Snytkino für unbedingt nötig, eigene Mittel reichen für den Bau nicht aus.

    10.11.1941

    Btl. erreicht Nikiforewka und wird marschtechnisch Gruppe Windmann (Kdr. A.R.98) in Wasiljewskoje unterstellt.

    11.11.1941

    Btl. in Jazyno


    Zitat KTB:
    Die Aufzeichnungen vom 11.12. bis 17.12 sind im allgemeinen ohne schriftliche Unterlagen nach dem Gedächnis nachträglich erfolgt.


    13.11.1941

    Das Btl. marschiert hinter IR 135 in dessen Streifen, Belegung der Ortschaften in unmittelbaren Einvernehmen mit IR 135 (Funk).
    Ortschaften Banino - Ssmorodnoje - Sablotskaja - Gnilija Plota. (Winterausgangsstellung Linie Kossarsha - Gubkino)
    Vorläufige Unterkunft: Sablotskaja/Sabolotskaja.


    15.11.1941
    Pi.Btl.81 übernimmt in Fatesh die Wachen des Armeeverpflegungslager und vom Betriebsstofflager, in Stärke von einer Gruppe von IR 135, Wachübergabe am 16.11. an IR 130.

    16.11.1941

    O.U. Btl. 12:00 Uhr in Bogejawlenskoje Ost bis 17.11.1941.

    17.11.1941

    O.U. Btl. Ssmeredinnoje Süd bis 18.11.1941.


    18.11.1941
    3.Kp. nach Kossarsha, Eintreffen am 19.11. abends zur Bildung Korps-Vorausabteilung unter Führung des Kdr. Pz.Jg.Abt.654.
    O.U. Btl. Sabolotskajs bis 22.11.1941.

    20.11.1941

    Btl. erkundet Ssossn-Übergänge zwischen Berjosowskije Wysselki und Tscheljushkina im Einvernehmen mit IR 130 und IR 135, mit schwächeren Feindpostierungen am Ssossna-Abschnitt muss gerechnet werden.
    3.Kp. bei Vorausabteilung trifft gegen 16:00 Uhr in Kossorsko ein.


    21.11.1941
    Brücke in Jwlanowa durch 3.(mot)/Pi.Btl.81 (Vorausabteilung) instandzusetzen.
    Troß 3./Pi.Btl.81 wegen Kraftstoffmangel noch in Mochowaja.

    22.11.1941

    Die Führung der Korps-Vorausabteilung (45. und 134 Div.) übernimmt Arko 134 ab Liwny - mit 3./Pi.Btl.81.

    23.11.1941

    Btl. ohne 3.Kp. erreicht bis mittags Raum Ssedmicholmka - Marfenka und wird mit Eintraffen für den weiteren Vormarsch der Marschgruppe Hipp (IR 130) unterstellt.
    Btl.12:00 Uhr in Ssedmicholmka (Sedmikhovka) eine Kp. in Marfenka (Marfinskiye) da in Ssedmicholmka San.Kp. 2./45 liegt.

    24.11.1941

    Btl. 14:00 Uhr Rewakina, Kartaschewa erreicht.


    25.11.1941
    Vorausabteilung (45. und 134 Div.) bis Einnahme von Livny (Ли́вны) nicht Arko sondern 134.Div. unterstellt mit 3./Pi.Btl.81.


    Josef Tanzmayer:
    Der Vormarsch ging weiter über „KASSORSCHA“ - „KOLPNA“ und „LIWNY“. In dieser Stadt waren wir ein paar Tage. Mein Kamerad WURZER und ich kamen hier einmal in eine Kellerwohnung, welche besonders schön eingerichtet war.

    Als dieser Mann, der hier mit seiner Familie wohnte und uns in deutscher Sprache begrüßte, uns auch erzählte, dass er vom ersten Weltkrieg nicht mehr in die Heimat kam und hier geheiratet hatte, sahen wir, dass er die Wohnung nach dem deutschen System eingerichtet hatte.

    Dieser Mann hat uns später etwas komisch mit den Worten angesprochen: „Warum Krieg noch nicht aus?? HITLER sprechen: „BLITZKRIEG“!? -„warum nicht aus??“ Auf den tieferen Sinn dieser Worte kamen wir erst später, was diese bedeuten könnten. Wahrscheinlich: Ihr werdet schon sehen, wie weit ihr in RUSSLAND kommt!! Es dauerte nicht mehr lange, dann hat uns der Russe unsere Heimat gezeigt! Zwischen „KOLPNA“ und „LIWNY“ war der Winteranfang. Es kam Schnee und Frost bis -15/-20° und wir hatten immer noch Sommerbekleidung. Die Füße durften wir uns mit Deckenteile schützen. Den Zivilisten durften wir Pelzmäntel, Stiefel und dgl. abnehmen. ( siehe Bild 23 ).


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    Es entstand wieder Hass auf uns Deutsche. Dies schon deshalb, weil kurz nach dem Einmarsch junge Leute in Waggons verladen und zum Arbeiten nach DEUTSCHLAND gebracht wurden.
    Der freundliche Empfang ist schon lange vorüber!!


    27.11.1941
    Das Btl. erreicht das vollkommen zerstörte Nowo Tim und beginnt mit dem Bau der 8 to Brücke in Ewlanowo, Fertigstellung 15:00 Uhr.
    Ewlanowo ebenfalls vollkommen zerstört und vermint, Minenräumung auf dem Weg Nowo Tim - Baranowo begonnen.
    23 Minen geräumt. Durch Detonation bereits geräumter Minen 1 Artillerist tot. 2 Mann verwundet.
    19:30 Uhr Btl. meldet durch Funk über den Fliegerangriff mit Bomben und Bordwaffen auf Ewlanowo und einen Unglücksfall beim Minenräumen.
    Kdr. und Adj. Pio.Batl. 81 leicht verwundet. Ursache der Detonation wahrscheinlich Bombenwurf.


    28.11.1941
    16:00 Uhr, Btl.Kdr. an Div.: Erbiite Standort der 3./Pi.Btl.81 zwecks Nachsendung von Betriebsstoff.
    Vorausabteilung 45, 3.(mot)/Pi.Btl.81 in Liwny, ab 29.11 in Dawydowka.
    Führer des Bataillons Oberleutnant Irle.


    29.11.1941
    Das Btl. erreicht Swobodnaja Dubrawa.


    30.11.1941
    Das Btl. übernimmt die Ortssicherung von Swobodnaja Dubrawa (Div.Gef.St.).

  • 01. Dezember bis 31. Dezember 1941


    01.12.1941
    13:30 Uhr meldet das Btl. das es Wessjoloje erreicht hat und das 14:30 Uhr Schtscherbatschewo feindfrei erreicht hat.
    Erkundung ergab, das bei Wessjoloje ein Eisübergang auch für schwere Fahrzeuge vorhanden ist.
    Ein weiterer Olym-Übergang wird bei Nowotroizkoje gemeldet (6 to Behelfsbrücke und Furt).
    Das Btl. erreicht gegen abends Raum Wisoezkoje - G.Ssokolowka.
    1.Kp. Gfr. Franz Plainer † in Swobodnaja Dusbrawa
    1.Kp. Gfr. Roman Kelemen † in G.Pawlowka


    02.12.1941
    Das Btl. ist um 12:00 Uhr in Wisowezkoje eingetroffen.
    Ein Überläufer vom 86.Schtz.Rgt. der 6.russ.Div. zum Pi.Btl. meldet das sich in Jelez nur 150 Soldaten befinden. Diese Meldung wird nicht als glaubwürdig aufgenommen.
    Waldstück nördl. G.Pawlowka feindfrei, Höhen südl. Waldstück feindbesetzt, 30 Mann mit Gewehren und Maschinenpistolen erkannt. G.Pawlowka aufgeräumt und besetzt,
    Eigene Verluste: 1 Mann tot, 1 Uffz. verwundet (siehe Roman Kelemen)



    03.12.1941

    Btl. meldet daß Stegalowka 13:00 Uhr erreicht ist.
    19:00 Uhr meldet das Bataillon durch Aufklärung festgestellt wurde das Höhe 108,2 und Waldstück 5 km südostw. Stegalovka feindfrei ist, ferner das Schalinewka 15:30 Uhr feindbesetzt war (30 Mann mit 1 M.G.).
    Mehrere Fliegerangriffe mit Brandgeschossen auf Wisowezkoje (Vyazovoye), 2 feindliche Bomber mit Bordwaffen über Stegalovka.


    04.12.1941
    02:00 Uhr Btl. bittet um Winterstellung von Pak oder Artillerie gegen Panzerzug. Antwort: Bahn bei Rjabinski und Bhf. Meschtscherinowo bereits unterbrochen. Bhf Dolgorukaja heute von Kühlwein angegriffen. Mit Panzerzug daher kaum zu rechnen. Sprengauftrag bleibt trotzdem.
    Btl. erreicht Malaja Bajewka und Bhf. Meschtscherinowo, dort frühzeitige Übernahme des Getreidelagers (2000 to Roggen, 300 to Weizen, weiterhin Erbsen, Linsen, Gerste) vom IR 130.
    Aufklärung bis Baranowa und Iwanowka.
    Btl. meldet die Sprengung der Brücke 1 km südostw. Malaja Bajewka und bei Rjabinki zweimal die Bahnlinie unterbrochen hat.
    Butyrki ostw. der Bahn ist feindfrei.
    In der Nacht 4./5. patroulierten fast ständig 2 russische Flugzeuge.


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    05.12.1941

    3.Kp. soll dem Btl. wieder zugeführt werden. Bei der 3.Kp. sind infolge Betriebsstoffmangels und Fahrzeugausfällen nur noch wenige Kfz. vorhanden.
    Btl. erreicht Makarowa und Fjodorowka. Aufklärung nach Osten.
    Überwachung der Bahnleitungen im Bhf. Chitrowo (Khitrovo) nicht möglich, die Leitungen wurden zerstört.
    H.V.Pl. Tschertowitschi.
    3. Kp. Ufffz. Gregor Riegler † in Oseriki
    3. Kp. Gfr. Oskar Czech † in Oseriki


    06.12.1941
    Btl. seit 07:00 Uhr in Makarowa, nach Nikolajewka und Kambarowka Aufklärung angesetzt.
    Ein Sprengtrupp zum IR 130 unterwegs um die Bahnsprengung bei Hp.Iswaly durchzuführen.
    11:00 Uhr Btl. ohne Troß Bhf. Meschtscherinowa, unverzügliche Aufklärung auf Baranowka, Iwanowka und Krjukowa.
    13:10 Uhr Nikolajewka und Kambarowka feindfrei. Ostwärts Fjodorowka wurde die Bahnlinie zweimal gesprengt.
    Bei einer Bahnsprengung am BW Jekaterinowka ist der Sprengtrupp der 3.Kp. in ein Feuergefecht mit feindlichen Sicherungen (2 Züge) geraten, der Feind verfüge über schwere Waffen.
    Btl. verbleibt in Makarowa und Fjedorowka, klärt Linie Iwanowka - Woronowa - Iwlewka auf.
    15:00 Uhr Btl. richtet zunächst Oseriki Gefangenen-Auffangstelle ein. Bewachung durch Btl., bis Ib übernimmt.
    16:46 Uhr meldet das Btl. einen feindl. Überfall auf Bhf. Meschtscherinowa. Nähere Einzelheiten sind nicht bekannt.
    18:45 Uhr meldet das Btl. das durch Sprengtrupp und Pi.Zug IR 130 die Bahnlinie westl. Hf.Iswaly viermal und die Bahn 1 km nördl. Klein-Puschkari einmal gesprengt worden sei.
    23:20 Uhr wird das Btl. über die Lage und vermutlichen Absichten des Feindes bei Pawlowka unterrichtet.

    Josef Tanzmayer:
    Der letzte Vormarsch ging Richtung „ALEXANDROWKA“ und „JELEZ“. Unsere Infanterie hatte die Stadt „JELEZ“ noch eingenommen. Hier hatten wir schon -32°. Viele Fahrzeuge blieben durch den starken Frost hinten liegen. Von unserer Kompanie kamen nur 2 MAGIRUS’ mit ca. 20 Mann und das Küchenfahrzeug mit dem Hauptfeldwebel, sowie unser Chef - PKW nach „NIKOLAIJEVKA“ - etwas südlich von „JELEZ“. Diese 3 Fahrzeuge wurden zwischen 2 Häusern zusammengestellt. Durch das Liegenbleiben mehrerer Fahrzeuge war auch die Mannschaft nicht vollzählig. Ca. 20 km südostwärts von „JELEZ“ gab es eine Rollbahn (Straße) über eine zweigleisige Bahnstrecke, welche nach „KASTORNAJA“ und „WORONIZ“ führte. Von unserem Dorf bis zu dieser ca. 500 m entfernten Bahnkreuzung ging laufend ein Pendelposten hin und zurück. Diese mussten auch darauf achten, ob sich irgendwo russische Soldaten bewegten. In dem von uns bezogenen Quartier (Haus) trafen wir eine Studentin, die deutsch sprechen konnte. Sie spielte auch auf einer Gitarre deutsche Lieder und sang dazu.


    Als ich abends die Verpflegung beim Küchenwagen holen wollte, kam ein etwa 50-jähriger Zivilist bei der Tür herein. Er war, wie die meisten Zivilisten ungepflegt. Dieser Mann sprach mit der anwesenden Studentin kurz. Wir konnten von dem Gespräch nur das Wort „SIBIRIEN“ verstehen. Plötzlich fing diese Studentin zu weinen an und verließ mit ihrer Gitarre den Raum. Wir machten uns Gedanken über den Sinn des Gesprächs. Wir hatten auch keine Möglichkeit mehr, diese Frau etwas zu fragen.

