Ich habe gelesen

  • Hallo,
    das Buch des Commandant Robert Thys, Nieuwpoort 1914 - 1918, De onderwaterzettingen in de Ijzervallei en de Compagnie Sapeurs-Pontonniers van de Belgische Genietroepen, habe ich bis auf den Bildteil gelesen. Das Buch erklärt die Verhältnisse am Schleusenkompex in Nieuwpoort, der Kampf der Kompanie die Überflutungen zwischen der Yser und der Bahnlinie Nieuwpoort- Diksmuide zu erhalten. Dazu kamen noch das Anlegen von anderen künstlichen Überschwemmungen weiter südlich bei Diksmuide. Ende Oktober 1914 hatten die Deutschen bereits einen grösseren Brückenkopf westlich der Yser, der erst nach Beginn der Überschwemmung aufgegeben wurde. Die belgischen Stellungen befanden sich zum Teil nur 200 m vor dem Schleusenkomplex. Auch bei "Strandfest" konnten die deutschen Truppen den Brückenkopf nicht eindrücken. Die Wasserab- und -anfuhr konnte bis kurz vor Rückzug der Deutschen mehr oder weniger gut durchgeführt wurden. Erst kurz vor dem deutschen Rückzug wurden die wichtigsten Schleusen vollkommen zerstört. Dabei kam auch der "Lange Max" zum Einsatz, der hat jetzt ein schönes kleines Museum in der Nähe der Stellung.
    Gruss
    Rainer
    P.S.: Eine Sache ist mir sehr unangenehm aufgefallen: Verweise zu Bildern, die 100 Seiten weiter im Buch sind. Allerdings im Bildteil ist angegeben von wo Fotos von was aufgenommen wurden. Damit kann man vor Ort vieles nachvollziehen.

    Suum cuique

    Edited once, last by Rainer ().

  • Vorweg: Ich habe kein besonderes Hintergrundwissen vorzuweisen, lediglich 08/15 Geschichts-LK und allgemeines Interesse an der WW2 Materie, ohne tiefer auf ein Gebiet "spezialisiert" zu sein. Mich interessieren insbesondere die Erlebnissberichte der einfachen Soldaten.


    Folgende Bücher haben mich besonders fasziniert bzw. "begeistert":


    1. Zwischen Nichts und Niemandsland: Muss ich nicht viel sagen, das Buch wurde hier bereits intensiv behandelt und ich kann mich glücklich schätzen, noch ein Exemplar ergattern zu können. Beeindrucken, wie detail- und umfangeich der Autor seinen Werdegang schildert.


    2. Der lange Weg von Gerhard Siegle: Wird hier weniger Beachtung geschenkt (oder habe ich etwas übersehen ;)). Für mich zu Unrecht. Meiner Meinung nach gleichwertig zu "Zwischen Nichts und Niemandsland". Der Autor zeichnet sich aus und steigt aus der Mannschaft in den Offiziersrang auf. Macht Vor- und Rückzug an der Ostfront mit und beschreibt zum Ende, wie er sich bis nach Hause durchschlägt.


    3. Julius Meimberg - Feindberührung: Bisher habe ich mich eigentlich immer auf das Heer beschränkt, da ich an der Luftwaffe und Marine kein besonderes Interesse hatte. Zudem hatte mich bisher der Preis der Bücher aus dem Neunundzwanzigsechs-Verlag immer abgeschreckt. Nachdem ich aber mehrere sehr positive Rückmeldungen gelesen hatte, wurde ich neugierig und habe mir dieses Buch zugelegt. Zum Glück, wie sich im Nachhinein herausstellte. Auch für Laien wie mich wurden die Taktiken und ein grober Überblick über die Anforderungen an Technik und Mensch verständlich beschrieben und zudem ein packender Lebenslauf und Erlebnisse. Habe mir auch gleich einen weiteren Titel aus dem Verlag gekauft und hoffe nun, dass die anderen Titel ebenfalls so detailreich und qualitativ hochwertig sind. Ich habe auch z.B. 4 Bücher von Ingo Möbius gelesen, der ja auch Jahrzehnte nach dem Kriege diese recherchiert hat, aber Braatz ist für mich, so weit ich das bei erst einem gelesenen Titel überhaupt ansatzweise bewerten und vergleichen kann, doch eine Klasse besser.


    Gerade auch noch "Johann Huber - So war es wirklich" erwerben können, bin gespannt. Weiß gar nicht, was ich zuerst lesen soll ;D

    Edited once, last by Brandibock ().

  • Hallo Brandibock,


    aus welcher Quelle hast Du "Johann Huber - So war es wirklich" bekommen? Ich suche das auch schon länger, war mir aber bisher zu teuer, die mir bekannten Händler wollten € 60,--
    bis € 80,--.


    Grüße
    Thorsten

  • Hallo, guten Tag,


    Habe das Buch seit über einem Jahr bei mehreren Anbietern als Lesezeichen gespeichert. Bei Händlern beginnt der Preis ab 65 € und das war mir bisher ebenfalls zu teuer. Habe es mir jetzt in einer Auktion bei eBay ersteigert und trotzdem noch fast 40 € zahlen müssen. So ist das nun mal mit vergriffenen Büchern. Die Preise für Zwischen Nichts und Niemandsland sind ja leider sogar noch höher angesiedelt. Kann dir da nur eBay und viel Geduld empfehlen. Ansonsten bleibt da noch die Fernleihe.


    Weiterer Tipp wäre z.B. '' Kaum Ich - Kurt Weidemann''. Gibt's scheinbar gar nicht im freien Handel, hat zumindest keine ISBN. Das Buch kann man quasi in zwei Teile splitten. Im ersten Teil kann der Autor noch auf seine Tagebücher zurück greifen. Dieser Part beschreibt kurz die Ausbildung und dann den Ostfeldzug vom ersten Tage an. Sehr detailreich geschrieben, sowohl die Kampfhandlungen als auch der Alltag. Verschweigt auch seine damalige Einstellung nicht, obwohl sie ihn heutzutage definitiv nicht in den besten Licht dar stehen lassen würde. Viele andere Menschen hätten das etwas beschönigt. Im zweiten Teil (glaube es war 1943, als seine Tagebücher bei einem Angriff auf Berlin verbrennen) muss er sich größtenteils auf seine Erinnerungen stützen. Darunter leidet ein wenig die Detailgenauigkeit, bleibt dennoch gut. Hier wird sein Aufstieg in den Offiziersrang geschildert und dem Ende im Kurland. Danach wird noch die Gefangenschaft bis 1949 geschildert.


    Grüße


    Bitte an die Grußformeln denken, Diana

  • Hallo Brandibock,


    danke für die Infos und Glückwunsch zum erzielten Preis. Ich hatte schon darauf gehofft, Du hättest eine Quelle aufgetan, wo auch noch andere Interessenten "So war es wirklich" günstig erwerben könnten. Ich suche einfach mal weiter.


    Grüße
    Thorsten