Darstellung und Aufarbeitung des II. Weltkrieges in der DDR

  • Hallo Udo,


    du schreibst es gleitet alles ins Negative und nicht überprüfbare ab.


    Ich will es noch mal versuchen ,z.B, wenn die Stasi einmal von jemanden eine Akte angelegt hat dann blieb sie ein Leben lang .Sie wurde in gewissen Abständen immer wieder aktualisiert.
    Da stand alles drinn was du dir nur vorstellen kannst z.B. wie du zu Hause eingerichtet bist , mit wem du bzw. deine Familie befreundet bist u. mit wem ihr Kontakt pflegt ,wie deine Meinung zum Staat ist, ob Westverwandtschaft besteht u. wie der Kontakt zu ihnen ist, deine Arbeitsstelle wurde kontaktiert, was du für Hobbys hast, und noch vieles mehr.in den Dörfern z.B. wieviel Vieh du noch neben versorgst oder wenn jemand Handwerker ist - wieviel Geld er nebenbei verdient usw. usw.
    Oder bei der NVA : wie deine Verhältnisse zu Hause sind, zur Ehefrau, deine politische Meinung, Umgang mit den Kameraden u. mit wem ,ob FF (Fahnenflucht besteht) -vorwiegend bei den GT;
    Die wollten alles wissen u. haben fast alles gewusst. Man war ein gläserner Mensch.


    Gruss Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    nur weil aus neuzeitlichen Akten hervorgeht, dass eine Überwachung ungeheuerliche Ausmaße angenommen hatte,
    betrifft das nicht die Aufarbeitung der Wehrmacht. Art und Umfang der Überwachung waren doch in diesem Umfang
    nie im Leben schon zur damaligen Zeit bekannt.
    Oder verschwanden ähnlich wie im russischen System tagtäglich zehntausende Menschen im Gulag ?
    Mir sind keine sächsischen Lagersysteme für diese Größenordnungen bekannt.
    Autofilzungen von Westtouristen habe ich selbst als Kind auf der Rückbank erlebt, was haben diese aber mit der Wehrmacht
    und dem Forumsthread zu tun ?


    Wir wollen hier nur etwas zur Gauck-Behörde und konspirativen Verhaftungen erfahren, wenn es unmittelbar und nachweislich
    Wehrmachtsbelange betrifft, keine Generalabrechnung und Hasstiraden auf das System bis kurz vor dem Mauerfall.


    Aufarbeitung - dazu zählen für mich Widmungen in einem Tatsachenroman, wo über Nacht die ganze DDR von diesem Werk
    befreit wird, ohne das der Autor in Haft kommt.
    Erzähle uns doch lieber von Harry Thürk und den Boykott um sein Skandal-Werk*:


    Besitzt Du auch noch die Erstausgabe mit der später verbotenen Widmung?:

    Quote

    Im Andenken an meine ehemaligen Kameraden Willy Forster, Erich Stein, Werner Häddicke, Oswald Menges,
    Walter Zech, Kurt Weidling und Helmut Kindler, die gefallen sind, in dem Irrtum befangen, Helden zu sein, und deren
    Draufgängertum und Verwegenheit einer besseren Sache wert gewesen wäre als der, für die sie kämpften.



    Gruß
    Udo


    * Die Stunde der toten Augen


  • Hallo Wolfgang,


    hast du dich schon mal gefragt in was für einem Forum du schreibst?
    Der Bezug ist dir total abhanden gekommen, so leid es mir tut, aber so drastisch muss man das sagen dürfen!


    Udo deutet es an, es geht einzig und allein um die Tatsache, wie sich der II. WK auswirkte.


    Und da fängt man nicht mit der Stasi-Darstellung zuerst an.
    Wenn du es substantiell aufarbeiten willst, musst du doch zugeben, dass du etwas den Rahmen dessen verlassen hast.
    Spreche über den Anfang nach dem 9.5.1945: wie gestaltete sich da diese Aufarbeitung und fang nicht mit Allgemeinheiten über die erst viel später installierte Gauck-Behörde ( Nach der Wende 1989/90 ) und die wirklich schon bekannten Gründe der "Stasiaktenanlegerei" an.
    Im Jargon würde man deine Darstellung "Thema verfehlt" nennen und du darfst dich setzen und in der DDR gab es dann eine 5 ! :)

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........

