Welche Einheit mit Panzern wurde am 5.4.45 im Gottwollshäuser Tunnel bei Schw. Hall von Jabos bombardiert ?

  • Hallo Sasch90,
    das ist aber nett, extra dafür hier angemeldet:: ;-)


    Das mit einer Teilnahme an einer Führung durch die Anlage dürfte sich b e i G e l e g e n h e i t einmal machen lassen. Unsere Führungen finden unregelmäßig statt, bei ausreichender Teilnehmerzahl ( nüscht zu viele und nüscht zu wenige.. ) und hängen auch von der Witterung und anderen Dingen ab. Die Führung selbst macht der Förster, der in seiner unnachahmlichen Weise sehr charmant die Besonderheiten der Flora und Fauna dort vorstellt und erläutert.
    Und für das historische ist zumeist dann auch ein "im Auftrag meiner vorgesetzten Dienststelle.. " tätiger dabei.. ;-)


    Für den Hinweis auf Ihren Nachbarn recht herzlichen Dank. Mit ihm habe ich gleich am Anfang Kontakt aufgenommen, da sein Vater damals einiges zu den Vorgängen der Zeit im Ort aufnotiert hatte. Auch seine Kindheitserinnerungen an die Zeit im Dort sind sehr interessant. Zu den Vorgängen um den Zug wußte er aber nichts näheres...


    Das mit dem runden Geburtstag war mir aber nun doch entgangen - herzlichen Dank für den Hinweis!


    Mit freundlichen Grüßen in den Ort oberhalb des gesuchten Tunnels ..


    MunaLisa


    (P.S.:
    - wenn ein Termin im Raume steht, erfolgt eine Mitteilung an Sie, per PN/e-mail über diesen account.
    - ich suche immer noch nach einem alten Bild vom Bahnwärterposten vor dem Tunnelportal des langen Tunnels, in dem bis Mitte der Sechziger Jahre der letzte Bahnwärter , Herr Fritz, gewohnt hatte. Ist Ihnen vllt. jemand im Ort bekannt, der eine Aufnahme des Areals vom Tunnelmund mit oder auch ohne Häusle hätte?
    ( letzte Woche wurde im Staatsarchiv LB in den Bahn-Akten gesichtet, doch außer einer Übersichts-AUflistung aller Pöst´le war zum Raum Hall nüscht vorhanden.. )

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo MunaLisa,


    vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich freue mich sehr, wenn es da die Möglichkeit gibt. Wie viele Personen wären denn ideal für eine Führung?
    Ist da das Bahnwärterhäuschen zwischen Sülzer Brücke und Tunnelportal (also am Friedhof/Schützenhaus) gemeint?


    Ich interessiere mich sehr für die Eisenbahn :-) habe aber leider viel zu wenig Wissen darüber. Darum muss ich jetzt irgendwann mal einem Museumsbahnverein beitreten.


    viele Grüße


    Sascha

  • Hallo sasch90,


    eigentlich nicht dieses Postenhaus, aber auch dieses ( ehemaliger Straßenübergang nach Sülz, heute nur noch Fußweg )
    ist natürlich von Interesse.. ;-) leider gibt es ja viel zu wenig historisches Material zu diesem Streckenabschnitt. Und auch alte Eisenbahner gibt es um Hall fast nicht mehr. Das Fundament vom Postenhäusle sieht man ja heute noch. Der bahnwärter wohnte ja dabei in diesem Fall in der alten Mühle.


    Das hauptsächlich gesuchte Postenhäuschen ist weiter unten, Hall zu.
    Da ist es "witzig", die Tochter eines früheren Bahnwärters erzählte mir vor einigen jahren, schon sehr hoch betagt, das es zu den oberhalb immer gute Kontakte gab. Unter den Eisenbahnern und unter deren Kindern. Jedoch zum Posten am Tunnel gab es das alles nicht. Denn darunter gab es keinen Weg von oben, nur von unten, aus dem Kochertal.


    Wegen dem Bahnstreckenabschnitt bin ich inzwischen eigentlich für jeden Hinweis / Anekdote aus alter Zeit / Namen von früheren Bahnern / Bildern / Plänen dankbar. ( Hall Stadtbahnhof - Waldenburg (Württ.) ).