    Als ich die Verpflegung holte, ging auch unser Kompanie - Chef halb adjustiert in das nächste Haus, in dem die Vorausabteilung einquartiert war. Als ich zum Essen anrichten wollte, sprang ein Leutnant zur Tür herein und rief: „Schnell alles hinaus; die Russen greifen an!“


    Wir zogen den Mantel usw. an und liefen mit dem Gewehr hinaus. Wir bemerkten die Russen bereits beim hinteren Haus. Die Klamotten meines Chefs konnte ich nicht mehr mitnehmen. Mehrere Kameraden kamen nicht mehr nach; sie wurden später als vermisst gemeldet. Beim nächsten Haus schrie Feldwebel PAUL: „Geht in Stellung, hier kommen Russen!“ Den MG-Schützen befahl er: „Los, schießt schon!“ Er bekam zur Antwort, dass diese Ladehemmung hätten (vermutlich infolge der Kälte). Auf Befehl lief ich hinter das Haus. Dort sah ich eine Menge Russen. Diese Wahrnehmung meldete ich Feldwebel PAUL. Er gab dann den Befehl zum Absetzen.
    Auf dieser Straße im Ort kamen auch 4 Russen, die an den Armen eingehängt gingen und wie Betrunkene torkelten. Dabei schrien sie: „Urrää, urrää, usw.“
    Wenn unsere MG’s zum Schießen gebracht worden wären, so wären dies die ersten Toten gewesen. Das waren wahrscheinlich Sträflinge, weil sie kein Gewehr trugen. Die übrigen nachkommenden Russen schossen fortlaufend. Da unsere MG’s nicht mehr einsatzfähig waren, konnten wir den in Übermacht befindlichen Russen keinen Widerstand mehr leisten.Wir liefen deshalb von einem Haus zum anderen zurück und gaben bei jedem Hausende ein paar Schüsse ab.
    Beim Zurücklaufen sah ich einmal unseren Hauptfeldwebel verwundet liegen. Er lag etwas mit dem Kopf hinunter, so dass die Mütze vom Kopf herabgefallen war und ich konnte genau sein Haar erkennen. Außerdem war er der einzige Soldat in der Kompanie, der Fliegerstiefel trug und diese habe ich auch genau gekannt. Aber zum Helfen oder Mitnehmen war keine Zeit. Ich wäre sonst auch in russische Hände gefallen.
    Später hat sich herausgestellt, dass der Hauptfeldwebel verwundet in russische Gefangenschaft gekommen ist. Aber nach Hause ist er nicht mehr gekommen.
    Am Ende des Dorfes kamen wir auf ein freies Feld. Wir bekamen dort den Befehl, sofort in Stellung zu gehen. Dann kam mein Kompanie - Chef und fragte mich nach seinen Klamotten! Ich erklärte ihm, dass es mir infolge der Eile unmöglich gewesen wäre, beim Verlassen des vorher erwähnten Hauses auch seine Sachen mitzunehmen.
    Kurz darauf sah ich ihn mit einem Mantel zu mir kommen; diesen Mantel dürfte er von einem gefallenen Kameraden an sich genommen haben. Eine Mütze und Handschuhe hatte er schon früher gehabt. Hier lagen wir ca. 2 Stunden bei minus 32° Grad Kälte.


    Plötzlich fing in diesem Dorf ein Haus zu brennen an. Wir sagten, dass dort in dieser Nähe unsere Fahrzeuge (eng) beisammen stünden. Es dauerte nicht lange, als dort eine riesige Feuersäule von ca. 80 -100 m hochstieg. Unsere MAGIRUS’ hatten nämlich eine Menge Sprengladungen, Handgranaten und MG - Munition geladen. Außerdem waren einige Kanister mit Diesel geladen und die Kfz-Tanks werden auch zum Teil voll gewesen sein. Die Größe des Feuers ließ auf eine Explosion der Tanks und der Munition schließen. Wir litten aufgrund unserer Sommerbekleidung unheimlich unter der Kälte.


    Nach einiger Zeit kam der Abmarschbefehl zum nächsten Dorf zurück. Später erfuhren wir, dass Leute von uns, welche beim Vormarsch wegen der nicht mehr einsatzbereiten Fahrzeuge nicht mehr mitgekommen sind, bei unserer ersten Kompanie in den Socken angekommen sind. Die hatten zum Stiefelanziehen nicht mehr die erforderliche Zeit. Das zeigt, dass der Russe nicht nur bei uns, sondern in breiter Front angegriffen hatte. Von da an war es mit unserem Vormarsch aus. Erst jetzt kam das Schlimmste zum Erleben.


    Jetzt konnten wir uns über den vorher erwähnten russischen Zivilisten bzw. Offizier (?) Gedanken machen, der ursprünglich in „unser“ Haus gekommen war und mit der russischen Studentin gesprochen hat.
    Nach unserer Vermutung dürfte er die Bevölkerung verständigt haben, dass sie uns in Kürze angreifen würden. Über das gefallene Wort „SIBIRIEN“ durch den Offizier (?) kann man vermuten, dass er der Studentin gedroht hat, sie könnte wegen ihres Verhaltens den Deutschen gegenüber nach „SIBIRIEN“ deportiert werden, denn dies war für die Russen die „Strafanstalt“.


    Laut Erzählungen hätte sich ein Russe bei einer Bestrafung von seiner Familie noch verabschieden können. Von dort sei aber keiner mehr zurückgekommen. Zum Fall der erwähnten russischen Studentin empfand ich aufrichtiges Mitleid, wenn sie tatsächlich bestraft und nach SIBIRIEN gekommen sein sollte. Der Tag des Vorfalles war der 06. DEZEMBER 1941.


    07.12.1941
    13:10 Uhr befiehlt die Div. an Pi.Btl. alle dort gesammelten Gefangenen umgehend nach Krugi zu der dort gerade eingetroffenen Fahrkol. 5./45 in Marsch zu setzen. Diese solle sich nach Übernahme mit den Gefangenen nach Strelezkoje in Marsch setzen. Diese Maßnahme wird auf Grund der Lage und der beabsichtigten Frontverkürzug notwendig.
    14:25 Uhr wird das Btl. am Bhf Meschtscherinowa dem II./IR 135 unterstellt.
    15:30 Uhr Iwanowka und Krjukowa feindfrei, leichtes Artilleriefeuer aus Gegend Shitrowo dauert an.
    17:53 Uhr Nisowoje feindfrei, Baranowka und Chitrowo feindbesetzt, Artillerietätigkeit aufgehört.
    18:29 Uhr meldet das Btl das der Feind Bhf Meschtscherinowa angreife, Artilleriefeuer aus südsüdost auf Bhf. Meschtscherinowa (7,5 cm).
    18:55 Uhr Pi.Btl. meldet das der Feindangriff abgeschlagen sei.
    20:10 Uhr meldet das Btl. das die 3.Kp. am Bhf Meschtscherinowa versammelt wurde. Verluste in Pawlowka: 2 Vermisste, 1 Verwundeter, 5 Lkw, sämtliche Geheimpapiere, Verpflegung.
    20:45 Uhr meldet das Btl. daß der Gegner seit 19:22 Uhr wieder mit Art.-Störungsfeuer auf Bhf Meschtscherinowa begonnen habe.


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    Josef Tanzmayer:
    Ungefähr zur gleichen Zeit „jagte“ der Feind unsere Truppen aus der Stadt „JELEZ“. Die Russen hatten zu dieser Zeit eine Großoffensive gegen uns gestartet. „STALINGRAD“ (heute WOLGOGRAD) war eingekesselt. Im Norden herrschte derselbe Zustand. Es ist kaum vorstellbar, wie viele Kameraden dabei erfroren sind. Verwundete blieben infolge des Blutverlustes liegen und mussten hilflos erfrieren. Es war nicht immer möglich, Verwundeten zu helfen oder sie mitzunehmen, wenn fortgesetzt Geschoße am Kopf vorbei pfiffen. Es war meistens nur die eine Möglichkeit, sein eigenes Leben zu retten. Außerdem blieb enormes Material in den Kampfgebieten zurück.

    Zwischen dem 06. und dem 07.12.1941, bevor wir nach „RETKINO - RAGOSINO“ kamen, musste ich als Melder einmal ganz allein in einem Dorf, in jenem Haus bleiben, in dem die Kompanie auf ein paar Stunden untergebracht war. Als die Kompanie den Abmarschbefehl bekam, sagte der Chef zu mir: „TANZMAYR - Sie bleiben jetzt hier! Ca. 30 m weiter im Dorf befindet sich der Regiments - Gefechtsstand, dem wir zugeteilt sind. Der Adjutant weiß Bescheid, dass Sie hier sind. Wenn er eine Meldung für mich hat, kommt er zu Ihnen! Wir marschieren da hinaus.“ Er zeigte es mir.


    Nach ca. 2 Stunden ging ich nachsehen, was im Dorf los sei. Ich ging zuerst in das Haus, in dem der Adjutant sein sollte, aber niemand war zu sehen. Ich schaute noch in andere Häuser, aber kein einziger deutscher Landser war zu sehen. Was soll ich nun machen?? Also ging ich einfach in die Richtung, in die unsere Kompanie hinausmarschiert war. Als ich aus dem Dorf draußen war, verlor sich die ausgetretene Spur im tiefen Schnee. Es waren aber einzelne Spuren zu sehen, wie sie bei einem Angriff beim Auseinanderziehen der Gruppen entstehen. Ich ging diesen Spuren nach.


    Plötzlich pfiffen Gewehrkugeln über meinen Kopf. Hier war ich vom Feind gesehen worden. Ich bückte mich und schlich nach rechts im tiefen Schnee dahin. Nach etwa 200 m war plötzlich ein steiler Abhang. Da es noch nicht ganz finster war, sah ich in ca. 150 m Luftlinie ein Dorf und dachte mir: Dort gehe ich hin und frage nach Pionieren. Als ich über diesen Abhang hinunter war, sah ich, dass da ein Fluss sein könnte. Ich scharrte mit den Füßen den Schnee weg und dann sah ich eine Eisplatte. Ich versuchte, die Eisstärke festzustellen und ging dann hinüber.

    Es war der Fluss „TIM“, wie ich später an Hand einer Landkarte feststellte. Es war in der Umgebung von „LIWNY“. Ich ging nun in das Dorf und fragte, ob hier Pioniere lägen. Ein Landser zeigte mir ein Haus, in dem ich sie finden würde. Ich meldete mich beim Chef und erzählte ihm meine Erlebnisse.


    Dieser schüttelte den Kopf und sagte: „Sie haben es so gut gemacht.“ Nun konnte ich mich hinsetzen und erhielt gleich den neuen Auftrag: „TANZMAYR, wir haben hier draußen einen Zug und er sagte mir auch den Namen des Zugführers, der heute die Nachhut machen müsse. Ich müsste dann, wenn wir abmarschieren, außerhalb dieses Dorfes bei einer Straßenkreuzung stehen bleiben und diesen Zug einweisen. Er zeigte mir auf der Landkarte, wohin ich mit diesem Zug gehen soll und er sagte: „Wenn wir in dem zweiten Dorf von hier, wo sich jetzt der Tross befindet, nicht mehr sind, müssen Sie gerade weitergehen, flüchten tun wir nach Süden, denn im Westen ist schon der Feind.“ Der Chef fuhr mit dem Finger auf der Landkarte gerade Richtung Süden hinunter. Er sagte auch: „Suchen Sie sich von der Kompanie einen Mann aus, welchen Sie wollen, damit Sie nicht allein sind, aber stehen bleiben dürfen Sie nur bis spätestens 1 Uhr. Wenn der Zug bis dahin nicht hier ist, hat ihn der Feind schon gefangen genommen!“ Wegen des Mannes sagte ich: „Weisen Sie mir lieber einen Mann zu, mir ist es gleich, welchen.“ Nun sagte der Chef: „Der Slowak“ und ich sagte: „Ja.“ Er war ein WIENER und viel gescheiter als ich, da er im Zivilleben in einem Büro für 94 Mann die Lohnabrechnung machen musste. Dieser Mann kannte auch die Sternbilder, das war in der Nacht wegen der Himmelsrichtungen sehr oft entscheidend. Nur hatten wir in dieser Nacht ein unvorstellbares Schneetreiben. Nun warteten wir nicht bis 1 Uhr, sondern bis 2 Uhr. Da sagte ich zum „Slowak“: „Jetzt müssen wir gehen!“ Nach einigen Kilometern kamen wir zu einer Stelle, wo plötzlich 3 Pflöcke mit einem Strohbündel daran gekennzeichnet waren. Ich sagte: „Das kann nur eine Straßenkreuzung sein.“ Wir fingen zu raten an, wohin wir jetzt gehen sollten. Ich sagte ihm, dass der Chef mit dem Finger auf der Landkarte gerade hinunter gezeigt habe, also müssen wir auch hier geradeaus gehen. Der „Slowak“ behauptete, wir müssten nach links gehen. So fingen wir an, uns gegenseitig zu beschimpfen und zwar „Trottel, Depp, usw.“


    Das Ende war, dass er links ging und ich geradeaus. Nach ca. 50 m wollte ich wieder zurück. Da er gescheiter ist als ich, hatte ich zu mir selber zu wenig Vertrauen. Ich fing an zu rufen. Der starke Wind und das Schneetreiben hielten weiter an, daher konnte er auch mein Rufen nicht hören. Ich ging nun alleine weiter und dachte mir „komme, was kommen mag.“ Ein Nachhause kommen gebe es sowieso nicht mehr, soweit in RUSSLAND drinnen und was wir alles mitmachen müssen. Ich ging nicht mehr weit, da sah ich im Schneetreiben einen schwarzen Punkt. Ich dachte mir, das könne nur ein Dorf sein und so war es auch. Ich ging zitternd durch das Dorf. Da sich überhaupt nichts bewegte, befürchtete ich, es könnte plötzlich ein Russe an einem Eck hervor springen und mich erschlagen.


    Als ich aus dem Dorf kam, befand sich eine ca. 60 m hohe Böschung, wo die Straße schräg bergwärts ging. Bevor ich ganz nach oben kam, lag links unten ein deutsches Artilleriegeschütz und zwei tote Pferde. Jetzt dachte ich, dass hier ein Kampf gewesen sei. Da komme ich sicher zu den Russen, aber ich werde mich vor einer Gefangennahme selbst erschießen. Dies haben wir ältere Kameraden uns geschworen, als wir einmal nach einem Gegenangriff bestialisch ermordete Kameraden gesehen haben. Dass es hier keinen Kampf gegeben hat, erfuhr ich später. Dieses Artilleriegeschütz wurde durch das Abrutschen eines Rades in die Böschung einfach hinunter gekippt und die zwei Pferde an der Stange erschossen, damit die nachkommenden Fahrzeuge weiterfahren konnten. Die 4 Pferde, welche vorgespannt gewesen waren, konnten noch abgespannt werden.