  • Hallo alle mit einander
    eigendlich wollte ich nicht mehr, etwas zum Thema St---- schreiben


    Hallo deproe
    nicht den Thread zumachen, du gehst dann den Weg des geringsten Widerstandes.
    Hallo JürgenP
    warum ist der Hinweis und das genau sollte es nur sein oberflächlich? Was bringt eine Abhandlung von vielleich 10 oder 20 Seiten zu dieser Thematik die eh keiner liest , weil zu umfangreich. So konnte jeder der Interresse hat sich selber damit befassen.
    Hallo Viktor
    die Entnazifizierung war 1947 aber in der SBZ eben nicht abgeschlossen, sonder setzte sich fort. Nur als Info angedacht, siehe "Die Rote Hilde) - Hilde Benjamin und Sondergerichtshof Eberswalde. Die K 501 war das Ausführende Organ dazu, aus dem sich etwa Ende 1949 bis Anfang 1950 dann die St---- entwickelte.


    Auf einen Trödelmarkt konnte ich das Buch von Joachim Scholz erwerben.
    Als nur die Hoffnung blieb, in russischer Kriegsgefangenschaft 1945-1949.
    Er schreibt unter Juni 1948 das das Kriegsgefangenlager von Kwesan (Transkaukasien) Zuzug von Kriegsgefangenen erhielt. Das Bestürzende war, das es ehemalige Offiziere, die aus amerikanischer Gefangenschaft entlassen wurden, waren. Sie hatten sich nur in ihre Heimatorte und zu ihren Familien in die SBZ begeben, Seite 179. Das zeigt doch den Umgang mit ehemaligen Soldaten in der SBZ. Jetzt kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.
    Joachim Scholz
    Als nur die Hoffnung blieb, in russischer Kriegsgefangenschaft
    Druckerei Gerhard Rautenberg, 2950 Leer
    ISBN 3-7921-0393-1
    MfG babsie
    ich hoffe ich habe mein Versprechen gehalten, stehe gerne zu Antworten trotzdem bereit

    Edited once, last by babsie ().

  • Hallo babsie,


    die Entnazifizierung war 1947 aber in der SBZ eben nicht abgeschlossen, sonder setzte sich fort.


    bevor wir weiter diskutieren, wäre es sinnvoll sich darüber zu verständigen, was Du unter Entnazifizierung verstehst. Wenn es um die Verfolgung der NS-Verbrechen geht, so kann ich Dich beruhigen, auch heute sind Kollegen auch im Westen (Ludwigsburg und die diversen Ermittlungsbehörden) damit beschäftigt, die Täter zu ermitteln. Gerade vor zwei Wochen hatte ich eine Anfrage zu bearbeiten gehabt.


    Übrigens Stasi hin oder her, über mich sammelten die MfS, die KGB und die VP... Ich war weder Opfer, noch fühlte ich mich so. Und die Zentrale der MfS wurde von Siemens in den 80-ern vernetzt. Dreimal darf Du jetzt raten, wo sich meine Akten jetzt befinden!!! Genau - in Köln bei dem, im Dienste der Demokratie stehenden Amt!!! Noch Fragen?

    Gruß Viktor

  • Hallo Det,
    ich hätte es schade gefunden wenn Du rausgegangen wärst.--
    Ansonsten: Es ist durchaus auch im Kontext mit der Behandlung ehemaliger Soldaten und Offiziere nicht uninteressant zu wissen und darüber zu reden welche Rolle die Stasi dabei spielte. Insoweit besteht ein Zusammenhang, darüber hinaus natürlich nicht. Interessant wäre auch inwieweit die Stasi direkten Zugriff auf Archive hatte und sich evtl auch im Bundesarchiv Kornelimünster oder bei der Deutschen Dienststelle durch Mittelsmänner Informationen verschaffte? Oder auch Wehrmachts-Traditionsverbände (im Westen) "anzapfte".
    Freundliche Grüße
    Eberhard

    Suche alles über die 101. Jägerdivision.

  • Es ist durchaus auch im Kontext mit der Behandlung ehemaliger Soldaten und Offiziere nicht uninteressant zu wissen und darüber zu reden welche Rolle die Stasi dabei spielte


    Hallo Eberhard,
    es klingt angesichts des Hypes um Stasi zum 25-Jahrestag merkwürdig, aber mir ist noch kein Blatt Papier in die Hände gefallen, wo ein Zusammenhang zw. den Wehrmachtsangehörigen und den MfS-MA sichtbar wurde. Bis 1955 hatte ohnehin die sowj. Besatzungsmacht in allen Bereichen das Sagen gehabt. Die männliche Bevölkerung der SBZ/DDR bis einschl. Jahrgänge 1930 waren ohnehin Kriegsteilnehmer und teilten den gleichen Schicksal - Kriegsgefangenschaft hüben oder trüben. Bis auf die UK-Gestellten haben alle Männer in ihren Personalbögen die Einträge über die Militäreinheiten. Hätte man dies als Kriterium genommen und die ehem. Soldaten entlassen, wäre die DDR zusammengebrochen.


    Ich hatte in meinem Arbeitskreis Vertreter aller Waffengattungen. Es hat sich nie jemand auf die Brust geklopft und über seine Heldentaten berichtet. Man hat sich aber auch über dies und jenes bei Glas Bier unterhalten und gegenseitig auf die Schippe genommen. Man hatte keine Hemmungen über die Härte der Kriegsgefangenschaft und über die Unmenschlichkeit der Bewacher zu berichten. Vielleicht habe ich die letzten 35 Jahre in einer anderen, als allgemein angenommenen Republik verbracht?

    Gruß Viktor

  • Hallo deproe,


    was Du so vom Stapel lässt zeigt mir das Du die ganze Sache verkennst, verdrehst und versuchst schön zu reden, so drastisch muss man es sagen.
    Als gelernter DDR Bürger müsstest Du es eigentlich am Besten wissen wie es war.
    Anscheinend hast Du es immer noch nicht begriffen.
    Ich habe hier versucht darzulegen, dass die Stasi von Anfang an ihre Finger im Spiel hatte und da es einige wie Du immer noch nicht begriffen haben bzw. hatten, habe ich hier versucht an Beispielen das Wirken der Stasi zu erläutern. Nicht mehr und nicht weniger.
    Na sicher war das System der Stasi nach dem Krieg noch nicht so perfekt aus gebaut wie zuletzt, das müsste dir auch einleuchten darüber braucht man nicht zu diskutieren.
    Oder glaubst Du DDR hätte sich so lange halten können ohne ein bis ins kleinste Detail ausgebautes Stasi -System. Die SED Bonzen hatten Angst vor ihrem eigenen Schatten, denn das wussten sie auch : - Wer Unrecht tut, der muss das Recht fürchten.
    Mehr möchte ich dazu nicht sagen, sonst wiederhole ich mich nur.
    Und noch eins, den letzten Satz hättest Du dir kneifen können, der zeugt nur von mangelnder Reife deinerseits.
    Wer verteilt muss auch einstecken können. Gleiches Recht für Alle.


    @ Eberhard
    Das Problem ist das viele Akten vernichtet wurden und auch nach Nov.1989 noch vieles im Reißwolf gelandet ist.
    Und das Schlimmste an der ganzen Sache ist, das Problematik der Stasi ungenügend aufgearbeitet wurde und heute schon wieder Stimmen laut werden man sollte alles auf sich beruhen lassen.
    Das von Dir angesprochene wäre mit Sicherheit eine interessante Sache, aber wie dort rankommen ?
    Aber eins kann man sicher sein, wenn die Tür nur einen Spalt offen war hatte die Stasi den Fuß drinnen.


    Gruss Wolfgang

  • Moin Wolfgang,


    nur mal so nebenbei gefragt, liest Du eigentlich auch die vorhergehenden Beiträge bevor Du antwortest ?
    Hast Du Dir mal die Themenüberschrift und den allerersten Beitrag genau durchgelesen ? Da ich mir dessen nicht sicher war, hatte ich ihn extra gestern abend als letzten Beitrag auf Seite 7 noch einmal reingesetzt.


    Eberhard hatte danach gefragt, wie das Thema 2. Weltkrieg in der DDR aufgearbeitet wurde. Es sollte um Bücher, Fernsehsendungen ausschließlich zu diesem Thema gehen.
    Jeder der sich ein wenig mit der DDR auskennt, kennt die Machenschaften der Stasi, kennt die allgemeine politische Ausrichtung in der DDR.
    Aber in keinem Deiner Beiträge habe ich auch nur ein konkretes Beispiel zu dem in der Überschrift dieses Threads genannten Themas gelesen.
    Nenne doch bitte nur ein konkretes Beispiel, wie sich die "SED-Bonzen" oder "Stasi-Verbrecher" in die Aufarbeitung des Krieges eingemischt haben.
    Daß die Stasi wußte, wie es in Deiner Wohnung aussieht und das die SED-Bonzen Angst vor ihren Schatten hatten, hat doch damit überhaupt nichts zu tun, ist am eigentlichen Thema völlig vorbei.


    Und noch eine Frage: Was hat denn die Vernichtung der Stasiakten mit den Daten aus dem Bundesarchiv zu tun ? Oder hat die Stasi etwa Akten aus dem Bundesarchiv vernichtet ?


    Hallo Udo,


    vielen Dank für den Hinweis zu "Die Stunde der toten Augen". Ich hab das Buch vor vielen Jahren gelesen und dabei überhaupt nicht auf eine Widmung geachtet. Mein Exemplar im Regal ist ein "Nachwende-Produkt" und dort steht die Widmung drin.


    Und @babsie:
    Oberflächlich, weil es eben nur ein Hinweis war. Eigentlich hätte ich schon ein paar mehr Details dazu erwartet. Denn es geht doch hier um eine Diskussion und nicht um das "Hinwerfen" von Stichworten, so daß dann jeder selbst erst auf die Suche gehen muß.



    Gruß Jürgen

    Suche alles zum Bau-Pionier-Bataillon 119 ab 11/1943

  • Hallo Jürgen,


    den Zusammenhang kannst Du anscheinend nicht herstellen,
    Die Stasi hat keine Akten im Bundesarchiv vernichtet, aber mit Sicherheit, wenn sie noch dazu gekommen ist, ihre eigenen Akten die ihre Aktivitäten aufzeigen - z. B . im Bezug auf das Bundesarchiv oder auf wen auch immer vernichtet. - jetzt begriffen.


    Und nochmal für dich - ich wollte nur an Beispielen aufzeigen wie weit die Stasi in allen Bereichen des öffentlichen Lebens vernetzt war, sie hatte ihre Schnüffler überall - jetzt begriffen.
    Besser erst lesen, versuchen logisch zu denken und dann antworten.


    Gruss Wolfgang

  • Moin Wolfgang,


    ja, und welches Deiner Beispiele hat konkret mit dem Thema hier im Thread zu tun ? So gut wie jeder hier weiß, wie tief die Stasi in allen Bereichen des Lebens in der DDR steckte, aber darum geht es doch hier gar nicht. - jetzt begriffen ?


    Ich bin jetzt hier aus dieser nichtsbringenden Diskussion raus, schade, der Ansatz war gut und die genannten konkreten Beispiele auf den ersten Seiten waren sehr interessant und informativ. Das allgemeine Gerede über Stasi und "SED-Bonzen" auf den letzten Seiten bringt keinen neuen Erkenntnisgewinn.


    Gruß Jürgen

    Suche alles zum Bau-Pionier-Bataillon 119 ab 11/1943

  • Hallo,


    sehr schade, dass das ursprüngliche Thema fast niemanden interessiert.
    kann mir zufällig jemand, der zur damaligen Zeit "Ostfernsehempfang" besaß, etwas über die mehrteilige Fernsehproduktion
    "Der unvergessene Krieg" sagen?


    War das in der DDR der einzige Gegenläufer von ARD-Dokumentationen mit Wochenschauen ?
    Lief die Doku auch im Westen ?
    Wie schrieben die Zeitungen über die Produktion, gab es auch Debatten?
    Kann man da heute noch drankommen?


    Gruß
    Udo

  • Hallo Udo, hallo allgemein,
    ja diese Frage würde mich auch interessieren. Wie und in welchem Umfang wurden Fernsehdokumentationen erstellt und wie sahen die aus (etwa im Vergleich zu denen von ARD und ZDF usw.).
    Wurden da auch Zeitzeugen befragt? Original-Filmausschnitte gezeigt usw.?
    Freundliche Grüße
    EBerhard

    Suche alles über die 101. Jägerdivision.

  • Hallo Udo,


    die in der USA mit sowjetischer Hilfe entstandene Doku "The unknown war" wurde in der DDR unter dem Namen "Die entscheidende Front" ausgestrahlt. Sie begann mit dem 22.06.1941 und endete mit dem 08.05.1945.
    Da die Serie aus Amerika kam, waren die Erwartungen beim Publikum sicher recht groß, aber letztendlich war es doch eine sehr sowjetische Sichtweise auf die Geschehnisse.
    Ich denke, viele die sich für den Krieg interessiert haben, haben auch diese Serie verfolgt und es gab auch einige Sequenzen zu sehen, die man vorher in den "üblichen" Filmen (z.B. der Mammut-Mehrteiler "Befreiung") noch nicht gesehen hatte. Soweit ich weiß, ist diese Doku bisher nur im Original auf englisch per DVD zu bekommen.
    Der Spiegel hat sich 1981 mal recht ausführlich über diese Serie ausgelassen.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14345348.html


    Herzliche Grüße Jürgen

    Suche alles zum Bau-Pionier-Bataillon 119 ab 11/1943

  • Hallo,


    dieser Thread hat es immerhin in nicht einmal 34 Wochen auf knapp 5000 Zugriffe und 149 Beiträge gebracht, durchaus beachtlich. Allein die Zahlen sagen also, dass hier ein Thema angeschnitten wurde welches auf Gegenliebe stößt. Allerdings bei nochmaliger Durchsicht der Beiträge fällt auch auf, dass die Quantität sich noch nicht in Qualität umgeschlagen ist. Manchmal sind gute informative Beiträge dabei, aber eben nur manchmal. Häufig aber an der Fragestellung und am Thema vorbei geschriebene sehr persönliche Sichtweisen auf bestimmte Segmente der DDR-Historie, aber eben Sichtweisen. Natürlich sind solche Beiträge erwünscht und sollten gelesen und ernst genommen werden. Jedoch, wenn der Autor anfängt seinen, in der Regel kleinen und bescheidenen Beitrag rechthaberisch zur Quintessenz der Weisheit über die DDR zu stilisieren, dann wird es schwierig. Vollends unwegsam wird es, wenn dann noch andere Autoren darauf einsteigen.


    Um das Thema hier nicht vollends in den Orkus zu jagen schlage ich vor, den Zeitrahmen auf die Zeit bis Anfang der 1960iger Jahre zu begrenzen. In diesen ersten 15 Jahren nach dem Krieg erfolgte die grundlegende Ausrichtung der DDR, auch im Umgang mit der Aufarbeitung und Darstellung der Wehrmacht. Weiter schlage ich vor, dass das Thema sich tatsächlich auf die Darstellung und Aufarbeitung der Wehrmacht beschränkt wird. Und damit es fruchtbar (und nicht furchtbar) wird, bitte ich alle Mitdiskutanten den Zeitrahmen und die Themenstellung einzuhalten. Jeder Beitrag ist willkommen, ob aus persönlichem Erleben oder aus Büchern, ja meinetwegen auch vom Hörensagen, sortieren, diskutieren und letztendlich Verallgemeinern wird anschließend viel leichter sein.


    Als Geburtstagskind habe ich einen Wunsch frei, Ihr habt ihn gelesen.


    Gruß


    Paul


    G-W-G'

    Edited once, last by Paul Spohn ().

  • Hallo Paul,
    zuerst mal herzlichen Glückwurm zum Geburtstag! Alles Gute für Dich!
    Danke für Deine konstruktiv-kritische Zwischenbilanz! Nur zwei kleine Korrekturen: 34 Wochen sinds noch nicht ganz, ich habe das Thema am 24.11.2014 gestartet... ^^
    Naja und meine Beiträge sind natürlich eher bescheiden sie bestehen auch mehr aus Fragen; dass ich diese rechthaberisch als Quintessenz des Wissens über die DDR umgemünzt hätte - nun das war mir bislang auch nicht bekannt ?(
    Aber dafür hast Du ja nun das Thema sozusagen in trockene Tücher gewickelt ...  8)
    Na denne!
    Freundliche Grüße
    Eberhard

    Suche alles über die 101. Jägerdivision.

  • Hallo Eberhard,


    danke für dieGeburtstagsgrüsse. Deine Beiträge waren nicht die Quintessenz, auch nicht rechthaberisch, da sind andere Dir weit voraus. Hast recht 34 Wochen ist quatsch, soll 3-4 Wochen heißen. Auf geht's.


    Gruss



    Paul


    G-W-G'

    Edited once, last by Paul Spohn ().

  • Hallo Viktor
    esging eben nicht vorrangig um NS Verbrechen. Sondern es wurden gezielt die Mitläufer und die kleinen NSDAP Mitglieder maßgenommen. In einem früheren Beitrag hatte ich schon geschrieben das Sie um ihr Hab und Gut gebracht wurden ( z.B.Familie, Opa als Bauer, Soll nicht erreicht). Wo diese Gerichtsakten von 1947 sich befunden haben und heute sich befinden, dreimal darfst Du raten? Die Untersuchungsvorgänge etwa (politisch,Spionage -Auslegungssache, versuchte Verbindunsaufnahme (Zeugnise an die Familie im Westen zu schicken), dazu gehörte auch der Versuch eine Botschaft der Westmächte aufzusuchen, Ausreiseanträge dann später) der HA IX/11 enthalten den Vermerk, nach Abschluss des Verfahrens die Gerichtsakten an das jewielige Archiv der St---- zurückzusenden und nicht eben an das zuständige Gericht, also immer abrufbar und verwendbar. Warum hat die BSTU unter anderen die Masse Akten? Ich habe mal etwas ausführlicher geschrieben und diese Ausführunge sind belegbar und keine Hysterie oder Aufbauscherei, sondern die reine Wahrheit.
    MfG babsie


    Dir Paul Spohn herzliche Geburstagsgrüsse und viel Gesundheit für den weiteren Lebensabschnitt, von der Uhrzeit jetzt schon nachträglich


    man Denke auch an Hilde Benjamin, im Volksmund die "Rote Hilde" genannt

    Edited once, last by babsie ().

  • esging eben nicht vorrangig um NS Verbrechen. Sondern es wurden gezielt die Mitläufer und die kleinen NSDAP Mitglieder maßgenommen. In einem früheren Beitrag hatte ich schon geschrieben das Sie um ihr Hab und Gut gebracht wurden ( z.B.Familie, Opa als Bauer, Soll nicht erreicht). Wo diese Gerichtsakten von 1947 sich befunden haben und heute sich befinden, dreimal darfst Du raten?


    Hallo babsie,


    Bevor ich vergesse, empfehle ich Dir die Dissertation von Dr. Alexander Sperk "Entnazifizierung und Personalpolitik in der sowjetischen Besatzungszone Köthen/Anhalt. Eine Vergleichsstudie (1945-1948)", achte mal auf die Zeiten...


    Prinzipiell sollte man nicht alles wahllos in einen Topf werfen! Für die Erfüllung der Normen und/oder des Solls waren die Wirtschaftsoffiziere der Ortskommandaturen der SMAD und der NKWD zuständig. Und es gab auch keine "Gerichtsakten", weil es keine Gerichte gab. Es gab Sitzungen der Entnazifizierungskommissionen, wo übrigens die Chistdemokraten, die Liberalen, die NDPD sowie SPD- und KPD-Vertreter zu gleichen Teilen Vertreten waren. Es reichte ein Beschluss dieser und eine Bestätigung der ober erwähnten sowj. Admins - da konnte man schon das Hab und Gut los werden. Und wenn ein Bauer einige ukrainische Mädchen auf seinem Hof geschwängert und anschließend ins KZ geschickt hat, oder gar eigenhändig erschossen hat, so war es nur verständlich, dass die US-Boys diesen verhafteten und sein Vermögen beschlagnahmt wurde. Hat aber nur bedingt mit dem Eingangsthema zu tun.
    Die Rote Hilde kann man betrachten wie man will. Ich habe mich damit nicht beschäftigt. Wenn ich aber weiß, dass sie zu den Verfolgten in der NS-Zeit gehörte und Teil ihrer Familie aufgrund der Rassengesetze verloren hat, kann ich zumindest ihre Motivation so dicht nach dem Krieg nachvollziehen. Wir sind jetzt 25 Jahre nach der Wende, und jede Dorfverwaltung fühlt sich verpflichtet einen SED-ler oder Stasi-MA in ihren Reihen ausfindig zu machen, da lassen sich sogar die überprüfen, die nach der Wende geboren wurden!!! Ist für mich ein Kabarett!!!


    Aber zum Thema zurück, ich hatte es eigentlich so aufgefasst, dass es in erster Linie um die Bewertung und Darstellung der Ereignisse des II. WK gehen sollte.

    Gruß Viktor


  • Hallo Jürgen,


    interessanter Link zur Spiegel-Rezension! Heute wäre so etwas gar nicht mehr möglich und denkbar, da muß man schon staunen, was man "damals" vor gar nicht allzu langer Zeit selbst noch im Spiegel schreiben konnte und auch schreiben wollte, ohne das die politisch-korrekte braune Keule herüberwedelte und man sich verbog und verkroch!


    Gruß Bernd

    Edited once, last by Hoth ().