Bestialitäten

  • Moin moin dem Forum!


    Ich legte das Buch weg, als ich las... Mir sind die Tränen gekommen!
    Ich zitiere aus "Deutsche auf der Flucht"; Ralf Georg Reuth.


    "Einmal, ich kann mich noch gut erinnern, stand ein Teller mit Kartoffelpufern auf einer Zaunmauer. Es waren ja mehrere kleine Kinder, so wie ich es war, dabei und so ging man mit dem Kind an der Hand auf die Mauer zu. Es war alles still. Es wurde an der Haustür geklopft. Es meldete sich keiner und so machten wir die Tür auf. Wir sahen einen weißen Tisch, gedeckt mit Kartoffelpuffern. Unser Blick fiel zuerst auf die Kinder, die um den Tisch herum saßen. Sie waren alle mit der Zunge an den Tisch genagelt und alle tot. Mutti drehte mich sofort zurück. Ich sollte das..."
    Für mich ist es nicht nur unvorstellbar, sondern bestialisch. Wenn selbst Kinder- die Unschuldigsten dieses Krieges- so hingerichtet wurden. Wurde die Grenze von Deutschen schon vorher überschritten, so ist das für mich wirklich das Grausamste, was ich je las! Wie können Menschen so pervertieren?


    Danke dafür, dass ich das hier schreiben darf...


    MfG Ralf

    Suche alles zur FPN 29159 und FPN 21295 und zum Baupionier-Bataillon 252

    Edited once, last by drachenfafnir ().

  • Hallo Ralf,


    so ist das für mich wirklich das Grausamste, was ich je las!


    ... man könnte die Empfehlung geben, nicht weiter zu lesen in diesem Metier.


    Es gibt immer noch Steigerungen, was zu der "philosophischen" Erkenntnis führen könnte: "Der Mensch is a Sau, jetzt wiss' mer's genau! ..." (nach Qualtinger).


    Unter einer dünnen Schicht von etwas, was man "Kultur" nennt, scheint immer noch etwas Archaisches zu liegen. Nur wenige können dieses in Extremsituationen unter Kontrolle halten. Und, wenn dann noch Alkohol, etc. hinzukommt, ...



    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

  • Hallo Ralf.


    Wirklich grausam, diese Zeilen zu lesen. Ich möchte ehrlich gesagt die Steigerung zu dieser Aktion nicht wissen. Ebenso möchte ich nicht wissen, wie viele Vergewaltigungen, ungerechtfertigte Erschiessungen, Qualen in diesem Krieg "durchgeführt" wurden. Ich glaube, auf jeder Seite wurden nicht vorstellbare Aktionen an den Zivilisten getätigt. Alkohol und die Gedanken an einen "Freifahrtschein" haben so manche Soldaten zu perversen Tätigkeiten bewegt.


    "Gib dem Menschen Macht, und du wirst seinen Charakter und seine Gedanken erkennen"


    Mit freundlichen Grüßen, Mathias

    Edited 2 times, last by faintz ().

  • Hallo, Ralf,


    das Buch "Letzte Tage in Schlesien" von Herbert Hupka enthält auch Passagen, die mich immer wieder dazu bewegten, es aus der Hand legen zu müssen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, was ich da las. Und selbst in dem kleinen Tagebuch, welches many vor geraumer Zeit zum Flak-Regiment 26 einstellte, ist von Vierteilung die Rede. Dinge, die man eigentlich nur im Mittelalter vermutet. Aber was das Töten und Quälen angeht, so ist wohl uns Menschen keine Grenze der Phantasie gesetzt.


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo


    Im Krieg bekleckern sich nur die wenigsten mit Ruhm und es kommt, von allen Seiten, die Taten, die man nur von vergangenen Tagen erwartet hätte. Daher habe ich auch volles Verständnis für jegliche Zeitzeugen, die nicht über das erlebte sprechen wollen, um das Gesehene nicht wieder vor Augen zu bekommen.


    Grüße

  • Lieber Ralf, liebes Forum,


    es gibt leider zahllose Berichte, die von Bestialitäten zeugen.
    Für mich ist die Gewissheit am schlimmsten, dass der 2. Weltkrieg keine
    Ausnahme darstellte, sondern noch immer alle erdenklichen Grausamkeiten
    passieren. Tag für Tag.


