5., 6. und 11.Polizei-Panzerjäger-Kompanie, 7.Polizei-Granatwerfer-Kompanie

  • Hallo zusammen,


    weil ich diese Informationen gerade abgeschrieben habe, leider aber nicht zuordnen kann,
    hier mal ein paar Angaben zu Einheiten unter Bataillonsebene, von denen anzunehmen ist, dass nicht viel weiter bekannt sein wird, befürchte ich...


    24.12.1942
    XXX.A.K. Ia Nr. 355/43 geh., Fernschreiben KR - HDCXM/FUE 412 24.12. 0245 an Pz.AOK 1, vom 24.12.1942, 02.45 Uhr:
    I. Generalkommando meldet derzeitige Zusammensetzung der „Gruppe Schuldt“
    1.) Brigadestab und Stabskompanie
    2.) I. Btl. SS „Der Führer“ (Div. Reich), gegliedert in 2 Schützen-Kp. und 1 schw. Komp. bestehend aus Resten I. SS „Der Führer“, Resten Wach-Btl. LSSAH, Resten Pol.Pz.Jg.Komp. 11 u. 1 Zug 16. (Pi.) SS „Der Führer“.
    3.) 1. u. 2. SS-A.R. 2 zu je 4 Rohren
    4.) Führer-Flak-Abt., dabei 3. SS-Flak-Abt. 2 (8,8 cm) (Reich) u. 14. SS „Der Führer“ (2 cm) mit insgesamt 9 8,8 Flak, 4 3,7 cm Flak, 17 2 cm Flak.
    5.) Panzer-Abt. 138


    II. Das Generalkommando beabsichtigt zunächst nicht, die ursprünglich für Gruppe Schuldt vorgesehenen Artl.-Abt. 934 u. 935, Pz.Jg.Kpn. 515 u. 516 der Gruppe zuzuteilen. Diese Heerestruppen bilden zur Zeit die einzige le. Artl. sowie die Masse der Panzerabwehr der Gruppe Kreysing, während bei Gruppe Schuldt die schweren Waffen z. Zt. in keinem Verhältnis zur Infanterie stehen (T313 R61 - 1.Pz.Armee)


    19.01.1943
    Aus dem KTB der Gruppe Kreysing (3.Geb.Div.)
    ... 3.) Für die Organisation und das Ordnen der Verbände wird angeordnet:
    a) Oberst i.G. Nagel, Kommandant Woroschilowsk, mit Stab bleibt Gruppe Kreysing unterstellt.
    Er ist besonders verantwortlich für:
    Baldige Aufstellung von 3 Bataillonen aus den sechs in Woroschilowsk befindlichen Genesenen- und Marsch-Kompanien. Diese Bataillone sind zu einer Regimentsgruppe, unter Führung Kommandeur Pi.Btl. 741, zusammenzufassen, 5. und 6. Pol.Pz.Jg.Kp. (je 3 Geschütze 7,5 (f), sowie Reste des Pi.Btls. 741 sind der Regimentsgruppe baldigst zuzuteilen.
    ...
    b) Das Ordnen der Verbände der Gruppe Kreysing einschl. der Gruppe Mattaeas aus Donskoj ist nach Weisung Gen.Lt. Kreysing zu beschleunigen.
    Alle Teile der SS im Bereich der Gruppe Kreysing sind umgehend zur Verfügung der Kampfgruppe Schuldt nach Nowo Sswetlowka in Marsch zu setzen.
    ... (T315 R182 000745)


    29.01.1943
    Aus der „Kriegsgliederung der Gruppe Kreysing nach dem Stand vom 29.1.43, 12.00 Uhr“:
    In Woroschilowgrad eine „Pol.Kp. Farne“ mit 2/21/62, 6 lMG, 2 l.GrW. 1 PzB, 1 sMG (r), 4 sMG 08/15


    Beim Regiment Schramm (Gr. Feldausb. 620, Lobatschewo), Btl. Matthaeas (Lw.Jäg.Btl. z.b.V. 100 Makaroff Jar) ist eine 7. schw. (?) Gr.W.Kp. Pol. aufgeführt.


    Beim Rgt. Deparade (Zwetnye Peski), Btl. Boldt (Fla-Marsch 5, Glinjani) ist die 5.Pol.Panz.Jg.Kp. Einfeld geführt.
    (T315 R182 Bild 000771)


    26.02.1943
    Pz.AOK 1, Ia Nr. 476/43 geh. v. 26.2.1943, 11.15 Uhr an XXX.A.K.
    H.Gr. Süd hat Zuführung aller bei Brigade Schuldt befindlichen Teile, die zu SS-Div. „Reich“ gehören, befohlen. Herausziehen wurde auf Antrag der Armee bis zur Bereinigung der Lage an der Ostfront verschobene. Das Herausziehen und die Abgabe dieser Teile ist jedoch durch das Korps vorzubereiten.


