Ich lese gerade...

  • Hallo zusammen,
    ich lese gerade "die Gefangenen" von Guido Knopp. Der Autor schildert das Schicksal von Kriegsgefangenen in den verschiedenen Lagern der Siegermächte, von den USA über England, Frankreich, Deutschland (Rheinwiesen) bis nach Russland. Einige Soldaten schildern in wörtlicher Rede ihre Erlebnisse. Auch das Schicksal von Verschleppten oder Vertriebenen wird dokumentiert, ebenso Adenauers Besuch in Moskau und die daraus folgende Entlassung der letzten Kriegsgefangenen aus sowjetischen Lagern. Erschütternd!
    Gruß fritzjakob

  • Hallo fritzjakob aber natürlich auch alle anderen " Bücherwürmer" - ist das von Dir vorgestellte Buch von Gudio Knopp eine Art Abhandlung des Buches " Die Gefangenen- Leben und Überleben dt.Soldaten hinter Stacheldracht " von Günter Böddeker/ Paul Carell . ?( Genau das selbe Thema wird da auch abgehandelt aber auch wie es Kriegsgefangenen der Alliierten in deutschen Lagern ergangen ist


    Abendruß - Achim - Alte61

    Suche alles über die Pz.Aufkl.Abtl. 14 der 14.PD in Litauen ab 15.08.1944

  • Guten Abend zusammen, hallo Achim,
    es gab in dem Buch einige Literaturhinweise. Ob das von Dir genannte Buch dabei ist, werde ich nachsehen. Ich nehme doch an, dass der Autor in mehreren Publikationen recherchiert hat, er hat auch eine TV-Dokumentation über das Thema gedreht. Dazu hat er einige Bücher über die Zeit von 1933 - 1945 verfasst.
    Mit freundlichem Gruß
    fritzjakob

  • Hallo,


    ich lese gerade:


    Winston S. Churchill: "Der Zweite Weltkrieg -Memoiren" und hoffe, dass meine Geduld für die 6 Bände ausreicht.


    Gruß Karl

  • Hallo Karl,
    ja, ausdauernd ist er schon gewesen, der alte Zigarrenkönig und Raufbold...
    Ob er das alles wirklich höchstselbst, ohne Co-Autor oder Ghostwriter, verfaßt hat?
    Wenn ja, alle Achtung!
    Herzliche Grüße
    Eberhard

    Suche alles über die 101. Jägerdivision.

    Edited once, last by rebelau ().

  • Hallo zusammen,
    ich lese gerade "Abschuss" von Walter Schuck. Der Jagdflieger und Eichenlaubträger Walter Schuck beschreibt in dem Buch seinen Werdegang von der Volksschule in Oberbexbach über die fliegerische Grundausbildung in Quakenbrück, erste Einsätze in der Gruppe JG 3 bis zu Einsätzen in Nordnorwegen und die Einsätze in Petsamo. Seine erste Abschussmeldung datiert vom 15.05.1942. Er beschreibt die Verleihung seiner verschiedenen Auszeichnungen bis hin zur Verleihung des Eichenlaubs zum Ritterkreuz durch RM Göring. Am 10.04.1945 wird er in seiner ME 262 abgeschossen. Den gegnerischen Jagdflieger, der ihn abschoss, traf er 2005 wieder. Es war der Oberleutnant Joe Peterburs. Für Walter Schuck war Joe Peterburs der Mann, der ihm das Leben gerettet hat. Die Beiden haben sich mehrmals wieder getroffen. Zahlreiche Bilder runden das interessante Buch ab.
    Mit freundlichen Grüßen
    fritzjakob

  • Hallo fritzjakob,
    ein interessantes Buch, freue mich über den Hinweis, ich kenne es und kannte auch den Autor.
    Habe ihn zusammen mit Joe Peterburs in Speyer kennengelernt, anläßlich der Flugzeugteilebörse.
    Das Buch gibt auch interessante Informationen zum Einsatz der Me 262 in der Reichsverteigigung (JG 7).
    Herzliche Grüße
    Eberhard

    Suche alles über die 101. Jägerdivision.

    Edited once, last by rebelau ().