    Ich ging, so schnell ich konnte. Innen schwitzte ich, außen war die Uniform gefroren. Nun sah ich wieder einen schwarzen Punkt. Es war auch wieder ein Dorf. Als ich mich näherte, blieb ich stehen, horchte und hörte Schreie. Ich ging wieder ein Stück und horchte dann wieder - da hörte ich einen Russen. Es kam mir aber vor, auch einen Deutschen gehört zu haben. Ich ging wieder weiter, obwohl ich schon den Gedanken hatte, mir eine Kugel durch den Kopf zu jagen. Ich blieb wieder stehen, horchte wieder. Nun hörte ich genau einen Deutschen und ging in das Dorf hinein. Da sie dort wieder den Befehl zum Abmarsch hatten, spannten die „Hiwi’s“ die Pferde an und sprachen dabei russisch. Deshalb hatte ich zuvor russisch sprechen gehört und hätte mich bald erschossen. „Hiwi’s“ war eine Abkürzung für hilfswillige, gefangene Russen.

    Als ich den ersten deutschen Kameraden traf, fragte ich, ob hier Pioniere liegen. Dies wurde bestätigt: „Mitten im Dorf an der rechten Seite; vor dem Haus sind ein paar Stufen“ sagte dieser. Als ich in das Dorf gekommen bin, war weder ein Posten, noch ein MG aufgestellt. Ich ging nun in dieses Haus. Der Kompaniechef und ein Feldwebel saßen bei einem Hindenburglichterl am Tisch (ein Hindenburglicht ist heute vergleichbar mit einem kleinen Grablicht). Alle Übrigen saßen auf dem Boden, die Hände und den Kopf auf den Knien und schliefen. Ich meldete mich beim Chef und er fragte mich, wo der Slowak sei. Ich erzählte ihm von unserem Streit. Dann schaute er auf die Uhr und sagte: „Der Slowak ist schon bei den Russen.“ Dann wandte er sich an den Feldwebel und sagte: „Streichen Sie TANZMAYR aus der Vermisstenliste!“ Über den Slowak kam bis heute nichts zum Vorschein. Der Chef sagte auch zu mir, ich hätte alles gut gemacht.

    Der Zugführer mit seinen Leuten, auf den wir bei der Straßenkreuzung bis 2 Uhr gewartet hatten, war schon lange bei der Kompanie, da er einen anderen Weg genommen hatte.

    Es war für mich ein Beweis, dass ich besser die Karte lesen konnte, als so mancher Zugführer, sonst hätte er zu dieser Straßenkreuzung kommen müssen.

    Für mein Leben könnte es so besser gewesen sein, denn der Zugführer könnte an der Stelle, an der ich mich mit dem Slowak stritt, die gleiche Ansicht wie der Slowak gehabt haben. Dann würde auch ich mit diesen Leuten gegangen sein und wir wären alle zum Russen gekommen.

    Da sich bei unserer Ankunft im Dorf die Infanterie schon zum Abmarsch fertig machte, ging auch bei uns der Rückmarsch bald weiter. Schlafen war für mich oft ein Fremdwort. Trotz dieser ausgestandenen Qualen muss man unserem Gott hinsichtlich des (noch) vorhandenen Zustandes danken.


    08.12.1941
    00.08 Uhr meldet Btl. einen neuen Angriff gegen Bhf Meschtscherinowa.
    00:56 Uhr Pi.Btl. meldet das der Feindangriff abgeschlagen sei.
    03:25 Uhr greift der Feind zum drittenmal mit starken Kräften den Bahnhof an. Diese Angriff dauerte mit unverminderter Stärke mit Art.-Unterstützung bis 06:10 Uhr an.
    Das Btl. bittet um Gewehrmunition, Handgranaten und Leuchtmunition. Um 06:15 Uhr meldet das Btl. das auch dieser Angriff abgeschlagen sei. (diese Meldung trifft erst um 08:10 Uhr bei der Div. ein, da auf die Unterkunft des Funktrupps 6 in Lwano geschossen wurde, war keine Funkverbindung von 04:00 - 06:00 Uhr möglich).
    06:47 Uhr Btl. erbittet Zuführung schwerer Infanterie Waffen, Verbindung zu lei.Pi.Kol. nicht möglich.
    07:00 Uhr dritter Angriff abgeschlagen.
    08:00 Uhr Malaja Bajewka feindbesetzt.- Fehlinformation -
    08:12 Uhr Malaja Bajewka nicht feindbesetzt, Irrtum erklärt sich das eigener Spähtrupp von eigener Infanterie beschossen wurde. Aufklärung Richtung Chitrowo, Laranowka, Kowali Ost und Iwanowka. Bhf Nisowoj und Wald hart westl. davon feindbesetzt.
    12:40 Uhr Befehl die Vorräte zu zerstören, möglichst unauffällig. Zurückgehen auf Ponikowez vorbereiten.
    2. Kp. Uffz. Johann Kroiss † in Meschtscherinowa


    Die Division hatte ihre östliche Linie in Rußland erreicht, die Division hatte von Brest-Litowsk über Kiew bis Jelez unter schwierigsten Geländeverhältnissen und im ständigen Kampf, im Fußmarsch ca. 2100 km zurückgelegt.

    09.12.1941

    11:31 Uhr die Masse des eingetroffenen Btl. dem IR 133 unterstellt und wehrt im Südteil Streleskoje laufend Feindangriffe von Süden und Südwesten ab.
    21:20 Uhr eine Kompanie dem IR 133 und zwei Kp. dem IR 135 unterstellt.
    Stab: Uffz. Karl Scherzer † in Strelezkoje
    3. Kp. Ogfr. Alois Rötzer † in Tschernow / Ssossna

    10.12.1941

    Das Btl. wird IR 130 unterstellt mit Marsch auf Petrowskoje (Schneesturm).
    1. Kp. Gfr. Johann Steinkogler † in Shelezkoje.

    11.12.1941

    Das Btl. erreicht am Vormittag mit der Marschgruppe IR 130 Petrowskoje

    12.12.1941

    Btl. sichert seit 18:00 Uhr Uspenskoe. (mit beiden Btl. vom IR 130 und 2 Battr. der I./A.R.98).
    1. Kp. Johann Feichtenschlager † in Ponomarewo
    1. Kp. Josef Kandizia † in Ponomarewo

    13. bis 18.12.1941

    Herrichtung der Übergangsstelle in Uspenskoe und der völlig vereisten Zufahrt, je eine Kp. bei IR 130 und IR 133.
    Division zieht sich hinter den Fluß Trudy in eine Aufanglinie zurück. Linie Iwanowka - Alexejewskoje - (Elagino - Nikolajewka andere Flußseite)
    Die Pionierkompanien bei den Regimentern haben eine Furt bei Trudki und eine Brücke bei Nikolajewka sowie im Abschnitt Elagino - Alexejewskoje benutzbar gemacht und bezeichnet.
    1. Kp. Pionier Franz Fischer † in Trudky zurückgelassen.


    19.12.1941
    Stab Pi.Btl.81 in Skorodnoe untergebracht.
    Der Division werden drei Eisenbahn-Pionier-Kompanien infanteristisch unterstellt. (2./3, 5./1 und 3./8)

    20.12.1941

    3. Kp. Gfr. Alois Geier † in Dawidowka a. Trudy
    3. Kp. Pionier Mathias Meindl † in Dawidowka a. Trudy

    21.12.1941

    le.Pi.Kol. Gfr. Josef Langthaler † in Nikolajewka.

    23.12.1941

    Fehl an Waffen, Ausrüstung und Geräten.
    PiBtl..JPG


    24.12.1941
    Zur Durchführung eines Sonderauftrages melden sich am 24.12. 09:00 Uhr beim Div. Ia Oberleutnant Irle - mit der Führung des Pi.Btl.81 beauftragt. Sonderauftrag dauert 2 - 3 Tage.
    2. Kp. Pionier Josef Loizenbauer † im Armee-Feldlazarett 4./582 Orel


    Josef Tanzmayer
    Am 24. DEZEMBER, an dem zu Hause Heilige Nacht gefeiert wird, griff uns der Feind vierzehn Mal an. Der Russe wusste über diesen unseren Festtag genau Bescheid, daher diese vielen Angriffe. Auch am 25. DEZEMBER waren wir noch in dieser Stellung.
    Wir hatten in kurzen Abständen (etwa alle 500 m) 14 MG in Stellung gebracht und auch genügend Munition. Mit Leuchtspur hatten wir ein Haus nach dem anderen in Brand geschossen, damit wir immer etwas Licht hatten. Wir sahen daher vom Feind eine Welle nach der anderen, die sich uns näherte. Nach dem 13. Angriff war ein größerer zeitlicher Angriffsabstand.
    Außer den MG-Stellungen standen wir Gewehrschützen als Doppelposten auf Beobachtung. Nach dem 13. Angriff kam ein Unteroffizier und zählte uns ab: „Eins, zwei...“ Jeder zweite, darunter auch ich, mussten mitgehen.
    Wir kamen zum Chef, der uns aufklärte, dass wir ca. 10 Mann stark auf Spähtrupp in das vor uns liegende Dorf hineingehen müssten. Wir sollten nur feststellen, wie stark der Feind in diesem Dorf noch sei und uns auf keinen Kampf mit den Russen einlassen.
    Kurz bevor wir in dieses Dorf kamen, griff der Russe das 14. Mal an. Unsere MG’s schossen, die Russen schossen - das war wie ein Kugelregen. Ich legte mich sofort zu einem toten MONGOLEN und presste mich fest an ihn - das war meine Deckung.
    Nach 15 bis 20 Minuten ließ die ärgste Schießerei allmählich nach und ich begann zurück zu kriechen. Da ich so zu wenig rasch vorwärts kam, stand ich auf und lief gebückt jeweils etwa 10 m zurück. Von den anderen Kameraden habe ich nichts gesehen, nur viel weiter rechts von mir schrie ein Verwundeter in deutscher Sprache um Hilfe.


    Da noch immer viel geschossen wurde, wagte ich nicht, zu dem Verwundeten hin zu laufen. Außerdem war ich selbst moralisch fertig. Als ich nach einer Zeit an unsere Stellung heran kam, rief plötzlich ein Kamerad: „Kennwort!?“ Ich rief das Kennwort aus und damit erkannte dieser meine Stimme. Er sagte: „Sepp, bist Du es?“ Ich rief: „Ja“ und er: „Schnell, spring herein!“ Dann sagte er: „Geh schnell zum Chef hinüber, der wartet schon auf den ersten, der
    zurück kommt!“ Ich habe dabei am ganzen Körper gezittert. Der Kompaniechef fragte mich mehrmals: „Wo sind die anderen?“ und wie ich zurückgekommen sei.


    Ich erzählte ihm mein Verhalten und auch, dass ich Hilferufe gehört habe. „Gut“ sagte er, „die Hilferufe hörten wir auch, aber wo sind die anderen Männer?“ Da er sah, dass ich zitterte, sagte er: „TANZMAYR, gehen Sie da hinüber zu dem großen Strohhaufen“ welchen wir alle kannten. „Dort sind Löcher; legen Sie sich hinein und ruhen Sie etwas.“

    In dieser Zeit soll noch einmal ein Trupp zusammen gestellt worden sein, welcher den Auftrag hatte, auf jeden toten Russen noch einen Schuss abzugeben, da beim 14. Angriff sich tot stellende Russen, welche schon nahe an unserer Stellung waren, wieder zu schießen begonnen haben. Es sollen noch 60 Prozent am Leben gewesen sein. Was mit unseren Leuten geschah, weiß ich nicht mehr. Es waren meist jüngere, die vom Ersatzbataillon gekommen waren.

    Diese Namen habe ich heute nicht mehr in Erinnerung. Es ist nur sicher, dass diese Kameraden, welche hinter uns auf das Schlachtfeld hinaus mussten, um die sich tot stellenden Russen zu erschießen, auch unsere Toten und Verwundeten gefunden haben. Diese Meldung kam zur Schreibstube beim Tross.


    25. und 26.12.1941
    Befehl zum Absetzen der Division.
    1.Kp. wird dem IR 130 unterstellt - Winterstellung - H.K.L. Westhang des Moljawskoj-Abschnitt.
    2.Kp. wird dem IR 133 unterstellt - Winterstellung - H.K.L. Westhang des Moljawskoj-Abschnitt, ab Nachmittags wurde die Kp. dem Stab/Pi.Btl.81 bis 27.12. wieder unterstellt.
    3.Kp. wird dem IR 135 unterstellt - Winterstellung - H.K.L. Westhang des Moljawskoj-Abschnitt, Kp. in Korsun.
    Btl.Stab mit Div.Stab in Ragosnio.

    27.12.1941

    2./Pi.Btl.81 ohne eine Zug wurde für neuen Auftrag dem IR 133 unterstellt. Sicherung des Kunatsch-Übergang bei Waskowo. 1 Zug der Kp.bei IR 135.
    16:50 Uhr Zweidrittel der 2.Kp. sichert Ost und Südrand Perechosheje Lipzy.
    Division seit 3 Tagen ohne Verpflegung und anderen Nachschub.


    Josef Tanzmayer:
    Am 25.12.1941 abends kam bei Dunkelheit der Abmarschbefehl. Wir kamen am 27.12. mit ca. 80 Mann im Ort „RETKINO - RAGOSINO“ an. 32 Mann blieben dort. Alle anderen kamen in ein Lazarett, entweder leicht verwundet oder an der Ruhr erkrankt.

    Manchmal wurden gefrorene Fleischkonserven gefunden, wie sie wahrscheinlich bespannte Truppen, welche vor uns waren, verloren hatten. Diese Dosen wurden mit dem Bajonett aufgestochen und das Fleisch verteilt. Wenn dann manche das gefrorene Fleisch aßen, bekamen sie die Ruhr. Manche kamen nicht mehr nach und erfroren bei -30 ° bis - 40 ° Kälte.


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    Solche Mäntel hatten auch die Russen. Im Frühjahr nach der Schneeschmelze hat man die toten Russen mit den weißen Mänteln auf größere Entfernung liegen gesehen, nachdem sie in die Schützenminenfelder gelaufen waren.

    28.12.1941

    15:55 Uhr Meldung der Div. an A.O.K. 2 wörtlich "Truppe eingesetzt und hungert".


