Unbekannter deutscher 2-mot-Bomber in Afrika

  • Liebe Luftwaffe-Spezialisten,


    in meinem Fotofundus befindet sich dieses Foto eines mir unbekannten 2-motorigen Flugzeugs mit hoch aufragender Kanzel, Doppel-Leitwerk und deutschen Hoheitszeichen.
    VW_Kübel_Nordafrika_Galerie.jpg


    Wer kann mir sagen, um was für einen Typ es sich genau handelt? Was trägt die Maschine unter den Tragflächen - Bomben oder Zusatztanks? Warum ist das Fahrwerk weniger Meter über dem Boden nicht ausgefahren?


    Die Aufnahme muss dem kargen Boden nach in Afrika entstanden sein. Im Hintergrund sieht man einige VW-Kübelwagen herumstehen.
    Danke vorab für alle sachkundigen Informationen!


    Gruß
    Michael Schlenger


    Website mit Autofotos bis 1945: https://klassiker-runde-wetterau.com

  • Hallo Michael,
    dieses verzerrt wirkende Flugzeug mi
    t seltsam aussehendem Seitenleitwerk, scheint mir wie ein Holzmodell auf einer Stange??
    Beste Grüsse
    Ingo

  • Moin.Ganz ehrlich? Sieht für mich nach einem Fake Bild aus!In der Lage, in der diese ,,Maschine,, fliegt, wäre sie nach 30m in den Boden gerammt....LG Hans(i)

    Wahrhaft,ihr Deutsche,ihr habt genug getan für die Unsterblichkeit... Winston Churchill

  • Tag allerseits,


    anscheinend kein "Original." Wäre das Flugzeug ein Original und kein Modell, dann wäre es wohl der Zerstörer ME 110.


    Gruß
    Bert

  • Danke für die spontanen Einschätzungen. Das Foto ist ein privates Original, da ist nichts getürkt.


    Plausibel finde ich die Idee, dass die Maschine ein aufgepflanztes Modell ist, dass die Windrichtung anzeigt, z.B. Offenbar hatte es drehbare Propeller.


    Die Me-110 sieht aus dieser Perspektive anders aus: Die Kanzel ist nicht einfach auf den Rumpf aufgesetzt, sondern teilweise in ihn eingelassen. Außerdem ist sie deutlich länger. Die Form des Seitenruders passt ebenfalls nicht.


    Aber wenn dies tatsächlich ein verkleinertes Modell auf einem Feldflugplatz war, könnte eine Me-110 die Inspiration dazu geliefert haben.

  • Hallo zusammen,



    es ist eindeutig ein Modell - auf einer Tragstange des Zeltes aufgesetzt.


    Die angedeutete "Bombe" unter dem Rumpf hängt zudem ziemlich tief.... Zudem geht der Tragstock durch diese "Bombe" hindurch und dann weiter in den Rumpf.



    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

  • Ist ja genial - jetzt sehe ich es auch!
    Immerhin ein Kuriosum, das es nicht alle Tage zu sehen gibt.


    Danke für die Auflösung!
    Michael Schlenger

  • Ich schliesse mich der Holzmodelltheorie an.
    Die Abweichungen zu einer Vorlage wie der Me 110 und das übergroßen Hakenkreuz am Seitenleitwerk sind wohl der künstlerischen Freiheit geschuldet.
    Als mehr objektives Kriterium möchte ich auf die Tiefenschärfe des Fotos aufmerksam machen.
    Der Hintergrund ist scharf, das Flugzeug nicht. Für mich ein Anzeichen dafür, dass sich das Flugzeug(modell) sehr nahe vor dem Kameraobjektiv befindet, die Entfernunfseinstellung am Objektiv aber eher auf "unendlich" steht.


    Gruss Wolfgang.

    Edited once, last by stugdriver ().

  • Hallo zusammen,


    Quote

    Ich schliesse mich der Holzmodelltheorie an.


    das ist ein Modell mit den die Flieger-Kennung unterrichtet wurden. Die Fa. Wiking u.a. haben solche Modelle im Maßstab 1:200 für die Wehrmacht hergestellt.


    Als Literatur "Die Flugzeugerkennung 1915 bis 1975" von Norbert Schwefer

    Gruss Dieter

  • Hallo Dieter, mag sein ein Modell zur Flugzeug-Erkennung, aber niemals ein Wiking-Modell. Die Firma hat niemals so eine Mißgeburt mi t diesem Seitenleitwerk gebaut. Solche Modee der 110 tauchen gelegentlich bei ebay auf.
    Beste Grüße
    Gebhard Aders

  • Hallo Gebhard,


    ist schon klar es ist kein Original Wiking ist. Ich habe Wiking angeführt weil das jedem was sagt. ;)

    Gruss Dieter

  • Lieber Gebhard, lieber Dieter,
    ist ja spannend, welche Diskussionen dieses von mir vorgestellte Foto auslöst - gefällt mir!


    Auch Euch beiden besten Dank!
    Michael

  • Hallo,
    ab 1936 betrieb Friedrich Peltzer - neben seinen Wiking- Modellen- den sog. " Wiking- Großmodellbau" geleitet wurde dieser von Kapitän a.D. Zhernotta.
    Es wurden Einzelstücke von Schiffen Massstab 1:100 in Museumsqualität gebaut.
    Ab Kriegsbeginn wurden für Wehrmacht produziert, nämlich Holz-Grossflugzeugmodelle u Schiffsmodelle für die Erkennungsschulung.
    Diese Modelle waren realitätsgenau gearbeitet. Friedrich Peltzer hätte eine solche Vogelscheuche wie auf dem Foto, niemals aus der Fabrik gelassen.
    Beste Grüsse
    Ingo

  • Guten Morgen,


    falls das Modell als Feature noch die Windrichtung anzeigen sollte, könnte es sich eventuell mit den originalgetreuen und kleineren Seitenleitwerken
    nicht sauber in den Wind gedreht haben. Möglicherweise ein Grund für diese riesigen Klatschen.


    Viele Grüße


    george

  • Hallo,
    wenn ich mir diese "Vogelscheuche" so anschaue, denke ich, dass muskat mit seiner Ansicht, es sei eine Art Windrichtungsanzeiger, durchaus richtig liegen kann.
    Beste Grüße
    Ingo