Ingrid Irmgard Wagner, * 13.02.1941 | † 22.04.1942 (Landes-Heilanstalt Eichberg)

  • Hallo zusammen,


    die letzte Meldung zu diesem Thema ist zwar schon einige Zeit her, die Euthanasie-Aktion T4 interessiert mich weil meine Mutter erzählte das ihre Tante nachdem ihre Ehe geschieden war psychisch erkrankte und im Jahr 1940 nach Erlangen gebracht und dort vergast wurde. Da ich nicht weis ob es in Erlangen derartige Anstalten gab vermute ich fast das die Tante meiner Mutter nach Ellwangen/Grafeneck gebracht und dort getötet wurde. Gibt es eine Liste der Opfer die man online einsehen kann?


    Mit freundlichen Grüßen

    federico

  • Moin Federico,


    https://www.ns-euthanasie.de/i…nd-pflegeanstalt-erlangen


    Es gab eine Heil-und Pflegeanstalt ("Hupfla" genannt) in Erlangen, in der selbst Patienten auf den Hungerstationen ums Leben gebracht wurden als auch durch Verlegungen nach Pirna/Sonnenstein und Hartheim/Oberösterreich. Die Online-Namensliste ist (nach Anmeldung) einsehbar, allerdings stehen dort nur ca. 12% der Opfer.



    Viele Grüße

    Katrin

  • Hallo Katrin,


    vielen Dank für Deine Hinweise, vor allem Hupfla / Erlangen hört sich interessant an. Ich werde weitersuchen.


    Viele Grüße aus Bayern

    federico

  • Guten Morgen zusammen,


    es ist richtig, daß es in diesem Thread schon lange keine Wortmeldung und damit neue Informationen gegeben hat. Schlimm genug.


    Aber was hätte ich schreiben sollen? Daß ich seit 2014 auf eine Reaktion aus Limburg warte? Daß es bis heute keinen Stolperstein gibt? Daß ich bei meinem letzten Kontaktversuch das Gefühl hatte, man verhält sich mir gegenüber/oder zum Thema? urplötzlich recht 'zögerlich'? Woran es liegt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber es ärgert mich maßlos - zumindest das kann ich sagen!


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo Federico,


    Quote


    vielen Dank für Deine Hinweise, vor allem Hupfla / Erlangen hört sich interessant an. Ich werde weitersuchen.

    Du könntest bei der für Mittelfranken zuständigen Sozialverwaltung in Ansbach anfragen. Das System ist zwar etwas anders als bei uns in Hessen, aber mit Anfragen bei unserem Landeswohlfahrtsverband habe ich gute Erfahrungen gemacht.


    Unten zwei Dokuments, die ich vor einiger Zeit bekam. Auch hier wieder behördliche Vertuschung: Todestag lt. Sterbeurkunde 27.03.1941. Laut Landeswohlfahrtsverband, der dankenswerter Weise für mich ins Archiv geschaut hat, wurde Christoph am 20.02.1941 von der Landesheil- und Pflegeanstalt Heppenheim in die Landesheil- und Pflegeanstalt Weilmünster verlegt, er kam am 18.03. 1941 mit den sog. grauen Bussen nach Hadamar und wurde am gleichen Tag dort ermordet.


    Grüße

    Thilo

    Files

    • CB1.jpg

      (207.11 kB, downloaded 18 times, last: )
    • CB2.jpg

      (292.54 kB, downloaded 17 times, last: )

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Guten Morgen Thilo,


    vielen Dank für den Tipp "Sozialverwaltung Ansbach", ich werde dort nachfragen und melde mich wieder sobald ich Antwort habe.


    Grüß

    federico

  • Quote

    aber vor allem, ob jemand aus erster Hand berichten kann, wie man innerhalb der Familie mit so etwas umgegangen ist.

    Hallo Diana,


    in meiner Familie hat man über dieses Thema überhaupt nicht und wenn dann nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen.

    Man hatte oft den Eindruck das dies mehr zum Schutz der Täter als der Opfer geschah.

    Ich habe erst 35 Jahre nach Kriegsende (durch Zufall) von diesem Fall in der Familie meiner Mutter erfahren.


    Beste Grüße

    federico

  • aber mit Anfragen bei unserem Landeswohlfahrtsverband

    Da kann ich nur zustimmen, das Archiv des hessischenLandeswohlfahrtsverbands in Kassel ist hervorragend aufgestellt, nette auskunftsfreudige Mitarbeiter und man kann dort auch gut arbeiten.


    Beste Grüße