Ich lese gerade...

  • Hallo Nicco,

    danke für Deine Hinweise.

    Der von mir (bisher) gelesene Teil bezieht sich aber auf Sommer-Herbst 1941.

    Da wussten die noch nicht was im Winter auf sie zukam...

    Grüße, ZAG

    Mainfränkische Einheiten, 454.Sich.Div.

  • Hallo,


    ich lese gerade Neitzel, S.: "Die deutschen U - Bootbunker und Bunkerwerften" . Den Klappentext möchte ich hier nicht wiedergeben sondern kommentiere wie folgt: Wer sich für diese Thematik interessiert, der muss das Buch haben. Man kann es fast als Nachschlagewerk bezeichnen, da weder die Übersichtlichkeit noch der Inhalt etwas zu wünschen übrig lassen. Kurzum, die gesamte Geschichte der dt. Ubootbunker und deren Werften wird im Detail behandelt.

    Wer noch etwas zur Mitarbeit der französischen Werftarbeiter, deren Alltag sowie Kollaboration und Widerstand erfahren möchte kann sich zusätzlich: Hellwinkel,L. : "Hitlers Tor zum Atlantik" einverleiben.

    Wenn es noch mehr sein soll, dann kann man sich noch beide Bände von Rössler,E : " Die deutschen U - Boote und ihre Werften" sowie vom gleichen Autor "Die Torpedos der dt. U - Boote" zulegen. Das habe ich dann noch ergänzt durch Fahrmbacher,W. "Lorient".

    Zugegeben, von der Fülle des Lesestoffs wird man fast erschlagen, man kann sich aber auch dazwischen über die vielen Fotos, Skizzen, Schnittzeichnungen und Pläne hermachen. Kurzum jede Menge Lesestoff für Balkonien.

    Falls jemand spezielle Detailfragen zum Inhalt eines o. a. Buches haben möchte, einfach hier nachfragen.

    Nachzutragen wären noch die ebenfalls von Rössler verfassten beiden Bände: " Geschichte des U - Bootbaus". Aber zuerst noch die letzten Seiten von Neitze´s Werk lesen.....


    Grüße von Karl

    Edited 2 times, last by Karl Grohmann: Nachtrag ().

  • Hallo,

    ich lese gerade von

    Ludwig Peters

    Das Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen

    Ein überaus interessantes Buch, worin die behandlung der einfachen Soldaten ziemlich genau wiedergegeben wird.

    Darin wird auch mit so manchem Vorurteil aufgeräumt, bezüglich wie toll es doch war im Westen in Gefangenschaft zu geraten.

    Ebenfalls wird der Unterschied zwischen Kriegsgefangenschaft und Internierung, eigentlich ein anderer Tread, ziemlich gut beschrieben.

    Mit allen negativen Folgen für die Gefangenen, sehr interessant und aufschlussreich.


    servus

    Manfred

    Keine Macht den doofen!

  • Hallo zusammen!


    Nicht nur wegen des heutigen Jahrestags der Hinrichtungen im Kriegsverbrecherprozess in Nürnberg möchte ich auf das Buch von

    Jack El-Hai hinweisen. Geschrieben auf der Grundlage vieler bisher nie veröffentlichter Dokumente aus dem Nachlass des Armeepsychiaters

    Douglas M. Kelley, welcher in Vorbereitung auf die Nürnberger Prozesse unzählige Gespräche mit den Größen des Naziregimes führte, worin er eine einzigartige Chance sah, die "Nazi-Psyche" und das "Böse im Menschen" zu erforschen.


    Göring entzog sich seiner Hinrichtung durch eine Zyankali-Kapsel; zwölf Jahre danach beging auch sein Psychiater Kelley vor den Augen seiner Familie Selbstmord - durch Zyankali.


    Wer sich nicht nur für die Vorgeschichte der Nürnberger Prozesse und die Charaktere der Hauptangeklagten (aus Sicht der damaligen Psychiater der US-Army), sondern vor allem auch für Psychiatrie mit ihren damaligen Methoden interessiert, dem empfehle ich dieses Buch.