    Bei Brig. Schuldt befindliche Teile der SS-Reich:
    I./SS „Der Führer“,
    14./SS „Der Führer“
    1 Zug und 16. SS „Der Führer“
    1. und 2.Bttr. SS-A.R. 2
    3./SS-Flak-Abt. 2


    Nach Abgabe der SS-Reich bei Gruppe Schuldt verbleibenden Teile:
    Reste Wach-Btl. SS LA.H.
    Reste Pol.Pz.Jg.Kp. 11
    Führer Flak-Abt. (handschriftlich „untersteht 17.Flak-Div.“)
    Pz.Abt. 138


    Bei XXX.A.K. befindliche für Gruppe Schuldt vorgesehene Teile:
    le. Artl.Abt. (mot) 934
    le. Artl.Abt. (mot) 935
    Pz.Jg.Kp. 515
    Pz.Jg.Kp. 516
    Lw-Feld-Btl. 100 (dabei z. Zt. Pol.Gran.Werf.Kp.) (T313 R61 - 1.Pz.Armee)


    02.03.1943
    Pz.AOK 1, Ia, Nr. 495/43 geh., v. 2.3.1943, 10.40 Uhr an Heeresgruppe Süd
    Zu Ob.Kdo. H.Gr. Süd, Ia Nr. 831/43 geh. v. 1.3. meldet 1.Panzer-Armee, dass Auflösung der Brigade Schuldt und Zuführung der unterstellten Einheiten zu ihren Stammverbänden nach Erreichung des Donez- Ufers im Abschnitt des XXX.A.K. beabsichtigt ist. Um Einverständnis wird gebeten. (T313 R61 - 1.Pz.Armee)


    Pz.AOK 1, Ia, Nr. 495/43 geh. vom 2.3.1943, 10.45 Uhr an XXX.A.K.
    1.) Heeresgruppe Süd hat Auflösung der Brigade Schuldt befohlen. Die Armee beabsichtigt hierzu, die Auflösung nach Gewinnung des Donezufers durch das Korps durchzuführen.
    2.) Nach Auflösung der Brigade Schuldt werden zugeführt:
    a) I./SS „Der Führer“,
    14./SS „Der Führer“,
    1 Zug der 16./SS „Der Führer“,
    1. u. 2.Bttr./SS-A.R. 2,
    3./SS-Flak-Abt. 2 der SS-Div. „Reich“ gem. Sonderbefehl, der zeitgerecht ergeht.
    b) Reste Pol.Pz.Jg.Kp. (wohl 11.) dem Reichsführer SS. Hierzu erfolgt Sonderbefehl.
    c) Reste Wach-Btl. SS Leibstandarte „Adolf Hitler“, voraussichtl. ebenfalls dem Reichsführer SS. Hierüber folgt Sonderbefehl.
    3.) XXX.A.K, meldet umgehend, ob außer den in Ziffer 2.) aufgeführten SS- und Polizei-Einheiten noch weitere Teile der SS oder Polizei im Bereich des Korps eingesetzt sind.
    (T313 R61 - 1.Pz.Armee)


    Chef – Id – O1 Meldung XXX.A.K.:
    Zu Pz.AOK 1, Ia Nr. 495/43 geh. Ziff. 3.) meldet XXX.A.K.:
    1.) Eine Polizei-Granatwerfer-Kompanie bei Lw.Feld-Btl. 100
    2.) Eine Polizei-Pz.Jäg.Kompanie bei Gruppe Kreysing.
    Einheiten werden am 3.3. herausgezogen und Gruppe Schuldt unterstellt. J/St.
    (T313 R61 - 1.Pz.Armee)


    Aus dem KTB der 3.Geb.Div. (Gruppe Kreysing)
    02.03.1944 „06.00 Die Ablösung des Btl. Holzrichter durch II./144 ist vollzogen....
    Auf Befehl des Gen.Kdos. ist die Pol.Pz.Jg.Kp. Einfeldt (bisher dem GJR 144 unterstellt) als Personaleinheit aus dem Verband der Gruppe zu entlassen. Sie wird der SS-Brigade Schuldt unterstellt. Ihre Geschütze bleiben jedoch bei der Gruppe Kreysing)...
    03.03.1944 „... Btl. Holzrichter und Pol.Pz.Jg.Kp. Einfeldt sind in Woroschilowsk eingetroffen.
    07.30 Flak-Abt. 61 und die SS-Bttr. werden auf Befehl des Gen.Kdos. herausgezogen...“ (T315 R182 000590)


    03.03.1943
    Laut Fernschreiben Obkdo H.Gr. Süd, Ia Nr. 831/43 geh. 2. Ang. v. 3.3.1943, 08.50 Uhr an Pz.AOK 1 zu dort. FS Ia Nr. 495/43 geh. v. 2.3. „... ist H.Gr. damit einverstanden, dass Auflösung der Brigade Schuldt und Zuführung der unterstellten Einheiten zu ihren Stammverbänden nach Erreichen des Donez-Ufer im Abschnitt des XXX.A.K. erfolgt“
    (T313 R61 - 1.Pz.Armee)


    04.03.1942
    FS Obkdo H.Gr. Süd, Ia Nr. 831/43 geh. 3.Ang. v. 4.3.1943, 11.10 Uhr an Pz.AOK 1:
    Bezug: FS H.Gr. Süd Ia Nr. 831/43 geh. 2. Ang. v. 2.3.
    Restteile der SS-Brig. Schuldt sind nach SS-Truppenübungsplatz Debica (Gen.Gouv) in Marsch zu setzen.
    Erfolgte Inmarschsetzung ist zu melden. (T313 R61 - 1.Pz.Armee)


