Ehrenblatt des Deutschen Heeres

  • Hallo,


    hier noch zwei Pressemeldungen zu Nennungen im Ehrenblatt des Deutschen Heeres.
    Quelle: Marburger Zeitung Nr. 16 vom 16.Januar 1945, Seite 4


    Obergefreiter Bracko, Gösting

    Obergefreiter Johann Bracko aus Gösting bei Graz, geboren am 16.April 1923 in St. Kunigund, zeichnete sich im August v. J. [Anm.: 1944] durch schneidiges Draufgängertum beim Sturm seiner Schijäger-Kompanie auf einen sowjetischen Brückenkopf aus. Aus eigenem Entschluß sprang er als erster nach der Artillerievorbereitung aus der Deckung, drang in den ersten sowjetischen Graben ein und vernichtete beim Aufrollen des Stellungssystems die feindliche Grabenbesatzung und eine Pakbedienung. Der Angriff kam ins Stocken. Wieder war es Bracko, der, nachdem er sich durch das feindliche Feuer zur Ausgangsstellung zurückgearbeitet und neue Waffen und Munition herbeigeschafft hatte, ohne Sicherung seinen Kameraden voranstürmte und den Angriff erneut ins Rollen brachte. Durch seine kühne Tat hatte er entscheidenden Anteil am Gelingen des Unternehmens, bei dem die feindliche Brückenkopfstellung vollkommen geräumt werden konnte.


    Oberfeldwebel Hütter, Haselbach

    Oberfeldwebel Leopold Hütter aus Haselbach bei Eggersdorf (Kreis Graz-Land), geboren am 3.Dezember 1916 in Moggau bei Graz, bewährte sich als erfolgreicher Sturmgeschützführer mehrfach in den harten Kämpfen seiner Einheit im Osten, bei denen er sich immer wieder durch eigene Entschlußfreudigkeit, nie ermüdenden Angriffsgeist und persönliche Tapferkeit auszeichnete. Am 7.September 1944 griff Hütter mit seinem Sturmgeschützzug ein sowjetisches Bataillon an, das einen Einbruch in unsere Stellungen erzielt hatte, wobei es ihm gelang, den Bataillonsstab zu vernichten und den Rest des Bataillons außer Gefecht zu setzen. Ein andermal ging er mit seinem beschädigten Sturmgeschütz gegen angreifende, schwere Feindpanzer in Stellung und vernichtete trotz eigener Paktreffer und verwundeter Bedienung drei Panzer vom Typ Stalin. Am 21.Oktober hatte er entscheidenden Anteil an der Verhinderung eines Umfassungsversuches, wobei er durch Angriff in die Flanke des Gegners mit seinem Zug 7 feindliche Panzer vernichtete. Der Angriff des Gegners brach dabei im wesentlichen durch sein Verhalten zusammen.


    Gruß, J.H.

  • Hallo,


    hier ein weiteres Fundstück zu einer Nennung im Ehrenblatt des Heeres.
    Quelle: Das kleine Volksblatt Nr. 98 vom 8.April 1944, Seite 3


    Im Ehrenblatt des Heeres genannt


    Wien, 7.April. Im "Ehrenblatt des Deutschen Heeres" vom 17.Januar 1944 wurde der Hauptmann und Kommandeur eines Divisions-Füsilierbataillons Hans Altmann "für besondere Tapferkeit auf dem Schlachtfelde" genannt. Hauptmann Altmann zeigte sich in den Kämpfen bei Tscherkassy als ein den schwierigsten Lagen gewachsener Kommandeur mit glänzender Führerveranlagung und überragendem persönlichen Mut. Er wurde am 24.April 1915 als Sohn eines Bahnbeamten in Hollubschen (Sudetengau) geboren, zuletzt war er in Wien ansässig. Am 1.Juni 1940 wurde er mit dem Eisernen Kreuz 2.Klasse und am 8.Januar 1942 mit dem EK 1 ausgezeichnet.


    Gruß, J.H.

  • Hallo Bert,


    dann hat der Ersteller des Wiki-Artikels jetzt zumindest ein paar der dort noch fehlenden Daten beisammen. Der Geburtsort muß wohl abweichend von dem Zeitungsartikel und den Volksbunddaten richtig Holubschen (heute Holubec) im damaligen Landkreis Bischofteinitz heißen. Die Beförderung zum Major ist sicherlich posthum erfolgt:


    Nachname: Altmann
    Vorname: Hans
    Dienstgrad: Major
    Geburtsdatum: 24.04.1915
    Geburtsort: Holübschen
    Todes-/Vermisstendatum: 20.12.1943
    Todes-/Vermisstenort: b. Dubijewka


    Hans Altmann ist vermutlich als unbekannter Soldat auf die Kriegsgräberstätte Kiew überführt worden. Grablage: wahrscheinlich unter den Unbekannten


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().

