Reservelazarette: Fragen, Ungeklärtes, auch Ergänzungen

  • Hallo Thomas!
    Mein Großvater stammt gebürtig aus Lensahn in Ostholstein.
    Er wurde 1941 in Eutin eingezogen.
    Laut der WaSt-Auskunft war es dann im Anschluß ein "Pendelverkehr".
    Ostfront - Lazarett - Genesendenkompanien in Lüneburg / Ludwigslust - Ostfront


    Gruß
    Christian


    P.S.: Danke für den Hinweis!
    Da muss ich doch die Sachbearbeiterin meines Vertrauens nochmal belästigen. :-)

    Edited once, last by jonny3/141 ().

  • Hallo.
    Vllt. wird das vom Thomas ins Spiel gebrachte Bad Brückenau auch deshalb interessant, da der Mann ja nicht infolge einer Verwundung(Verletzung ins Lazarett kam, sondern infolge einer Erkrankung gezielt in einem speziellen Lazarett. behandelt wurde..
    Bad Brückenau war/ist auf Grund seiner Quellen das Nierenheilbad Nr-1 in D.
    außerdem wurden/werden hier Blutarmut, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Durchblutungsstörungen oder vegetative Störungen kuriert.
    Brückenau könnte deshalb schon passen! (Soll keine Werbung sein )
    MfG Ludwig

    Never let go!

  • Hallo.


    Hier ein Foto des Reserve-Lazaretts Middelburg, noch nicht verzeichnet.


    Mit freundlichen Grüßen, Mathias

    Files

    Suche alle Informationen über den Verbleib meines Urgroßvaters - Ausbildungs- und Ersatz Bataillon 44, vermisst ab Februar 1945 in Bartenstein, Ludendorff- Kaserne. Hier klicken für Informationen

  • Hallo Ludwig, Hallo zusammen!
    Entschuldigt Bitte meine verspätete Antwort.
    Ich würde gerne auf das von Ludwig genannte Bad Brückenau Bezug nehmen.
    Ich hatte nochmal mit meiner Mutter gesprochen.
    Mein Großvater litt in jungen Jahren an Gelbsucht.
    Da würde ein Aufenthalt in Bad Brückenau wohl in Frage kommen.


    Gruß
    Christian

  • Hallo.


    Zumindest ein Teil des Reserve- Lazaretts Gera war in Gera in der Ostschule untergebracht (siehe Stempel), vielleicht kann das >>hier mit rein.


    Mit freundlichen Grüßen, Mathias

  • Hallo.


    Hier noch ein Reserve Lazarett genannt.


    Kleinwelka bei Bautzen
    Datiert sind die Dokumente zum Oktober 1943


    Mit freundlichen Grüßen, Mathias

  • Hallo,


    hier noch weitere Aufstellungen von Reservelazaretten durch die


    Sanitäts-Abteilung Wien
    Sanitäts-Abteilung N.Donau (Niederdonau)
    Sanitäts-Abteilung Linz


    Sani.JPG Sani1.JPG


    Quelle Nara 79 Wehrkreis XVII/7, Wehrkreis XVII/8, Wehrkreis XVII/9,

    Grüße Matthias

  • Hallo.


    Hier ein Eintrag im Soldbuch vom 17.02.1943.
    Dort findet sich am genannten Datum das Reserve Lazarett Leipzig IX in der Chemnitzer Straße 50 wieder.


    Im LdW steht, dass das Reserve Lazarett Leipzig III in diesem Gebäude untergebracht war, dieses jedoch im März 1941 der Stadt als öffentliche Klinik zurück gegeben wurde.


    Hier also ersichtlich, dass zumindest im Februar 1943 dort das Reserve Lazarett Leipzig IX dort stationiert war.