    05.03.1943
    Pz.AOK 1 Ia, Nr. 495/43 geh. II. Ang. v. 5.3.43, 19.20 Uhr an XXX.A.K.


    Brigade Schuldt ist mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Die zu Brigade Schuldt gehörenden Einheiten sind wie folgt in Marsch zu setzen:
    1.) I./SS „Der Führer“
    14.Kp./SS „Der Führer“
    1 Zug der 16.Kp./SS „Der Führer“
    1. und 2.Bttr./SS A.R. 2
    3.Bttr./SS Flak-Abt. 2
    Im Landmarsch über Debalzewo, Gorlowka, Konstantinowka, Sslawjansk, Barwenkowo, Losowaja nach Krassnopawlowka zur SS-Div. „Reich“.
    Inmarschsetzung ist durch XXX.A.K. zu melden. Über Versorgung dieser Marschgruppe während des Marsches im Armeebereich ergeht durch 1.Pz.Armee/ O.Qu. Sonderbefehl.
    Führer dieser geschlossen in Marsch zu setzenden Marschgruppe meldet sich in Losowaja bei Pz.A.O.K. 4 und erhält dort weiteren Befehl.
    2.) Folgende Einheiten der Brigade Schuldt sind in unmittelbarem Einvernehmen mit Bv. T.O. möglichst in Woroschilowsk im E-Transport nach Truppenübungsplatz Debica (Gen.Gouv.) zu verladen
    a) Brig.Stab Schuldt
    b) Reste Pol.Jg.Kp. des Reichsführers SS (gemeint Pol.Pz.Jg.Kp. 11)
    c) Reste Wach-Btl. SS Leibstandarte „Adolf Hitler“
    d) Pol.Gr.Wf.Komp. (bisher bei Luftw.Feld-Btl. 100)
    e) Pol.Pz.Jg.Komp. (bisher bei Gruppe Kreysing)
    Abtransport der unter Ziff. 2. a) bis e) aufgeführten Teile ist durch XXX.A.K. laufend zu melden. (T313 R61 - 1.Pz.Armee)


    Hat jemand eventuell ergänzende Angaben zu den genannten Kompanien,


    Polizei-Panzerjäger-Kompanie 5 (Offz. namens Einfeldt)
    Polizei-Panzerjäger-Kompanie 6 (anscheinend beide mit 7,5 cm Pak (f)
    Polizei-Panzerjäger-Kompanie 11


    Polizei-Granatwerfer-Kompanie 7


    Laut Tessin, Kannapin, Waffen-SS und Ordnungspolizei im Kriegseinsatz, S. 568 unten, 569 oben, bestanden Polizei-Panzerjäger-Kompanie bei einzelnen Polizei-Regimentern, genannt werden die Rgt. 2, 3, 7, 14, 15, 19.


    Eigene Feldpostnummern führten
    Polizei-Panzerjäger-Kompanie 2 seit 1942 FPNr. 38044
    Polizei-Panzerjäger-Kompanie 5 seit 1943 FPNr. 40227
    (aus 2.Pz.Kw.Zug/Pol.Rgt 10, März 1944 in Pol.Pz.Kp. 5 umgegliedert)


    Polizei-Panzerjäger-Kompanie 14, später 15, seit März 1944 FPNr. 58621
    Polizei-Panzerjäger-Kompanie Kroatien seit Dezember 1944 FPNr. 05133
    Polizei-Panzerjäger-Kompanie z.b.V. bis September 1944 FPNr. 01588



    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Roland,


    einiges erschließt sich aus meinen (Dir vorliegenden) Karteikarten :D


    Fangen wir mal ein bisschen an....
    "Vermisst seit 15.1.43 bei Mitrofanow ObW.d.Sch.d.R. C., PV Muenchen, seit 17.12.42 vom Lehrbatl. Iglau zum Pol.-Regt. 15 abgeordnet"
    "Nach Mitteilung der 7. (Gr.W.)Komp.Pol.Lehr-Batl. Iglau vom 25.1.43 wurde Rottw.d.Sch.d.Res. D., PV. Muenchen, am 17.1.43 beim Durchbruch aus Donskay-Kraßnowka durch einen feindlichen Scharfschuetzen am Kopf toedlich getroffen."
    "Rottw.d.Sch.d.R. F, PV. Muenchen, gefallen am 7.1.43 bei Krasnovka-Donzkoy, 7./(s.Gr.W.)Kp.Pol.15 unterstellt dem Luftw.Feld.Btl. 100, letzte Dienststelle 7.Gr.W.Kp.Pol.LehrBatl. II Iglau, diese Einheit war dem 5.Luftw.FeldBatl.z.b.V. 100, Feldpost L51552 F, LGPA Breslau, zum Fronteinsatz zugeteilt."
    "Wm.d.Sch.d.R. G., PV. Muenchen, gefallen am 20.2.43, 17.00 Uhr, Ostrand des Donezk-Industriegebietes, 3 km ostwaerts Schterowka, letzte Dienststelle 7.Gr.W.Kp.Pol.LehrBatl. II Iglau (5./Luftw.Feld.Btl.z.b.V. 100)"
    "Wm.d.Sch.d.Res. K., PV. Muenchen, gefallen am 15.1.43 in Donskay-Kreßnowka, letzte Dienststelle 7.(Gr.W.) Komp.Pol.Lehr-Batl. Iglau, seit 17.12.42 Pol.Regt. 15"
    "Wm.d.Sch.d.R. L, PV. Muenchen, gefallen am 16.2.43 in Woroschilowsk, letzte Dienststelle Pol.Panzerjaeger-Komp. Iglau. Zuletzt war er vom 15.8.42 bis 16.12.42 zum Pol.LehrBatl. II Iglau zur Dienstleistung abgeordnet. Ab 17.12.42 mit 15.2.43 befand er sich bei der Polizei-Panzerjaeger-Komp., Feldpostnummer 13035A, beim Kampfeinsatz in Rußland."
    "Wm.d.Sch.d.R. M., PV Muenchen, gefallen am 2.2.43 in Now.Kijewka, letzte Dienststelle 5./Luftw.Feld.Batl.z.b.V. 100 - 7.Gr.W.Kp.Pol.LehrBatl. II Iglau"
    "Wm.d.Sch.d.R. P., PV. Muenchen, gefallen am 25.2.43 am Ostrand des Donezk-Industriegebietes, letzte Dienststelle 7.Granatwerfer-Kp.Pol.Lehr-Batl. II Iglau, ab 17.12.42 befand er sich bei der Dienststelle Feldpostnummer L 51552 F, L.G.P.A. Breslau, beim Kampfeinsatz in Rußland."
    "Wm.d.Sch.d.R. Sch., PV Muenchen, gefallen am 2.2.43 Hoehe 126,2 westl. Makaroff-jar, letzte Dienststelle 5./Luftw.Feld.Batl. z.b.V. 100 - 7.Gr.W.Kp.Pol.LehrBatl. Iglau"