  • Hallo,
    ich lese gerade mehrere Nachdrucke zu Seebataillon, bzw Kaiserliche Marineinfanterie im 19. Jahrhundert. Die nicht eingeschifften Teile waren eher eine bessere Wach- und Schliessgesellschaft. Allerdings habe ich erst knapp die Hälfte gelesen.
    Mein Interesse dazu kommt von dem Umstand, dass mein Urgrossvater mütterlicherseits von 1883 bis 1886 im Seebataillon in Wilhelmshaven diente und nach seiner Dienstzeit als Gefreiter entlassen wurde. Ein paar Sachen sind in meinem Besitz gelandet: Militärpass, eine Zusammenfassung einer bestimmten Zeit(1886) in der er eingeschifft war, sein Freifahrtschein nach Hause nach der Entlassung und eine Anzahl seiner Uniformknöpfe.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo


    "gerade" gelesen
    Karl-Heinz Ludwig "Technik und Ingenieure im 3.Reich" von 1979
    das Werk wurde immer wieder als Quelle genannt. War zwar billig hat sich aber nicht gelohnt. Das Geld kann man sich sparen.

    Edited once, last by klext ().

  • Hallo,


    empfehlenswert:


    Ian Kershaw, Höllensturz, Europa 1914 bis 1949


    Meisterhaft verfasster Überblick auf 700 Seiten über die dunkelste Zeit Europas. Es lohnt sich dieses erhellende Werk zu lesen. Und es liest sich einfach und flüssig, sein Stil knapp, konzentriert ist beeindruckend und eingängig.
    Seine inhaltlichen Schlussfolgerungen manchmal überraschend.


    Gruss


    Paul


    G-W-G'

  • Hallo zusammen,
    guten Abend Paul,
    das Buch von Kershaw habe ich in der Bibliothek entdeckt. Es ist ja in der Spiegel-Bestsellerliste. Paul, Deiner Einschätzung kann ich voll zustimmen. Im Angesicht der momentanen Lage in Europa sollten sich unsere verantwortlichen Politiker dieses Werk zu Gemüte führen. Es wird anschaulich dargestellt, wohin z.B. ethnische Auseinandersetzungen, wieder entstehender Nationalismus und schwächelndes Kapital führen.
    Der Autor war übrigens Professor für Geschichte an der Uni Sheffield und hat u.a. eine Biografie über Hitler verfasst.
    Der englische Titel lautet:" To hell and back."
    Mit freundlichen Grüßen
    fritzjakob

  • ich lese gerade mehrere Nachdrucke zu Seebataillon, bzw Kaiserliche Marineinfanterie im 19. Jahrhundert.


    Hallo,
    mir fiel noch ein, dass ich auch das Buch: Köhler's Leitfaden für den theoretischen Unterricht des Infanteristen, Neu bearbeitet von G. v. R., 33. Auflage, Strassburg 1883, besitze, stammt auch von Urgrossvater. Ich habe parallel zu dem Seebataillon gelesen, unter Nr. 8. Anzug - Körperpflege, Seite 23 bis26 habe ich auf Seite 26 folgendes gefunden:
    21. Die Leibwäsche(Hemd, Str¨mpfe oder Fusslappen) muss der Soldat mindestens wöchentlich ein Mal, gewöhnlich am Sonntag wechseln. Die Unterhosen werden in der Regel alle 14 Tage gewechselt.
    22. ... "Wöchentlich mindestens ein Mal sind die Füsse zu waschen und die Nägel derselben zu schneiden". ...
    Na ja, selbst Sachen mitgemacht, zehn Tage die gleichen Klamotten, man stank.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo zusammen!


    Ich lese gerade "Fire in the Sky: The Air War In The South Pacific" von Eric Bergerud.


    Ursprünglich als Triologie konzipiert, befasst sich der zweite Teil mit den Kampfhandlungen der alliierten und japanischen Luftstreitkräfte in Südostasien zwischen 1942 und Anfang 1944.


    Warum die Darstellung meine Erwartungen nicht erfüllen kann, möchte ich im Folgenden kurz erklären:


    Obwohl nach Inhalt, Aufbau und auch Umfang erkennbar als Studie konzipiert, erfüllt sie keine wissenschaftlichen Standards. Schon diese Tatsache setzt den Erkenntnisgewinn herab. Die daraus resultierenden methodischen Schwächen und inhaltlichen Unzulänglichkeiten ziehen sich durch die gesamte Darstellung.
    Das fängt beim Aufbau an, der nicht chronologisch sondern thematisch gegliedert ist. Eine Vorgehensweise, die zu vermeidbaren Wiederholungen führt. So wird etwa der Militärgeographie ein eigenes Kapitel gewidmet, nur um sie im Abschnitt über Luftkampftaktiken erneut zu besprechen.


    Die Misere setzt sich in regelmäßigen, nicht nachvollziehbaren Ausflügen in thematische Randgebiete fort. So nimmt der Autor z.B. die Gegenüberstellung der beteiligten Flugzeugtypen zum Anlass in eine Abhandlung über die Flugzeugentwicklung seit Anfang des 20. Jahrhunderts auszuholen.


