10.Batterie Geführt v. Hstf Bültemeier Unterstellt der III./SS-Pz.Artl.Rgt.10

  • Guten Abend Liebe Mitarbeiter,


    ich suche Information über die 10.Batterie (10,5 cm) die v. Hstf Bültemeier geführt wurde und um den 16 Dezember in der Ardennes der III./SS-Pz.Artl.Rgt.10 (Haas) unterstellt.


    Meine Frage: von welche Einheit kamm die Batterie v. Bültemeier?


    Zitat: Tieke, Im Feuersturm, 314.


    Mit Freundlich Gruss,
    Dieter

  • Hallo Dieter,


    das müßte Albert Bültemeier gewesen sein, SS-Nummer 80075, geboren 07.07.1910 in Minden, SS-Obersturmführer und SS-Obersturmführer d.R. d. W-SS (Ernennung 30.01.45), gefallen lt. VB am 20.04.45, Kriegsgräberstätte Neupetershain Nord , vom VB als Gefreiter geführt.


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

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  • Guten Tag Dieter,
    hier noch eine kleine Ergänzung zu Thilos Antwort - Zitat WSS-Führerliste :
    "Bültemeier, Albert
    SS-Ostuf.
    geb. 7. 7.1910 Minden/Westf.; †22. 4.1945
    SS-Nr. 80.075
    Chef,10./Art.Rgt. 10 3.1945
    SS-Oscha. Art.Rgt.6 1.1943"
    Hier also wird der 22.4.1945 als Sterbedatum genannt. Und Du findest eine Angabe aus dem Jahr 1943 : SS-Art.Rgt.6.

    Gruß, westermann

  • Vielen danke fuer die Angaben! Also war er dann Frundesberger. Seine Personal Akten kann ich beim Archiv finden. Nochmals vielen danke!


    mfg,
    Dieter

  • Hallo Dieter,


    hier wird Bültemeier genannt:


    Quote

    Gleichzeitig wird der Nordflügel der Heeresgruppe Mitte, die im Abschnitt Forst-Görlitz stehende 4. Panzerarmee des Generals Graeser, angegriffen. Schwerpunkt ist der russische Brückenkopf zwischen Forst und Muskau; hier konnte die 1. Ukrainische Front mit der 13. Armee, der 5. Garde- und 4. Garde-Panzerarmee die deutsche Front bereits am ersten Tag in 26 km Breite und 13 km Tiefe aufbrechen. Das bei Forst stehende deutsche V. Armeekorps wird von der Heeresgruppe Weichsel getrennt und der Heeresgruppe Mitte unterstellt. Das V. Armeekorps und das südlich anschließende Panzerkorps „Großdeutschland" werden nach tapferen Abwehrkämpfen zerschlagen. Die wenigen noch haltenden Verteidigungsinseln werden umgangen. Zwischen Cottbus und Spremberg streben drei feindliche Armeen nach Westen.Am 17. April 1945 erreichen die beweglichen Teile der SS-Pz.AA 10 den Raum Cottbus, andere Teile der 10. SS-Panzerdivision den Raum Spremberg und übernachten im Wald. Hier stößt auch der von Berlin kommende Divisionskommandeur Harmel wieder zur Division und meldet sich beim dB der 4. Panzerarmee, General Graeser. Nach der Lageeinweisung erhält Brigadeführer Harmel den Befehl, die entstandene Lücke zwischen Cottbus und Spremberg durch Gegenangriffe zu schließen.Am 18. April wird der Gefechtsstand der 10. SS-Panzerdivision „Frundsberg" in Roitz, hart westlich von Spremberg, errichtet. Hier meldet sich auch der Führer der Divisions-Nachschubtruppen, Sturmbannführer Rösch, -der seinen Versorgungs- und Nachschubeinheiten zum Befehlsempfang vorausgefahren ist.Teile der Division „Frundsberg" werden bereits im Raum Groß Osning von starken russischen Angriffskräften berannt und gehen nach Süden zurück. Ein Gegenangriff von Teilen des SS-Pz.Rgt. 10 und des I./SSPz.Gr.Rgt. 21 (SPW-Btl.) schlägt nach Norden nicht durch.Über den Einsatz und das Schicksal der IV. Abteilung des SS-Pz.Art. Rgt. 10 geben uns Auszüge aus dem Kriegstagebuch der Abteilung Auskunft, die den Verlag auf vielen Umwegen erreichten. Sie stehen stellvertretend für den Kampf und Untergang vieler Einheiten der „Frundsber,' ", die in keinem KTB oder in sonstigen Aufzeichnungen festgehalten sind. Am 18. April erfährt der Abteilungs-Kommandeur, Hauptsturmführer Menze, beim Regiment erstmals die genaue Feindlage. Nach Rückkehr auf den Abteilungsgefechtsstand, der von Madlow nach Slamen verlegt wurde, erhält Menze vom VB der 11. Batterie die Meldung, daß Einheiten des Heeres zurückgehen; nördlich Spremberg sollen die Russen die Spree überschritten haben. Der VB fragt an, ob er zur Feuerstellung zurück kann. Wenig später meldet Obersturmführer Bültemeier, dessen 10. Batterie artilleristisch den Raum südlich von Spremberg überwacht, daß Feindpanzer mit aufgesessener Infanterie rudelweise südlich Spremberg vorbeistoßen. Daraufhin verlegt der Abteilungsgefechtsstand nach Heinrichsdorf. Die 11. Batterie erhält den Befehl, bei Kochsdorf (westlich Spremberg) neue Stellung zu beziehen und sich zur Rundumverteidigung einzurichten. Vom Regimentsstab erfährt man, daß Untersturmführer Kutzner gefallen ist.Indessen bemüht sich am 19. April die 10. SS-Pz.-Division weiterhin, durch Teilangriffe entlang der Straße Spremberg-Cottbus eine neue Verteidigung aufzubauen. Es gelingt nicht. Ohnmächtig müssen die „Frundsberger" mit ansehen, wie weit überlegene russische Kräfte unbeeindruckt nach Westen ziehen. Am Nachmittag wird der Divisionsgefechtsstand in Roitz von russischen Kräften angegriffen, die jedoch im Gegenangriff von der Divisions-Begleitkompanie zurückgeworfen werden. Hart südlich von Cottbus steht Sturmbannführer Brinkmann mit Teilen seiner SS-Pz.AA 10 im Kampf.Damit ist die 10. SS-Pz.Div. „Frundsberg" in drei Teile gespalten: Südlich Cottbus die beweglichen Teile der SS-Pz.AA 10; nördlich und westlich von Spremberg das Gros der Kampfeinheiten; im Raum Bautzen die Trosse und die wegen Betriebsstoffmangel festliegenden Teile des SS-Pz.Rgt.10, des SS-Pz.Art.Rgt.10 und der SS-Pz.AA 10.Am 19. April beginnt sich der Kessel von Spremberg zu schließen, die 10. SS-Pz.Div., die 344 Inf.Div. (Generalmajor Jolasse) und die Führer-Begleit-Division (Generalmajor Remer) sitzen in der Falle. Hierzu wieder der Bericht nach dem KTB der IV./SS-Pz.Art.Rgt. 10: Am 19. 