Sammlung von Dissertationen und wissenschaftlichen Arbeiten

  • Hallo Paul und Kordula,


    falls Klappentext nicht vorhanden, wer verfasst den dann und wer trägt das alles nach?
    Ich arbeite derzeit so, dass ich das jeweilige Inhaltsverzeichnis als Anhaltspunkt für meine Recherchen nehme.
    Das ist auch ein gangbarer Weg.


    Gruß Karl

  • Hallo zusammen,


    Quote

    Habe begonnen nachzutragen die Art des Dr., z.B.
    -- Dr. med., Dr. phil.; ebenso genauere Angaben zu Fakultät


    Kordula, bläht das das Ganze nicht immer mehr auf? Schon die ellenlangen Inhaltsangaben sind (mir persönlich) eigentlich too much. Wenn's interessiert, der kann sich doch jederzeit durch einen Klick auf die Dis. orientieren und informieren, wer an welcher Uni seinen Doktor in was gemacht hat. Mir wird das langsam, ehrlich gesagt, zu wissenschaftlich, zu 'abgehoben'.


    Auch sollte man sich jetzt langsam mal auf einen Aufbau/eine Reihenfolge festlegen.


    Gruß

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Titel: Hirnforschung und Krankenmord. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung 1937–1945


    Publikation: Ergebnisse. Vorabdrucke aus dem Forschungsprogramm „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus"


    Autor: Hans - Walter Schmuhl


    Ort / Jahr: Berlin 2000


    Thematik: NS - Medizin


    Inhalt:

    • Kurzfassung/Abstract
    • Fragestellung, Forschungsgegenstand und Deutungsrahmen
    • Der Wechsel an der Institutsspitze 1933/37
    • Die Reorganisation des Instituts 1937/38
    • Veränderungen im Kuratorium des Kaiser-Wilhelm-Instituts
    • für Hirnforschung 1931–1938
    • Die Herausbildung militärischer Strukturen ab 1939
    • Hirnforschung und Krankenmord
    • Zusammenfassung
    • Quellenverzeichnis
    • Literaturverzeichnis
    • Autor

    Abstract:


    Von 1940 bis 1945 wurden am Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung in Berlin etwa 700 Gehirne wissenschaftlich untersucht, die von Opfern des
    gleichzeitig stattfindenden Massenmordes an psychisch Kranken und geistig Behinderten stammten. Auf vielfältige Weise war das Institut mit dem „Eutha-
    nasie“-Apparat verflochten. Diese Verflechtungen hatten sich seit 1937 angebahnt, als ein Wechsel an der Institutsspitze stattfand, der zu einer konzeptio-
    nellen Neuorientierung, einer strukturellen Reorganisation und zur Entstehung eines engmaschigen Beziehungsgeflechts zwischen Hirnforschung und An-
    staltspsychiatrie in und um Berlin führte. Der Entschluß zur Teilnahme an den Forschungen im Rahmen der „Euthanasie“ wurde ferner durch die Herausbil-
    dung militärischer Strukturen am KWI für Hirnforschung seit 1939 maßgeblich beeinflußt. Neben diesen Weichenstellungen im unmittelbaren Vorfeld der Ver-
    nichtung sind jedoch auch langfristige Entwicklungslinien in der Konzeption von Hirnforschung zu berücksichtigen, die, bis weit in die Zeit vor 1933 zurück-
    reichend, eine Öffnung zur Eugenik begünstigten.



    Quelle: http://www.mpiwg-berlin.mpg.de…rgebnisse/Ergebnisse1.pdf

  • Guten Abend zusammen,


    Paul,

    Quote

    fast jede in Buchform veröffentlichte Dissertation hat so etwas wie einen "Klappentexr".
    Darin ist kurz und bündig der Inhalt skizziert. Hilft vielleicht mehr als die blödsinnigen, tlw. bis in die vierte oder gar fünfte Ebene gehenden Überschriften.


    sehr gut, Kritik ist immer gut.
    Wo sind deine Posts hier um uns allen zu zeigen wie es laufen muss?