    Es gibt Berichte, von denen ich manchmal denke, ich hätte sie lieber nicht
    gelesen. Ich suche nicht bewusst nach ihnen, sondern stoße meist per Zufall
    bei Recherchen auf sie. Sie einfach auszublenden, zu ignorieren, vermag ich
    nicht. Auch im passiven Sinn möchte ich nicht meine Augen davor verschließen
    und mir nur "die Rosinen rauspicken".


    Einzelschicksale gehen mir ebenso nahe, wie große Massaker.
    Ich besitze mehrere größere Feldpostnachlässe. Beim Lesen dringe ich tief
    in die Intimsphäre der Verfasser ein, lerne sie kennen - leide, bange,
    hoffe mit ihnen.


    Ein junger Landwirt aus der Nähe von Hannover, Wilhelm, schreibt seiner
    Frau Magdalene. Die beiden sind 1 Jahr verheiratet, haben einen ca. 3 Monate
    alten Sohn. Es ist Winter 1943. Wilhelm ist mit dem Inf. Rgt. 376 in Russland.
    Seine Frau tut ihr Bestes, zu Hause die Wirtschaft zu führen. Ich weiß, dass
    Wilhelm krank ist, ihm ist kalt, er hat Hunger, und die russische Armee greift
    fortwährend seine Stellung an. Dennoch macht er seiner Frau Mut.
    Mit Bauernschläue und trockenem nordischen Humor geht er auf ihre Sorgen
    ein, gibt Tipps zur Wirtschaft und beschreibt, wie gut es ihm doch gehe.
    Im Bunker sei es zwar eng, aber dafür warm. Seine Krankheit sei schon besser
    und er habe auch etwas gegessen. "Mich wird schon keine Kugel treffen,
    sonst hätte sie es schon längst getan... unser lieber Gott will mich noch lang
    nicht bei sich haben... Es wird eine Zeit kommen, da der Krieg aus ist und ich
    wieder bei der Mama sein werde. Dann sollen wir noch eine recht schöne
    Zeit bekommen und ein glückliches Leben mit unserm kleinen Prinzen haben",
    schreibt er. Er lügt. Ich weiß das. Magdalene vielleicht auch.
    Eines wissen die beiden nicht. Wilhelm wird nicht nach Hause kommen.
    Nicht mehr lang und er wird in russische Gefangenschaft geraten, wo er im
    Januar 1945 in Minsk sein Ende finden.


    Je herzlicher er seiner Frau zuredet, desto mehr stockt mir der Atem.
    Er klingt so zuversichtlich und optimistisch, dass ich ihm selbst gern glauben
    möchte. Doch die anderen Berichte, sowie Auskunft vom Volksbund sind
    eindeutig.


    Manch Eindrücke lassen mich nicht mehr los und haben mich in meinem
    Menschsein beeinflusst.


    Ich bin höflich, aufmersam und hilfsbereit - gerade dann, wenn es "unpassend"
    ist (ich in Eile bin, eigene Sorgen habe etc.). Damit verändere ich nicht die Welt,
    aber setze zumindest in meinem Umfeld ein klares Zeichen, für Aufrichtigkeit und
    Menschlichkeit.


    Und vielleicht schaffe ich damit wenigstens im Kleinen einen Gegenpol zu all den
    Bestialitäten. Indem ich mich anderen gegenüber so verhalte, wie ich es den
    Menschen von Herzen gegönnt hätte, an deren Schicksalen ich in meiner Lektüre
    Anteil nehme.



    Gruß
    Ken

    Die Dinge sind immer gleich, sie stellen sich nur anders dar.
    Inf.-Rgt. 376 [FPN 35944] und 225. Inf.-Div. - suche alles!

  • Guten Tag Ralf,


    eigentlich wollte ich in diesem thread keine Stellung nehmen, denn diese Schilderung hat mich zuerst ähnlich betroffen gemacht wie Dich.
    Aber jetzt, nach einigen Tagen, habe ich den Absatz nochmals gelesen und ich frage mich: Wie war so etwas praktisch möglich?


    Wie kann man die kurzen Zungen von kleinen Kindern soweit rausziehen, dass man einen Nagel dort durchschlagen kann?
    Eine Zunge ist außerdem ein ganz weiches Gewebe, darin reißt ein Nagel doch sofort aus! Und dann soll das auch noch bei mehreren Kindern geklappt haben!
    Die Zunge ist so stark durchblutet, bei Verletzung müssten riesige Blutlachen entstehen. Warum wird das nicht erwähnt?


    Sei mir nicht böse, aber für mich ist dieser Bericht reine Fantasie.
    Die Realität war schon schlimm genug.