    Wegen einem Museumsbahnverein: da sollten wir am besten vorher noch mal telefonieren..
    Melde DIch mal per PN / email.


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

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  • Hallo Zusammen,
    als Neuer weiß ich nicht so richtig wo ich mich mit meinen Fragen einordnen soll,
    desshalb wende ich mich an euch :
    Hat jemand Information über Christoph Dunker in Zusammenhang mit der
    Cröffelbacher Steige ?
    Bin auch dankbar für einen Tip wohin ich mich sonst wenden soll.
    Dankeschön !

  • Hallo Ferdinand,


    da ich hier der erste antwortende bin.. ..zuerst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum!


    Wegen dem Interesse an Herrn Dunker solltest Du vielleicht etwas mehr Informationen geben, in welchem Zusammenhang das hierzu steht.
    Mit Stichwort Cröffelbacher Steige fallen mir mehrere Ereignisse ein.
    Generell habe ich noch drei beteiligte Personen im Bekannten-Kreis, die man befragen könnte.
    Vielleicht kannst Du weiteres hier oder per Privatnachricht mitteilen. ( Für eine PN auf den Teilnehmer-Namen links klicken und dann kannst Du wählen, z.Bsp. PN hier oder eine Email.. )


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

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  • Hallo MunaLisa,
    danke für die schnelle Antwort. Ich habe dir nähere Angaben per email zukommen lassen.
    Mein Thema ist ja örtlich sehr beschränkt und für die meisten Leser hier nicht wirklich interessant.
    viele Grüße
    Ferdinand Klar
    (jetzt weiss ich auch was ein Muna ist.........)

  • Hallo Ferdinand,


    die meisten vielleicht nicht, aber einige doch. ?(


    Da Dr. Chrisoph Duncker Ritterkreuzträger und zudem Heilbronner war, habe ich mich in früheren Jahren auch mit ihm und seinem Einsatz beschäftigt.


    Er führte in Hohenlohe das III. Btl. des Pionierregimentes Rosenheim, das hauptsächlich aus Fahnenjunkern und zum Teil aus Fähnrichen zu See, die dort unterstellt waren, sowie aus Pionieren bestand.


    Laut seinen Aufzeichnungen hatte das Btl. Kämpfe im Buchwald, Wolpertshausen und Ilshofen auszutragen, später dann in Ruppertshofen. Am 17.4.1945 geriet er zusammen mit seinem Stab beim Hörlebacher Landturm in Gefangenschaft.


    ;it der Cröffelbacher Steige hatte Duncker selbst wohl nichts zu tun. Die Steige verteidigten Volkssturmmänner die der 19. VGD unterstanden, sowie örtliche HJ-Jungen.


    Als Teile der 10. am. PD die Steige hinunterfuhren, schoss der HJ-Junge Heckelmann mit einer Panzerfaust in das Laufwerk, danach zogen sich die anderen Panzer wieder zurück nach Wolpertshausen.


    Nach dem Rückzug von der Steige bekam er wohl das EK II verliehen.


    Dr. Duncker schilderte diese Einsätze im Buchwald in einem eigen verfassten Bericht, das, in deinen Worten gesagt, sicher nur wenige interessieren wurde.


    Soweit von mir die Angaben öffentlich.


    Grüße


    Dieter

    "Schließt Eure Herzen sorfältiger als Eure Tore. Es kommen die Zeiten des Betruges, es ist ihm Freiheit gegeben!
    Die Nichtswürdigen regieren mit List und der Edle wird in ihre Netze fallen." Joh. W. von Goethe: "Götz von Berlichingen."