    Besonders auffällig und schwerwiegend sind jedoch die zahlreichen methodischen Schwächen. Spätestens wenn Bergerund fundierte Arbeiten kritisiert, ist seine Argumentation nicht mehr belastbar. So zitiert er beispielsweise eine US-Studie, die die psychologischen Auswirkungen des Kriegsgeschehens zum Gegenstand hat. Mit bestimmten Ergebnissen erklärt er sich nicht einverstanden, da seine Untersuchungen andere Erkenntnisse erbracht hätten. Leider verzichtet der Autor dabei aber nicht nur auf die Offenlegung seiner Quellen, sondern auch gleich auf die Darlegung seiner eigenen Überlegungen. Jede Seminararbeit fällt da sorgfältiger aus.


    Der Umgang mit quantitativen Informationen ist bestenfalls unzureichend. Die vom Autor gewonnen Erkenntnisse aus dem ihm vorliegenden Zahlenwerk werden dem Leser nicht etwa nachvollziehbar (etwa durch eine Tabelle) vermittelt, sondern ohne jede Ordnung und noch dazu unvollständig in den Fließtext eingewoben. Eine Auswertung der empirischen Daten besteht dann aus wenigen Allgemeinplätzen, die den Gegenstand kaum beleuchten können. Überhaupt ist das Thema Quantifizierung eine einzige Enttäuschung. Eine Studie mit derart rudimentärem Zahlenmaterial vorzulegen, ist eigentlich kaum zu glauben. Gerade wenn man beispielsweise an die akribischen Analysen Lundstroms ("First Team") denkt.


    Und, und, und…


    Wer sich mit dem Thema bereits näher befasst hat, wird schnell feststellen, dass ihn hier kein Erkenntnisgewinn erwartet. Weite Themengebiete fanden bereits in anderen Darstellungen gebührend (und auch weit ausführlicher) Beachtung. Der Mehrwert der Arbeit liegt damit in den Zeitzeugenberichten, von denen der Autor ausführlichen Gebrauch macht. Sie vermitteln durchaus ein plastisches Bild vom Kriegsgeschehen und decken eine bunte Fülle an Themen ab (wenngleich auch hier der alliierten Seite spürbar mehr Raum gegeben wird - diese inhaltliche Imbalance ist ein weiteres Problem der Arbeit, die immerhin als Vergleichsstudie ausgelegt ist).


    Wer das sucht, der kann einen Blick riskieren. Wer dagegen an einer tiefgreifenden Aufarbeitung des Themas interessiert ist, muß sich woanders bedienen.



    MfG

    Whoever saves one life, saves the world entire.
    Talmud Jeruschalmi

    Edited once, last by Rote-Kapelle ().

  • Hallo Rote Kapelle,


    schön mal wieder von Dir zu hören.
    Deine Rezensionen sind für mich ausschlaggebend für Buchkäufe.
    Warum? Das Warum weiß man, wenn man vorstehenden Beitrag von Dir liest.


    Gruß Karl

  • nAbend,


    ich lese aktuell "Kaum ich - von Kurt Weidemann". Habe es bisher zu circa 1/3 durch und bin bisher sehr überrascht, dass das Buch 1. so sehr detaillreich und ungeschönt geschrieben ist und 2. bisher recht unbekannt ist (zumindest nach meiner Recherche im Internet). Es handelt von einem jungen Kriesfreiwilligen, der an der Ostfront als MG-Schütze von Anfang an dabei ist.


    Definitiv eine Empfehlung. Scheint aber schwer zu bekommen zu sein. Habe nach einem halben Jahr einen Glückstreffer auf eBay gelandet.


    Hier ein Zeitungsbericht zu dem Autor: http://www.stuttgarter-nachric…a4-9c82-f0709036b4bf.html



    Gruß

    Edited 2 times, last by Brandibock ().

  • Hallo Freundinnen und Freunde des guten Buches,


    ich lese gerade Nikolaus Wachsmann, KL: Die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, erschienen 2016 im Siedlerverlag.


    Laut Klappentext arbeitete der Autor über 10 Jahre an diesem Buch.


    KL steht für Konzentrationslager, denn nicht KZ war das Kürzel für die Lager der Nazis zwischen 1933 und 1945.