    Gruß Christa

  • Hallo Ralf,


    unabhängig davon, dass man sich nach einer mehrjährigen Beschäftigung mit den Kämpfen um Wilna im Juli 1944 fast alles an Gewaltszenarien vorstellen kann, halte ich diese "Geschichte" auch für kaum glaubwürdig.


    In einer Dissertation zur Frage der Vertreibung und der Flucht (Simon Lange,Der Erinnerungsdiskurs um Flucht und Vertreibung in Deutschland seit 1989/90 - Vertriebenenverbände, Öffentlichkeit und die Suche nach ei-
    ner normalen Identität für die Berliner Republik (herunterladbar bei: https://archiv.ub.uni-heidelbe…tion_Dissertation_OUT.pdf))
    wird Folgendes festgestellt:

    "...Religiöse Bezüge finden sich in der Vertreibungserinnerung daneben zum Beispiel in Form der Ostlandkreuze als Vertreibungsdenkmäler, in den in Gebetsform geschehenden Totenehrungen bei Steinbach in ihren Reden auf dem Tag der Heimat1421 sowie in Berichten über angebliche Kreuzigungsszenen etwa im ostpreußischen Nemmersdorf1422. Auch der in fast jeder Vertreibungsdarstellung präsente Verweis auf die beinahe ausschließliche Betroffenheit von per se als unschuldig geltenden Frauen und Kindern1423, der dem banalen Umstand geschuldet ist, dass alle noch irgendwie wehrfähigen Männer bis zum bitteren Ende am fanatisch herbeigesehnten ‚Endsieg‘ mitwirkten1424, lässt sich aus einem religiösen Bezugssystem heraus erklären: ..."


    Nemmersdorf ist das Menetekel all dieser Schilderungen. Was sich dort wirklich zugetragen hat, kann bis heute niemand mit hinreichender Exaktheit sagen. Die obige Fußnote 1422 wird in der Diss. wie folgt unterlegt:


    "Die Episode wird immer wieder berichtet, beispielsweise bei Brumlik: Wer Sturm sät, S. 30, obwohl ihr Wahrheitsgehalt stark anzuzweifeln ist, vgl. Fisch: Nemmersdorf, S. 165/166. Eine ähnliche, wenngleich wahrscheinlich ebenso unwahre, Geschichte liefert Steinbach im DOD 5 (2005), S. 5/6, wo sie von einer auf ein Holzbett genagelten und so in die Elbe geworfenen deutschen Familie berichtet; vgl. Röger: Mediale Erinnerungen und Debatten, S. 268."


    Von einer Kreuzigungsszene - allerdings von NS-Seite verübt - wird auch aus Wilna berichtet. Allerdings gibt es auch dort erhebliche Zweifel. Die Art der Berichterstattung war und ist immer noch geprägt durch die Absicht, welche man damit verfolgt ...


    Gruß,


    Joseph



    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

    Edited 3 times, last by Joseph O. ().

  • Hallo Christa,


    völlig unabhängig vom Beitrag:
    Einen Nagel durch die Zunge schlagen gibt es häufiger als man denkt; ein Spezialität der Fakire in Indien z. B.;
    Im Altertum gab es das öfter, dass die Zunge irgendwo angenagelt wurde.
    Und übrigens, man glaubt garnicht wie groß so eine Zunge mit Zungenbein ist, wenn man mit Gewalt daran zieht.
    Denk doch nur mal an Zungenpiercing als eine heute fast übliche Methode für " Feinschmecker"!!


    Gruß Karl

  • Hallo,


    zumal man in Betracht ziehen muss, dass sämtliche Bestialitäten auch post mortem erfolgt sein
    können. Da gibt es dann einige "Begünstigungen". Kein sich wehren, keine Blutungen etc.


    Gruß
    Tobias

    "Die Furcht trennt die, die folgen, von denen, welche selber führen."
    Kristian Eivind Espedal

    Edited 2 times, last by Tobias Giebel ().

  • Hallo zusammen!


