1000. Feindflug der 2. (F)/11 Auflärungsgruppe in Russland

  • Guten Tag zusammen,


    kann mir jemand sagen wann der 1000. Feindflug der Staffel in Russland war und wer diesen geflogen hat? Ich habe dazu ein Bild aus dem Nachlass eines Verwandten und hätte gerne gewusst wer die Besatzungsmitglieder sind! Außerdem möchte ich gern den Absturzort und die Maschine vom 21.12.1941 recherchieren, wahrscheinlich von Wjasma aus. Hierbei handelte es sich um Flugzeugführer Oberfeldwebel Ernst Eder, Beobachter Leutnant Mönnigheim und Funker Gefreiter Heidinger. Foto konnte ich nicht anhängen, war zu groß! Schade.


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  • Hallo und Willkommen im Forum,


    Quote

    Außerdem möchte ich gern den Absturzort und die Maschine vom 21.12.1941 recherchieren, wahrscheinlich von Wjasma aus. Hierbei handelte es sich um Flugzeugführer Oberfeldwebel Ernst Eder, Beobachter Leutnant Mönnigheim und Funker Gefreiter Heidinger.


    Unten Ernst Eder, Helmut Mönnigheim und Franz Heidinger aus der DRK-Vermißtenbildliste. Bei Franz Heidinger ist als Vermißtenort Rusa angegeben, das liegt ca. 90km westlich Moskau.


    Grüße
    Thilo

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    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,
    FF. Ofw. Ernst Eder mit Do 17P1 (6M+OK, W.Nr. 3591) 100%
    mit BO. Ltn. Helmut Mönnigheim, BF. Gfr. Franz Heidinger, alle vermisst, 21.12.41 Russland


    Grüsse Byron

  • Guten Abend,


    vielen Dank. Da bin ich ja baff, daß hätte ich nicht erwartet. Das interessante ist, daß unsere Familie erst 1981 erfahren hat, daß Ernst Eder den Absturz am 21.12.1941 überlebt hat, und am 27.02.1943 im Kriegsgefangenenlager Irkutsk verstorben ist. Deshalb hätte mich interessiert, ob man evtl. das Foto des 1000. Feindfluges datieren kann und die Maschine herausbekommt. Außerdem hätte mich interessiert, ob die anderen Kameraden auch überlebt haben. Aber da ich kein direkter Nachfahre bin, bekomme ich bei der WASt keine weiteren Informationen.
    Vielen Dank und beste Grüße

  • Hallo Byron,


    wenn Deine Angaben zur Flugzeugkennzeichnung stimmen, dann müsste ich ja nach dem 1000. Feindflug der 4.(F)/11 fragen, oder? Das müsste doch rauszukriegen sein?
    Danke und Gute Nacht.
    Michael

  • Hallo Michael,
    meine Angaben stammen von den offiziellen Verlustlisten des Quartiermeisters 6 der Luftwaffe, ich denke sie stimmen.


    Grüsse Byron

  • Hallo,


    ich hatte vor längerem schon einmal nach der Datierung des Bildes vom "1000. Feindflug in Rußland" gefragt. Hat hier mittlerweile jemand eine Information zur Besatzung und der Maschine sowie des Datums? Außerdem beschäftigt mich noch die Frage nach dem Flugzeug von Karl Kritter welches am 23.12.1942 in der Gegend um Stalingrad abgestürzt ist.

  • Hallo Zusammen,

    Ich bin neu hier. Helmut Mönnigheim war der Bruder meines Großvaters und ist bei einem Aufklärungsflug über Russland verschollen. Können noch weitere Personen den Flugzeugabsturz überlebt haben? Ist jemanden hier bekannt, was aus Helmut Mönnigheim wurde? Wie kann man an Informationen gelangen?

    Vielen Dank für die Hilfe.

  • Hallo Moennigheim 1,

    ein Helmut Mönnigheim ist beim VDK gelistet.

    Siehe hier

    Vielleicht könnte er es sein.