    Der Nazi und der Psychiater; Jack El-Hai; Extradruck der Anderen Bibliothek; Nr. 357


    Gruß Cristiane

    "Feigheit ist die Mutter der Grausamkeit" Montaigne


    Suche Einsatzorte 3./schwere Artillerie Abt. 848 ab Juni 1943


  • Hallo,


    ich lese gerade: Schneider - Janessen, K.H.: " Arzt im Krieg - Wie deutsche und Russische Ärzte den II. WK erlebten" (antiquarisch)


    Wer das wahre und fürchterlich grausame Antlitz des Krieges erfassen möchte, dem empfehle ich das o. a. Buch.

    Wer dünnhäutig ist dem kann ich nur raten die Finger von dem Buch zu lassen.

    Schlimmer geht es nur noch in dem Bildband von Friedrich, Ernst zum I. WK : " Krieg dem Kriege".

    Zurück zum Buch "Arzt im Krieg":

    Die Darstellung behandelt ausschließlich die Einsätze von Ärzten auf der Grundlage ihrer medizinischen Tätigkeiten, angereichert mit Berichten betroffener, folglich verwundeter Soldaten. Zwar kann man an den einzelnen, eingefügten Erzählungen deutlich die Darstellungsweise von Kriegsteilnehmern erkennen, was aber meiner Ansicht nach den Inhalt und die Aussagekraft nicht schmälert, denn das Buch wurde in seiner Gesamtheit vom Autor, Dr. phil.Dr.med Schneider - Janessen, Jahrgang 1945, verfasst und entsprechend sind die Beiträge auch eingeordnet und ins richtige Licht gesetzt.

    Das erste Kapitel ist nach Kriegsjahren und Kriegsschauplatz geordnet, streift im Jahr 1945 auch noch kurz den Bombenkrieg in Deutschland mit seinen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Das zweite Kapitel behandelt Medizin und Krieg mit einem Überblick über die Verluste des med. und Sanitätspersonals, die einzelnen Kriegsverletzungen und ihre Problemfelder der med. Versorgung, Todesursachen, selbst die Triage und psychologiesch Aspekte werden abgehandelt.

    Übrigens, trotz allem ist das Buch für Jedermann verständlich geschrieben, eine Erklärung med. Fachausdrücke, ein Verzeichnis der im Buch genannten Ärzte und ein Verzeichnis weiterführender Literatur für diejenigen, die tioefer einsteigen wollen runden das Buch ab.


    Aus meiner Sicht eine sinnvolle Ergänzug zu Buchner, A.: "Der Sanitätsdienst des deutschen Heeres 1939 - 1945", sowie zu Bamm,Peter: " Die unsichtbare Flagge" , kurzum ein empfehlenswertes Buch zur schonungslosen Realität des Krieges.


    Gruß Karl

  • Servus Manfred,

    zu Deinem am 15.6.19 eingestellten Buch über "Das Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen" würde mich der von Dir erwähnte "'Unterschied zwischen Kriegsgefangenschaft und Internierung" und die Folgen interessieren.

    Könntest Du bitte diese Seiten hier einstellen? Ein Versuch der Kontaktaufnahme über PN blieb erfolglos.

    Vielen Dank und Grüße von

    Hector

  • Hallo zusammen,


    ich habe gerade das Buch "Tiger in Berlin" von Georg Diers ausgelesen. Ein Lebensbericht eines ehemaligen SS Panzerkommandanten der auch am Endkampf um Berlin beteiligt war. Ca. 100 Seiten zum Preis von 16,80... glücklicherweise habe ich nur wenige Euro durch einen Gebrauchtkauf hier im Forum ausgegeben. Eines der schlechtesten Bücher die ich zu der Thematik bislang hatte. Der Autor mit ganz offensichtlich frei erfundenen Heldengeschichten und Begegnungen. Highlights die von ihm persönlich mit Minen gesprengte Leiche Hitlers, vom Brandenburger Tor geschossene Russen die die rote Fahne hissen wollten usw. Gruselig und absolut nicht zu empfehlen.


    Grüße aus MV

    Stefan

    Suche sämtliches Bildmaterial der 8.Infanterie- / Jägerdivision.