    Somit also alleine neun Mann aus Muenchen, die gefallen bzw. vermisst wurden. Die geborgenen Gefallenen wurden laut den Karten auf Friedhoefen in der Gegend von Woroschilowgrad beerdigt.
    Sollte es gewuenscht werden, kann ich ja nach den richtigen Personalakten suchen :rolleyes:



    Liebe Grueße
    Marcus

    Suche ALLES zu Polizei-Bataillonen aus dem Wehrkreis VII und dem Einsatz in Slowenien sowie zur PV. Litzmannstadt
    "Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)

    Edited once, last by Lockenheld ().

  • Hallo Marcus, mein Held :]


    vielen Dank für Deine interessanten Angaben!!!


    Quote

    Original von Lockenheld
    ...einiges erschließt sich aus meinen (Dir vorliegenden) Karteikarten :D...


    Das heißt doch nicht, dass ich die alleine durcharbeiten muss, oder... :D


    Aus den Angaben zu der 7. schweren Granatwerfer-Kompanie ist also zu ersehen:
    Bildung beim Polizei-Lehr-Bataillon II Iglau, ab 17.12.1942 in den Einsatz, war für das Polizei-Regiment 15 vorgesehen, wurde aber dem Luftwaffen-Feld-Bataillon z.b.V. 100 als 5.Kompanie eingegliedert,
    Feldpostnummer L 51552
    (2.1.1940-11.3.1943) Stab u. 1.-4. Kompanie Luftwaffen-Feld-Division 100,
    (8.9.1943-22.4.1944) 9.10.1943 gestrichen


    A = Stab, B = 1., C = 2., D = 3., E = 4., F = 5.Kompanie


    7.1.43 bei Krasnovka-Donzkoy
    15.1.43 in Donskay-Kreßnowka
    15.1.43 bei Mitrofanow
    17.1.43 beim Durchbruch aus Donskay-Kraßnowka
    2.2.43 in Now. Kijewka
    2.2.43 Höhe 126,2 westl. Makaroff-jar
    20.2.43, 17.00 Uhr, Ostrand des Donezk-Industriegebietes, 3 km ostwärts Schterowka



    Zur Feldpostnummer 13035
    (15.7.1942-24.1.1943) Panzerjäger-Kompanie Kampfgruppe Nagel, A dürfte dabei der Stab der Kampfgruppe gewesen sein?


    Diese Panzerjäger-Kompanie „Iglau“ wurde also ebenfalls an der Polizei-Waffen-Schule II Iglau gebildet, und auch am 17.12.1942 in den Einsatz gebracht.


    16.2.43 in Woroschilowsk


    tja, da bräuchte man nun leider noch weitere Angaben, welche Kompanie das genau war, ich vermute aber die Polizei-Panzerjäger-Kompanie 5.
    Oberleutnant Einfeld (s.u.) war ja dann der Führer der Polizei-Panzerjäger-Kompanie 5!!!


    Ich habe inzwischen noch gefunden (vielen Dank Andre noch auf diesem Wege ;))


    Polizei-Lehr-Bataillon Hellerau bei Dresden, den 20.10.1942
    Batl.- Tagesbefehl Nr. 73
    1.) Abordnung von Offizieren:
    Lt. Erlass des RFSSuChdDtPol im RMdI vom 16.10.1942 – O.Kdo II P II (2a) 56a Nr. 338/42 – sind mit sofortiger Wirkung zum Pol.-Lehr-Batl. Iglau abgeordnet:
    a) für schwere Granatwerfer-Kompanie:
    Oberltn. Voos, PV Kassel, als Komp.-Führer,
    Ltn. Masuck, PV Köln, als Zugführer,


    b) für Panzerjäger-Kompanie:
    Oberltn. Einfeld, PV Wilhelmshaven, als Komp.-Führer,
    Ltn. Pletsch, PV Berlin, als Zugführer
    Marschtag für diese Offiziere: 20.10.1942 ...