    Lg Andre

  • Hallo Moennigheim 1,

    du kannst hier,

    eine Anfrage bei der WAST stellen.

    Dauert zwar in der Regel recht lange, aber es lohnt sich alle male.

    Die Anfrage ist kostenpflichtig, ca. 20- 40 €


    Lg Andre

  • Hallo Zusammen,

    Weiß jemand ob die 3 Peronen eine Besatzung des selben Flugzeugs darstellten?

    Von wem wurden sie kommandiert?

    Für Antworten vielen Dank im Voraus.

  • Hallo,


    ja, die Besatzung bestand aus:


    (F) Ofw. Eder. Ernst (* 27.2.1913) - Flugzeugführer

    (B) Ltn. Mönnigheim, Franz (* 6.11.1913) - Beobachter

    (Bf) Gefr. Heidinger, Franz (* 16.5.1920 - Bordfunker


    Kommandiert wurden Sie vom Staffelkapitän der 2.(F)/11. Das war am Tag des letzten Feindfluges der Besatzung Mönnigheim, also am 21.12.41, der


    Major Paulitsch, Richard (* 8.3.1905)


    Paulitzsch selbst stürzte allerdings schon ein paar Tage später, am 31.12.41 bei Wjasma ab (Bodenberührung infolge Schlechtwetter) und erlag am 1.1.42 seinen Verletzungen im Kriegslaz. 2/531 .


    Mit freundlichen Grüßen, Uwe K.

  • Hallo, Hallo zusammen, Guten Tag, Moin....


    Ich habe die offiziellen Verlustlisten des Quartiermeisters 6 der Luftwaffe durch geguckt. Kann die Namen leider nicht finden.


    Mir ist aufgefallen, dass mein Uronkel bereits einen Monat früher vermisst wurde als die anderen beiden. Woran kann das liegen?


    Ich bin mir nicht sicher, könnte es sein dass die 2.(F)/11 bereits vor dem 1.000 Feindflug abgestürzt ist? Ich glaube der 1000, Flug war 1943? Über Major Paulitsch und seine Mannschaft konnte ich noch nichts raus bekommen.


    Wo kann man noch recherchieren? Gibt es weitere Fotos?


    Vielen Dank für Informationen im Voraus.


    Grüße.....

  • Guten Tag,


    die Verlustmeldung zum Uronkel steht in den Gen.Qu.-Meldungen vom 25.12.1941, es ist die Laufende Nr. (Lfd.Nr.) 13 .


    Die Besatzung Paulitsch ist in den Meldungen vom 3.1.42 aufgeführt, Lfd.Nr. 75.

    Alle 4 Insassen wurden verletzt, die anderen 3 (Fw. Nenn, Uffz. Milettich, Ogfr. Klingert) überlebten - nur Paulitsch erlag seinen Verletzungen. Die Maschine war eine Fw 189, Paulitsch flog als "vierter Mann" mit, als zweiter Beobachter. Es handelte sich dabei NICHT um einen Feindflug!


    Mit freundlichen Grüßen, Uwe K.

  • Hallo,


    > Mir ist aufgefallen, dass mein Uronkel bereits einen Monat früher vermisst wurde als die anderen beiden. Woran kann das liegen?

    Das in den DRK-Suchlisten angegebene Datum bezeichnet den frühest möglichen Zeitpunkt, die Angabe stammt von den Angehörigen.

    Von diesem Zeitpunkt liegt bei zu Hause die letzte Lebendmeldung (Feldpost, Urlaub) vor.

    Das Gleiche gilt auch für den Vermisstenort. Die Ortsangabe stammt aus dem Kondolenzschreiben von der Einheit, oder aus Informationen der Angehörigen.

    Als die Suchmeldungen beim DRK in den 50er Jahren von den Angehörigen aufgegeben wurden, lagen noch keine Gen.Qu.-Verlustlisten zum Quervergleich vor.

