Russisch-Deutsches Projekt zur Digitalisierung deutscher Dokumente in den Archiven der Russischen Föderation

  • Hi
    Das wird alles über gemeinützige Arbeit und Spenden finaziert.
    Allein beim Stifterverband, unterstützt die Weberstiftung, sind es 3000 Firmen und Privatpersonen.
    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Das wird alles über gemeinützige Arbeit und Spenden finaziert.


    Moin Jan,


    ich gehe davon aus, dass niemand in der Lage und schon gar nicht willens in den russischen Archiven sein wird, die Millionen von Blättern über gemeinützige Arbeit und Spenden zu finanzieren! Wenn dennoch ja, dann würde man in jeder zweiten Zeile die Aufrufe lesen...

    Gruß Viktor

  • Hallo
    Siehmal bei den Stiftern nach! Da findste teilweise eine Erklärung.
    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hallo Viktor,


    oder einfach mal eine den einen oder anderen angegebenen Kontakt mailen...
    Mir wurde auch auf einer Anfrage zu einer Akte geantwortet.


    Gruß
    Roy

    Suche alles zur 129.ID, insb. GrenReg.427 ab 1944 an der Ostfront, sowie zur 199.ID, insb. zum Fest.Btl. 650 1943-44 in Norwegen, sowie zur 353.ID, insb. GrenRgt. 943 Juli-Aug. 1944 in Frankreich.

  • Hallo Viktor,


    keine Angst, die Kosten der Digitalisierung trägt der Hausherr des DHI Moskau, die M. Weber Stiftung, locker aus der jährlichen Portokasse. Dafür hat man nebulöse Konstrukte aufsetzen müssen, damit die Finanzierung für das Projekt überhaupt erlaubt ist. Man ist in Russland sehr allergisch gegen NGO-Gelder, damit wurden schon zu viele Regimechanges jenseits der Karpaten initiiert.


    Gruß
    Udo

  • Man ist in Russland sehr allergisch gegen NGO-Gelder, damit wurden schon zu viele Regimechanges jenseits der Karpaten initiiert.


    Hallo Udo,


    man hat so seine und fremde Erfahrungen - von Ukraine bis Brasilien, von den älteren ganz zu schweigen!


    Ich glaube aber kaum, dass das russische Verteidigungsministerium ihre Projekte von M.Weber-Stiftung finanzieren läßt!

    Gruß Viktor

  • Hallo Viktor,


    irgendwo im Netz kann man die Geschichte dazu nachlesen. Formaljuristisch hat man es mit viel Diplomatie zu einem "kommerziellen Projekt" umetikettiert,
    damit diese Fremdfinanzierung noch irgendwie im Einklang mit den scharfen russischen Gesetzen steht.
    Defacto ist es aber der deutsche Steuerzahler, weil der Bund die beteiligten Stiftungen mit immens hohen Summen speist.


    Es wandern ja auch brav alle Digitalisate schnurstracks in das Bundesarchiv Koblenz, noch bevor auf der Projektseite die Highlights für die Allgemeinheit
    präsentiert werden.


    Gruß
    Udo

  • Es wandern ja auch brav alle Digitalisate schnurstracks in das Bundesarchiv Koblenz, noch bevor auf der Projektseite die Highlights für die Allgemeinheit präsentiert werden.


    Hallo Udo,


    das beruhigt mich ungemein, denn alles andere wäre echt amateurhaft! Es würde mich auch nicht wundern, wenn die Hochleistungsscanner für diesen Zweck aus Deutschland kämen.

    Gruß Viktor

  • Hallo Viktor,


    ich halte Deutschland nicht für ein führendes Land bei Digitalisierungstechnologien. Hat man auf der Projektseite nicht auch einen Scanner
    der Marke Eigenbau vorgestellt, der für die Akten verwendet wird?
    Mir ist eh lieber, man führt dort bei der Militärtechnologie und kann Ländern mit Regime-Change-Versuchen zur Hilfe eilen.



    Gruß
    Udo

  • Hallo Interessierte!


    Habe heute gesehen, daß ein viertes Findbuch eingestellt wurde.
    Obwohl das Meiste in russischer Sprache ist, findet man gelegentlich auch einige deutsche Originaldokumente dazwischen.
    Wer suchet der findet.


    Gruß
    Gerhard

  • Halllo
    ich empfehle einmal Akte 80 im neuen Findbuch 12480.
    Muß ich angemeldet sein um etwas downzuloaden?


    Viele Grüße
    Andre

  • Hallo Andre,


    ich suche mir die Seiten, gehe auf Drucken und speichere sie als .pdf.


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,


    in Akte 322 (FB 12480) " ... mit nachrichtendienstlichem Material, das im Kriegsgefangenenlager Nr. 165 gewonnen werden konnte (Informationen und Aussagen von deutschen Kriegsgefangenen zur deutschen Rüstungsindustrie,zu Verkehrsknotenpunkten und Flugplätzen)" sind u.a. interessante Skizzen zu einzelnen Flughäfen und diversen Bahnhöfen (Berlin u.a.) sowie einer Beschreibung/Erläuterung des Gefangenen dazu.


    Gruß
    Roy

    Suche alles zur 129.ID, insb. GrenReg.427 ab 1944 an der Ostfront, sowie zur 199.ID, insb. zum Fest.Btl. 650 1943-44 in Norwegen, sowie zur 353.ID, insb. GrenRgt. 943 Juli-Aug. 1944 in Frankreich.

  • Hi Ralf,


    habe Deine Frage hier angehängt; denke, das paßt.


    Frage mich allerdings, ob die ersten 8 Posts auf S. 1 nicht doch wieder zu einem eigenständigen Thema
    gemacht werden sollten - mit entspr. Überschrift zu den Fundstücken.


    Grüße, Kordula

  • Hallo Ralf,


    leider ist es mir bisher nicht gelungen, einen anderen Weg (als der von dir beschriebene) zu nutzen.
    Aber man gewöhnt sich auch daran ... ;)


    Gruß
    Roy

    Suche alles zur 129.ID, insb. GrenReg.427 ab 1944 an der Ostfront, sowie zur 199.ID, insb. zum Fest.Btl. 650 1943-44 in Norwegen, sowie zur 353.ID, insb. GrenRgt. 943 Juli-Aug. 1944 in Frankreich.

  • Guten Tag -
    falls nicht bereits bekannt:




    In den 1960er Jahren wurden die deutschen Trophäenbestände der
    sowjetischen Streitkräfte beim Zentralarchiv des
    Verteidigungsministeriums der Sowjetunion (CAMO) zentral erfasst und
    gelagert. Gegenwärtig umfassen die bekannten Bestände 50 Findbücher, in
    denen ca. 28 000 Akten mit rund 2-2,5 Millionen Blatt zusammengefasst
    sind. Gegenwärtig digitalisieren das Zentralarchiv des
    Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation, die Russische
    Historische Gesellschaft und das DHI Moskau diesen, den wohl letzten der
    Weltkriegsforschung bislang nicht zugänglichen, Bestand schrittweise
    und stellen die entsprechenden Digitalisate Online der Forschung und
    Öffentlichkeit ohne Beschränkungen und kostenfrei zur Verfügung. Das
    Projekt soll bis 2018 abgeschlossen werden.


    Innerhalb des Zentralarchivs des Verteidigungsministeriums der
    Russischen Föderation erfolgte auf Grund von Neuzugängen aus anderen
    Archiven – wie beispielweise dem Zentralarchiv der Seestreitkräfte –
    mehrmals die Neuordnung der deutschen Beuteakten sowie deren
    Umgruppierung in andere Findbücher. Aus diesem Grund erklären sich die
    entsprechenden Lücken in der Aktennummerierung. Teile der deutschen
    Dokumente erbeutete die Rote Armee noch auf dem Gefechtsfeld bzw. als
    die Wehrmacht versuchte, die entsprechenden Unterlagen zu verbrennen.
    Darauf deuten die entsprechenden Brandspuren bei einzelnen Akten hin.


    Die vorliegenden russischen Findbücher wurden nach Einzelprüfung der
    Akten ins Deutsche übersetzt. Hierbei erfolgte in zahlreichen Fällen
    auch eine Annotation zum Akteninhalt. Die Archivordnung ist nicht
    verändert worden, die entsprechende Signatur des CAMO kann zur Zitierung
    der Dokumente genutzt werden.


    Link: http://wwii.germandocsinrussia.org/de/nodes/1-fond-500


    MfG
    Hugo Riesch

  • Hallo Hugo Riesch,


    besten Dank für den Hinweis auf die Dokumentation.


    Ein kurzer Blick zeigte eine überwältigende Zahl von Dokumenten. Da wird es viel zu lesen geben. Ob immer auch bisher unbekannte Sachverhalte ans Tageslicht kommen wird sich zeigen.


    Aufbereitung und Qualität sind hervorragend.


    Gruss


    Paul

    G-W-G'

  • Hi Hugo,
    herzlich willkommen im FdW.


    Seit Anfang 2015 wird im Forum bereits auf diese Akten zugegriffen
    bzw. von verschiedenen Mitgliedern je nach Interessengebiet durch-
    gesehen und entspr. Themen eröffnet. Auch der von Dir angeführte
    Bestand wird schon genutzt.


    Die Boardsuche bringt 136 Themen zu diesen Dokumenten ;) .


    Ich habe Deinen Hinweis an das bestehende Thema angehängt.


    Hi Paul,
    warum - bitte - das Rad neu erfinden.
    Ist eine rhetorische Frage ...


    Grüße, Kordula

  • Hallo Kordula,


    ich bin bin trotz meines Alters immer noch sehr verunsichert darüber, ob auf eine rhetorische Frage nicht zu antworten unhöflich ist oder umgekehrt! Aber lebenslanges Lernen ist Bürgerpflicht und das schaffen wir.


    Gute Nacht


    Paul

    G-W-G'