  • Hallo Dieter,


    deine Antwort ist für mich der HAMMER ! vielen Dank !
    aber zuerst möchte ich mich dafür entschuldigen, daß ich in meinem ersten Kommentar den Namen von Herr Dr. Duncker falsch geschrieben habe.
    Ich bin genau auf der Suche nach dem Bericht von Dr. Duncker, desshalb freue ich mich auch so über deine Antwort.
    Da mir nicht bekannt ist ob MunaLisa mein Email erhalten hat und ich keine Kopie davon habe versuche ich den Inhalt nochmal zusammenzukriegen
    und dir zu mailen (falls MunaLisa das liest kann er/sie mein mail auch gerne an dich weiterleiten).
    Alles Weitere hoffentlich nach meinem Mailversuch.
    viele Grüße Ferdinand

  • Hallo Ferdinand,
    hallo Dieter,


    zuallererst: eine Muna ist die umganssprachliche Abkürzung für eine Munitions-Anstalt zu Reichswehr- und Wehrmachtszeiten. ( ;-) )


    Dein email habe ich erhalten und versucht, zum militärischen Nachlaß des Herrn Dunckers näheres in Erfahrung zu bringen. (der Vater war übrigens kein Dr., nur so nebenbei.. )
    Mir ist vom Sohn mitgeteilt worden, wer vor langer Zeit die Aufschriebe erhalten hat, dort habe ich gestern um eine Kopie der betreffenden Seiten gebeten.
    Dieter hat Dir aber schon einen guten Aufriß des regionalen Bezugs von Major d.R. Duncker zur Hohenloher Ebene / Haller Land gegeben.
    Mit der Cröffelbacher Steige und dem Einsatz von HJ-Pimpfen und Volkssturm, wo der junge Heckelmann mit einem Chouchat-MG samt prompter Ladehemmung (da offenes Magazingehäuse bei dieser Bauart.. ) auf den ersten der anrückenden Amerik. Panzer hielt, scheint Major d.R. Duncker tatsächlich nichts zu tun gehabt zu haben.
    ( Die Begebenheiten hierzu habe ich im Zusammenhang mit meinem Buch-Projekt zur Muna Kupfer näher betrachtet und konnte noch lebende Beteiligte ausfindig machen und befragen.. )


    Ich beantworte Deine gestrige Email heute abend nach der Arbeit.


    Einen schönen Tag und freundliche Grüße
    von MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo MunaLisa & Dieter,


    es ist schon faszinierend für mich was ihr da noch an Details und Fakten aus dieser Zeit zusammentragt.
    MunaLisa möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich meine Hochachtung für das Buch-Projekt aussprechen!
    Wie wichtig solche "Jäger und Sammler" für die nächsten Generationen sind erschließt sich mir gerade beim
    Lesen meines aktuellen Buches : "Kirchberg an der Jagst" von 1936, Manuskriptnachlass von Theodor Sandel.


    Ich hoffe auf noch mehr Informationen von euch über die Wirren zum Kriegsende bei uns im Ländle.


    Nun bitte ich euch noch um Beurteilung der beiliegenden Bilder. Fotografiert in einem relativ kleinen aufgelassenem
    Steinbruch. Das Größenverhältniss Steinbruch zu gefundenem Tor und Lore scheint mir da nicht recht zu passen.
    War da vielleicht mal mehr ?
    Viele Grüße
    Ferdinand


    alte lore.pdf
    Tor ca 250x350cm.png

  • Halo Ferdinand,


    erstmal "Danke für die Blumen.." . In der Tat überraschend, was man nun nach über Siebzig Jahren noch von Augenzeugen und aus privaten Archven/ Alben finden kann. Da könnte man sich sieben Tage die Woche 24 Stunden am Tag mit beschäftigen. Und wenn´s nicht reicht bleibt ja bekanntlich noch die Nacht.. ;-)
    Doch leider muß man oft den Informanten absagen, wenn sie einen ihr Wissen zu weiter entfernten Themenberreichen anbieten. Zum Glück gibt es aber Foren wie dieses, wo man Leute erreichen kann, die sich für andere Themen- Schwerpunkte interessieren . Und manchmal auch Kontakte oder Bilder / Unterlagen vermitteln.


    Vielleicht sollten wir einmal telefonieren, dann könnte man besser abklären, für welche Punkte Du Dich interessierst. Um Kirchberg fällt mir dazu das eine oder andere ein - auch U.S.-Zeit. Und auch ein interessanter Gesprächspartner für diese Themen..


    Du hast dann mal noch ´ne PN...