    Es ist doch nicht die Frage, ob es praktisch möglich ist, eine Gräueltat wie die beschriebene auszuführen, da gäbe es doch unzählige ähnliche Beispiele. Dass manche Menschen, wenn sie es ungestraft tun können, ihre Perversionen und ihren Sadismus ausleben, ist nicht erst seit dem Zweiten Weltkrieg bekannt.
    Eine Schwarz-Weiß-Szene, wo ein kleines Mädchen von einem SS-Mann der Mutter entrissen wird, es wieder zu ihr hinrennt, stolpert und fällt..
    Ein von Witzleben, der vor Freisler versucht, seine zu weit gewordene Hose zu halten und von diesem Bluthund übelst beschimpft wird...
    Ein geschlagener Soldat an der Ostfront, die Augen leer und hoffnungslos...
    All das sehe ich mit ungläubiger und hilfloser Wut, aber auch in der Gewissheit, dass ich es nur anschauen muss, sie mussten es erleben.
    Ken, da stimme ich mit Dir überein, man kann der ganzen Grausamkeit dieser Welt nur das eigene hilfsbereite und liebevolle Verhalten entgegensetzen; sonst wäre alles verloren...


    Gruß Cristiane

    "Feigheit ist die Mutter der Grausamkeit" Montaigne


    Suche Einsatzorte 3./schwere Artillerie Abt. 848 ab Juni 1943


  • Hallo Christa,


    Ralf Georg Reuth ist ein Profi. Ihn hier als Märchenerzähler darszustellen,
    ohne sachliche Grundlage, ist nicht in Ordnung.


    Er hat Jahre mit Recherchen zu seinen Büchern verbracht und Du
    ziehst sie hier aus einer Laune heraus in Zweifel. Nur weil Du es
    Dir nicht vorstellen kannst, ist es nicht wahr?


    Zweifel zu haben ist ja okay, aber mal eben ein solches menschliches
    Schicksal als Fantasie abzutun, ohne jegliche Recherche, halte
    ich für geschmacklos.


    Nimm es mir gerne übel, aber bei der Vorstellung, ein Angehöriger der
    Betroffenen könnte das hier lesen, dreht sich mir der Magen um.


    Gruß
    Ken

    Die Dinge sind immer gleich, sie stellen sich nur anders dar.
    Inf.-Rgt. 376 [FPN 35944] und 225. Inf.-Div. - suche alles!

  • Hallo Ken,


    immer langsam ...


    Christa wollte vielleicht nur die Hoffnung ausdrücken, dass so etwas nicht möglich sein kann.


    Dein Rezept in Ehren! Es ist natürlich der einzige Ansatz, der eine Lösung bringen könnte. Leider funktioniert er nur, wenn sich der Rest der Welt auch daran orientiert ...
    Dieser zutiefst christliche Ansatz: "... halte auch die andere Wange hin!" ist leider bislang gescheitert - aber gleichwohl ein Ziel, dem wir uns annähern müssen.
    Dieses allein aus pragmatischen Gründen: Ein neuer globaler Gewaltausbruch würde die Lösung des Gewaltproblems, verursacht durch Menschen, mit sich bringen ...


    Fürs "Wort zum Sonntag" noch zu früh, aber trotzdem einen friedlichen


    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

  • .
    Ken, da stimme ich mit Dir überein, man kann der ganzen Grausamkeit dieser Welt nur das eigene hilfsbereite und liebevolle Verhalten entgegensetzen; sonst wäre alles verloren...


    Hallo,


    genügend Beispiele, zu was Menschen imstande sind, gab es doch auch in der jüngsten Vergangenheit genug: Manuelle Enthauptungen unter Verwendung großer Kampfmesser oder Lebendverbrennung von IS-Geiseln im Gitterkäfig vor laufenden Kameras; das durch-die-Stadt-schleifen der entkleideten Leichen von abgeschossenen US-Soldaten in Mogadischu 1993; das Abschlachten des Volksstammes der Tutsi im Jahr 1994 in Ruanda durch Angehörige des Stammes der Hutu - es soll dort vorgekommen sein, dass von den zusammengetriebenen Tutsi Geld dafür geboten wurde, damit die Hutu ihre Opfer erschießen und ihnen einen grausamen Tod durch die Zerstückelung mit Macheten ersparen.


    Die schlimmste Erkenntnis für mich ist aber dabei: Aus all diesen Vorkommnissen hat der Mensch bis heute nichts, aber auch gar nichts dazugelernt...


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo alle zusammen,


    zu diesem Thema möchte ich mich nach langer Überlegung doch einmal äussern :
    Ich arbeite in der häuslichen Krankenpflege und bis vor einigen Jahren, hatten wir viele, ehemalige " Wehrmachtssoldaten " in der Pflege . Männer welche mit offenen Wunden lebten, seit 50 oder 60 Jahren. Ebenso mit Kriegsverletzungen die nach 50 Jahren immer wieder aufbrachen. Sie erzählten uns ihre Kriegserlebnisse, das war das Grauen. Manche konnten erzählen, andere widerrum brachten kaum ein Wort heraus und fingen mittem im Satz an zu weinen. Ebenso hörten wir Erlebnisse von Frauen die den Krieg miterlebten . Diese Geschichten musste man dann nach Feierabend ersteinmal "verdauen. "


    Heute haben wir einige welche bei den " Werwölfen " eingezogen wurden, auch deren Erlebnisse sind nicht weniger grausam. Sie erzählen, das sie auch von vielen Vorgesetzten,schikaniert und misshandelt wurden. " Der und der Vorgesetzte das waren die schlimmsten."