    Der Autor beschreibt auf fast 1000 Seiten minutiös die Entstehung und Weiterentwicklung des Lagersystems. Gleich zu Beginn stellt er klar, dass er nur die KL auf dem Reichsgebiet meint und nicht die im Osten gelegenen späteren Vernichtungslager, mit Ausnahme des Stammlagers Ausschwitz. Er analysiert streng chronologisch wie die SS, mit Himmler an der Spitze, die frühen Lager ab 1934 der SA, Justiz und Polizei abringt und praxisnah ein Terrorregime in den Lagern entfaltet; mit einer sehr erheblichen Außenwirkung auf die Bevölkerung. Er macht deutlich, wie das in 1935 nur wenige tausend Gefangene umfassende System stetig anwuchs, indem immer neue Bevölkerungsgruppen als nicht zum Volkskörper gehörig definiert wurden und somit einzusperren sind.
    Waren es zunächst überwiegend politisch Linke, so kamen alsbald Asoziale, Berufsverbrecher, Zeugen Jehovas etc. hinzu. In den späten Kriegsjahren waren in diesen KL´n rd. 750.000 (durchschnittliche Tageszahl) Menschen inhaftiert. Er schildert aber auch, wie sich die Totenkopfverbände, von wenigen hundert Mann bunt zusammen gewürfelten Personals zu einer straff geführten, professionalisierten Einheit entwickeln und wie dieses System durch die Handschrift der kleinen Führungsgruppe um Himmler, Heydrich und Eicke geprägt.
    Nebenbei läßt der Autor einen entdecken, dass neben dem schlimmsten Terror die kleinlichste Bürokratie ein Wesenszug der SS war.


    Der Autor schafft es mit seiner schnörkellosen Sprache eine große Nähe zu der damaligen Zeit und den Lagern herzustellen, man erschrickt sich förmlich wie unvermittelt einem das Grauen der Lager entgegen tritt.


    Also kein einfaches Buch, aber übervoll mit Informationen und Belegen, man entdeckt mit diesem Buch einen oder vielleicht sogar den Kernbereich der NS-Machtentfaltung und des Machterhalt.


    Mit knapp 40 € nicht gerade preiswert, aber als Grundlagenwerk unbedingt empfehlenswert..


    Beste Grüße


    Paul


    G-W-G'

    Edited once, last by Paul Spohn ().

  • Hallo,
    ich habe mir gestern das Buch von Commandant Robert Thys: Nieuwpoort 1914 - 1918, DE ONDERWATERSETTINGEN IN DE IJZERVALLEI, 2014. Es ist der Nachdruck des Buches des Pionieroffiziers der in WK I jahrelang dafür sorgte, dass die Überschwemmungen, die Ende Oktober 1914 den deustchen Vormarsch an der Yser stoppten, bis Kriegsende wirksam blieben. Ein sehr interessantes Buch, vor allem, dass ich die Gegend ganz gut kenne. Werde mir dann mit dem Buch bei besserem Wetter das alles noch einmal ansehen.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo zusammen,


    ich lese gerade "Mit Pak und Hetzer", ein Buch über die Kriegserlebnisse von Heinz Kühn Jahrgang 1920. Dank einigem Zufall mit persönlicher Widmung des Veteranen und DKiG Trägers an mich. Das Buch wechselt zwischen Aufzeichnungen in Tagebuchform und längeren Erzählpassagen bei besonders im Gedächtnis gebliebenen Erlebnissen. Ca 300 Seiten mit vielen Bildern, geschrieben von Ingo Möbius. Kurzweilig und unterhaltsam, aber sicherlich kein Vergleich zu Perlen wie "Saat in den Sturm" / "Marsch aus dem Untergang" oder "ich hab meine Pflicht getan".


    Gruß


    Stefan

    Suche sämtliches Bildmaterial der 8.Infanterie- / Jägerdivision.

  • Hallo,


    Ich bin neu hier..;
    Ich habe vor einige Tage dieses Buch (auf Französisch ) gelesen:


    "FINISTERE OCCUPE"


    Photographies inédites des soldats allemands, 1940-1944 A. Floch (Auteur) C. Le Corre (Auteur) Paru le 15 novembre 2016 Beau livre (relié)



    Viele Fotos von Soldaten der Wehrmacht im Departement Finistère ( Bretagne) von 1940 bis 1943;
    Sehr interessant, mit Anmerkungen von den Einheiten die in diesen Departement stationniert waren


    .http://livre.fnac.com/a9877617/A-Floch-Finistere-occupe


    Grüsse


    Cosette (aus FR)

    Grüße aus Frankreich

    Jean-Marie


    Wer ein Krieg überlebte, kann vielleicht auch einer Pandemie überleben! :)

    Edited once, last by Cosette ().