  • Moin im Thema,


    ich lese wiederholt ein Buch des polnischen Autor Bohdan Arct, der deutsche Titel ist

    "Kamikaze - Ein Todesflieger führte Tagebuch"

    Ein Paperback in sehr schlechter Qualität aus dem Jahr 1966, ein erneuter Flohmarktfund vom letzten Samstag.

    Bohdan Arct / Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bohdan_Arct


    Cover des Buches im Dateianhang.


    Gruß


    Micha

    Files

    • Kamikaze.jpg

      (267.06 kB, downloaded 14 times, last: )
  • Guten Tag Michel,


    die Intention dieses Threads ist es zu sagen,

    was man von dem Buch, dessen Inhalt hält.


    Ist das bisher Gelesene ansprechend, oder informativ, oder eher nicht zu gebrauchen, eine Art Rezension im Vorwege.


    Das hier

    Quote

    Ein Paperback in sehr schlechter Qualität aus dem Jahr 1966, ein erneuter Flohmarktfund vom letzten Samstag.

    interessiert niemanden.


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo zusammen,


    in meinen letzten Namibia-Urlaub habe ich mir dort das Buch "Auf verlorenem Posten. Deutsch-Südwestafrika im ersten Weltkrieg" mitgebracht. In diesem Buch werden die Kampfhandlungen und Gefechte der "Schutztruppe" gegen die zahlenmäßig überlegenen Einheiten der Südafrikanischen Union wie auch die Erhebung der Rehobother Baster und der Kampf um Naulila beschrieben. Obwohl der Krieg in Deutsch-Südwestafrika rund 9 Monate dauerte ist hier eine Fülle von Informationen vorhanden wo keine langeweile beim Lesen aufkommt.


    Das Buch hat rund 360 Seiten, ca. 120 Bilder sowie rund 25 Karten und gekostet hat es 310 Namibiadollar, rund 20 €


    In meine Augen ein sehr interessantes Buch zur Geschichte Deutsch-Südwestafrika, informativ und nicht langweilig.:thumbsup:


    Als nächstes werde ich die Buchreihe "Der 1. Weltkrieg in Deutsch-Südwestafrika" durchlesen. Eine Serie aus acht Bücher. Bin gespannt :)


    Gruß

    Lothar

  • Moin Thomas,


    du hast ja recht, das Buch aus dem Jahr 1966 in der deutschen Auflage ist eine Anklage gegen die Selbstopferung der damaligen japanischen

    Piloten, man findet das Buch Online z.B. als mp3 Datei, ebenso als pdf Datei in vielen Sprachen, die Links stelle ich bitte nicht ein.


    Ich lese das Buch tagesweise, jeden Tag nur einige Seiten, mehr geht nicht, ich arbeite mich durch das Buch, wie nach dem ersten Fund

    in den 1980er Jahren...


    Gruß


    Micha

  • Guten Abend Lothar und alle Bücherratten,


    Stichwort Namibia und 2. Weltkrieg: auch ich bin immer wieder in Namibia; meine 2. Heimat sozusagen.


    Ebenfalls ein sehr interessantes Buch: "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste" von Henno Martin; Abera-Verlag Hamburg. Ein Tatsachen-Bericht.

    Zwei Geologen aus Deutschland verlassen kriegsahnend schon1935 Deutschland und gehen nach Namibia. Der 2. Weltkrieg holt sie ein und um nicht interniert zu werden, fliehen sie in die Wüste. Dort lebten sie von 1940 bis 1942, bis einer von ihnen wg. Vitaminmangel lebensgefährlich erkrankt. Sie kommen kurz in ein Gefängnis.


    Ich kenne die Gegend. Dort würde ich keine 4 Wochen überleben. Geologen kennen sich sehr gut aus, Hut ab, wirklich.

    Ein sehr spannendes und informatives Buch. Für mich gehört es zu den besten Büchern überhaupt; wie "Das Wüten der ganzen Welt" von Maarten 't Hart (dies ist allerdings ein Roman; auch vom 2. Weltkrieg).


    Hier kann man die Gegend ansehen, in der die zwei Geologen ca. zwei Jahre überlebten: http://www.namutoni.de/geologen/.