    Ja und wegen der Loren-Kippmulde: ( andere Bilder kann ich nicht erkennen, Du sprachst von Mehrzahl, sichtbar ist erstmal eines.. ) sind wir beide wohl auch gleich "richtig"...


    Ein schönes Wochenende an alle Mitleser


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

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  • Aufzeichnungen zur Fest.-Art.-Abt. 1523 vom Ende März / Anfang April 1945 gesucht..


    Hallo Uwe,


    das nenne ich Timing.. Gerade wollte ich bei Dir anfragen, ob Du noch
    Unterlagen / Quellenhinweise aus Deiner Recherche aufliegen hast..


    Konkret suche ich Informationen, wo sich am 4. ; 5. , 6. April Teile der
    Fest.-Art.-Abt. 1523 ( angeblich um diese Zeit ( ? ) noch zum A.R.
    1416 mutiert.. ) befunden haben.


    Ist dazu etwas in den genannten Werken zu finden ??


    Hintergrund ist meine noch nicht abschließend geklärte Frage nach dem
    Truppenteil, der am 5.4.45 im Haller- / Gottwollshäuser Eisenbahn-Tunnel
    bei Schwäbisch Hall folgenreich durch Jabo´s attackiert wurde. ( Frage
    war hier im Forum schon eingestellt ).


    Als Zufallsfund habe ich nun im web einen Erlebnisbericht eines Kurt
    Walter aus Freiburg-Littenweiler gefunden, der titelt: "Als Marinesoldat
    bediente er am Kaiserstuhl ein Geschütz" ( Leider ohne Hinweis auf
    die einstellende Seite etc. .. )


    Darin beschreibt er, das sein Truppenteil in diesen Tagen von
    Ludwigsburg unter den bekannten Vorzeichen mit dem Zug nicht zum
    Ausladeplatz mehr durchkam und der Zug mit den Sturmgeschützen ( stimmt
    das ? ) über Crailsheim nach Aalen zum neuen Ausladepunkt durchgeleitet
    wurde.


    Damit kam der Zug auch in Hessental vorbei, somit könnte auch er der Zug
    / Truppenteil gewesen sein, der hier im Tunnel am Haller Stadtbahnhof
    Unterschlupf suchte und dort beschossen wurde...


    Leider ist mir noch nicht gelungen, vor Ort einen Nachfahren des Herrn
    Walter ausfindig zu machen und so eventuell prüfen zu können, ob es
    Hinweise darauf gäbe..


    Solltest Du über Hinweise auf Quellen zur Einsatzgeschichte dieses
    Truppenteils haben, würde ich mich über eine Mitteilung sehr freuen.


    ( natürlich dürfen sich auch andere melden.. )


    Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen


    aus der Schreibstube


    MunaLisa


    Aktualisierung: Herr Walter hat vor rund 10 Jahren seine vielfältigen
    Erinnerungen an die Kriegszeit zu Papier gebracht, die Badische Zeitung
    hat dies dann auszugsweise veröfffentlicht.


    Herr Walter ist vor ein paar Jahren bereits verstorben.
    Erfreulicherweise sichtet die Familie, ob noch etwas zu diesen Tagen in
    den Aufschrieben enthalten ist...


    Vielleicht ergibt sich was interessantes . Werde das Ergebnis dann hier nachtragen.



