• Hallo,
    von einem Teilnehmer unserer Endejunifahrt eine Feuerwhrgasmaske von 1941 geschenkt bekommen. Filter wurde von Wa.A 145 abgenommen. Auf der Maske selbst gibt es nur einen Prüfstempel von 1941.
    Auf dem Filter steht FE 41. Ich habe noch einen anderen Filter mit der Beschriftung FE 55. Was heisst das FE? Waren die Wehrmachtsgasmasken identisch mit den Feuerwehrgasmasken?
    Dnke für eine Antwort.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Rainer,

    da stellst Du eine sehr berechtigte Frage. Grundsätzlich sind die Gasmasken für den zivilen Gebrauch nicht identisch mit den Wehrmachts-Gasmasken. 'Zivilen Gebrauch' beziehe ich hier auf Polizei, Feuerwehr bzw. Feuerlöschpolizei, SHD bzw. Luftschutzpolizei und evtl. noch TN, DRK etc. Die Wehrmacht verwendete vor allem Gasmasken 30 und 38 (Beutematerial fiel oft den oben genannten Luftschutz-Gliederungen zu); deren Hauptunterscheidungsmerkmal das Material der Maskenkörper ist: Gasmaske 30 aus gummiertem Textil, Gasmaske 38 aus starkem Gummi. Das Problem ist, dass die zivilen Gasmasken, offiziel S-Maske genannt, der Gasmaske 30 sehr stark ähneln - am ehesten hilft einem da das Herstellungsjahr weiter: eine Maske aus gummiertem Gewebe mit Herstellungsjahr nach ca. 1938 wird am wahrscheinlichsten eine S-Maske sein, während frühere eher Gasmasken 30 sein werden, zumal der Auf- und Ausbau des Luftschutzes und seine Ausrüstung erst ab 1937 richtig in Gang kam, die Wehrmacht aber schon seit 1935 aufrüstete (nicht zu verwechseln ist die S-Maske übrigens mit der VM, der Volksmaske. Die war zwar auch zivil, aber nicht behördlich, sondern, wie der Name schon sagt, für Hinz & Kunz).

    Mit Sicherheit gibt es noch weitere, genauere Unterscheidungskriterien, aber die und die Bezeichnungen der Filter kriege ich ad hoc nicht auf die Reihe, da hilft Dir das https://www.forum-der-wehrmacht.de/www.gasmasklexikon.com bestimmt weiter. Zur Vertiefung empfehle ich https://www.forum-der-wehrmacht.de/www.amazon.de/…ords=igel+fibel

    Wenn zur Maske noch die zugehörige Tragebüchse vorhanden ist, ist die Bestimmung übrigens leichter: zivile Masken gehören in kleinere, teils im Querschnitt ovale Büchsen, die meist im Deckel einen großen eingeprägten Hersteller zeigen (Auer oder Dräger). Außerdem sind deren Trageriemen aus recht dünnem, grünen oder grauen Stoff, der kaum im Feldeinsatz bei der Wehrmacht denkbar wäre. Wehrmachts-Tragebüchsen haben starke Leinenriemen.

    Das Problem ist auch, dass Händler eine S-Maske eher als Gasmakse 30 ausgeben, da Wehrmachts-Ausrüstung mehr Geld bringt als zivile.

    Gruß, Thomas

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Thomas,
    das Ding sieht aus wie eine GM 38. Aussen auf der Büchse ist eine weisse 89, im Deckel auf der Abdeckplatte für die Ersatzgläser in rot RLM und WaA145. Auf der Maske selbst, innen Gummi, aussen Stoff mit Gummistreifen und der Nummer 407, auf dem Metall, wo der Filter eingeschraubt wird, die Buchstaben-Zahlenkombination A2B. In der Maske; Stempel Geprüft 29. April 1941.
    Auf dem Filter ein Stempel April 1943, das könnte das Verfalldatum des Filters sein. Neben dem FE 41 ein schwarzumrandetes Dreieck, danaben WaA 1??, daneben Fe, also Eisen. Dann kommt der Hersteller bwz = Auer-Gesellschaft AG, Oranienburg. Als letztes ein Stempel 42 mit 510 darunter.
    Die Maske selbst ist in relativ gutem Zustand, der Behälter auch, der Filter hat ein paar Rostspuren. Verkaufen will ich das Ding nicht
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo,

    schon mal bei ebay probiert? Die führen so etwas im "Sortiment".

    Grüße

    Diana

    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Guten Abend,

    Quote

    schon mal bei ebay probiert?


    dann aber bitte mit Erklärung was ein " Kohlefilder" ist....

    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Namenlosen,

    Eher nicht! Filtereinsätze der Wehrmacht und des Luftschutzes sind normalerweise ausgiebig gestempelt, sowohl mit Typenbezeichnung als auch mit Abnahmestempeln des Waffenamtes. Keine Ahnung, was Du da hast. Ich leite die Bilder mal an einen Experten weiter.

    Schönen Gruß, Thomas

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Pitt,

    Da muss ich Dir widersprechen, für mich sieht der Lack original und relativ alt aus. Daher frage ich mich ja auch, was das für ein Filter sein könnte...

    Fragesteller Mein Gasschutzexperte ordnet den Filter in die frühe Nachkriegszeit ein, BRD und DDR kommen infrage.

    Schönen Gruß, Thomas

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Ok Namenloser,

    Es ist eine Gasmaske der frühen DDR, samt zugehörigem Filter. Also bloß so zusammenlassen...

    Schönen Gruß, Thomas

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo,

    Quote

    die Aufschrift „Elbit“

    Hersteller: VEB Kombinat Elbit, Gummiwerke Wittenberg.

    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941