    Grüße vom Fernweh geplagten


    Wolf

  • Hallo Wolf,


    tolle Geschichte, tolles Land..vielleicht schaff ich es auch mal dort hin.


    Gruß Karl


    Als Nachtrag habe ich die 1. Seite der "Zeitschrift der Bundeszentrale für politische Bildung", Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament" , 69. Jahrgang, 40 - 42 vom 30.9.2019, ca. 50 Seiten, angehängt. (Bezug mit Begründung über bpb.)

    Eine lesens und nachdenkenswürdige Veröffentlichung zur deutschen Kolonialgeschichte.

    Files

    • Scan_0001.JPG

      (55.09 kB, downloaded 20 times, last: )

    Edited once, last by Karl Grohmann: Nachtrag ().

  • Guten Abend Karl,


    das hört sich sehr interessant an, Danke sehr für diesen tollen Tipp!

    Da werde ich mich mal drum kümmern, dass diese Zeilen den Weg zu mir finden!


    Gut's Nächtle


    Wolf

  • Hallo zusammen,


    Ich lese gerade ein Buch ( auf Französisch)

    "Enfants de guerre dans l'ouest de la France" " 2019) Kinder vom Krieg in Westen (Bretagne) von Frankreich


    Dieses Buch schildert die Aussagen von 18 "Kinder vom Krieg" die mit der Autorin gesprochen haben.

    Diese Nachforschung betrifft nur die Bretagne.

    Ich werde später einiges davon schreiben: Was die Mütter erlebt haben und was noch Heute die Kinder damit leiden...


    Ich weiß nicht, ob dieses Thema "Kinder von der Wehrmacht in Frankreich" und "Kinder von gefangenen Franzosen in Deutschland."

    ein Platzt auf diesem Forum (der zu der Geschichte der Wehrmacht gewidmet ist) hat?

    Vielleicht wurde dieses schwieriges Thema schon angesprochen?

  • Hallo JM,


    das scheint ein sehr interessantes Buch zu sein; mein Französisch taugt allerdings nicht zum lesen.


    Diese Kriegskinder sind eigentlich europaweit vergessen und totgeschwiegen worden. In einer Radiosendung vor einigen Jahren hörte ich zum ersten Mal von deutsch-polnischen Kindern, die von deutschen Müttern geboren wurden - ihre Väter waren polnische Kriegsgefangene, die auf den Bauernhöfen aushalfen. Die Frauen mussten die schwere Arbeit fast ganz alleine bewerkstelligen. Und manche polnische Aushelfer waren eben sehr nett und hilfsbereit, wie das eben überall auf der Welt geschieht.


    Diese Kinder wurden ebenfalls in Deutschland beschimpft und ausgegrenzt. Die meisten kennen bis heute nicht ihre Väter, weil alle vor Scham geschwiegen haben. Das ist furchtbar, nicht zu wissen, von wem man abstammt. Viele suchen heute verstärkt nach ihren Vätern.


    Du siehst, es war nicht nur in Frankreich sehr schlimm für diese Kinder, die gar nichts dafür können. Es ist ein europaweites Problem, das sehr laut nach Aufarbeitung ruft.


    Dieses Buch wird hoffentlich diese öffentliche Aufarbeitung schneller vorankommen lassen.


    Einen guten Rutsch und alles Gute im Neuen Jahr wünscht


    Wolf

  • Hallo Wolf,


    Danke für deine Antwort.

    Wir werden noch darüber sprechen.

    Grüße aus Frankreich

    Jean-Marie


    Wer ein Krieg überlebte, kann vielleicht auch einer Pandemie überleben! :)

    Edited once, last by Cosette ().

  • Hallo JM,


    ich habe sehr viel über Kriegskinder und Kriegsenkel in Deutschland und auch über die sogenannten „Wolfskinder“ in der SU gelesen.
    Die Problematik, die Du ansprichst, ist hochaktuell uns sollte meines Erachtens einen eigenen Platz hier bekommen.

    Ich würde mich freuen, wenn Du einen Thread „Kriegskinder“ eröffnen würdest.

    Das Buch, das Du vorgestellt hast, könntest Du ja vielleicht auf Deutsch etwas zusammenfassen.


    Liebe Grüße und ein gutes neues Jahr

    Justus