70. Todestag des "Wüstenfuchs" Erwin Rommel

  • Hallo Wolfgang,


    Thomas möchte daran erinnern, daß Rommel ganz im Stil des WW I seine Leute in das feindliche Feuer gejagt hat. Das ist kein Kriegsverbrechen! Und Rommel war kein Schukow. Mein alter Herr wurde in der Ukraine ohne Schußwaffe auf eine feindbesetzte Höhe gejagt und dafür wurde ihm das EK I verliehen. Er war MG-Schütze, also war es ein taktischer Fehler ihn da rauf zu jagen, er war aber wohl der kriegserfahreneste Soldat.


    Das alles ändert nichts an meiner Auffassung, daß Rommel unser würdiges Gedenken verdient hat, ich habe aber natürlich nichts dagegen, gesondert der "verheizen" Soldaten zu gedenken, angefangen in Langemark.


    Gruß Wolfgang

    QUOD SEVERIS METES * Für jede Information zur 296., 327. und 357. I.D. bin ich dankbar.

  • Hallo Thomas,


    haben wir endlich mal wieder einen Thread gefunden,

    wo wir uns so richtig den Frust von der Seele schreiben können?

    nein, die Wolfgänge sind empört über Deinen despektierlichen Post, sowas hat niemand verdient, egal was man von ihm halten mag.


    So und nun lassen wir Erwin Rommel in Würde und Frieden ruhen.


    Gruß Wolfgang

    QUOD SEVERIS METES * Für jede Information zur 296., 327. und 357. I.D. bin ich dankbar.

  • Guten Morgen,


    Wolfgang, Du unterstellst Thomas hier ganz eindeutig Aussagen, die er nie so gesagt hat. Und auch nicht gemeint hat. Ich verstehe das nicht.
    Weder kann ich irgendwo Pietätlosigkeit erkennen, noch ist akzeptabel, dass über eine Person der Zeitgeschichte nicht auch kontrovers gestritten werden darf.

    Deine Diskussionskultur lässt leider sehr zu wünschen übrig. Warum?


    lG Justus

  • Hallo,


    ein Beitrag sei mir noch gestattet.

    Da hier für meinen Geschmack in diesem Thema schon wieder viel zu viele unsachliche Emotionen hochkochen, empfehle ich, sich ausführlich mit der neueren Literatur zu Rommel zu beschäftigen, sich selbst ein Urteil zu bilden und dann vielleicht zu ausgewogeneren Aussagen zu kommen.


    Einige – sicher nicht vollständige – Empfehlungen von mir:


    1. Gesamtdarstellungen:

    Remy, Maurice: Mythos Rommel, München 2002.


    Reuth, Ralf Georg: Rommel - Das Ende einer Legende, München 2004.


    Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Förster, Jürgen (Hrsg.): Erwin Rommel - Geschichte und Mythos (Stuttgarter Symposion Bd. 13), Karlsruhe 2009.


    2. Rommel im Ersten Weltkrieg:

    Lieb, Peter: Ein Orden, zwei Berge, zwei Anwärter. Erwin Rommel, Ferdinand Schörner und der Durchbruch bei Flitsch-Tolmein 1917. In: Jordan, Alexander (Bearb.): „Die kahlen, kalten Berge…“ – Der Erste Weltkrieg im Alpenraum, die Deutsche Gebirgstruppe und das Württembergische Gebirgsbataillon. Begleitband zur Sonderausstellung, Bruchsal 2017, S. 182–193.


    Lieb, Peter: „Wüstenfuchs“ und „Bluthund“ in den Alpen. Erwin Rommel und Ferdinand Schörner in der Schlacht von Karfreit 1917, In: Militärgeschichtliche Zeitschrift, Band 77, Heft 1 (Mai 2018), S. 78 – 107.


    3. Rommel im Frankreichfeldzug 1940:

    Frieser, Karl-Heinz: Rommels Durchbruch bei Dinant. Der Maas-Übergang der 7. Panzerdivision vom 12. bis 14. Mai 1940, In: Militärgeschichtliche Beiträge, Band 1, Herford 1987, S. 29 – 48.


    4. Nordafrika:

    Lieb, Peter: Krieg in Nordafrika 1940 – 1943, (Kriege der Moderne) Stuttgart 2018.


    Querengässer, Alexander: El Alamein 1942. Materialschlacht in Nordafrika (Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), Paderborn 2018.


    Reuth, Ralf Georg: Entscheidung im Mittelmeer. Die südliche Peripherie Europas in der deutschen Strategie des Zweiten Weltkrieges 1940 – 1942, Koblenz 1985.