    Sollte es später mal eine Auflistung all der Arbeiten geben, jemand interessiert sich für die Arbeit xy, klickt diese an, wird auf den entsprechenden Post geführt,
    genau derjenige wird sich wie die Hölle ärgern, wenn er dann eine ausführliche Beschreibung vorfindet?
    Wir versuchen etwas aufzubauen, wissen selbst noch nicht, wie was am besten gemacht werden kann.
    Was wir aber wissen, wir brauen niemanden, der uns Blödsinn unterstellt.


    Haben wir oft hier, Kritik geht locker von der Hand, schnell geschrieben, Mitarbeit aber, um Gottes Willen, nee, dafür habe ich nun gar keine Zeit.


    Dieter Nuhr, bekannt?


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Titel: Zum Beitrag der Vermessung bei der Bewahrung historischer Geschehnisse
    (am Beispiel des ehemaligen Häftlingslagers in der Gedenkstätte Buchenwald)


    Autor: Thomas Kirfe, Diplomarbeit


    Ort / Jahr: Dresden 2011
    Dipl.-Ing.; Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
    Fakultät Geoinformation, Studiengang Vermessungswesen


    Thematik:


    Quelle: https://www.htw-dresden.de/fil…omarbeit_Thomas_Kirfe.pdf


    Inhaltsangabe/Inhaltsverzeichnis:


    1 Einleitung


    2 Das Konzentrationslager Buchenwald
    2.1 Zeitlicher Abriss zur Historie (1937-1945)
    2.2 Vorstellung des Häftlingslagers als Bestandteil des KZ Buchenwald
    2.3 Das Sowjetische Speziallager II (1945-1950)


    3 Geomorphologische Geländeinterpretation des Ettersberges
    3.1 Einführung in die Geomorphologie
    3.2 Einordnung des Ettersberges in den Naturraum Weimars
    3.3 Muschelkalk als wesentlicher Bestandteil des Ettersberges


    4 Betrachtung der Baracken aus architektonischer Sicht
    4.1 Historische Aspekte zur Architektur der Baracken
    4.2 Prototyp der Baracken im KZ Buchenwald
    4.3 Architektur der Baracken im KZ Buchenwald
    4.4 Weiternutzung der Baracken nach dem Krieg
    4.5 Zusammenfassende Beurteilung


    5 Verwendete Luftbilder
    5.1 Auftretende Verzerrungen
    5.1.1 Projektive Verzerrung
    5.1.2 Perspektivische Verzerrung
    5.2 Digitalisierte Orthobilder


    6 Vermessungsarbeiten im Häftlingslager des ehemaligen KZ Buchenwald
    6.1 Vorüberlegung zur messtechnischen Erfassung des Gebietes
    6.2 Vorstellung des Bezugssystems
    6.3 Messausrüstung
    6.4 Messdurchführung


    7 Erstellung eines 3D-Modells mit Rhinoceros
    7.1 Ausgangsdatenbestand
    7.2 Vorstellung des Programms Rhinoceros
    7.2.1 Allgemeines
    7.2.2 Arbeitsoberfläche
    7.3 Datenimport und Datenexport
    7.4 Konstruktion des Häftlingslagers
    7.4.1 Geländemodell
    7.4.2 Lagerstraßen und Nutzungsartengrenzen
    7.4.3 Darstellung von Vegetation und Lagerzaun
    7.4.4 Konstruktion der Baracken
    7.4.5 Innenraumdarstellung einer Baracke
    7.5 Erstellung der Videoanimation
    7.6 Darstellung als VRML-Modell


    8 Zusammenfassung


    Literaturverzeichnis
    Abbildungsverzeichnis
    Tabellenverzeichnis
    Abkürzungsverzeichnis


    Inhalt der DVD


    Eidesstattliche
    Erklärung


    Anlagen
    A Übersichtspläne A 1-A 2
    B Digitale Dokumente B 1 -B 11
    C Geomorphologie C 1-C 2
    D Historische Bilder D 1-D 25
    E Architektur E 1-E 4
    F Technische Daten F 1-F 3
    G Sonstige Bilder G 1-G 12

  • (Kurz-)Liste der bisher eingestellten Arbeiten


    Liste jetzt auf Seite 8.
    Gruß, Kordula

  • Guten Abend zusammen,


    Kordula,
    na, da haben wir aber schon reichlich "gesammelt", wer hätte das gedacht.
    Über Aufbau der Posts mach ich mir ehrlich gesagt keinen Kopp,
    solange eine gewisse Ordnung im Aufbau eingehalten wird, eingehalten werden kann, alles gut.
    Ob nun langes Verzeichnis, kurzes Verzeichnis, eingekürzt, egal.