    Im Verteiler dieses Befehls wurde für Hellerau u.a. genannt
    3.Kompanie = Panzerjäger-Kp. ohne Geschütze
    4. (schw.) Kompanie
    Granatwerfer-Kp. = ehem. 3.Kompanie
    Pak-Kompanie =
    1 Zug leichte Pak – 1 3,7, 2 4,5 (r) und
    1 Zug schwere Pak,


    Anhand dieser Angaben zur Gliederung des Polizei-Lehrbataillons I, das sich anscheinend zu diesem Zeitpunkt in einer Art Umbruch befand, vermutlich durch die Bildung einer Panzerjäger-, Granatwerfer- und Pak-Kompanie?!, kann vermutet werden, dass auch beim Pol.-Lehr-Btl. II in Iglau nach Versetzung der o.g. Offiziere solche Kompanien gebildet wurden.



    Bin also sehr gespannt, ob noch weitere Angaben zu finden sind!! ;)


    Herzliche Grüße Dein Rolandus

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Quote

    Original von RolandP


    Bin also sehr gespannt, ob noch weitere Angaben zu finden sind!! ;)


    Hallo Roland,


    Du willst aber jetzt nicht, dass ich 5000 Karteikarten durchschaue, wer da noch wo gewesen sein koennte.
    Vielleicht schaut ja eine gute Seele in der VBL beim Pol.Rgt. 15 und dem o.a. Lw-Batl. nach, ob da noch oberbayerische (sprich PV Muenchen) oder wuerttembergische (PV Stuttgart) Polizisten vermisst gemeldet wurden ?


    Ansonsten plane ich Ende Februar wieder 2 - 3 Tage Archivarbeit in Muenchen ein ;)
    Der Weg zum Staatsarchiv Ludwigsburg steht mir ja auch noch offen...



    Gruß
    Marcus

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  • Hallo Marcus,


    nein, natürlich nicht, auch eine Suche in den VBL wäre für diese Einheiten ja eine Suche nach der berühmten "Nadel im Heuhaufen"... 8o


    Deine Angaben waren sehr aufschlußreich, so haben "wir" die 7. schwere Granatwerfer-Kompanie ja "aufgeschlüsselt"... ;)


    So ähnliche Angaben für die anderen Kompanien würden schon reichen, aber Du musst jetzt nicht extra danach suchen!


    Herzliche Grüße Dein Rolandus

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo,


    dann sind wir uns einig dass ich im Februar die Personalakten der o.a. Leute suchen werde und wir hoffen, dass Kollege Friesengeist zuviel Zeit hat in den kommenden Tagen ;) :D und sich unser erbarmt.
    Mal was anderes wie Gendarmerie-Posten in der Oberkrain und Untersteiermark, wobei beides hoch-interessant ist.



    Gruß
    Marcus

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  • Hallo Roland und Marcus,


    da hab ich kurz vor Jahresende noch etwas zu diesen Einheiten.


    Mir liegt ein Fernschreiben vom Chef der Ordnungspolizei an den Kommandostab Hochwald, z.Hd. SS Gruppenführer Knoblauch vom 26.11.1942 vor:


    " Betr.: Inmarschsetzung von schw. Kompanien für die Pol.-Regimenter im Osten
    Bezug: Dort Schreiben Adjudant b Nr. I/2339/42 das. sk/fe. v. 17.11.1942


    Aufstellung von 4 Panzerjäger- und 3 schw. Granatwerfer-Kompanien bei den Pol.-Lehr-Batl. beendet.


    Einheiten werden umgehend zu den im Osten eingesetzten Pol.-Rgt. (z.Zt. Mitte) in Marsch gesetzt und wie folgt verteilt:
    1 Panzerjäger- u. 1 schw. Gr.-W.Komp. Pol.Rgt. 13
    1 Panzerjäger- u. 1 schw. Gr.-W.Komp. Pol.Rgt. 14
    1 Panzerjäger- u. 1 schw. Gr.-W.Komp. Pol.Rgt. 15
    1 Panzerjäger- Komp. Pol.Rgt. 11
    Transporte sind angemeldet.
    Aufstellung restlicher schw. Kompanien wird beschleunigt.
    Zuführung zu den Regimentern 10, 11 und 16 erfolgt unverzüglich nach beendeter Aufstellung."


    Also war wohl bei den Pol.-Lehr-Batll. die Aufstellung von 6 Panzerjäger- und 6 schw. Gr.-W.Komp. befohlen worden.


    Die Zuführung passierte dann in einer denkbar schlechten Zeit, da einige der Regimenter im Fronteinsatz zur Abwehr russ. Angriffe und Durchbrüche am Don eingesetzt waren. Da gab es ziehmliches Dureinander und Einheiten wurden gemischt eingesetzt (Heer und Polizei, etc.). Hier ein Beispiel Pol.Rgt. 14:


    Aus dem Bericht über den Fronteinsatz des Regts. (Pol.Rgt. 14) vom 28.11.42 bis einschl. 22.12.42:
    "Am 21.12.42 erfuhr ich, das die Panz.-Jäg.Komp. und die s.Granatw.-Komp. des Regts inzwischen eingetroffen sein mussten und ebenfalls dem Regt. unbekannt gebliebene Einzel- und Sonderbefehle erhalten hatten."


    Zugführer 1. Zug der s.Granatw.Komp. war Ltn. Bernhard Rehorst.
    Kp.-Führer der Pz.Jg.Komp. Obltn. Wolfgang Schulze.