    Ps, es geht nicht um den markierten Eintrag


    Mit freundlichen Grüßen, Mathias

    Files

    Suche alle Informationen über den Verbleib meines Urgroßvaters - Ausbildungs- und Ersatz Bataillon 44, vermisst ab Februar 1945 in Bartenstein, Ludendorff- Kaserne. Hier klicken für Informationen

  • Guten Morgen,


    In Wasserlos (ostw. Kahl am Main, Lkr. Aschaffenburg) soll es 1945 noch ein Reservelazarett gegeben haben.
    Quelle: Reservelazarett Wasserlos. In: 2. Weltkrieg - 70 Jahre Kriegsende. Geschichtsnotizen / Hrsg. Heimat- und Geschichtsverein Alzenau 14 (2015) S. 106 – 108.


    Nähere Angaben liegen mir nicht vor.


    Grüße
    Jörg

  • Hallo Freunde,

    Die Literatur Erwähnt die Reservelazarette 101 und 102 Cottbus.

    Dazu gab es noch ein weiteres (fast unbekanntes) Reservelazarett 103 Cottbus.

    In Februar/März 1945 soll dieses Reservelazarett 103 Cottbus (weil ausgebombt) nach Wünsdorf verlegt sein und dort zusammen mit dem Reservelazarett Wünsdorf bis 20 April

    gearbeitet haben.

    Kann Jemand diese Verlegung bestätigen?

    Grüsse

    Peter

  • Hallo,


    folgend ergänzende Angaben zum Res.-Lazarett Danzig:


    Res.-Lazarett Danzig

    Unterabteilung I

    Marienkrankenhaus

    Schleusengasse 9/10


    Kapazität : 300 Betten, davon

    Fachstation I mit 152 Betten

    Fachstation II mit 125 Betten

    Fachstation V mit 23 Betten

    *

    Res.-Lazarett Danzig

    Unterabteilung II

    Oliva, Knabenschule


    Kapazität : 120 Betten

    *

    Res.-Lazarett Danzig

    Unterabteilung III

    Danzig-Oliva

    Pelonkerstrasse 117


    Kapazität : 50 Betten

    Fachstation II (orthop. Erkrankungen)

    *

    Res.-Lazarett Danzig

    Unterabteilung IV

    Karthäuserstr. 2-4 (Klinik Dr. Winne)


    Kapazität : 53 Betten, davon

    Fachstation II mit 45 Betten

    Fachstation IV mit 8 Betten

    *

    Res.-Lazarett Danzig

    Unterabteilung V

    Genesungsheim Hochwasser

    Zoppot

    Adolf-Hitler-Strasse


    Kapazität : 50 Betten für Fachstation I und II

    *


    Quelle: NARA T315 R1858 (269. ID)


    Grüße.

    Frank.

  • Hallo zusammen,
    gerade habe ich schon eine Antwort aus Mölln erhalten.
    Sie kam von einem Mitarbeiter des Stadtarchivs, der im letzten Jahr einen Vortag über die Stadtgeschichte im 2.Weltkrieg gehalten hat.
    Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.


    [...]
    Versorgt wurden die Verwundeten 19 Sanitätsoffiziere, Unterärzte und Hilfsoffiziere, 56 Sanitätsdienstgrade und 324 Schwestern, Lazaretthelferinnen und weiteres vorwiegend weibliches Personal.

    [...]

    Moin zusammen,


    es gab in Wehrmacht und Waffen-SS keine "Hilfsoffiziere", auch nicht im Sanitätsdienst.


    Im Sanitätsdienst gab es jedoch die Dienststellung eines Hilfsarztes.

    Dieser jedoch konnte vom Dienstgrad her (als approbierter Arzt) sowohl San.Offz. als auch Unterarzt, San.Uffz. oder San.-Mannschaftsdienstgrad sein sowie (als angehender Arzt und Student im Klinikum und Angehöriger der Militärakademie) Feldunterarzt sein.


    Daher würde in der obigen Aufzählung des erwähnten Vortrags der Begriff "Hilfsoffiziere" auch dann nicht passen, wenn er im Sinne von "Hilfsärzte" gemeint gewesen sein sollte.

  • Hallo zusammen,


    es gab anscheinend in der Wehrmacht doch die Funktion des Hilfsoffiziers.

    Anbei ein Auszug aus der NARA T-77 R 963.

    In den Rollen 937 - 963 gibt es noch einige solcher Beispiele.