    Eine Einteilung zu treffen, da wird es schwer, da habe ich noch nichts im Köcher.
    Einen Überblick auf all die Arbeiten kann ein einziger Post, eine Auflistung letztendlich nicht liefern, noch reicht es uns den Überblick zu behalten, aber später?
    Wird nicht leicht.


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Leute,


    das sieht doch schon mal gut aus. Prima Sache! :)


    Mir kommt es vor, dass NS-Geschehen, wie Gerichtswesen, KZ und ihre Auswirkungen,
    Erziehung und Erforschung einen sehr hohen Anteil hat.
    Dagegen die reine Wehrmacht, wie Befestigungsbau, Einheiten kaum oder weniger
    erforscht sind?


    P.S.: Nichts für ungut, wenn ich mich hier einmische und eventuell nur durch
    kurzes Durchschauen flüchtig beurteile!!!

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........

  • Titel: Aspekte der Geburtshilfe in der Zeit des Nationalsozialismus 1933 bis 1945 am Beispiel der I. Frauenklinik der Universität München


    Autor: Norbert Moissl, Dissertation


    Ort / Jahr: Weißenburg i. Bay., 2005,
    aus der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Innenstadt der Ludwig-Maximilians-Universität München


    Thematik: Frauen im Nationalsozialismus, Euthanasie


    Inhaltsangabe:

    Inhaltsverzeichnis
    1 EINLEITUNG
    1.1 Geschichtlicher Hintergrund
    1.1.1 Allgemeine Historie
    1.1.1.1 Die Machtergreifung Hitlers
    1.1.1.2 Der Zweite Weltkrieg
    1.1.2 Spezielle Aspekte
    1.1.2.1 Die Entwicklung der nationalsozialistischen Ideologie
    1.1.2.2 Zwangssterilisationen, Abtreibungen und Kinder-Euthanasie als Folge der nationalsozialistischen Ideologie
    1.1.2.3 Nationalsozialistischer Pronatalismus
    1.1.2.4 Propagierung der Hausgeburt im Dritten Reich
    1.1.2.5 Die Stärkung der Rolle der Hebammen
    1.1.2.6 Wandel des Patientenguts (Zwangsarbeiterinnen)
    1.1.2.7 Abtreibungen bei Zwangsarbeiterinnen
    1.1.2.8 Phänomen „Hausschwangere“.
    1.1.2.9 Beeinträchtigung des Klinikbetriebs durch Luftangriffe
    1.1.2.10 Die Verlagerung von der Haus- zur Klinikgeburt
    1.1.2.11 Die Ausweitung der gesetzlichen Krankenversicherung
    1.2 Medizinische Grundlagen der Geburtshilfe in der Zeit des Nationalsozialismus
    1.2.1 Definitionen in der damaligen Geburtshilfe
    1.2.2 Wichtige damalige Techniken und deren Durchführung
    1.2.2.1 Asepsis und Antisepsis
    1.2.2.2 Leitung von Geburt und Nachgeburt
    1.2.2.3 Operative Maßnahmen
    1.2.3 Wichtige damalige Schwangerschafts-, Geburts- und Wochenbettkomplikationen
    1.2.3.1 Toxikosen (Gestosen) und Eklampsie
    1.2.3.2 Blutungen in Schwangerschaft und Nachgeburt
    1.2.3.3 Puerperale Infektionen
    1.2.3.4 Mastitis puerperalis