    Nach den Kämpfen am Don war das Pol.Rgt. 14 so zerschlagen, dass es abgewickelt wurde. Die Abwicklungsstelle Pol.Rgt. 14 (alter Art) schreibt am 28. August 1943:
    " In der Berichtszeit wurde die Abrechnung der für die Monate Dezember 1942 bis März 1943 rückständigen Gebührnisse der Angehörigen der dem Regimentsstab unterstellt gewesenen Panzerjäger-Komp. fertiggestellt und die Überweisung der Gebührnisse an die Männer bzw. Hinterbliebenen gestern vorgenommen. Ebenso sind die rückständigen Gebührnisse der Schweren Granatw.-Komp. für die gleiche Zeit nunmehr abgerechnet worden; die Überweisung derselben wird am 31.8.1943 erfolgen."


    Bei den anderen Regimentern muss ich mal schauen ob ich was finde.
    Bis dahin einen guten Rutsch!
    Werner

  • Hallo Werner,


    vielen herzlichen Dank für Deine Angaben!!!


    hier zur Ergänzung!


    Aktenvermerk für Major Suchanek zur Weitergabe an den Chef der Ordnungspolizei durch SS-Hstuf. Grothmann, Kommandostab RF-SS v. 14.11.1942 Gro./ Dr.


    Wie mir SS-Hauptsturmführer Fälschlein fernschriftlich am 9.11.1942 mitteilte, sind die im Frühjahr an die Polizei gelieferten 30 Panzer-Abwehrgeschütze, 7,5 cm französisch, wie folgt verteilt:
    Bei den Ersatzeinheiten in Iglau, Hellerau und Adlershorst in Aufstellung befindlichen je 2 Panzerjäger-Kompanien zu je 4 Geschützen = 24
    Außerdem bei den drei Lehr-Bataillonen Hellerau, Iglau und Adlershorst für Ausbildungszwecke je 2 = 6 (zusammen 30)


    Auf Befehl des Reichsführers-SS sind die in Aufstellung befindlichen Panzerjägerkompanien sofort in die besetzten Ostgebiete zu verlegen, am besten Gebiet Mitte, da hier unter Umständen im Winter das Vorhandensein von Panzerabwehrgeschützen besonders wichtig sein wird.
    Ich bitte um Mitteilung des Veranlassten. Gez. G., SS-Hauptsturmführer
    (T175 R145 Bild 0314, Martin Fälschlein, * 14. 5.14 München, SS-Nr. 142 084, 7.41 Ostuf. u. Adj. I./LSSAH, 10.44 Stubaf. i. Pers.Stab RFSS, gest. 8. 9.80, Moore neu)


    Es scheint sich dabei um die „7,5 cm Kanonen (f) 97/38 auf Paklafette 38“ gehandelt zu haben, die u.a. bei den Luftwaffenfelddivisionen ab Anfang 1943 in deren Artillerie-Regimentern eingesetzt wurde, aber auch in der Panzerjäger-Abteilung Verwendung fand!
    http://www.lexikon-der-wehrmac…tenneu/7,5-cmPak97I38.htm


    Wenn man dann noch bedenkt: 1 Kompanie mit lediglich 4 (!!) Geschützen, dann wird man die „Kampfkraft“ solcher Kompanien sicherlich einschätzen können.


    Herzliche Grüße Dein Rolandus

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo zusammen,


    gerade abgeschrieben, als Ergänzung, hier der „Ursprung“ für die Waffen für die späteren Panzerjäger-Kompanien… auch wenn die Zeit von Mitte April 1942 bis zum Einsatz etwa Dezember 1942 doch recht lang erscheint: bis die Geschütze zugewiesen wurden, dauerte es anscheinend, dann musste die Polizei die entsprechenden Bedienungen usw. heran- und ausbilden, da das Ausbildungsziel „Panzerjäger“ m. W. bei der Ordnungspolizei nicht gerade zur „Grundausbildung“ gehörte…


    Als „Nebenprodukt“ auch Angaben zur Ausstattung der 1. und 2.SS-Inf.Brigade mit Panzerabwehrmitteln u n d Artillerie…



    Herzliche Grüße Roland



    Chef des Heeresstabes
    beim Chef OKW F.H.Qu., den 17.April 1942
    (I) Nr. 343/42 geh.
    Betr.: Ausstattung von SS- und Polizei-Verbänden Geheim


    An Chef H.Rüst.u.BdE.


    Der Führer hat befohlen, dass
    1.) alle im Osten eingesetzten Polizei-Batlne. mit je 1 Kp. 7,5 cm Pak (f) auf Lafette Pak 38 auszustatten sind (je Kp. 4 Geschütze)

    2.) die im Osten eingesetzten 2 SS-Brigaden mit je 1 Abt. zu 2 Kp. 7,5 cm Pak (f) auf Lafette Pak 38 (je Kp. 4 Geschütze) und mit je 1 Battr. s. F.H. (f) (4 Geschütze) auszustatten sind.


