Trageweise der Waffen beim Rennen/Laufen (s. H.Dv 130/2a, Ziff. 258 v. 16.03.1941; Ausbilungsvorschrift Infanterie)

  • Hallo zusammen!


    Ich bin neu hier und habe gleich einmal eine etwas nebensaechliche Frage die mich jedoch interessiert.


    Gab es eine Vorschrift fuer den deutschen Soldaten ,das Gewehr bzw. die MP beim Rennen/Laufen nur einhaendig zu tragen?
    Die Soldaten andere Armeen scheinen jedoch die Waffe beim Rennen mit beiden Haenden zu halten.


    Man sieht es immer wieder auch in Dokus das die Landser beim Rennen z.B. den Karabiner nur in einer Hand halten wie auch dieses Foto zeigt.


    [Blocked Image: http://weltkrieg2.de/Waffen/Infanterie/Schusswaffen/deutsche/Karabiner-98K/images/German_Soldier-px200.jpg]
    Ich selber habe auch bereits diverse Vorschriften und Handbuecher wie z.B. Der Dienstunterricht im Heere,Der Rekrut,Ausbildungsvorschrift fuer die Infanterie usw.
    ueberprueft ,jedoch leider nichts finden koennen.


    Ich hoffe jemand kann mir hier weiterhelfen!


    Vielen Dank im Vorfeld!



    Überschrift ergänzt; kkn

  • Hallo,
    die Trageweises hängt immer von der Lage ab. Bei Stellungswechsel wohl nur eine Hand, bei Sturmangriff mit zwei Händen.
    Gruss
    Rainer.

    Suum cuique

  • Hallo Rainer,


    danke fuer die schnelle Antwort.Beim Strurmangriff das Gewehr in zwei Haenden zu halten macht Sinn - schnell in den Anschlag gehen.
    Vllt sollte ich meine Frage speziell auf den Stellungswechsel beziehen.


    Ich suche naemlich speziell nach einer Vorschrift dafuer ob die Soldaten so ausgebildet wurden das Gewehr dann nur einhaendig zu tragen.
    Das wuerde fuer mich auch Sinn machen ,da man so schneller rennen kann und auch besser das Gleichgewicht halten kann.


    Gruss
    Chris

  • Hallo Chris,


    eine Erklärung für das Gewehr in einer Hand findest Du im Reibert unter der Ausführung der Kommandos "Hinlegen" und "Auf" in "Einzelausbildung am Gewehr".


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Chris,


    wie bereits angesprochen, ist das lageabhängig.


    Wenn der Soldat sich bewegt und ist gezwungen sich selbst zu sichern,
    muss er die Waffe zwingend mit beiden Händen halten.


    Wenn sich jedoch eine Gruppe schnell und überschlagend vorarbeitet,
    wird er vom (liegenbleibenden) Rest der Gruppe gesichert, dann wird
    das Gewehr zugunsten einer schnelleren Fortbewegung nur in einer
    Hand getragen.


    Genauso verhält es sich, wenn keine unmittelbare Feindbedrohung
    vorliegt.


    Gruß
    Rudolf (KINZINGER)

  • Hallo ,


    Danke an Thilo und dr. rudolf fuer die Antworten soweit!


    Im Reibert habe ich ebenfalls unter der Rubrik "Hinlegen" und "Auf" Infos gefunden.
    Dennoch wird beim Stellungswechsel "nur" die blitzschnelle Vorgehensweise beschrieben und das in Deckung gehen,ohne auf das Halten des Gewehrs einzugehen.
    Sicher macht das bereits oben Erwaehnte alles Sinn,doch dachte ich das es auch irgendwo niedergeschrieben sein muesste.


    Also falls jemand aus der damaligen Literatur noch etwas genaueres dazu finden sollte,wuerde ich mich freuen davon zu hoeren.


    Und danke nochmals fuer die Antworten!

  • Hallo,
    seit WK II wird sich an der Trageweise der Waffen wenig bis nichts geändert haben. Ob man eine Waffe mit zwei Händen oder einer Hand beim Stellungswechsel hält, hängt von der zurückzulegenden Distanz abhängen. Ich habe einmal in einer alten ZDv 3/Lustig nachgesehen. Ich habe nichts zur Trageweise der Waffen gelesen. In bestimmten Situationen hat der Einzelschütze halt selbst zu entscheiden, wie er seine Waffe anfasst.
    Gruss
    Rainer
    P.S.: Denke ich an Durchsickerübungen,, so war die Trageweise der persönlichen Waffen sehr verschieden, Waffe in zwei Händen schussbereit, Waffe umgehängt, Schulterstütze eingeschoben, eine Hand am Griffstüch, schussbereit, etc.. Trageweise einer Waffe hängt immer von der Lage ab. Es kann nicht alles durch Vorschriften geregelt werden.

    Suum cuique

  • Hallo Chris,


    ich bin in der H.Dv 130/2a (Ausbilungsvorschrift für die Infanterie) vom 16.März 1941 fündig geworden. Dort heißt es unter Ziffer 258:


    "Jeder Schütze darf seine Waffe in der geöffneten Ordnung so tragen, wie es ihm am handlichsten ist. L.M.G. und Gewehre sind nicht geschultert zu tragen. In Feindnähe muß schneller Gebrauch der Waffen gewährleistet sein.


    Gleichmäßigkeit ist nicht zu fordern.


    Der Gewehrriemen wird stets lang gemacht."


    Hoffe mal, daß das deine Frage beantwortet

  • Hallo Werner,


    Vielen Dank fuer deine Antwort!


    Genau nach so einem Hinweiss hatte ich gesucht!


    Es musste doch irgendwo eine Bemerkung zu dieser Situation geben.


    Nochmals danke an euch alle!


    Gruss Chris