    Hallo MunaLisa,


    Heeres-Festungs-Artillerie-Abteilung 1523


    26.11.1944 - Org. Abt. etatisiert gemäß Antrag Ob. West vom 23.11.1944
    Heeres-Festungs-Artillerie-Abteilung 1523 mit Stab, Stabsbatterie und 3 Batterien zu je 4 x 12,2 cm s.F.H. 396 (r) (4. und 5.Batterie werden nicht für die Heeres-Festungs-Artillerie-Abteilung 1523 etatisiert, sie wird umbenannt in 3./Heeres-Festungs-Artillerie-Abt. 1514)
    5.2.1945 - gemäß Antrag der Org. Abt. vom 21.1.1945 befiehlt B.d.E. die kriegsgliederungsmäßige Eingliederung unter Umbenennung der Heeres-Festungs-Artillerie-Abteilung 1523 in IV./Artillerie-Regiment 1316 der 16.Volks-Grenadier-Division
    10.2.1945 – Heeresgruppe G – in Zuführung zu Artillerie-Gruppe Leges für Einsatz im Raum Kaiserstuhl
    25.2.1945 – Heeresgruppe G/ A.O.K. 19/ XVIII. SS-Armeekorps
    Stand 1.3.1945 –Festungs-Artillerie-Abteilung 1523 ist eingesetzt bei der Division Nr. 805 unter dem Artillerie-Regiments-Stab 1089 (Major Wüst) in Endingen
    Kommandeur Hauptmann SchulzStärke (ohne 3.Batterie) - 9 Offiziere, 37 Unteroffiziere, 130 Mannschaften
    ca. April 1945 – Unterlagen des Generals der Artillerie – handschriftliche Notiz: in 16. Volks-Grenadier-Division eingegliedert


    Uwe

  • Hallo Uwe,


    recht herzlichen Dank für die Hinweise, das hilft mir weiter, um die Zusammenhänge erkennen zu können. Hier hilft mir der Hinweis mit dem Hauptmann Schulz auch sehr weiter ( auch wenn es kein einmaliger Name ist.. ) .


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo zusammen,
    sorry wenn ich hier so reingrätsche, bin jedoch eher an der Luftwaffe interessiert, insbesonders
    die Kämpfe um Crailsheim. Über einen Forumskollegen von LuftArchiv.de habe ich einen Link
    zu diesem Forum erhalten, der mich bei meiner Suche gut weitergebracht hat. Und wie das so ist
    hab ich mich angemeldet und die Suchfunktion genutzt....


    jetzt aber zum reingrätschen: In diesem Faden gibts einen kurzen Einwurf zum Thema "Cröffelbacher Steige"
    hier ein link der vielleicht das Corpus Delicti zeigt:
    http://erwinschumacher.de/fundecroeffelbsteige.htm

  • Hallo Lancaster,


    Danke für den Hinweis, der war mir sogar noch neu... ..obwohl ich in dem Zusammenhang in der Region auch schon"manchen Stein umgedreht habe.." ;-)


    Wenn Du Dich für die Luwa interessierst, melde Dich mal , da kann man sich gerne mal austauschen. Ich bin mit den Recherchen zu Muna und somit Munition, zugehörige Waffen, Logistik und Eisenbahntransport sowie die chemisch / physikalische Komponente der verwendeten Materialien gut ausgelastet.


    Die Verbindung von Land zu Luft hört bei mir mit dem System auf, mit dem "das Heer das Fliegen lernte"..



    Wegen der geborgenen Panzerfaust-Reste werde ich den website-Inhaber mal ansprechen, ob man das Teil als Leihgabe für eine in Vorbereitung befindliche Ausstellung zum Thema Muna Kupfer bekommen kann. Da ich das Geschehen an der Cröffelbacher Steige im Zusammenhang mit der Muna-Geschichte auch recherchiert habe und noch drei lebende Zeitzeugen dazu befragen konnte, gibt es dazu durchaus was zu berichten :-)


    Wer es sich schon mal vormerken möchte: Die Ausstellung findet bei Schwäbisch Hall statt. Eröffnung am zweiten Sonntag im September 2017 und ist vstl. bis Ende Oktober 2017 an jedem Sonn- und Feiertag geöffnet.
    Gezeigt werden zahlreiche seltene Aufnahmen und Original-Gegenstände aus der Geschichte des Standortes.


    Das Buch über Geschichte und Geschichten zur Muna Kupfer wird bis dahin auch erhältlich sein.


    Nähere Informationen werden noch rechtzeitig hier im Forum bekannt gegeben.



    Eine schöne Woche wünscht Euch


    MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Lancaster und MunaLisa,
    an Lancaster: danke für die Info, Näheres habe ich auf deine pn geschrieben.
    und MunaLisa: die Ausstellung werde ich mit Sicherheit besuchen, ein Exemplar deines Buches zur MunaKupfer bitte
    gleich für mich zurücklegen.
    Im Buch von Friedrich Blumenstock, das ich mittlerweile erwerben konnte, werden die Geschehnisse um die Cröffelbacher
    Steige ja auch erwähnt und ich musste meine bisherigen Ergebnisse doch stark korrigieren
    Wäre es möglich daß du mir eine Kopie der Berichte der Zeitzeugen zumkommen lassen könntest?
    viele Grüße
    Ferdinand
    was macht der geplante Ausflug zur Lore ?.

