Eisenbahn-FLAK Einheiten

  • Aufstellung:


    Die leichte FLAK-Abteilung 1001 wurde im Juni 1940 im Luftgau XI (westliches Niedersachsen, Sachsen-Anhalt) mit einer Batterie aufgestellt.
    Die Batterie war vorher die 6.Batterie des FLAK-Regiment 33. Als leichte FLAK-Abteilung 1001 wurde sie bereits im Juli 1940 aufgelöst und
    als 1.Batt. von der FLAK-Abteilung 605 übernommen.


    Im August 1944 wurde eine neue leichte FLAK-Abteilung 1001 als Eisenbahn-Transportschutz-Abteilung aufgestellt.
    Zur Neuaufstellung wurde die II. (Abt.) FLAK-Regiment 155 herangezogen
    Als Stab: Stab II. (Abt.) FLAK-Regiment 155; 1.Batterie: 11./ 155; 2.Batterie: 6./155 (Oktober 1944); 3.Batterie: 13./ 155
    und als 4.Batterie: 14./155.


    Das FLAK-Regiment 155 wurde ursprünglich zum Schutz der V 1 Abschussrampen aufgestellt.


    Unterstellung:


    04.-05.1945: 30.FLAK-Division (E)


    Feldpostnummer(n):


    Stab: 53222
    1.Batterie: 10480; ab 08.1944: 63597
    2.Batterie: 52497
    3.Batterie: 54559
    4.Batterie: 53358


    Einsatzgebiete:


    Nach ihrer Neuaufstellung wurde die leichte FLAK-Abteilung im Luftgau VI (Provinz Westfalen; Regierungsbezirke Aachen, Düsseldorf; Kassel; Köln und Osnabrück) eingesetzt.


    Schutzobjekte waren wichtige Eisenbahnverkehrswege wie Brücken und Verladebahnhöfe.
    Auch gehörte auch der Schutz vor Tieffliegerangriffen zu den Aufgaben.


    Da die Abteilung 1945 im Luftgau VI eingesetzt wurde, ist anzunehmen, dass sie im Ruhrkessel unterging.


    Ersatztruppenteil:


    Höherer Kommandeur der FLAK-Ausbildungs- und Ersatzregimenter
    ab 15.4. 1944 umbenannt in FLAK-Ersatz-Division mit den FLAK-Ersatzregimentern 1-6

    Offiziere/Personal:


    Für Ergänzungen, Korrekturen bitte diesen Thread benutzen: Klick

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Aufstellung:
    Die leichte FLAK-Abteilung 1002 (E.Tr.) wurde im August 1944 mit vier Batterien aufgestellt.


    Für die Aufstellung wurde die II. (Abt.) FLAK-Regiment 255 herangezogen:


    Stab: II. (Abt.) 255; 1.Batterie: 13./255; 2.Batterie: 14./255; 3.Batterie: 11./255; und 4.Batterie: 12./255


    Unterstellung:


    11.1944: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 255 (E.Tr.) (Stab; 1.- 3.Batt.)
    12.1944: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 50 (E.Tr.) (Stab); (1.- 4.Batt; FLAK-Regiment 255)
    01. – 03. 1945: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 255 (E.Tr.)
    04.-05.1945: 30.FLAK-Division (E); FLAK-Regiment 255 (E.Tr.)


    Das FLAK-Regiment 255 wurde im Oktober als Eisenbahn-Transportschutz-Regiment umgruppiert und neu formiert.
    Dem Regiment gehörten nach der Umgruppierung die leichten FLAK-Abteilungen (E.Tr.) 1002 und 1003 an.


    Feldpostnummer(n):


    Stab:
    1.Batterie: 55024
    2.Batterie: 53535
    3.Batterie: 54377
    4.Batterie: 52783


    Einsatzgebiete:


    Luftgaue III (Mark Brandenburg; Teile Pommerns und nördliches Sachsen), VI (Provinz Westfalen; Regierungsbezirke Aachen; Düsseldorf; Kassel; Köln und Osnabrück); VII (Ober und – Niederbayern; Oberpfalz; Teile von Schwaben) und XVII („Ostmark“ [ohne Tirol und Vorarlberg]; Protektorat Böhmen und Mähren).


    Schutzobjekte waren wichtige Eisenbahnverkehrswege wie Brücken und Verladebahnhöfe.
    Auch gehörte auch der Schutz vor Tieffliegerangriffen zu den Aufgaben.


    Der Einsatz der Eisenbahn-Transportschutz-Abteilungen erfolgte in Absprache mit der Brigade oder den Anforderungen des Chefs des Transportwesens.


    Das FLAK-Regiment 255 (E.Tr.) war zu Kriegsende im Süden des Reiches eingesetzt; daher kann angenommen werden, dass sich die leichte FLAK-Abteilung 1002 ebenfalls in diesem Einsatzraum befand.