    Die Verlustlisten lagerten noch in den Archiven der Siegermächte. Diese Originalunterlagen wurden erst in den 70er Jahren an das Bundesarchiv (hier: BA-MA, Freiburg/Brsg.) zurückübergeben. Freilich behielten die Archive der Siegermächte noch Kopien (Microfilme).


    Die WASt wirkte beim Zusammenstellen der DRK-Listen nicht mit, die war vor allem mit den schon geklärten Schicksalen (Anträge auf Kriegsversehrtenrenten, Witwenrenten, Abstammungsfragen, ...) beschäftigt.

    Die VDK-Listen wurden nach den 50er Jahren nicht mehr wesentlich korrigiert, bzw. neu erstellt.


    In den Kondolenzschreiben an die Angehörigen wurden kriegsbedingt nur wenige Informationen mitgeteilt - all das was die heutigen Historiker interessiert, war natürlich Dienstgeheimnis.

    Dazu zählen: Klarname der Einheit (es wurden Feldpostnummern als Absender genannt), Name bzw. Ort des Flugplatzes, Flugroute des letzten Einsatzes (Auftrag), die genaue Natur des letzten Auftrags, Waffen- oder Flugzeugdaten, usw. .

    All diese Informationen hätte natürlich auch der Gegner gerne gehabt ...


    Mit freundlichen Grüßen, Uwe K.

  • Vielen Dank! Wann werden die Akten frei gegeben? Wie kommt man da ran? Ich habe noch so viele Fragen..... In erster Linie interessiert mich die Person meines Uronkels. Die zusätzlichen Informationen dienen zur Vervollständigung eines Bildes. Geht es den anderen Forumsteilnehmern auch darum?


    Viele Grüße

    Carola Z.

  • Guten Abend,


    > Vielen Dank! Wann werden die Akten frei gegeben?

    Die Akten im Bundesarchiv sind Archivgut und damit freigegeben. Die Archivalien können in Freiburg eingesehen, oder Kopien bestellt werden.


    Die Personalakten der Wehrmacht bei der WASt sind allerdings kein Archivgut.

    Sie sind aber für Personen mit "berechtigtem Interesse" (Angehörige, Historiker, Ämter, ...) zugänglich bzw. es können Auszüge angefordert werden.
    Auf den Internetseiten der WASt sind die Gründe für die besondere Behandlung dieser Akten dargelegt.

    Kurz ausgedrückt: Datenschutz.

    Siehe: https://www.dd-wast.de/


    Der Datenschutz ist deshalb sinnvoll, weil in diversen Akten (z.B. in Namentlichen Verlustmeldungen) auch die Adressen der Angehörigen genannt sind. Unter den gleichen Adressen - oder im gleichen Ort - leben auch deren Nachfahren, zumeist noch lebende Personen. Es möchte auch nicht jede Familie, dass ihr Name im Zusammenhang mit der Militärkarriere ihrer Vorfahren öffentlich gemacht wird (z.B. bei Angehörigen der SS-Einsatzgruppen an der Ostfront), oder darin stehen auch Hinweise Verletzungen und Krankheiten ... und viele Gründe mehr.


    Meines Wissens sind ähnliche Akten der RAF (Royal Airf Force) ebenfalls noch unter Verschluss. Manche Inhalte könnten die Angehörigen zu sehr aufwühlen (z.B. Berichte zur Leichenschau bei abgestürzten Fliegern - ja, sowas steht da drin!). Wie es die Amerikaner handhaben, ist mir nicht bekannt. Sind dort z.B. die Berichte zu Folterungen von US-Soldaten in Gefangenenlagern des Vietkong oder im Koreakrieg tatsächlich öffentlich? Ich kann es mir nicht vorstellen.


    Umfassende Rückgabeaktionen gab es vor allem mit den Westalliierten.

    Die Akten in den russischen Archiven - müssten wohl erst mal von den Russen selbst sortiert und ausgewertet werden, bevor sie zurückgegeben werden können.

    Dort liegt noch viel Papier.


    Mit herzlichen Grüßen, Uwe K.

    Edited once, last by DR40eghs ().