  • Hallo Ferdinand,


    bei der Gelegenheit erwähnt...
    Die im Blumenstock-Bericht enthaltenen Passagen sind ja wie schon mal angesprochen nur Auszüge aus den damaligen Berichten der jeweiligen Schreiber. Und auch da muß man ja wieder aufpassen, weil jeder so schreibt, wie er das gesehen, oder gehört oder sich daran nach Jahren noch erinnern kann.... Im Ergebnis: Anhaltspunkte, nicht mehr und nicht weniger.


    Regionales, aktuelles Beispiel: Waldenburg
    Letztes Jahr habe ich bei der Neuanlage der Landesstraße hoch nach Waldenburg ( Württ. ) durch eine kleine Nachfrage für einen Baustopp gesorgt ;-) Ich wollte nur wissen, ob man bei den Erdarbeiten die Stelle erkannt habe, an der die Steige bei den Kampfhandlungen gesprengt wurde.... Ungläubiges Staunen, dann verwundertes Nachfragen des Bauleiters vor Ort: welche Sprengung ? Und welche Kampfhandlungen ?


    Am nächsten Morgen kurz nach Sechs Uhr der aufgeregte Anruf der obersten Stelle mit der Bitte, ob man nähere Angaben habe. ( Das dort an der Steige eine der letzten "größeren" Kampfhandlungen / Beschießungen ( über 1.000 Granaten ) im südwestdeutschen Raum stattfand war niemanden der an der Planung Beteiligten eingefallen.. )
    Da mir das irgendwie peinlich war habe ich mich hineingekniet und die Akten im Archiv des einen Bauherrn ( Gemeinde ) durchgearbeitet.
    Eines der Ergebnisse: für Waldenburg gibt es zwei Berichte für den Blumenstock-Report.
    - der eine vom seinerzeitigen (Nachkriegs-) Bürgermeister, der schreibt von einer Sprengstelle u.v.a. ;
    - der andere vom damaligen (Kriegszeit-) Bürgermeister, der schreibt von zwei Sprengstellen u.v.a..
    Beide Berichte sind in den meisten Details abweichend, teils sogar gegensätzlich. Was stimmt ?


    Einen Zeitzeugen fragen? Der erste allseits bekannte ist ein eifriger Veteran, der gerne erzählt, wie er unter einem Panzer hindurch den dahinter stehenden Jeep beschossen hat und einen GI ..... Mmmh. Und als letzter 10 Meter tief mit Gerödel von der Schloßmauer springt - unverletzt. Und dann 70 Jahre später auf dem Waldboden in der Nähe einen Knitterfreien findet, auf dessem gut erhaltenen Innenleder zufällig gut lesbar sein Name steht... So ein schlauer Fuchs - oder wohl doch eher Jägerlatein...? Aber fragen kann man ja mal ...
    Dieser Herr zeigt mir eine Stelle, an der man abgerutschtes Erdreich sieht. Das sei die Stelle. Mmmh.


    Eine Weile später kann ich doch noch einen Zeitzeugen im Ort finden, der damals 15 Jahre alt war und dessen Erzählungen schon viel glaubhafter sind. Der bestätigt zwei Sprengstellen, verortet diese aber anders. Und auch Hinweise zu anderen Begebenheiten jener Tage weichen zu den Angaben des ersteren deutlich ab..