    Ersatztruppenteil:


    Höherer Kommandeur der FLAK-Ausbildungs- und Ersatzregimenter
    ab 15.4. 1944 umbenannt in FLAK-Ersatz-Division mit den FLAK-Ersatzregimentern 1-6


    Offiziere/Personal:


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    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Aufstellung:


    Die leichte FLAK-Abteilung 1003 (E.Tr.) wurde im August 1944 mit vier Batterien neu aufgestellt.


    Zur Aufstellung wurde die I. (Abt.) FLAK-Regiment 255 herangezogen:


    als: Stab: Stab I.(Abt.) 255; 1.Batterie: 1./255; 2.Batterie: 2./255; 3.Batterie: 3./255 und als 4.Batterie: 4./255


    Unterstellung:



    11.1944: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 255 (E.Tr.) (Stab; 1. – 3. Batt.)
    12.1944: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 255 (E.Tr.) (Stab; 1. – 3. Batt.); (4.Batt.: FLAK-Regiment 50 (E.Tr.) u.F.* le.2002)
    01.-03.1945: 5.FLAK-Brigade (E)
    04.-05.1945: 30.FLAK-Division (E)


    Das FLAK-Regiment 255 wurde im Oktober als Eisenbahn-Transportschutz-Regiment umgruppiert und neu formiert.
    Dem Regiment gehörten nach der Umgruppierung die leichten FLAK-Abteilungen (E.Tr.) 1002 und 1003 an


    * u.F. = unter Führung

    Feldpostnummer(n):


    Stab: 60189
    1.Batterie: 60710
    2.Batterie: 62217
    3.Batterie: 62491
    4.Batterie: 61494


    Einsatzgebiete:


    Luftgaue VII (Ober und – Niederbayern; Oberpfalz; Teile von Schwaben) und XVII
    („Ostmark“ [ohne Tirol und Vorarlberg]; Protektorat Böhmen und Mähren).


    Schutzobjekte waren wichtige Eisenbahnverkehrswege wie Brücken und Verladebahnhöfe.
    Auch gehörte auch der Schutz vor Tieffliegerangriffen zu den Aufgaben.


    Der Einsatz der Eisenbahn-Transportschutz-Abteilungen erfolgte in Absprache mit der Brigade oder den Anforderungen des Chefs des Transportwesens.


    Da sich das FLAK-Regiment 255 (E.Tr.) bei Kriegsende im Südraum befand, ist anzunehmen, dass sich in diesem Einsatzraum auch die leichte FLAK-Abteilung 1003 (E.Tr.) befand.


    Ersatztruppenteil:


    Höherer Kommandeur der FLAK-Ausbildungs- und Ersatzregimenter
    ab 15.4. 1944 umbenannt in FLAK-Ersatz-Division mit den FLAK-Ersatzregimentern 1-6


    Offiziere/Personal:


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    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Aufstellung:


    Die leichte FLAK-Abteilung 1004 wurde im August 1944 mit vier Batterien aufgestellt.
    Stab; 1. Batterie; 2.Batterie wurden neu formiert, für die beiden anderen Batterien wurde die
    II. (Abt.) FLAK-Regiment 155 herangezogen: 3.Batterie: 20./155; 4.Batterie: 19./155


    Das FLAK-Regiment 155 wurde ursprünglich zum Schutz der V 1 Abschussrampen aufgestellt.


    Unterstellung:


    (unklar)


    Feldpostnummer(n):


    Stab: 60397
    1.Batterie:
    2.Batterie:
    3.Batterie: 51679
    4.Batterie: 55662


    Einsatzgebiete:


    Luftgaue VII (Ober und – Niederbayern; Oberpfalz; Teile von Schwaben); XI (westliches Niedersachsen; Sachsen-Anhalt);
    XII (Rheinprovinz; Hessen-Nassau); XVII („Ostmark“ [ohne Tirol und Vorarlberg]; Protektorat Böhmen und Mähren).


    Schutzobjekte waren neben wichtigen Eisenbahnstrecken für den Nachschub auch Schutz von Nachschubzügen gegen feindliche Tiefflieger.


    Der Einsatz der Eisenbahn-Transportschutz-Abteilungen erfolgte in Absprache mit der übergeordneten Dienststelle oder den Anforderungen des Chefs des Transportwesens.


    Da sich die Unterstellung der leichten FLAK-Abteilung 1004 (E.Tr.) bei der Recherche als schwierig erwies, kann über das Ende der Abteilung bisher nichts weiter ausgesagt werden.


    Weitere Informationen und Erkenntnisse werden dankend angenommen.

    Ersatztruppenteil:


    Höherer Kommandeur der FLAK-Ausbildungs- und Ersatzregimenter
    ab 15.4. 1944 umbenannt in FLAK-Ersatz-Division mit den FLAK-Ersatzregimentern 1-6

    Offiziere/Personal:


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    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Aufstellung:


    Die leichte FLAK-Abteilung 1005 (E.Tr.) wurde im August 1944 mit vier Batterien aufgestellt.


    Stab; 3. und 4. Batterie wurden neu formiert; zur Neuformierung der 1. Batterie wurde die 5./FLAK-Regiment 255 und als 2. Batterie die 6./ 255 herangezogen.