    2 Material und Methoden


    3 Ergebnisse
    3.1 Alter der Schwangeren
    3.2 Familienstand
    3.3 Soziale Schichtzugehörigkeit
    3.4 Paritätsstatus
    3.5 Vorausgegangene Schwangerschaften
    3.6 Totgeburten bei vorausgegangenen Schwangerschaften
    3.7 Aborte bei vorausgegangenen Schwangerschaften
    3.8 Schwangerschaftsrisiken
    3.9 Geburtsrisiken
    3.10 Lage des Kindes
    3.11 Entbindungsmodus
    3.12 Episiotomiehäufigkeit
    3.13 Mütterliche Mortalität
    3.14 Schwangerschaftsdauer
    3.15 Geschlecht des Kindes
    3.16 Geburtsgewicht
    3.17 Geburtslänge
    3.18 Perinatale Mortalität
    3.19 Wochenbettkomplikationen
    3.20 Stationäre Verweildauer
    3.21 Hausschwangere
    3.22 Fremdarbeiterinnen
    3.23 Aufnahmen auf die Geburtshilfliche Abteilung
    3.24 Zwangsabtreibungen, Zwangssterilisationen und Euthanasie


    4 Diskussion
    4.1 Alter der Schwangeren
    4.2 Familienstand
    4.3 Soziale Schicht
    4.4 Paritätsstatus
    4.5 Vorausgegangene Schwangerschaften, Totgeburten und Aborte
    4.6 Schwangerschafts- und Geburtsrisiken
    4.7 Verteilung der Kindslagen
    4.8 Entbindungsmodus und Episiotomiehäufigkeit
    4.9 Mütterliche und kindliche Mortalität
    4.10 Schwangerschaftsdauer
    4.11 Geschlechtsverteilung
    4.12 Geburtsgewicht und Geburtslänge
    4.13 Wochenbettkomplikationen
    4.14 Die Klinikverweildauer und ihre kriegsbedingten Veränderungen
    4.15 Hausschwangere
    4.16 Fremd- und Zwangsarbeiterinnen
    4.17 Geburtshilfliche Aufnahmen und Ursachen für deren starke Schwankungen
    4.18 Zwangsabtreibungen, Zwangssterilisationen und Euthanasie


    5 Zusammenfassung
    Abkürzungen
    Literaturverzeichnis
    Weitere Quellen
    Danksagung
    Lebenslauf


    "Wenig bekannt sind die Einflüsse der nationalsozialistischen Ideologie in all ihren Ausprägungen auf die Geburtshilfe der damaligen Zeit.
    Eine bedeutende Rolle spielte in diesem Zusammenhang die Rassenideologie, auf deren Grundlage man einerseits die Förderung der „arischen Rasse“ propagierte,
    andererseits sollten „minderwertige Ballastexistenzen“ aus dem genetischen Pool des „Volkskörpers“ ausgeschlossen und vernichtet werden (Bock, 1986).
    Behinderte Säuglinge und Kinder galten als „lebensunwert“ und wurden nicht selten getötet (Lifton, 1988). Die Hausgeburt wurde von den Nationalsozialisten zum Ideal erhoben.
    Trotzdem rückte die Klinikentbindung vor allem in den Städten zunehmend in den Vordergrund. In den letzten Kriegsjahren nahm die Zahl der entbindenden Fremd- und Zwangsarbeiterinnen in vielen Krankenhäusern massiv zu.
    Auch die direkten Kriegseinflüsse wie z.B. Fliegerangriffe erschwerten den regulären Ablauf der klinischen Geburtshilfe. "



    Quelle: https://edoc.ub.uni-muenchen.de/4042/1/Moissl_Norbert.pdf

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Guten Tag Det,


    Quote

    Mir kommt es vor, dass NS-Geschehen, wie Gerichtswesen, KZ und ihre Auswirkungen,
    Erziehung und Erforschung einen sehr hohen Anteil hat.


    was ja sicher nicht verkehrt ist.
    Wenn du überschauen magst, wer welche Arbeiten eingestellt hat, wird dir der Schwerpunkt des Interesses der Leute klar....zumindest teilweise.