    Josef Tanzmayer:
    Hier haben wir am 28.12.1941 begonnen, die Winterstellung auszubauen. Als der Feind dies merkte, wurden wir gleich beschossen. Daher konnten wir nur mehr nachts arbeiten. Dies dauerte den ganzen Winter über. Dabei wurden Bunker gebaut, Drahtverhaue errichtet, sowie Teller- und Schützenminen gegen Panzer und Schützen verlegt. (Siehe Bild 26):


    26.JPG


    Eines Tages ersuchte ich den Kompaniechef, ob ich zu meiner Gruppe zurückkehren könnte. Er antwortete mir: „Kleiner (so hat er mich immer genannt), fehlt Dir was bei mir?“ Ich sagte: „Nein. Aber ich möchte doch lieber zur Gruppe.“ Jeden Tag bat ich ihn darum. Am 3. Tag sagte er: „Wenn Du mir einen bringst, der es so schön macht wie Du, dann kannst Du zurück gehen.“


    Ich fand Johann SOMMER (er war aus dem SUDETENLAND). Diesen musste ich einige Tage einschulen. Später war ich froh, da ich erst jetzt richtige Fronterfahrung machte. Der Grund, warum ich mich als Offiziersbursche abmeldete, war ein ganz einfacher: Wenn wir beim Vormarsch oft um 22 Uhr oder 23 Uhr in ein Quartier kamen, musste ich zuerst von der Küche Eintopf für uns beide holen, dann zum Schlafen auf dem Boden Stroh besorgen. Oft sagte der Chef: „Kleiner, ich möchte noch Bratkartoffel oder Palatschinken!“ Dann musste ich allein (war ja verboten war) in Russenhäuser gehen und um Kartoffel, Eier oder Mehl bitten. Wenn ich dann etwas gekocht und ihn aufgeweckt hatte, sagte er oft: „Ich will nichts mehr essen, ich will schlafen!“


    Mir ging es ansonsten gut, weil ich selten zur Wache eingeteilt wurde. Und zu einem Angriff kam ich nur, wenn die ganze Kompanie angreifen musste. Als Melder hatte ich viel zu gehen, bei Tag und auch bei Nacht. Wenn wir manchmal irgendwo einen Tag lagen, musste ich immer außertourlich kochen, manchmal auch für mehrere Offiziere. Ab Jänner 1942 war ich wieder bei der Gruppe.


    29.12.1941
    Befehlsübergabe an das Kdo. der 221.Sich.Div. jetzt als Inf.Div.
    Die 45. Infanterie-Division wird in Raum Smijewka herausgezogen und soll nach und nach aufgefrischt werden.


    30. und 31.12.1941
    Nach und nach sammeln sich Trosse, Kolonnen, Versorgungstruppen der Division, sowie eine Anzahl Versprengter im Raum Smijewka.
    Die gesamte Versorgung übernimmt die 221.I.D, da die 45. Infanterie-Division hierzu aus eigenen Mitteln nicht in der Lage ist.
    Einheiten der 45. Infanterie-Division einschließlich Pi.Btl.81 unterstanden bis in die erste Hälfte Januar 1942 der 221. ID und wurden weiterhin im Raum Nischnij-Kunatsch eingestzt.
    2. Kp. Gfr. Michael Eckhart † in Nischnij-Kunatsch
    2. Kp. Gfr. Raimund Helmel † in Nischnij-Kunatsch
    2. Kp. Gfr. Adolf Hillbrand † in Nischnij-Kunatsch
    2. Kp. Gfr. Anton Preininger † in Nischnij-Kunatsch
    2. Kp. Gfr. Josef Bankler † in Nischnij-Kunatsch


    Über die katastrophalen Zustände der 45. ID (Wanderkessel mit 134. ID) Mitte Dezember 1941 bis Mitte Januar 1942, kann im Buch - Wehrmacht im Ostkrieg von Christian Hartmann Seiten 367 bis 380 - nachgelesen werden.

  • 01. Januar bis 31. Mai 1942


    04.01.1942
    2./Pi.Btl.81, Gfr. Josef Hufnagel Kriegslazarett in Orel †


    05.01.1942
    Zugeteilter Ersatz von 21 Uffz. und Mannschaften vom Marschbataillon XVII/24 bzw. von zwei Genesenen Kp. vom Marschbataillon XVII/19.


    Josef Tanzmayer:
    Mitte JÄNNER 1942 wurde die Kompanie mit Ersatz aus der Kaserne wieder aufgefüllt. Bild 27


    27.JPG


    Über dieses Gelände mussten wir täglich bei Einbruch der Dunkelheit hinausmarschieren.
    Vom Dorf bis zur HKL (Hauptkampflinie) waren es ca. 2 bis 3 km.
    Einmal hatten wir 3 Tage lang minus 42° im Dorf und auf dem Gelände, auf welches wir hinausgehen mussten, minus 47°, auch in der HKL.


    13.01.1942
    2./Pi.Btl.81, Gfr. Alfred Grell in Grjasnoje †
    2./Pi.Btl.81, Ogfr. Otto Weidler in Ust-Leski †


    14.01.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon 3 Eiserne Kreuze 1. Klasse und 39 Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen.
    2./Pi.Btl.81, Uffz. Josef Mitterecker HVPl. 1./45 in Pokrowskoje †


    22.01.1942
    Durch den Di.Kdr. werden dem Bataillon 20 Kriegsverdienstkreuze 2. Klasse mit Schwertern verliehen.


    25.01.1942
    Dem Gen.Kdo.LV.A.K. wird eine namentliche Offiziersersatzanforderung über genesene Offiziere vorgelegt. Für Pi.Btl.81 - 2 Offiziere
    Durch den stellv. Div.Kdr. wird ein Eisernes Kreuz 2. Klasse an das Btl. verliehen.


    26.01.1942
    Stab/Pi-Btl. 81, Gfr. Leopold Kraus in Skorodomka †
    1./Pi.Btl.81, Pion. Oskar Kramus in Skorodomka †
    le.Kol.Pi.Btl. 81, Ogfr. Julius Erler in Skorodomka †


    27.01.1942
    Arbeiten am Stützpunkt Nowo Aleksandrowka unter Führung von Oblt. Humer (le.Pi.Kol.)


    10.02.1942
    Durch den stellv. Div.Kdr. wird an das Btl., 5 Kriegsverdienstkreuze 2. Klasse verliehen.


    18. bis 24.02.1942
    Teile des Pi.Btl. mit I./I.R. 133 durchstoßen die russischen Stellungen bei Klewzowo mit Ziel Buchtejarowo.


    19.02.1942
    Durch den stellv. Div.Kdr. wird an das Btl. 3 Eiserne Kreuze 1. Klasse und 33 Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen.


    21.02.1942
    1./Pi.Btl.81, Gfr. Josef Baumgartner in Foshnja †
    1./Pi.Btl.81, Gfr. Johann Buchinger in Foshnja †


    22.02.1942
    Aus dem am 14.02.1942 eintreffenden Marschbataillon 45/1 werden dem Btl. 7 Uffz. und 61 Mannschaften zugeteilt.
    1./Pi.Btl.81, Gfr. Josef Jungwirth HVPl. in Foshnja †


    25.02.1942
    1./Pi.Btl.81, Gfr. Matthias Alterdinger in Gustyje-Tytschinki †


    27.02.1942
    1./Pi.Btl.81, Gfr. Franz Lehner HVPl. in Jekaterinowka/Kolpna †


    02.03.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon 17 Kriegsverdienstkreuze 2. Klasse verliehen.


    04.03.1942
    Dem Gen.Kdo.LV.A.K. wird eine namentliche Offiziersersatzanforderung über genesene Offiziere vorgelegt. Für Pi.Btl.81 - 1 Offiziere.


    09.03.1942
    Aus dem eintreffenden Marschbataillon 45/3 werden dem Btl. 1 Uffz. und 64 Mannschaften zugeteilt.


    10.03.1942
    Beim LV.A.K. werden durch Fernschreiben angefordert: Ein Kommandeur für Pi.Btl.81.
    Fehlstellen: 10 Offiziere, 17 Unteroffiziere und 230 Mannschaften.


    13.03.1942
    Für den bereitgestellten Urlauberzug am 01.04.1942 in Fastow werden dem Btl. 3 Plätze zugewiesen (von 93 für die Div.).


    20.03.1942
    Gemäß F.S. LV.A.K. IIa vom 20.03.1942 wird der Major Hans Köster (Führerabschnittsgruppe II, Festungspionierstab 3), zur Verwendung als Btl.-Führer in das Pi.Btl.81 kommandiert.
    1./Pi.Btl.81 eingesetzt bei der 95.I.D.
    Sollstärke der 1.Kp. liegt bei 68%, 2 Offiziere, 14 Unteroffiziere und 114 Mannschaften.
    Sollstärke der 2.Kp. liegt bei 72,5% 2 Offiziere, 19 Unteroffiziere und 117 Mannschaften.
    Das Pi.Btl.81 ist auf Grund des Fehls in der Ausstattung an Pferden, Fahrzeugen, Kfz und Gerät für Pi.-Aufgaben in der augenblicklichen Lage nur beschränkt einsatzfähig.
    Für einen Bewegungskrieg ist das Bataillon nicht verwendungsfähig.
    Zunächst wird die Auffrischung der le.Pi.Kol. zurückgestellt, da ihr die gesamten Fahrer vom Bock fehlen und die Auffrischung der Kompanien mit Fahrern vordringlich ist.

    23.03.1942

    Mit Wirkung wird Uffz. Franz Mairhuber zum Stab der 45. I.D. kommandiert.


    24.03. bis 15.05.1942
    Die 2. und 3. Kp. legen 12 Minenfelder an, mit ca. 3950 T-Minen und ca. 2900 S-Minen.


    30.03.1942
    Hat ein Zivilist beim Stab/Pi.Btl. 81 in Mentschikowo eine braune Stute mit Sattel- und Zaumzeug abgegeben, die ihm auf der Straße Obruzkoje - Mentschikowo zugelaufen war.
    Das Pferd ist 10 Jahre alt und ist am rechten Vorderhuf mit der Hufnummer 13 versehen.


    Josef Tanzmayer:
    Diese Kälte verursachte der Wind, der so stark wehte, dass man glaubte, man könne überhaupt nicht mehr gehen. Glaublich war bereits APRIL, als wir die Bunker vom vielen Schnee frei schaufeln mussten.(siehe Bild 28, 28a).


    28.JPG


    Hier hatten wir schon warme Sonne. Auf dem Foto Nr. 28, auf dem man drei Mann stehen sieht, ist der mittlere Karl Götzenberger (später Uffz.)
    Der Bunkerbau ging folgend vor sich: Was oben gefroren war, sprengten wir mit Tellerminen. Wenn die gefrorene Erde ausgehoben war, konnte man dann mit der Schaufel bis 2 m tief graben.
    Davon war bis zu einer Tiefe von 1,60 m gute, schwarze Erde, dann erst kam der Lehm. Wenn die Grube ca. 4 m lang und 2,5 m breit ausgehoben war, kamen Baumstämme mit ca. 40 cm Durchmesser darüber und oben drauf die ausgehobene Erde.
    Feindlicher Artilleriebeschuss war in diesen Bunkern nicht zu fürchten.
    Vor der HKL waren auch noch Vorpostenstellungen ausgebaut. Diese Bunker wurden von der Infanterie bezogen.


    20.04.1942
    Durch den Div. Führer werden dem Bataillon 9 Kriegsverdienstkreuze 2. Klasse mit Schwertern verliehen.


    27.04.1942
    Mit sofortiger Wirkung wird Hptm.d.R. Otto Stoehr (Pi.Btl.269) zum Kommandeur des Pi.Btl.81 ernannt. Die Kommandierung des Mj. Hans Köster wird aufgehoben.
    1./Pi.Btl.81 (aus dem Raum der 95.I.D.) zur Ablösung der 1./Pi.Btl. 339 (der 45.I.D. unterstellt)


    01.05.1942
    Stab/Pi.Btl.81 Raum Aleksandrowka (Sperrlager D51)
    2./Pi.Btl.81 Raum Petrowskoje (Sperrlager R52)
    3./Pi.Btl.81 Raum Shurawez (Sperrlager R53)
    (Sperrlager - Organisation für die laufende Verpflegung, Versorgungsstützpunkt, R für Regiment, D für Division)


    02.05.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon 9 Kriegsverdienstkreuze 2. Klasse mit Schwertern verliehen.


    03.05.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon 9 Kriegsverdienstkreuze 2. Klasse mit Schwertern verliehen.


    04.05.1942
    Bei der Division trifft der "Genesenentransport Linz" mit 33 Unteroffizieren und 301 Mannschaften ein. Die Genesenen wurden ihren alten Stammtruppenteilen zugewiesen.


    Josef Tanzmayer:
    Am 04. MAI 1942 wurden wir in „RETKINO-ROGASINO“ abgelöst und kamen einige Kilometer südlicher. Den Ortsnamen weiß ich nicht mehr.


    05.05.1942
    Pi.Btl.81 stellt für Straßenerkundung einen Offizier (Oblt. Humer), beim Korück 45 ab.
    (Straße Orel - Smijewka)


    09.05.1942
    Für die Verteidigung und Vorbereitung des Zerstörens des Versorgungsstützpunkt Aleksandrowka ist das Pi.Btl.81 befohlen.
    Bild 100.JPG


    10. bis 13.05.1942
    Gasschutzlehrgang in Lipowez-Nordteil, das Pi.Btl. stellt 2 Offiziere zur Verfügung.


    11. bis 21.05.1942
    Gruppenführer-Lehrgang K.O.B. in Koslowka.
    Vom Pi.Btl. nehmen Obergefreiter Schmidt und Gefreiter Rabe teil.


    12.05.1942
    meldet Pi.Btl., das mit dem Eintreffen der 1.Kp. am 14. oder 15.05. zu rechnen ist.


    13.05.1942
    1./Pi.Btl.81 meldet Eintreffen in Waskowo und bezieht Quartier bei 2./Pi.Btl.81.
    Btl. meldet das Ergebnis der Brückenerkundung an den Rollbahnen Iwanowka - Aleksandrowka und Pokrowskoje - Aleksandrowka, sowie den Brückenzustand an der Straße bis Smijewka (insgesamt 30 Brücken).


    14.05.1942
    2./Pi.Btl.81, Pion. Anton Spiesmaier in Ust-Leski †


    15.05.1942
    Durch den stellv. Div.Kdr. werden 60 Sturmabzeichen an Angehörige des Btl. verliehen.
    1./Pi.Btl.81 löst in der Nacht 1./Pi.Btl. 339 ab und wird dem I.R. 130 unterstellt.
    Vom 15. bis 18.05.1942 Gasschutzlehrgang in Lipowez-Nordteil, des Pi.Btl. stellt 4 Unteroffiziere zur Verfügung.