    Stumpf, Reinhard: Der Feldzug nach El Alamein. Operative Grundlagen der Entscheidung in Nordafrika im Sommer und Herbst 1942, In: Ottmer / Ostertag / MGFA (Hsg.): Ausgewählte Operationen und ihre militärhistorischen Grundlagen. (Operatives Denken und Handeln in deutschen Streitkräften, 4) Herford 1993, S. 414 – 438.

    Stumpf, Reinhard: Der Krieg im Mittelmeerraum 1942/43: Die Operationen in Nordafrika und im mittleren Mittelmeer. In: Boog, Horst (Hrsg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Bd 6 - Der globale Krieg. Die Ausweitung zum Weltkrieg und der Wechsel der Initiative 1941 - 1943. Stuttgart 1990, S. 569–760.


    5. Rommel in Italien:

    Andrae, Friedrich: Auch gegen Frauen und Kinder. Der Krieg der deutschen Wehrmacht gegen die Zivilbevölkerung in Italien 1943-1945, München 1995.


    Schreiber, Gerhard: Deutsche Kriegsverbrechen in Italien. Täter, Opfer, Strafverfolgung , München 1996.


    6. Rommel und die Invasion 1944:

    Ose, Dieter: Entscheidung im Westen 1944. Der Oberbefehlshaber West und die Abwehr der alliierten Invasion (Beiträge zur Militär- und Kriegsgeschichte, 22, Stuttgart 1982).

    Das Buch ist zwar schon etwas älter, aber immer noch unverzichtbar.


    7. Rommel als Taktiklehrer an der Infanterieschule in Dresden:

    Schmückle, Gerd: Ohne Pauken und Trompeten, München 1984.

    Das ist die Autobiographie von Schmückle.

    Schmückle (nach 1945 General in der Bundeswehr, zuletzt stellvertretender Befehlshaber SACEUR bei der NATO) hatte als Offiziersanwärter / Leutnant während seiner Ausbildungszeit Rommel als Taktiklehrer. Er erkennt vollumfänglich dessen Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg im Hinblick auf die Führung einer Kompanie im Gefecht an, beschreibt aber auch teilweise recht eigentümliche Erziehungsmethoden Rommels für seine Offiziersschüler. Weiter geht Schmückle auf die damals in Rommels schwäbischer Heimat gängige Einschätzung von dessen Kriegstaten ein. Man war allgemein der Meinung „Rommel ist auf Orden scharf, wie die Elster auf glänzende Gegenstände“.


    Übrigens, weil oben der Einsatz Rommels an der Schule in Dresden als Qualifikation für höhere Führungsstellen herausgestellt wurde: Nichts ist falscher als das. Ein Taktiklehrer an der Infanterieschule hatte Offiziersanwärter und junge Offiziere in der Führung einer Kompanie und eines Bataillons im Rahmen eines Regiments zu unterrichten, die Ebene der Division wurde allenfalls gestreift, soweit es den Einsatz von Artillerie und Pionieren betraf. Zudem war Rommel von 1929 bis 1933 in Dresden, also zu Reichswehrzeiten, wo überhaupt noch nicht an den Einsatz von Panzerverbänden im großen Rahmen zu denken war. Für einen Einsatz als Führer operativ selbständig handelnder Großverbände hat Rommel sich in Dresden sicher nicht profilieren können.


    Grüße

    Jörg

  • Hallo ,


    warum ist es so wichtig, sich an Rommels Todestag vor 75 Jahren zu erinnern ?

    Ich meine, an diesen 14.10.1944 ist nicht nur Rommel gestorben sondern es sind auch genug andere Soldaten an den Fronten gefallen.

    Also warum Rommel hervor heben ?

    Nur weil er ein Feldmarschall war ist sein Tod wichtiger oder höher einzuschätzen als der Tod eines einfachen Soldaten ?


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo Jörg,


    danke für die Buchempfehlungen, die ich noch ergänzen um Rommels Buch "Infanterie greift an", allerdings werde ich mir mit der Lekture Zeit lassen und die hier strittig gewesen Punkte nicht wieder aufgreift.


    Mit Rommel verbindet mich persönlich nichts, außer daß wir beide Schwaben sind und mein Fahrlehrer in Afrika gedient hat


    Gruß Wolfgang

    QUOD SEVERIS METES * Für jede Information zur 296., 327. und 357. I.D. bin ich dankbar.

  • Hallo Micha,


    dass ist deine Meinung und Ansicht,ist ja auch ok so.


    Was mich stört ist diese Doppelmoral,Rommel wird die Nähe zu Hitler,Goebels u.anderen Nazigrößen vorgehalten.

    Aber hier im Forum gibt es eine Arge SS,da wird jeder SS-Mann fein säuberlich aufgelistet und wehe dem, es ist nicht richtig zur Katalogisierung aufgearbeitet,dann ist aber was los.

    Da geht es um Hauptscharführer,Standartenführer usw.,die sind doch mit Sicherheit nicht gezwungen worden in die SS einzutreten,wie ein einfacher Rekrut,der eingezogen wurde.

