• Habe erfahren, dass mein Großvater im Jahre '43 mit Malaria im Lazarett lag. Vorheriger Einsatzräume waren Rossotsch, Krementschug, Donez, Isjum.


    Die Malaria spielte ja schon in Feldzügen des Mittelalter immer mal wieder eine Rolle.


    Weiß aber jemand,wie in der Wehrmacht damit umgegangen wurde?
    Gab es eine spezielle Vorsorge?
    Wie wurde mit den Spätfolgen umgegangen?
    Trat die Krankheit häufiger auf?
    Wie war die Versorgung?


    Schon jetzt mein Dank für eine Antwort.


    Gruß
    Jörg

    Ich suche Informationen zu: Landesschützen-Bataillon 681 - Infanterie-Regiment 538 - Grenadier-Regiment 537 - Füsilier-Bataillon 258 -
    le Flak-Abteilung 81 - Transportgruppe Todt - Transport-Korps Speer

  • Quote

    Original von Chinanski
    Wie wurde mit den Spätfolgen umgegangen?


    Mein Vater hat mir mal erzählt, das er später seinen Vater mehrfach deswegen phantasierend auf dem Sofa hat liegen sehen. Beim Phantasieren hat er wohl auch seine Kriegserlebnisse verarbeitet, da er (Buchhalter, konnte sprichwörtlich keinen Nagel in die Wand schlagen) auch das "niedermähen angreifender Soldaten mit dem MG simulierte".

    vg
    mra


    -die Feder ist uns von Haus aus ein fremdes Handwerkszeug. Aber nun hat unser Leid einen schreiben heißen –

  • Hallo Joerg,


    schau mal bei "LeMo Kollektives Gedaechtnis" rein. "Werner Mork" hat sich die Malaria als Soldat auf Sardinien eingefangen. Er weiss vieles darueber zu berichten.
    Gruss, Horst

  • Danke für die schnellen und sehr hilfreichen Antworten. Offenbar war es also kein Einzelfall.
    Falls ich darüberhinaus noch mehr Informationen finden sollte, werde ich es hier ergänzen.


    Als nächstes möchte ich gerne herausfinden, ob Malaria in Russland auch ein Problem war, insbesondere in den Einsatzgebieten Rossotsch, Krementschug, Donez und Isjum.
    Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die gesamte Ostfront mit Malariamitteln versorgt war. ;)

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  • Hallo Jörg,


    mein Grossvater wurde gegen Malaria geimpft im Februar und März 1942, Einsatzraum Heeregruppe Mitte, Rukitno-Sümpfe. Die Impfung wurde im Soldbuch eingetragen. Wiederholungsimpfung ein Jahr später bei gleichbleibendem Einsatzraum.


    Gruss


    Walter

    Suche alles zu:

    Lw Bau Kp. 80/XI, Lw Bau Batl. 3/XI, Lw Bau Batl. 115/III (K)

  • Hallo Augustdieter,


    danke für Deinen Hinweis. Es stimmt, es war eine vorbeugende Impfung mit dem Serum: "Robert-Koch-III/sh1" (so im Soldbuch verzeichnet). Ich habe einen Arzt gefragt und er hat nachgeschaut, es war eine Prophylaxe.
    Sorry für meine anfängliche Unwissenheit.


    Gruss und ein frohes Neuss Jahr an alle


    Walter

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