4. 45 starker Gefechtslärm westlich Spremberg. Hauptsturmführer Menze erfährt von einem Kurier, daß die Division Remer, andere Heereseinheiten und Teile der „Frundsberg" eingekesselt sind. Der Adjutant, Untersturmführer Sierks, ruft alle Führer zur Beratung zusammen. Befehl: „Sofort Truppe informieren, defektes Gerät zerstören, Personalunterlagen vernichten, sich auf Panzer- und Infanterieangriffe einrichten. Um jede Batterie Einmann-Deckungslöchergraben. Truppe mit Panzerfaust vertraut machen." Die Stimmung auf dem Abteilungsgefechtsstand ist zuversichtlich.Am 20. April 1945 verlegen die 10. und 11. Batterie nach Jessen, der Abteilungsgefechtsstand nach Gosda, Ortsteil „Alte Buden" (5 km WSW Roitz). Der Gefechtsstand der Division Reiner liegt im Gutshof Gosda. Hier erhält Hauptsturmführer Menze die Orientierung, daß sich die Division unter Generalmajor Reiner zurückziehen wird, um südostwärts von Berlin neue Stellungen zu beziehen.Untersturmführer Schwetschke von der 11. Batterie meldet, daß russische Infanterie sich aus Richtung Terpe durch den Forst auf Jessen (3 km westlich Roitz) vorarbeitet, und auch auf Gosda (2 km westlich Jessen). Die Bahnlinie südlich der Orte ist durch Volkssturm besetzt. Divisionsbefehl „Frundsberg": Am 21. 4. 1945 die Stellungen räumen. Die Division versammelt sich im Raum Neu-Petershain. Hauptsturmführer Menze und Untersturmführer Lax ziehen mit der Stabsbatterie zurück. Untersturmführer Sierks hatte sich erst in den Morgenstunden ins Bett gelegt und vor Übermüdung den Abzug der Stabsbatterie verpaßt. Er wacht auf, als die Russen schießend in die Häuser von „Alte Buden" eindringen und entkommt mit Sturmmann Meier in dem aufgeregten Durcheinander.Am Morgen des 20. April sind alle drei Divisionsreste in einem kleinen Kessel nordwestlich von Spremberg von einer russischen Übermacht zusammengedrängt und eingeschlossen. Jede Divisions-Kampfgruppe verteidigt ein Drittel des Kessels. Wegen der geringen Schußentfernung schießen die wenigen noch einsatzbereiten Batterien über den Kessel hinweg vor die Front des Nachbarn Sperrfeuer; ein Fall, der nur selten im Kriege auftrat.Im Laufe des 20. April 1945 treffen auf dem Gefechtsstand der 10. SS-Panzerdivision „Frundsberg" auf Schloß Roitz zwei Funkbefehle gleichen Inhalts ein, einer von Himmler aus dem Führerbunker, unterzeichnet von Hitler, und einer von Schörner:„Die in Ihrem Abschnitt entstandene Frontlücke zwischen Spremberg und Cottbus ist durch sofortigen Angriff nach Norden zu schließen. Für die Durchführung dieses Befehls sind Sie mir persönlich verantwortlich. Sie haben den Angriff siegreich zu führen oder mit Ihrer Division zu fallen."Die Funkbefehle sind ausdrücklich an die 10. SS-Panzerdivision gerichtet. Damit muß Harmel alle Konsequenzen ziehen, die sich aus der Nichtbefolgung des ausdrücklichen Befehls ergeben. Aber der erfahrene Divisionskommandeur weiß die Lage richtig einzuschätzen und ist bereit, selbständig zu handeln - auch gegen ausdrückliche Befehle - und alle Verantwortung zu tragen. Er bespricht sich mit seinem Ia, Stolley, der ebenfalls den Befehl für undurchführbar hält, und geht dann nacheinander zu Generalmajor Remer, Kommandeur der Führer-Begleit-Division, und zu Generalmajor Jolasse, Kommandeur der 344.Infanteriedivision, um diese um Rat zu fragen, stehen sie doch alle jetzt eng nebeneinander.Die Generale wägen noch einmal alle Möglichkeiten ab. Für Harmel und Remer gibt es in dieser aussichtslosen Lage nichts mehr zu überlegen, sie wollen nach Westen ausbrechen und Anschluß an eigene Truppen suchen. Generalmajor Jolasse steht noch im Widerspruch von Gewissen und Befehl, er macht auf alle eventuellen nachteiligen Folgen - auch Sippenhaft - aufmerksam. Aber was bedeutet ein Befehl, der nicht durchzuführen ist? In einem weiteren Funkbefehl wird Generalmajor Jolasse zum Generalleutnant befördert und ist damit Ranghöchster im Kessel, aber das hindert die beiden anderen nicht, an ihrem Entschluß, in der kommenden Nacht mit ihren Divisionsresten auszubrechen, festzuhalten.


    aus: http://www.gedenk-tafel.de/forum/index.php?topic=1862.20


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

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