    Quote

    Dagegen die reine Wehrmacht, wie Befestigungsbau, Einheiten kaum oder weniger erforscht sind?


    dolle Aufgabe, niemand wird daran gehindert , Arbeiten zu diesem Thema zu finden, aufbereitet hier einzustellen, glaub mir, niemand.
    Nur zu!  8)


    Mein letzter Post, Aspekte der Geburtshilfe in der Zeit des Nationalsozialismus 1933 bis 1945, ist mir derart wichtig, zeigt es doch wieder das verbrecherische Handeln dieser Nazibande auf,
    und glaub mir, ich werde nicht müde sowas aufzuzeigen.

    Nochmals, ich erbitte hier Hilfe von jederman, wer eine Arbeit zur Verfügung hat, bitte her damit.


    Beste Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!


  • Hallo Thomas,


    möchte nicht falsch verstanden worden sein.
    Gerade die Aufarbeitung der Gräueltaten war, ist und bleibt wichtig.


    Mein Hinweis beruft sich auf die Tatsache, dass ich an Hand dieses Themas feststellen musste,
    dass hinsichtlich der eigentlich militärischen Obliegenheiten, wissenschaftliche
    Abhandlungen zwar existieren, aber nicht in der Größenordnung wie ich dachte!


    Woran liegt das oder gibt es da Erklärungen für?
    Oder liegen die "auf Eis"?


    Das frühere MGFA könnte ein Schlüssel sein, um an interessante wissenschaftliche Aufarbeitungen
    zu kommen. Inwieweit die öffentlich oder frei sind, leider keine Ahnung.

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........

  • Hallo Det,


    Mein Hinweis beruft sich auf die Tatsache, dass ich an Hand dieses Themas feststellen musste,
    dass hinsichtlich der eigentlich militärischen Obliegenheiten, wissenschaftliche
    Abhandlungen zwar existieren, aber nicht in der Größenordnung wie ich dachte!


    Woran liegt das oder gibt es da Erklärungen für?
    Oder liegen die "auf Eis"?


    ich sehe nur hier eine Diskrepanz in Punkto militärgeschichtlicher Arbeiten und Arbeiten zur NS-Täterforschung bzw. NS-Ideologie.
    In der freien Natur - sprich Forschungslandschaft existiert diese nicht.
    Dafür reicht alleine ein Blick auf die riesige Publikationsliste des Schöningh-Verlages mit seinen jährlich erscheindenden Dissertationsdrucken
    -> Reihe "Krieg in der Geschichte"


    Wenn sich z.B. die Helmut-Schmidt-Universität entscheidet, keine downloadbaren PDFs anzubieten, dann bleiben etliche hochqualitative Arbeiten
    der jüngsten Zeit unberücksichtigt und sind nur über o.g. Verlag erhältlich. Gleiches gilt für Arbeiten aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS),
    vieles ist nicht online für lau verfügbar gemacht worden sondern muss in Buchform erworben oder vor Ort eingesehen werden.


    So bleiben die Themengebiete dem Zufall überlassen, wie welche Institution etwaige Dissertationen, Studien oder Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich macht.


    Gruß
    Udo



    Mein Beitrag hier:


    Dissertation von Jeffrey C. Rutherford
    Soldiers into Nazis? The German Infantry’s War in Northwest Russia, 1941-1944
    The University of Texas at Austin, 2007


    Im Focus der Studie zu Gewalt und Verbrechen an der Ostfront sind die 121., 123. und 126. Infanterie-Division der Heeresgruppe Nord.


    Quelle
    https://www.lib.utexas.edu/etd…2067/rutherfordj62067.pdf


    Wie viele Dissertationen dann später in modifizierter Form als Druckwerk erschienen:


    Combat and Genocide on the Eastern Front: The German Infantry's War, 1941–1944 (Cambridge Military Histories)
    (Englisch) Taschenbuch 10. Juli 2014

  • Hallo Udo,


    genau diese obige Erklärung von Dir meinte ich.
    Deine Einschätzung stimmt wohl.


    Danke für die Hinweise.