    Wer sagt mir denn oder weiß es,dass gerade die hier katalogisierten SS-Größen mit Befehlsgewalt,nicht doch Verbrechen an der Meschlichkeit begangen haben oder Befehle zu Erschießungen oder sei es (nur) Misshandlungen und Folterungen gegeben haben.

    Das alles ist ein sehr sensibeles Thema.


    AufThomas(Tuba) seinen Beitrag antworte ich später,da das schöne Wetter mir Lust zur Gartenarbeit verschaft,als sich hier mit den SS-Schergen zu befassen.


    Ich wünsche allen ein sonniges Wochenende.


    Gruß Wolfgang

  • Hallo zusammen,

    die Fragestellungen kamen teilweise auch schon in anderen Beiträgen, ich antworte mal hier beim jüngsten..


    - Es ist sicherlich nicht "wichitg", an den 75. Todestag zu erinnern. Vielleicht war die "runde" Jahreszahl der Anlaß dazu, da im allgemeinen dann gerne an zeitgeschichtliche Ereignisse erinnert wird.


    - "Am 14.10,1944 sind auch andere Soldaten gestorben, warum Rommel hervorheben?"

    Einerseits sind "die anderen" nicht öffentlich allgemein bekannt. Andererseits sind die Umstände im Zusammenhang mit dem Ableben bei Rommel anders. Hierin unterscheidet sich der eine schon deutlich von den anderen.

    Und bitte nicht zu vergessen: der Werdegang Rommels im Krieg: erst als "Werbe-Ikone" für das Regime aufgebaut, dem gemeinen Volk zudem mit einem "Mythos Rommel" verkauft, dann, als er die Aussichtslosigkeit der Kampfhandlungen im Westen erkannte und dies dem Gröfaz gegenüber äußerte, fiel er in Ungnade, wurde "fallen gelassen" und in der Konsequenz zum Tode gezwungen. (nur eine verkürzte, keine vollständige, detailgetreue Wiedergabe der Ereignisse.. )

    In so weit unterscheidet sich seine Geschichte schon deutlich von den meisten anderen der an diesem Tage gestorbenen Angehörigen der Wehrmacht, zumal durch die Vertuschung der tatsächlichen Umstände (Die dem Volk verkaufte Mär, er sei an den Folgen seiner im Fronteinsatz erlittenen Verletzungen erlegen..) auch das perfide Treiben des Regimes erkennbar wird.


    Meine Zusammenfassung zu diesem Tread:

    Es ist der 75. Jahrestag, nicht mehr und nicht weniger.


    Es grüßt ganz entspannt,

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

    Edited once, last by MunaLisa ().

  • Hallo zusammen,


    geht mal alle hier in Euch und teilt mir mal mit, was das bringt?:/


    Wenn man mich fragen würde, wer Rommel ist, würde ich einfach antworten:


    Ein militärischer Befehlshaber in der deutschen Wehrmacht, der durch Verdienste

    und Schlagzeilen im Afrika-Korps oder auch -Feldzug bekannt wurde...………………..


    Um in diesem Forum auf jeden Militärbefehlshaber der deutschen Wehrmacht

    so aufmerksam und intensiv einzugehen und noch vielleicht alle 5 Jahre zu ehren,

    ist nicht bemerkenswert. Es ist eher überflüssig...………..;(


    P.S.: Wenn ich mich jetzt nicht irre, existieren doch hier im FdW für bestimmte hohe Generäle auch

    Lebensläufe.……………….

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........

  • jeden Militärbefehlshaber der deutschen Wehrmacht

    so aufmerksam und intensiv einzugehen und noch vielleicht alle 5 Jahre zu ehren,

    ist nicht bemerkenswert. Es ist eher überflüssig...………..

    Tag allerseits,


    wir hätten natürlich auch über einen anderen X-beliebigen General der Wehrmacht uns austauschen können, ohne ihn "zu ehren". Das ist auch Sinn dieses Forums. Und wenn ich die Beiträge

    zu GFM Rommel richtig einordnen kann, dann war das keine Ehrung.


    Warum sind wir nicht in der Lage, solche Dinge vernünftig darzustellen und auch unterschiedliche Meinungen gelten zu lassen?

    Thomas jedenfalls erkannte schon am Anfang, wie sich die Sache entwickeln könnte.


    nachdenkliche Grüße

    Bert

  • Quote

    Hallo zusammen,


    Warum sind wir nicht in der Lage, solche Dinge vernünftig darzustellen und auch unterschiedliche Meinungen gelten zu lassen?

    das einen nette Frage aber ich denke es ist alles zu dem Thema gesagt und wir setzten hier eine Punkt.


    Thema geschlossen

    Gruss Dieter