Ich lese gerade...

  • hallo in 2020!


    Die Problematik, die Du ansprichst, ist hochaktuell uns sollte meines Erachtens einen eigenen Platz hier bekommen.

    Ich würde mich freuen, wenn Du einen Thread „Kriegskinder“ eröffnen würdes

    Justus, das hatte ich geplant und wird noch heute gemacht;sonst ist dieses Thema hier ein bisschen versteckt..

    Grüße aus Frankreich

    Jean-Marie


    Wer ein Krieg überlebte, kann vielleicht auch einer Pandemie überleben! :)

  • Hallo zusammen


    Ich lese gerade "Das Vermächtnis der Besatzung" Deutsch-griechischen Beziehungen seit 1940 von Katerina Kárlová

    Ein gut geschriebenes Buch mit Informationen die ich noch nie gehört habe!

    Ein paar Infos davon werde ich ins Forum stellen!


    Gruß Arnd

  • Guten Abend liebes Forum,


    ich lese gerade:


    "Nach Auschwitz ins Wochenende" von Bernhard Schulz. Dieses Buch gibt es nur bei Amazon; der ursprüngliche Verlag gibt es nicht mehr.


    Es beinhaltet die wirklichen Erlebnisse des Autors 1941 und 1942 als einfacher Soldat in der Gegend um Smolensk. Das Buch ist großartige Erzählkunst. Der Inhalt aber gewichtig; ich musste nach jeder Erzählung eine Pause einlegen.


    Hauptsächlich las ich es wegen "Die Krähen von Maklaki". Diese Erzählung war früher in Russland sehr bekannt. Auch die Geschichten von "Serafims guter Tod", "Nach Auschwitz ins Wochenende" und "Stiefel für Maruschka" sind enthalten.


    Der Autor hat auch eine eigene Internetseite: Bernhard Schulz: Die Krähen von Maklaki


    Auf dieser Seite kann man sich richtig festlesen. Die Erzählungen und Fotos um seine Kriegserlebnisse hauptsächlich in Russland sind so fesselnd, dass man sich kaum davon lösen kann. Auch kann man dort seine Bücher beziehen.


    Wer also im Zeitraum 1941 und 1942 etwas sucht über die Gegend um Smolensk, der kann hier einiges über die Verhältnisse vor Ort finden. Folgende Orte sind erwähnt: Maklaki, Schirokowka, Suchinitschi, Duminitschi, Shisdra, Kaminka, Popkowo.


    Ich wünsche allen einen schönen 1.Mai Feiertagsabend.


    Wolf

  • Hallo zusammen!


    Habe gerade angefangen zu lesen, und ich weiß gar nicht, ob ich Lust habe, es zu Ende zu lesen. Das Buch "Lügendetektor" von Saul. K. Padover (war ein Geschenk, weil man um mein Interesse bzgl. Zweiter Weltkrieg weiß) beinhaltet Vernehmungen und Interviews im besiegten Deutschland 1944/45. Es zeichnet das Bild einer deutschen Bevölkerung aus allen Schichten, die im Großen und Ganzen aus Ja-Sagern, Mitläufern, Nichtwissern etc. besteht, die sich den amerikanischen Besatzern gegenüber, insbesondere dem Vernehmer, anbiedern und rechtfertigen. Voll des Jammers und des Selbstmitleids zeigen sie keinerlei Mitgefühl gegenüber den Opfern des Naziterrors.

    Ob dies vor allem der Wahrnehmung des Autors oder der damaligen Wirklichkeit entspricht, will ich hier nicht beurteilen, wie auch? Allerdings ist mir diese Darstellung zu einseitig. Und würden nicht viele Menschen nach diesen unsäglichen Kriegsjahren mit allen Verlusten und Entbehrungen nur allzu gerne bereit sein, zu erzählen was man hören will. Oder waren Rechtfertigung und auch ein gewisses Maß an Selbstmitleid Mittel und Versuche, die unfassbaren Erlebnisse, die schmerzlichen Verluste und die Niederlage zu bewältigen?

    Diese Fragen sind für mich sehr aufwühlend! Wie sehr stumpfen Menschen in Kriegs-(Krisen-)Zeiten ab, wenn es vorrangig um das eigene Überleben geht? Ist oder war das ein deutsches Phänomen?


    Nachdenklichen Gruß,

    Cristiane

    "Feigheit ist die Mutter der Grausamkeit" Montaigne


    Suche Einsatzorte 3./schwere Artillerie Abt. 848 ab Juni 1943