SD / SiPo Rotterdam 1941-1945 Hermann Heinrich Pennings

  • Hallo JR,


    ich muss mich wieder entschuldigen. Für einen Niederrheiner ist alles nördlich von Hannover „Hamburg“. Ich muss mich da zwingend bessern.

    Es gibt keinerlei Belege, an welchem Tag sie nach Hamburg kam und wann sie genau nach Uelzen umgezogen ist. Im Brief erwähnt H.H. Pennings die Schillerstrasse, also muss seine Frau am 16.3.45 (Datum des letzten Briefes) schon in Uelzen gewohnt haben. Und da diese Adresse auf der Sterbeurkunde steht, muss sie -wie auch er- zum Todeszeitpunkt noch in Uelzen gewohnt haben.


    Gruss

    Michael

    Suche alle Informationen zur 68.ID und speziell zum GR169 von Januar 1943 bis Kriegsende.

  • Hallo Michael,

    danke erstmal. Es gab im letzten erschienenen Adressbuch Hamburgs 1943 zahlreiche Penning aber kenen Pennings.

    Gruß,

    JR

    Edited once, last by IR75 ().

  • Hallo zusammen,

    habe gerade Nachricht von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme erhalten. Leider taucht der Name in ihren Akten für die Jahre nicht auf, auch nicht in den Akten der Prozesse gegen die Wärter im Jahre 1948, wo er ja hätte von anderen erwähnt worden sein können.

    Schade!

    Interessant ist, daß die Briten zwar schon in HH waren, aber wohl in der Nacht vom 4./5. 05. 1945 noch nicht in Fuhlsbüttel gewesen sind, um die Kontrolle zu übernehmen. D.h. wenn er tatsächlich "Häftling" war, dann wohl von den Insassen, wenn die denn zu dem Zeitpunkt überhaupt schon freigelassen worden waren. Auch in den digitalisierten Beständeübesichten des Staatsarchivs HH taucht sein Name nicht auf. Werde aber nach Aufhebung der Corona-Beschränkungen nochmal vor Ort recherchieren.

    So weit erstmal,

    Gruß,

    JR

  • Hallo JR,

    Vielen Dank für deine Bemühungen. Auch ein herzliches Dankeschön von meiner Frau.
    Vielleicht lässt sich nach Corona noch etwas herausfinden. Wir bleiben auch dran.

    Gruss

    Michael

    Suche alle Informationen zur 68.ID und speziell zum GR169 von Januar 1943 bis Kriegsende.

  • Hallo allerseits,


    meine Frau hat am Wochenende noch eine Entscheidung des Versorgungsamtes Duisburg gefunden, in der -zumindest vom Revisionsausschuß- ein Selbstmord von H.H. Pennings ausschlossen und seiner Frau eine Witwenrente zugesprochen wird.

    Die Entscheidung wird analog obiger These damit begründet, dass ein Häftling nicht an eine Waffe gelangen kann.

    Allerdings scheint es irgenwo noch weitere Unterlagen zu geben, da hier noch erwähnt wird, dass er durch seine "Dienstwaffe, ein Gewehr" zu Tode gekommen ist. Diese Unterlagen sind uns bisher unbekannt.

    Natürlich stellt dies keinen Beweis für einen "Gewalttod" dar, sondern man vertrat lediglich die plausibelste Version seines Todes.


    Gruß

    Michael

  • Hallo,

    danke für das Einstellen des Dokuments, sehr interessant. Die entscheidende Frage für mich ist: Wo ist der Beleg dafür, daß er selbst Häftling der SS war und daß die Waffe, mit der er zu Tode kam seine war. Beruhte diese Angabe auf der Versicherung der Witwe, oder gab es damals offizielle Dokumente, die diese Aussage stützen.

    Ich konnte mitlerweile etwas weiter recherchieren und kann nun sagen, daß er tatsächlich in Hamburg beerdigt wurde, und zwar 12 Tage nach seinem Tod am 16.05.1945 in einem Grab ohne Sarg, das mittlerweile aufgelöst wurde. Das geschah immer, wenn die Angehörigen die Beerdigung nicht selbst ausrichten wollten oder konnten. Seine Frau lebte zu diesem Zeitpunkt in Uelzen, war also nicht in HH. Er wurde NICHT in einem Massengrab, sondern in einem Einzelgrab beerdigt. Er wurde nicht nach Uelzen oder Geldern umgebettet. Die genaue (ehemalige) Grablage habe ich den Angehörigen per PN zugeschickt, falls Interesse besteht, den Ort zu besuchen. Es gibt noch eine weitere Spur, die klären könnte, ob Häftling und wenn ja von wem, dazu möchte ich aber erst was schreiben, wenn sich die Vermutung erhärtet oder als nicht stichhaltig erwiesen hat.

    Gruß,

    JR

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