    Unterstellung:


    (unklar)


    Feldpostnummer(n):


    Stab: 60021
    1.Batterie: 60866
    2.Batterie: 60236
    3.Batterie: 61429
    4.Batterie: 62394


    Einsatzgebiete:


    Luftgaue XI (westliches Niedersachsen; Sachsen-Anhalt) und III (Regierungsbezirke Berlin; Frankfurt/Oder; Potsdam)


    Schutzobjekte waren neben wichtigen Eisenbahnstrecken für den Nachschub auch Schutz von Nachschubzügen gegen feindliche Tiefflieger



    Der Einsatz der Eisenbahn-Transportschutz-Abteilungen erfolgte in Absprache mit der übergeordneten Dienststelle oder den Anforderungen des Chefs des Transportwesens.


    Da sich die Unterstellung der leichten FLAK-Abteilung 1005 (E.Tr.) bei der Recherche als schwierig erwies, kann über das Ende der Abteilung bisher nichts weiter ausgesagt werden.


    Weitere Informationen und Erkenntnisse werden dankend angenommen.


    Ersatztruppenteil:



    Höherer Kommandeur der FLAK-Ausbildungs- und Ersatzregimenter
    ab 15.4. 1944 umbenannt in FLAK-Ersatz-Division mit den FLAK-Ersatzregimentern 1-6

    Offiziere/Personal:


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    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Aufstellung:


    Die leichte FLAK-Abteilung 991 wurde im April 1940 im Luftgau XVII („Ostmark“ [ohne Tirol und Vorarlberg]; Protektorat Böhmen und Mähren)
    mit drei Batterien aufgestellt.
    Im Dezember 1942 wurde eine 4. Batterie aufgestellt; die 2.Batterie im Juni 1943 als 6. Batt. in die gem. 643 eingegliedert und neu aufgestellt.


    Im April 1944 wurde die Abteilung aufgelöst.


    Ab November 1944 wurde die leichte FLAK-Abteilung 991 als FLAK zum Schutz
    von Fähren mit vier Batterien neu aufgestellt.


    Unterstellung:
    (nach Umgliederung)



    12.1944: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 159 (E.Tr.) (Stab)
    01.-03.1945: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 159 (E.Tr.)
    04.-05.1945: 30.FLAK-Division (E); FLAK-Regiment 159 (E.Tr.)


    Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, dass die Abteilung einem/einer Eisenbahn-Transportschutz-Regiment/Division unterstellt wurde.

    Feldpostnummer(n):

    (nach Umgliederung)


    Stab: 55259
    1.Batterie: 62172
    2.Batterie: 63209
    3.Batterie: 60196
    4.Batterie: 62409


    Einsatzgebiete:


    Die leichte FLAK-Abteilung 991 wurde nach ihrer Umgliederung und Neuformierung
    im Luftgau XIV (Mittelrheinregion) zum Schutz der Rhein-Fähren eingesetzt.


    Da die Abteilung der 5.FLAK-Brigade (E), bzw. 30.FLAK-Division (E) unterstand, besteht auch die Möglichkeit, dass sie sich am Schutz wichtiger Eisenbahnbrücken beteiligte.


    Die führende 5.FLAK-Brigade (E.Tr.) hatte die Aufgabe den alliierten Vormarsch am Rhein zu stoppen.
    Um zu verhindern, dass die westalliierten Truppen den Rhein überqueren, wurden die Abteilungen entlang der wichtigsten Rheinübergänge positioniert.


    Schließlich gelang den Amerikanern, am 07.März 1945 den Rhein bei Remagen, den Engländern in der Nacht zum 24. März bei Wesel, zu überqueren.


    Die Wehrmachtseinheiten wurden auf die rechte Rheinseite abgedrängt und zogen sich bis in den Raum Bayern zurück.


    Die leichte FLAK-Abteilung 991 (Fähre) endete mit Kriegsende am 08.Mai 1945


    Ob es sich bei der leichten FLAK-Abteilung 991 (Fähre) um eine leichte FLAK-Kampffähre (-> Siebelfähre) handelte, bedarf noch der Klärung


    Ersatztruppenteil:


    Höherer Kommandeur der FLAK-Ausbildungs- und Ersatzregimenter
    ab 15.4. 1944 umbenannt in FLAK-Ersatz-Division mit den FLAK-Ersatzregimentern 1-6


    Offiziere/Personal:


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    Gerd (der aus Bielefeld)

    Edited once, last by Gerd Wolf ().

  • Aufstellung:


    Die leichte FLAK-Abteilung 992 wurde im Oktober 1940 mit drei Batterien im Luftgau XII (Rheinprovinz; Hessen-Nassau) aufgestellt.
    Die 4.Batterie kam im April 1942 hinzu.


    Im Oktober 1943 wurde die Abteilung wieder aufgelöst.


    Ein Jahr später, im November 1944, wurde die leichte FLAK-Abteilung 992 zum Schutz von Fähren mit vier Batterien neu aufgestellt.