    Chef He.Rüst.u.BdE wird gebeten, sich unverzüglich mit dem SS-Führungshauptamt wegen Bereitstellung des Gerätes in Verbindung zu setzen und mitzuteilen, wann und wieviel Gerät sowie gegebenenfalls Pferde bereitgestellt werden.
    Für die Ausstattung kommen nur die im Bereich der H.Gr. Süd, Mitte, Nord eingesetzten Pol.Batlne. in Betracht.
    Gez. Buhle F.d.R. Unterschrift Oberstlt.i.G.
    Nach Abgang: GenStdH/Org.Abt. und Herrn SS-Obergr.Fü. Wolff


    Der Reichsführer-SS, Persönlicher Stab, Führer-Hauptquartier 24.April 1942, Tgb.Nr. 1193/42 geh. Dr. W/V an 1.) SS-Oberst-Gruppenführer Daluege, 2.) SS-Gruppenführer Jüttner, Berlin
    Anliegend übersende ich Ihnen im Auftrage des Reichsführers-SS in Abschrift einen Führerbefehl über die Ausstattung von SS- und Polizei-Verbänden vom 17.4.1942 mit der Bitte um Kenntnisnahme. i.A. Brandt, SS-Obersturmbannführer
    (T175 R108 2 631 762 – 764)

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo zusammen,



    ergänzend zum Einsatz der Polizei-Granatwerfer-Kompanie 15 bzw. Pol.- Granatwerfer-Kompanie 7


    In dem Bericht über den Einsatz des Fallschirmjäger-Bataillons z.b.V. 100 (Willi Kamann, Fsch.Jg.Btl. 100 in der Donsteppe, Teil 1 in: Der Deutsche Fallschirmjäger, Mitteilungsblatt des Bundes Deutscher Fallschirmjäger e.V. und des Kameradschaftsbundes Fallschirmpanzerkorps, Heft 1 Jan./Febr. 1985, S. 6 – 8, im Folgenden „Kamann, Fsch.Jg., S.“) wird auch diese Kompanie erwähnt.


    Bis mindestens 20.1.1943 ist die Kompanie dann den Fallschirmjägern unterstellt, deren Einsatz wie folgt geschildert wird.


    Herzliche Grüße Roland



    „... Bis zum 30.Dezember trafen noch weitere Truppenteile in Donskoy – Krassnowka ein:
    1 leichte Flakbatterie 2 cm (4./Flak-Abt. 100)
    1 schwere Flakbatterie 8,8 cm (6./Flak-Abt. 43)
    1 schwere Feldhaubitzen-Batterie (3 Geschütze 15 cm)
    1 SS-Polizei-Granatwerfer-Kompanie 15
    1 SS-Infanterie-Geschütz-Kompanie (4./LSSAH)
    2 Eisenbahn-Pionier-Kompanien (407. und 513.Kompanie)


    Hinzu kamen noch zahlreiche versprengte Soldaten der 6.Armee. Die Eisenbahnpionier-Kompanien und die versprengten Soldaten werden zu einem Infanterie-Bataillon zusammengestellt, das den West- und Südabschnitt des Stützpunktes übernahm...


    Die Eisenbahnpionier-Kompanien und die versprengten Soldaten werden zu einem Infanterie-Bataillon zusammengestellt, das den West- und Südabschnitt des Stützpunktes übernahm...


    Am Neujahrstag kam es zu einzelnen Feuerüberfällen durch Stalinorgeln. Wenn auch die Treffsicherheit dieser sowjetischen Raketenartillerie gering war, so hatte ihr Salvenfeuer durchaus moralische Wirkung.
    (Kamann, Fsch.Jg., S. 7)


    Feindliche Bewegungen ließen auf einen baldigen Angriff schließen, der auch nicht lange auf sich warten ließ. Am 2.Jan. 1943 griff der Gegner gleichzeitig aus Norden, Süden und Osten an und erzielte im Südosten einen gefährlichen Einbruch, der im Gegenstoß unter erheblichen eigenen Verlusten und schweren Verlusten für den Gegner bereinigt wurde. (Kamann, Fsch.Jg., S. 7)
    In den nächsten Tagen schlossen die Sowjets den Ring um Donskoy – Krassnowka auch im bisher offenen Westen. Die Kampfgruppe war damit eingekesselt und hatte nur noch durch Funk Verbindung zur Armee-Abteilung.
    Von allen Seiten schob sich der Gegner näher an Donskoy heran. Das Artilleriefeuer verstärkte sich von Tag zu Tag. Kleinere Infanterieangriffe aus allen Richtungen wurden ohne eigene Verluste abgewiesen. Eigene Stuka-Abgriffe auf sowjetische Bereitstellungen hinter der Bahnlinie nördlich Donskoy zeigten gute Wirkung und brachten etwas Entlastung... (Kamann, Fsch.Jg., S. 7 unten – S, 8 )


    „... Insgesamt wurden alle Einheiten des Stützpunktes Donskoy – Krassnowka, der etwa 1200 Meter Durchmesser hatte, am 5.Januar 1943 zur „Kampfgruppe Matthaeas“ zusammengefasst. Die Kampfgruppe, deren Gefechtsstärke etwa 1600 bis 1800 Mann betrug, wurde der Armee-Abteilung Fretter-Pico unmittelbar unterstellt... (Kamann, Fsch.Jg., S. 7)


    Am 7.1.1943 fiel der Wachtmeister d.Sch. d.R. Josef Fruhstorfer, „Sägereibesitzerssohn von Moosburg“, im Alter von 38 Jahren bei Donskoy – Krassnowka. (Sterbebild, anscheinend also (Pol.Gr.Wf.-.Komp. 15? Nicht beim Volksbund online)
    Am Ehrenmal des Stadt Moosburg für die Gefallenen der Weltkriege ist unter 1943 „Fruhstorfer, Josef, 8.1.“ aufgeführt
    http://www.deutsche-ehrenmale.…ten/D-BY-FS-Moosburg.HTML