    Gliederung Stand 15.05.1942
    le.Pi.Kol. nur Personaleinheit ohne Pferd.
    Bild 101 Gliederung 15.05.1942 nur Pers.Einheit o. Pferde.JPG


    16.05.1942
    3./Pi.Btl.81, Ogfr. Matthias Edtbauer in Kursun †


    17.05.1942
    Meldung des Btl., das die Behelfsbrücke bei Stolbezkoje für Panzerübergang (16 to) bis 18.05., 10:00 Uhr fertiggestellt ist.

    18.05.1942

    2./Pi.Btl.81, Pion. Friedrich Schmid in Ust-Leski †

    22.05.1942

    2./Pi.Btl.81, Gfr. Johann Buttinger HVPl. 2./45 in Smijewka †

    23.05.1942

    2./Pi.Btl.81, Gfr. Josef Jungwirth in Ust-Leski †


    30.05.1942
    le.Pi.Kol. Ortsunterkunft Stepanowka.

  • 01. Juni bis 31. August 1942

    01. u. 02.06.1942
    Die 1./Pi.Btl.81beim I./I.R.130 als Bataillonsreserve eingesetzt, infanteristischer Gegenstoß in Trudki-Süd.
    3./Pi.Btl.81, Uffz. Ernst Otto Braun in Orel †


    Bild 102 1.-2.6.1942.JPG


    02.06.1942
    2. Kp. marschiert mit Marschgruppe I.R.133 auf Straße Rykowa, Nowje Wysseldki, Worotynsk.


    03.06.1942
    Durch den Div.Kdr. wurden 3 Sturmabzeichen an Angehörige des Btl. verliehen.


    07.06.1942
    Soll- und Ist-Stärke


    Offiziere

    Beamte

    Unteroffiziere

    Mannschaften

    Soll

    21

    3

    84

    859

    Ist

    14

    2

    81

    553

    Fehl

    7*

    1*

    3

    36


    * davon 1 Vet.Offz. und 1 Hilfsarzt. 1 Waffenmeister (Beamter)

    11.06.1942

    Pi.Btl.81 erreicht gegen 04:30 Uhr, den Raum Obruzkoje, Koslowka.

    11./12.06.1942

    Pi.Btl.81 erreicht Chlopowo, Retinskoje, 14:15 Uhr Waskowo,


    12./13.06.1942
    Pi.Btl.81 erreicht Beshanowa


    14.06.1942
    Pi.Btl.81 erreicht Kromskaja, Malorossow


    15.06.1942
    Pi.Btl.81 erreicht Sergjewka


    Josef Tanzmayer:
    Hier hatte mir - ich glaube, es war am 15. JUNI - ein Pferd, das auf einer Wiese auf mich zuging und schnell kehrt machte, mit den Hufen zwei Rippen angesprengt.
    Ich musste zum Arzt gehen und ich kam dann mit drei weiteren Männern im Krankenstand in ein Haus, wo auch die Hausbesitzer bei uns wohnten.
    Als wir uns morgens einmal wuschen, sah die Frau, dass ich ein Halsketterl mit einem Kreuz trug. Sie holte mich einmal im Vorraum ein und fragte mich, ob ich auch bete (sie faltete die
    Hände, damit ich sie besser verstehen sollte). Ich sagte: „Ja“. Dann fragte sie, ob auch sie beten dürfen. Ich fragte die anderen Kameraden, welche alle drei aus WIEN waren.
    Diese sagten auch „Ja“ - anschließend führte sie mich in einen Raum und machte an der Wand eine kleine Tür auf, wobei man gar nicht gemerkt hatte, dass hier eine kleine Tür verborgen war, weil die ganze Wand mit Zeitungsblätter vernagelt war.
    Hier befand sich ein kleiner Altar. Sie sagte mir, dass dieser noch aus der Zeit des Zaren stamme; er sei ein christlicher Mensch und sehr gut gewesen. Bei STALIN sei der Glaube verboten gewesen.
    Nun fragte sie, ob sie morgens und abends neben uns beten dürften. Ich sagte: „Ja“ habe aber ihr Gebet nicht verstanden. Von diesem Tag an bekamen wir jeden Morgen in einem gusseisernen Topf Milch mit 4 Stück hölzernen Esslöffeln auf den Tisch.
    Dieser Topf hieß auf Russisch „Tshuhun“. Wir nahmen aber jeder den eigenen Löffel zum Essen. Auch trugen sie uns alle Tage abends Stroh zum Schlafen auf dem Boden herein und morgens wieder hinaus.


    20.06.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon 5 Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen.


    21.06.1942
    Gegen 15:00 Uhr meldet sich der Führer der RAD-Abteilung 313 nach vorangegangener Verbindungsaufnahme mit Pi.Btl.81 beim Ia der Division.
    RAD Abteilung soll für die Wegeausbesserung eingesetzt werden.
    21:30 Uhr trifft 2./Pi.Btl.752 in Stärke von 2 Offz., 16 Uffz und 87 Mannschaften bei Pi.Btl.81 ein und wird diesem bis 03.07.1942 unterstellt.


    25.06.1942
    1./Pi.Btl.81, Gfr. Josef Astecker in Gustyje-Tytschinki †
    Btl.Stab in Gustyje-Tytschinki:


    Bild 104.JPG

    26.06.1942

    San. Uffz. Lochter von der Pferde-Marsch-Staffel VIII/6 wird zum Pi.Btl.81 in eine freie Planstelle versetzt.


    27.06.1942
    Pi.Btl. ohne 2.Kp. in Ostrow.

    28.06.1942

    Josef Tanzmayer:
    Am 28. JUNI 1942 war ein Großangriff. Es wurde die Front nach Norden aufgeschwenkt und dort mussten wir sie den ganzen Sommer über halten. Im Süden ging der Vormarsch weiter. Bei diesem Angriff gab es wieder viele Tote und Verwundete.
    Ich dankte da im Stillen dem Pferd, das mir die Verletzung beigefügt hatte. Ich hätte dort leicht bei den Toten sein können!
    Auch wurden Gefangene gemacht, die sagten, „sie hätten damit gerechnet, dass es wieder so weiterginge, wie im Vorjahr“ also dass der Feind wieder laufen muss. In dieser Zeit wurden von einem Dorf sämtliche Zivilisten abtransportiert (siehe Bild 29).


    29.JPG


    Ich konnte durch meine Verletzung drei Monate beim Tross bleiben, da mich das Atmen immer noch schmerzte. Wir mussten Heu- und Getreideerntearbeiten für die Pferde durchführen.
    Wenn man vom Gefechtsfeld weg war, fühlte man sich wie im Urlaub! Auf dem Bild 30 sieht man neben dem Mann, der die Pferde hält, den WOLGA-DEUTSCHEN (den Deutschlehrer), der bei uns als Dolmetscher eingesetzt war, in kurzer Hose stehen.


    30.JPG


    Diesen Dolmetscher habe ich hier in diesem Bericht schon erwähnt, wie wir ihn gefangen nahmen. Er trug den Namen KOLB Fritz.
    Ganz rechts unten, vor der Fuhre Heu sitzt ein Russe mit bloßem Oberkörper und einer Rus-senmütze. Er dreht sich gerade eine Zigarette. Dieser Mann war russischer Pionier. Er hatte eine Zeit lang für uns die russischen Minen von den Minenfeldern ausgehoben.
    Dieser hatte sich bei uns gut aufgehoben gefühlt. Nach einigen Wochen kam der Befehl, dass ihn die Kompanie abgeben muss zu den Gefangenen. Er war ein guter Kamerad bei jeder Arbeit.
    (siehe Bild 30 a) Hier sind wir bei der Getreidearbeit. Ich fahre mit den Pferden und sitze auf der Mähmaschine (Pfeil!).


    30a.JPG


    1./Pi.Btl.81, Ogfr. Anton Braun in Leski †
    1./Pi.Btl.81, Pion. Gottfried Mahr in Leski †
    1./Pi.Btl.81, Pion. Johann Mairhofer in Leski †
    1./Pi.Btl.81, Pion. Ignaz Muck in Leski †
    3./Pi.Btl.81, Ogfr. Rupert Haslinger in Buchtejarowo †
    3./Pi.Btl.81, Gfr. Anton Hipp in Durnewo †
    3./Pi.Btl.81, Gfr. Maximilian Zauner in Buchtejarowo †
    3./Pi.Btl.81, Pion. Anton Kapper in Buchtejarowo †


    29.06.1942
    2./Pi.Btl.81, Gfr. Franz Fink in Lenschino †

    30.06.1942

    1./Pi.Btl.81, Gfr. Johann Immervoll in Machowoje †
    1./Pi.Btl.81, Pion. Josef Waidl in Machowoje †
    2./Pi.Btl.81, Fw. Johann Kofler in Buchtejarowo †
    2./Pi.Btl.81, Gfr.Johann Röhrenbacher in Buchtejarowo †
    2./Pi.Btl.81, Pion. Friedrich Trittelhuber in Buchtejarowo †
    2./Pi.Btl.81, Pion. Friedrich Vychodil in Buchtejarowo †
    3./Pi.Btl.81, Gfr. Johann Riedmaier HVPl. 45 in Buchtejarowo †


    01.07.1942
    1./Pi.Btl.81 beim IR 130 als Regimentsreserve in Machowoje.
    3./Pi.Btl.81 in Schschetinka eingesetzt beim IR 133.


    02.07.1942
    Durch das Btl. wurden 691 Minen aufgenommen.


    03.07.1942
    Durch das Btl. wurden 40 Minen aufgenommen.
    Bild 105.JPG


    05.07.1942
    3./Pi.Btl.81, Gfr. Ludwig Voggenberger Kriegslazarett 4./509 in Kursk †


    06.07.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 2 Eiserne Kreuze 1. Klasse und 1 Eisernes Kreuz 2. Klasse verliehen.
    Mit Wirkung wird Poinier Valente vom Pi.Btl.81 zur Sa.Kp.1/45 versetzt


    07.07.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 1 Eiserne Kreuze 1. Klasse und 2 Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen.
    Bataillon-Gefechtsstärke 362 Mann.
    3./Pi.Btl.81, Uffz. Andreas Eichinger in Lenschino †
    3./Pi.Btl.81, Gfr. Georg Gebeshuber in Lenschino †


    08.07.1942
    1. und 4./Bau-Batl. 417 trifft bei der Div, ein und wird dem Pi.Btl.81 unterstellt.
    Die Aufgaben dieser Kompanien ist die Infanterie im beschleunigten Ausbau der H.K.L. zu unterstützen.
    3./Pi.Btl.81, Pion. Stefan Traxler in Schtschetinka †


    09.07.1942
    Die den Inf.Rgt. unterstellten Kompanien werden wieder dem Kdr.Pi.Btl. unterstellt.
    Gemeinsam mit der 1. und 4./Bau-Btl.417 und im Einvernehmen mit den Inf.Rgt. beschleunigter Ausbau der Stellung unter Verwendung der vorgefundenen russischen Minen und Hindernisbaustoffen.
    Zitat im Div.Befehl: "Jeder einzelne Soldat muss in kürzester Zeit in der Erde verschwunden sein. Darin kann der Russe als Vorbild dienen."


    10.07.1942
    Mit Wirkung vom 01.07.1942 wird Obltn. Czybulka (ehem. Pi.Btl.81) zum Hauptmann befördert.
    Kdr.Pi.Btl.81 leitet den beschleunigten planmäßigen Ausbau der Stellungen. Er veranlasst die Übernahme des bisher an die 1.SS-Inf.Brig.(mot) zugewiesenen Stellungsbaumaterials. Bei Leski ist ein Übergang über den Sherechan zu erkunden und mit einer Tragkraft von 12 to auszubauen.


    11.07.1942
    Mit Wirkung vom 11.07.1942 wird Hptm. Ettwein vom Stab 45.I.D, zum Pi.Btl.81 kommandiert, Beendigung der Kommandierung am 25.07.1942.
    3./Pi.Btl.81, Uffz. Johann Edtmaier Kriegslazarett 4./509 in Kursk †

    12.07.1942

    Meldung des Btl.: Aus den russ. Stellungen wurden bisher ausgebaut, 14 km Stacheldraht, 920 Hindernispfähle, 14 ccm Bauholz. Neuhergestellt wurden für Spanische Reiter 750 lange Pfähle und 1100 kurze Pfähle.


    14.07.1942
    Verlegung des Btl. nach Beresowka.


    16.07.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 4 Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen.
    Fahrkolonne 8/45 (Gefangenen-Baukp.) wird Pi.Btl.81 unterstellt und ist von diesen heranzuziehen.
    1./Pi.Btl.81, Pion. Hans Patzer in Machowoje †


    17. bis 25.07.1942
    1. und 2./Bau-Bataillon 63 werden dem Pi.Btl.81 unterstellt.
    Einsatz für Schanzarbeiten.


    18.07.1942
    Durch den Kdr.Pi.Btl.81 ist ein Pi.-Park für den eigenen Bedarf an Stellungsbaumaterial und Schanzzeug anzulegen. Zuweisungen sind beim Ko.Pi.Fü. anzufordern.
    Bild 106.JPG


    20.07.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 7 Eiserne Kreuze 2. Klasse und 11 Sturmabteichen verliehen.
    Mit Wirkung vom 01.06.1942 wird Feldwebel Zens zum Leutnant befördert.
    Aus der eingetroffenen Führerreserve H.Gr.Süd wird Leutnant Reinhart zum Pi.Btl.81 versetzt.


    24.07.1942
    Nach Beendigung der vordringlichsten Stellungsbauten sind Lehrgänge für s.M.G.-Schützen und Gasspürdienst vorgesehen.


    26.07.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 15 Sturmabteichen verliehen.


    27.07.1942
    Das Btl. legt das Ergebnis einer Erkundung der Ssosna zwischen Nesowik und Stalino vor.
    Bild 107 Muster.JPG


    28.07.1942
    3./Pi.Btl.81, Ogfr. Hermann Neuhauser in Buchtejarowo †


    31.07.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 1 Eiserne Kreuze 1. Klasse verliehen.
    Zugang 3./Bau-Btl.417
    Abgang 1./Bau-Btl.63


    04.08.1942
    1./Pi.Btl.81, Lt. Hans Helmut Berger in Machowoje †
    1./Pi.Btl.81, Ogfr. Franz Scheibner in Machowoje †
    1./Pi.Btl.81, Gfr. Josef Neissl in Machowoje †
    1./Pi.Btl.81, Gfr. Karl Paschek in Machowoje †


    05.08.1942
    Btl. erhält Auftrag eine Brücke über den Sherechan in Sherechan auf 12 to zu verstärken.


    06.08.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 5 Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen.
    Die Kommandierung des Uffz. Mayrhuber vom Stab/Pi.Btl.81 zum Stab der 45.I.D wird aufgehoben.


    07.08.1942
    Mit Wirkung vom 01.08.1942 wird Oblt. Irle zum Hauptmann befördert.
    3./Pi.Btl.81, Gfr. Johann Stöllner in Schtschetinka †


    08.08.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 1 Eisernes Kreuze 1. Klasse verliehen.


    09.08.1942
    Das Sturmabzeichen wurde an folgende Angehörige der 3./Pi.Btl.81 verliehen:
    Oberfeldwebel Keller
    Unteroffizier Braunsdorfer
    Obergefreiter Naglhofer
    Gefreiter Perepatits


    10.08.1942
    San. Uffz. Lochter wird zur Fahrkolonne 7./610 versetzt.
    Mit sofortiger Wirkung in den San.-Dienst übernommen und zum San.-Obgfr. ernannt und auf die freie Planstelle bei der le.Pi,Kol, versetzt Obgfr. Dippolt vom Pi.Btl.81.
    Meldekopf Leski verlegt nach Durnewo und tritt in Verpflegung bei le.Pi.Kol.81.
    Für das Ausbildungsbataillon Paul (II./I.R.133) stellt das Pi.Btl. 33 Fahrräder und 60 Spaten.


    12.08.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 1 Eiserne Kreuze 1. Klasse verliehen.


    16.08.1942
    Dem O:K.H./PA werden die Teilnehmer zum 11.O.A.-Lehrgang gemeldet:
    Für aktive Offz.-Laufbahn: 1 Pionier
    Für Kr. Offz.-Laufbahn: 3 Pioniere


    24.08. bis 16.09.1942
    Kompanieführer-Lehrgänge in Kursk ist ein Offz. (Hptm. Koch) durch das Btl. zustellen.
    Für die beiden folgenden Lehrgängen sind ebenfalls je ein Offz. durch das Btl. zu stellen.
    Für den 2. Lehrgang kann kein Offizier namhaft gemacht werden, da die Kp.-Chefs und zum Kp.-Führer heranstehenden Offiziere schon an einen Lehrgang teilgenommen haben.
    Für den 3. Lehrgang wird Oblt.d.R. Krenner gemeldet.

    25.08.1942

    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 1 Kriegs-Verdienst-Kreuz 2. Klasse mit Schwertern und 16 Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen.
    1./Pi.Btl.81, Opion. Josef Komac in Stalino †


    26.08.1942
    Von der Nachsch.Kp.45 werden Gfr. Gamsjäger und Krf. Korbel zum Pi.Btl.81 versetzt,
    dafür werden Opion. Schück von der le.Pi.Kol. und Pion. Martinek von der 1./Pi.Btl.81 zum Div.Nachsch.Fü.45 versetzt.
    Stab/Pi.Btl. 81 in Beresowka.


    27.08.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 1 Kriegs-Verdienst-Kreuz 2. Klasse mit Schwertern verliehen.


    29.08.1942
    Josef Tanzmayer:
    Ende August 1942 kam ich wieder nach vorne zu der Kompanie. Nach einigen Tagen erlitt ich links einen Schulterdurchschuss, verursacht durch ein Explosivgeschoß, das meistens eine Ausschussöffnung in der Größe einer Faust verursachte.
    Bei mir ist dieses Geschoß explodiert und in 2 Teilen etwa 20 cm unter der Schulter ausgefahren. Jener Kamerad, welcher in diesem Moment neben mir war, lebt heute in AMSTETTEN, NÖ. Sein Name ist Karl EPPENSTEINER.
    Jener Arzt, der meine Verwundung behandelte, sagte zu mir: „Mensch, Sie haben Glück gehabt!“
    Am Hauptverbandsplatz, wo das erste Mal diese Wunde behandelt wurde, habe ich gesehen, was Ärzte und deren Helfer leisten mussten, wenn bei einem Großangriff viele Verwundete in kurzer Zeit eingeliefert wurden.
    Dem Arzt, der die Operationen durchführte, rann der Schweiß über das Gesicht. Als er bei einem Verwundeten mit dem Herausschneiden von Granatsplittern und Kugeln fertig war, ging er kurz zur Seite und machte von einer Zigarette ein paar Züge.
    Die halbe Zigarette warf er weg und sagte: „Schnell, hebt mir den nächsten hinauf (damit war der Operationstisch gemeint)!“
    Vier Krankentragen konnten in einem Rotkreuzwagen (SanKW genannt) verladen werden.
    Ein SanKW nach dem anderen fuhr weg. Wenn man eine solche Leistung nicht gesehen hat, kann man sich das nicht vorstellen.
    Nach dem Lazarett - Aufenthalt und Genesungsurlaub, welchen ich vom Lazarett LUBLIN bekam, kam ich genau am Altjahrstag 1942 im selben Dorf, wo ich verwundet wurde, zu meiner alten Kompanie.


    3./Pi.Btl.81, Uffz. Karl Gattringer in Redkino †
    3./Pi.Btl.81, Gfr. Johann Huerner in Redkino †


    30.08.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 1 Eisernes Kreuz 1. Klasse verliehen.

  • 01. September bis 31. Dezember 1942


    01.09.1942
    3./Pi.Btl.81, Ofw. Bodo Papenbrock HBPl. 45 in Buchtejarowo †
    Gefreiter (K.O.B.) Hubert Kirchmair wird zur Pz.Jäg.Abt.45 versetzt.


    03.09.1942
    Von den eingetroffenen Genesenen-Marschkompanien XVII/45/3 und XVII/45/4 werden
    1 Uffz. und 14 Mannschaften zugeteilt.


    05.09.1942
    Durch den Div.Kdr. werden dem Bataillon, 2 Eisernes Kreuz 2. Klasse verliehen.


    06.09.1942
    Kdr. Hptm. Otto Stöhr erhält mit Wirkung vom 15.08.1942 die Medaille "Winterschlacht im Osten 1941/42" verleihen.


    09.09.1942
    3./Pi.Btl.81, Gfr. Adolf Niederbrucker HBPl. 45 in Buchtejarowo †
    3./Pi.Btl.81, Gfr. Johann Veskma in Redkino †


    15.09.1942
    Veterinär Singer vom Stab Militär-Verw.Bez.B zum Btl. Veterinär des Pi.Btl.81 kommandiert.


    17. bis 23.09.1942
    Für den 3. Lehrgang für Offz. in "Erster Hilfe" und Unterweisung in anderen Gebieten bei Sa,kp.1/45 in Markino stellt das Btl. 1 Offz.
    Der Unterricht "Organisation der Versorgung" mit anschließender Besichtigung der Werkstattkp.45 wird vom Ib Hptm. v. Resseguier durchgeführt.

    19.09.1942

    Beschl.-Schmied Alexander Buchta wird von der Vet.Kp.45 zum Pi.Btl.81 versetzt.
    Das Btl. kann nicht als Div.Reserve betrachtet werden, da seine Kp. in den Abschnitten der Inf.Rgter zum Stellungsausbau eigesetzt sind.
    Die Kp. sind teils im rückwertigen Gebiet mir Holzeinschlag, teils in einzelnen Gruppen aufgeteilt in den Stellungsbauabschnitten beschäftigt.
    Ein Zusammenziehen innerhalb der Kp. ist bei rechtzeitigen Erkennen der Vorbereitungen eines feindl. Angriffs möglich.
    Die Kp. können dann als Einheit zwar in den Abschnitten der Regimenter, in denen sie arbeiten, als örtl. Reserve eingesetzt werden.
    Ein Zusammenziehen des Btl. als Reserve der Division kostet jedoch infolge der weiten Entfernungen, der Wege- und Geländeverhältnisse zu viel Zeit,
    um es rechtzeitig zum Einsatz zu bringen.


    21.09.1942
    Das Sturmabzeichen wurde an folgende Angehörige der 3./Pi.Btl.81 verliehen:
    Uffz. Franz Prater
    Uffz. Franz Graßl
    Gefr. Karl Freiberger
    Pion. Franz Knobler


    22.09.1942
    Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Ski-Bataillons 45:
    Bei Pi.Btl.81 ist anzustreben, mindestens 2 Züge mit dem erforderlichen Gerät so winterbeweglich zu machen, das sie als selbständige
    zur Verstärkung des Ski-Btl.45 eingesetzt werden kann.


    30.09.1942
    Gefechts- u. Verpflegungsstärke 10.06.-30.09.42


    Bild 103 Gefächtsstärke.JPGBild 103a Gefächtsstärke.JPG


    30.09. bis 06.10.1942
    Für den 4. Lehrgang für Offz. in "Erster Hilfe" und Unterweisung in anderen Gebieten bei Sa,kp.1/45 in Markino stellt das Btl. 1 Offz.
    Der Unterricht "Organisation der Versorgung" mit anschließender Besichtigung der Werkstattkp.45 wird vom Ib Hptm. v. Resseguier durchgeführt.
    In der Nacht vom 30.09. löst das Pi.Btl das I./135 in dessen Stellungen ab. Die in der Stellung stehenden le.Paks der 14./I.R.135 werden dem Pi.Btl. unterstellt.
    Kdr.Pi.Btl. verbleibt als Div.Pi.-Führer in der bisherigen Unterkunft (Stab),
    Als Führer der in der Stellung eingesetzten Teile des Btl. wird Hptm. Irle eingeteilt.
    Zum Weiterführen der bisher vom Pi.Btl.81 durchgeführten Arbeiten wird 2./Bau-Btl.417 durch Ko.Pi.Fü. zugeführt und Kdr. Pi.Btl.81 unterstellt.


    01.10.1942
    Ass.Arzt Dr. Kopriwa wird vom Pi-Btl. zum Feldlazarett 45 versetzt.
    U.Arzt Dr. Kwikler vom Feldlazarett 45 zum Pi-Btl. als Truppenarzt versetzt.

    02.10.1942

    Da Pi.Btl.81 ausser 6 s.M.G. über keinerlei schwere Waffen verfügt, die Grabenstärke des Btl. nue sehr gering ist und vor dem Abschnitt des Btl. bisher nicht gekannte, lebhafte
    Feindbewegungen beobachtet werden, müssen I.R.130 und I.R.133 je eine Gr.W.-Gruppe zu 2 Werfern für das Btl. abstellen, um die Abwehrkraft des Btl. zu verstärken.


    05.10.1942
    Abwehr eines feindl. Spähtrupp der sich durch Abschuß einer Leuchtkugel selbst verriet.


    06.10.1942
    Ob.Schtz. Holicky vom Stab 45 i.D. wird zum Pi.Btl.81 versetzt.


    10.10.1942
    Kdr.Pi.Btl. erhält vom Di.Kdr. Auftrag beim Ausbau der Panzer-Auffanglinie unter allen Umständen ein Zersplittern der vorhandenen Arbeitskräfte zu verhindern.
    Vorrangig sind die Uferstellen auszubauen die am schnellsten panzersicher gemacht werden können.
    1./Pi.Btl.81, Gfr. Wilhelm Wilke in Dubowyi †


    11.10.1942
    Beim Stab/Pi.Btl.81 in Beresowka findet 09:00 Uhr eine Unterweisung der Stellungsbauoffiziere durch den Stellungsbauoffizier der Div. statt.


    12.10.1942
    09.15 Uhr wurde von einem Beobachtungsposten von Pi.Btl.81 Standpunkt ca. 500 m nördl. Punkt 230,8 angeblich 6 Panzer von Pokrowka in die Kamenewo-Schlucht bei Punkt 180,6 fahrend gesehen.

    15.10.1942

    San.Fw. Harrer wird vom Pi-Btl. zum I./I.R. 130 versetzt.
    Hptm. von Rintelen (IR 130) wird für die Dauer der Kommandierung des Hptm. Irle mit der taktischen Führung des Pi.Btl.81 in der Stellung beauftragr.


    20.10.1942
    Von den bei der Division eingetroffenen Gen.-Marschkp. XVII/5 bis 7 werden dem Pi.Btl. 4 Uffz. und 115 Mannschaften zugeteilt.


    25.10.1942
    Mit Wirkung wird Gefreiter Holzleitner von der Faz.Kol.6/45 zum Pi.Btl.81 versetzt.
    Mit Wirkung wird Pionier Wodak von der 1./Pi.Btl.81 zum Div.N.Fhr.45 versetzt.


    27. bis 31.10.1942
    Pi.Btl.81 kommandiert 2 in der Ausbildung der Panzernahkampf-Trupps erfahrene Uffz. zum Lehrgang nach Durnewo.
    i.Btl.81 gibt an Ski-Btl.45 einen Pi.-Zug für die schw.Kp. ab und führt ihn bis 05.11. zu.


    31.10.1942
    2./Pi.Btl.81, Gfr. Johann Stundner HVPl. 1./45 in Markino †
    Für den Zugführer-Lehrgang vom 31.10. bis 15.11.1942 stellt das Pi.Btl. 2 Teilnehmner.


    06.11.1942
    2./Pi.Btl.81, Pion. Robert Ohm in Sswetitdkij †
    Für den Bereich der Gruppe Bell wird Oblt. von Straub (2./Pi.Btl.81) zum Strassen-Überwachungsoffizier bestimmt (Gustyje Tytschinki-Roshdestwenskoje u. Ostausgang Panikowez-Roshdestwenskoje).
    Pi.Btl.81 bereitet raschesten Einsatz von Minenreserven in den Pi.Parks Redkino und Durnewo auf Abruf vor. Pi.Kdr. meldet zum 15.11., wann und wie die Pioniere der gren.Rgt. im Minenverlegen ausgebildet werden können.


    05.11.1942
    3./Pi.Btl.81, Uffz Josef Heidinger in Manina †

    06.11.1942

    Kdr.Pi.Btl. erhält den Auftrag die Brücken über die Foshnja für Sprengungen vorzubereiten.
    Zur Abriegelung im Fall eines Feindeinbruchs sind einzulagern und bereitzuhalten.
    In Redkino 700 T-Minen und in Durnowo 800 T-Minen.
    Anlegen von Schein-Minenfelder.

    08.11.1942

    3./Pi.Btl.81, Gfr. Alois Bruckner in Manina †


    11.11.1942
    1 Überläufer bei Pi.Btl.81 (Gruppe Bell) in der Beresowyj-Mulde von (russ.) S.R.146,II./Btl, 5.Kp.


    12.11.1942
    Fw. Grasecker Pi.Btl.81 nimmt am 2. Zugführer-Lehrgang teil.


    13.11.1942
    Unter Leitung des Kdr.Pi.Btl. beim Lehrgang Panzernahbekämpfung werden in Durnewo bis 11:00 Uhr das sprengen eines Drahthindernisses (Flandernzaun, spanische Reiter) mit Rohrladung vorgeführt.
    Anschließend Fahrt nach Foschnja, hier wird ebenfalls unter der Leitung des Pi.Kdr. Sprengungen am Panzer mit Hafthohlladungen, Abstandsladungen, T- u. Holzminen, Sprengkörpern und geballten Ladungen vorgeführt.


    20./21.11.1942
    1./Pi.Btl. 81, tritt zur Verfügung des Gren.Rgt. 135, Abschnitt I./I.R. 135.
    Der bisher der 1./Pi.Btl. 81, unterstellten Zug 3./Pi.Btl. 81 ist nach Manina in Marsch zusetzen und steht mit der dort untergebrachten Masse der 3./Pi.Btl. 81, zur Verfügung der Division.
    2./Pi.Btl. 81 bleibt beim Ski.Btl.45.
    Der Stab Gruppe Bell und der Einsatzstab Pi.Btl.81 werden mit durchgeführter Befehlsübergabe am 21.11. früh aufgelöst.
    Die Teile der Stäbe treten zu ihren Einheiten zurück.

    21.11.1942

    Ablösen des Pi.Btl.81 aus dem Frontabschnit durch Teile vom 1I./I.R.135. 1./Pi.Btl.81 verbleibt im Abschnitt.


    22.11.1942
    2./Pi.Btl.81, Gfr. Franz Spreitzer HVPl. 1./45 in Markino †

    28.11.1942

    Befehl: 2 Züge der 3./Pi.Btl. 81 sind Division-Reseve.


    30.11.1942
    Von den bei der Division eingetroffenen Gen.-Marschkp. XVII/8 u. 9 werden dem Pi.Btl. 13 Mannschaften zugeteilt.
    3./Pi.Btl. 81 durch kdr.Pi.Btl.81 in die neue Unterkünfte in Marsch zu setzen, sodaß diese bis zum Abend erreicht werden.
    Die Kp. (ohne 1 Zug) erreicht Redkino und steht dort zur Verfügung der Division. Sie ist auf Zusammenarbeit mit Gren.Rgt.133 angewiesen.
    1 Zug der Kp. erreicht Lenschino und wird dort Gren.Rgt.130 unterstellt.

    03.12.1942

    Durch den Di.Kdr. werden dem Bataillon 11 Kriegsverdienstkreuze 2. Klasse mit Schwertern verliehen.


    04.12.1942
    3. Lehrgang zum Herausbilden von Zugführern in Jarische, das Pi.Btl. stellt 3 Teilnehmer.


    08.12.1942
    Vom Div.Kdr. wurde der Pionier Lebner, 1./Pi.Btl.81, mit 3 Tagen geschärften Arrest betraft, weil er trotz des bekannten Verbots an seinem
    geschulterten Gewehr ein schweres Gepäckstück getragen hat.


    12.12.1942
    Durch den Di.Kdr. werden dem Bataillon 1 Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern verliehen.


    16.12.1942
    Kdr.Pi.Btl. wird zum Stützpunktkommandanten Kolpna ernannt, die Ortskommandantur Kolpna wird ihm in allen Angelegenheiten der Stützpunktverdeidigung unterstellt.


    17.12.1942
    Vorschlag an OKH/PA zur Beförderung zum Major d.R. - Hptm.d.R. Otto Stoer Kdr.Pi.Btl.81.
    1./Pi.Btl.81, Pion. Paul Siebert im Feldlazarett 45 in Kolpna/Ssossna †


    19.12.1942
    3./Pi.Btl.81, Uffz. Josef Höfinger HVPl. 45 in Buchtejarowo †
    Hptm. Irle z.Zt. Btl.Fhr.Schule Antwerpen, in dfie Führerreserve Wehrkreis-Kdo. XVIII versetzt.
    4. Lehrgang zum Herausbilden von Zugführern in Jarische, das Pi.Btl. stellt 3 Teilnehmer.


    20.12.1942
    Durch den Di.Kdr. werden dem Bataillon 3 Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen.


    22.12.1942
    Im Zuge der Hilfswilligen-Einstellungen werden aus dem Gef.Lager Ostrow zugewiesen:
    21 Kgf., die als Hiwi überführt werden soll.
    Durch den Di.Kdr. werden dem Bataillon 1 Eisernes Kreuze 2. Klasse verliehen.


    27.12.1942
    Vom Div.Kdr. wurde der Pionier Riedel, 3./Pi.Btl.81, mit 3 Tagen geschärften Arrest betraft, weil er trotz des bekannten Verbots an seinem
    geschulterten Gewehr ein schweres Gepäckstück getragen hat.
    Wetter - 15 Grad, Sonne, weite Sicht.


    28.12.1942
    Durch den Di.Kdr. werden dem Bataillon 3 Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen.
    Wetter - 20 Grad, Sonne, weite Sicht.


    29.12.1942
    Wetter - 22 Grad, bewölkt.


    30.12.1942
    3./Pi.Btl.81, Obgfr. Franz Weiß in Stalino †
    Wetter - 10 Grad, trüb, schlechte Sicht.
    Gefechts- und Verpflegungsstärke 10.10. bis 30.12.1942


    Bild 110.JPGBild 110a.JPG


    31.12.1942
    Wetter - 3 Grad, bewölkt



    Hinweis in eigener Sache:
    Bitte hier nicht antworten, sondern diesen
    Diskussionsthread für Hinweise, Ergänzungen, Anregungen usw. nutzen. Danke.


    Thema wird fortgesetzt.


  • 09./10.06.1940
    1. Kp. Einsatz beim IR 130 Angriff über die Aisne aus dem Raum Neufchatel in Richtung Pignicourt - Pontgivart bis nördlich Witry-lès-Reims
    2. Kp. Einsatz beim IR 133 Angriff über die Aisne aus dem Raum Evergnicourt in Richtung Auménancourt le Grand bis nördlich Bourgogne
    Teile des P.Btl. 81 versuchten am Spätnachmittag Neufchatel ("Insel") einzunehmen, brachen aber nach erheblichen Verlusten im heftigen franz. Artilleriefeuer den Angriff wieder ab.


    2. Kp. Gefreiter Josef Freller † Neufchatel


    Hallo,


    der Vorname Josef ist falsch, bei dem gefallenen handelt es sich um Johann "Hans" Freller aus Ried am Inn:
    Quellen: Gräberdatenbank Volksbund u. Linzer Tages-Post Nr. 149 vom 26.Juni 1940, Seite 8


    Gruß, J.H.


    Nachname: Freller
    Vorname: Johann
    Dienstgrad: Gefreiter
    Geburtsdatum: 31.10.1915
    Geburtsort: Ried
    Todes-/Vermisstendatum: 09.06.1940
    Todes-/Vermisstenort: Neufchatel


    Johann Freller ruht auf der Kriegsgräberstätte in Fort-de-Malmaison. Endgrablage: Block 5 Reihe 13 Grab 577

  • Hallo,
    ich habe die Gefallenenbücher der Division abgeschrieben.
    Von Kriegsbeginn an bis Anfang 1944.


    servus
    uwys

    Keine Macht den doofen!

  • Guten Tag zusammen,


    ich bin ein wenig verwundert über die letzten Wortmeldungen,
    Mattes hatte extra im letzten Post das hier geschrieben:


    Quote

    Hinweis in eigener Sache:
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    Thema wird fortgesetzt.


    Ich mein ja nur,
    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • 01. Januar bis 29. Februar 1943


    01.01.1943

    Zahlmeister Knapck zum Pi.Btl. 81 (von schw. Art.Ers.Abt. 109) kommandiert.

    Oberzahlmeister Steffen vom Pi.Btl. 81 zur Feldgend.Abt. 581 versetzt.

    Gesamt-Verpflegungsstärke des Btl.:

    9Offz, 1 Beamter, 62 Uffz, 384 Mann, 33 Freiwillige und 185 Pferde, 3 sMG und 16 lei.MG.


    06.01.1943

    Um 20:00 Uhr werden 1 Uffz. und 4 Mann der 3./Pi-Btl.81 beim Scharfmachen von Holzkastenminen bei Roslani (Foshnja) getötet.

    Unteroffizier Franz Mayr

    Obergefreiter Anton Steinkellner

    Gefreiter Leopold Priglinger

    Pionier Hans Mantai

    Pionier Josef robert Weber


    11.01.1943

    Befehl zum herauslösen der 2./Pi.Btl.81 in der Nacht 24./25.01.

    Stab: 4 Offz., 1 Bamter, 10 Uffz., 39 Mann, 8 Freiwillige und 14 Pferde

    Kp. u. Kol.: 6 Offz,. 34 Uffz, 260 Mann, 33 Freiwillige und 171 Pferde, 3 sMG und 16 lei.MG


    19.01.1943

    Obergefreiter Norbert Kogler 3./Pi-Btl.81 bei Roslani (Foshnja)

    Oberpionier Rupert Bauer 3./Pi-Btl.81 bei Roslani (Foshnja)


    21.01.1943

    Die Gefangenen-Baukp. wird aufgelöst, die für die laufenden Arbeiten benötigten Gefangenen dem Pi-Btl.81 zur Verfügung gestellt.

    Verpflegungsstärke des Bataillons:

    Stab: 3 Offz., 1 Bamter, 10 Uffz., 43 Mann, 8 Freiwillige und 14 Pferde

    Kp. u. Kol.: 6 Offz,. 38 Uffz, 280 Mann, 33 Freiwillige und 171 Pferde, 3 sMG und 16 lei.MG


    23.01.1943

    Kdr.-Besprechung beim Div.-Kdr.


    25.01.1943

    Gren.Rgt. 135 löst in der NAcht 24./25.01. durch Einsatz der Eingreifgruppe 133 die 2./Pi.Btl.81 aus der Stellung.

    2./Pi.Btl.81 erreicht bis 25.01. zum Morgengrauen Uschakowo.

    Die bisher im Abschnitt der 2./Pi.Btl.81 eingesetzten 3 s.M.G. des Pi.Btl. mit Bedienung verbleiben in ihren bisherigen Stellungen.

    2./Pi.Btl.81 bezieht in Uschakowo Unterkunft und wird mit Eintreffen Kdr.Pi.Btl.81 wieder unterstellt. Die Kp. ist vordringlich zum Ausbau des Ausbau des Panzer-Abwehrgrabens im Abschnitt des Gren.Rgt. 138´5 einzusetzen.


    26.01.1943

    Pi.Btl.81 erkundet Möglichkeiten für Schaffung von Übergängen über die Wasserläufe im Zuge des Weges Schewjakowo, Lugowoj, Staro Tim, Pluschkowo und für einen Ssossna-Übergang in Gegend Annino.

    Der Ausbau neuer Stellungen werden dem Div.Pi.Führer unter Einsatz aller verfügbaren Arbeitskräfte (Zivilbevölkerung - keine Kriegsgefangenen) mit allen Mitteln vorwärts zu treiben.

    Zusätzlich werden den Div.Pi.Führer unterstellt:

    1 Kompanie Bau-Btl. 78 (ohne 1 Zug) in Baranowo

    3./Bau-Btl. 68 z.Zt im Anmarsch von Gubkino.

    2./Bau-Btl. 44 im Raum Wesowik


    28.01.1943

    Divisionsbefehl Nr. 5 - Vorbereitung für die Bewegung "Falke", Zusammenarbeit mit dem Pi-Btl.81 dringend erforderlich. (Zerstören des räumenden Gebietes)


    29.01.1943

    Gefreiter Karl Nußbaumer 2./Pi-Btl.81, Nähe Kursk

    Gefreiter Paul Schöll 2./Pi-Btl.81, Nähe Kursk


    31.01.1943

    19:55 Uhr, 1./Pi-Btl.81 wird nach Westteil Skorodomka in Marsch gesetzt. Kp. bleibt weiterhin dem Gren.Rgt. 133 unterstellt.

    Gefreiter Helmut Nowag bei Grekowo/Stary Tim vermisst.


    01.02.1943

    00:15 Uhr (Telegramm) 3./Pi-Btl.81 Skowdowka erreicht. Kp.Chef Oberleutnant Krenner

    12.50 Uhr, 3./Pi-Btl.81 wird dem Gren.Rgt. 133 unterstellt.

    1. Kp. dem G.R. 130 unterstellt

    2. Kp. dem G.R. 135 unterstellt


    02.02.1943

    1./Pi-Btl.81 wird dem Gren.Rgt. 130 unterstellt., wird durch Bef. d.Div.Kdr. mit reichlich Pz.-Nahkampfmitteln durch Gren.Rgt. 130 ausgestattet und für einen eiligsten Transport fertig gemacht.

    10:00 Uhr, Kdr. Pz.jg.Abt. 45 wird beauftragt die Kampfgrupe 45 in Kobsewa zusammenzustellen:

    1./Pi-Btl.81

    2 s. Pak

    Pi.-Zug Lt. Reinhardt (Pz.jg.Abt. 45)

    Obergefreiter Alois Irger 2./Pi-Btl.81 bei Tatarinowo (westl. Foshnja)

    Obergefreiter Stefan 2./Pi-Btl.81 Kohut bei Tatarinowo (westl. Foshnja)


    03.02.1943

    14:30 Uhr, 2./Pi-Btl.81 riegelt auf der Höhe 232,6 nach Südosten bei Ssytschewka ab (beim II./135)


    04.02.1943

    3./Pi-Btl.81, Rgt.Reserve Gren.Rgt. 133 in Denissowka-Nord

    17:15 Uhr 3./Pi-Btl.81 wird durch einen Offizier abgeholt für den Einsatz beim Gren.Rgt. 135.