    Als Stab wurde der Stab der le.986 herangezogen.
    Die vier Batterien wurden neu formiert.


    Unterstellung:
    (nach Umgliederung)


    12.1944: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 50 (E.Tr.)
    01.-03.1945: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 50 (E.Tr.)
    04.-05.1945: 30.FLAK-Division; FLAK-Regiment 50 (E.Tr.)


    Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, dass die Abteilung einem/einer Eisenbahn-Transportschutz-Regiment/Division unterstellt wurde.

    Feldpostnummer(n):

    (nach Umgliederung)


    Stab: 45444
    1.Batterie: 61068
    2.Batterie: 62063
    3.Batterie: 63079
    4.Batterie: 60089


    Einsatzgebiete:


    Die leichte FLAK-Abteilung 992 (Fähre) wurde nach ihrer Umgliederung zum Schutz der Fähren in den Luftgauen VI (Provinz Westfalen; Regierungsbezirke Aachen; Düsseldorf; Kassel, Köln und Osnabrück) und XI (westliches Niedersachsen; Sachsen-Anhalt)
    Schutzobjekte waren Fähren über Rhein; Weser und Elbe.


    Möglich ist auch ein Einsatz zum Schutz wichtiger Eisenbahnbrücken in diesem Einsatzraum, da die Abteilung der 5.FLAK-Brigade (E), bzw. 30.FLAK-Division (E) unterstellt war.


    Da die leichte FLAK-Abteilung 992 (Fähre) im Bereich Nordwest-Deutschland war, ist anzunehmen, dass sich die Abteilung auch zum Kriegsende in diesem Einsatzbereich befand.


    Ob es sich bei der leichten FLAK-Abteilung 992 (Fähre) um eine leichte FLAK-Kampffähre (-> Siebelfähre) handelte, bedarf noch der Klärung


    Ersatztruppenteil:


    Höherer Kommandeur der FLAK-Ausbildungs- und Ersatzregimenter
    ab 15.4. 1944 umbenannt in FLAK-Ersatz-Division mit den FLAK-Ersatzregimentern 1-6


    Offiziere/Personal:


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    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

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  • Aufstellung:


    Die leichte FLAK-Abteilung 993 wurde im April 1941 mit drei Batterien im Luftgau XII (Rheinprovinz; Hessen-Nassau) aufgestellt.
    Eine 4.Batterie wurde im Dezember 1942 aufgestellt.


    Ebenfalls im Dezember 1942 wurde die 2.Batterie als 2.Batterie in die le. 880 eingegliedert und im Juni 1943 durch die 3./le.933 ersetzt.


    Im April 1944 wurde die Abteilung aufgelöst.


    Ab November 1944 wurde die leichte FLAK-Abteilung 993 zum Schutz von Fähren mit Stab und vier Batterien neu aufgestellt.


    Unterstellung:
    (nach Umgliederung)


    12.1944: 5.FLAK-Brigade (E); FLAK-Regiment 50 (E.Tr.)
    01.-03.1945: 5.FLAK-Brigade; FLAK-Regiment 50 (E.Tr.)
    04.-05.1945: 30.FLAK-Division (E); FLAK-Regiment 50 (E.Tr.)


    Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, dass die Abteilung einem/einer Eisenbahn-Transportschutz-Regiment/Division unterstellt wurde.

    Feldpostnummer(n):

    (nach Umgliederung)


    Stab: 60027
    1.Batterie: 61002
    2.Batterie: 62062
    3.Batterie: 63057
    4.Batterie: 60075

    Einsatzgebiete:


    Die leichte FLAK-Abteilung 993 (Fähre) wurde nach ihrer Umgliederung im Luftgau VI (Provinz Westfalen; Regierungsbezirke Aachen; Düsseldorf; Kassel, Köln und Osnabrück) zum Schutz der Fähren in diesem Einsatzbereich eingesetzt.


    Auch ist ein Heranziehen zum Schutz wichtiger Eisenbahnbrücken in diesem Einsatzbereich möglich.


    Da sich das führende FLAK-Regiment 50 (E.Tr.) zu Kriegsende im nordwestlichen Bereich des Reiches befand, ist es möglich, dass sich die leichte FLAK-Abteilung 993 (Fähre) ebenfalls in diesem Einsatzraum aufhielt.


    Ob es sich bei der leichten FLAK-Abteilung 993 (Fähre) um eine leichte FLAK-Kampffähre (-> Siebelfähre) handelte, bedarf noch der Klärung


    Ersatztruppenteil:


    Höherer Kommandeur der FLAK-Ausbildungs- und Ersatzregimenter
    ab 15.4. 1944 umbenannt in FLAK-Ersatz-Division mit den FLAK-Ersatzregimentern 1-6


    Offiziere/Personal:


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    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

    Edited once, last by Gerd Wolf ().

  • Zum Schutz auf Reisen ins Frontgebiet mit dem Zug, verfügte das Führerhauptquartier über fünf eigene FLAK-Züge.