    Daher klingt auch die Erzählung aus dem o.g. Buch für mich nicht unglaubwürdig. Es ist alles möglich auf dieser Welt. Und wie Johann Heinrich schon geschrieben hat : Aus all diesen Vorkommnissen................


    Gruss Margot

  • Hallo an alle!


    Erst mal vielen Dank für Eure Äußerungen, Meinungen, Diskussionen und Hinweise!
    Das Thema ist natürlich erweiterbar. Es gab Grausamkeiten vor diesem Krieg und leider heutzutage immer noch.


    Über die "technische Umsetzung" hatte ich mir auch Gedanken gemacht und war auch zu dem Ergebnis wie Tobias gelangt (post mortem). Und ich glaube nicht das diese Geschichte frei erfunden ist, da weitere Schilderungen anderer Perversionen durch die Frau nachfolgen. Das Leid, das die Flüchtlinge ertragen mussten und haben, zeigt mir, dass es eine gewisse Abstumpfung gegenüber dem Greuel gegeben hat. In wiefern dies Auswirkungen auf die Wahrnehmung des Gesehenen und Erlebten hatte oder hat, kann ich nicht beurteilen.


    Euch allen ein schönes Wochenende!
    Ralf

    Suche alles zur FPN 29159 und FPN 21295 und zum Baupionier-Bataillon 252

  • Moin der Lesegemeinde!


    Diesmal aus dem Sudetenland, aber demselben Buch: Zitat " Auf Buben bis zu 3 Jahren haben sie Jagd gemacht, um sie mit der Zunge an die Tischkante oder sonst wohin zu nageln."
    Dies bestätigt mir den Einstieg zu den "Bestialitäten"! Ich kann mir weder den Ursprung noch die beabsichtigten "Nutzen" oder Folgen erklären. Es ist einfach nur inhuman!


    MfG Ralf

    Suche alles zur FPN 29159 und FPN 21295 und zum Baupionier-Bataillon 252

  • Guten Abend Ralf,


    ich mag den Thread nicht, ich frage mich, was du damit bezweckst!
    Niemand hier wird die Bestie Mensch (nicht nur) in einem Krieg abstreiten, niemand wird solche Verbrechen leugnen können.


    Quote

    Ich kann mir weder den Ursprung noch die beabsichtigten "Nutzen" oder Folgen erklären. Es ist einfach nur inhuman!


    Gib einem Menschen Macht, dann ist es so wie es ist.


    Wie auch immer,
    ich sehe keinen Sinn darin hier Foltermethoden, Greuel, Bestialitäten oder sonstwas aufzuzählen, was soll das bringen?


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Thomas!


    Ich hatte das Thema eröffnet, weil ich die angeführte Darstellung unfassbar empfand. Da es Antworten gab, die diese Darstellung bezweifelten, antwortete ich zu diesem Thema nochmals, weil mir die wiederholte Darstellung diesen Fakt bestätigte.
    Ansonsten wollte ich eigentlich nicht weiter darauf eingehen.


    Gruß Ralf

    Suche alles zur FPN 29159 und FPN 21295 und zum Baupionier-Bataillon 252

  • Hallo zusammen,


    ich sehe keinen Sinn darin hier Foltermethoden, Greuel, Bestialitäten oder sonstwas aufzuzählen, was soll das bringen?


    ... dem kann man nur zustimmen. Falls eine solche Aufzählung aus irgendwelchen Gründen (Forschungsprojekt der Psychologie, etc.) doch erstellt werden sollte, müsste man schnell erkennen, dass sich die Grausamkeiten nicht auf eine bestimmte Partei beschränken.


    Ich hatte das Thema eröffnet, weil ich die angeführte Darstellung unfassbar empfand.


    Jeder wird so empfinden wie Du. Und viele könnten diese von Dir dargestellten Brutalitäten aus den verfügbaren Quellen noch "toppen" - aber wozu?



    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

    Edited once, last by Joseph O. ().