    Nur durch den Hinweis aus dem Bericht des Kriegszeit-Bürgermeisters gelingt es letztlich, die richtigen Stellen zu verorten. Dieser beschrieb auch, das nach den Kampfhandlungen die beiden Stellen mit Eisenbahnschwellen provisorisch wieder befahrbar gemacht wurden. Diese Stellen sind zu finden, da noch einige Schwellen im Aushub der Baumaßnahme zu finden sind.
    Beide Stellen mit Schwellen liegen im Straßenverlauf hangseitig untereinander, quasi in einer Falllinie.
    Die von ersterem Zeitzeugen gezeigte Stelle mit abgerutschtem Erdreich ist: eine ( dritte ) Stelle, wo es nachweislich schon lange vor dem Krieg eine Hangrutschung gegeben hatte... Und die auch der Anlaß der jetzigen Straßensanierung war, nicht wie behauptet, Schäden am Unterbau durch die Sprengung am Kriegsende..
    Die historische Hangrutschstelle hängt mit dem Ablauf eines natürlichen Wasserlaufes aus dem Schloßbereich zusammen.Somit ergibt auch dies einen Sinn.


    Nur mal so als komprimiert dargestelltes Beispiel, was man bei der Auswertung von Primär- und Sekundärquellen so alles erleben kann... ;-)


    Ach ja, die Bauleitung hat dann bei den Baggerarbeiten den gesetzlichen Regelungen entsprechend einen Fachmann dazugezogen, der an den Verdachtsstellen nach Mun-Resten/ Blindgängern etc. geschaut hat. Hat zwar etwas gekostet, aber man hat doch so manches brisante noch gefunden, auch Klumpen mit Phosphor...


    Und zum Glück war man mir nicht böse wegen der Mehrarbeit und -kosten. Im Gegenteil, man hatte sich ausdrücklich bedankt, auch mit dem Hinweis, was wäre gewesen, wenn man beim Baggern auf etwas gestoßen wäre, das dann... Glück gehabt. ;-)


    So, Die Kopien für DIch liegen hier bei mir, wenn wir uns in den nächsten Tagen sehen, bringe ich sie mit. O.K.?


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

    Edited 3 times, last by MunaLisa ().

  • Hallo MunaLisa,
    unglaublich, was du an Informationen so zusammenträgst !
    Bemerkenswert ist auch dein soziales "Händle", so den Kontakt zu Zeitzeugen und wichtigen Personen. zu finden
    würde ich niemals hinkriegen.
    Da fällt mir gerade ein : bei Reinsberg an der entsprechenden Steige von der Bühler
    kommend habe ich hinter diversen landwirtschaftlichen Aufschüttungen größere Betonklötze entdeckt.
    Eventuell Artefakte der Panzersperre an der Steige ? Ist auf dem Weg zum Lorenfund, bitte denk dran das wir
    uns das auch mal anschauen.
    Nochmal wegen der Cröffelbacher Steige: der Wehrmachthelm und der Seitengewehrfund war auf der gegen-
    überliegenden Seite von Erwin Schumachers Funden. (Foto der Funde kann ich leider nicht beifügen da die Datei
    wie immer zu groß ist, du kannst die Originale aber bei mir anschauen).
    Aufgrund dieser Funde und meiner Beobachtungen im Gelände bin ich immer von Verteidigungsstellen auf der
    Hohenberger Seite ausgegangen.
    Es gibt also viel zu besprechen und anzuschauen.
    Ich freue mich auf deinen Besuch.
    Ferdinand

  • Hallo Ferdinand...
    jetzt wollt ich dir gerade über onlinespeicher meine Literatur vorallem die der amerikanischen AfterActionReports schicken...aber wie ich jetzt vermute,
    bist du ein "Schatzsucher" der nur die Lokalitäten erfragen will um gezielter suchen zu können? Oder seh ich das falsch
    Gruß
    Siggi
    PS. Ja, auf der Bühlerkante von Braunsbach(Kocher) über die Bühlerkante bis Hohenberg gab es "Abwehrlöcher", wirst du auch im Jahrbuch nachlesen können...
    PS 1: Interessant sind auch die AfterAction Reports der beteiligten US-Infantrie-Einheiten (Waldenburg)
    PS 2: Die Betonklötze sind ausgegrabene Fundamente von abgebrochenen Ställen, wenn du die Steige von Unterscheffach nach Reinsberg meinst...

  • Hallo Ferdinand,


    sollte ich das falsch sehen, dann schick mir deine emailadresse und ich schick dir den link, ok?
    kommt der Ferdinand Klar vom Carl Ferdinand Max Hauptmann?