    P.S.: Leider ist es von vielen Faktoren abhängig, um an interessierende Sachverhalte und Veröffentlichungen zu kommen.
    Es schlummern bestimmt noch einige Sachen und werden auch weiterhin schlummern................. :)

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........

  • Hallo,


    wer seriös ein Thema wissenschaftlich bearbeiten will, der verschafft sich zunächst einen Überblick über den Stand der Forschung. Dies geht nicht ohne Literaturrecherche, d.h. Kataloge durchforsten und in Publikationen zum Thema die Literaturverzeichnisse durchsehen, hat man so einen einigermaßen Überblick erlangt, dann steht das umfängliche Lesen an. Von den Primärquellen will garnicht erst sprechen. Das Internet hilft zwar, aber erwartet keine vorgefertigten Antworten auf Eure Fragen, Forschung ist etwas anderes als eine Anwender-App bedienen oder einen Wiki-Artikel lesen.
    Ausserdem: kein Institut etc. versteckt seine Publikationen, es ist einzig eine Frage, wie und wo man sucht. Sowas will auch gelernt sein. Mundgerecht kommt nichts daher.


    und noch ein Außerdem: Es ist nett, die Dissertationen und Diplom-/Masterarbeiten hier einzustellen, aber glaubt mir bei entsprechender Recherche werden bald tausende zusammenkommen zum Thema und ohne eine Katalogisierung und Verschlagwortung wird hier ein riesiger Datenfriedhof entstehen, ähnlich wie bei den Erstgrablagen oder Totenzetteln.
    Ich halte es für sinnvoller den Teilnehmern hier Tipps zu geben, wie mit Katalogen etc. erfolgreich recherchiert werden kann, auch und besonders über das Internet.
    Wir müssen das Fahrrad nicht noch einmal erfinden, besser ist es das Fahren zu lernen.


    Von der Ostsee grüßt


    Paul


    G-W-G'

    Edited once, last by Paul Spohn ().

  • Danke, Paul,


    ungemein motivierend, erst recht für die Mitglieder unter uns, die jahrelang ihre Zeit in Datenfriedhof-Projekte gesteckt haben, wissen sie doch jetzt endlich, wie einfach eigentlich das Leben sein könnte. Eine kurze Abhandlung darüber geschrieben, wie man sich NARA-Rollen besorgt, in Archiven recherchiert, Onlinedatenbänke bedient und auswertet - und schon sind wir alle Sorgen los und haben endlich alle wieder ganz viel Freizeit.


    Der Verlag offener Worte; ich bin ausgesprochen verärgert darüber, denn es ist eine absolute Herabwürdigung der Leistungen von Mitgliedern, deren jahrelange Recherchearbeit in Projekte flossen und fließen, diese als Datenfriedhöfe zu bezeichnen. Was weißt Du von all diesen Projekten, die es in unserem Forum gibt? Was daran ist nicht in Ordnung, falsch aufgebaut? Vorschläge bitte, denn nur die bringen uns weiter.


    Es ist leichter gesagt als getan, ein Projekt anzustoßen und Mitglieder des Forums zu gewinnen, sich dort möglichst dauerhaft zu engagieren. Denn das setzt voraus, daß man auf jeden Fall viel Zeit und notfalls auch Geld investieren muß (weder Archivmaterial noch Fotos kommen für lau ins Haus geflattert). Die Arbeit der anderen statt dessen zu bemängeln, ist hingegen schnell getan.


    Quote

    Ich halte es für sinnvoller den Teilnehmern hier Tipps zu geben, wie mit Katalogen etc. erfolgreich recherchiert werden kann, auch und besonders über das Internet.


    Wie wäre es, wenn Du diese Tipps zusammenschreibst und hier allen zur Verfügung stellst?


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo Diana,


    in den PN tauschten wir - noch vor Deinem hiesigen thread - kurz unsere Meinung zu den "Datenfriedhöfen" aus und Du hast Du meine Erklärung - so mein Eindruck - durchaus goutiert. Und nun lese ich mit höchster Verwunderung den letzten Beitrag, in dem Du mich in einer Weise "in die Pfanne haust" die ich nicht akzeptieren kann. Ich scheue mich nicht, mit sachlichen Argumenten versehene Kritik zu üben und kann auch solche vertragen.


    Aber, wenn ich lese, ich zitiere Dich "......eine absolute Herabwürdigung der Leistungen.......", dann ist das blanker Populismus. Ich habe nicht irgendwelche Leistungen herabgewürdigt, das ist Deine Interpretation, ich habe lediglich den Begriff "Datenfriedhof" verwendet um die Sammlungen zu charakterisieren. Friedhöfe sind meistens sehr schön, ich besuche gerne Friedhöfe, ich lese auch gerne die Totenzettel hier im Forum.
    Den Begriff Datenfriedhof benutzte ich unter utilitaristischen Gesichtspunkten, der Frage nachgehend cui bono? In der PN erklärte ich Dir, wenn die Frage mit: "Der Weg ist das Ziel" beantwortet wird, dann ist alles ok,


    Beste Grüße


    Paul


    G-W-G'

  • Hallo Leute.


    Bevor man hier Anschuldigungen zu anderen Seiten macht oder die hier erfassten Erstgrablagen und Totenzettel Sammlungen als Datenfriedhöfe bezeichnet, mal eins.


    Aktuell werden die Erstgrablagen von allen Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Erstgrablagen systematisch durchgegangen, aktualisiert und ergänzt. Wir benötigen zwar noch ein paar Wochen, dann sind diese wieder aktuell.


    Zum Zweiten, die Datenbank der Erstgrablagen wird von der ArGe genutzt, um Friedhöfe zu lokalisieren.
    Ich kann jedem hier versichern, dass durch das Archiv der Erstgrablagenbilder schon einige Gefallene nachidentifiziert wurden und einige damalige Heldenfriedhöfe lokalisiert werden konnten.
    Solch eine Datenbank als Datenfriedhof zu bezeichnen ist schlicht einfach nicht fair. Auch wenn es vielleicht anders gemeint war.


    Mit freundlichen Grüßen, Mathias

    Suche alle Informationen über den Verbleib meines Urgroßvaters - Ausbildungs- und Ersatz Bataillon 44, vermisst ab Februar 1945 in Bartenstein, Ludendorff- Kaserne. Hier klicken für Informationen

    Edited once, last by faintz ().

  • Hallo, Paul,


    ohne jetzt auf den Inhalt unserer Privaten Nachrichten genauer eingehen zu wollen, aber ich habe ganz sicher nicht Deine Erklärung oder Ansichten gutgeheißen.


    Quote

    ich habe lediglich den Begriff "Datenfriedhof" verwendet um die Sammlungen zu charakterisieren


    Und genau damit nimmst Du eine Wertung vor, die sich vermutlich nur durch fehlende Kenntnisse zu einzelnen Projekten begründet und keinesfalls hier irgendeinem zusteht.


    Genau deshalb galt es auch, sich vor diejenigen Mitglieder zu stellen, die diese Sammlungen mühsam zusammentragen, aufgebaut und zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Ob sie wohl mit Deiner Charakterisierung ihrer Arbeit einverstanden sind?


    Vorher mal einfach bei den Beteiligten gefragt, anstatt gleich einer Sache einen negativen Anstrich - Datenfriedhof = keine Informationsquelle - zu geben, hilft sicherlich, so manches Mißverständnis erst gar nicht aufkommen zu lassen.


    Stefan, prima Beispiel. Ein jeder darf sich fragen, warum das wohl so ist?!


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo zusammen,


    man sollte sich hier nicht zu sehr an dem Begriff "Datenfriedhof" festbeißen, der von Paul gewiss nicht in dem Sinne verwendet wurde, dass man dort etwas ablegt, was dann für immer verloren ist.


    Man kann ja das eine tun (Wege aufzeigen, wo man an geeignete Informationen herankommt) und das andere (Sammlung interessanter Diss. oder anderer Quellen im FdW) nicht lassen.


    Eine Randbedingung für die zweite Variante wäre die zur Verfügung stehende Kapazität für diese entstehende Datenbank...



    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)