  • Grüß Dich J.H.,


    "als Ersteller" des Wiki-Artikels bin ich Dir dankbar für die ergänzenden Daten!


    Gruß
    Bert

  • Hallo,


    Quote

    Oberfeldwebel Leopold Hütter aus Haselbach bei Eggersdorf (Kreis Graz-Land), geboren am 3.Dezember 1916 in Moggau bei Graz



    Leopold Hütter


    Leopold Hütter ruht auf der Kriegsgräberstätte in Mielau / Mlawka.


    Endgrablage: auf diesem Friedhof


    Nachname: Hütter
    Vorname: Leopold
    Dienstgrad: Feldwebel
    Geburtsdatum: 03.12.1915
    Geburtsort: Moggau
    Todes-/Vermisstendatum:18.01.1945
    Todes-/Vermisstenort: Mielau


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,


    anbei eine Pressemitteilung zu einer zweimaligen Nennung im Ehrenblatt des deutschen Heeres. Der genannte Hptm. Max Hochleitner war ausserdem Träger der silbernen Nahkampfspange, des Deutschen Kreuz in Gold und des goldenen Verwundetenabzeichens.
    Quelle: Badener Zeitung Nr. 24 vom 24.März 1945, Seite 4


    Gruß, J.H.


    Hernstein. (Zum zweitenmal im Ehrenblatt des deutschen Heeres).
    Der Inhaber des Deutschen Kreuzes in Gold Hauptmann Max H o c h l e i t n e r, Oberförster in Feldbach, wurde wegen hervorragender Einsatzbereitschaft und Tapferkeit neuerdings durch Nennung im Ehrenblatt des deutschen Heeres ausgezeichnet. Ende November 1944 hatte Hauptmann Hochleitner als Kommandeur einer Panzerjägerabteilung bei einer Gebirgsdivision nach einem erfolgten Einbruch der Sowjets mit schnell zusammengefassten Kräften, in der Hauptsache kampfunerfahrenen, frisch aus der Heimat eingetroffenem Ersatz, ein weiteres Vordringen der Bolschewisten zu verhindern. Die Sowjets setzten nach heftigen Artilleriefeuer und Schlachtfliegerangriffen mit starken Panzerkräften zum Angriff an. Durch umsichtige Einweisung seiner Abwehrkräfte unter rücksichtslosem, persönlichen Einsatz, teils im feindlichen Feuer im offenen Kraftwagen in vorderster Linie fahrend, gelang es in drei schweren Kampftagen 39 Panzer abzuschießen und die jeweils mitangreifende sowjetische Begleitinfanterie fast völlig zu vernichten. Der Erfolg war im wesentlichen ein Verdienst der tapferen Führung des Hauptmanns Hochleitner, der durch seine vorbildliche, unerschrockene Haltung seine jungen Soldaten immer wieder zu härtestem Kampfeinsatz anfeuerte. Hauptmann Hochleitner trägt außer dem Deutschen Kreuz in Gold die silberne Nahkampfspange und ist Inhaber des goldenen Verwundetenabzeichens.

    Files

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo,


    anbei ein weiterer Pressebericht über die Nennung des Oberjägers Franz Steindl und des Hauptmanns Hubert Hohenwarter im Ehrenblatt des Deutschen Heeres.

    Quelle: Kärntner Volkszeitung, Folge 8 vom 20.Januar 1945, Seite 3


    Gruß, J.H.

  • Hallo,


    hier ein Pressebericht vom Februar 1945 mit drei weitere Nennungen im Ehrenblatt. Da die Qualität des Originals schlecht lesbar ist nachfolgend eine Abschrift:

    Quelle: Innsbrucker Nachrichten Nr. 29 vom 3.Februar 1945, Seite 4


    Im Ehrenblatt des Heeres genannt


    Der aus Innsbruck gebürtige 22jährige Leutnant Hermann Dietrich hat sich Ende Oktober v. J. als Kompanieführer bei einem Gebirgsjägerregiment bei den Kämpfen

    im ungarischen Raum durch hohe Tapferkeit und mitreißenden Angriffsschwung besonders ausgezeichnet. Die Kompanie des Leutnant Dietrichs war bei den Durch-

    bruchskämpfen stets im Schwerpunkt eingesetzt. Durch umsichtige Führung und beispiellose Tapferkeit riss der junge Offizier seine durch die anstrengenden Märsche

    der Vortage arg erschöpfte Kompanie immer wieder vorwärts, stürmte mit seinen Leuten in schneidigem Angriff mehrere Stellungen der Bolschewisten, zerschlug alle