    Erst nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, wurden feste Führerhauptquartiere gebaut.
    Das erste feste Führerhauptquartier war das „Felsennest“ bei Bad Münstereifel, welches zu Beginn des Frankreichfeldzuges
    im Mai 1940 eingerichtet worden ist.


    Hitler besuchte die Kriegsschauplätze Polen und Jugoslawien mit dem Führersonderzug.


    Die Sonderzüge Hitlers, Görings, von Ribbentrops und des Wehrmachtführungsstabes
    unterstanden dem Kommandanten des Führerhauptquartiers.


    Ihm unterstand auch das Führerbegleitkommando. Dieses Kommando hatte nicht nur die Aufgabe,
    Hitler bei seinen Reisen mit dem Zug zu beschützen, sondern auch vorher die Strecken zu erkunden.


    Der Objektschutz der FLAK-Begleitwagen lag darin, feindliche Tiefflieger von Angriffen abzuhalten.


    Die Soldaten der FLAK-Begleitwagen stellte die Luftwaffe.


    Die fünf FLAK-Züge waren:


    FLAK-Zug Reichsaussenminister (FPN 32684)
    FLAK-Zug Reichsmarschall (FPN 34693)
    FLAK-Zug III: Eisenbahn-FLAK-Zug, Führer-FLAK-Abteilung (FPN 61638)
    FLAK-Zug IV: Eisenbahn-FLAK-Zug, Führer-FLAK-Abteilung (FPN 62626)
    FLAK-Zug V: Eisenbahn-FLAK-Zug, Führer-FLAK-Abteilung (FPN 63 672)


    Die Wagen waren mit vier Geschützen 2 cm Vierling; Hitlers FLAK-Begleitwagen zusätzlich noch mit vier Geschützen 2 cm in Einzellafette ausgerüstet.


    Gebaut wurden vier FLAK-Wagen 1938 bei den Linke-Hoffmann Werken in Breslau.
    Sie erhielten die Nummern 919-109 (P) Bln bis 919-112 (P) Bln.
    Alle vier Wagen besaßen eine Länge von 21,27 m; die Bezeichnung der Wagen lautete SdPl-4i-38 (Bauart 1938)


    Die Wagen 919-109 (P) Bln und 919-112 (P) Bln wurden 1940 an Mussolini abgegeben und neu gebaut, dies mal mit einer Länge von 26 m. (SdPl-4i-39 [Bauart 1941])


    Einen ehemaligen FLAK-Wagen ließ die Deutsche Bundesbahn 1956 zu einem Film-Wagen umbauen. Wo einst ein FLA-Geschütz seinen Platz hatte, wurde eine Halterung für eine Filmkamera montiert.


    Die Wagen 919-109 (P) Bln (neu) und 919-112 (P) Bln (neu) übernahm im Januar 1958 das österreichische Bundesheer.


    Der SdPl-4i-38 919-111 existiert Heute noch und ist in Delitsch hinterstellt.


    Modellfoto eines FLAK-Begleitwagens (Liliput)


    Quellen: drehscheibe-online; drg-salonwagen.eu; bundesarchiv.de


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    Edits: Quellen und Hinweis eingefügt

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

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  • Bei meinen Recherchen zu den Eisb.-FLAk-Einheiten, bin ich oft auf Berichte, Chroniken oder Geschichten gestossen,
    die Stellungen von Eisenbahn-FLAK-Batterien beschrieben.


    Eine Zuordnung zu einzelnen Eisb.-FLAK-Abteilungen ist sehr schwierig, teilweise auch nicht mehr möglich.


    Dennoch möchte ich eine Auswahl einstellen:


    05. Dezember 1944: Bahnhof Dillenburg (Hessen)


    In Dillenburg befand sich ein Hüttenwerk.
    Dieses stellte u.a. Raketen – und Bombenteile her.
    Zudem befand sich in Dillenburg ein Bahnbetriebswerk
    Dillenburg war auch ein wichtiger Eisenbahnknoten.


    Am 5.Dezember 1944 flogen amerikanische Tiefflieger einen Angriff.
    Unklar ist, ob der Angriff dem Hüttenwerk oder dem Verschiebebahnhof Dillenburg galt.
    Eine, im Verschiebebahnhof stehende Eisenbahn-FLAK-Batterie, eröffnete das Feuer.
    Die Batterie wurde mit Bomben belegt.


    Quelle: niederscheld.de: "Erste Luftangriffe auf Niederscheld"


    23. März 1945: Bahnhof Herdecke (Ruhrgebiet)


    Am 23.März 1945 flog die 388. BG der 8.USAAF einen Luftangriff auf den Verschiebe-Bahnhof Hagen-Hengstey.
    Beim Zielanflug wurde der Verband von einer Eisenbahn-FLAK-Batterie im Bahnhof Herdecke unter Feuer genommen.


    10 B 17 der 388. BG griffen die FLAK-Batterie an.
    Durch Bombenvolltreffer wurde die Eisenbahn-FLAK-Batterie, der gesamte Bahnhof und 22 Gebäude im näheren Umkreis, vollkommen
    zerstört.