    Gruß Roland

    Files

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • es gab anscheinend in der Wehrmacht doch die Funktion des Hilfsoffiziers.

    Anbei ein Auszug aus der NARA T-77 R 963.

    In den Rollen 937 - 963 gibt es noch einige solcher Beispiele.

    Moin zusammen,


    ganz sicher jedoch in anderer Bedeutung ...


    Reinhard Stumpf jedenfalls erwähnt in "Die Wehrmacht-Elite - Rang- und Herkunftsstruktur der deutschen General und Admirale 1939 - 1945" (1982), daß in den Jahren länger vor Kriegsbeginn eine Neuordnung der Offizierslaufbahnen diskutiert wurde, jedoch ohne Erfolg und ohne Umsetzung der Gedankengänge.

    Anlaß war das von starkem Elitedenken getriebene Bestreben einiger weniger Generale, die Laufbahn der Truppenoffiziere ganz entscheidend und deutlich von denen anderer Offizierslaufbahnen und der Wehrmachtbeamten abzusetzen und die Dominanz des "Truppenführers" besonders zu betonen..

    Das in diesen Gedankengängen neben einen "Truppenoffizierskorps" und einem "Verwaltungsoffizierskorps" entwickelte "Hilfsoffizierskorps" (oder auch noch abwertender: "Offizierskorps in Hilfsdiensten") sollte in Herabstufung zum Korps zweiter Klasse aus den Sonderlaufbahnen der Sanitäts- und Veterinäroffiziere sowie der Höheren Verwaltungsbeamten bestehen. Die bisherige Offiziersuniform wollte man diesen "Hilfsoffizieren" großzügigerweise belassen. Sanitätsoffiziere z. B. sollten dann jedoch nicht mehr als bspw. Oberstabsarzt, sondern als "Major im Sanitätsdienst" bezeichnet werden.

    Letztlich wurde jedoch aufgrund weiterentwickelter eigener Überlegungen auch seitens der Initiatoren, unter Berücksichtigung der militärischen Realität und des zu erwartenden enormen Widerstandes der betroffenen Offiziere aller Art, dieses zudem von der Mehrheit der deutschen Generalität als undurchführbar bezeichnete und abgelehnte Vorhaben fallengelassen. Der Standpunkt des Führers war ohnehin "Es gibt nur ein Offizierskorps!".


    Wie wir alle wissen, wurden also weder die bis dato existierenden Laufbahnen geändert, sondern unangetastet gelassen (bis auf die am 21.04.1939 neu geschaffene Laufbahn der Truppeningenieure, in Angleichung an das Ingenierkorps der Marine; die Luftwaffe schloß sich im Mai 1940 an) noch wurden die absurden Dienstgradbezeichnungen für San.Offz., usw, geschaffen.


    Somit muß es sich bei der Funktion dieses "Hilfsoffiziers für Panzer-Späh-Ausbildung", der sich in dem von Dir, Roland, eingestellten Dokument und ggf. weiterer Dokumente findet (und der ja gerade der Truppenoffizierslaufbahn, angehörte - ebenso wie der darin ja auch erwähnte "Aufsichtsoffizier für Panzer-Grenadiere" oder der "Offz. zur Marschüberwachung"), aufgrund völliger Abweichung von den oben von Stumpf beschriebenen, in den 1930er Jahren diskutierten und letztlich fiktiv gebliebenen Inhalten der Laufbahnänderungen um etwas anderes handeln - sicherlich um die Beschreibung einer temporären Zusatzfunktion und -aufgabe zusätzlich zur eigentlichen Dienststellung und Aufgabe.


    In dem von Christian "jonny3/141" erwähnten, in Mölln gehaltenen Vortrag soll es sich ja zudem explizit (da in einem Res.Laz.) um Sanitätspersonal gehandelt haben - was allerdings, wie bereits erwähnt, unzutreffend ist!

  • Moin Rudolf,


    schön, nach so langer Zeit wieder direkt von Dir zu hören bzw. lesen! :)

    Na ja, wir beide sind ja i. d. R. mit ziemlich unterschiedlichen Themenkreisen beschäftigt ...