    Gegenstöße des Feindes und stellte als Führer der vordersten Kompanie seines Regiments die Verbindung mit den von Westen her angreifenden deutschen Panzer-

    verbänden her. Die Kompanie des Leutnants Dietrich fügte bei diesen Kämpfen dem Gegner sehr hohe blutige Verluste zu und vermochte erhebliche Beute einzubringen.


    In einem amtlichen Bericht wird hervorgehoben, dass die Tat des Leutnants Dietrich und seiner tapferen Gebirgsjäger für die Kampfführung der Division von weitragender

    Bedeutung war.


    ***


    Auch der aus Mauern in Oberbayern gebürtige Hauptmann Michael Wölk, dessen Familie in Ischgl ansässig ist, fand bei den schweren Kämpfen im ungarischen Raum

    als vorgeschobener Artillerie-Beobachter im November v. J. Gelegenheit, seine hervorragende persönliche Tapferkeit zu beweisen. Die Bolschewisten griffen mit zahlen-

    mäßig weit überlegenen Kräften den linken Flügel eines Gebirgsjägerregiments an und erzielten einen Durchbruch. Hauptmann Wölk, der als vorgeschobener Artillerie-

    Beobachter am Ostrande einer von den durchbrechenden Bolschewisten bedrohten Ortschaft eingesetzt war, raffte aus eigenem Entschluss alle irgendwie verfügbaren

    Jäger und Artilleristen zusammen und stellte sich mit diesen wenigen Soldaten dem anstürmenden Feind entgegen. Er drängte die Bolschewisten in zähem Häuserkampf,

    selbst mit der Waffe in der Hand, seinen Jägern und Artilleristen voranstürmend, wieder nach Osten zurück und nahm den verloren gegangenen wichtigen Geländeabschnitt

    wieder in Besitz. Durch diese entscheidende Tat wurde das Vordringen des Feindes an eine für den gesamten Regimentsabschnitt wichtige Brücke verhindert. Die Bolschewisten

    ließen 25 Tote und zahlreiche Waffen im Einbruchsraum zurück.


    ***


    Dem 1917 in Partschins geborenen Hauptmann und Bataillonsführer Karl Hechenberger, dessen Angehörige in Solbad Hall ansässig sind, wurde für sein hervorragend tapferes

    und entschlossenes Verhalten bei den Abwehrkämpfen in Ungarn im November v. J. die Ehrenblattspange verliehen. Dem Feind war es im Schutz dichten Nebels gelungen, an

    einer wichtigen Stelle mit etwa 400 Mann die Theiß zu übersetzen und einen Geländestreifen beiderseits eines Kanals in Besitz zu nehmen. Den Bolschewisten gelang es durch

    einen Vorstoß von Südwesten, in einem von unseren Kräften entblößten Maisfeldgelände Raum zu gewinnen. Der Feind saß am frühen Morgen plötzlich mit 200 Mann im Rücken

    unseres Kampfabschnittes. Dier lückenhafte Besetzung der Hauptkampflinie und das Fehlen stärkerer Reserven führten zu einer bedrohlichen Lage. In diesem Augenblick trat

    Hauptmann Hechenberger mit der letzten zur Verfügung stehenden Regimentsreserve, einem Radfahrzug, zum Gegenstoß an. In zähem Nahkampf gegen einen sich mit äußerster

    Verbissenheit sich verzweifelt wehrenden Feind wurde ein Widerstandsnest nach dem anderen genommen. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit war der Feind vernichtet, in den Fluss

    geworfen oder gefangengenommen. Die Hauptkampflinie am Flussufer befand sich wiederum in eigener Hand. Mit dieser, einem eigenen Entschluss entspringenden Tat erzielte

    Hauptmann Hechenberger hervorragenden Anteil an der Beseitigung des vom Feinde erstrebten, bedrohlichen Brückenkopfes. Die Bolschewisten verloren etwa 50 Tote; 36 Gefangene

    wurden eingebracht.


    Gruß, J.H.

    Files

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo,

    da kann ich auch einen Zeitungsausschnitt von meinen Stiefopa hinzufügen.

    Gruß Dirk

    Files

    Suche alle möglichen Infos von der Beobachter- Abteilung 9.