    17:20 Uhr auf dem Weg zum Rgt.Gefechtsstand Gren.Rgt. 130 (Wassil Platki) für vorraussichtlichen Einsatz im Abschnitt Gren.Rgt. 135.


    05.02.1943

    23:20 Uhr, 3./Pi-Btl.81 bisher zur Verfügung der Div. in Ssmirnyje - wird dem Gren.Rgt- 135 unterstellt.

    Oberleutnant Franz Stöger 2./Pi-Btl.81 bei Alexandrowka (westl. Foshnja)

    Feldwebel Rudolf Haden 2./Pi-Btl.81 bei Alexandrowka (westl. Foshnja)

    Gefreiter Heinrich Pilsl 2./Pi-Btl.81 bei Alexandrowka (westl. Foshnja)

    Obergefreiter Ludwig Freischlager 2./Pi-Btl.81 bei Alexandrowka vermisst

    Gefreiter Emmerich Schauer 2./Pi-Btl.81 bei Alexandrowka vermisst

    Pionier Josef Lomsky 2./Pi-Btl.81 bei Alexandrowka vermisst

    Pionier Josef Urban 2./Pi-Btl.81 bei Alexandrowka vermisst


    06.02.1943

    Gefreiter Paul Klein 2./Pi-Btl.81 bei Nikolskoje

    Gefreiter Adolf Ölzant 2./Pi-Btl.81 bei Nikolskoje

    Obergefreiter Heinrich Haider 3./Pi-Btl.81 bei Machowoje

    Obergefreiter Johann Perepalils 3./Pi-Btl.81 bei Machowoje

    Obergefreiter Josef Jetzinger 3./Pi-Btl.81 bei Kromskaja

    Gefreiter Franz Brünner 3./Pi-Btl.81 bei Machowoje

    Gefreiter Wilhelm Kühlbeck 3./Pi-Btl.81 bei Kromskaja

    Pionier Karl Koch 3./Pi-Btl.81 bei Kromskaja

    Pionier Franz Rötzer 3./Pi-Btl.81 bei Kromskaja

    Pionier Otto Herrmann 3./Pi-Btl.81 bei Ssmisnyje vermisst


    07.02.1943

    Gefreiter Ferdinand Trinkfass 1./Pi-Btl.81 bei Kuban (Rückzug aus dem Foshnja)

    Unteroffizier Hans Krieger 2./Pi-Btl.81 nach Verwundung bei der San.Kp. 1./383 in Maloarchangelsk

    Pionier Ferdinand Schiratto 2./Pi-Btl.81 nach Verwundung im Feld-Laz. 615 (mot) in Orel


    08.02.1943

    Unteroffizier Wilhelm Steinmeyer 3./Pi-Btl.81 bei Wersch.Ssossna


    10.02.1943

    03:20 Uhr, Die in Nowo Sloboda zur Verfügung der Div. liegende 2./Pi-Btl.81 wird nach Ssmirnyje in Marsch gesetzt.

    Wetter: Schneetreiben, - 25 bis - 28 Grad.


    11.02.1943

    Obergefreiter Franz Kastner 2./Pi-Btl.81 nach Verwundung im Kriegs-Laz. 551 in Smolensk.

    1. Kp. dem G.R. 533 unterstellt (383. ID)

    2. Kp. dem G.R. 135 unterstellt

    3. Kp. dem G.R. 135 unterstellt


    12.02.1943

    Obergefreiter Emil Drößler 2./Pi-Btl.81 bei Staro Iwanowka vermisst

    Obergefreiter Hans Frey 2./Pi-Btl.81 bei Staro Iwanowka vermisst

    Obergefreiter Josef Kalchgruber 2./Pi-Btl.81 bei Staro Iwanowka vermisst

    Obergefreiter Otto Millauer 2./Pi-Btl.81 bei Staro Iwanowka vermisst

    Obergefreiter Leopold Steininger 2./Pi-Btl.81 bei Staro Iwanowka vermisst

    Gefreiter Franz Fürholzer 3./Pi-Btl.81 bei Smirnyje

    Gefreiter Franz Löschnigg 3./Pi-Btl.81 bei Smirnyje

    Pionier Leopold Kohout 3./Pi-Btl.81 bei Smirnyje

    Oberfeldwebel Wilhelm Keller 3./Pi-Btl.81 HVPl. Iwanowka

    Gefreiter Johann Gebbert 3./Pi-Btl.81 HVPl. Iwanowka

    Pionier Christian Koch 3./Pi-Btl.81 bei Staro Iwanowka

    Obergefreiter Karl Hadky 3./Pi-Btl.81 bei Staro Iwanowka vermisst

    Pionier Johann Spöttl 3./Pi-Btl.81 bei Staro Iwanowka vermisst


    13.02.1943

    Gefreiter August Tress 2./Pi-Btl.81 bei Juschkowo vermisst


    15.02.1943

    Kdr. Pi-Btl.81 erhält gemeinsam mit dem Feldgend. Trupp den Auftrag alle Ost-West-Straßen freizuhalten, um die neu heranzuführenden Kräft ein schnelles Vorwärtskommen zu ermöglichen. (Raum Alexejewka - Frontverkürzung)


    17.02.1943

    08:30 Uhr, Stab/Pi-Btl.81 meldet, das die in Stepanowka liegenden Trosse von feindlichen Ski-Einheiten angegriffen werden.

    Oberfeldwebel Rudolf Scharawöger wird verwundet (siehe 21.02.)


    20.02.1943

    Gefreiter Alois Kirchmayer Stab/Pi-Btl.81 nach Verwundung im Feld-Lazarett Smijewka a. d. Bahn (Kursk-Orel)


    21.02.1943

    Oberfeldwebel Rudolf Scharawöger 2./Pi-Btl.81 nach Verwundung im Armee-Feld-Laz. 1./582 (mot)

    1. Kp. dem G.R. 533 unterstellt (383. ID)

    2. Kp. dem G.R. 135 unterstellt

    3. Kp. dem G.R. 135 unterstellt


    22.02.1943

    Herauslösen und Verlegen der Division.

    Leitstab in Smijewka.

    Pi-Btl.81 verlegt in Landmarsch, Smijewka, Stanowoj Kolodes, Boshkowka nach Orel.

    Landmarsch.JPG


    23. bis 25.02.1943

    Pi-Btl.81 soll neben seinen beiden vorgesehenen Kompanien zusätzlich ein Zug (KStN 711 b) aufstellen, der so auszustatten ist, das er jederzeit selbstständig einzusetzen ist.

    25.2a.JPG

    25,2b.JPG


    28.02.1943

    Aus der Gerätesammelstelle der Division werden dem Pi-Btl.81 zugewiesen:

    18. Gew.Gr.Geräte

    7 M.P. 38 oder 40

    11. le.M.G. 34

    3 M.G.-Lafetten 34

    1 kl. Feldküche

    Pi-Btl.81 gibt eine gr. Feldküche ohne Vorderwagen an San.Kp. 2./45 ab.

    An die Geräteabgabestelle wrden 5 le.M.G. 26 (t) abgegeben.

    Neue Gliederung: Stab, zwei Kompanien u. Kolonne

    28.02.1943.JPG


    29.02.1943

    Vorbereitung der Division zur Verlegung in die Gegend ostw. Komaritschi. (XXXXVII.Pz.K.)


    Josef Tanzmayer (ohne Datum):

    Auch in diesem Winter mussten wir uns wieder absetzen, zurück in Richtung Westen. Es geschah einmal, dass ein Artilleriebeobachter in einem Dorf auf den höchsten Punkt hinauf musste, um zu beobachten, wohin sich der Feind bewegt. Unser Zug musste ihn begleiten und im Infanterieeinsatz dieses Dorf bewachen.

    Wir lagen im tiefen Schnee in Stellung. Um ca. 14.00 Uhr sagte ich zu meinem MG - Schützen 1, Karl GÖTZENBERGER (ich war zu dieser Zeit MG-Schütze 2, am 01.05.1944 †): „Siehst Du dort links von uns die vielen Leuchtspuren beim MG-Feuer, das sind die Russen!“ Denn wir hatten nie so viele Leuchtspurmunition in unsere MG-Gurten eingemischt. Karl bestritt mir das vorerst. Da ich ihn immer wieder darauf aufmerksam machte, gab er mir schließlich recht und sagte: „Geh schnell hinüber zu unserem Gruppenführer und sage ihm, er soll das selbst beobachten.“

    Unser Gruppenführer war ein junger Gefreiter. Er kam aus dem Studium und war daher Offiziersanwärter. Er trug auf den Schulterklappen seiner Uniform zwei silberne Streifen. Er brauchte Frontbewährung, dann hätte er schon Offizier werden können. Als er nun diese Schießerei mit den vielen Leuchtspuren sah, schickte er mich in das Dorf zum Zugführer und ich sollte ihm melden, dass ich es als erster beobachtet hatte. Ich sagte dem Offiziersbewerber, dass er dem Karl einen Zweierschützen als Ersatz für mich einteilen müsse. Ich meldete das dem Zugführer, welcher auch erst vor kurzer Zeit von der Kaserne zur Frontbewährung kam, damit er Leutnant werden könne. Dieser Zugführer sagte zu mir: „TANZMAYR, quatschen Sie nicht, Sie machen bloß eine Aufruhr.“ Ich salutierte, machte kehrt und ging zurück. Nach ungefähr 10 Schritten rief er mich zurück und fragte: „TANZMAYR, ist das Dein voller Ernst?“ Ich sagte „Ja“ - da schickte er mich in das Haus, in dem sich der Artilleriebeobachter befand, damit ich diesem das melde. Als ich dort ankam, hatten die Funker schon ihre Sachen zum Abmarschieren gepackt. Dieser Artillerieleutnant schickte mich zu meinem Zugführer, ich soll ihm sagen, er solle seine Gruppen einziehen und am Nordausgang dieses Dorfes bei der Straßenkreuzung sammeln und dann marschieren wir geschlossen hier ab. Das geschah auch.

    Als der Zugführer den Zug antreten ließ, sagte ich zu den zwei Unteroffizieren: „Ihr müsst doch die Gruppen auseinander ziehen, der Russe ist jetzt sicher schon an unserer Rückmarschstraße heran.“

    Ich bekam von beiden die Antwort: „Sepp, Trottel, halte Dein Maul!“ Ich mahnte sie noch ein paar Mal, aber wieder dieselbe Antwort. Es war um diese Zeit schon finster, weil es dort um 1600 Uhr dunkel ist, wenngleich wir die mitteleuropäische Zeit (MEZ) um 2 Stunden zurückgesetzt hatten. Nun war es soweit. Plötzlich schoss ein Russe mit seinem MG, welches auf einer ca. 1,5 m hohen Böschung neben der Straße in Stellung gegangen war, auf uns, aber so tief, dass er zufällig die zwei Gruppenführer, mit denen ich immer schimpfte, in den Unterschenkel traf. Wenn dieser Russe in Brusthöhe auf uns geschossen hätte, hätte der ganze Zug (ca. 30 Mann) getroffen werden können!

    Mein MG-Schütze 1 sagte zu mir:„Sepp, führe mir schnell einen MG-Gurt ein, ich habe mir das Mündungsfeuer des russischen MG’s gemerkt.“ Er schoss und traf den Russen.

    Nun lag der ganze Zug auf der Straße, aber es gab keinen Befehl. Das ist ein Beweis, dass dieser neue Oberfeldwebel aus der Kaserne überhaupt nicht wusste, was er in einer solchen Lage unternehmen soll. Ich als Obergefreiter sagte nun: „Kameraden! Es gibt jetzt nichts anderes, als „auf“ und „Hurra“- schreien und jeder schießt, was er kann und läuft, was geht. Ein jüngerer Kamerad, aber auch schon sicher ein Jahr bei uns, rief: „Der Sepp hat recht, machen wir es so!“
    Obergefreiter LANGTHALER, der eine Leuchtpistole bei sich trug, feuerte eine Leuchtpatrone ab. Dadurch war es möglich, unseren Feind auszumachen: Eine Menge Russen

    auf Schiern und mit dem Gewehr im Anschlag, lagen uns gegenüber. Als wir auf ca. 100 m an die Russen heran waren (die Straße machte eine Linkskurve) kam der ganze Haufen zum Stehen. Nun war der Zugführer mit den Worten zu hören: „Freiwillige vor. Da hinten schreien Kameraden: Nehmt uns bitte mit, nehmt uns doch mit!“ Aber keiner meldete sich freiwillig.

    Da fragte ich meinen Kameraden, der vor unserem Gegenstoß gesagt hatte: „Der Sepp hat recht!“, ob wir zwei uns melden sollten? Er klopfte mit dem Finger auf seine Schläfe, das sollte heißen, dass er doch nicht dumm sei.

    Ich sagte: „Wir müssten uns denken, was wäre, wenn wir dort liegen würden? Wir wären auch froh, wenn uns welche holen würden!“ Jetzt stimmte er mir zu. Ich ging um den Haufen herum und sagte zu dem Zugführer: „Herr Oberfeldwebel, wir zwei holen diese Kameraden, aber sie müssen mich mit dem MG-Schützen reden lassen.“

    „Klar, gehen Sie hin“ sagte er. Mein MG - Schütze 1 bekam einen anderen Zweierschützen. Ich sagte zu ihnen: „Ihr müsst uns jetzt nach vorne gehen lassen, etwa 30 m, dann müsst Ihr über uns und die Russenköpfe hinweg schießen, aber nicht zu tief, sonst erwischt Ihr uns!“

    „Gut, Sepp! Wir machen das so!“ Wir zwei liefen nun los. Als wir bei den Verwundeten ankamen, stand auf der Straße ein russisches Pferd, das in einen Schlitten eingespannt war. Dieser Schlitten war voll mit Munition beladen. Ich spannte das Pferd schnell aus, während mein Kamerad versuchte, die Munition abzuladen. Gemeinsam kippten wir den Schlitten um und entleerten so die Munition. Dann schleppten wir die zwei Verwundeten herbei und luden sie auf den Schlitten. Da auch das Pferd am Kopf verletzt war, liefen wir mit dem Schlitten so schnell wir konnten, zurück. Nachdem wir angekommen waren, waren wir durch die körperliche Überanstrengung überhaupt nicht fähig zum Reden.

    Hinweis in eigener Sache:
    Bitte hier nicht antworten, sondern diesen
    Diskussionsthread für Hinweise, Ergänzungen, Anregungen usw. nutzen. Danke.


    Thema wird fortgesetzt.

    Grüße Matthias