Wie viel Befehlsgewalt besaß ein Rottenführer?

  • Guten Abend, wie soll ich sagen, ich habe mich in letzter Zeit öfters gefragt wie viel Befehlsgewalt ein Rottenführer innerhalb der Waffen-SS hatte, und da der Wikipedia-Eintrag nicht sonderlich aufschlussreich war möchte ich euch fragen, ob ihr mir da weiterhelfen könnt?


    Grüße Sebastian.

  • Hallo,


    Wie der Name schon sagt befehligt der Rottenführer eine Rotte, welche dem Trupp in der Wehrmacht entsprach. Sie umfasste vier SS-Männer, über die der Rottenführer (sollte kein höherer Dienstgrad anwesend sein) die Befehlsgewalt innehatte.


    Gruß
    Kneip

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  • Hallo Sebastian - so genau wird man Dir diese Frage auch nicht beantworten können. Warum - es kam darauf an wo der Mann eingesetzt war. So konnter er z.B. eine Gruppe führen aber wenn alle etwas höher stehenden Dienstgrade ( Unterscharführer )vorhanden waren auch einfacher Soldat sein.Ferner gab es die Möglichkeit eine Rotte von vier Mann bei einem Granatwerfer zu befehligen - als Beispiel
    Der Vergleich mit einem Gefreiten/Obergefreiten ist m.M. nach da völlig angebracht.


    Gruß - Achim - Alte61

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  • Hallo


    Quote

    wie viel Befehlsgewalt ein Rottenführer innerhalb der Waffen-SS hatte


    erstmal 0,00000 SS-Männer.


    Wie Achim es schon darstellte.
    Die Bezeichnung "Rottenführer" ist das Äquivalent eines Heeres-Obergefreiten. Mit "Führer"tum hat das erstmal GAR NIX zu tun. Aber in Notlagen wurden Obergefreite oder Rottenführer als Gruppenführer eingesetzt.

  • Hallo Sebastian,


    in Ermangelung von Unteroffiziersdienstgraden konnte ein erfahrener Rottenführer auch einen Panzer führen, wie wir am Beispiel des SS-Pz.Rgt. 1 in den Ardennen nachweisen konnten. Das dürfte dann aber auch das höchste der Gefühle für einen Mannschaftsdienstgrad gewesen sein.


    Grüße
    Timm

  • Hallo Timm,


    grdsl. noch nicht! Bei der Luftwaffe ist mir mind. ein Obergefreiter als Flugzeugführer einer Ju 52 bekannt.
    Ich weiß jetzt nicht ob man es am Wert des Kriegsgerätes oder an der Verantwortung festmachen will, aber da war wohl irgendwo die Grenze!


    Viele Grüße
    Andre

  • Hallo Andre,


    sehr interessante Information. Ich denke solche Fälle belegen in erster Linie, dass im letzten Kriegsjahr schlicht und einfach Offiziere und Unteroffiziere fehlten, um die entsprechenden Stellen zu besetzen, so dass man gezwungen war, die erfahrensten Mannschaftsdienstgrade auf diese Posten zu setzen.


    Viele Grüße
    Timm

  • Hallo


    Luftwaffe ist wieder eine ganz andere Baustelle. Dort hatte der Dienstgrad auch nichts damit zu tun ob man Flugzeugführer war oder nicht.