    Die Eisenbahn-FLAK-Batterie bestand aus vier 12,8 cm Geschützen.
    Offen bleiben muss die Frage, ob die 10 B17 der 388. BG "abkommandiert" wurden, die Eisb.-FLAK-Batterie auszuschalten, oder ob es sich um Zufallstreffer handelte (Die Chronik der 8. USAAF vom 23.März 1945 schreibt bei Herdecke "Target of opportunity" = Gelegenheitsziel)


    Quelle 1: Historisches Centrum Hagen; Dr. Ralf Blank (E-Mail)
    Quelle 2: Wochen-Kurier, Hagen vom 23.März 2011 : "Schwerer Luftangriff auf Herdecke"


    27. März 1945: Bahnhof Mücke (Hessen)


    Am 27.März starteten von Frankreich aus, mehrere „Thunderbolts“ mit dem Auftrag, Eisenbahnstrecken zu erkunden und zu zerstören.


    Bei den Rückzugsgefechten vor der US.Army, gelangte eine bisher unbekannte Eisenbahn-FLAK-Batterie in den Bahnhof Mücke.


    Die amerikanischen Jagdbomber entdeckten die FLAK-Batterie und warfen ihre Bomben.
    Die Eisb.-FLAK-Batterie wurde bei diesem Angriff vollkommen zerstört.
    Die Batterie bestand aus einem 10, 5 cm und einem 2 cm Vierling Geschütz.


    Quelle: Alsfelder Allgemeine vom 26.März 2010: "Vor 65 Jahren Bombenangriff auf Bahnhof Mücke"



    März 1945: Bahnhof Ewersbach (Hessen)


    Während des amerikanischen Vormarsches, gelangte eine bisher unbekannte Eisenbahn-FLAK-Batterie in den Bahnhof Ewersbach.
    Diese Eisb.-FLAK-Batterie wurde von Wehrmachtssoldaten gesprengt, wobei mehrere im Bahnhof abgestellte Personenwagen beschädigt wurden.


    Quelle: freenet.de: Lexikon Dietzhölztalbahn



    08. April 1945: Hof Hauptbahnhof


    Bei einem Luftangriff auf Hof am 08.April 1945, schoss eine bisher unbekannte Eisenbahn-FLAK-Batterie 3 B 17 Bomber ab.
    Die Batterie bestand aus sechs 8,8 cm Geschützen.


    Quelle: google books : "Die Bayreuther Feuerwehren im Dritten Reich"


    10. April 1945: Raum Salzgitter


    Am Morgen des 10. April rollte das PzRgt-B der 2. US-PzDiv von Lutter über Upen in Richtung Liebenburg. Es verfügte über ca. 100 Panzer, ein ArtBtl und ein InfBtl. Sein Angriffsweg führte über Othfresen, das von 30 Mann des Unteroffiziers Sauer verteidigt werden sollte. Zuerst eröffnete das 8,8-cm-Geschütz der Eisenbahnflak das Feuer. Treffer wurden nicht beobachtet. Dann fuhr jedoch eine US-PzKp zur Feuerfront auf und brachte das deutsche Geschütz mit mehreren Volltreffern zum Schweigen. - Leutnant Förster und sechs weitere Flak-Soldaten fanden den Tod. Sie wurden später aus unbekannten Gründen aber nicht in Othfresen, sondern in Liebenburg beigesetzt. - Nach dem Ausfall des Flak-Geschützes nahmen die US-Panzer die Kampfstände der „Oesau"-Soldaten unter direkten Beschuß. Die jungen Deutschen, die ohne jede Chance zur Gegenwehr waren, räumten ihre Stellungen und gingen zurück.


    Quelle: Forumsmitglied Sinclair; in: Ulrich Saft, KRIEG IN DER HEIMAT - ... bis zum bitteren Ende im Harz, Soltau, 1994


    19. April 1945: Buchholz (Nordheide)


    An jenem Tage erschien eine, aus Richtung Bremen kommende, Eisenbahn-FLAK-Batterie.
    Die Batterie hatte den Auftrag, feindliche Truppen aufzuhalten und ging daran, auf dem Bahndamm bei Buchholz in Stellung zu gehen.

    Zu diesem Zeitpunkt war aber in Buchholz ein Lazarett.
    In dessen Nähe wollte sich die Eisenbahn-FLAK-Batterie positionieren.
    Sanitäter des Lazarettes machten den Kommandanten der Batterie darauf aufmerksam, dass schießende FLAK Tiefflieger-Angriffe provozieren und somit das Lazarett gefährden würde.


    Im Verlauf des Tages kam ein Melder aus Richtung Hamburg und meldete, dass Marine-Pioniere die Eisenbahn-Brücken bei Buchholz zur Sprengung vorbereiteten.
    Es kam zu einer Auseinandersetzung mit dem Lokführer, der noch vor der Sprengung in Richtung Hamburg abfahren wollte.


    Tatsächlich ging die Batterie dann zwischen Stelle und Hoopte in Stellung und verschoss ihren gesamten Munitionsvorrat
    auf die vorrückenden britischen und kanadischen Truppen.
    Nach Verbrauch der Munition, verlegte die Batterie in Richtung Hamburg.


    Bei der Batterie soll es sich um 12,8 cm FLAK gehandelt haben.


    Quelle: google books: "Buchholz und seine Schützen zu Zeiten des Dritten Reiches", Band 3

    April 1945: Ganderkesee


    Bei den Kämpfen um Ganderkesee, beteiligte sich auch eine Eisenbahn-FLAK-Batterie.
    Die britischen Angreifer setzten bei der Einnahme von Ganderkesee auch Flammenwerfer-Panzer
    vom Typ "Churchill-Crocodile" ein.
    Der Ort wurde zum großen Teil zerstört.
    Der FLAK-Zug bestand aus zwei Wagen mit 2 mal 2 cm Vierling vorn, das Gleiche am Ende und 12,8 cm FLAK in der Mitte. Gezogen wurde der Zug mit einer Dampflok BR 52 mit Kondenstender.


    Für Ergänzungen, Korrekturen bitte diesen Thread benutzen: Klick

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

    Edited 6 times, last by Gerd Wolf ().

  • Anhand einer "Lagekarte" habe ich erkannte Eisb.-FLAK-Stellungen in der Reichsbahn-Direktion Hannover lokalisiert.


    Erkannte Eisenbahn-FLAK-Stellungen März-April 1945 in der RBD Hannover


    1. März 1945: Bhf Bielefeld-Brackwede; unbekannte Eisb.FLAK-Batterie (10,5 cm)


    2. 4.-8. April 1945: Raum Minden/ Porta Westfalica; schw. 145 (E); schw. 263 (E)


    3. 4.April 1945: Rinteln/Weser; schw. 145 (E)


    4. 6.-8.April 1945: Springe/Eldagsen; unbekannte Eisb.-FLAK-Batterie


    5. 9.-12. April 1945: Rethem(Aller); 1./schw.125 (E)


    6. 19.April 1945: Buchholz/Nordheide; unbekannte Eisb.-FLAK-Batterie (12,8 cm)


    7. 9.April 1945: Lehrte; schw. 263 (E)


    8. Sarstedt/Harsum; eventuell schw. 473 (E)


    9. Raum Braunschweig; unbekannte Eisb.-FLAK-Abt.


    10. 10.April 1945 Raum Salzgitter; unbekannte Eisb.-FLAK-Batterie (8,8 cm)


    Auffallend ist die Konzentrierung von Eisenbahn-FLAK an der Magistrale Ruhrgebiet-Berlin.
    Weitere Eisenbahn-FLAK-Stellungen konnten in Stendal und Tangermünde (RBD Berlin)
    festgestellt werden.


    Auch im Bereich der RBD Frankfurt/Main konnten in diesem Zeitraum Eisb.-FLAK-Stellungen festgestellt werden.
    Sie befanden sich im Lahn-Dill – sowie im Vogelsbergkreis (Dillenburg; Ewersbach; Mücke) an der Strecke Gießen-Fulda

  • Hallo Gerd,


    Quote

    Auch im Bereich der RBD Frankfurt/Main konnten in diesem Zeitraum Eisb.-FLAK-Stellungen festgestellt werden.Sie befanden sich im Lahn-Dill – sowie im Vogelsbergkreis (Dillenburg; Ewersbach; Mücke) an der Strecke Gießen-Fulda


    mit Mücke ist der Bahnhof Merlau in der Gemeinde Mücke gemeint. Hier fielen am 27.03.45 durch Luftangriff folgende Angehörige eines Flakzuges:


    Kanonier Hugo Imberg, geb. 3.7.1899 in Essen. Einheitsangabe Flakkaserne Hilden
    Gefreiter Jacob Roth, 17.6.06 in Landau-Queichheim, Reserve-Flakabteilung 293
    Obergefreiter Ernst Büchau. 12.7.09 in Steegen, Flakersatzabteilung II 1. Batterie
    Stabsgefreiter Karl Kordik, 20.7.12 in Flecken, Reserve-Flakabteilung 490 1. Batterie


    (Die Einheitsangaben stammen vom Standesamt.)


    Außerdem fielen vier namenlose KZ-Häftlinge aus einem Häftlingszug, der sich auch im Bahnhof befand.


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Gerd,


    Soweit für dich von Interesse und noch nicht bekannt, gibt es eine interessante Vortragsnotiz vom 03.04.1945, die ich in den kanadischen Archiven gefunden habe und die die Situation der Eisenbahn-Flakartillerie an der Westfront wiedergibt :


    Eisenbahn-Flak-Abteilung 125 (4 Batterien 12,8 bzw. 10,5 cm), war nach Kassel befohlen und ist in folgende Räume ausgewichen :
    - 2 Batterien in den Raum ostwärts Kassel
    - 2 Batterien fahren in Richtung Bremen, westlich der Weser
    Eisenbahn-Falk-Abteilung 277 (4 Batterien 12,8 cm), im Ruhrgebiet eingesetzt.
    Eisenbahn-Flak-Abteilung 416 (4 Batterien 12,8 cm), im Ruhrgebiet eingesetzt.
    Eisenbahn-Flak-Abteilung 446 (4 Batterien 12,8 cm), im Ruhrgebiet geblieben, war von Hagen zur Weserlinie befohlen.
    Eisenbahn-Flak-Abteilung 423 (5 Batterien 12,8 cm), befohlen von Raum Frankfurt in die Weser-Linie :
    - 1 Batterie in Holzminden
    - 1 Batterie im Raum Hanau gesprengt
    - 1 Batterie wurde zerschlagen und besitzt nur noch 1 Geschütz
    - 2 Batterien lagen im Raum Fulda fest, Verbleib unbekannt.
    Eisenbahn-Flak-Abteilung 473 (4 Batterien 12,8 cm), von Osnabrück nach Bremen befohlen :
    - 1 Batterie ostwärts der Weser im Bremen
    - 3 Batterien im Raum Syke an der Strecke Osnabrück - Bremen


    Gruss
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    danke für die Ergänzungen.


    Interessant, wieviele Einheiten in den Weserraum und ins Ruhrgebiet auswichen.


    Die Flak Einheiten im Ruhrgebiet wurden höchstwahrscheinlich im Ruhrkessel zerschlagen.
    Der Weserraum war eine letzte Verteidigungslinie.
    Die Strecke Osnabrück - Bremen ist bei Eisenbahnfreunden als "Rollbahn" bekannt.

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo Gerd,


    In Bezug auf die im Ruhrkessel eingesetzten 3 Abteilungen war die Eisenbahn-Flak-Abteilung 416 im Raum Siegen eingesetzt und wurde zum Ende der Kämpfe von der 8. US-Infanterie-Division überrollt. Zu den beiden anderen Abteilungen habe ich leider nichts gefunden.
    Die Eisenbahn-Flak-Abteilung 125 wurde im April 1945 von der 30.US-Infanterie-Division überrollt; diese Division operierte im Raum Detmold - Bad Pyrmont und rückte dann weiter über Braunschweig nach Magdeburg vor.
    Gruss


    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    wieder ein Mosaiksteinchen.
    Hast Du eventuell einen Zeitraum für die Eisb.Flak Abt. 125 im Raum Detmold - Bad Pyrmont.
    In Bahnhof Bielefeld-Brackwede stand, kurz vor Kriegsende, eine Eisb.Flak Batterie, die
    ich bisher nicht identifizeren konnte. Es wäre möglich, dass diese Batterie zur 125 gehörte.

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Guten Abend Gerd,


    Genaugenommen wurde die Eisenbahn-Flak-Abteilung 125 von dem 120. US-Infanterie-Regiment überrollt, das der 30. US-Infanterie-Division unterstand; dieses Regiment operierte zwischen dem 05. und dem 07.04.1945 im Raum Detmold - Bad Pyrmont.
    Interessant ist auch, dass in dem Zeitraum vom 13. und 15.04.1945 folgende Anzahl von Angehörigen der Abteilung durch die Befragungsteams der 9. US-Armee (die 30.US Infanterie-Division unterstand im April 1945 der 9. US Armee) verhört wurden :
    - 13.04.1945 : 22 Angehörige, darunter die folgenden Offiziere :
    Major Walter Bally
    Hauptmann Fritz Behere
    Hauptmann Wilhelm Krumbach
    Oberleutnant Manfred Baer
    Oberleutnant Julius Guellich
    Oberleutnant Hans Mueller
    Oberleutnant Ottfried Siebert
    Oberleutnant Ernst Schultheiss
    Leutnant Erich Hoffmann
    Leutnant Max Lisenfeld
    - 14.04.1945 : 63 Angehörige
    - 15.04.1945 : 18 Angehörige
    Zu diesen Verhören gibt es leider keine Protokolle und es gibt ebenfalls keine zusammenfassende Berichte zu der Abteilung; es ist daraus zu schliessen, dass die befragten Gefangenen keine verwertbaren Informationen preisgegeben haben. Vielleicht kannst du mit den Namen der Offiziere etwas anfangen bzw. zuordnen.
    Gruss


    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    Bielefeld wurde bereits am 04.April 1945 von der 3.US Panzerdivision eingenommen.


    Die Daten Deiner Ergänzungen, habe ich, bis auf die Namen, bei den einzelnen Abteilungen, ergänzt.

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Guten Abend die Herren

    Ich heiße Holger und bin heut zum ersten mal hier im Forum

    Mein Opa war in der 1./schw.Flakabtlg.423 (Eisb) und deshalb wäre es für mich das größte, jede noch so kleine Information über seine Dienstzeit zu erfahren.

    Ich habe jede Menge Bilder und auch div. Orden und suche sporadisch seit vielen Jahren nach Informationen.

    Vielen Dank im Voraus

    Holger