    „... Am Abend des 14.Januar 1943 erhielt die Kpf. Gruppe durch Funkspruch den Befehl: „Aushalten bis Gruppe Kreysing von Millerowo kommend Donskoy – Krassnowka erreicht““ Gleichzeitig kam an Gen.Lt. Kreysing in Millerowo der Befehl: „Durchbruch nach Westen! Gruppe Kreysing kämpft sich am 15.Januar mit beginnender Dunkelheit nach Donskoy – Krassnowka durch, entsetzt die dort eingeschlossene Kampfgruppe und erreicht über Tschebotowka die deutsche Riegelstellung am Donez!“
    Für die Kampfgruppe kam der Funkspruch gerade rechtzeitig, denn die Truppe war durch den pausenlosen Einsatz unter härtesten Bedingungen bei steigender Kälte sehr erschöpft...“
    (Kamann, Fsch.Jg., S.8 )


    Im Laufe des 15.Januar konnte die Kampfgruppe einen Einbruch des Gegners im Nordabschnitt von Donskoy im Gegenstoß bereinigen.
    Nachts war Feuerschein aus dem eingeschlossenen Millerowo zu sehen, die Stadt brannte. Der Kdr. nahm Funkverbindung mit der 3.Gebirgsjäger-Division in Millerowo auf
    (Kamann, Fsch.Jg., S. 8 )


    Am Morgen des 16.1. hatte sich die Kampfgruppe in Erwartung der Kräfte aus Millerowo mit ihren schweren Punktfeuerwaffen bereits so umgruppiert, dass aus dem Stützpunkt heraus nach Nordosten angetreten werden konnte, um den Einschließungsring aufzubrechen.
    Der Vorstoß von 2 Jägerzügen im rechten Augenblick ließ den Feind in hellen Scharen die Flucht ergreifen und damit zum voll sichtbaren Ziel aller Maschinenwaffen werden. Ca. 600 gefallene Russen und große Mengen Waffen wurden gezählt.
    Im Zusammenwirken mit Teilen der 3.Geb.Div. gelang es, den Weg nach Donskoy – Krassnowka freizukämpfen. Gegen Mittag traf der Kommandeur der 3.Gebirgs-Division, Generalleutnant Kreysing, auf dem Gefechtsstand der Kampfgruppe ein. Die Kampfgruppe wurde der 3.Gebirgs-Division unterstellt.
    (Kamann, Fsch.Jg., S. 8 )


    In den frühen Morgenstunden des 17.Januar 1943 erfolgte der Ausbruch aus Donskoy – Krassnowka in Richtung Woroschilowgrad entlang der Bahnlinie. Die Spitze übernahm rechts der Bahn das Fsch.Jg.Btl. z.b.V. 100 unter Führung von Hauptmann Kerutt, ohne seine 1.Kp.. die an der Durchbruchsstelle zur Sicherung verblieb.
    Links der Bahnlinie wurde das aus verschiedenen Einheiten zusammengesetzte Inf.Btl. der Kampfgruppe eingesetzt.
    Bei geringem Feinddruck und zeitweiligem Störfeuer gelang der Aufbruch der Kpf. Gr. M. (Matthaeas) nahezu ohne Verluste. Jedoch stellten die Marschbedingungen bei Temperaturen bis zu 40° minus Anforderungen an Mensch und Material bis zur Erschöpfung. Zahlreiche Erfrierungen waren zu verzeichnen.
    Erst als alle Soldaten und Fahrzeuge aus dem Stützpunkt heraus waren, löste sich die Nachhut der Kampfgruppe vom Feind und marschierte nach Tschebotowka, wo es u einem kurzen Ausruhen in den armseligen engen Bauernkaten kommt. Brot und Konserven werden aufgetaut, Schneewasser für den Kaffee gewärmt. Man hofft auf ein wenig Schlaf.


    Auf dem Bahnhof von Tschebotowka stand ein Lazarettzug bereit. Er übernahm die Verwundeten, die auf Lastwagen und Schlitten eintrafen. Wenig später verließ der Zug den Bahnhof, gerade noch rechtzeitig, denn der Feind war inzwischen in das Dorf mit Panzern und Infanterie eingebrochen. Bei einigen Trosseinheiten der Gruppe Kreysing kam es zu chaotischen Panikerscheinungen.
    Mit schnell zusammengerafften Gruppen der 3.Gebirgs-Division und der Kampfgruppe wurde der Feind aus dem Dorf hinausgeworfen, die Pak vernichtete 3 Feindpanzer.


    Am 19.Januar wurde Gerassimowka erreicht. Die Kampfgruppe sicherte den Nordrand des Ortes, links angelehnt an ein Turkmenen-Bataillon, das allerdings in der Nacht zum 20.Januar meuterte, nachdem es einem Teil der deutschen Ausbilder die Hälse durchgeschnitten hatte. Es war eines der Freiwilligen-Bataillone, die sich aus Tataren, Kalmücken, Kosaken sowie aus kaukasischen und turkmenischen Stämmen rekrutierte.


    In tiefem Schnee, bei 38 Grad Kälte und eisigem Sturm erreichte die Kampfgruppe am 20.Januar den zugefrorenen Donez und schließlich die deutschen Riegelstellung von Woroschilowgrad. (Kamann, Fsch.Jg., S. 8, Ende Teile I)

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump